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Die Umarmung des Vaters

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Beitrag von ThaHummel am Sa Okt 17 2015, 20:40

 4 245 001.M42 Imperialer Zeit
Etwa sieben Monate Später...

*++ Zugriff auf Bibliotheken des Ordo Malleus - Freigabestufe: Akolyth ++*
++Auftragsakte U.78++
Segmentum: Ultima
Sektor: Taxis
System: Carmis
Zielwelt: Carmis Magna
Einstufung: Minenwelt
Orbitalradius: 0.97 AU
Monde: -
Umlaufzeit: 253 Standart-Tage [693.15 Jahresfraktionen]
Umdrehungszeit: 35 Stunden [4 Jahresfraktionen]
Oberflächentemperatur: -10 bis 62 °C
Bevölkerung: 2.7 Milliarden
Planetarer Gouverneur: Lord Kalif Omar Sanchéz

[Lade Nachricht]
Söhne und Töchter die ihr im Licht des Goldenen Throns Seinen Willen tut,
Carmis Magna ist eine kleinere Welt am Rande des Sternenreichs der Tau und befindet sich in einer ungewöhnlichen Situtation:
Der Planet ist größtenteils von diversen Wüstenvarianten überzogen und nicht als Agrarwelt geeignet, allerdings ist er reich an Bodenschätzen und Prometheum-Vorkommen, weshalb er vor einigen Jahrhunderten gezielt Kolonisiert wurden. Dummerweise hatten die Tau den selben Gedanken, so das die Welt mehr oder weniger zur Hälfte von den Xenos besetzt ist. Da allerdings die nahe Präsenz der Schwarmflotten Kraken und Behemoth die Aufmerksamkeit der Imperialen Streitkräfte eher benötigt als eine kleine Minenwelt, bei der Messungen zufolge die Tau ohnehin auf dem ärmeren Stück Land gelandet sind, wird deren Anwesenheit bisher geduldet. Die Millitärische Präsenz beschränkt sich auf eine regulär Planetare Verteidigungsgarde und die 152sten Krieg'schen Todeskorps, die mit der Befestigung der Grenzen betraut sind.
Aufgrund von Abwanderungsproblemen sind die Ordos Xenos und Hereticus auf der Welt bereits seit längerem intensiv aktiv, haben aber aufgrund neuerer Entdeckungen einen Spezialisten des Ordo Malleus angefordert.
Zwischen den besiedelten Gebieten liegt ein mehrere hundert Kilometer breiter Gürtel, in dem Gerüchten zu Folge seltsame Sichtungen von Warpphänomenen gemacht wurden. Da ich persönlich noch einer anderen Aufgabe nachgehe, wird sich meine Ankunft um geschätzt 3 bis 4 Monate verzögern. Ihr seid hiermit damit beauftragt, Informationen bezüglich des Sachverhalts zu sammeln und eine Expedition vorzubereiten. Am Boden werden euch einige Mitakolythen erwarten, die schon auf Carmis Magna angekommen sind.

Möge der Imperator über euch wachen.

Gezeichnet: Lord Inquisitor Marius Patroskov
[Ende der Nachricht]


Die Sonne briet unnachgiebig auf sie herunter, als die drei Akolythen aus der Empfangshalle des Raumhafens heraustraten. Nach zwei Monaten waren alle Verletzungen ordentlich verheilt und hatten nurnoch fahle Narben hinterlassen. Eine Woche Später waren sie auf die "Salims Sternensegel" umgestiegen, ein Frachtschiff das hier seinen Heimathafen hatte und gelegentlich einige Dutzend Zivilisten mitnahm. Ihr Flug verlief ohne jegliche Zwischenfälle. Sie hatten ihre Zugriffsdaten für die Bibliothek der Inquisition erhalten, die sie von den Netzwerken der Imperialen Armee, Flotte und bestimmten Privatnetzwerken aus aufrufen konnten.
Ihre Ausrüstung war, wo nötig, komplett erneuert worden und auf dem Schiff hatten sie Gelegenheit gehabt, sich passende Kleidung für das herrschende Klima anzuschaffen.

Vor ihnen lag ein Bahnhof, in dem die Dieselloks geschäftig Passagiere und Waren umherkarrten. In der Ferne gab es weit und breit nur einstöckige Lehmgebäude, deren Wände weiß gekalkt waren und gelegentlich die kleine Silhouette eines Bohrturms. An der schmalen, staubigen und reparaturbedürftigen Asphaltstraße, die vom Raumhafen zum Bahnhof herüberführte, parkte ein Pick-Up, dessen Lack fast überall vom Sand abgeschliffen war.
Ein grob wirkender Mann mit Dreitagebart, Sonnenbrille und nach hinten gekämmten, nackenlangen, dunkelbraunen Haaren saß am Steuer und kloppfte die Asche von seiner Zigarette. Auf der Ladefläche hockte eine kleine, unter Sonnenhut und dem weiten, beigen Überwurf kaum weiter definierbare Person die ein Holzschild mit der Aufschrift
Vil
Merin
Sokulev
in die Höhe hielt.

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Beitrag von Adrian Kane am So Okt 18 2015, 03:24

Der erste lang ersehnte Atemzug fiel enttaeuschender aus, als sie gehofft hatte. Egal wie sehr sie die recyclete Luft der 'Sternensegel' satt gehabt hatte, das hier war nicht viel besser. Unverkennbar lag der Geruch alter Verbrennungsmotoren in der Luft, gepaart mit einfachem Schmutz, anderem Dreck und altem Schweiss. Zudem war irgendwo Dieseltreibstoff ausgelaufen. Sie ruempfte die Nase. Unterm Strich war dies wohl der frischeren Luft eines orkverseuchten Dschungels vorzuziehen, auch wenn die Sonne unbarmherzig auf die Oberflaeche des Planeten knallte und Mensch und Maschine gleichermassen zusetzte. Myra verengte ob der Helligkeit die Augen. Dann schob sie sich in einer fliessenden Bewegung die mittlerweile auf etwas mehr als Ohrlaenge nachgewachsenen schwarzen Haare nach hinten und setzte ihre ebenso dunkle Muetze und Sonnenbrille auf.

Der Tragegurt ihrer Tasche ruhte auf der linken Schulter, unter der sie wiederum eine neue Flakweste und ein einfaches, weisses Hemd trug. Dazu eine geraeumige beige Hose mit zahlreichen Taschen, ein Messer an ihrem linken, Laspistole am rechten Oberschenkel und natuerlich die obligatorischen schwarzen Stiefel. Ihr neues Gewehr hatte in einzelteilen Einzug in die Reisetasche erhalten. Alles in allem war sie recht zufrieden mit der vergleichsweise laxen Kleiderordnung des Ordo Malleus. Besonders gefiel ihr, endlich wieder Haare zu haben. Nicht, dass es bei der Stahllegion direkt verboten war, doch das klassische Militaer beaeugte solch 'aesthetische Befindlichkeiten' oft skeptisch.

Mehrere Herzschlaenge lang wehte ein angenehm sanfter Luftzug den Neuankoemmlingen entgegen bevor sich die Hitze des Tages wieder breit machte. Etwas entfernt ertoente ein lautes Poltern und Scheppern, ganz so als ob das Ausladen des Schiffes nicht wirklich nach Plan lief, ein paar Arbeiter rannten an der Gruppe vorbei und fluchten. Die Augen der Schuetzin erspaehten das improvisierte Holzschild. Sie warf einen kurzen Seitenblick zu ihre Mitakolythen, sich einen trockenen Kommentar sparend. Dann hielt sie auf den Pick-Up zu.

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Beitrag von Keeper am So Okt 18 2015, 08:52

'Da ist die Langeweile vorbei und schon wünsche ich sie mir zurück...'
Wie üblich: Man wollte immer das, was man gerade nicht hatte.
Mit einem Seufzen betrachtete Arthur die Umgebung für einige Sekunden, bevor er ebenfalls das Holzschild mit ihren Namen erspähte. Merkwürdige Methoden, aber gut. Er setzte sich ebenfalls in Bewegung.
Für gewöhnlich hätte er auch hier seinen Pullover getragen, aber dafür war es definitiv zu warm. Glücklicherweise hatte er das vorher gewusst und ihn gegen ein ebenfalls grünes Hemd getauscht, das von seiner neuen Flakweste an seinen Körper gedrückt wurde. Seine gewohnte Jeans hatte er aber behalten und an ihrem Gürtel hing nun, aufpoliert und gut geölt, ein Kettenschwert. Glücklicherweise hatten sie ihm nach einer Überprüfung und Segnung durch den Adeptus Mechanicus erlaubt, es zu behalten.
Auf der anderen Seite hatte er seine gute alte Laspitole befestigt und seine beiden Kampfmesser in den Halftern an seinen Schienbeinen angebracht. Neben dem Kettenschwert hing noch der Auspex-Scanner und sein Ohrstecker war da, wo er hingehört: In Arthurs Ohr.
Der Rest war zusammen mit einigen Lagen Kleidung in einem Seesack verstaut, der mit seinen Schritten leicht auf und ab hüpfte.

Während sie auf den wartenden Transport zugingen, fuhr er sich durch die erneut kurzgeschorenen Haare. Auch, wenn sie diesbezüglich mehr Freiheit hatten, behielt er seine Frisur lieber bei. Selbst ein einzelnes Haar konnte ihn bei einer Aufklärung verraten, darum würde er stets bei dieser Länge bleiben.
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Beitrag von Elodriel am So Okt 18 2015, 13:35

Die Zeit bis zu ihrem ersten richtigen Auftrag hatte Skella für Studien genutzt, aber auch immer wieder versucht, mit ihren Mitakolythen ins gespräch zu kommen. Dabei galt es zum einen natürlich, mehr über diese zu erfahren, aber auch sich selbst menschlicher wirken zu lassen, um das Misstrauen ob ihres Psionikerdaseins abzumildern, soweit dies eben geht. Von dem heiler, der ihre beiden Zimmergenossen immer mal wieder behandelte, holte sie sich auch noch einige Ratschläge und legte auch immer mal wieder helfende Hand an, wenn sie denn durfte. Vor der Abreise hat sie ihr Medikit nun auch auf einen entsprechenden Stand gebracht. Zum einen, zur Versorgung solcher Verletzungen, die im Dienste der Inquisition eben anfallen konnten, aber auch im Hinblick auf die klimatischen Gegebenheiten des Zielplaneten. Hitzeschock und Sonnenstich sollten nie verharmlost werden...und sollte es dann doch mal deutlich kälter werden, konnte das auch unerwünschte Nebeneffekte haben.
Sie trägt ebenfalls eine bequeme Hose mit viel Stauraum, dazu ein atmungsaktives Shirt und die Flakweste. Alles verborgen unter einer dünnen, weit ausladenden Robe. Der Kopf wird von einem breitkrempigen hut geschützt, der ebenfalls atmungsaktiv ist und vor allem die Sonnenstrahlen fern halten soll, aber nicht für eine Ansammlung von heißer Luft darunter sorgen sollte. Ihr Medikit trägt sie wieder auf den Rücken geschnallt und in einem Seesack, ähnlich wie Myra weitere Kleidung, aber auch die Lampe. Ein Messer am Gürtel, ebenso die Maske und die Laspistole, den Fokusstab an einem ledernen Armband unter dem weiten Umhang ihres Überwurfs, so dass sie mit schnellem Griff der anderen Hand daran kommt. Das andere Messer in einer ähnlichen Vorrichtung am anderen Unterarm befestigt.
Der Planet empfängt sie, wie er angekündigt worden ist, was aber nicht verhindern kann, dass sie sich erstmal fühlt, als würde sie gegen eine Wand laufen. Die heiße Luft hat eine Intensität, auf die man sich einfach nicht vorbereiten konnte. Dazu die aufdringlichen Gerüche einer unsauberen Luft. Alles in Allem also kein guter Start.
Als sie den Mann mit dem Schild entdeckt muss sie dann aber doch grinsen. "Wir sind wohl richtige VIPs. So ein professionell gemachtes Schild..." Immerhin sind ihre Namen richtig geschrieben...
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Beitrag von Adrian Kane am Mo Okt 19 2015, 03:57

"Unauffaellig und billig, das freut die Buchhaltung", kommentierte sie Merins Aussage sarkastisch. Man konnte den Willen des Imperators und die gerechte Sache noch so oft anpreisen, Geld spielte auch in der Kriegsmaschine des Imperiums eine sehr uebergeordnete Rolle und je weiter man in den Raengen nach unten schaute, desto offensichtlicher wurde diese Tatsache. Zugegebenermassen war es an einem fast schon vorsintflutlichem Ort wie diesem definitiv besser sich soweit wie moeglich den Einheimischen anzupassen. Eine relativ neue Erfahrung fuer die Schuetzin, die es in der Regel gewohnt war mit einer Vielzahl gepanzerter Fahrzeuge in Staedtchen wie dieses einzurollen. Es hatte einen gewissen Charme auf der Aussenseite einer Chimaere zu hocken, der Wind im Gesicht, das markante Klackern und Kreischen der Ketten im Ohr. Fast vermisste sie es. Fast.

Wenige Schritte trennten die Dreiergruppe nun noch von dem Truck. Waren das die beiden Akolythen, von denen der Inquisitor gesprochen hatte? Unbewusst warf sie der Psionikerin einen Seitenblick zu. Allen Vorurteilen zum Trotz musste Myra zumindest eingestehen, dass Merin in den Monaten ihrer Reise bemueht darum gewesen war ein paar Vorurteile aus der Welt zu schaffen. Fast mochte sie die juengere Frau. Immerhin hatte sich das eine oder andere Gespraech ueber eine Flasche billigen Fusels an Bord des Frachters ergeben, welches sich nicht allein um dienstliche Dinge gedreht hatte. Es war verlockend zuerst den Menschen, dann den Psioniker zu sehen. Es komplizierte die Dinge aber auch. Sie hatte Karras erschiessen koennen, weil sie den Kerl gehasst hatte und auch als Arthur seiner Pflicht nachgekommen war, hatte sie nichts empfunden. Bei dieser Frau war es bereits anders und sie fuerchtete, dass es ihr Urteilsvermoegen beeinflussen konnte. Eine ereignislose Reise durch den Raum war schliesslich etwas anderes als auf diesem Planeten Einfluessen des Chaos nachzugehen.

Natuerlich waren da noch die wachsamen Augen ihres anderen Mitakolythen. Arthur war in ihren Gedanken der stoische Fels in der Brandung auf dieser Mission, er wuerde ganz sicher nicht zoegern wenn die Situation es erforderte. Sofern er dann auch anwesend war. Obwohl sie ihm vertraute war der Mann ihr dennoch irgendwo ein Raetsel geblieben. So anders als die anderen Soldaten, die sie auf ihren Reisen und Einsaetzen kennengelernt hatte. Kontrolliert, kuehl, berechnend, fast wie eine Maschine. Vielleicht lag es daran, dass er von den Kundschaftern kam, schwer zu sagen. Er hatte ihr waehrend der wenigen Gespraeche auf der Reise nie einen Vorwurf ob der Vorfaelle am Ende ihrer letzten Mission gemacht. Nicht, dass es diesbezueglich viel zu sagen gegeben haette. Myra blinzelte und Unterdrueckte jede Erinnerung daran sofort wieder. Allerdings hatten sie oefters zusammen trainiert was unter Soldaten oft sowieso besser war als ein endloses Gespraech.

Und nun standen die Drei vor der Karre. Das Gepaeck der Schuetzin fand einen sicheren Platz auf der Ladeflaeche waehrend sie selbst den Mann am Steuer begutachtete. Entfernt erinnerte sie der Kerl an Schlaegergruppen von Armageddons weniger ruhmreichen Wohngegenden, dieselbe Art Typ, die irgendwelchen Leuten Schutzgeld abknoepfen wuerde, mit dem Hinweis darauf, dass es wirklich, wirklich schade waere, wenn dem schoenen Laden oder der jungen Tochter etwas passiert. Sie nickte in Richtung der Zigarette. "Sind die Dinger hier zu gebrauchen?"

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Beitrag von ThaHummel am Mo Okt 19 2015, 23:21

"Weiß nich, die hier hab ich mitgebracht. Ein alter Freund auf Catachan pflanzt den Kram," grinste der Mann ihr entgegen, zog sich die Brille hoch auf die Stirn und offenbarte dabei sumpfgrüne Augen und einen goldenen Eckzahn. Er zog eine Schachtel aus der Brusttasche seines hellbraunen Hemds und hielt sie Myra entgegen, in der neben den Glimmstängeln noch ein paar Streichhölzer steckten. Die gute Sorte, die man notfalls an seiner Schuhsohle anzünden konnte.
"Paul Carlton, und mit welcher der zwei Ladys hab ich die Freude? Muss entschuldigen, hab mir nur die Bilder angesehn, die Kleine auf der Ladefläche hat sich als einzige eure Akten durchgelesen."

"Ah, schön das ihr gut angekommen seid", begrüßte eine hohe Mädchenstimme währendessen Arthur und Skella und legte das Schild ab, um den Schleier abzunehmen der ihr vor dem Gesicht hing.
Schneebleiche Haut, stechend rote Augen und platinblondes Haar schauen ihnen entgegen. Aber noch überraschender war die Tatsache, das es ein junges Gesicht war. Hier und da kündigte eine Spur Akne davon, dass hier die Pubertät in vollem Gange war.
"Entschuldigt bitte, aber jemand von euch muss mit mir hier hinten Vorlieb nehmen, vorne sind nur zwei Beifahrersitze. Wir konnten auf die Schnelle kein bequemeres Fahrzeug auftreiben. Ich heiße Klarissa, Klarissa Schiller und es ist eine Freude, nein eine Ehre, euch treffen zu dürfen!", grüßte sie in sauberstem Hochgotisch und mit einer leichten Verneigung.

Tatsächlich waren die Sitzbezüge durchgesessen, hier und da schaute eine Feder durch ein Loch im Stoff. Das Armaturenbrett war einmal schwarz gewesen und war der Sonne sei Dank in ein fades Grau übergegangen. Immerhin war unter dem abgeschliffenen Lack kaum Rost zu sehen, dazu war es einfach zu trocken. Mehr war auf den ersten Blick nicht zu erkennen, solange der Motor nicht lief war wenig über den Zustand der Technik zu sagen, ohne den Truck auf die Hebebühne zu packen.

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Beitrag von Adrian Kane am Di Okt 20 2015, 05:16

"Catachan mh?", ihre Linke griff sich einen der Glimmstengel nebst Streichholz, eine schlechte Angewohnheit, welcher sie hin und wieder nachging. Sicher konnte das Zeug sie toeten. Auf der anderen Seite hatte sie nie davon gehoert, dass die Inquisition einen grosszuegigen Pensionsplan hatte. Gierig erwachte eine kleine Flamme zum Leben, als sie das Zuendholz am Daumennagel anschnippte. Sie hatte in ihrer Laufbahn schon hartes Zeug geraucht, auch solches, das wohl nie zum Rauchen bestimmt war, aber das hier uebertraf selbst das noch. Nicht, dass der Tabak schlecht schmeckte, ganz im Gegenteil. Wie alle Dinge, die von der Dschungelwelt kamen, war wohl auch das hier abgehaertet. Der zweite Zug war schon besser. "Myra Sokulev", antwortete sie schliesslich mit einem dankbaren Nicken in Richtung des Baertigen. "Wusste gar nicht, dass man auf Catachan genug Zeit fuer die Landwirtschaft hat", sie bliess blauen Rauch in die ohnehin schon schmutzige Luft. "Ich hatte auf Armageddon mal das Vergnuegen ein paar von den Dschungel-Jungs Rueckendeckung gegen die Gruenhaeute zu geben, haben sich nicht allzu schlecht angestellt fuer Aussenweltler", sie untermauerte diese schamlose Untertreibung mit einem angedeuteten Grinsen. Tatsaechlich gehoerten die kompromisslosen Kaempfer der Todeswelt mit zu den effektivsten Waffen, die das Imperium aufzufahren hatte.

Sie nahm einen weiteren Zug und deutete dann auf ihre Begleiter: "Die Beiden waeren dann Arthur Vil und Skella Merin", sie begruesste das seltsame Kind auf der Ladeflaeche mit einem Nicken bevor sie um den Truck herum ging und sich in der Mitte neben Carlton niederliess. "Ihr gebt ein seltsames Paar ab, die Kleine und du", Myra sprach mit gedaempfter Stimme und aschte gleichzeitig in einen leeren Becher, der Fussboden des Pick-Ups hatte diesbezueglich allen moeglichen Muell anzubieten. "Wie lange seid ihr schon hier?"

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Beitrag von Keeper am Di Okt 20 2015, 06:47

Mit einem freundlichen Nicken kletterte er bereits auf die Ladefläche, bevor Skella überhaupt eine Wahl hatte. Er war in dieser Form schon auf einem oder zwei Leman Russ mitgefahren, darum machte ihm das nicht so viel aus. Außerdem konnte er von hier aus schneller das Fahrzeug verlassen, sollte etwas Unerwartetes passieren.
"Arthur Vil, sehr erfreut. Auch, wenn ich überrascht darüber bin, dass meine Bekanntschaft jemanden ehrt."
Während er es sich bequem machte, wanderten seine Gedanken für einen Moment zu einer möglichen Kampfsituation. Problematisch war, dass sie keinen wirklichen Nahkampfexperten bei sich hatten. Wenn dieses Fahrzeug in einen Hinterhalt geriet, würden sie Probleme bekommen.
'Wobei Skella mit ihrer Biomantie... nein, nicht darauf verlassen.'
Eiserne Überlebensregel: Verlasse dich niemals auf einen Psioniker.
Trotzdem war die Ausrichtung ihrer kleinen Gruppe klar: Infiltration und Hinterhalte. Sie hatten weder die Feuer-, noch die Muskelkraft, um ständig den direkten Kampf zu suchen. Auch, wenn Myra auch dort kompetent war, wie er ja auf der St. Marina schon festgestellt hatte. Sie hatte sich auch bei den gemeinsamen Trainingseinheiten gut geschlagen. Und vor allem: Sie war bisher seine erste Kollegin, mit der er länger als einige Wochen zusammengearbeitet hatte. Auch, wenn das hauptsächlich an der langen Reisezeit lag.
Als Kundschafter schloss man keine großen Bekanntschaften, denn die meisten kehrten nicht zurück.
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Beitrag von Elodriel am Di Okt 20 2015, 09:33

Die junge Psionikerin konnte nicht gerade behaupten, dass es sie störte, dass Arthur sich sofort auf die Ladefläche begab. Zum einen strebte sie nicht gerade an, auf der offenen fläche dort hinten zu hocken, auch wenn es vielleicht interessant gewesen wäre, mehr über das Mädchen in Erfahrung zu bringen.
Aber so saß sie nun auch neben Myra, mit der sie bisher besser klar kam, als mit dem schweigsamen Mann, der zwar nie offen etwas gegen sie gesagt hat, aber doch immer eine Stimmung aufzubauen wusste, die sie als Psionikerin vielleicht voreilig, auf ihr Wesen bezog. Aber sie war sich recht sicher, dass er sie ohne zu zögern niederschießen würde, wenn er auch nur einen Ansatz von Verdacht hätte, dass sie korrumpiert wird. Daher musste sie in seiner Gegenwart ganz besonders auf ihr verhalten achten, was den Umgang mit ihm nur noch anstrengender machte.
So saß sie also nun vorn im Fahrerhaus neben der Scharfschützin, was aber aufgrund der Beschaffenheit der Sitzbank nicht gerade ein großer Komfortvorteil gegenüber der Ladefläche war. "Wie sehen jetzt die nächsten Schritte aus?" Ihre zumindest erstmal sehr vorsichtig auf der Suche nach einem Stück Fläche, auf dem sie ihre Füße abstellen konnte, ohne jetzt schon das Gefühl zu haben, im Unrat zu versinken, noch ehe sie überhaupt im Einsatz waren. Diese Fahrerkabine erinnerte sie an so manche Unterkunft, in der sie gehaust hat, nachdem sie auf die Straße gejagt worden war. Keine schönen Erinnerungen. Aber sie gab die Suche schließlich auf und pflanzte ihre Füße eben irgendwohin.
"Wie kommst du zu so einer jungen Partnerin?" Ob sie wirklich rekrutiert worden war? Oder waren da eventuell familiäre Bande verantwortlich? Und warum es für das Mädchen eine Ehre war, sie zu treffen, das wusste sie auch nicht, aber diese konnte sie ja nun nicht fragen, blieb zu hoffen, dass Arthur da etwas heraus fand.
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Beitrag von ThaHummel am Sa Okt 24 2015, 01:21

Nachdem der Anlasser ein paar Sekunden zu lange gerattert hat, spuckt der Auspuff erst ein wenig Sprit, gefolgt von einer Serie aus Rauchwolken, die sich schnell im Wüstenwind verlieren. Der Pickup biegt auf eine große Zubringerstraße zum Raumhafen und schlängelt sich durch den Verkehr.

"Seid letzter Woche, sie ist am selben Tag ein paar Stunden früher angereist. Jemand weiter oben ist wohl der Meinung wir geben ein tolles Paar ab oder so. Viel wahrscheinlicher haben sie einfach blind eine Akte aus jeder betreffenden Kategorie gezogen und gehofft, das möglichst viele von uns die Anreise überleben.
Wie auch immer, sie hat mir erzählt das sie eigentlich beim Administratum ausgebildet wurde, und ihre Nase wohl in Dokumente gesteckt hat, die sie nicht hätte sehen dürfen. Also hatte sie die Auswahl zwischen dem Lauf einer Laswaffe oder dem Dienst in der Inquisition. Ich weiß nicht was davon schlimmer ist.
Gut, ich habe ja selber zwischen Pest und Cholera wählen können. Stirb auf einer Gefängniskolonie weil dein ellennachbar dich nicht mag, oder als Kanonenfutter, wenn mal wieder ein Sträflingsregiment ausgehoben wird. Oder ich mache mir die Hände schmutzig, aber diesesmal im Namen des Imperators. Also hab ich beschlossen, das ich den abenteuerlichen Tod nehme. Da sehe ich wenigstens noch was vom Universum."
Er erzählte davon, als wäre es das normalste auf der Welt, dann warf er den beiden Frauen nochmal sein Goldzahngrinsen entgegen.
"Also, wie gesagt, Paul Carlton, Schmuggler und Schmierfinger im Auftrag des goldenen Throns. Schön euch kennen zu lernen. Was die Arbeit angeht, wir ham nen Haufen Berichte von den lokalen Inquisitoren bekommen und ich hab schonmal ein wenig in der Unterwelt gebuddelt. Das Material könnt ihr ja sichten, sobald ihr eingezogen seid."

Der Wagen bog auf eine Schotterstraße, die durch die Einöde führte. Als sie über die nächste, flache Hügelkuppe hinwegfuhren wurde eine kleine Wohnsiedlung sichtbar, hinter der sich das kühle Schwarz von feuergeschwärztem Stahl in das hellbraun der Wüste streckte. Ein gewaltiger Industriepark voller Bohrtürmen, Raffinerien und Fabrikhallen kam in Sicht.

"Wie kann es mir keine Ehre sein, einen Soldaten unserer großartigen Armee zu treffen! Was ihr für den Imperator und die Leute tut, beziehungsweise du getan hast, ist eine der wichtigsten Aufgabe die man schultern darf. Ich kam mir immer so unbedeutend und nutzlos vor, wie ich in meiner kleinen Stube gesessen habe und Schriftrollen, Bücher und Dateien sortiert habe. Immer wenn ich vom Heer gelesen habe, habe ich mir gewüncht einen solchen Helden treffen zu dürfen!", sprach sie schnell und begeistert zu Arthur, dann hielt sie kurz inne und schluckte. Ihr Blick wurde ein wenig Nervös. "Wenigstens hat es mir ein paar Wünsche erfüllt, diese Rolle zu öffnen. Ich konnte nicht mehr erkennen, das nur ein Meister der Lehren das Wachssiegel hätte brechen dürfen, dazu war es zu verwittert. Aber das muss der Weg sein, den der Imperator für mich vorgesehen hat."

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Beitrag von Keeper am Sa Okt 24 2015, 08:56

Es dauerte einige Sekunden, bis er sichtbar auf das Mädchen reagierte. Währenddessen wiederholte sich in seinem Inneren eine einzige Feststellung immer und immer wieder: 'Uns wurde das universumsfremdeste Mädchen dieser Generation zugeteilt...'
Mit einem kurzen Räuspern nickte er ihre halbe Lobhymne ab und entschied sich dann, sie in ihren Illusionen zu lassen. Das Astra Militarum war keine Gruppe aus Helden, dafür sollte man eher die Space Marines betrachten.
Die Menschen in den Schützengräben waren einfach nur Soldaten, zwar die verbissensten der ganzen Galaxis, aber trotzdem nur eine weitere Ressource, die die hohen Kommandoposten verheizten wie billiges Feuerholz. Selbst, wenn es nötigt war, das war die Realität.
Gleichzeitig hatte Arthur auch ein wenig Mitleid mit Klarissa, denn so fröhlich, wie sie war, hatte sie wahrscheinlich keine Ahnung, was sie alle erwartete. Außerdem musste es wirklich eine Qual sein, stets nur in irgendwelchen Büchern und Schriftrollen zu wühlen. Er selbst hatte sich in seiner Zeit als Aufklärer so an den beinahe permanenten Adrenalinschub gewöhnt, dass es ein Teil seines Lebens geworden war.
'Aber es gibt bestimmt auch Leute, die es interessant finden, Informationen zu sichten.'
Immerhin war es notwendig, dass jemand die Bürokratie erledigte, denn sonst versank alles in Chaos, das nicht viel besser war als Der Große Feind.
"Jeder trägt seinen Teil bei. Damit habt auch... bist auch du dem Imperium von Nutzen gewesen und wirst es weiterhin sein, wenn auch nicht mehr in der gleichen Funktion."
Da sie ihn schon duzte, würde er einfach das Gleiche tun. Ein großes Problem hatte er damit nicht, immerhin war das in der Garde normal gewesen, wenn man nicht gerade mit Offizieren oder Kommissaren sprach.
Apropos Kommissar: Er hatte gemerkt, dass Skella sich in seiner Anwesenheit ein wenig steifer verhielt als in Myras. Könnte daran liegen, dass sie beide Frauen waren, aber er glaubte das nicht wirklich. Wenn sie als Gruppe funktionieren wollten, musste er das beizeiten ansprechen.
Und wo er gerade dabei war, musste er noch in Erfahrung bringen, wozu dieses Mädchen in der Lage war, das ihm gegenübersaß und aussah, als wäre ihm ein gewaltiger Wunsch erfüllt worden. Daher wandte er sich noch einmal an sie: "Sag, wie geübt bist du im Umgang mit Schusswaffen und welche sonstigen Fähigkeiten besitzt du?"
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Beitrag von Elodriel am Sa Okt 24 2015, 09:25

Die Fahrt verlief ohne große Auffälligkeiten, wenn man mal davon absah, dass die Piste, auf der sie unterwegs waren an einigen Stellen die bezeichnung 'Straße' nicht verdient hatte und für ein ausgiebiges Schüttelerlebnis sorgte. In dem Moment wollte sie wahrlich nicht mit den Leuten hinten tauschen. Die Erklärungen des Fahrers nahm sie mit einem Nicken hin und blickte kurz nach hinten auf die Ladefläche. Also wurde diese junge Frau wirklich rekrutiert. Sie selbst war ja auch noch recht jung, aber diese Frau wirkte selbst für sie sehr jung. Doch die Inquisition wird sich schon überlegt haben, was sie da tat. Auch, dass sie einen Verurteilten Schmuggler einzog.
Und es war ja auch durchaus nachvollziehbar, dass man solche Erfahrungen gebrauchen konnte, wenn man eine Reise ins Ungewisse plante. Sie sah zu ihm hinüber. "Mich können sie Skella nennen. Meines Zeichens Psionikerin"
Dann schaute sie auf die Landschaft, auf die sie dort zufuhren. Da kamen doch gleich wieder Erinnerungen an die gute alte Heimat auf...nur, dass es dort mehr in die Höhe ging, deutlich mehr in die Höhe. "Wir sind vermutlich nicht bei den lokalen Inquisitionskräften untergebracht, oder? Gibt es irgendwas über die Unterkunft zu wissen? Irgendeine Legende über unseren Hintergrund, den wir dort aufrecht erhalten müssen?"
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Beitrag von ThaHummel am Sa Okt 24 2015, 19:15

Klarissa zog kurz ihre Laspistole, ein blitzeblankes, fabrikneues Modell, unter der Robe hervor, drehte sie ein paar mal in den Händen und steckte sie wieder weg.
"Mr. Carlton hat mir gezeigt wie man sie lädt, sichert und entsichert, aber ich habe noch nicht viel damit geübt. Ich war die letzte Woche über damit beschäftigt, Akten von den anderen Ordos zu kopieren und die Wohnung einzurichten, die wir organisiert haben. Ansonsten spreche ich fließend Tau, Kroot, die meisten exotischen Formen von Niedergotisch und einige orkische Dialekte, sowie ein wenig Eldar und bin mit den meisten Kulturen der Xenos vertraut. Ich habe außerdem ein paar Kurse in Astartes-Heraldik und Maschinenkult belegt und kenne mich in den meisten Verwaltungsprinzipien des Imperiums aus. Das, und das verbotene Wissen das ich aus dieser Rolle habe. Ich habe eigentlich nur für eine Hausarbeit zum nächsten Semester in der Bibliothek gestöbert und sie zwischen den anderen Schriftstücken gefunden, die ich lesen wollte. Aber ja, das ist zusammengefasst alles, was ich kann. Und ich kann ein wenig kochen, also zumindest mir schmeckts...", zählte sie auf.

Auf Skellas vorstellung hin weiteten sich Pauls Augen und er schien sich kurz zu verschlucken, aber nach ein paar Hustern hatte er sich wieder gefangen und redete weiter wie zuvor.
Sie erreichten den Ort und machten ein gutes Stück langsamer, denn die Straßen waren eng, aber immerhin schattig, da die meisten Gebäude zweistöckig waren. Ein Schild über der Einfahrt nannte die Siedlung Flamediggers Valley.
"Inquisitor Kalrek vom Ordo Xenos ist im Nachbarort Blacksands stationiert, da er recht nah an der  Grenze zum Niemandsland liegt und er dort am ehesten mitbekommt, was die blauen Fischköpfe treiben. Inquisitorin Dupont und Inquisitor Marques vom Ordo Hereticus agieren hauptsächlich in Al Sarban, die älteste und größte Stadt, liegt in der anderen Richtung vom Hafen aus. Dort gibt es wohl die meisten Leute, die versuchen zu den Tau auszuwandern, zumindest scheint das ihr Alltagsgeschäft zu sein.
Wir sind vor allem hier, weil der Ort eine Neugründung ist und die Wohnung spottbillig war. Wenn euch jemand fragt, wir sind wir allesamt Mechaniker, die sich um eine der Bohrpumpen kümmern und Klarissa ist die Adeptin, die unsere Ausbeuten notiert. Wir können Iquisitor Kalrek danken, er hat den örtlichen Adeptus Mechanicus - angepumpt - um uns das zu ermöglichen."

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Beitrag von Keeper am Sa Okt 24 2015, 19:49

Auch, wenn es ihn schon interessierte, welches verbotene Wissen in dieser Schriftrolle gestanden hatte, fragte er nicht danach. Wenn es etwas war, für das jemand in den Inquisitionsdienst übergeschoben wurde, dann wollte er es wahrscheinlich gar nicht wissen.
Und nachdem Klarissa ihre Fähigkeiten aufgezählt hatte, seufzte er leise auf, was von den Motorengeräuschen überdeckt wurde. Dabei tippte er einen unhörbaren Rhythmus auf der Ladefläche.
"Ich will ehrlich sein: So vorteilhaft, wie deine ganzen Sprach- und sonstigen Kenntnisse auch sind, du würdest wahrscheinlich keine vier Wochen überleben, wenn es richtig losgeht. Sobald sich die Gelegenheit ergibt, bringen dir entweder Myra oder ich bei, ordentlich mit dieser Waffe umzugehen."
Das Universum war nicht gerade fair gegenüber einem halben Kind, aber das war auch nicht zu erwarten. Trotzdem konnte er zumindest versuchen, ihre Überlebenschancen zu erhöhen. Und vielleicht sollte er sie ein wenig aufheitern, darum zeigte er ihr ein schmales Grinsen. "Und was deine Kochkunst angeht, können wir das ja später auf die Probe stellen."
Wo er sie gerade so ansah, bemerkte er zum ersten Mal wirklich ihr exotisches Aussehen. Er hatte lange Zeit nahe bei Ogryns und Ratlingen gelebt, daher achtete er meistens nicht einmal auf Unterschied. Ob das eine neue Mutation war? Möglich, aber nicht wahrscheinlich. Vielleicht war sie einfach so lange in irgendwelchen Bibliotheken herumgekrochen, dass ihre Haut weiß geworden war.
Was ihm auch noch einmal auffiel, war ihre Jugend. Fast so jung, wie er gewesen war, als er seinen Dienst im Astra Militarum aufgenommen hatte.
Er bezweifelte, dass sie so lange leben würde, aber vielleicht stand sie ja in der Gunst des Imperators.
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Beitrag von Adrian Kane am So Okt 25 2015, 02:44

Myra hatte unbewusst schmunzeln muessen als Carlton ihr seine und Klarissas Einberufungsgeschichte erzaehlte. Man konnte da wohl ein gewisses Schema erkennen, denn auch sie hatte die Wahl gehabt zwischen der Inquisition und dem Erschiessungskommando. "Na dann haben die Kleine, du und ich wohl was gemeinsam", mit diesen trockenen Worten drueckte sie die Zigarette in einem der Becher aus und liess diesen dann wieder auf den Boden fallen. Sicher war alles wohl ein wenig komplizierter gewesen. Aber der Kerl machte nicht den Eindruck, als wuerde er sich generell oft und ausfuehrlich mit Einzelheiten beschaeftigen. Was die Schuetzin aber ganz besonders hellhoerig machte, waren diese Dokumente, die das Maedchen angeblich nicht hatte sehen sollen. Musste schon was extrem Schwerwiegendes sein und daher umso interessanter.

Ihre Gedanken wanderten zurueck zu ihren Recherchen auf dem Frachter als der ehemalige Schmuggler die fischkoepfigen Tau erwaehnte. Eine Rasse, von der die Schuetzin bis zu ihrer Reise noch nie wirklich etwas ausser Geruechte gehoert hatte. Sie fand es ausserordentlich faszinierend, dass diese Wesen vor allem menschliche Ueberlaeufer in ihre Gesellschaft akzeptierten, solange sich diese der Kastenphilosophie des 'Hoeheren Wohls' unterordneten. Dann waren da natuerlich noch die technologischen Spielzeuge. Vielleicht etwas, dass sie im Hinterkopf behalten sollte wenn alle Stricke rissen.

Unbeeindruckt wanderte der Blick der Schwarzhaarigen ueber die zweistoeckigen Gebaeude, die so hinterwaeldlerisch und zurueckgeblieben aussahen, dass sie fast ihr Leben auf Armageddon vermisste, wenn man es denn so nennen wollte. Zumindest hatte ihre alte Wohnung dort fliessend warmes Wasser gehabt, hier hatte sie so ihre Zweifel. Und natuerlich hatte Geld wieder eine uebergeordnete Rolle gespielt. "Also. Eine Wohnung fuer fuenf? Gut zu wissen, dass die Inquisition keine Kosten und Muehen scheut", sie musste ansatzweise Grinsen. Aber tatsaechlich war die Sache ernst. Leute machten sich wohl nicht umsonst auf den gefaehrlichen Weg zu den Tau.

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Beitrag von Elodriel am So Okt 25 2015, 20:16

Skella lehnte sich soweit wie möglich zurück, um Myra zwischen sich un den Fahrer zu bringen. Sie lächelte traurig, wenn auch nur kurz. Sie kannte das ja. Und im Grunde war es ja auch verständlich, aber schön war es dennoch nie. Diese Reaktion des fremden Mannes konnte sie ja noch halbwegs gelassen hinnehmen, eben nur mit diesem kurzen Lächeln. Sie hat da schon schlimmere Fälle gehabt. Ungern erinnerte sie sich daran, wie sie einst, als sie noch auf der Straße gelebt hat, ihre damals beste Freundin verloren hat, nachdem diese erkannt hat, was Skella war. Doch das war lange her und sie hatte daraus eine Lehre gezogen. Und sie hoffte ja immer noch, dass sie in der Inquisition mit weniger Problemen dieser Art zu kämpfen haben wird, wenn sie erstmal ihren Wert bewiesen hatte.
Myras Worte holten sie aus ihrer kleinen Träumerei zurück. "Die Inqisition hat viele Aufgaben und die Ressourcen sind knapp. Wenn die Menschheit erstmal die Vormacht hat, dann wird es schon besser werden." Ihr war bewusst, dass es noch Ungerechtigkeiten gab, doch vertraute sie darauf, dass die Vernunft dafür sorgen würde, dass es allen besser ging, wenn es erstmal keine Knappheiten an allem mehr gab.
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Beitrag von Adrian Kane am Di Okt 27 2015, 16:47

Myra starrte die Psionikerin mehrere Herzschlaege lang an, abwaegend, ob die juengere Frau nun einen Scherz machen wollte oder nicht. Schliesslich musste sie doch ungewollt kurz lachen und schuettelte dabei den Kopf. "Ja, ich wette die Geschichte erzaehlt man den unteren Raengen seit knapp 10,000 Jahren", eher wollte man wohl nicht zuviele Resourcen in Leute stecken, deren Nuetzlichkeit noch in Frage stand - oder deren unmittelbares Ableben bevorstand. Sicher nachvollziehbar, aber dennoch. Im Grunde war es ihr ohnehin egal, wie auch immer die Wohnung aussehen wuerde, sie hatte sicher schon in schlechteren Truppenunterkuenften gehaust, wenn man das Wort in diesem Zusammenhang ueberhaupt verwenden wollte. "Zumindest wissen wir jetzt, wo es in der Naehe Gold zu holen gibt", ergaenzte sie mit einem Seitenblick zu Carlton.

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Beitrag von ThaHummel am Do Okt 29 2015, 14:05

Arthur bekam auf beide Sätze, sowohl das Training als auch das Kochen, ein energisches Nicken als Antwort, als sie um die letzte Ecke bogen.

"Mach dir keine Hoffnungen reich zu werden. Selbst wenns sich mal richtig rentiert geb ich euch doch nichts davon ab", erwiderte der Schmuggler, ohne das klar wurde ob er scherzte oder es ernst meinte.
"Und da wäre der Palast auch schon."

Der Pickup schob sich in eine Lücke zwischen zwei Gebäuden, ein Gabelstapler nahm die übrige Gasse ein.
Wie üblich handelte es sich um einen gekalkten, schmucklosen Lehmziegelblock mit kleinen, vergitterten Rundfenstern und einer schweren Eisentür. Die Scharniere quietschten einladend, als sie aufschwang und eine Küche offenbarte. Ein Holztisch mit zwei passenden Bänken, einige Vorratskisten und ein paar größtenteils leere Regale, darüber eine einsame Glühlampe. Hier und da lag etwas bunt gemischtes Besteck und Geschirr darin, schön geordnet und nach Größe und Art aufgereiht. Ein Spülstein war nahtlos in die linke Wand eingelassen und ein Rohr daneben lief durch ein unprofessionell geschlagenes Loch im Boden zu einer Kurbelpumpe, die nachträglich montiert wurde. Ein anderer Wasserhahn führte seine Zuleitung durch die Decke, wo von außen ein stählerner Tank zu sehen gewesen war.
"Immerhin musste hier für heißes Wasser nich drauflegen" schmunzelte Paul und griff sich einen Becher, in den er ein paar Löffel eines braunen Pulvers schaufelte.
Die beiden Soldaten erkannten die Verpackung sofort, denn es handelte sich um den selben billigen Recaf, der jedes Regiment der Imperialen Armee bei einer langen Nacht auf dem Wachposten begleitete.
Ein Haufen trockenes Reisig und ein kleiner Sack Kohle standen neben dem dickwandigen Holzofen aus schwarzem, gebürsteten Metall, der die hintere linke Ecke belegte.
Schließlich führte eine Tür, nur mit einem sandbraunen Vorhang verdeckt, aus dem Raum heraus und eine Treppe in der rechten hinteren Ecke führte unter die Erde.
Klarissa hing ihren weiten Überwurf an einen Haken neben dem Eingang und bat die anderen hochmotiviert, ihr zu folgen. Sie schob den Vorhang beiseite und offenbarte einen kleinen, schattigen Hinterhof, knapp vier Quadratmeter groß.
Sie deutete stolz auf ein halbes Dutzend Terrakottatöpfe und hölzerne Setzkästen, aus denen ein paar winzige, grüne Triebe sprossen.
"Ich habe Samen gekauft und versuche ein paar einfache Kräuter zu ziehen. Das ist billiger, als sie fertig gezüchtet auf dem Markt zu kaufen und bringt etwas Abwechslung ins Essen, hoffe ich zumindest sehr." Eine der zwei weitere Türen, dieses mal mit Zeltplane als Vorhang, offenbarte eine ummauerte Freiluft-Dusche Marke Eigenbau. Der Sprühkopf einer Gieskanne, ein Stück Schlauch und ein Großer Plastikkanister, den man an einem Seilzug nach oben ziehen konnte. Hinter der zweiten, hölzernen Tür daneben lag die Latrine. Der Boden des Sanitärverschlags war ein wenig schief und eine Art Abflusstein sammelte das Wasser der Dusche in einem Blecheimer. "Ich nehme es, um die Pflanzen zu gießen", merkte sie an.
Auch wenn ihrer polierten Aussprache die Eigenheiten fehlten, wie sie die unzähligen Dialekte des Imperiums mit sich brachten, wirkte sie dabei nicht so steif wie die älteren Adepten des Administratums. Im Augenblick versprühte sie jugendliche Freude und ihre Augen ließen erkennen das sie sich zur Aufgabe gemacht hatte, den Wohnblock hier so gemütlich wie möglich zu machen.

Schließlich machte sie ihre Taschenlampe an und zeigte den Neuankömmlingen den Keller. Zwei angenehm kühle Zimmer mit je einer Glühbirne an der der Decke erwarteten sie. Wieder grenzten nur Vorhänge sie von der Treppe ab. Die Betten bestanden aus alten Lagerpaletten, die mit zwei bis drei dicken Decken als Matratzenersatz belegt waren. Jeweils eines pro Raum war schon mit Sachen belegt und alles machte den Eindruck, das Männer und Frauen je eins der Zimmer bekommen sollten.
In der Ecke des kleineren Raumes stand ein Stromgenerator, der mit einer Steckdose und den Deckenlampen verknüpft war. Das Zimmer mit den drei Betten hingegen enthielt den zweiten Stahlkanister, aus dem das kalte Wasser kam. Dazu kam die schwere, verschlossene Panzerkassette, die aus einer Ecke herauslugte. Klarissa sprach im Flüsterton weiter.
"Und dort drin befinden sich die Akten, die wir besorgt haben. Sie öffnet nur auf auf Fingerabdruck, Passwort und Stimmerkennung in Kombination. Später können wir einzeln hier herunter, damit ich euch in den Speicher hinzufügen kann. Überlegt euch schonmal, was ihr als Passwort verwenden möchtet."
Dann hob sie die Lautstärke wieder: "Aber so viel dazu, was haltet ihr davon, wenn ich Mittagessen vorschlage?"

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Beitrag von Keeper am Do Okt 29 2015, 15:06

Einige Bereiche dieser Unterkunft waren ein wenig... fragwürdig, aber er hatte schon Schlimmeres erlebt. Viel Schlimmeres. Dass Männer und Frauen getrennt untergebracht waren, war für ihn als langjähriges Mitglied des Astra Militarum ein wenig ungewohnt, aber er würde sich sicherlich nicht beschweren.
Was ihn an dieser ganzen Wohnsituation allerdings am meisten überraschte, war die selbsternannte Haushälterin. Klarissa verhielt sich älter, als sie aussah, zumindest in einem nicht-tödlichen Umfeld. Und ihr frohes Gemüt würde zumindest dafür sorgen, dass die Stimmung sich nicht zu weit senkte.
Als sie dann aber ein Passwort erwähnte, machte es in Arthurs Kopf einmal 'Klick' und der passende Begriff war bereits gefunden. Und dem danach erwähnten Essen nickte er leicht zu, während er schon einmal die Treppe bestieg. Seinen Seesack hatte er bereits auf dem einen freien Bett im Männer-Abschnitt abgelegt.
"Dagegen habe ich nichts einzuwenden."
Erst einmal sollten sie richtig ankommen, er würde sich dann auch noch mit der Umgebung vertraut machen und danach einen Crash-Kurs für Klarissa starten. Wenn sie ihm schon irgendwann Deckung geben musste, dann würde er auch dafür sorgen, dass sie das ordentlich tat.
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Beitrag von Elodriel am Do Okt 29 2015, 20:12

Die Psionikerin hat auf den sarkastischen Spruch Myras erstmal nichts mehr gesagt. Sie kann verstehen, wenn man das ganze weniger optimistisch sah, aber sie wollte sich den Optimismus nicht komplett nehmen lassen. Warum sollte es auch nicht irgendwann besser werden? Als sie sich dann die Unterkunft ansahen, die in nächster Zeit ihr zu Hause sein würde, war sie wenig geschockt. In ihrer Jugend hat sie deutlich schlechter gelebt und einige der Selbstkreationen hier kamen ihr da durchaus bekannt vor. Sie fand die Bemühungen Klarissas alle überaus lobenswert und sie mochte die junge Frau auf Anhieb. Ihre ganze Art sorgte für ein gewisses Maß an grundsätzlicher Sympathie. Mit der Schlafaufteilung hatte sie kein Problem, immerhin hätte sie so ein wenig Gesellschaft, mit der sie auch etwas anfangen konnte. Arthur war ja nunmal noch ein etwas schwieriges Thema für sie und was den Schmuggler anging...den konnte sie noch nicht einordnen. Im Endeffekt würde er ihnen vermutlich in den Rücken fallen, wenn es sich für ihn lohnen würde. "Etwas Essen klingt gut." Sie bringt ihre wenige Habe bei ihrem Bett unter, um sich dann nochmal die Räumlichkeiten anzusehen. Vielleicht fiel ihr ja etwas auf, was man noch verbessern könnte.
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Beitrag von Adrian Kane am Sa Okt 31 2015, 16:29

Myra hatte beim Einsteigen, wie ihr nun mehr und mehr bewusst wurde, faelschlicherweise angenommen, dass es sich bei Klarissa einfach nur um eine sehr kleine und *relativ* Person junge handelte. Aber so jung? Sie ertappte sich nun dabei das Maedchen waehrend der Fuehrung hier und da unglaeubig anzustarren. Sicher, sie hatte ihren Teil an jungen Soldaten auf den Schlachtfeldern sterben sehen und hoeren. Es war eine Sache Leute wie sie, Arthur, Carlton oder Psioniker im Allgemeinen auf einem Loch wie diesem fuer das Imperium zu verheizen, aber das hier. Innerlich schuettelte sie den Kopf. War das wirklich Sein Wille oder doch nur menschliche Unfaehigkeit und Verbohrtheit? Nachdenklich starrte sie auf die kleinen Pflanzentriebe, welche Klarissa gerade erwaehnte. Mit genug Fuersorge und Dickkoepfigkeit bluehte scheinbar selbst hier etwas. Schweigsam folgte sie der Gruppe in den Keller. Es war eigentlich nicht ihre Art sich mit Fragen der Moral und aehnlichem hochtrabendem Zeug zu befassen und noch viel weniger solche Ueberlegungen moeglicherweise ueber die Pflichterfuellung zu stellen. Zumindest frueher nicht.

Angenehm legte sich die kuehle Luft auf ihre Haut wie eine schuetzende Decke als sie im Keller der Wohnung ankam. Dinge hatten sich scheinbar geaendert. Und nicht erst seit der St. Marina. Sie blickte auf ihren neuen Schlafplatz. Bedingungsloser Gehorsam und Glaube an die Richtigkeit der Sache hatten sie frueher ausgemacht. Ihre Welt war so angenehm Schwarz und Weiss gewesen. Diese elenden Grautoene verunsicherten die Schuetzin mehr als sie je bereit waere zuzugeben. Mit einem dumpfen Schlag landete ihre Tasche auf dem Boden. Vielleicht war das ja ihre wahre Aufgabe. Der Imperator hatte ihr einen Blick ueber den Tellerrand gewaehrt und die Festigkeit ihres Glaubens wurde angesichts dieser neue Perspektive geprueft. Vielleicht aber auch nicht. Ihre Hand fischte die verpackten Einzelteile ihres neuen Gewehres aus den Tiefen des Gepaecks bevor sie das Zimmer verliess.

Wieder oben angekommen tat sie es Carton gleich, schnappte sich eine Tasse und goennte sich einen grossen Schluck des dunklen, koffeinhaltigen Gebraeus, das erwartungsgemaess aehnlich gut schmeckte wie eine alte Asphaltstrasse abzulecken. Aber immerhin war es stimulierend und half zudem gegen die erneut aufkeimendem Kopfschmerzen. Myra liess sich in einer Ecke nieder und begann wortlos ihre Waffe zusammenzubauen, wenn irgendwas in diesem Universum ein Gefuehl sicherer Vertrautheit hervorrief, dann das und so nahm sie sich auch extra viel Zeit jedes Teil sorgfaeltig zu ueberpruefen.


Zuletzt von Adrian Kane am Sa Okt 31 2015, 18:45 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Beitrag von Keeper am Sa Okt 31 2015, 18:41

Während Myra sich ihrer Waffe zuwandte und Klarissa mit dem Kochen begann, wanderte Arthur zur Vordertür und meinte im Hinausgehen: "Ich sehe mich draußen ein wenig um... Moment."
Damit entfernte er das Kettenschwert von seinem Gürtel und stellte es vorsichtig neben der Tür an die Wand. Im Anschluss wurde die Laspistole in seiner Kleidung versteckt und der Kundschafter wandte sich nun endgültig zum Gehen. "Ich drehe eine Runde... dürfte etwa eine halbe Stunde dauern."
Damit verließ er das Gebäude und begann, in Richtung des Zentrums des Industriegebietes zu wandern. Es dauerte aber nicht allzu lange, bis er abbog und langsam einen Kreis ging, der ihn wieder zu seinem Startpunkt zurückführen sollte. Tat er das nicht, konnte Arthur einfach seine Schritte zurückverfolgen, dafür war sein Orientierungssinn gut genug.
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Beitrag von Adrian Kane am Mo Nov 02 2015, 15:23

Myra legte die Waffe probeweise mehrmals an, doch ein Gefuehl der Vertrautheit wollte sich immer noch nicht so recht einstellen. Da ihr altes Gewehr am Ende des letzten Einsatzes fast voellig unbrauchbar gewesen war, hatte sie das Ding gleich im Bauch des sterbenden Schiffes zurueckgelassen. Dieses hier war irgendwie anders als der uebliche Kram, den man von der Imperialen Armee serviert bekam, auch wenn es aehnlich genug aussah, erinnerte es doch mehr an Marke Eigenbau. Natuerlich, kam es doch aus dem Arsenal der Deathwatch und nur der Imperator wusste, wessen toten Haenden die es entrissen hatten, denn fuer deren Haende war es eigentlich zu klein. Die Erinnerung an ihren Besuch in der Waffenkammer liess die Schuetzin nach wie vor Schmunzeln. Haette sie den zustaendigen Marine gebeten seinen Arm abzuhacken, sein Gesichtsausdruck haette wohl nicht entsetzter sein koennen als sie ihm die Requisitionsorder zeigte. Und hier hatte sie bis dahin geglaubt, nur die Quartiermeister der Stahllegion waren knauserige Saecke, die nie was von ihren Spielzeugen abgeben wollten.

Sie stellte die Waffe aufrecht in eine Ecke, das Tuch, eben noch zum Reinigen benutzt, landete auf der Oberseite des Laufs. 22 Minuten seit Arthur die Wohnung verlassen hatte. Sie ging nicht davon aus, dass sie sich hier in unmittelbarer Gefahr befanden, dennoch wuerde sie ein Auge auf die Zeit haben, man konnte nie wissen wer oder was sich hier in diesen heruntergekommenen Strassen herumtrieb. Verzweifelte Menschen war zu allem faehig, wie sie selbst nur gut genug wusste. Ein angenehmer Geruch kroch ihr in die Nase. Was auch immer Klarissa kochte, es schien bereits besser als der Frass auf dem kleinen Frachter. Sie blickte einmal mehr auf das Maedchen, ein Kopfschuetteln unterdrueckend. "Wissen wir wie nahe diese...Phaenomene am Gebiet der Tau sind?", das Letzte, was sie noch gebrauchen konnten war in einer Zwickmuehle zwischen daemonischen Kreaturen und Fischkoepfen mit nervoesen Fingern zu geraten.

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Beitrag von Elodriel am Di Nov 03 2015, 07:39

Mit dem Anbringen von einigen Nägeln hat sie noch für provisorische Handtuchhalter bei der Dusche gesorgt.
Danach hatte sie Myra ein wenig bei deren Gewehrpflege zugeschaut. "Das könntest du inzwischen auch shcon Blind machen, oder?" Sie konnte sich schwer vorstellen, wie das Leben einer Soldatin abläuft, aber sie versuchte es zumindest. Und sie hatte das Gefühl, dass sie das in ihrer Zeit bei der Inquisition noch ansatzweise lernen würde...wenn sie denn lang genug leben sollte.
Immer mal wieder lässt sie ihre Biomantische Sinne schweifen, um zu sehen, ob sich ihnen jemand nähert, bis Arthur zurück kehrt. Immerhin war es möglich, dass ihnen doch jemand gefolgt war und es nun irgendwie geschafft hatte, den Kundschafter zu schnappen, um anschließend diese Wohnung zu stürmen. Nach allem, was Myra über die Erlebnisse auf der St Marina berichtet hatte, war es ja aber eher unwahrscheinlich, dass Arthur sich überrumpeln lassen würde.
Auch sie schaute immer wieder zur Kochstelle und nahm sich vor, die junge Frau nun auch noch etwas näher kennen zu lernen, wenn der Kundschafter zurück ist. Ihr Magen kündigte dabei an, dass es ihm eher darum ging, mit dem Essen Bekanntschaft zu machen.
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Beitrag von Adrian Kane am Di Nov 03 2015, 19:02

An die Wand gelehnt schweift ihr Blick ueber den Schmuggler bis er schliesslich an der Psionikerin haengen blieb. "Wir hatten einen Ausbilder, bei dem mussten wir die Dinger im Dunklen zusammenbauen", sie schien in Erinnerungen abzuschweifen bevor sie fortfuhr, "Ab und an kam der morgens rein, wenn alle grade ihre Waffen ueberprueften, dann macht er das Licht aus und ruft 'Zwei Minuten!'", die Schuetzin schuettelt amuesiert den Kopf. "Dann kommt er wieder rein und wer zu dem Zeitpunkt noch am rumschrauben ist...das war dann eher...schlecht", sehr schlecht, fuegte sie gedanklich hinzu waehrend ihr ungewollt ein Schauer ueber den Ruecken lief. "Also ja, egal was passiert, das Ding kann ich immer und ueberall zusammenbauen", sie leerte ihr mittlerweile kaltes Getraenk ohne das Gesicht zu verziehen, offensichtlich in der Vergangenheit schwelgend.

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