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Die Umarmung des Vaters

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Beitrag von Elodriel am Do Dez 01 2016, 13:38

Nachdenklich tippte Skella sich mit dem Ende des Stifts gegen das Kinn. Sie sah ebenfalls zu Klarissa. "Haben wir da irgendwelche Möglichkeiten, das jetzt auf die Schnelle herauszufinden? Denn sollte es tatsächlich noch einen Spezialisten geben, so wäre der gewiss die beste Informationsquelle, die wir haben." Aber man hörte ihr an, dass sie nicht daran glaubte. Sie ging davon aus, dass Inquisitor Patroskovs der Spezialist ist. Immerhin hat der ihre kleine Gruppe ja nur vorgeschickt, ehe er selbst kommen kann. Gäbe es hier noch einen, hätte er sie gewiss an diesen verwiesen.
Myras Aufforderung kam sie nach und schrieb noch diese zusätzliche Information auf. Kurz schaute sie zwischen diesen Worten und den anderen, die sich mit Xenotechnik beschäftigen hin und her. Worauf waren sie hier nur gestoßen? War alles miteinander verbunden? Oder waren es Zufälle, die sich hier wie ein großes chaotisches Übel präsentierten...wobei man dem Chaos ja zutrauen musste, große Pläne zu verfolgen, die ein Mensch einfach nicht verstand. Eigentlich eine bittere Ironie, dass das Chaos zu großen Planungen neigte.

Auf Myras Frage hin wandte sie sich dieser zu und atmete tief durch. "Es ist meine Pflicht und ich werde alles mir mögliche tun,sie zu erfüllen." Sie machte eine kurze Pause. "Ob ich es schaffe? Mir fehlt deine Erfahrung, um das sicher sagen zu können. Aber ich bin ausgebildet worden, so etwas zu schaffen. Im Namen des Imperators muss ich es also schaffen. Und ich will nicht, dass euch hier etwas passiert, also habe ich gleich drei Antriebe, es zu schaffen." Sie sieht der anderen Frau fest in die Augen.
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Beitrag von Adrian Kane am So Dez 11 2016, 04:44

Arthur entschuldigte sich raeuspernd und verliess das Gebaeude, auch Klarissa verschwand eine Weile lang im Garten, sodass die Beiden nach Skellas Antwort einen Moment fuer sich hatten. Die Augen der Schuetzin bohrten sich ploetzlich mit ungewohnter Haerte und sogar einer Spur Wildheit in das bleiche Gesicht der juengeren Frau, wie ein wildes Tier, welches nach der nur kleinsten und geringsten Spur einer Schwaeche suchte. Draussen ertoente entfernt das tiefe Brummen eines vorbeirauschenden Fahrzeugs, jemand schrie etwas, ein Tor quietschte muede in seinen offensichtlich verrosteten Angeln. Nur ein weiterer Tag auf diesem sandigen Grab. Der Moment verstrich so schnell wie er gekommen war und Myra wandte sich ab. "Du weisst wahrscheinlich, dass Arthur den letzten Psioniker, mit dem wir zusammengearbeitet haben, erschossen hat", falls sie diesen Vorfall bedauerte, so konnte man es nicht in ihrer Stimme ablesen. "Ich selbst habe auch einen auf dem Gewissen, was weniger bekannt ist", sie starrte scheinbar nachdenklich auf einen entfernten Punkt der maroden Wand, "Manchmal denke ich darueber nach wenn ich schlechte Laune habe und es bereitet mir immer wieder Freude, mir den Moment in Erinnerung zu rufen", die graublauen Augen lasteten wieder auf ihrer juengeren Kameradin, nach einer Reaktion suchend. "Bislang kannte ich nur zwei Sorten. Die von zuviel Macht korrupt gewordenen und die, welche in extremen Situationen voellig versagen", sie griff nach ihrer Kaffeetasse, nur um festzustellen, dass diese leer war. Eine genauere Untersuchung des hiesigen Vorratsschranks, welcher nicht viel mehr als eine heruntergekommene, halb zerfallende Kommode war, offenbarte eine Flasche Hochprozentigen.

Sie schenkte sich einen Schluck ein und liess die Flasche auf dem Tisch. Das Zeug schmeckte wie altes Maschinenoel und brannte wie fluessiges Feuer, was sie an eines der Standardgetraenke der Truppen Armageddons erinnerte. Einige nannte es den 'Dreier'. Man konnte nicht nur Wunden damit desinfizieren und Sachen saubermachen, sondern sich auch ganz hervorragend damit besaufen. "Ich moechte daran glauben, dass du zu keiner der beiden Sorten gehoerst", ihr Blick war auf den restlichen Inhalt ihrer 'Medizin' gerichtet, fast ein wenig beschaemt. Nach mehreren Herzschlaegen raeusperte die Schwarzhaarige den Moment der Stille davon, ihre Miene aufgehellter als vorher. "Wollte nur, dass du auch weisst, mit wem du da losziehst. Fair ist fair."

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Beitrag von Elodriel am Mo Dez 19 2016, 14:08

Da Skella wusste, was Arthur getan hatte, immerhin wurde es ihr berichtet und sie hatte sich später nochmal die Berichte angesehen, traf sie diese Offenbarung nun nicht so schlimm. Solche Dinge wurden ihr schon früh in ihrer Ausbildung als mögliche Zukunft dargelegt. 'Hab dich stets unter Kontrolle, sonst sind deine Kameraden gezwungen, dich zu töten'. Es wurde häufig als notwendiges Übel dargestellt, aber die Psionikerin hegte schon lange den Verdacht, dass viele Nichtpsioniker dieses 'notwendige Übel' gern erfüllten.
Was sie da schon eher traf, waren die weiteren Worte Myras. Auch sie also? Und offenbar hatte es ihr gefallen. Die junge Frau schluckte schwer. Zwar wollte sie sich nichts anmerken lassen, aber diese Reaktion konnte sie nicht verhindern. Sie atmete tief durch und nickte. "Ich nehme an, dass der Psioniker, den du erschossen hast, sich dem Chaos hingegeben hat? Dann war es wohl deine Pflicht. Aber...wieso erfreust du dich noch heute daran?" Die weiteren Worte Myras haben den Keim der Hoffnung gesetzt, dass es eben nicht einfach nur die Freude war, einen Psioniker töten zu können.
Sie trinkt ihren Kaffee aus und strafft sich dann. "Dann hoffen wir beide, dass ich nicht zu einer dieser beiden Sorten gehöre. Wir haben uns nicht ausgesucht, dass wir diese Gabe haben, weißt du? Und natürlich gibt es auch unter uns schlechte Leute, die gibt es bei Nichtpsionikern auch, dazu kommt leider die Gefahr, abzudriften, aber das ist nichts, was die meisten von uns anstreben. Wir wollen nur unseren Teil zum Großen Ganzen beitragen und leben. Also ja, ich werde mich ehr als bemühen, zu keiner dieser beiden Gruppen zu gehören, einfach weil es richtig ist und ich das Richtige tun will."
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Beitrag von Adrian Kane am Di Dez 20 2016, 18:20

Ein weiterer Schluck des alkoholischen Getraenks bahnte sich seinen Weg in ihren Magen. Die Schuetzin betrachtete das Schaubild waehrend ihre Gedanken in ganz andere Richtungen abschweiften. Vielleicht war das ein wenig zu heftig gewesen. "Der Mann war in erster Linie ein Schwein und ein Verraeter", sie raeusperte sich, "Ich sprach vielleicht etwas ohne Bedacht, unter den Umstaenden haette er so oder so von mir eine Kugel verpasst bekommen, Psioniker hin oder her", sie schlug die Beine uebereinander und massierte sich die Schlaefen. "Gerechtigkeit im Imperium ist manchmal ungleich verteilt, aber nicht an diesem Tag, deswegen denke ich auch heute noch gerne dran", sie blickte die Psionikerin dieses Mal an, "Auch du kannst dich darueber freuen, solche Arschloecher sorgen fuer euren schlechten Ruf, vor allem unter den kleinen Leuten in den Truppen", sie liess die Worte eine Weile lang einwirken. "Die Meisten haben einfach nur Angst vor euch", sie seufzte fast unhoerbar, "Manche Vorurteile sind ziemlich schlecht da raus zu bekommen", ihr Zeigefinger tippte gegen die Stirn und Myra schaffte es, ansatzweise ein Laecheln hinzubekommen.

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Beitrag von Elodriel am Do Dez 22 2016, 17:26

Skella sieht einen Moment lang die Flasche mit dem Alkohol an, entscheidet sich aber wohl dagegen, sich auch etwas zu nehmen.
Zu Myras Worten nickt Sie erst, schüttelt dann aber den Kopf. “Solche Arschlöcher sind weniger der Grund, als vielmehr die erhoffte Bestätigung für alle mit den entsprechenden Vorurteilen. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass es deutlich mehr Nichtpsionikerarschlöcher gibt, als Psionikerarschlöcher.” Sie schmunzelt leicht. “Und was die Angst angeht…die kann ich ja durchaus verstehen. Wie ich schon sagte, wir haben es uns nicht ausgesucht, aber es ist nunmal Fakt, dass wir stets gefährdet sind, uns zu verlieren. Wobei ich mich manchmal frage, ob es uns leichter fallen würde, wenn wir mehr das Gefühl hätten, zu euch zu gehören. Wenn einen weniger in der normalen Welt hält…” Sie zuckt mit den Schultern.
Nach einer kurzen Pause deutet sie auf Myra. “Ich habe es schon häufiger gesehen, dass du dir so die Schläfen massierst. Hast du irgendwas chronisches
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Beitrag von Adrian Kane am Mo Dez 26 2016, 21:00

"Menschliche Psioniker blicken aber auch auf eine lange Geschichte des Verrats und Missbrauchs zurueck, haben oft genug brennende Welten mit Milliarden von Toten auf ihrem Weg hinterlassen und sich ihren schlechten Ruf redlich verdient. Die Machenschaften irgendeines durchschnittlichen Verraeters erblassen da meistens im Vergleich, von Horus vielleicht mal abgesehn, aber auch bei dessen Fall waren Psioniker involviert und ausserdem war er ein Space Marine, kein normaler Mensch mehr, und 10,000 Jahre spaeter leiden wir immer noch darunter", sie raeusperte sich waehrend ihr Blick an Skella vorbei in die Leere driftete. "Vielleicht wird der Generalverdacht irgendwann mal verschwinden, aber das werden weder du noch ich erleben. Bis dahin muss jeder psionisch Begabte im Imperium seinen Wert und Loyalitaet beweisen. Als kleines Rad im Getriebe der Streitkraefte gehts einem da auch oft nicht viel anders", mit einem resignierendem Schulterzucken endete sie den kleinen Monolog. "Und das hier", muede tippt ihr Zeigefinger gegen die linke Schlaefe, "ist chronisch. Mal besser mal schlechter. Auf der St. Marina war es definitiv schlechter. Naja, der Imperator gibt einem nur soviel zu tragen wie man auch schleppen kann, oder so hab ichs zumindest oft gehoert", das schwache Laecheln war mittlerweile wieder auf ihr Gesicht zurueckgekehrt.

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Beitrag von Elodriel am Di Dez 27 2016, 13:10

Skella lächelte bitter und nickte. "Ja, das werden wir beide wohl nicht erleben, aber dennoch kann ich mein bestes versuchen, um die Sache voran zu bringen. Wobei es ja nunmal auch stimmt, dass wir Psioniker eine Gefahr darstellen können.
Ich hoffe nur, dass ihr mir dafür auch die Möglichkeit geben werdet." Das letzte hatte sie recht leise gesagt, als würde sie mit sich selbst sprechen, aber verständlich war es vermutlich dennoch.

Sie wedelte mit der Hand, als wolle sie die finsteren Gedanken verscheuchen und deutete dann auf Myra. "Hat schon mal jemand versucht herauszufinden, was der Auslöser ist?" Sie sah nachdenklich drein.
Ihr Blick fokusierte sich wieder auf Myra. "Auf der St. Maria war es stärker? Die ganze Zeit über? Oder erst ab einem bestimmten Zeitpunkt? Und wie war es auf der Reise hierher?" Da hatte sich nun scheinbar die Neugier an einem Thema festgebissen und der Drang, eine Lösung zu finden mischt auch mit.
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Beitrag von Adrian Kane am Do Jan 05 2017, 04:41

Myra lehnte sich in dem alten Stuhl zurueck, der dies mit einem bedrohlichen Knarzen kommentierte. "Ich fuer meinen Teil vertraue dir. Hatte aber das Beduerfnis diese Dinge anzusprechen", sie zuckte entschuldigend mit den Schultern. "Im Militaer lernt man kein Taktgefuehl", sie verlagerte etwas das Gewicht nach vorne, der alten Lehne konnte man wohl nicht vertrauen. Einmal mehr wanderte ihre Hand zur linken Schlaefe. "Das...ich nehme an es war definitiv schlimmer als die Warpkreaturen auftauchten und generell die Grenze zwischen unserer Welt und der des Immateriums bruechig wurde", sie hatte waehrend ihrer langen Reise mehr als nur ein wenig in den Inquisitionsarchiven zu diesem Thema gestoebert. "Und meine kleine Begegnung mit dem Psioniker, ja da war es extrem, mit Nasenbluten sogar, aber der hat auch versucht da rein zu kommen", ihr Finger tippte sich gegen die Stirn, "Hat sich angefuehlt wie eine lange heisse Nadel mit Widerhaken. Hat ihm aber auch nicht so gut getan, oder er war ob des Inhalts schockiert", die Schwarzhaarige grinste kurz bevor ihr Blick an Skella vorbei ins Leere driftete, offenbar in fernen Erinnerungen wuehlend.

"Meine Mutter hat mich mal vor Jahren zu irgendeinem Doktor auf Armageddon geschleppt als sie genug Geld beisammen hatte, aber der hat nix weiter feststellen koennen. Bei der Musterungsuntersuchung und spaeter in Lazarettaufenthalten wurde mir gesagt es sei 'Nichts', einer hat mir sogar einen Priester empfohlen", sie schmunzelte dei dem Gedanken daran. "Dem Apothecarus der Inquisition wollte ich das nicht anvertrauen und", sie hielt inne und warf der juengeren Frau einen skeptischen Blick zu, vielleicht sollte sie besser den Mund halten. Das Letzte was sie brauchte war, dass irgendwer einen abstrusen Zusammenhang zwischen dem Inhalt ihres Schaedels und irgendwelchen Warpphaenomenen herstellte. "Auf jeden Fall kommt und geht der Schmerz auch ohne irgendwelche Ausloeser. Ist vielleicht der Wille des Imperators, um mich daran zu erinnern wachsam zu bleiben."

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Beitrag von Elodriel am Fr Jan 06 2017, 21:15

Kurz senkte sich der Blick der Psionikerin zu dem Stuhl, der so gut vernehmlich mitteilte, dass sich wieder jemand gewagt hat, sich auf ihn zu setzen. Als wollte er auf diese Art abschrecken um auf seine alten Tage nicht mehr so viel Gewicht stemmen zu müssen. Idiotischer Gedanke im Grunde, aber was soll's? Gedanken sind ja frei.

Sie grinste schief und nickt Myra zu. "Dann versuche ich zu lernen, Taktgefühl dort rein zu projezieren, wo es fehlt." Sie zwinkerte der anderen zu, wurde dann aber wieder ernster. Sie nickte verstehend, bei den Ausführungen der Schützin bezüglich der Umstände, zu denen die Kopfschmerzen stärker wurden. Aber dann merkte sie, dass die ehemalige Soldatin gerade nicht tiefer in diese Materie eintauchen wollte. Und da sie durchaus Taktgefühl beigebracht bekommen hatte, ließ sie es erstmal dabei und nahm sich vor, dass zu beobachten. Eine Sache musste sie dann aber doch fragen. "Es war ein Telepath?" Sie klang so, als hoffte sie, dass dem nicht so war.
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Beitrag von Adrian Kane am Fr Jan 06 2017, 23:09

"Das nehme ich an", sie schlug die Beine uebereinander und nippte an ihrem Getraenk, in dem nicht viel mehr als ein paar Tropfen ueber waren. "Ich kenne mich nicht gut mit den verschiedenen M...", Myra hielt inne, nachdenklich, scheinbar nach einem besseren Wort suchend. "Faehigkeiten aus", korrigierte sie sich schliesslich selbst. "Leider war seine Korruption im Nachhinein schwer zu belegen und so stand mein Wort gegen das meines Leutnants, was immer schlecht ist", sie verzog angewidert das Gesicht. "Die Sache mit Chaos ist ja, dass der Einfluss so subtil ist, dass man es oft erst zu spaet erkennt", ihr Blick wanderte in Richtung des kleinen Fensters. "Wie auch immer, irgendwer in der Inquisition hat mir scheinbar geglaubt, dem Imperator sei Dank", sie schob sich eine Straehne hinters Ohr. Draussen ratterte irgendein schweres Kettenfahrzeug vorbei, was man nicht nur hoerte, sondern auch an der deutlichen Vibration im inneren der baufaelligen Huette spuerte. "Ist das eigentlich fuer dich ein Problem? Ich meine, die meisten von uns sind nicht direkt freiwillig hier und haben alle moeglichen Hintergruende, aber du wurdest ja quasi von der Inquisition gross gezogen."

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Beitrag von Elodriel am So Jan 08 2017, 00:00

Skella lehnte sich an eine Wand und ließ die Worte auf sich wirken. "Der Leutnant stand unter seiner Kontrolle? Oder warum hat er den Telepathen gedeckt?" Das erschloss sich ihr jetzt noch nicht direkt. "Ich könnte mir vorstellen, dass man als Telepath besonders gefährdet ist. Ständig wissen zu können, was andere denken..." sie schüttelt den Kopf, "das kann ich mir kaum vorstellen. Ich kann die Lebenskraft spüren, ich kann dir gerade relativ genau sagen, wo unsere Gefährten jeweils sind und dass im Nachbarhaus, dass unserem am nahsten steht drei Humanoide verweilen. Aber sich der Gedanken anderer bewusst zu sein, das ist was völlig anderes, denke ich." Sie zuckte mit den Schultern, so gut das in dieser Situation eben ging.
Bei der Antwort auf die Frage Myras schüttelte sie den Kopf. "Kein Problem...ich habe gelernt, dass eure Art, zur Inquisition zu stoßen sozusagen die normalere ist, als meine, also wäre es reichlich unsinnig, darin ein Problem zu sehen. Und ich denke doch, dass die Inquisitoren, die über eure Rekrutierung entschieden haben wussten, was sie da tun." Sie schmunzelte leicht. "Sollte ich mir denn Sorgen um eure Loyalität machen?"
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Beitrag von Adrian Kane am So Jan 15 2017, 23:49

Wieder einmal ging der Blick der Schuetzin eine Weile lang ins Leere, die Augen leicht verengt war es schwer zu sagen ob Unschluessigkeit oder Schmerz in ihrem Gesicht stand. "Schwer zu sagen", antwortete sie schliesslich, "Der Leutnant war selbst ein widerlicher und militaerisch unfaehiger Mensch, kann sein, dass er willig gemeinsame Sache mit dem Psioniker gemacht hat." Ihr Blick wanderte vom Tisch hinueber an die Wand, wo die blasshaeutige Frau stand. "Zu viele Offiziere kommen aufgrund familiaerer Verbindungen und Abstammung in ihre Position, waehrend faehige Leute oft kleingeistig uebergangen werden, es ist eine Schande fuer das Imperium und strategisch mit das Duemmste, was man machen kann", sie rieb sich am Kinn, offensichtlich veraergert. Der Ausdruck verflog jedoch schnell wieder, "Wie dem auch sei, das Letzte, was ich gehoert habe, ist das der Gute von einem Commissar im Feld vor den Augen seiner Truppe exekutiert wurde", sie muehte sich so neutral wie moeglich zu wirken, doch die Genugtuung lag noch deutlich in ihrer Stimme.

"Dann ist deine Faehigkeit weniger", wieder einmal suchte sie scheinbar nach einem besseren Wort, es sollte ja niemand sagen koennen, dass sie sich nicht zumindest um einen diplomatischen Ton bemuehte. "Problematisch. Sogar nuetzlich fuer uns", sie raeusperte sich, natuerlich hatte sie die Dienstakte ihrer Gefaehrtin auf der langen Reise gruendlichst studiert, aber es war eine andere Sache, es persoenlich zu hoeren. "Ich denke du solltest wachsam sein, auch mir gegenueber. Ich habe jetzt ueber euch Psioniker abgezogen, aber das Chaos kann jeden beeinflussen. Unsere menschliche Natur ist einfach anfaellig dafuer", sie wandte den Blick von Skella ab und schien etwas interessanteres an der vor sich hinbroeckelnden Wand entdeckt zu haben.

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Beitrag von Elodriel am Fr Jan 20 2017, 21:16

Sie stieß sich von der Wand ab und besah sich noch einmal die Hinweise, die sie bisher aufgeschrieben hatten. Aber ihr wollte einfach nicht mehr dazu einfallen. Es blieb vermutlich wirklich nichts anderes übrig, als ins Feld zu gehen...und das möglichst bald.

Myras Worte über die Gefahren ließen sie bitter schmunzeln. "wir sollten alle gegenseitig aufeinander aufpassen. Zusammenhalt ist das beste Mittel gegen das Chaos." Sie nickte, bekräftigend.
Dass im Imperium nicht immer alles richtig läuft, wusste sie natürlich auch und natürlich war es ein Frevel, dass so etwas geschah, aber auf der anderen Seite..."Die Sache mit dem Commissar zeigt aber, dass solche schwarzen Schafe und Frevler ihre gerechte Strafe erhalten, ganz im Sinne des Imperators."
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Beitrag von ThaHummel am Mo Jan 23 2017, 13:58

Anscheindend ohne viel von ihrer Grundsatzdiskussion mitbekommen zu haben stolperte Carlton wieder ins Haus und ließ sich schwungvoll in einen Stuhl fallen, aus dem prompt eine Schraube herausploppte, bevor er sich stabilisierte.
"Arthur und Klarissa sind noch kurz eine Karte besorgen, das ist so ziemlich das einzige, was ich nicht auftreiben konnte. Wir sind jetzt zwar pleite und haben nurnoch Recaf für 2 Tage, aber dafür Benzin für eine Woche, Ersatzreifen, extra Klamotten, ein paar medizinische Vorräte, Proviant, Wasser, vier Kilo Plastiksprengstoff, ein Dutzend gemischte Granaten und ein Maschinengewehr mit 450 Schuss. Ich denke zumindest ein wenig Wüste können wir uns morgen ansehen, ohne um unser Leben fürchten zu müssen."
Dann musterte er die beiden Frauen nochmal, krazte sich am Dreitagebart und fuhr dann fort:
"Hab ich euch irgendwie unterbrochen?"

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Beitrag von Adrian Kane am Fr Jan 27 2017, 13:49

Ohne das sie es wollte musste die Schuetzin ob der Aussage der juengeren Frau schmunzeln. Ja, wenn es doch nur so einfach waere, diese Worte kamen ihr in den Sinn und doch konnte sie die simple Wahrheit der Aussage nicht von der Hand weisen. Wieviele Verraeter waeren nicht zu dem geworden, was sie sind wenn es mehr Sinn fuer Zusammenhalt gegeben haette. Sicher, alle haette man damit nicht verhindern koennen aber doch bestimmt ein paar. Gerade als sie dies kommentieren wollte stolperte der Catachan ins Zimmer. Stirnrunzlend begleite Myras Blick den Weg der alten Schraube auf den noch viel aelteren Boden wo sie schliesslich liegen blieb und sich wohl mit der Zeit festtreten wuerde. Mit ihm war der Geruch von Tabak in den Raum gekommen, der zwar nicht sonderlich ansprechend war, aber doch in ihr die Lust auf eine der billigen Glimmstengel entfachte.

Sie schlug die Beine uebereinander und musterte den Mann mit dem Goldzahn eine Weile lang. "Nein, nicht wirklich", antwortete sie schliesslich, im Geiste nochmal die von ihm aufgezaehlten Dinge durchgehend. "Dann habe ich wenigstens die Mittel um was in die Luft zu jagen wenn der Recaf-Entzug einsetzt", sie unterstrich ihre ernst klingenden Worte mit einem wissenden Nicken. Damit war nicht zu spassen. Einmal mehr drehte sie den Kopf hinueber zu ihrem selbstgebauten Plan. "Wenn wir frueh genug losfahren sollten wir die untergehende Sonne im Ruecken haben wenn wir uns der Mine naehern", sie stand auf und streckte sich. Das wuerde vielleicht keinen grossen Unterschied machen wenn da wirklich Tau Kundschafter herumkrochen, aber dennoch. "Ich werde mir die Waffen mal ansehen", sie zwinkerte dem Mann kurz zu, "Nichts fuer ungut. Aber vier Augen sehen mehr als zwei. Und dann sollten wir uns alle zeitig hinlegen." Sie schritt in Richtung Ausgang, offensichtlich in Gedanken vertieft.

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Beitrag von Elodriel am Sa Jan 28 2017, 13:10

Die Psionikerin sah auf, als Carlton zu ihnen kam und schüttelte den Kopf zu seiner Frage. "Wir haben uns einfach nur unterhalten und überlegt, was wir noch vorbereiten können. Aber ich denke, da gibt es jetzt wirklich nicht mehr viel zu machen. Ich werde mich bald schlafen legen, um dann fit zu sein, wenn wir früh los ziehen. Bei der Ausrüstung kann ich sowieso wenig beitragen, fürchte ich." Sie lächelte schwach und begab sich dann zur Treppe, die nach unten führte.
An der Treppe angekommen drehte sie sich noch mal um. "Aber bevor du etwas in die Luft jagst, gib bitte bescheid, ich will dann nicht in der Nähe sein...Druckwellen sind schlecht für die Frisur." Sie grinste schief und ging dann hinunter. Sie hatten einen harten Tag vor sich, da wollte sie wirklich versuchen, bald zu schlafen.
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Beitrag von ThaHummel am Do Feb 23 2017, 16:55

Nach einer Nacht, die für die meisten wohl nicht allzulang war, brach die Gruppe noch vor Sonnenaufgang auf, um möglichst viel Strecke hinter sich zu bringen, bevor die knüllende Hitze einsetzte.
Arthur hatte geschlafen wie ein Stein und saß wortlos, fast schon meditativ, auf seinem Sitz und starrte in die Wüste, auch wenn seine rechte Hand sich nicht vom Halfter seiner Pistole entfernte.
Klarissa hingegen hatte ihre Waffe möglichst weit weg von sich, wenn auch immer noch in Griffreichweite, verstaut und lenkte sich mit einem Stück Text ab. Es handelte sich um einen losen Stapel Papier, das nur durch zwei Löcher und durchgezogene Kordeln zusammengehalten wurde.
Paul hingegen schien die Gelegenheit für eine ausgiebige Spritztour zu genießen und gab, solange sie noch einen Haufen Reservetreibstoff hatten, gelegentlich etwas mehr Gas als notwendig.
Dank der Wüstenkarte und den Informationen der übrigen Inquisitionsgruppen hier konnten sie sich recht gut anhand der wenigen markanten Felsen Orientieren und erreichten, ohne auch nur einer Menschenseele zu begegnen, eine hohe Düne vor der mit Findlingen übersähten Weite, in der sich die Mine befand. Ab hier wurde das Terrain weitaus rauher und steiniger.
Ein einzelner großer Stein von der größe mehrerer Lagerhallen ragte über das alles hervor, seine beigen Kanten von der allmählich untergehenden Sonne in rötliche Schatten gehüllt.
Vor dem dunklen, verschlossenen Eingangstor des Minenkomplexes standen drei stromlinienförmige, düsengetriebene Fahrzeuge auf Landekufen, eines davon mit einem drehbaren Panzergeschütz auf dem Dach. Die beiden anderem sahen ihm ähnlich, aber waren nur mit je einer Gatling-Kanone unter der Schnauze ausgestattet. Alle Heckluken standen offen und waren fast vollständig vom Sand verweht, als hätten sich die Tau-Transporte seit Wochen nicht bewegt.
Personal war keines zu sehen, nur zwei kleine, Tellerförmige Drohnen die pflichtbewusst Kreise um den kleinen konvoi flogen. Vier weitere dieser Drohnen warteten in Ladestationen an den Außenseiten der Fahrzeuge.
Diese Szene befand sich einen guten halben Kilometer von den Akolythen entfernt, und ohne viel Verzögerung fuhr Paul ihren Pickup zurück hinter die Düne, um erstmal nicht auf dem Präsentierteller zu stehen.
"Da wären wir. Jemand Vorschläge war wir als nächstes tun? Sieht ja nicht so aus als wäre da unten jemand zuhause..."

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Beitrag von Adrian Kane am Sa März 04 2017, 17:47

Wortlos schwang sich die Schuetzin aus dem Fahrzeug. Was sie sogleich bereute, denn ihre Beine waren nach der langen Zeit der Ruhe nicht gluecklich darueber, so schnell ohne Vorwarnung bewegt zu werden. Sie fluchte leise, zog sich ihre Muetze zurecht und machte, Gewehr in der Hand, ein paar Schritte zu einem rau aussehenden Felsbrocken, der ihr etwa bis an die Brust reichte. Sie trug ihren neuen Chamaeleon-Umhang, nachdem ihr alter zusammen mit der St. Marina irgendwo in der Kaelte des Weltraums herumschwirrte. Auf dem zwar harten, aber immer noch von der Hitze des Tages aufgewaermten Boden liegend, klappte sie den Visierschutz zur Seite und begutachtete die vor ihr liegende Mine aus der Naehe. Myra rief sich gedanklich die Schemata der Tau Fahrzeuge ins Gedaechtnis. "Sieht aus wie zwei Truppentransporter, ein Hammerhead und Wartungsdrohnen," zaehlte sie auf. Es schien ihr seltsam, dass selbst der schwere Panzer verlassen war; so ein Stueck Ausruestung liess man eher weniger fuer die Allgemeinheit zugaenglich draussen rumstehen. Wuerde die Besatzung eines Leman Russ ihr Fahrzeug in dieser Art und ohne Not im Feld zuruecklassen, waere eine Verabredung mit dem Regimentscommissar angesagt. Gleichzeitig war sie nicht besonders scharf darauf das massive Hauptgeschuetz in absehbarer Zeit in Action zu sehen und ganz besonders nicht auf sie gerichtet, von daher wuerde sie sich nicht beschweren.

Minutenlang starrte sie weiter auf den Komplex. Die Tau waren unter anderem fuer Hinterhalte bekannt und auch wenn da Sand auf den Einstiegsrampen zu sehen war, so konnten sie es sich nicht erlauben einfach da unten reinzuspazieren ohne vorher die Umgebung lange genug im Auge gehabt zu haben. "Klarissa. Kannst du dich erinnern, ob die Drohnen auch noch fuer was anderes gut sind, ausser Wartung?" Sie fuhr sich mit der Zungenspitze ueber die bereits rau gewordene Lippe, kein Wunder, so trocken wie es hier war. "Skella. Spuerst du irgendwas?" Ihr Visier schwenkte hinueber zu dem massiven Eingangstor. Warum war es geschlossen? Etwas in ihr war ganz und gar nicht gluecklich mit dem Gedanken, dort hinein zu gehen, waehrend sich mehrere Tonnen Stahl zwischen sie und den rettenden Ausgang schoben. "Warum ist das verdammte Tor zu?" wiederholte sie, laut diesmal, fuer alle zu hoeren. Wenn die Tau nur halb sogute Jaeger waren, wie in den Archiven beschrieben, dann wuerden sie sicher aehnliche Gedankengaenge hegen wie sie selbst. Es gab also drei Moeglichkeiten. Ein technischer Defekt hatte dazu gefuehrt, dass sich das Tor hinter ihnen schloss. Jemand anderes hatte das Ding hinter den Xenos geschlossen. Oder sie selbst hatten es verschlossen, warum auch immer. Vielleicht um etwas drinnen zu behalten. Geschichten von schlafenden Necron Gruftwelten bohrten sich ungefragt in ihre Gedankenwelt. Trotz der Resthitze fuhr ihr ein kalte Schauer ueber den Ruecken. Sicher gab es noch die vierte Moeglichkeit, dass die Fischkoepfe niemals reingegangen waren, sondern einfach nur die Fahrzeuge hier gelassen hatten, vielleicht in Erwartung ein paar dummer Imperialer, die prompt in eine Falle laufen wuerden. Sie verzog das Gesicht. Dann teilte sie ihre Gedanken mit den Anderen, sie wollte sich alle Meinungen anhoeren bevor sie hier irgendwas taten.

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Beitrag von Elodriel am Mo März 06 2017, 13:57

Die Psionikerin blieb erst mal im Auto sitzen und ließ die Leute mit Kampferfahrung die ersten Schritte machen.
Dabei beobachtete sie genau, was Myra und Arthur machten. Beide begaben sich in Positionen, von denen aus sie beobachten konnten. Also nahm Skella an, dass dies jeweils gut geeignete Plätze waren, um sich zu verbergen.
Nach kurzer Wartezeit begab sie sich daher zu Myra und lugte über den Stein hinweg. Ohne Sichthilfe konnte sie nicht viel mehr erkennen, als schon zuvor. Doch das war ja auch nciht nötig, denn Myra übernahm dies. Sie hatte eine andere Aufgabe und daher schloss sie die Augen und konzentrierte sich auf das Leben um sich herum. Da waren ihre Gefährten, deren Anwesenheit hatte sie ja eh schon gespürt, da sie sehr nah waren. Aber sie versuchte zu spüren, ob da unten noch Leben war. Zumindest im Bereich vor der Mine sollte es ihr möglich sein, jemanden zu finden, der sich da versteckte. Aber erwarten tat sie das nicht. Das wirkte einfach zu verlassen, als dass da nun irgendwo jemand im Sand verborgen hocken würde. Jedenfalls glaubte sie das. Nichts desto trotz überprüfte sie es, denn Vorsicht war immer besser, als Nachsicht und sie hatten es ja gerade nicht so eilig, dass sie sofort weiter stürmen mussten.

Warum das Tor verschlossen war, konnte sie sich auch nicht vorstellen. Jedenfalls keinen Grund, der das ganze unbedenklich erscheinen lassen würde. Wenn sie wirklich hinein gehen sollten, mussten sie irgendwie dafür sorgen, dass das Tor sich nicht wieder schloss. "Kann einer von Euch so ein Fahrzeug da unten steuern? Dann könnte es im Tor geparkt werden, wenn wir es auf bekommen sollten. Und dann ist so ein Panzerfahrzeug hoffentlich widerstandfähig genug, um nicht einfach vom Tor zusammen gefaltet zu werden." Den Vorschlag, das Tor mit dem Panzer aufzuschießen, wollte sie nicht machen, denn sie war sich recht sicher, dass das als zu auffällig abgelehnt werden würde. Aber esgab ja auch noch anderes. "Alternativ könnten wir versuchen Luftschächte zu finden. Irgendwie muss es der Luft ja gelingen, dirt drinnen ausgetauscht zu werden." Was natürlich nicht heißen musste, dass es sich um Luftschächte handelte, in die ein mensch hinein passte.
Und dann fiel ihr noch etwas ein. "Selbst wenn keiner von uns das Ding steuern kann...müssten sie nicht so etwas wie ein Logbuch haben? Vielleicht können wir da Informationen finden, was sie hier wollten, was sie wussten...und vor allem, was aus ihr letztes Vorhaben war.
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Beitrag von ThaHummel am Di März 14 2017, 13:11

Arthur schmiegte sich an seinen Felsen und blickte abwechselnd durch sein Fernrohr und seinen Auspex. Er war morgens schon als erster wach gewesen und hatte gefühlt eine Stunde Lang auf verschieden braun und beige gefärbte Lumpen gestarrt, die er schließlich in einem für sich zufriedenstellenden Muster arrangiert und zu einem Überwurf vernäht hatte.
Das Ergebnis ließ sich sehen, oder eben nicht, denn der Tarneffekt war verblüffend ähnlich zu dem, was Myra Hightech-Umhang schaffte.
Paul traute sich nicht so weit vor wie die beiden ehemaligen Soldaten, aber kam dennoch nah genug um einen Blick durch sein eigenes Fernglas zu werfen.
"Die vier Drohnen in den Ladestationen sind auf jeden Fall bewaffnet. Ich hab schonmal einen von diesen Karabinern in der Hand gehabt. Es fehlt natürlich ein Abzug oder eine Schulterstütze, aber der Rest ist identisch. Was ich dir nicht sagen kann ist, ob diese Blechdosen dezente Schützen sind."
Klarissa suchte währendessen ein kleines Buch mit grauem Einband heraus. "Wenn der Text nicht allzu komplex ist, sollte ich ein wenig Tau übersetzen können, denke ich. Und die Drohnen da unten sind auf jeden Fall ein Gutes Stück kleiner als die, die in den Ort geflogen kam."

Skellas erweiterte Sinne gaben ihr zu verstehen, das außerhalb der Mine keine Lebewesen waren. Die dicke Schicht aus Stein und Metall verbarg hingegen durchaus Lebenszeichen, die sich gelegentlich bewegten, auch wenn von hier aus eine genaue Anzahl oder Position schwer auszumachen war.

Schließlich nahm Arthur kurz das Fernglas runter und deutete mit der Hand ans Tor, bevor er wieder hindurchblickte. "Myra, schau dir das Tor an. Da sind trockene Blutspuren würde ich sagen. Ich glaube, die Tau haben ihre Fahrzeuge nicht freiwillig zurückgelassen."
Tatsächlich waren rotbraune Krusten am linken Torflügel auszumachen, die etwa in Brusthöhe begannen und zum Boden hin intensiver wurden.

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Beitrag von Elodriel am Mo März 20 2017, 21:41

Als Skella sicher war, dass sie alles erspürt hatte, was sie erspüren konnte, ließ sie sich am Felsen hinab gleiten und saß nun neben der Schützin. "Direkt vor uns im offenen Bereich ist kein Leben. Was in der Mine ist, kann ich allerdings auch nichts genaueres feststellen, außer dass da einige Lebewesen sind. Und sie sind nicht starr an einer Stelle"
Viel geholfen hatte sie damit nicht, außer eben, dass die anderen wussten, dass dort kein Hinterhalt durch im Sand versteckte Gegner auf sie wartete, dafür aber in der Mine. Etwas, womit wohl eh schon alle hier gerechnet hatten.

Die Mitteilung von Paul war nin dem Zusammenhang aber auch nicht sonderlich aufbauend. "Folgen diese Drohnen einer Programmierung oder werden sie normalerweise ferngesteuert?" Sie sah dabei abwechselnd zu all ihren Mitstreitern.
Arthurs letzte Bemerkung ließ sie dann, reichlich unsinnig, doch wieder nach oben rutschen. Als ob sie nun das Blut sehen könnte, so ohne Sichthilfe. Aber so war das eben mit den Menschen und der Neugier, man machte nciht immer nur sinnvolles, sondern reagierte auch mal unlogisch und aus dem Bauch heraus.
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Beitrag von Adrian Kane am Fr März 24 2017, 16:12

Sie blinzelte mehrmals als sie ihren Kopf vom Zielfernrohr wegdrehte. "Wenn die Dinger bewaffnet sind sollten wir kein Risiko eingehen und sie von hier oben aus der Deckung erledigen," der rechte Unterarm wischte sich ein paar Schweissperlen von der Stirn. Ihr Blick fiel auf Skella. "Das wird dann wohl auch die Frage klaeren ob da unten sonst noch irgendwas metallisches rumkriecht. Und falls das so ist, koennen wir zur Not wieder in den Truck und verschwinden," ihr Daumen deutete in die ungefaehre Richtung des klapprigen Fahrzeugs. Nun, immerhin hatte das Ding sie sicher bis hierher gebracht und obendrein Carltons Fahrkuenste stoisch ueber sich ergehen lassen.

"Ueber das Blut koennen wir uns dann Gedanken machen, wenn wir naeher dran sind und vielleicht finden wir etwas fuer Klarissa zum Uebersetzen" sie nickte Arthur kurz zu und positionierte den Lauf des Gewehres so, dass er auf einem kleinen Vorsprung im Felsen ruhte. Ein kurze Bewegung deaktivierte die Sicherung der langen Waffe. Es war wenig dabei auf eine Drohne zu schiessen, die gerade in der Ladestation angedockt war, aber mit ihrer bunten Truppe wollte sie alle Gefahren so gut es eben ging minimieren. Ausserdem hatte sie schon auf schlafende Orks geschossen, das hier war im Grunde genommen dasselbe. Der Rueckstoss ihrer neuen Waffe war kaum wahrnehmbar. Den Atem immer noch angehalten, kruemmte sie den Zeigefinger erneut.

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Beitrag von Elodriel am Mo Mai 15 2017, 12:46

Weiterhn hinter dem Fels hockend, den sie sich als Deckung ausgesucht hatte - oder Myra hatte aussuchen lassen – beobachtete die Psionikerin, wie die Schützin ruhig einen Schuss und dann noch einen abgibt. Es war eine zu große Versuchung, herauszufinden, welches Ergebnis die Frau mit dem Gewehr erzielt hatte und so schob sich Skella wieder ein wenig nach oben, um über den Rand des Steins hinunter ins Tal zu sehen.

Die Drohnen, die umhergeflogen sind, waren offenbar getroffen worden, zumindest würde das erklären, warum sie nun am Boden lagen und Funken sprühten. Gerade gab das Gewehr der ehemaligen Soldatin ein weiteres leises Husten von sich und die Psionikerin nimmt an, dass dieser Schuss nun einer der Drohnen an den Ladestationen galt. Ob getroffen wurde, konnte sie nicht sicher sagen, aber sie nahm es an. Wenn Myra fliegende Ziele traf, dann ja wohl stationäre erst recht.
Nur bleiben die anderen nicht stationär. Drei der metallischen Wächter dockten von ihrer Halterung ab und billdeten eine Formation. Aber nur drei...also hatte Myra wirklich getroffen. "Ich hoffe, du kannst die letzten vom Himmel holen, ehe sie uns erreicht haben." Nichtsdestotrotz zog sie ihre Laspistole hervon und wartete gespannt, was da nun auf sie zu kommen würde, Gegen diese technischen Gebilde konnte sie mit ihren psionischen Kräfte nichts ausrichten, daher musste es jetzt die klassische Variante sein, falls welche bis zu ihnen hoch gelangen sollte.

Klarissa lief zum Track und versteckte sich darunter, sobald sie sah, dass da nun jemand auf die kleine Gruppe aufmerksam geworden war und sich auf sie zu bewegte. Allem Enthusiasmus zum Trotz obsiegte bei ihr gerade die Angst.
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Beitrag von Adrian Kane am Mo Mai 29 2017, 18:02

Die Vorletzte der Drohnen war gerade im Begriff getroffen und Funken spruehend den sandigen Hang hinunterzurollen als Myra sagte: "Die Letzte gehoert dir," ihr war schon klar, dass Skella nicht wegen ihrer Waffenkenntnisse Teil dieser Gruppe war, aber die Gelegenheit war zu gut, alsdass man sie verstreichen lassen sollte. Die Schuetzin wandte sich von dem herannahenden, untertassenartigen Objekt ab, als dieses gerade einen blaeulichen Strahlenschuss abgab, der sich gierig in die Aussenhuelle des Steins frass, hinter dem sie Deckung suchten. Als haette sie mit der ganzen Sache nichts mehr zu tun, begann Myra damit ihr Gewehr zu untersuchen und liess die Psionikerin mal machen. Was diese dann auch tat. Sie hoerte dem Schusswechsel solange zu bis auch das letzte Tau-Flugobjekt leblos auf seinem nun sandigen Grab aufschlug. "Gut," mit einem Nicken an die andere Frau richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf das kleine Minental. Mehrere Minuten verstrichen. Von irgendwoher zog Wind auf und blies leichtere Sand und Staubschichten durch die Gegend, davon agbesehn herrschte eine Totenstille. Ueberhaupt rief die vor ihnen liegende Szenerie eher Erinnerungen an ein Grab, denn an eine Mine hervor. Sie blickte ihre Gefaehrten an, dann gab sie das Zeichen zum Vorruecken.

Wie sich herausstellte waren die Fahrzeuge der Xenos so verlassen wie sie von weiter oben ausgesehen hatten. Imposant aber leblos sassen sie auf dem Sand geparkt und warteten geduldig auf die Rueckkehr ihrer Besitzer. Myra bezweifelte ernsthaft, dass dies passieren wuerde. Es gab keine Spuren, nichts was darauf hindeutete, dass hier vor kurzem irgendwer gewesen sein koennte. Der umherfliegen Sand und Staub taten natuerlich ihr uebriges Spuren zu verwischen; sie schaetzte, dass es nicht mehr als ein paar Stunden, maximal drei Tage dauerte, bis selbst Stiefelabdruecke von einem Dutzend Leute hier voellig verschwanden. Waehrend Klarissa, beglietet von Arthur, in einem der Truppentransporter verschwand, sah sich die Schuetzin einmal mehr um. Hinter dem massiven Haupttor, welches wie ein gigantischer Mund tief in den unterirdischen Komplex fuehrte, lag eine Vielzahl an Lagerhallen, Barracken, die wohl als Unterkunft dienten und andere, kleinere Behausungen. Alle waren sie in das blutrote Licht der untergehenden Sonne von Carmis Magna getaucht, welches der ganzen Anlage ein fast schon surreales Erscheinbild verpasste. Davon abgesehen war nichts bleuchtet, kein kuenstliches Licht schien aus irgendeinem Fenster, nichts. Ein Schauer fuhr Myra ueber den Ruecken und es kam nicht allein von der zunehmenden Kaelte. Sie schaetzte, dass die Temperatur hier draussen, ausserhalb der waeremspeichernden Steine, innerhalb kuerzester Zeit bis fast zum Gefrierpunkt fallen wuerde.

Die einzigen Spuren von Leben boten sich ihnen in Form der verschmierten Ueberreste am Tor. Stiefelsohlen mahlten knirschend ueber den Sand, als die Psionikerin sich neben sie gesellte. "Nichts?" fragte die ehemalige Soldatin, doch sie konnte sich die Antwort schon denken. Einmal mehr schien es, als wuerde der Wind an Staerke gewinnen, sie spuerte, wie die Haare unter ihrer Muetze hin und hergeworfen wurden. "Hier wuerden normalerweise um die 500 bis 800 Leute leben, vielleicht mehr, naja als diese Anlage noch aktiv war zumindest" sie liess die Worte einsinken. "Wir sollten in einer der alten Barracken Unterschlupf suchen, der Wind gefaellt mir nicht und das hier," sie deutete mit dem Finger auf das Tor, "Sowieso nicht."

Eine weitere Stunde spaeter hatten sie sich in einem kleinen Raum zurueckgezogen, der noch mehrere alte Betten enthielt und relativ leicht zu verteidigen war. Von draussen prasselte unnachgiebig Sand gegen die Aussenhuelle des verlassenen Gebaeudes und erinnerte an einen der sintflutartigen Regenschauer, welche auf Armageddon so haeufig waren. Myra bezweifelte, dass diese Gegend oft Wasser sah und wickelte sich in ihren Umhang ein. Die Gruppe sass mehr oder weniger im Dunkeln, auch wenn alles verlassen schien, so konnten sie keine Risiken eingehn. Klarissa, selbst in alte Decke eingewickelt, welche wahrscheinlich doppelt so alt war wie sie selbst, begann zu sprechen. "Der Tau Navcomputer war schwer zu uebersetzen. Alles was ich rausfinden konnte ist, dass sie vor ungefaehr drei Wochen hier ankamen um irgendetwas zu untersuchen, der letzte Eintrag brach mittendrinn ab." Die Kleine gaehnte, offensichtlich von der Laenge des Tages ausgezehrt. Drei Wochen. Nachdenklich starrte Myra auf den Boden. "Und keiner kam auf die Idee nach den Fischkoepfen zu suchen?" Es schien ihr seltsam, wenn man den Archiven trauen konnte, so liessen die Tau eigentlich nicht ihre Leute zurueck. Bevor die Schuetzin nachhaken konnte, war das Maedchen bereits auf dem Boden zusammengerollt eingeschlafen. "Ist wohl unnoetig zu erwaehnen, dass mir nichts hiervon gefaellt," murrte sie zu niemand speziellem. Aus einer Ecke drang der Geruch von Carltons Zigaretten an ihre Nase, der Schmuggler hatte es sich wohl seinerseits gemuetlich gemacht. "Morgen frueh sollten wir nach einem anderen Eingang suchen, ein Aufzug, ein Treppe, irgendwas," ihre Stimme klang etwas rau, ein Zeichen von Muedigkeit. Sie wuerde selbst ein paar Stunden Schlaf benoetigen und zwar bald.

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Beitrag von Elodriel am Mi Jun 07 2017, 11:23

Die Psionikerin schaute kurz ungläubig zu der Schützin, als diese plötzlich aufhörte zu kämpfen. "Hast du sie noch alle?" Doch auf eine Antwort wartete sie vergeblich, wenn man die Waffenpflege nicht als nonverbale Antwort zählen wollte.
Lange konnte sie auch nicht warten, da die Drohne eindeutig nicht bereit war, nun eine Auszeit zuzulassen, damit die Menschen das erst mal ausdiskutieren konnten. Daher blieb Skella nichts anderes übrig, als sich auf dieses Duell einzulassen.
Ein Schießstand war definitiv etwas anderes. Aber auch wenn sie deutlich mehr Schüsse brauchte, als die Ex-Soldatin, so schaffte sie es schlussendlich, den Gegner zu Boden zu schicken. Die funkensprühende Drohne schlidderte den Hang hinab und blieb dann unten irgendwo in einer Sandwehe liegen.
Aufgrund des Kampfes steckte sie nun in eienr Routine drin,, die ihr beigebracht wurde. Sofort kontrollierte sie den Akkustand der Pistole und sondierte die Umgebung.
Dann erst ließ sie sich neben Myra sinken und saß einen Moment still. Schließlich wandte sie den Kopf um, setzte an etwas zu sagen, schüttelte dann aber den Kopf. "Eine kleine Vorwarnung wäre nett gewesen, aber schon klar, im Krieg gibt es die auch selten." Das murmelte sie mehr vor sich hin und erwartete da auch gar keine weitere Antwort. Sie entdeckte nun, dass sie einen Streifschuss am Arm abbekommen hatte. Sie holte ihren Stab hervor und konzentrierte sich darauf, ihre Lebensenergie ein wenig umzulenken, damit der Arm schneller heilte, als es normalerweise der Fall gewesen wäre. Schon kurz darauf war nur noch eine leichte Rötung zu sehen.

Nach diesem Kampf warteten sie ab, ob sich nun doch noch irgendwer zeigen würde, doch schenbar interessierte es niemanden in der Mine, dass davor geschossen wurde. Oder es war tatsächlich niemand mehr da, den es interessieren hätte können.

Die Nacht war für den Geschmack der Psionikerin viel zu schnell vorbei und dazu auch noch von einer Wachaufgabe unterbrochen. Aber beschweren wollte sie sich gewiss nicht. Das gehörte eben zu den Aufgaben, die sie zu erledigen hatte.

Der Morgen kam und so auch die Umsetzung des Plans, einen anderen Eingang zu finden, den Skella voll unterstützte. Also teilten sie zwei Gruppen ein und Klarissa sollte beim Wagen bleiben.
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