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Die Umarmung des Vaters

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Beitrag von ThaHummel am Fr Jan 08 2016, 00:08

"Die Mannschaft des Fahrzeuges wurde nach der Befragung vorerst aufgelöst und einer Einheit in Grabenabschnitt A zugeteilt, der sich direkt östlich von diesem Stützpunkt befindet. Was Moralprobleme angeht, müssen sie sich keine Sorgen Machen, die Männer und Frauen von Krieg sind aus ganz besonderem Holz geschnitzt, was das angeht. Das macht die Tatsache, das wir zum ersten mal in 72 Jahren wieder eine Hinrichtung durchführen mussten, umso beunruhigender.
Wie auch immer, ich werde veranlassen das alle Involvierten so schnell wie möglich hier herbeordert werden und ihnen beiden ein Verhörzimmer zur Verfügung stellen, das wird allerdings wohl einige Stunden in Anspruch nehmen", erklärte er ihnen und führte die zwei Damen durch einige triste Betongänge, bis sie einen breiten Hauptgang erreichten, der zwar weitaus geräumiger, aber genauso langweilig gestaltet war. Schließlich erreichten sie ein kleines Empfangszimmer, in dem eine alte Klimanlage vor sich hin pustete und ein wenig damit zu Kämpfen hatte, Kalte Luft in den Raum zu pusten. Eine Rote Couch und ein einfacher Couchtisch erwarteten sie, einige Erfrischungen darauf angerichtet.
"Ich würde sie bitten, hier zu warten während ich die nötigen Schritte unternehme. Kann ich sonst noch etwas für sie tun?", fragte er mit höflicher, aber distanzierter Miene.
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Klarissa erwiderte seine Aufforderung mit einem fixen Nicken, hastete runter in ihr Zimmer und kam mit einem beinahe ungetragenen Rucksack und ihrem Sonnenschleier wieder herauf, eifrig darauf, hinauszugehen.

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Beitrag von Elodriel am Do Jan 14 2016, 20:29

Die Psionikerin folgte dem Commisar durch die Gänge, was nicht schwer war, immerhin konnte sie hier von nichts abgelenkt werden. Seine Erklärungen nahm sie auf und überlegte bereits, was man wohl daraus ziehen konnte, dass dies nach so langer Zeit ein erster Fall dieser Art ist.
In dem Warteraum angekommen, schaute sie sich kurz um, wobei ihr Blick einen Moment lang von der Klimaanlage gefangen gehalten wurde. Sicher nicht das beste Modell, aber dass hier überhaupt so etwas war, nahm sie positiv auf.

Dann schaute sie aber den Mann wieder an und nickte. "Gibt es Protokolle der ersten Befragungen durch Euch? Wenn ja, dann wäre es freundlich, wenn ihr uns diese zur Verfügung stellen würdet, so lange wir warten, dass die eigentlichen befragungen losgehen können." Sie lächelte ihm entgegen und fragte sich zugleich, ob er wohl ahnte, was sie war? Aber sie fand nicht, dass sie als Akolythin der Inquisition verpflichtet war, ihn das ungefragt wissen zu lassen.

Sie wartete noch auf seine Antwort und ob ihre Gefährtin noch etwas aufwarf. Dabei wälzte sie selbst die Möglichkeiten an Fragen, die sie noch aufwerfen konnte.
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Beitrag von Adrian Kane am Mo Jan 18 2016, 19:19

Myra liess sich auf die couch sinken, offensichtlich die geringere Temperatur des Raumes geniessend. Sie hatte sonst nichts mehr hinzuzufuegen was sie dann auch so sagte. Ihre Hand griff nach einer kleinen Frucht als der Junior Commisar im Begriff war, das Zimmer zu verlassen. "Eine Sache vielleicht noch", sagte sie. "Kannten sie den Leutnant persoenlich?", ihr Tonfall neutral gehalten. Wenn es um daemonische Einfluesse ging war niemand ueber den Verdacht erhaben. Ganz besonders nicht die hoeheren Raenge.

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Beitrag von ThaHummel am So Jan 31 2016, 18:59

"Nein, ich bin erst kürzlich zu diesem Regiment gestoßen und habe hauptsächlich die Schützengräben beaufsichtigt. Nicht das es so wäre, das diese Männer hier Moralprobleme hätten. Ich werde jemanden nach den Akten schicken, wenn sie mich dann bitte entschuldigen würden."
Mit einer knappen Verneigung beendete er die Konversation und verschwand aus der Tür.
Wenige Minuten später brachte ein junger Aktenschubser, der beinahe über seine zu groß geratene, scharlachrote Bürokratenrobe stolperte, ihnen einen Stapel Verhörprotokolle, die trotz verschiedenem Wortlaut alle die selbe Aussage hatten.
Die komplette Artilleriedivision sowie ausgewählte Elemente von Pionierkorps und anderen Einheiten die mit dem Trupp des Leutnants regelmäßigen Kontakt hatten.
Entsetzen und einige Fälle von hässlichsten Beleidigungen zogen sich durch sämtliche Vernehmungen. Die Soldaten schienen dem Wortlaut nach entweder in Wut auszubrechen oder in Scham zu versinken. Allesamt redeten davon, das es schon reiche das über ihren Leuten eine Ewige Schuld am Imperator hinge, und die unzureichende Wiedergutmachung, die ihre ewige Wache und das Blut ihrer Gefallenen biete, müsste nicht noch von menschlichem Versagen, wie es in den mildesten Fällen genannt wurde, befleckt werden.

Die Fahrzeugcrew, die dem Leutnant unterstand, bot neben einem kaum zu stoppenden Schwall von Beschämung und Entschuldigungen nur einen weiteren herausstechenden Anhaltspunkt. Der Leutnant war anderthalb Wochen vor dem Vorfall für eine Gute Woche erkrankt gewesen, die Ärztliche Atteste, die angeheftet waren beschrieben Schüttelfrost, Fieber und gelblichen Auswurf, nicht ungleich den Symptomen einer Grippe. Die Ursache war nicht ganz eindeutig, aber der Verdacht lag auf einem einfachen Virusinfekt, der eventuell durch den harschen Temperaturwechsel beim Einbruch der Nacht ausgebrochen ist. Es gab insgesamt ausgesprochen wenige Krankheitsfälle während dieser Stationierung, aber sie kamen gelegentlich vor.

Obwohl er nach der Entlassung keine körperlichen Symptome mehr aufwies, berichtete der Trupp geschlossen davon, das der Leutnant weniger gesprächig wurde, sich außerhalb der Dienststunden öfter in seine Unterkunft zurückzog und seine abendlichen Gebete an den Imperator lieber dort abhielt, anstatt an der Stützpunktsmesse teilzunehmen. Das an sich war keine ungewöhnliche Sache, insbesondere vor- und nach Außeneinsätzen sowie generell an schwierigeren Arbeitstagen bevorzugten es viele Mitglieder des Korps, ihre Gebete getrennt zu halten, auch wenn es selten Vorkam das sie dies eine Ganze Woche am Stück hielten.
Die Begründung von Peter Bäcker war recht schwammig, er redete davon das seine Erkrankung für ihn einen besonders schweren Dienstbruch darstellte und er in persönlicher Stille den Imperator um Vergebung für seine Schwäche bitten wollte, sowie um für weitere Gesundheit für sich und das Regiment zu beten.
Aber alle seine Aussagen deckten sich mit dem, was die übrigen Berichte darstellten. Es gab Augenzeugenberichte, das der Leutnant tatsächlich mehrfach zur genannten Zeit in seiner Barracke beim Beten angetroffen wurde.
So ging es unentwegt bis zum unheilvollen Morgen, bei dem die Katastrophe eines versehentlichen Raketenstarts um ein Haar abgewendet werden konnte.

Myra und Skella hatten noch mindestens zwei Stunden Lesestoff vor sich, der aber von Personen handelte, die weniger eng mit dem Leutnant Kontakt pflegten und wahrscheinlich nicht viel weiteres zu Tage bringen würden. Dann allerdings kehrte Commisar Tushkin zurück und gab ihnen zu wissen, das das Verhörzimmer vorbereitet und die betreffenden Soldaten angetreten waren. Sie würden ihm nur sagen müssen, wen sie zuerst auf den unbequemen Stuhl in dem dunklen Raum setzen wollten, der nur von einer viel zu hellen Tischlampe angeleuchtet wurde.

---

Arthur und Klarissa hatten, nach einer kurzen Wiederholung der technischen Grundlagen, schon eine Halbe Stunde lang mit Schießübungen auf die leeren Panzer von irgendwelchen Sandkrabben oder anderen drei- oder fünfbeinigen Schalentier Xenos begonnen, nachdem ein Jäger, der hier ein paar von den Viecher geschossen hatte, ihnen gezeigt hatte woran man unbewohnte, abgestreifte Schalen erkannte.
Das Mächen hatte sich inzwischen an die fünfzehn-Meter-Marke herangetastet und war dabei ihren Herzschlag wieder zu beruhigen, nachdem ein aus dem Sand schießendes Kleintier sie erschreckt hatte.

Der Kundschafter hingegen hatte etwas anderes gefunden, das seine geschärften Sinne ansprach: am Horizont, kurz über einer Sanddüne in etwa fünfhundert Meter Entfernung schwirrte etwas scheibenförmiges auf den Ortsrand zu und wirbelte in seiner Bewegung den Sand unter sich auf, wie es nur ein Antigrav-Antrieb tat.

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Beitrag von Keeper am So Jan 31 2016, 19:24

Das Mädchen machte sich besser, als er erwartet hatte. Zumindest hatte sie sich -noch- nicht in den Fuß geschossen wie der eine oder andere Anfänger, den Arthur zuvor gesehen hatte.
Als dann dieses Fahrzeug in der Ferne auftauchte, musste er ein Seufzen unterdrücken. Natürlich konnte es niemals einfach sein.
Er hatte zwar noch nie zuvor Tau gesehen, aber so in etwa stellte er sich deren Technologie vor. Was wollten die Blauhäute hier?

Mit einem Kopfschütteln erschoss er ein weiteres dieser Kleintiere, das neben ihm aus dem Boden sprang, während er sich wieder hauptsächlich auf seinen Schützling konzentrierte. An sich war es schon ein wenig niedlich, wie sie sich abmühte, allerdings war Arthur sehr wohl bewusst, dass der Umgang mit der Waffe für sie zur zweiten Natur werden musste, wenn sie auch nur die geringste Chance darauf haben wollte, die nächsten Monate zu überleben.
Aber ein kleines Lob konnte sicher nicht schaden.
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Beitrag von Adrian Kane am Mi Feb 03 2016, 17:14

Nachdem die Schuetzin den Commissar gebeten hatte ihnen noch ein paar Minuten zu geben und dieser daraufhin wieder verschwunden war, begann sie nachdenklich auf und ab zu gehen. Sie war hier alles andere als in ihrem Element und spuerte dies auch ausserordentlich, ein Spur Unsicherheit gepaart mit der Angst davor, bei dieser Aufgabe klaeglich zu versagen. Wie gerne haette sie sich eingeredet, dass die Inquisition schon wusste, warum man sie rekrutiert hatte aber auch hier machte es wenig Sinn sich selbst was vorzuluegen. Je laenger sie bei dieser Institution taetig war, desto mehr kam sie zu dem Schluss, dass zwar durchaus einigermassen talentierte Leute rekrutiert wurden, die Durchfallquote, wenn man es denn so nennen wollte, jedoch astronomisch hoch war. Sie schob sich ihre Muetze zurecht. Nun, man ging wohl davon aus, dass viele der Rekrutierten mangels verlockenden Alternativen ihre Bestes geben wuerde. Ganz besonders wenn besagte Alternative zum Dienst im Lauf eines Lasgewehrs zu finden war. Einmal mehr erschien der lange Wuestenmarsch zu den Tau eine verlockende Option. Und dann wiederum, das sprichwoertliche Gras war ja immer gruener auf der anderen Seite des Gartens. Umsomehr da nicht nur die Fischkoepfe sondern auch Warpphaenomene vor der Stadt auf unachtsame Wanderer warteten.

Sie nahm wieder Platz und blickte zur Psionikerin, "Wir haben Krankheitssymptome gefolgt von einem Versuch die Stadt einzuaeschern", fasste sie kurz zusammen, "Das zusammen mit dem Fund der seltsamen Leichen draussen in der Wueste laesst eigentlich nur darauf schliessen, dass ein oder mehrere Diener Nurgles hier seine faulenden Finger im Spiel hat", der Gedanke an sich war bereits abstossend genug, von allen Chaosgoettern empfand sie diesen wohl als den widerlichsten. Myra rieb sich die Augen und nahm noch einen Schluck Wasser bevor sie fortfuhr, "Natuerlich heisst das nicht, dass nicht noch andere irgendwo mit von der Partie sind", obschon unwahrscheinlich war es natuerlich nicht unmoeglich wie sie ja auf der St. Marina selbst gesehen hatten. Mit einem leisen Seufzen verschraenkte sie die Arme  hinterm Kopf. "Ausser die Fahrzeugcrew zu verhoeren faellt mir nicht viel ein", ihr Blick war auf die triste Decke des Zimmer gerichtet, "Vielleicht sollten wir danach der Krankenstation des Regiments einen kurzen Besuch abstatten, wenn es mehr solcher Symptome gibt sind sie alle verdaechtig", natuerlich war nicht jeder Soldat mit verschnupfter Nase ein potentieller Amoklauefer. Dennoch, wenn dieser Soldat Zugang zu den hoeheren Raengen hatte...war die ganze Sorge ueberhaupt angebracht? Die Maechte des Chaos hatten ihren Zug in dieser Basis gemacht und er war offensichtlich gescheitert, warum also hier verweilen wenn es auf dem Planeten mehr Moeglichkeiten gab? Zumal die Sicherheitsvorkerhungen nun verschaerft waren? "Was denkst du?"

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Beitrag von ThaHummel am So Feb 07 2016, 16:09

Mit einem schüchternen Kichern und einem verlegenen Blick zur Seite wischte sich das Mädchen ein paar Lose Strähnen aus dem Gesicht und wollte sich gerade wieder daran machen, weiterzuschießen, als das immer näher rückende Tau-Gefährt sich mit einem lauten Knall von seiner bisher stabilen Flugbahn verabschiedete und taumelnd etwa Hundert Meter vor dem Duo abstürzte und eine kleine Düne hinabrutschte.

Es handelte sich um eine klobige Drohne, deren Düse am Heck ungesund rauchte und gelegentlich einen blauen Flammenstrahl ausspie, was sämtliches verbleibendes Kleintier in der näheren Umgebung aus seinen Sandverstecken zur Flucht bewegte.
Unter der sandbraunen, flachen Deckenhaube, an der eine schräg nach hinten gerichtete Antenne hing, wackelte eine locker verschraubte Kamera und ein Haufen Kabel und Platinen, denen offensichtlich das Gehäuse fehlte und die nur von einer rostigen Schweißnaht zusammengehalten wurden. Der Antrieb gab seinen letzten verzweifelten Schubstoß ab, bevor das Zischen und Sirren verstummte und das qualmende Gerät zum Stillstand kam.

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Beitrag von Elodriel am Mi Feb 10 2016, 09:13

Die Psionikerin blieb sitzen, während ihre Gefährtin da hin und her lief. Sie wirkte abwesend, aber sobald die Schützin sprach, fokusierte sich Skellas Blick auf jene. Sie hatte sich auch so ihre Gedanken gemacht und war wohl zu ähnlichen Ergebnissen gekommen, immerhin nickte sie. "Nurgles scheint mir auch am wahrscheinlichsten. Wundervolle Aussichten." Sie schüttlelte sich ein wenig.
Die Aussicht, sich solchen Kräften entgegenzustellen konnten einem nicht gerade die Laune heben. Und natürlich stellte sich auch die Frage, ob dieses Team dafür vorbereitet war. Aber solche Zweifel sollte man sich gar nicht erst erlauben, sie waren die Saat für den Misserfolg. Der Imperator würde schon mit ihnen sein.
Sie blickte zu Myra auf und lächelte leicht. "Die Fahrzeugcrew wird vermutlich noch die angenehmste Sache die vor uns liegt. Die Sache mit der Krankenstation sollten wir dann aber recht kurzfristig anmelden. Man kann ja nie wissen, ob nicht vielleicht doch etwas vor uns verborgen sein soll, was dann zur Seite geschafft wird, wenn wir ihnen zu viel Zeit lassen."
Wie wohl der Besuch auf der Krankenstation werden würde? Sollten da viele sein? Das wäre eine Menge Störung von Lebensauren, da sollte sie sich dann wohl auf eigenartige Eindrücke gefasst machen.
Aber was machten sie, wenn sich hier nichts weiter ergab? "Wir sollten auch fragen, auf was genau er die Raketen ausgerichtet hat, vielleicht hatte ja auch das genaue Ziel einen tieferen Sinn. Auch wenn das beim Wirkungsradius vermutlich schwer zu bestimmen wäre." Viel zu viele Ungenauigkeiten bisher.
Sobald der Comissar wieder da war, wurde er soweit eingeweiht, dass sie nun erstmal mit der Crew sprechen wollten, danach aber nochmal mit ihm reden wollen würden
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Beitrag von Keeper am Mi Feb 10 2016, 16:33

Hervorragend, einfach klasse.
Arthurs Stirn legte sich in Falten, während er den Todeskampf des Tau-Fahrzeugs beobachtete. Dieses Ding konnte nützliche Informationen beinhalten... aber gleichzeitig würde es wohl nicht lange dauern, bis jemand darauf aufmerksam wurde. Wobei... zur Not konnte er sich auf die Inquisition berufen, sollte ihn jemand dort entdecken und Fragen stellen. Auch, wenn er das nicht gerne tat.
Mit einem Kopfschütteln wechselte er das Magazin seiner eigenen Laspistole und steckte sie zurück in den Holster, bevor er loszuschlendern begann. "Wir sollten uns das einmal näher ansehen. Komm mit und achte auf deine Umgebung, aber sei vorsichtig, worauf du schießt."
Damit wanderte Arthur auch an Klarissa vorbei, die Augen auf das Xenos-Fahrzeug gerichtet und auch die es umgebende Landschaft im Blick behaltend.
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Beitrag von Adrian Kane am So Feb 14 2016, 18:56

"Ich moechte gerne glauben, dass diese ganze Sache ein einzelner Vorfall war und bleibt", sagte die Schuetzin noch bevor sie den Commissar wieder reinriefen und ihm die Entscheidung mitteilten, "Denke auch, am besten marschieren wir da unangemeldet rein, man scheint ja hilfsbereit genug zu sein", sie hielt einen Moment inne bevor sie fortfuhr, "Aber dennoch, man kann nie wissen, waere nicht die erste Militaerbasis, die was zu verbergen haette", sie lehnte sich wieder zurueck, nachdenklich. Frueher hatte sie hauefig mit Fahrzeugcrews zu tun gehabt, doch das waren andere Zeiten, heute stand sie sozusagen auf der anderen Seite, zwar nicht als Gegner, aber auch nicht wirklich als Freund. Sie unterdrueckte ein Seufzen als sie den Mann wieder hineinkommen hoerte, sobald sie sich nach den Koordinaten erkundigt hatten wuerde sie sich wohl oder uebel ein paar unangenehme Fragen fuer die Jungs einfallen lassen muessen.

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Beitrag von ThaHummel am Mi Feb 17 2016, 20:12

Tushkin führte sie nach ein paar Minuten Warterei ein paar Gänge weiter zu einem Türenpaar, so schmucklos wie alle anderen im Gebäude auch, nur mit den Aufschriften "Wartezimmer" und "Sprechzimmer".
"Wenn sie noch etwas brauchen, sie finden mich in meinem Büro rechts nebenann", kommentierte der Commissar trocken und begab sich zu eben diesem Raum, während zwei der vier Wachmänner, die vor den Türen ihre aufgeplanzten Bayonette gekreuzt hatten, den Damen den Weg ins "Sprechzimmer" öffneten.
Der Verhörraum war karg, funktional und ausgesprochen unfair gestaltet. Der Stuhl, sofern man den schmalen Hocker so nennen konnte, war niedrig, nicht verstellbar, zu kantig und generell besser als Knüppel als als Möbelstück geeignet. Dazu kam das grelle kleine Licht, das sich perfekt auf den Kopf des Verdächtigen richten lies, die spürbar fehlende Fußbodenheizung im entsprechenden Teil des Raums und die allgemeine Aufstellung der Möbel, die keinen direkten Weg zu den Ausgängen zuließen.

Auf Skellas und Myras Seite des Tisches herrschte hingegen angenehmer Komfort. Gepolsterte Bürostühle, verstellbare Schreibpulte, ein Datentablett um Temperatur und Licht zu regeln sowie ein Wasserspender.
Unter Kartonabdeckungen Abdeckung warteten ein Lügendetektor und zwei Folterservitoren.
Schließlich blieb noch die zweite Tür ins Wartezimmer, wo Skella jetzt schon nervös beschleunigte Herzschläge, geweitete Pupillen und Atemfrequenzen wahrnehmen konnte.
Die vier Männer die dort warteten, ließen ein Spektrum von mild beunruhigt bis zu wild schwitzend und zitternd aufwarten. Allen Gemeinsam war aber die Tatsache, das sie ihre Gasmasken hatten ablegen müssen. Ohne die Anonymität und Gleichförmigkeit, die diese dem ganzen Regiment verleihten, konnte man auch ohne psionisches Talent spüren, das die Vier sich nackt fühlten.
Das sie zum zweiten Mal in einem dieser Räume saßen, wo jeder von ihnen von einem Kameraden mit angelegter Waffe im Rücken bewacht wurde, schien selbst diejenigen zu verunsichern, die dachten die Sache wäre nur der Fehltritt eines anderen, nicht ihr eigener. Hier ging es nicht um irgendeine Erbschuld, die ihr ganzes Volk abzuleisten hatte. Hier ging es um sie im Speziellen.
Zur Auswahl standen ihnen also:
-Gardist Paul Schreiner, ein dürrer hagerer Junge, der noch Seife an den Händen hatte, so unvermittelt wurde er vom Geschirrdienst hierher geschleift. Er hatte erst vor einem Jahr die Grundausbildung hinter sich und war mit Sergeant Weishof, der getrennt am anderen Ende der unbequemen Klappstuhlreihe saß, für den Wachdienst und allgemeine Fahrzeugverteidigung zuständig.
-Sergeant Herbert Harald, ein stämmiger Kerl mit Dreitagebart, der Fahrer des Raketenträgers und mitunter noch der ruhigste im Bunde.
-Sergeant Gerhard Ollenberg, Funkoffizier mit zertausten Haaren mit der Angewohnheit, auf seinen Fingernägeln herumzukauen.
-Sergeant Hans Weishof, der Älteste des Trupps, der laut Akte alle Crewmitglieder außer dem Leutnant ausgebildet und alle Positionen außer dem Fahrzeugkommandeur durchlaufen hatte. Trotz guter Dienstzeugnisse war er nie befördert worden.

---

Die verunglückte Drohne war unbewaffnet, Arthurs Auspex meldete sich aber automatisiert mit einem Alarmpiepsen, da er anscheinend einer nicht isolierten, radioaktiven Strahlungsquelle näher kam. Obwohl noch einige Dutzend Meter zwischen ihm und dem Gerät lagen, konnte er klar erkennen das der Aufbau dem größten Teil seiner Verkleidung beraubt worden war.
Außer der offensichtlichen Kamera konnte er nichts mit den offenliegenden Schaltkreisen anfangen. Der Düsenmotor schien ein Verbrennungstriebwerk zu sein und ein genauerer Blick auf den Scanner lies vermuten, dass die Strahlung dem ganzen Gerät anhaftete, anstatt von einem spezifischen Bauteil auszugehen.
"Auch wenn der Maschinenkult mich wahrscheinlich dafür köpfen würde, dieses Ding und ihren Mesias in einem Atemzug zu nennen, aber was beim Omnissiah ist das?", fragte Klarissa halb neugierig, halb ängstlich, während sie sich nah bei, aber stets hinter Arthur hielt. Ihre fahlen Knöchel traten hervor, als ihre Hände den Griff ihrer Pistole noch fester umklammerten.

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Beitrag von Keeper am Mi Feb 17 2016, 20:26

"Was ich auf jeden Fall darüber sagen kann", stellte Arthur nach weiteren Blicken auf seinen Scanner fest, "ist, dass dieses Ding verseucht ist."
So, wie es war, konnten weder er noch sein Schützling hier irgendetwas tun, ohne sich der Strahlung auszusetzen. Er wusste nicht viel über Radioaktivität, nur, dass sie verdammt gefährlich sein konnte.
Daher drehte der Kundschafter sich um und trat bis auf eine sichere Distanz zurück, bevor er noch einen Blick auf das rauchende Wrack warf... er konnte nicht direkt jemanden herbeordern, der dieses Ding an einen sicheren Ort brachte... aber...
"Darum können wir uns später kümmern, denke ich... ich habe da schon eine Idee."
Der Kundschafter bedeutete Klarissa, ihm zu folgen, während er ein Stück zurückwanderte und den nächstbesten Soldaten anhielt, der ihm über den Weg lief. Mit einem leicht überraschten Gesichtsausdruck deutete er in Richtung der verstrahlten Drohne. "Das dort ist eben herangeschwebt und hat eine Bruchlandung hingelegt. Wissen Sie, was es damit auf sich hat?"
Wenn alles glatt lief, hielt das Mädchen neben ihm den Mund und der Soldat fragte bei seinen Vorgesetzten nach... im besten Fall würde das dazu führen, das die Drohne geborgen und abtransportiert wurde.
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Beitrag von Adrian Kane am Di Feb 23 2016, 03:00

Myras Blick blieb laenger an dem Hocker haengen als ihr lieb war, zu frisch waren noch die Erinnerungen daran, als sie selbst auf der anderen Seite eines aehnlichen Tisches hatte Platz nehmen duerfen. Wie das Schicksal sich doch wenden konnte. Sie schob sich geistesabwesend ein paar Straehnen hinter die Ohren und wandte sich dann einmal mehr an Skella. "Ich denke in dieser Situation sollten wir nicht verbergen, dass du eine Psionikerin bist, den meisten Leuten bei den Truppen ist das unheimlich genug um eventuell die ein oder andere Zunge zu loesen", um der Wahrheit genuege zu tun war es selbst ihr noch unheimlich, auch wenn sie Merin nun schon eine Weile kannte und davon ausging, dass die wohl die Beste unter den schlechtesten Welten darstellte.

Schlussendlich hatten sie sich dafuer entschieden, dass juengste Mitglied der Truppe zuerst zu verhoeren und so sass der junge Kerl nun sichtlich nervoes und leidend auf dem 'Hocker' der an sich schon fast als Folterinstrument durchging. Die Schuetzin hatte Verstaendnis fuer die psychologische Idee hinter dem Design des ganzen Raumes, Angst, Unwohlsein, Fluchtreflex, Verwirrung, alles war darauf ausgerichtet die Wahrheit aus den Individuen herauszupressen. Wirklich koerperliche Folter war im allgemeinen recht sinnlos, lange genug angewandt, wuerde ein Mann gestehen in Wirklichkeit eine Frau zu sein oder ein Hamster, solange nur der Schmerz aufhoerte. Das hier war schon eine Nummer effektiver und besser, aber wirklich behagen tat es ihr nicht. Waere es nach ihr alleine gegangen, so haette sie den Kerl viel eher bei einem kuehlen alkoholischem Getraenk in einem gemuetlicherem Raum verhoert, denn auch Komfort und Sicherheit konnte ihrer Meinung nach Zungen loesen. Einmal mehr schob sie sich eine Straehne hinter ihr Ohr, scheinbar Papierkram durchgehend.

Waehrend das Schweigen der Frauen schwer auf dem kleinen Raum und dem Gardisten lag, konnte man deutlich sehen, dass sich der Junge zunehmend schlechter fuehlte. Myra war nicht sonderlich stolz auf sich und dennoch konnte sie hier ihr Mitleid nicht die Ueberhand gewinnen lassen, dafuer stand zuviel auf dem Spiel. Ihre rechte Hand ueberpruefte den Sitz der Laspistole am Oberschenkel, sicherlich wuerde das nicht noetig werden aber auch hier war Vorsicht besser als Nachsicht. Nach einer gefuehlten Ewigkeit raeusperte sie sich, "Paul Schreiner, die Inquisition fuehrt eine abschliessende Untersuchung des Vorfalls mit ihrem ehemaligen Leutnant durch", der kalte Klang ihrer Stimme war selbst fuer sie ueberraschend, "Sie verstehen sicher, dass das Imperium solche Dinge auf gruendlichste aufklaeren muss, um die Sicherheit seiner Buerger zu garantieren. In diesem Sinne wird meine Kollegin hier unserem Gespraech beiwohnen, sie ist Psionikerin und bestens darauf geschult Unwahrheiten und andere unlautere Absichten zu erkennen", Myras Blick bohrte sich bei diesen teilweise gelogenen Worten in den Gardisten. Ekel ob ihrers eigenen Verhaltens stieg langsam aber sicher in der Schuetzin auf, aber es gab wenig, was sie jetzt tun konnte um den Jungen das Leben etwas leichter zu machen.

Langsam, als haette sie alle Zeit der Welt, stand sie auf und wanderte hinueber zu einem der Folterservitoren, dessen Abdeckung sie zuvor entfernt hatte. Sie begutachtete das Teil eine ganze Weile lang, fragte sich dabei wievielen Unschuldigen damit wohl schon ein falsches Gestaendnis entlockt wurde. Natuerlich war ihr bewusst, dass dem Gardisten wohl jetzt noch mehr das Herz in die Hose rutschen wuerde, aber sie konnten es sich hier nicht leisten nicht gruendlich zu sein. Schliesslich wandte sie sich ab, griff nach einem Pappbecher und liess etwas kuehles Wasser hinein laufen welches sie dann dem jungen Mann vorsetzte bevor sie sich neben dem Servitor an die kuehle Wand lehnte, die ihr einen Schauer ueber den Ruecken laufen liess. Sie seufzte. "Dann erzaehlen sie mal. Von Anfang. Wie war ihr Verhaeltnis zum Leutnant und dass der anderen Crew, wann ist ihnen zum ersten Mal etwas aufgefallen, ist nach dem Vorfall noch etwas ungewoehnliches passiert? Lassen sie kein Detail aus, und sei es auch noch so winzig."

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Beitrag von Elodriel am Mi März 09 2016, 19:32

Skella sieht es als klugen Schachzug an, das verbreitete Unbehagen, dass die meisten normalen Leute für ihre Art haben, in diesem Fall zu nutzen. Daher stimmt sie Myra bei diesem Vorschlag ohne Umschweife zu.

Als es dann soweit ist und ihr erster 'Interviewpartner' vor ihnen sitzt, wartet sie ab, bis Myra ihre Natur offenbart und untermalt dies dann nur mit einem einem stummen Nicken, während sie einen Punkt zwischen seinen Augen zu fixieren scheint. Sie hat zwar keine Telepathischen Fähigkeiten, aber sie hat angenommen, dass Myra dann auch gleich diese Karte ausspielen wird, da sie ja naheliegend ist. Und sie kannte zumindest ein paar Telepathen, um zumindest ein wenig diese Rolle spielen zu können.

Sie ist begeistert davon, wie gekonnt die Scharfschützin es versteht, die Mittel in diesem Raum einzusetzen. Als die andere Frau am Servitor steht, beugt sich die Psionikerin leicht vor. "Wenn Sie kooperieren, wird der nicht gebraucht, keine Sorge." Es ist nur geraten, aber die Wahrscheinlichkeit, dass seine Gedanken da gerade in die Richtung gehen, ist ja doch sehr hoch.

Nachdem Myra dann aufgezählt hat, was sie von dem jungen Mann erwartet, nickt sie bestätigend. "Das mit den Details ist besonders wichtig. Kleine Details aus dem Kopf mit Gewalt zu holen ist besonders Schmerzhaft für den Behandelten. Das mache ich ungern." Sie lächelt versöhnlich, wedelt dabei aber mit ihrem Fokusstab, um klarzumachen, dass sie es dennoch tun würde.
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Beitrag von ThaHummel am Do März 17 2016, 20:55

Nachdem die Zunge des jungen Mannes noch gut eine Minute lang gelähmt erschien, begann er sich endlich ein Herz zu fassen und zu erzählen:
"Um ehrlich zu sein, Leutnant Bäcker wahrte immer eine relativ große persönliche Distanz zu uns. Er begleitete uns an den meisten Tagen mit zur Messe, aber nahm meistens nicht an anderen Freizeittätigkeiten statt. Seargent Harald und Sergeant Weishof treffen sich einmal die Woche mit einigen Männern von der Panzerdivision und spielen Skat oder andere Kartenspiele um Kleinigkeiten, die sie über die Jahre hin aufgelesen haben und die sie für Glücksbringer halten. Leere Bolthülsen, Orkzähne und dergleichen.
Ich habe sie ein paar mal dorthin begleitet, habe aber aufgehört, nachdem ich gemerkt habe das ich ernstens kein Glück im Spiel habe, und die meisten unserer Vorgesetzten, Leutnant Bäcker eingeschlossen, dieses Verhalten zwar billigen aber nicht unbedingt fördern.
Generell ist der Leutnant nicht viel an unserer Person, sondern eher an unserer Leistung als Soldaten interessiert gewesen, was natürlich auch richtig so ist. Er war immer strikt, forderte stets volle Einsatzbereitschaft und verteilte selten Lob. Auf Manöver hat er uns außerhalb von Ernstfallsituationen normalerweise erlaubt, private Gespräche zu führen, aber hat sich selten selbst daran beteiligt.
Sergeant Ollenberg hat mir einmal erzählt, das der Mann aufgrund einer Fehleinschätzung schonmal einen Trupp guter Männer verloren hat und seitdem die Nähe seiner Crew meidet.
Was Ollenberg angeht, er redet zu viel wirres Zeug finde ich, und es macht mich nervös wenn er auf seinen Nägeln kaut, was er ständig tut, zumindest solange kein Ernstfall herscht, dann reserviert er seine Klappe für Funksprüche.
Die meiste übrige Zeit verbringe ich mit den anderen Gardisten in meinem Alter, insbesondere seit der Lord General mit dem Gouverneur den Bau der neuen Sportanlage beschlossen hat und wir dort aushelfen so gut wir können. Es lenkt einen von allen falschen Gedanken ab.
Ich habe mir wirklich nicht viel Gedacht, als wir erfuhren das der Leutnant krank geschrieben wurde, er war ja relativ schnell wieder auf den Beinen. Ich bin immer noch schockiert das er versucht hat so einen schwerwiegenden Fehler zu begehen und kann mir schwer erklären was ihn dazu bewegt hat. Wie bereits gesagt, er war bisher immer ein kaltes, aber leuchtendes Beispiel zu Feld.
Habe ich irgendwas vergessen? Kann ich gehn? Bitte sagen sie mir das ich gehen kann? Ich kann auch noch mehr reden, ich muss nur noch weiter nachdenken, aber bitte bohren sie nicht in meinen Gedanken herum",
beendete er seinen Redeschwall mit flehendem Unterton.

---

Der Gardist, den Arthur getroffen hatte erschrak zunächst ein wenig, wies ihn aber sofort an, ihn zur Absturzstelle zu führen. Schon auf die Distanz beschloss der Soldat, das das über seiner Gehaltsklasse lag und befahl Arthur und Klarissa ihm zu folgen. Nicht weit von dem Punkt, an dem sie ihn angetroffen hatte befand sich der übrige, insgesamt zehn Mann Starke Trupp und der Funker setzte sofort einen Spruch bezüglich des Fundes ab.
Sie bekamen Befehl die Zivilisten in der Nähe zu behalten und die Absturzstelle zu umstellen, bis Verstärkung eintraf.
Tatsächlich dauerte es keine Halbe Stunde bis eine Chimäre und zwei Lastwägen voller Soldaten und Mechanicus-Personal angerollt kamen. Schaulustige gab es wenige, die meisten Leute beschlossen das es kein gutes Zeichen war, wenn mit Maximalgeschwindigkeit ein kleiner Militärkonvoi durch den Ortsrand rollte.
Servitoren verluden die Drohne in das eine Fahrzeug und eine in hellroten Roben verhüllte Gestalt bat sie zu sich in die Chimäre.
Eine eilige Fahrt zurück zum Stützpunkt brachte sie zu einem Großen Gebäude voller rauchender Schornsteine, seltsam Anmutenden elektrischen aufbauten auf dem Dach und der Aufschrift "Manufaktorum Traxis" auf dem Vordertor. Über ein Labyrinth von Betonquadern und Straßen hinweg waren die vergleichsweise imposanten Offiziersquartiere am anderen Ende des Geländes zu sehen.

"BITTE FOLGT MIR. DER MAGOS WIRD EUCH GLEICH EINIGE FRAGEN STELLEN.", erklärte der Techpriester lautstark, stieg aus und schien etwas wie einen Drehschalter an seinem Kiefer nachzuregulieren.
"Entschuldigt die Unangemessene Lautstärke. Ich habe meine optimierten Voxmodule erst vor wenigen Wochen erhalten und bin noch nicht ganz mit dem Ritus der Justierung vertraut.

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Beitrag von Keeper am Do März 17 2016, 21:05

'Das... klappt besser als erwartet.'
So in etwa ging einer von Arthurs Gedanken, während die Ereignisse ihren Lauf nahmen. Normalerweise hätte er sich vielleicht nach dem für gewöhnlich anwesenden Haken umgesehen... aber in diesem Fall konnte das ruhig jemand anders tun.
Er selbst hatte bis zu dem Punkt, an dem der Techpriester mit ihm und seinem Schützling sprach so wenig wie möglich gesprochen und auch Klarissa bedeutet, den Mund zu halten. Zum einen waren die metallenen Gesellen in den meisten Fällen eher weniger freundlich gegenüber rein... fleischlichen Leuten und außerdem fühlte selbst er sich ein wenig unwohl in ihrer Gegenwart.
"Das ist selbstverständlich kein Problem", gab er dem Mann zur Antwort, auch, wenn es ihm noch ein wenig in den Ohren klingelte. Manche Dinge passierten... und bisher lief wirklich alles besser als erwartet.
Der Kundschafter bedeutete ihrem Führer, vorauszugehen und versuchte auch gleichzeitig darauf zu achten, ob Klarissa Schritt hielt.
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Beitrag von Adrian Kane am Mo März 21 2016, 16:46

Mit verschraenkten Armen, die Augen halb geschlossen, hoerte sich Myra den Wortschwall des Jungen an waehrend ihr Ruecken langsam abkuehlte. Es war gut genug, dass Skellas bohrender Blick auf ihn gerichtet war, fuer den Gardisten war die Psionikerin nun ohnehin Dreh- und Angelpunkt seiner Aufmerksamkeit und sie konnte es ihm wohl kaum uebelnehmen. Sie hatte ihre Rolle auch ohne Absprache hervorragend gespielt, was wohl zeigte, dass die Inquisition bei ihr ein gutes Haendchen bewiesen hatte. Die Geschichte des Vorgesetzten, die der Mann erzaehlte, haette sich so oder so aehnlich ueberall in der vom Imperium kontrollierten Galaxy abspielen koennen und die Schuetzin haette bei jeder anderen Gelegenheit angemerkt, dass der Lt. dabei wohl noch einer der Besseren gewesen war. Selbst wenn man mal davon ausging, dass der junge Kerl seinen ehemaligen Vorgesetzten eventuell im etwas besseren Licht darstellen wollte. Einige der hoeheren Raenge mochten es nicht, wenn man schlecht ueber ihresgleichen sprach. Nur ein weiteres Problem von vielen.

Innerlich unterdrueckte sie ein Seufzen. Das war zunaechst mal nicht wirklich ergiebig gewesen. Natuerlich waren diese Untersuchungen bereits gefuehrt worden, von daher hatte sie ihre Hoffnungen vorab bereits etwas gedaempft, aber nichts, was sie eben gehoert hatte, war zunaechst verdaechtig. Maenner die sich zum Kartenspielen trafen, untere Raenge mit Macken, Distanz wahrende Vorgesetzte, innerhalb der Streitkraefte nichts Neues. Unbewusst kaute sie auf der Unterlippe herum und starrte auf den grauen, kalten Betonboden. Ein kleiner Riss zog sich entlang ihrer Stiefelspitze bis zum Schreibtisch, wahrscheinlich aufgrund des anhaltenden Artilleriefeuers. Waehrend Myra noch so in den kleinen Abgrund starrte, schlich sich ein Gedanke ins Hirn der Schuetzin, der sie selbst so anwiderte, dass sie geistesabwesend den Kopf schuetteln musste.

Vielleicht waere es sicherer, sie alle zu exekutieren. Das war es, was die Inquisition seit jeder tat oder etwa nicht? Schwer legten sich Erkenntnis und Verstehen auf die immer noch an die Wand gelehnte Frau. So schwer, dass sie das Gefuehl hatte etwas presse ihr die Luft aus dem Brustkorb. Etwas in der Groessenordnung eines Schlachtkreuzers. Die Wahrheit war, der Junge konnte hier sitzen, auf die Traenendruese druecken und so unschuldig wie ein Laemmlein wirken und dabei noch Mitleid in ihr hervorrufen, was ihm auch durchaus gelungen war. Und dennoch war es moeglich, dass er bereits, genauso wie sein Lt. zuvor, von der Saat des Chaos besessen war. Ihre Augen verengten sich die Schlitzen. So gewannen die dunklen Maechte gleich zweifach. Einmal, in dem sie wirklich einen Diener des Imperators kontrollierten und ein zweites mal in dem sie Angst und Misstrauen unter den Ueberlebenden saeten. Und die Hand der Inquisition dazu zwangen zu handeln. Sicher war der Angriff verhindert worden, aber allein die Tatsache, dass es beinahe passiert war, hatte das Potential mehr Schaden anzurichten als der Sprenkopf selbst. Es war abartig ganze Kompanien, Staedte oder Planeten zu saeubern und doch verstand Myra diese Beweggruende nun etwas besser. Der ewig nagende Zweifel, die Unsicherheit, dass sich Vorfaelle wiederholen konnten, gepaart mit der eigenen Unfaehigkeit den Feind klar erkennen zu koennen.

Sie schluckte, die Kehle so trocken als haette sie jemand mit Sandpapier bearbeitet. Nein, man hatte hier eine Wahl. Es war nicht noetig, gleich zur ultima ratio fuer diese Faelle zu greifen. Wieder mal schwiegen die beiden Frauen den Gardisten an bis Myra das Wort ergriff, "Paul Schreiner, sie koennen gehen und sich wieder ihren Pflichten widmen", ein paar schnelle Schritte ueberbrueckten die Distanz zwischen den Beiden und nun fand sie sich, halb in der Hocke, in die Augen des schwitzenden Mannes starrend. Sie konnte seine Angst foermlich riechen, eine Mischung aus Galle, Dreck und kaltem Schweiss. "Bleiben sie wachsam Gardist. Beim kleinsten Anzeichen dafuer, dass ihre Gedanken nicht die eigenen sind tun sie sich und ihren Kameraden einen Gefallen wenn sie ihre Waffe auf sich selbst richten und tun, was getan werden muss", sie wandte sich wieder ab und nahm neben Skella Platz. "Das waere auch in Seinem Sinne", sie unterstrich diese Worte mit einem nicken, dann fuegte sie kuehl hinzu, "Guten Tag", und beobachtete wie er sich unbeholfen aus dem Raum stahl.

Dieses mal seufzte sie hoerbar und rieb sich dabei die Schlaefen. "Manchmal vermisse ich die Gruenhaeute. Keine Mantel und Degen Spielchen, einfach nur groteske Gewalt", sie nahm einen Schluck Wasser und musterte dann die Psionikerin, falls das Verhoer die juengere Frau in irgendeiner Weise bewegt hatte, so zeigte sie es nicht. Ein paar Notizen spaeter fragte sie: "Na gut, dann mal weiter. Wer kommt als naechstes?", die Aussicht auf weitere Befragungen rief ihre chronischen Kopfschmerzen auf den Plan, und da sie sie schon ein paar Tage nicht belaestigt hatten, schienen sie dieses Mal mit Verstaerkung angerueckt zu sein.

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Beitrag von ThaHummel am Di Apr 05 2016, 21:10

Arthur musste eine ganze Weile warten. Zwischendurch kam der Techpriester nochmal zurück und gab ihm und den Soldaten, die sie hierhergebracht hatten, zu wissen, das der Magos viel zu sehr damit beschäftigt war, die Drohnenüberreste zu beäugen und es wohl noch eine Ganze weile dauern würde, bis er Zeit für die "Fleischsäcke", wie es der Bote zitiere, haben würde.

Klarissa zog einen Stoß Papier aus ihrer Umhängetasche und begann eifrig darin rumzuschreibseln.
Zwischendrin reichte sie Arthur ein Stück Papier auf dem Stand: "Ich bereite besser mal die nötigen Zeichen vor. Für den Fall, das das Oberzahnrad auf die Idee kommt uns nie wieder gehen zu lassen und allesamt zu Servitoren zu verarbeiten. Tut mir leid das ich nicht früher an solche Fälle gedacht habe, ich war nur etwas aufgeregt der ganzen Sache wegen."
Sie sah garnicht auf, während sie ein Formular nach dem anderen ausfüllte und bemerkte überhaupt nicht, wie einer der Soldaten schwitzend und flach atmend zusammenbrach.
Sein kommandierender Sergeant musste eine gefühlte Ewigkeit mit den gesonderten AdMech-Truppen diskutieren, die den Eingang zum Manufaktorum bewachten, bis zufällig ein höhergestellter Offizier des Kriegschen Todeskorps vorbeikam und die Sitation damit aufklärte, den halbmetallischen Mechanicus-Soldaten an den Kopf zu brüllen, das sie sich hier trotz aller Umstände immer noch auf einen Stützpunkt der Imperialen Armee befanden, und er nicht zulassen würde, das seine Männer nicht wegen einem paar Sturer Skitarii in einer Fabrikhalle zusammenbrechen würden.
Auch der Priester, der die Situation begutachtete schien überfordert, insbesondere da er seinen Vorgesetzten nicht stören sollte, und entschloss sich schließlich dazu, dem Mann eine Trage und den Weg zur Krankenstation zuzugestehen.

---

Die Geschichten der übrigen Soldaten deckten sich größtenteils mit der des Anfängers. Jeder hatter natürlich seine eigenen Details zum Leutnant und seinen Truppgenossen zu sagen und die Minen schwankten von stotternder Nervösität im Fall des Funkers bis zu relativer Gelassenheit beim Fahrer des Artillerievehikels.

Nachdem sie die Verhöre abgeschlossen hatten und der Nachmittag sich mit einem weiteren Hitzeschwall ankündigte, kam der kühle Luftstrom des stark klimatisierten Stützpunktkrankenhauses wie gerufen. Kommissar Tushkin hielt sich bedeckt und wartete mit hinterm Rücken verschränkten Armen geduldig hinter den beiden Damen, während die Schwester am Eingang den Chefarzt benachrichtigte.
Die Krankenstation wirkte wie ein größtenteils leerstehendes Seuchenzentrum, da fast sämtliches Personal wie auch das übrige Regiment ständig daran festhielt Gasmasken zu tragen, auch wenn die Modelle hier leichter und - medizinischer - wirkten.
Wenig später kam auch der etwas untersetzte Mann, dessen Kittel ihn als Chefarzt Dr. med. Winter auszeichnete, aus den Tiefen der Station hervor.
"Ave Imperator, womit kann ich ihnen helfen?", grüßte er und bot die Hand an.

Währendessen fühlte Skella ein schwaches Kribbeln inmitten der Aura aus Verletzungen und gestörten Lebenszeichen, die ohnehin über dem Gebäude lag. Es bewegte sich noch, wurde begleitet von einer Traube einwandfreier Signale. Durch die Glastür hinterm Chefarzt war Sichtbar wie ein Mann auf einer Trage durch den Seiteneingang zur Notaufnahme geschleppt wurde.
Er schien nicht ins Lebensgefahr, aber etwas andere begleitete das Gefühl von Krankheit und Schwäche, das sie dort spürte. Ein beißendes Licht mit undefinierbarer Farbe, ein Geruch von destilliertem Wahnsinn und das Lachen blutdürstiger Götter. Lange vergangene Erinnerungen keimten in ihr auf, an die ersten Tage ihrer Ausbildung, als sie mit jeder Faser ihrer Seele darum kämpfen musste, den Warp unter ihre Kontrolle zu zwingen und das Immaterium daran zu hindern, sie von innen zu zerfetzen.

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Beitrag von Keeper am Di Apr 05 2016, 21:18

Es war beruhigend, zu wissen, dass seine Begleiterin keine Belehrung in punkto 'Erwartungen an die Realität' brauchte. Zuvor hatte Arthur befürchtet, dass so eine ebenfalls nötig werden könnte.
Problematisch war allerdings, dass jetzt er nichts tun konnte. Nur warten und sich die schönen Farben eines Exterminatus in Erinnerung rufen. Darüber nachzudenken half ihm allerdings nicht wirklich, die Hitze zu ignorieren und so saß er schwitzend neben seinem Schützling, der unermüdlich arbeitete.
'Meine Hochachtung...'
Das war etwas, in dem sie anscheinend sehr viel besser war als er.
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Beitrag von Adrian Kane am Di Apr 19 2016, 13:51

Myra rueckte sich die Muetze zurecht als sie den Arzt musterte und dabei einen Anflug von Unwohlsein unterdrueckte, welcher allerdings weniger etwas mit dem vor ihr stehenden Mann zu tun hatte als mit der allgemeinen Atmossphaere auf der Krankenstation. Sie hatte solche Orte noch nie sonderlich leiden koennen, ganz besonders den Geruch. Obschon dieser je nach Standort variierte lag ueber allen die kalte Aura von billigen Desinfektions- und Reinigungsmitteln, gepaart mit einer Prise Verzweiflung und Tod die einem wie ein unsichtbarer Parasit ins Hirn zu kriechen drohte. Dass alle Leute hier nach wie vor ihre Masken trugen verlieh dem Ort noch darueber hinaus einen infernalen Charme, auf den die Schuetzin gerne verzichtet haette. Soweit es sie betraf stand das medizinische Personal in Konfliktzonen dem militaerischen, wenn es um die Verteilung der Schrecken des Krieges ging, in nichts nach.

In diesem Sinne ergriff sie die Winters Hand und stellte sich und ihre Begleiterin knapp vor, waehrend sie an dem Kitteltraeger in Richtung Glastuer vorbeischielte. Mit dem Finger deutete sie in die allgemeine Richtung der Notaufnahme, "Danke fuer ihre Zeit Doktor, Ich hoffe, wir halten Sie nicht von einem neuen Patienten ab?", es war eine rethorische Frage, aber ein paar Hoeflichkeiten taten wohl keinem weh. Ohne lange um den heissen Brei herumzureden listete die Frau ein paar Krankheitssymptome auf, die in Verbindung mit dem Vorfall standen, wobei sie Letzteres zunaechst unerwaehnt liess. "Gab es in letzter Zeit vermehrt solche Patienten?", dieses Mal blickte sie ihn direkt an als sie auf eine Antwort wartete. Natuerlich konnte der Kerl ihr hier jetzt irgendeine Luege erzaehlen, aber sie wuerde zunaechst abwarten. Es gab ja immer noch die Moeglichkeiten durch die Akten zu gehen oder die unteren Raenge der Krankenstation zu befragen.

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Beitrag von Elodriel am Di Apr 26 2016, 21:10

Skella hatte tatsächlich wenig Probleme damit, die Verhöre zu führen und die Soldaten unter Druck zu setzen. Sie hat selbst sieht sich ständig diesen Problemen ausgesetzt. Stets war ihr eingebläut worden, dass sie einfach erschossen werden kann, sollte es mal einen Verdacht geben, dass sie vom Chaos beeinflusst wird. Warum sollte es sie dann stören, wenn nun auch mal normale Bürger unter diese Gefahr geraten? Immerhin hatte das Ganze ja nunmal auch einen wichtigen Hintergrund.
Sie weiß immerhin, dass das Chaos immer nur einen Wimpernschlag entfernt, bereit, sich auf die schwachen Glieder der großartigen Gesellschaft des Imperiums zu stürzen. Seit Beginn ihrer Ausbildung wurde ihr eingehämmert, dass sie alles dafür tun muss, um nicht zu diesen schwachen Gliedern zu gehören, dass sie ihre Selbstbeherrschung dauerhaft verbessern muss und vermutlich dennoch irgendwann verlieren wird.
Sie wird niemals aufgeben, dies abwenden zu wollen. Und wenn sie dem so vehement entgegen tritt, dann kann man das ja wohl auch von diesen Soldaten erwarten.

Auf dem Weg zur Krankenstation hatte sie dann noch die Aussage von Myra kommentiert. "Leider kann man sich seine Feinde nicht aussuchen. Aber ich kann verstehen, was du meinst. Diese Feinde, die man nicht sehen kann, die sich hinter denen verstecken können, die man auf der eigenen Seite wähnt greifen einen nicht nur körperlich an. Man weiß nie, von wo der nächste Angriff kommen wird...und was für eine Art von Angriff es sein wird." Sie überlegte einen Moment, ob sie weiter sprechen sollte, entschied sich dann aber dafür. " Ich sollte ursprünglich dem Ordo Haereticus zugeteilt werden. Der Feind, auf den ich vorbereitet worden bin, hätte immer in theoretisch vertrauten Personen gesteckt, sie gegen uns gewandt." Das kam dem hier ja schon recht nah.

Das Krankenhaus ist dann tstsächlich eine wahre Wohltat, was die Temperatur angeht. Da kann sie sogar erstmal damit leben, dass die kranken Auren um sie herum sie ein wenig belagern.
Doch ziemlich schnell wird aus diesem leichten Unwohlsein durch Krankheiten etwas schlimmeres. Erst ist es nur eine Ahnung, ein Gefühl, dass sich da etwas nähert, was das Potential hat, einem den Magen umzudrehen.
Schnell wird dieses Gefühl stärker und sie muss schwer schlucken. Sie suchte Halt an einer Wand und sah sich um. Was war das? Hatte sie zuvor über den Feind nachgedacht, der nur einen Wimpernschlag entfernt war? Nun spürte sie, wie sich das Auge näherte, wie das wimmelnde Chaos mit seinen gierigen Tentakeln in die hiesige Welt greifen will. Sie konzentrierte sich auf all das, was sie gelernt hatte in Bezug auf den Umgang mit dieser unsäglichen Kraft.
Gerade als sie sich wieder soweit unter Kontrolle hatte, hörte sie die Worte von Myra und sah dem Fingerzeig der Scharfschützin hinterher.
Da ist es...die Quelle. Sie drückte sich am Chefarzt vorbei. "Dieser Patient...es haftet an ihm!" Sie nahm rezitierte innerlich ein Mantra, dass sie seit den Anfängen ihrer Ausbildung begleitet hatte. Um nichts in der Welt wollte sie sich nun zur Zielscheibe dieser Kräfte machen, aber sie musste herausfinden, was es damit auf sich hatte. Vielleicht war das der Hinweis, den sie suchten.
Auf dem Flur angekommen rief sie den Sanitätern zu. "Wer ist der Mann? Wo kommt er her?" Sie konnte jetzt keine Zeit mit Erklärungen verschwenden, also hoffte sie, dass die Leute überrascht genug waren, dass sie diesem Befehlston Folge leisteten.
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Beitrag von Adrian Kane am Mi Apr 27 2016, 18:04

Myra und der Doktor tauschten einen Herzschlang lang Blicke aus bevor die Schuetzin, in deren Hand sich die Laspistole quasi materialisiert hatte, ihrer Kollegin folgte. Was auch immer in der Psionikerin da angeschlagen hatte, sie spuerte nichts von alledem, ausser dem ueblichen Anflug von Kopfschmerzen, die irgendwie immer unter der Oberflaeche ihres Hirns auf eine Gelegenheit warteten. Dementsprechend war das erste ihrer Gefuehle auch Zweifel, ob diese Aufregung hier angebracht war. Zu tief sass wohl immer noch das Misstrauen gegenueber Leuten wie Skella, unabhaengig wie gut sie sie mittlerweile kannte. Innerlich rief sie sich zur Ordnung, die juengere Frau wuerde hier nicht so einen Aufstand machen, wenn sie nichts spuerte, dieser neue Patient, wo immer er auch herkam, waere vielleicht die dringend notwendige Antwort auf ihre Fragen. Oder ihr Tod. Bilder von unnatuerlich verfaulten Kadavern draengten sich ungefragt an die Oberfleache ihres Verstandes, begleitet mit dem Gefuehl, hier einmal mehr sich mit Maechten angelegt zu haben, die so unendlich viel groesser waren als sie selbst. Leicht versetzt kam sie hinter ihrer Kollegin zum stehen und versuchte die Situation so gut wie moeglich im Auge zu behalten.

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Beitrag von ThaHummel am Mo Jun 13 2016, 11:40

Während die Krankenschwestern den Soldaten übernahmen, einen Arzt riefen und ihn in einen Leeren Behandlungsraum der Notaufnahme schoben, Atmeten seine Kameraden kurz durch. Durch das leicht abgedunkelte Sichtfenster seiner Gasmaske hindurch schaute der Vorderste verwirrt umher und war sich nicht sicher, ob er der Frau jetzt Rede und Antwort stehen sollte und wieso sie überhaupt auf dem Stützpunkt war.
Ein deutliches Nicken des Kommisars im Hintergrund lockerte seine Zunge jedoch, woraufhin er die Lage erklärte:
Auf Meldung von zwei Zivilisten hin hatten sie zusammen mit einem Trupp Skitarii den Abtransport eines Tau-Geräts durchgeführt, das den Ortsgrenzen vor seinem Absturz gefährlich nahe gekommen und jetzt, zusammen mit den Zivilisten im Manufaktorum des Stützpunktes untergebracht war.
Etwa zehn Minuten nach der Ankunft, nachdem ihnen zunächst vom Adeptus Mechanicus verboten wurde die Lagerhalle zu verlassen, sei der Mann zusammengebrochen und nach einigen Diskussionen konnten sie ihn endlich hier her schaffen.

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Beitrag von Elodriel am Mo Jul 11 2016, 19:00

Skella lauschte den Ausführungen, blickte dabei aber vor allem zu der Tür, hinter der dieser Befallene nun gebracht wurde. Als der Soldat geendet hatte, nickte sie und konzentriert sich kurz, ob sie das widerwärtige Brodeln des Chaos auch an ihm oder den anderen fühlen konnte.
Dann wandte sie sich an den Kommissar. "Dieser Soldat, der da gerade eingeliefert wurde muss unter Quarantäne gestellt werden. Von ihm geht eine Gefahr aus." Sie besah sich die anderen Soldaten. "Und diese wackeren Herren sollten wohl auch erstmal unter Beobachtung gestellt werden."
Schließlich wanderte ihr Blick weiter zur Scharfschützin. "Und wir sollten uns ansehen, was sie da gefunden haben. Ich habe das Gefühl, dass hier mehr in der Lut liegt, als ursprünglich gedacht und dass das glorreiche Imperium nicht allein als Ziel deklariert ist." Und das ist noch die freundlichere Überlegung. Nicht auszumalen, wenn die Tau sich mit dem Chaos verbündet hätten.
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Die Umarmung des Vaters - Seite 3 Empty Re: Die Umarmung des Vaters

Beitrag von ThaHummel am Do Jul 21 2016, 16:53

"Ihr habt die Dame gehört, rein ins nächste Untersuchungzimmer", befahl Tushkin den Männern, während der Chefarzt noch vor der ersten Aufforderung an eines der Telefone an der Rezeption ging und Anweisungen durchgab, den Eingangsbereich und die Notaufnahme abzuriegeln sowie alles für den Quarantänefall vorzubereiten. Der Kommisar setzte ebenfalls einen Anruf zum Stützpunktkommando ab, um es von der Lage zu unterrichten.
"Das Manufaktorum wird ebenfalls unter Quarantäne gestellt. Bitte folgen sie mir bitte, ich schätze es ist besser wenn wir uns eine Ganzkörperdesinfektion unterziehen und geeignete Schutzausrüstung anlegen, bevor wir weiter vorgehen."

---

Währendessen sammelten sich unmengen Personal um das Manufaktorum. Arthur und Klarissa konnten sehen, wie begonnen wurde, das Gelände abzuriegeln.
"Glaubst du immer noch, das wir abwarten sollten?", fragte das Mädchen besorgt, während sie aus dem Fenster blickte.


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