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Die Umarmung des Vaters

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Beitrag von Elodriel am Mi Nov 04 2015, 20:51

Aufmerksam lauschte die junge Frau den Ausführungen der Soldatin und nickte immer mal wieder. "Und unter echten Feldbedingungen...wie häufig muss man sein Gewehr da auseinander nehmen? Sind die sehr störanfällig?" Sie hat zwar in ihrer Zeit der Ausbildung bei der Inquisition auch den Umgang mit der Laspistole gelernt, aber eher rudimentär und so, dass sie eben wusste, damit auf die richtigen Ziele zu schießen und oftmals auch zu treffen. Andere Dinge waren da vorrangig und in der Zeit davor war es kaum mal der Fall gewesen, dass sie eine Schusswaffe hätte haben können. Da waren es die Messer, die sie zur Verteidigung hatte.
Einer aus einer der Banden, denen sie sich eine Zeit lang angeschlossen hatte, sie wusste schon nicht mehr genau, welche es war, hatte mal mit einer Pistole rumgefuchtelt, die er gefunden hatte. Er hatte behauptet, er hätte sie einem gefährlichen Verbrecher abgenommen. Aber Skella hatte das nie so recht glauben wollen. Allein schon, weil ein wirklich gefährlicher Verbrecher wohl kaum eine halb verrostete Knarre mit sich rum trug. Aber es war ein Loch, ähnlich diesem hier, in dem sie gerade verweilten, nur deutlich unwirtlicher. Die anderen Bandenmitglieder saßen im Raum verteilt und hingen an den Lippen des Aufschneiders. Eine Woche später wurde er von Sicherheitskräften erschossen, weil sie die Waffe bei ihm bemerkt hatten, als er gerade auf einem Platz recht aggressiv um Essen gebettelt hatte.
Skella schüttelte die Erinnerung ab und sah gen Küche. Vielleicht konnte man ja schon absehen, wann das Essen fertig sein würde.
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Beitrag von Adrian Kane am Do Nov 05 2015, 18:43

Myra winkte ab, "Nicht oft. Es is wohl wahrscheinlicher, dass man selbst erschossen wird", antwortete sie recht emotionslos. "Aber wenn es dann dochmal noetig ist, kann man es auch unter Feuer tun", sie blickte auf Carltons Zigaretten, entschied sich dann jedoch dagegen nach noch einer zu fragen. "Viele Ausbilder sind einfach nur auf einem Powertrip und von ihrem eigenen Training im Kopf weichgespuelt", sie zuckte mit den Schultern. "Aber wenn das Ziel ist, dass die Soldaten einfach nur wie Drohnen *funktionieren* sollen macht man bei der Armee einen recht passablen job", sie schaute auf die Uhr und fragte sich, wo Arthur sich herumteibt. Eigentlich ironisch, so sehr man im Imperium die angeblichen Ideale der Menscheit und des Mensch-Seins anpries, so sehr versuchte man viele dieser Eigenschaften aus dem durchschnittlichen Individuum herauszubrennen, bis eine kalte emotionslose Huelle herauskam, die einem Necronkrieger in nichts nachstand.

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Beitrag von Keeper am Do Nov 05 2015, 19:57

"Mehr als passabel. Aber mir persönlich macht das nichts aus."
Er hatte seinen Rundgang beendet und war gerade vor der Tür gewesen, als er noch den letzten Satz seiner Kollegin hörte. Arthurs erste Amtshandlung bestand allerdings darin, sein Kettenschwert wieder aufzunehmen und an seinem Gürtel zu befestigen. Dann lehnte er sich neben Myra an die Wand und seufzte leise. "Einfaches Gelände in der Nähe, keine wirklichen hohen Positionen in näherer Umgebung, aber viele Nischen und dunkle Winkel. Ich muss mir das demnächst noch einmal genauer ansehen, aber bis jetzt wirkt es ganz akzeptabel."
Natürlich könnte er weiter auf seine erste Aussage eingehen, aber das ließ er lieber. Vor allem, weil es eigentlich gar nicht stimmte, dass er wie eine Drohne agierte.
"Und nebenbei: Das fest bestimmte Verhalten der Garde ist eigentlich ganz sinnvoll... nur verdammt tödlich für Aufklärer."
Dass Arthur selbst überlebt hatte, lag einfach daran, dass sein Glaube an den Imperator... und den Exterminatus ihn stets einen Weg hatte finden lassen.
"Gab es irgendetwas Interessantes, während ich weg war?"
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Beitrag von Elodriel am Fr Nov 06 2015, 08:51

Hat inzwischen einigermaßen ein Gefühl für die Lebenssignale ihrer beiden Kollegen, so dass sie nicht überrascht ist, als Arthur zurück kommt. Auch überraschen sie nicht dessen Worte, die bestätigen nur ihr bisheriges Bild von ihm. Sie selbst ist nachdenklich geworden bei Myras Erzählung. Ob es notwendig ist, dass die Soldaten so werden? Man wird sich wohl etwas dabei gedacht haben. Und wer ist sie, den Willen des Imperators in Frage zu stellen? Aber ist es immer sein Wille? Die Menschen, die seinen Willen umsetzen sind durchaus fehlbar, oder? Ist das schon ein erster Schritt zur Ketzerei? Sie sollte vorsichtig mit solchen Gedanken sein.
Doch auf der anderen Seite...wird ein Mensch im Krieg nicht effektiver sein, wenn er einfach funktioniert? Opfern die Soldaten ihre Menschlichkeit, damit der Rest der Menschheit diese bewahren kann? Romantische Vorstellung. Etwas zu romantisch vielleicht. Und außerdem ist da nun Myra, die sie ja durchaus gut leiden kann und die dieses Opfer bringen sollte. Es vielleicht sogar gebracht hat? Es ist etwas anderes, wenn eine gesichtslose Masse für einen ein Opfer bringt. Aber bisher scheint Myra das ganze ja halbwegs verkraftet zu haben und vielleicht kann man ihr dabei ja helfen.
Im Grunde fast schon ironisch, immerhin sehen die Nichtpsioniker in den Psionikern ja ihrerseits keine richtigen Menschen. Doch sie will sich selbst beweisen, dass sie das eben doch ist. Ein Mensch mit speziellen Fähigkeiten zwar, aber trotzdem.
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Beitrag von ThaHummel am Fr Nov 06 2015, 16:14

Skella hatte die ganze Zeit über nichts gemerk, die Nachbarhäuser fühlten sich leer für sie an.
Arthurs kurze Erkundungsrunde hat ihn kaum über den Wohnblock herausgebracht. In der Ferne konnte er das große Stahltor sehen, das die Grenze zum Industriepark darstellte.

Ketzerei entsteht aus Müßiggang

Der Schriftzug prangte in bronzenen, kunstvollen Lettern über dem Torbogen und war fast von der gesamten Siedlung aus lesbar. Die Gassen selbst waren wie leergefegt. Wer wohl gerade nicht auf seiner Arbeitsstelle war, wagte sich ungern in die pralle Mittagshitze. Grashüpferartige Insekten von der Größe einer Taube saßen hier und da auf einem Hausdach und verzehrten mit ihren scharfen Mandibeln andere mehrbeinige Schalentiere oder irgendwelchen Hausmüll.

Er kam an einem etwas größeren Platz vorbei, an dem ein tiefer Ziegelbrunnen mit mehreren Pumpen lag und von dem man in der Ferne die Spitze eines Kathedralenturms erspähen konnte, dann hatte ihn seine kleine Tour auch schon wieder zurück zu seiner neuen Bleibe geführt.

"Oh nichts außergewöhnliches. Miss Sokulev hat ein paar Geschichten über ihren Ausbilder erzählt, ansonsten war es sehr ruhig hier", antwortete Klarissa dem Kundschafter, während sie einen Kochtopf in die Mitte des Tisches abstellte. Sie machte sich eifrig daran, Teller und besteckt auszuteilen und suchte danach ein Regal ab, bis sie zwei gedeckelte Tonschüsseln neben den Hauptgang stellte. Sie wurde auf einmal rot wie ihre Adeptenrobe, räusperte sich kurz und sah in die Runde.
"Und, ääh, wäre es in Ordnung wenn ich euch alle duzen darf? Sonst fühle ich mich hier ständig wie auf der Arbeit. Ich meine das bin ich ja aber ja äh ihr ehm wisst was ich meine und so und bevor ich jetzt irgendwie unhöflich werde weil ich kurz nicht aufpasse und ja...", schnatterte sie ein wenig unbeholfen los.
Paul, der die ganze Zeit nur stumm zugehört, drei Tassen Recaf getrunken und auf seine momentan vom Handgelenk gelöste Armbanduhr gestarrt hatte, warf dem Mächen nur ein Grinsen zu und gab ihr einen stummen Daumen hoch, als er sich von seiner Kiste an den Tisch begab und schonmal die Teller mit dem Hauptgang füllte, der wie eine kräftige, gelbliche Brühe aus gehackten, grünen Knollen, Getreidekörnern und irgendeinem Schalentier mit perlweißem Fleisch aussah.

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Beitrag von Keeper am Fr Nov 06 2015, 16:28

"Ist mir relativ egal, ich richte mich da für gewöhnlich nach anderen."
Er erwähnte das so nebenbei, während er sich am Tisch niederließ. Das war meistens die beste Option, denn es ersparte ihm bereits in vielen Fällen die Entscheidung in solchen Angelegenheiten.
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Beitrag von Elodriel am Fr Nov 06 2015, 20:26

Die Psionikerin begab sich zum Tisch, als dort aufgetragen wurde. Sie half Klarissa beim Verteilen des Bestecks und der Teller und setzte sich dann hin, ebenfalls etwas von dem Essen nehmend, dass da bereit gestellt worden war. Mag sein, dass sich so manch einer davon hätte abschrecken lassen, aber sie hatte da schon schlimmeres gegessen, also langte sie ordentlich zu. Jetzt, da ihr der Duft des Essens in die Nase stieg merkte sie auch, wie hungrig sie war.
Doch bevor sie anfing zu essen, wartete sie, dass die anderen dazu kamen. "Ich habe kein Problem damit, wenn wir uns duzen." Sie lächelte der jungen Frau zu.
Dass um sie herum zur Zeit niemand zu spüren war, war befremdlich, aber gut, sie würden wohl alle gerade arbeiten sein. In dieser Gegend lebten die Leute ja schließlich, weil sie arbeiteten.
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Beitrag von Adrian Kane am Di Nov 10 2015, 20:03

"Ich auch nicht", fuegte sie hinzu und zog sich einen Stuhl heran. Waehrend Myra zunaechst schweigsam ihr Essen, welches angesichts der Umstaende recht gut war, ass ertappte sie ihre Gedanken immer wieder beim Abdriften in Richtung des Maedchens. Es wollte ihr so ganz und gar nicht behagen, dass die Kleine spaeter mit auf den Einsatz kommen sollte oder vielleicht koennten sie sie einfach hier lassen, es war am Ende das Beste fuer alle Anwesenden. Sie biss sich auf die Zunge, diese...fuersorglichen Gefuehle irritierten sie. Nicht nur dass, sie lenkten auch von ihrer eigentlichen Mission ab. "Ich hab gelesen, dass einige deiner Tau Kundschafter *Kollegen*", sie warf Arthur einen leicht amuesierten Seitenblick zu bevor sie fortfuhr, "In Tarnanzuegen herumlaufen. Keine Ahnung ob das auch fuer diesen Planeten gilt", sie schaufelte sich noch etwas auf den Teller, "Aber sicher etwas, dass wir im Hinterkopf behalten sollten da draussen, gerade du", dieses Mal blickte sie zu Skella hinueber und untermauerte ihre Aussage damit, dass sie sich mit dem Zeigefinger auf die rechte Schlaefe tippte. "Mein Kompliment an die Koechin uebrigens."

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Beitrag von ThaHummel am Sa Nov 14 2015, 18:03

Das Mädchen verschluckte sich fasst, als sie mit vollem Mund Myras Kompliment abnicken wollte, fing sich aber noch bevor sie etwas in den falschen Hals bekam.
Paul untermalte dies mit einem belustigten Grunzen, dann stützte er seinen rechten Ellbogen auf und wedelte mit seinem Löffel in Myras generelle Richtung und begann zu erzählen:
"Ich hab mal ne Ladung Kriegsbeute für nen Clienten auf ner Schmiedewelt geschoben. Hab mir mal die Freiheit genommen, genauer zu inspizieren was die Zahnradjungs unter der Nase ihres Chefs auseinander nehmen wollten. Hat sich herausgestellt das es ein paar Kisten voller Waffen, Sensoren und Drohnenteile waren. Das Zeug hat unseren eingeweihten Techniker sabbern lassen, die Blauen sind uns Jahrzehnte voraus was ihre Spielzeuge angeht. Hab für den Eigenbedarf ne Pistole mitgehen gelassen und solange benutzt, wie ich an bezahlbare Munition kam. Die Schießeisen schlagen durch ne Flakweste als wär sie heiße Butter und sind dabei kompakter als jede Laswaffe."

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Beitrag von Elodriel am So Nov 15 2015, 11:41

Mit gesundem Appetit machte sich die Psionikerin über das Essen her und bestätigte Myras Kompliment mit einem. "Mh...von mir auch." Erst als sie ihre zweite Portion zur Hälfte aufgegessen hatte, beteiligte sie sich an dem anderen Gespräch. "Solange sie leben, sollte es mir möglich sein, sie zu entdecken." Sie blickte in die Runde, wohl vor allem auf der Suche nach diesen typischen Blicken, die das Unwohlsein ausdrückten, welches Leute beim Gedanken an psionische Tätigkeiten immer befiel. Aber sie hoffte sehr, dass sie damit dann auch wirklich würde helfen können.
Dass der Schmuggler mal Waffen von den Tau in seinen Besitz gebracht hatte...das klang nicht richtig. Und wo konnte er 'erschwingliche' Munition dafür her bekommen? "Bist du dafür verurteilt worden?" Wundern würde sie das nicht. Aber auf der anderen Seite brauchte sie ihm das dann wohl auch nicht mehr vorhalten, da er durch seine Arbeit hier ja Wiedergutmachung leisten sollte...wenn er ihnen nicht in den Rücken fiel.
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Beitrag von Adrian Kane am Mo Nov 16 2015, 21:29

Gesaettigt schob Myra den Teller beiseite waehrend sie Carltons Ausfuehrungen mit einem zunehmend amuesiertem Gesichtsausdruck folgte. Sie haette an seiner Stelle wohl ganz genauso gehandelt. "Schade, ich haette das Teil gern mal selbst ausprobiert", besser so die Erfahrung gesammelt als draussen auf dem Feld damit beschossen zu werden. Die Worte des Schmugglers bestaetigten was sie schon waehrend ihrer Lektuere auf der Reise hierher zunehmend befuerchtet hatte, noch eine Rasse da draussen, dessen technologische Fortschritte denen des Imperiums vorauseilten waehrend man sich hier in der Regel engstirnig und kleingeistig mit Errungenschaften der Aliens beschaeftigte, wenn ueberhaupt. Einzig der Ordo Xenos sammelte ihres Wissens nach aktiv Informationen, Waffen oder Artefakte, die der Sache dienlich waren. Es war eine Schande, eine vergebene Chance, gerade wenn es um die Tau ging, mit denen sie ueberhaupt nicht im Konflikt stehen sollten. Die Schuetzin unterdrueckte ein Seufzen, natuerlich war das nur ihre Meinung, vielleicht sah sie das grosse Ganze nicht oder war zu naiv oder vielleicht waren die Fuehrer beider Seiten zu verbohrt. Sie kratzte sich am Kinn, gerade Letzteres schien, wenn ueberhaupt, dann auch nur eher auf das Imperium zuzutreffen, denn immerhin nahmen die Tau ja Ueberlaeufer auf, liessen sie gar fuer sich kaempfen.

"Was auch immer du tust, wenn du dein 'Ding' machst und nach Leben suchst", Myra hatte sich wieder an die Psionikerin gewandt, die Beschreibung dieser Vorgaenge fiel ihr aehnlich schwer wie einem Farbenblinden, der die Farbe Rot bestimmen sollte, "Die Tau haben auch menschliche Truppen, keine Ahnung ob welche davon hier sind, moeglich", sie fuehrte den Gedanken nicht weiter aus, viel mehr gab es auch nicht zu sagen. Die Leute hatten ihre Wahl getroffen und wuerden sie wohl ohne viel Zoegern niederschiessen wenn sich die Moeglichkeit dazu ergab.

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Beitrag von Elodriel am Mi Nov 25 2015, 09:49

Skella musste sich zurück halten, als sie hörte, dass auch Myra solch eine Waffe gern ausprobieren würde. Vielleicht war sie als Psionikerin ja auch nur übertrieben vorsichtig, weil man sie eh immer mit Misstrauen begutachtete, aber solche Überlegungen zu fremder Technologie war gefährlich, da war sie sich sicher. Zumindest sie würde sich nicht wundern, wenn Arthur sie von hinten nieder schießen würde, wenn sie auch nur in die Nähe einer solchen Waffe käme. Kurz blickt sie zu dem stillen Mann hinüber, lässt den Blick aber nicht lange auf ihm ruhen.
Stattdessen schaut sie Myra wieder an und nickt. "Das ist schwer zu erklären für jemanden, der es selbst nicht fühlen kann. Stell dir vor, du triffst jemanden, der keinerlei Tastsinn hat. Wie würdest du diesem das Gefühl von einem warmen Wind auf der Haut erklären? Im Endeffekt ist es ein erweiterter Sinn, was ich da nutze." Ihre eigentliche Spezialität musste sie bisher ja noch nicht anwenden in Gegenwart ihrer neuen Gefährten.
Ihr Blick wandert weiter zu der jungen Frau, die das Essen hergerichtet hat. "Wollen wir bald mit den Sicherheitsfreigaben für die Dokumente beginnen? Ich würde mich gern anfangen, einzulesen." Sie ging auch davon aus, dass die anderen sich freuen würden, wenn sie sich irgendwo allein hin setzte und sie nicht ständig von der Psionikerin umgeben waren.
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Beitrag von ThaHummel am So Nov 29 2015, 16:28

"Ja, natürlich. Wir haben wahrscheinlich schon genug Zeit verschwendet", erwiderte das Mädchen eifrig und erhob sich vom Tisch.
Nach einem schnellen Abwasch machte sie sich daran, einzeln mit jedem Neuankömmling Fingerabdrücke zu scannen und Stimmproben aufzunehmen. Als es an der Zeit war, das Passwort einzutippen drehte sie sich um und hielt sich die Hände vor die geschlossenen Augen.
Schlussendlich öffneten sich die Klammern und internen Bolzen und enthüllten eine Sammlung von Datentabletts, Festplatten und Aktenordnern, die neben unzähligen Berichten der anderen Inquisitionsorden auch Kopien der Personalakten der fünf Akolythen enthielt.
Während die Gruppe diesen Dicht gepackten Koffer an Informationen vor sich hatte, konnte man am steigenden Lärmpegel aus Stimmen und ratternden Motoren im Freien, dem langsamen Abdimmen des Sonnenlichts und in Skellas Fall an einem Dutzend wuselnder Lebenszeichen in den Nachbarhäusern erkennen, dass die Leute in ihre Heime zurückkehrten.
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Ordo Xenos, Inquisitor Jonas Kalrek

Die wirklich intressanten Berichte waren sehr knapp, der Großteil bestand aus Routine-Spionageberichten und Angelegenheiten die nichts mit dem unbewohnten Streifen zwischen den beiden Großmächten zu tun hatten.
Hammerhai:

++ Indizfund Hammerhai ++
Fundatum: 4 634 000.M42
Gedanke des Tages: Diene heute dem Imperator, denn morgen bist du vielleicht schon Tot

Notrufsignal von Mechanicum Exploratortrupp 234-Gamma eingegangen um 4 621 000.M42
Beim Eintreffen der Rettungsmanschaft wurden ein zerstörter Onager-Dünenläufer und vier getötete Trupps Skitarii sowie eine schwer beschädigte Chimäre gefunden. Auf der Anhöhe der nächsten Düne war eine Anzahl abgestürzter Tau-Fahrzeuge anzutreffen, zwei "Piranha"-Aufklärungsfahrzeuge, ein "Hammerhai"-Kampfpanzer und ein "Teufelsrochen"-Truppentransporter. Der einzige Überlebende war ein Tech-Akolyth, der bewusstlos und mit verbrannten Roben hinter dem Hammerhai gefunden wurde. Analyse der Gefechtsspuren zeigen, das die Piranhas und der Teufelrochen durch konventionellen Beschuss ausgeschaltet wurden, das rechte Triebwerk des Hammerhais fiel einer Meltabombe zum Opfer.
Auswertung der Aufnahmen Integrierter Pictorecorder und Verhör von Tech-Akolyth Gaius Marabella zeigen die Interessante Tatsache auf, das alle Xenos-Fahrzeuge unbemannt waren und den Anschein gemacht haben, lahmgelegt an der Dünenflanke gelegen zu haben. Näherung zur genauren Beobachtung führte dazu, das diese ihre Triebwerke starteten und zum Angriff übergingen. Die Bewegungen der Fahrzeuge waren außergewöhnlich träge und Zielgenauigkeit ließ zu wünschen übrig, allerdings zeigten mehrere aufgenommene Durchschüsse in Triebwerke und Munitionslager keine Wirkung, obwohl keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen festegestellt werden konnten.
Es wird vermutet, das es sich um Testläufe für erweiterte Anwendung von Drohnenintelligenz handelt.
Anhang: Pict-Aufnahmen, Fundkoordinaten, Verhörprotokoll

Wüstenlichter:

++ Phänomenbeobachtungen: Wüstenlichter ++
Datum: 4 012 001.M42
Gedanke des Tages: Ein hinterfragender Diener ist gefährlicher als ein ignoranter Häretiker

In der Nähe einer unbenannten Felsformation, die in Sichtweite einer Versorgunsroute zu Beobachtungsposten 23 liegen, wurden seltsame, weiße, bläuliche und grüne Lichterscheinungen gemeldet, meistens bei Nacht, allerdings wurde bestätigt das sie im Sonnenlicht nur schwer erkennbar sind. Sicherheitshalber wurde die Route verlegt, um weitere Truppen vor dem Phänomen abzuschirmen. Untersuchung durch die Gruppe um Interrogator Timothy Wilson hat festgestellt, das räumliche Verzerrungen mit vermuteter Verbindung zum Warp auftreten, die es schwierig macht dem Canyon nahe zu kommen. Ein Experte des Ordo Malleus wurde angefordert, um die Effekte genauer zu untersuchen.
Anhang: Pic-Aufnahmen, Fundkoordinaten, Verhörprotokolle

Truppenbewegungen:

++ Eilmeldung: Truppenbewegung des Jagdkaders unter Commander Ironhide ++
Datum: 4 243 001.M42
Gedanke des Tages: Mit einer Gewehrmündung lässt sich nicht verhandeln

Späher und Spione melden das Ausrücken von Commander Ironhides Jagdkader in Richtung einer verlassenen imperialen Erzmine zwischen Blacksands und Tau-Stürzpunkt Irondome. Die betroffene Mine hat hauptsächlich seltene Erden gefördert, unter anderem Uran und Plutonium. Nach mehreren Unfällen und Bestätigung, das die Vorkommen zu 97% erschöpt sind wurde der Grabungspunkt als unwirtschaftlich eingestuft und zurückgelassen.
Das Interesse der Tau ist fragwürdig, da alles darauf hindeutet das die Xenos kein Interesse an spaltbarem Material haben, weder zur Energiegewinng noch zur Verwendung als Waffe. Dennoch sollten die Aktivitäten des Kaders genaustens überwacht werden, sofern es die Situation zulässt.
Anhang: Koordinaten

Ordo Hereticus, Inquisitorin Martha Dupont

90% aller Akten berichten von Zivilisten, die bei versuchter oder geplanter Auswanderung festgenommen wurden. Einige haben bei ihren Reisen seltsame Erscheinungen, wie blutenden Sand, gefrorene Steine inmitten der stechenden Sonne, plötzlicher Mundgeruch und rapide verfaulende Nahrungsmittel berichtet. Die Effekte wurden als "Warpbezogen, Spezialist angefordert" abgestempelt.
Wirklich interessant für die Inquisitorin waren ihren Notizen zurfolge allerdings nur die Fälle, in denen Industrieprodukte aller Art, insbesondere Treibstoffe, Nahrungsmittel, Elektronische und Mechanische Bauteile und Waffen, die eigentlich für die versorgung des Krieg'schen Grenzwächterregiments gedacht waren in Xenosterritorium geschmuggelt werden sollten. Auffällig ist die Tatsache, das oftmals mehr eingeladen wurde, als in den Kommunikationen mit den Tau eingeplant war.
Geschätzt 78% aller dieser Lieferungen konnten abgefangen werden, alle Täter, die Anzahl beläuft sich auf einige Tausend, wurden zu Zwangsarbeit in den Minen verurteilt.

Ordo Hereticus, Inquisitor Aitor Marquez

Neben ähnlichen Berichten wie denen aus den Akten seiner Kollegin konzentrierren sich diese öfter auf Spionage in den eigenen Reihen und endeten meist mit dem Tod für die Verantwortlichen. Außerdem waren vereinzelte Fälle von abtrünnigen Techpriestern aufgenommen, die sich von den Tau extrahieren lassen wollten, um an deren Technologie teilzuhaben. Strafmaß ist nicht aus erster Quelle bekannt, da der Mechnicus Ordos Juris sich vorbehällt, die Prozesse durchzuführen. Die meisten Verurteilten scheinen aber als Servitoren ihr dasein zu fristen. Wirklich herausstechend waren zwei Berichte:

Vortex:

++ Vorfall Vortex ++
Datum: 4 889 000.M42
Gedanke des Tages: Schmerz ist eine Illusion der Sinne, Verzweiflung eine Illusion des Geistes

Leutnant Peter Bäcker, Artilleriedivision, wurde vom Commissariat als Beispiel grober Fahrlässigkeit exekutiert, da er beinahe eine Deathstrike-Rakete mit Vortex-Sprengkopf in zivile Gebiete abgefeuert hätte. Zwar ist es in den Todeskorps üblich, das Leutnants die Abschusscodes für ihr kommandiertes Fahrzeug für den Zweck der sofortigen Vergeltung kennen, die Feuerfreigabe darf allerdings nur der kommandierende Lord-General erteilen. Zudem ist die inkompetente Koordinatenwahl nicht zu entschuldigen, zumal kein Anlass bestand, die Waffen scharf zu schalten.
Der Leutnant verweigerte die Aussage, schien aber Augenzeugenberichten zufolge schon einige Tage vor dem Vorfall Geistig abwesend und sehr schweigsam. Ob die Tau ihre schmutzigen Finger im Spiel haben, wird noch ermittelt.
Auf Drängen des Inquisitors hat Lord-General Gerhard Steinmetz die Abschussprotokolle angepasst, so das die Abschusscodes erst nach erteilen der Feuerfreigabe an den zuständigen Offizier weitergeleitet werden.

Seuchenstreifen:

++ Vorfall Seuchenstreifen ++
Datum: 4 005 001.M42
Gedanke des Tages: Sich in Ekel zurückziehen ist keine Feigheit

Eine Karawane von auswandernden Verrätern wurde in Form verrottender Leichname in der Wüste gefunden. Eine längere Spur von verendeten Lasttieren und Menschen sowie überraschend schnell verrostete Fahrzeugkarrossen wurden vorgefunden. Der Zustand der Leichen war untypisch für die Klimabedingungen, anstatt vertrockneter Körper wurden Anzeichen von Gewebeverflüssigung, Pusteln, Tumoren und Pilzkrankheiten sowie ausgesprochen langsamer Verwesung festegestellt. Da aus Hygienegründen sämtliche Beobachtungen nur durch Einweg-Servitoren stattgefunden haben, kann keine genaue Krankheitsursache ermittelt werden. Einzelne Pict-Aufnamen zeigen kleine, runde, undefinierte Lebewesen. Die betroffenen Servitoren gaben besonders schnell den Dienst auf. Es wird vermutet, das es sich um niedere Dämonen handeln könnte und die Krankheit mit den unerklärten Warpeffekten. Ein Spezialist vom Ordo Maelleus wurde angefordert und auf dessen Wunsch der Bereich nicht wie ursprünglich geplant durch Napalmbomben desinfiziert
Der Bereich wurde großflächig abgesperrt und wird intensiv überwacht, bisher ist aber keine Veränderung aufgetreten.
Anhang: Koordinaten, Pict-Aufnahmen

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Beitrag von Adrian Kane am Fr Dez 04 2015, 21:24

Myra ging die Berichte und Akten mehrmals durch, die schiere Menge an Informationen und Vorfaellen stand im krassen Gegensatz zum hinterwaeldlerischen Charakter, den dieser Planet von aussen abzugeben schien. Sicher gab es hier keine Ueberreste einer Ork Invasion zu bekaempfen, aber alles in allem fuehlte sie sich seltsam an ihre Heimat erinnert. Auf der anderen Seite, eigentlich bevorzugte sie mittlerweile die Gruenhaeute, deren Vorgehen war direkter und voraussagbarer, wenn auch natuerlich aeusserst brutal. Zumindest liessen sie keine Lebewesen bei lebendigem Leib verfaulen oder uebten sich in Gedankenkontrolle und aehnlichem. Kalt lief der Frau ein Schauer den Ruecken hinunter. Die Vorherrschaft ueber den eigenen Verstand zu verlieren war nach wie vor auf den hoeheren Plaetzen der Dinge, die sie lieber nicht direkt an eigenem Leib verspueren wollte, angesiedelt. Scheinbar wurde die Liste auch fast taeglich laenger.

Lange hatte die Schuetzin waehrend der ersten Nacht wach auf dem improvisierten Bett gelegen und nachdenklich an die Decke gestarrt, Klarrissa schlafend in der Mitte zwischen ihr und der Psionikerin. Sie war nicht viel aelter gewesen, als sie sich damals freiwillig gemeldet hatte, ob sie auch so unschuldig ausgesehen hatte? Myra seufzte innerlich. Das Maedchen musste frueher oder spaeter lernen sich selbst zu verteidigen und zu helfen, denn das Universum hatte die schlechte Angewohnheit die Schwachen entweder zu knechten oder zu toeten. Auch wenn ihr die Umstaende nicht gefielen, so war das hier doch die einzige Moeglichkeit, die sie hatte. Und das war mehr, als andere jemals bekommen wuerden.

Am naechsten Morgen besprach die zusammengewuerfelte Gruppe die Situation ueber ein leichtes, hausgemachtes Fruehstueck. Einmal mehr rief sie sich die Akten ins Gedaechtnis. Es war eine Sache einfach nur Informationen aufzusaugen, eine voellig andere war es, daraus Schlussfolgerungen fuer ihr weiteres Tun zu sammeln. Das hatten oft andere Leute fuer sie getan, jetzt lag es an ihnen. Bitter lag der Geschmack des Recafs auf ihrer Zunge als die Frau schliesslich das Wort ergriff: "Ich wuerde gern mit ein paar dieser Augenzeugen des Vortex Vorfalls reden, vielleicht hat jemand was uebersehen", sie schob ihren Teller beiseite und blickte in die Runde, "Das scheint mir im Moment das Draengenste bevor wir uns entweder die Wuestenlichter oder diesen...Seuchenstreifen anschauen?", bei Letzterem hatte sie in ausserordentlich schlechtes Gefuehl, das sie an den Chaosgott Nurgle erinnerte, mit aller Macht unterdrueckte sie die widerlichen Details, die sie auf dem Flug hierher zu diesem Thema gelsen hatte. "Ich kann mir beim Leutnant nicht vorstellen, dass die Tau damit in Verbindung standen, das klingt mehr nach deiner Abteilung", sie nickte Skella zu.

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Beitrag von Elodriel am Sa Dez 05 2015, 19:57

Die Psionikerin kommt recht gut mit den Dokumenten zurecht. Ihre Ausbildung hatte nicht gerade wenig mit dem Wälzen von Schriften zu tun. Immerhin wurde sie auch darauf vorbereitet, der Inquisition zu dienen. Zwar ursprünglich einem anderen Orden, aber die Grundlagen sind ja nun auch nicht sooo vershcieden. So hat sie also alles genau gelesen und sich selbst Notizen gemacht, versucht irgendwo Zusammenhänge zu erkennen.
Auch als sie sich endlich hingelgt hat, nur schon, um die anderen nicht noch mehr beim Schlafen zu stören, hat sie ihre Gedanken hin und hergewälzt. Irgendwann hatte sie dann doch der Schlaf eingeholt, aber gleich mal eine Ansammlung von Alpträumen mitgebracht, in denen es um verrottete Leichname ging, die aus einer verlassenen Mine heraus Raketen auf Stätde abschossen, die eigentlich alle schon aufgegeben waren, aber trotzdem voll mit Menschen waren.

Das war dann wohl auch der Grund, warum sie am nächsten Morgen beim Frühstück recht fertig aussah. Ein wenig Essen nahm sie zu sich, aber vor allem viel Kaffee. Sie lauschte den Worten der Scharfschützin und nickte immer mal wieder.

Schließlich seufzte sie und stellte ihren Becher ab. "Wir dürfen aber auch nicht aus den Augen verlieren, dass die Tau unter Umständen ebenfalls betroffen sind und reagieren könnten...diese Einheit, die zu der alten Mine unterwegs ist oder war...die folgen vielleicht einer Spur. Diese 'Unfälle', die in der Akte erwähnt werden...können wir eine Karte bekommen, in der wir die einzelnen Punkte mal von ihrer örtlichen Relation zueinander vergleichen können?" Diese letzte Frage galt wohl Klarissa und Paul, die ja shcon länger vor Ort waren.
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Beitrag von Keeper am So Dez 06 2015, 12:28

Der Vorteil der meisten Soldaten war es, dass sie immer und überall schlafen konnten.
Sein Nachteil als Kundschafter war es, dass er bei auch nur dem kleinsten Geräusch hochfuhr. Und es hatte eine Weile gedauert, sich an Pauls Schnarchen zu gewöhnen.
Daher war Skella nicht als einzige unausgeschlafen an diesem Morgen. Arthur ging gerade noch einmal gedanklich die Informationen durch. Am liebsten hätte er sich persönlich mit dieser Truppe Tau beschäftigt, die die verlassene Mine ansteuerten, immerhin war es schon immer seine Aufgabe gewesen, feindliche Truppen auszuspionieren. Allerdings waren das hier die am besten gegen feindliche Aufklärung geschützten Feinde des Imperiums, die er kannte, daher ließ er lieber davon ab. Vielleicht sollten sie wirklich mit den Dingen anfangen, die keinen direkten Feindkontakt erforderten.
"Ich stimme zu, dass wir uns zuerst um unsere eigenen Reihen kümmern sollten. Danach um alles zwischen uns und den Tau und dann erst um sie."
Mit einem leisen Seufzen hob er den Blick zu den beiden Frauen. "Allerdings solltet ihr euch vielleicht um die verdeckten Ermittlungen kümmern, ihr fallt weniger auf. Ich schaue mir solange die Umgebung genauer an, halte die Ohren nach Gerüchten offen und... kümmere mich um gewisse andere Angelegenheiten."
Mit einem bezeichnenden Blick in Richtung Klarissa deutete er an, dass er von ihrem Training sprach. Sie sah gerade nicht in seine Richtung, daher konnte sie das nicht bemerkt haben.
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Beitrag von Adrian Kane am Di Dez 08 2015, 17:46

Sie stellte ihre etwas mitgenommen aussehende Tasse ab und nickt Arthur dann zu, eine gute Idee, die zwei ihrer draengendsten Probleme in Angriff nahm. Auch wenn Myra sich persoenlich besser fuehlen wuerde der Kleinen zumindest drei Monate Ausbildung zukommen zu lassen, leider lag diese Option nicht auf dem Tisch. "Ausserdem, wenn nur wir beide gehen", sie blickte zu Skella bevor sie fortfuhr, "Ist die Chance vielleicht groesser etwas mehr aus den Soldaten rauszubekommen, nicht alle reagieren sonderlich gut auf die Gestalten, die das Imperium gerne bei offiziellen Ermittlungen auf die Truppen loslaesst", der Imperator wusste, dass sie selbst von der Sorte schon genug gesehen hatte. "Und der groesste Teil  hier werden wohl Kerle sein, noch ein weiterer Grund, dass nur wir zwei gehen", nicht dass sie besonders gut oder erfahren mit ihren Reizen war, aber man konnte diesen Faktor auch nicht unterschaetzen, Militaer war nun mal oft eine recht einsame, enthaltsame Angelegenheit.

Sie stand auf und wusch ihren Teller ab, immer noch nachdenklich. "Carlton, du kennst dich sicher am besten im 'organisieren' von Ausruestung aus, vielleicht kannst du uns was fuer eine kleine Wuestenexpedition zusammenstellen waehrend wir weg sind?", der Teller wanderte zum Rest des sauberen Geschirrs, wenn man es denn so nennen wollte. Myra gaehnte, es war noch relativ frueh am morgen und eigentlich haette sie gern noch drei Stunden laenger geschlafen. "Ich weiss nicht inwiefern die Tau auch von diesen Phaenomenen betroffen sind", griff sie den Gedankengang der Psionikerin schliesslich auf, "Aber am Ende sind die Aliens nicht unsere primaere Sorge, dafuer sind Ordo Xenos und auch Hereticus vor Ort", auch wenn sie sich selbst gern etwas in der Mine umschauen wuerde, gestand sie sich gedanklich ein.

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Beitrag von Elodriel am Fr Dez 11 2015, 20:55

Skella war es nun gewiss auch nicht gerade gewohnt, dass die Kerle ihr groß hinterherlechzte. Spätestens, wenn sie erfuhren, was es mit ihr auf sich hatte, waren die meisten abgeschreckt. Aber gut, Myra würde da schon wissen, wie man das anstellte, das nahm die Psionikerin zumindest an. Und außerdem war es ja auch möglich, dass sie gar nicht diesen Weg gehen mussten, sondern anderweitig an Informationen kamen. "An wen genau sollten wir uns da wenden? Seine ehemaligen Kameraden? Wird einer von denen seinen Posten eingenommen haben? Oder wird ein neuer Offizier von woanders eingesetzt worden sein? Wird die Einheit vielleicht sogar aufgelöst worden sein und neu geformt?" Das würde es wohl am schwersten machen, da noch etwas herauszufinden.

Sie trank den Rest ihres Gebräus aus und erhob sich dann. "So oder so sollten wir wohl bald los, ehe die Mittagshitze es zu mühsam werden lässt." Und vielleicht ließen sich die Soldaten dann ja in einer Kantine oder so etwas vorfinden, wo sie etwas gesprächiger wären.
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Beitrag von ThaHummel am Di Dez 15 2015, 01:57

Klarissa hatte Skellas Frage nach den Unfallorten nur hastig abgenickt und, da sie nicht viel gegessen hatte, stattdessen ein Datentablett hervorgeholt und zielsicher darauf herumgetippt. Eine Landkarte des unbewohnten Streifens wurde von ihren dürren Fingern zunehmend mit Symbolen gesprenkelt und sie bemerkte nicht im Geringsten, das Arthur gerade über sie Sprach.

Paul stand kurz nach Myra auf. Er hatte nichts gegessen, sondern sich einen so dicken Recaf zusammengerührt, das man es fast als braunen Koffeinbrei bezeichnen konnte.
"Aber werdet mir blos nicht schwanger, ihr zwei Hübschen", gab er breit grinsend von sich und drückte Myra den Schlüssel des Pickups in die Hand. Nachdem er die Tasse gespült hatte, gab er ein Raunen von sich und huschte kurz die Treppe runter.
"Ich hab gestern völlig vergessen das ich das noch hatte. Ich denke es ist ganz sinnvoll, wenn ihr wenigstens ein wenig Bares bei euch habt", meinte er und legte vor jedem Neuankömmling einen Stapel Scheine, bedruckt mit dem heiligen Doppeladler und dem Emblem des Administratums, auf den Tisch.
"Das wären zwanzig Imperiale Throngelt pro Person. Wir bekommen insgesamt fünfzig pro Monat, aber ich hab nen dreißig von jedem abgezwackt und die Kosten für Miete, Einrichtung und den Pickup zwischen uns aufgeteilt. Solange wir hier leben, kommen dann 45 bei euch an. Es ist noch ein wenig von dem Pool übrig, ich geb heute Abend bescheid, wenn ich damit nicht alles organisiert bekomme. Also gebt nicht alles auf einmal aus."

Es handelte sich um eine vergleichsweise ordentliche Bezahlung. Mehr als die meisten Arbeiter und Soldaten verdienten, fünfzig Throngelt im Standard-Monat waren ein übliches Gehalt für einen Sergeant und eine dreiköpfe Familie konnte bequem davon überleben.
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Bevor Carlton auf seinen Einkaufstrip aufbrach, gab er Arthur noch den Tipp, das am Stadtrand ab und zu ein paar Leute mit den wenigen Waffen, die sie auftreiben konnten, Jagd auf die essbare Krabben machten, die sie gestern Abend kosten durften. Dort würde er am wenigsten auffallen, wenn er Schießübungen machen wollte.
Ansonsten hatte er, die unzähligen gleichen Wohnblöke ausgenommen, die Wahl zwischen dem Markt am Brunnenplatz, der meistens Nachmittags aufmachte, den etwas reicheren Wohnblöcken um die Kathedrale, in denen Administratum, die lokale Priesterschaft, der Adeptus Mechanicus und einige Händlerhäuser residierten sowie dem Industriepark selbst, wo er sich wohl zuerst ihren vorgegaukelten Arbeitsplatz ansehen konnte.
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Myra und Skella kamen währendessen ein gutes Stück weiter drausen über ein flaches Sandfeld gerollt, in dem eine bröckelige Asphaltstraße zu der Schranke führte, die die viereckige, von Stacheldraht und Maschenzaun umgebene Militärbasis abtrennte. Links und rechts zogen sich Schützengräben bis so weit das Auge reichte und sie gerieten schließlich in eine lange Schlange von Fahrzeugen, die Einlass auf das Gelände verlangten. Der Stau schien allerdings kein Stück vorran zu gehen.
Die beiden saßen in der knallenden Mittagssonne, als sie endlich die Kontrolle erreichten, wo ein Mann gekleidet in einen staubiges, weißes Hemd und eine schwarze Hose an sie herantrat.
"A. Werner" stand auf dem Namenszug über seiner Brusttasche, eine makellos gebundene rote Krawatte zierte sein verschwitzes Äußeres und sein Gesicht war komplett von einer Kombination aus Schwarzer Pickelhaube und aufgesetzter Gasmaske verhüllt.
"Anliegen und Papiere?", fragte er mit einer tiefen Stimme, die einen fast schon wütend klingenden, kantigen Dialekt mit sich trug.
Klarissa hatte ihnen vor der Abfahrt einen Ausdruck fertig gemacht, der sie auf umwegen als Mitglieder der Inquisition ausweisen sollte.
Fruchtkörbe und Alkholische Erfrischungen für den Offiziersstab sagte die Druckerschwärze auf dem Zettel.

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Beitrag von Adrian Kane am Sa Dez 26 2015, 18:47

Hinter Sonnenbrille und Muetze verborgen huschte Myras skeptischer Blick einmal mehr ueber die "Papiere", bevor sie diese dem Kerl in der Gasmaske aushaendigte. Die Sonne war in etwa so unbarmherzig, wie man sie sich auf einem Planeten wie diesem vorstellen konnte und es half wenig, dass ihr Pickup nicht wirklich klimatisiert war. Dennoch verschaffte ihr die aermellose Militaerweste ein wenig Linderung. Sie blinzelte eine Schweissperle aus dem Auge und warf dem Mann ansatzweise ein Laecheln zu, dabei musste sie nicht mal so tun als ob, denn im Grunde ihres Herzens tat ihm jeder leid, der hier zu dieser Tageszeit herumstehen musste.

Schweigsam studierte er den Ausdruck, wobei er mehrmals ins Auto und wieder zurueck schaute, Myra stellte sich vor, dass Werner gerade abwaegte sich selbst zu ein paar dieser "Fruechte" zu helfen, immerhin waren die Offiziere um diese Zeit wahrscheinlich in einem schattigen Plaetzchen untergebracht. Vielleicht wusste er aber auch so was gemeint war. Sie hatte freilich wenig Ahnung von dieser Heransgehensweise, eine Militaerbasis quasi als Zivilist zu betreten war ein recht seltsames Gefuehl nach all den Jahren aber Unsicherheit zu zeigen kam nicht in Frage. Sie nahm ihre Muetze ab, schob die Haare einmal mehr hinter die Ohren und setzte sie dann wieder auf. "Die Sachen sind nicht halb so 'erfrischend' wie man vielleicht denken koennte", kommentierte sie trocken. "Ich nehme an, die Offiziere sind da hinten untergebracht wenn sie nicht gerade in der Kommandozentrale sind, ja?", sie zeigte auf ein kleines Gebaeude hinter einem groesseren grauen Komplex an welchem gerade eine Chimaere traege vorbeirollte. Ihr ruhiger Ton liess wenig Zweifel daran, dass die Frage ihres Einlasses fuer die Frau eine reine Formalitaet darstellte.

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Beitrag von Elodriel am So Dez 27 2015, 16:20

Die Psionikerin saß auf dem Beifahrersitz und bemühte sich vor allem, nicht zu fehl am Platz zu wirken. Im Gegensatz zu ihrer Begleiterin, war sie noch nie in einer Militärbasis gewesen, so dass sie nicht mal irgendeine Form kannte, wie man sich hier verhalten sollte.
Also versuchte sie vor allem, gelassen zu sein. Gar nicht so leicht bei der Hitze. 'Kontrolle über das Wetter wäre gerade ja auch eine nützliche Sache...aber gut, man sollte vorsichtig sein, was man sich wünscht. Ob man Leuten, die im Kühlen sitzen etwas von der Kühle abzweigen kann?' Natürlich waren das unsinnige Gedankenspiele, aber daran sah man mal, wie weit einen die Hitze treiben konnte.
Sie sah zum Fahrerseitefenster und damit zu dem Wächter, bemühte sich um einen sicheren Blick, um die Worte von Myra noch zu unterstreichen, dass sie hier nicht erwartete, aufgehalten zu werden. Warum genau sie sich nciht wirklich als Inquisitoren auswiesen in diesem Fall, war ihr nicht ganz klar. In den anderen Bereichen, außerhalb des Militärs war Heimlichkeit gewiss von Nutzen, aber hier hätte es gewiss schneller die Tore geöffnet.Und wenn sie erstmal einen Soldaten befragt hatten, würden die Gerichte doch sowieso nur so sprudeln, oder?
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Beitrag von ThaHummel am Di Dez 29 2015, 19:41

Der Torwächter nahm einen Kurzen Seitenblick auf das Gebäude, das Myra erwähnte und schüttelte den Kopf.
"Das ist das Küchengebäude hinter der Kantine. Einen Moment bitte", erwiderte er und ging kurz in den Verschlag neben der Schranke und wählte dort kurz eine Telefonnummer.
Als er zurückkehrte, überreichte er den Beiden einen Geländeplan der Basis und verwies sie auf einen Komplex am Westlichen Ende des Stützpunktes, neben dem Exerzierplatz.
"Das sind die Offiziers- und Commisariatsquartiere, der Lieferanteneingang liegt auf der Rückseite. Gute Weiterfahrt. Ave Imperator!"

Kaum waren sie durchgeschleust, floss der Verkehr viel flüssiger und brachte sie zu einem Schattigen Parkplatz hinter dem weitestgehend schmucklosen Gebäude. Einzig ein großer Balkon an der Frontseite, auf dem eine ganze Konferenz platz hätte, überspannt von den Flügeln des Aquila und den Bannern des Regiments, stach aus dem glatten Beton heraus. An der Doppeltür darunter standen zwei Wachen in Paradeuniform, mit Silbernen Abzeichen bestickte und mit Goldknöpfen besetzte, schwarze Mäntel. Wenigstens mussten sie nicht direkt in der Sonne stehen, denn selbst ohne ihr Gesicht unter den Gasmasken zu erkennen, sah mann das sie mit der Hitze zu kämpfen hatten.

Generell war ihnen unterwegs kein einziger Soldat begegnet, der sein Gesicht nicht unter einer Gasmaske verdeckt hatte. Es war anscheinend nicht nur Teil der Ausrüstung, sondern viel eher Teil der Uniform.
In der Ferne donnerten die Läufe einer Artilleriebatterie, während sie ihren Standplatz erreichten.

Am Hintereingang wurden sie bereits erwartet. Ein Mann mit der hohen, spitzen Kappe, die jeder Soldat sofort und auf einen Kilometer weit weg erkannte, stand dort. Der in Gold aufgestickte Adler mit den gespreizten Schwingen und einem Totenschädel statt dem Vogelkopf und die Rote Schärpe knapp über dem Gürtel, an dem Boltpistole und Kettenschwert hingen ließen, zumindest für Myra, keine Fragen offen um wen es sich hier handelte.
"Guten Tag, ich bin Junior-Commissar Dima Tushkin und zuständig ihnen bei allen Ermittlungen zu helfen. Mit wem habe ich das Vergnügen und was führt die Inquisition heute hierher, wenn ich fragen darf?", stellte er sich mit einer sehr leichten Verbeugung vor. Sein Blick wirkte distanziert, aber höflich einladend.
Zwar baumelte eine Gasmaske an seinem Gurt, aber er trug sie nicht. Ein fast kahl rasierter, schwarz gestoppelter, runder Kopf saß unter seiner Commissarskappe und eine Krumme Nase schaute zwischen den braunen Augen heraus. Sein ganzes Gesicht wirkte etwas aufgedunsen, aber jung und biss sich ein wenig mit seinem sportlichen Körperbau.
Er war ein wenig größer als die beiden Damen und stand aufrecht, mit hinter dem Rücken verschränkten Armen vor ihnen, wo er auf seine Antwort wartete.
Er war anscheinend alleine, auch wenn Spuren im Sandstaub davon kündeten, das unlängst jemand vor dieser Tür Wache gehalten hatte.

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Beitrag von Keeper am Mi Dez 30 2015, 20:13

Nach einigem Überlegen entschied Arthur, sich zuerst um das wichtigste nach "Erkundung der Umgebung der Basis" zu kümmern: Vorbereitung der Verbündeten.
Daher schnappte er sich einen leeren Seesack und warf ein wenig Proviant für den Tag hinein, genauso wie die Ersatzmagazine für die Laspistolen. Nur zur Sicherheit, natürlich. Er würde eine Weile unterwegs sein und da die beiden Frauen mit dem Wagen fuhren, durften er und das Mädchen zu Fuß gehen... hoffentlich machte sie keinen Aufstand, aber nach ihrem bisherigen Verhalten zu schließen musste er das nicht befürchten.

"Klarissa, pack' deine unverfängliche Ausrüstung ein. Wir machen einen Spaziergang und ein paar Schießübungen."
Er selbst rückte noch einmal seinen Ohrstecker gerade und ließ den Auspex-Scanner in dem Seesack verschwinden. Sicher war sicher.
Dann setzte er seine Sonnenbrille auf und wartete auf das Mädchen.
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Beitrag von Adrian Kane am Do Dez 31 2015, 20:21

Ein schmales Laecheln stahl sich auf ihre Lippen als sie das unverkennbare Donnern der Artillerie sowohl hoerte als auch durch die Sohlen der Stiefel spuerte. Blasse Erinnerungen aus den Tagen, als die Dinge noch etwas klarer waren draengten sich ungefragt an die Oberflaeche, nur um dann im naechsten Moment auch wieder unter Verschluss gezwaengt zu werden, hier war nicht die Zeit in Nostalgie zu Schwelgen. Dennoch haette sie einiges dafuer gegeben die Stellungen zu besichtigen, man konnte dem Menschen wohl nie ganz die Faszination fuer Vernichtung austreiben. Sie verlagrte kurz ihr Gewicht um den Sitz ihres Pistolenhalfters zu pruefen. Am liebsten haette sie gar ihr Gewehr mitgenommen, wobei das wohl den falschen Eindruck erweckt haette.

Musternd fuhren ihre Augen ueber Commisar Tushkin, blieben eine Mikrosekunde am Kettenschwert haengen bevor sie den Blick des Mannes suchten. Es war seltsam und ereichternd zugleich nicht direkt als Untergebene vor diesem Mann zu stehen, gleichwohl standen sicher ein paar ihrer Nackenhaare aufrecht. Die Sonnenbrille verschwand in einer ihrer Brusttaschen. "Myra Sokulev", sie nickte ansatzweise bevor sie mit der offenen Hand auf die andere Frau deutete, "Und meine Kollegin Skella Merin. Wir wissen ihre Kooperation zu schaetzen", eine weitere Salve wurde im Hintergrund abgeschossen. Sie hielt inne bevor sie fortfuhr, "Wie sagt man? Die Artillerie verleiht einem vulgaeren Gemetzel Wuerde, nicht wahr?", ihr Laecheln stand seiner Hoeflichkeit in nichts nach. Dann wurde ihre Miene ernster.

"Wir fuehren eine Abschlussuntersuchung bezueglich des Vorfalls mit Leutnant Baecker durch", sie liess die Worte kurz einwirken, sicher war Tuskin der Grund ihres Hiersein ohnehin klar. "Eine reine Formalitaet", log sie, "Dennoch muessen wir kurz mit den Augenzeugen reden, welche sein ungewoehnliches Verhalten zuerst bemerkten, ausserdem mit allen ihm nahestehenden Personen - falls vorhanden", Myra machte eine Pause bevor sie fortfuhr, "Vor allem mit der Person, die als letztes Kontakt mit ihm hatte", mit dem Handruecken wischte sie sich ein paar Schweissperlen von der Stirn. "Wie ist es mittlerweile um die Moral dieser Truppe bestellt?"

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Beitrag von Elodriel am Fr Jan 01 2016, 20:22

Natürlich hat auch Skella schonmal von den Commisaren gehört und wusste durchaus, etwas mit ihnen anzufangen, aber aus Mangel an eigenen militärischen Erfahrungen, fehlte wohl die tiefere Wirkung, die so jemand auf Soldaten hat. Sie betrachtete ihn eher interessiert, da sie sich ein Bild davon machen wollte, wie diese Leute sind, die solch eine Aufgabe haben. Sie nickte ihm zu, als Myra sie vorstellt. "Seid mir gegrüßt, Commisar Tushkin." Ihre Begleiterin hatte ja bereits klargestellt, warum sie hier waren.
Sie selbst nahm die Geräuschkulisse nicht ganz so gelassen hin, wie die ehemalige Soldatin und zuckte immer ein wenig zusammen, wenn das Geschütz wieder krachend verkündete, dass es noch arbeitete. Wie lange man wohl brauchen würde, um sich daran zu gewöhnen, fragte die Psionikerin sich.

Sie war gespannt, ob es nun irgendwelche Probleme geben würde oder ob ihr Gesprächspartner anstandslos helfen würde. Zugleich wunderte sie sich, dass dieser Wisch, den sie vorgezeigt hatten tatsächlich dazu geeignet gewesen war, sie als Mitglieder der Inquisition auszuweisen.
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