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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

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Beitrag von Elodriel am Mo Okt 24 2016, 22:55

Das Gebäude, in das die Runner nun gehen, ist eine ehemalige Lagerhalle. Im Innern sind noch eine übertrollgroße Sandhaufen verteilt, die gewiss eine gute Deckung für einen möglichen Hinterhalt bieten würden.
Neben dem Sandhaufen, welcher der Tür am nächsten liegt, stehen drei Gestalten. Zwei davon kommen Kitty, Remo, Tinkerbox und Wolf bekannt vor. Beim näher treten wird dann klar, dass es der orkische Magier, der sich als Krabatti vorgestellt hat und dessen trollischer Kumpel sind. Beide tragen Stadttarnkleidung, für das Auge eines Kenners als gepanzert zu erkennen.
Zwischen ihnen steht ein hoch gewachsener blonder Elf. Dieser trägt einen dunklen Anzug. Auffällig an ihm sind auch die insgesamt drei Datenbuchsen, deren blank poliertes Chrom das schwache Licht einer Deckenlampe reflektieren.
Odis stellt sich etwas seitlich, so dass er zwischen beiden Gruppen steht und sie beide sehen kann. Krabatti ergreift als erster das Wort. ”Na Odis, alter Statistikguru? Wie war es, mal nicht der Welpe zu sein?” Er lacht und zwinkert dem Angesprochenen zu. Dieser winkt ab. ”Wenigstens musste ich dafür nicht so ein alter Sack werden, wie du es bist.” Wieder lacht der Orkzauberer.
Odis wendet sich an die anderen Runner. ”Leute, das sind Backup, Krabatti und Avalanche” Er deutet nacheinander auf den Elf, den Ork und den Troll. Beim Letzteren klingt die Aussprache französisch.
Der Elf tritt nun einen Schritt vor und breitet die Arme aus. Willkommen. Odis war ja nun schon so freundlich, uns vorzustellen. Ich bin Backup. Die meiste Zeit der letzten Jahre war ich wie ihr ein Runner, der von Auftrag zu Auftrag geeilt ist und den Nervenkitzel genossen hat, wenn er Aufträge erfüllt und IC (ausgesprochen wie das englische ice) zerlegt hat. Doch nun haben meine Kameraden und ich uns entschlossen, unseren Horizont etwas zu erweitern und sind in das Geschäft als Schieber eingestiegen. Wir nutzen viele unserer Kontakte, die wir über die Jahre gesammelt haben, aber vor allem im Bereich der Aktivposten suchen wir nach neuen frischen Talenten. Die Schmidt eures letzten Auftrags war an mich herangetreten und ich hatte eine kleine Vereinbarung mit ihr. Odis war gesetzt und das restliche Team sollte noch zusammen gestellt werden, so dass wir euch testen konnten. Und nach allem, was Odis so erzählt hat, sehe ich da bei euch eine Menge Potential. Daher möchte ich euch nun anbieten, dass wir zusammenarbeiten. Ich nehme euch in meine Liste von Runnern auf und vermittel euch Jobs. Solltet ihr irgendwelche Sachen benötigen, könnt ihr jederzeit fragen, ob ich euch da etwas vermitteln kann. Und solltet ihr zustimmen, dann hätte ich auch gleich einen Job, den ich euch anbieten könnte." Er sieht zu Oni hoch, der alle überragt. "Deine Qualitäten kenne ich schon, dich habe ich nur hergebeten, um dir gleich diesen Job anzubieten...und, sollten sie zustimmen, dein Team für diesen Run vorzustellen." Er senkt seinen Blick wieder und schaut alle nacheinander an, gespannt, wie sie wohl reagieren werden.
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Beitrag von Steinreis am Di Okt 25 2016, 08:48

ONI fährt mit seinem Schweigen fort und verteilt sein Nicken so gezielt, als würde er sie mit der Smartgun abschießen. Nur sein Wohltäter, der bekommt eine angedeutete Verbeugung, bei der die Hüfte auch kurz etwas zutun hat. Krabatti und Avalanche hat ONI schonmal im Dunstkreis Backup's gesehen, aber gearbeitet hat er noch nicht mit ihnen. Ihm reicht im Moment nur das Wissen, das ihre Anwesenheit notwendig scheint.
Dieses Treffen ist wirklich rein dienstlich, egal welche Vertrautheit hier zur Schau gestellt wird. Und dann läßt der deckende Schieber, nach einer kurzen, aber überraschend offenen Einleitungsrede, die sprichwörtliche Katze aus dem Sack.

Zumindest ist diese Katze für den Troll im Sack gewesen, denn obwohl er schon einige Aufträge für den Norm erledigt hatte, tat er dies immer allein. Mehr ist nie nötig gewesen und so ist es ONI eigentlich auch am liebsten. Seit Erlangung seiner Freiheit lebt er nach seinen eigenen Regeln und ohne irgendeinen Boss. Vogelfrei, könnte man sagen, doch dieser Vogel war knapp drei Meter groß und hatte ein Maschinengewehr, also Scheiß drauf.
Der Trollsamurai hat eher noch damit gerechnet, diese Leute hier umlegen zu müssen. Im schlimmsten Fall.

Das diese Leute, darunter nicht nur ein dürrer Elf, sondern auch noch zwei Zwerge, von denen einer sogar NOCH kleiner ist als der andere, jetzt seine Leute sein sollten, muß sich kurz legen. Das hat ihn überrascht. Er hat noch nie im Rudel gearbeitet, was ihn einen Moment verunsichert.
Unter Einfluss des Reflexboosters musterte ONI "seine Leute" mehrere endlos scheinende Sekunden lang, bevor er zum Urteil kommt, das das Zauberer sein müssen, weil sich sonst keiner solche Dünnbrüstigkeit erlauben kann. Und wenn das Zauberer sind oder auch Computermenschen, die waren genauso schlapp, dann war ein Troll genau das, was sie am bitter nötigsten hatten.

Als ob er draußen in der Wildnis, oder unter Feinden wäre, hat ONI die Situation schnell erfaßt, schnell analysiert und sein Urteil schnell gefaßt. Das in Kombination mit seinem Booster lassen ihn als ersten auf Backup antworten.
"Ich bin froh, das ich meinem Wohltäter helfen kann," sagt der Kolloss mit der für Trolle typischen Stimme, also Reibeisen mit Schottersteinen, Richtung Backup. Er spricht langsam und vorsichtig. Avalanche ist selbst ein gehörnter Gigant und mag trotzdem heraushören, das ONI's Stimme noch ziemlich jung klingt.
Dann dreht sich der chinesische Troll mit geboosteter Geschwindigkeit zu "seinem" Team, das braucht noch, bis er sich daran gewöhnt, und spricht.

"Ich bin ONI. Ich bin stark, schnell und zäh. Kämpfe für das Team mit Kalaschnikov, Granate und ... und ..." ihm fällt das Wort Sporn nicht ein, es hakt, er improvisiert schnell, "und Messer in der Hand."
Um sicherzustellen, das man ihn trotz seiner sprachlichen Defizite verstanden hat, fährt er den rechten Sporn aus, während sein linker Zeigefinger seinem Namen Ehre macht und auf diesen ziegt.
Das Ding ist monstös. Russisches Militärmodell mit einigen fiesen Extrazacken. Titanstahllegierung, leicht gebogen, mit dreikantiger Basis, für die Stabilität und unsaubere Wundränder. Außerdem hat er nicht die Länge eines Dolches , sondern eher die einer Machete oder gar eines Kurzschwertes.
Das Tötungswerkzeug ist so schnell wieder weg, wie es auftauchte.
"Ich bin hier, um das Team gefährlicher zu machen und freue mich auf die Zusammenarbeit."

Alles in allem hat ONI nicht viel gesagt, aber da er so langsam sprach, ist es einem länger vorgekommen. Der Troll ist doch aufgeregter, als ihm recht ist und hofft, das er keinen Fehler beim Satzbau machte. Um das rauszukriegen guckt er "seinem" Team intensiv in die Gesichter.
Genauso kann man natürlich ihm ins Gesicht, oder was der Troll dafür hält, schauen. Wer also des japanischen mächtig ist, der wird sehen, das der Straßenname ONI, mit dem sich der Troll vorgestellt hat, in Kanji-Schriftzeichen auf seiner Stirn eingebrannt ist.
Und ja, Schlitzaugen hat er auch, allerdings keinen japanischen Akzent, überhaupt keinen asiatischen, sondern einen russischen.
Ansonsten kann man einen Troll sehen, der ebenso gewaltig wie hässlich ist. Trolle sind ja von Haus aus groß und breit, aber diesem hier sieht man an, das er intensivst trainiert, wenn das überhaupt als Erklärung reicht. Und davon gute zwei Meter neunzig, die zu allem Überfluss noch mit Dermalpanzerung bepflastert sind.
ONI war ganz bestimmt jemand, den man lieber auf der eigenen Seite stehen sah, als auf der gegnerischen.

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Beitrag von Adrian Kane am Mi Okt 26 2016, 00:52

Einigermassen erleichtert darueber, sich in dieser Lagerhalle nicht direkt eine Kugel eingefangen zu haben, wandert die Hand des Zwerges in die Hosentasche, fischt sein Feuerzeug heraus und zuendet die Kippe an, die bereits wartend in seinem Mundwinkel haengt. Voellig unbeeindruckt stiefelt er an dem huenenhaften Troll vorbei, wobei der Blick seiner sonnenbebrillten Cyberaugen einen Herzschlag lang an dessen Stirn haengen bleibt. Gedankliche Notiz: die panzerbrechende Muni einpacken, nur fuer alle Faelle. Als er neben der Gruppe um Odis zum Stillstand kommt, faengt einer der riesigen Sandhaufen seine Aufmerksamkeit ein. Nein, er wills eigentlich gar nicht wissen.

"Nette Rede," blauer Qualm begleitet seine Worte und verschwindet irgendwie unter der viel zu hohen Decke. Weiter rauchend starrt er den Elfen eine ganze Weile lang schweigend an. Manche Leute koennen ja die ansehlichen Gesichter der Langohren nicht ab, oder so wird es ihm zumindest immer erzaehlt. Menschen meistens. Alle bescheuert. "Sache ist die," beginnt er schliesslich. "Ich hab ne zerschossene Drohne, mindestens drei bis sechs Tage Arbeit," er schnippt die Kippe in einen der Sandhaufen, von wo aus sie schwerfaellig hinunterkullert und auf dem Betonboden zum Stillstand kommt. Waren natuerlich maximal zwei Tage, aber das muss ja keiner wissen.

Er nimmt einen Schluck aus seiner Flasche bevor er fortfaehrt. "Berufsrisiko normalerweise, eh?" seine Hand wischt sich ueber den Mund. "Problem ist, ich kanns nicht ab 'getestet' zu werden von einem in meinem Team. Da denk ich mir im Nachhinein immer: Der Typ war sicher so beschaeftigt uns alle im Auge zu behalten, dabei haette er eigentlich besser auf unsere Aersche aufpassen sollen," er wirft einen Seitenblick auf Odis und zuckt mit den Schultern. "Nix fuer ungut." Er wendet sich wieder an das Langohr. "Hey, is ja nicht so dass ichs nicht versteh. Aber dennoch, du bezahlst mir Teile und Reparatur oder ich verzieh mich direkt wieder. Hoffe Shorty da drueben," er deutet mit dem Daumen ueber die Schulter auf die wandelnde Kampfmaschine, "Kann zur Not auch Drohnen und so steuern."

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Beitrag von Kitty am Mi Okt 26 2016, 16:34

Kitty beobachtet den Troll wie er in die Lagerhalle hinein geht. „Deine Show ist wohl zu Ende Odis und ein neuer Darsteller wurde schon gecastet.“ Kommentiert sie das Auftreten des Trolls und tätschelt tröstend den Oberarm des Orks.

Dann schlüpft sie hinter dem Zwerg durch die Lagerhaustür. Aufmerksam sieht Kitty sich um. Ganz selbstverständlich leiht Katze ihr die Fähigkeit im Dunkeln besser sehen zu können, so dass die Schatten zwischen den Sandhügeln nicht mehr so dunkel erscheinen. Kitty ist es schon gar nicht mehr anders gewöhnt und dankt ihr mit einem leisen Schnurren aus ihrer Kehle. Ein riesiges Katzenklo denkt die Katzenschamanin und kichert.

Dann steckt Kitty die Hände in die Taschen der kurze Lederjacke und mustert, ganz unverhohlen, die drei Männer und noch einmal genauer den „Neuen“. Dabei steckt sie sich ein Kaugummi, das sie gerade in ihrer Jackentasche gefunden hat, in den Mund. Ein wenig provokant kaut sie darauf rum und hört dem Elf zu. Die diamantblauen großen Augen schauen ihn bei jedem seiner Blicke direkt an.

Na das sind ja drei lustige Gesellen. Ihren Horizont haben sie also erweitert. Wäre Kitty in den UCAS gewesen, würde sie an der Stelle des Decker-Elfen stehen. Doch sie war nicht zuhause in ihrem geliebten Seattle, sie war in den verdammten ADL gestrandet und musste sich erst wieder hochschuften, da ihr guter Ruf wohl noch nicht über den großen Teich geschwappt war. Kitty kennt dieses System, dass Backup erklärt, von ihrer Schieberin in den UCAS. Würde sie es ihr übel nehmen, wenn sie sich ebenfalls in der Datenbank von diesem Decker registrieren lassen würde? Vielleicht, aber vielleicht kannte dieser Elf ihre Schieberin, die ebenfalls ein Elf war, ja sogar? Immerhin ist Backup ein Decker und so viel Kitty wusste, interessierten die Matrixgesetze kein Meer oder Land, was zwischen zwei Orten lag.

Sie entscheidet sich dem Deal zu zustimmen. Wenn sie die ADL verlassen will, bleibt ihr auch nichts anderes übrig.

Als sie erfährt, dass sie getestet worden ist, lässt sie empört eine extra laute Kaugummiblase platzen. „Ich stimme Remo zu, das war nicht sehr nett.“ Sie hebt kokett tadelnd den Finger in Richtung Odis. Dann lacht sie aber breit und sagt fröhlich: „Aber es sei verziehen.“ Dann schlenkert Kitty kindlich mit den Armen und wippt mit den in hohen schwarzen Schnürstiefeln steckenden Füßen hin und her. Dann sagt sie zu dem Elf „Ich kuschel mich gern zu euch Jungs, “ Kitty lies ein deutlich hörbares Schnurren erklingen, „und meine Bedingungen sind vielleicht nicht ganz so…“ Sie beschreibt mit ihren Händen einen großen Kreis und wackelt kindlich übertrieben mit dem Kopf. „Jedenfalls, so lange Remo seine Maschine repariert, hätte ich gerne ein gemütliches kühles Plätzen, um ein wenig Fellpflege zu betreiben.“ Um diese Aussage zu unterstreichen leckt sie sich über den Handrücken, als sei diese Geste völlig selbstverständlich und kämmt sich mit den Fingern durchs Haar, ähnlich wie es eben eine Katze tun würde. „Es wäre angebracht, wenn alles vorhanden ist, was ein Mädchen wie ich so braucht. Soka?“ Sie zwinkerte kokett. Ihre Hände verschwinden wieder in den Jackentaschen und die diamantblauen Augen beobachten den Elf. Ihr Gesichtsausdruck freundlich neutral.

Während der Troll sich vorstellt und seine Fähigkeiten zur Schau stellt, legt Kitty ihren Kopf schräg, wie sie es öfters macht, wenn sie neue Dinge aufnimmt oder beobachtet. „Ich heiße Kitty.“ Sagt sie im üblichen Straßenslang, der eigentlich fast überall verstanden wird, als der Troll geendet hat. Die Unbeholfenheit lässt sie leicht lächeln, aber es liegt kein Hohn in ihrem Gesicht, eher Verständnis und Neugierde. „Wie beschreib ich mich am besten?“ Sie hält inne und überlegt theatralisch. „Ja, so kann ich es am besten beschreiben.“ Nickt sie freudig. „Ich bin eine Diebin.“ Als würde das alles erklären, spricht die Katzenschamanin nicht weiter, sondern widmet sich dem Verpacken des gekauten Kaugummis.

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Beitrag von Steinreis am Do Okt 27 2016, 12:09

ONI ist perplex. DAS hat er so überhaupt nicht erwartet.
Der eine Zwerg meckert und bettelt, die Elfe ist versnobt und klaut. Hierzulande scheint man andere Dinge für erwähnenswert zu halten, als da wo er herkommt. Zigmal hat er zuerst gegen irgendwen oder irgendwas kämpfen müssen, um sich vor jemandem beweisen, der den besten Troll für einen Job haben wollte. Jeder einzelne dieser Jemande hätte ihn ausgelacht, wenn er nach einem Test erstmal einen mehrtägigen Krankenurlaub in einem gemütlichen Bettchen gefordert hätte. Natürlich mit schnuckeliger Schwester und seine Munition will er ebenfalls bezahlt haben, sowie den verfickten Schneider, der ihm die Löcher in den Klamotten zunäht.

Wo ist er hier reingeraten ? Ist der Ork, den die anderen Odis nennen, vielleicht der Schlauere, das er sich verzieht und er sich mit dieser Truppe rumschlagen muß ?
Aber erstmal abwarten. Es wird schließlich nichts so heiß gegessen, wie gekocht. Und da sind noch drei andere Gestalten, die bisher nix gesagt haben.
Eine Zwergin, die wohl die kleinste ihrer Art sein muß, denn ONI's Lasermessung mit seiner Smartverbindung gibt ihre Größe, oder sollte man hier besser von ihrer Kleine reden? , mit einem Meter und drei Zentimetern an. MIT Kampfstiefeln ! Ud wer zum Geier stellt bitte Kampfstiefel in Kindergröße her ?

Dann ist da ein Mensch. Der Tasche auf dem Rücken nach ein Decker. Jemand, der mit der Weltmaschine redete. Für ONI sind diese Leute suspekt und er kann nicht wirklich einen Unterschied zu einem BTL-Süchtigen erkennen, wenn sie eingestöpselt sind. Ausgestöpselt oft auch nicht, weil sie immer so komischen Drek labern.
Zuletzt ist da noch ein Norm. Nichts besonderes auf den ersten Blick, doch auf den zweiten sieht das erfahrene Auge doch etwas. Der Troll kann nicht sagen, was dieses etwas genau ist, doch er ist lang genug durch die Wildnis gelaufen, um zu wissen, wann er ein Raubtier vor sich hat und dieser Kerl dort war definitiv eins. Bleibt nur die Frage, was für eines.
Gespannt schaut ONI der Szene weiter zu und sagt nichts. Das Remo ihn Shorty nannte, nimmt er nicht als Beleidigung wahr. Dafür ist er schon viel zu oft gaaanz anders genannt worden.

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Beitrag von Ceres am Do Okt 27 2016, 16:26

Eine alte Lagerhalle - ob man hier gut Leichen verstecken kann? Lagga sieht sich etwas skeptisch um, ehe sie zu den anderen Mitgliedern des Teams tritt. Zuerst sieht sie nur den Ork und den Troll, nimmt beide registrierend zur Kenntnis, als... Aaaahhhh! Deswegen konnte ich noch dazu stoßen, er war nicht nur der Mittelsmann, er war der Hauptverantwortliche! Kurz verharrt ihr Blick bei dem Elf. Obwohl sie ihn nicht wirklich 'direkt' kennt, weiß sie offenbar genau, wer da vor ihr steht. Respektvoll nickt sie ihm zur Begrüßung zu. Hätte ihr jemand vor einigen Jahren erzählt, dass sie einem ihrer Brüder einmal mehr verdanken würde als blaue Flecken und blöde Sprüche, sie hätte ihn ausgelacht. Na gut, warum sollte Lagga nicht einmal in den Nutznießen von Vitamin B kommen? Doch ehe sie zu weit gedanklich abdriftet, hört Lagga lieber zu, zumindest bis sie eine Harley hört...

Unwillkürlich dreht sie den Kopf in Richtung des lauter werdenden Geräuschs. Was für eine Prachtmaschine! Völlig gebannt beobachtet sie das Gefährt. Lagga hat einen Faible für Motorräder. Obwohl sie unter normalen Umständen mehr auf den Sound der Maschine achten würde, muss sie in diesem Fall mehr auf den Fahrer achten. SCHEIßE! Was ist denn DAS?!?!? Ihr entgleitet regelrecht der Kiefer, als der fast 3 Meter hohe Troll absteigt und sich zu ihnen stellt. Ihr Kopf muss sich fast komplett in den Nacken legen, um ihn im Blickfeld zu haben. Immer noch hat sie den Mund leicht geöffnet, ihre Augen sind ein gutes Stück geweitet. Kneif mich mal einer... Um Fassung ringend schüttelt die Zwergin energisch den Kopf, schließt ihren Mund und versucht ernster drein zu schauen. Oder zumindest nicht ganz so erschrocken bis verblüfft...

Allerdings kann sie sich nicht sofort zum Reden durchringen - nicht dass sie die große Rednerin ist oder sich nicht sofort wer anders gefunden hätte, Opi zum Bleistift. Ihr Blick huscht immer mal wieder zur Harley, zum Troll, zur Harley, zum Troll mit großem bedrohlichen Messer, zur Harley... Die Welt ist einfach ungerecht! Ich kann mich auf kein normales Motorrad setzen, ohne wie ein Stein umzufallen, dabei fehlen mir nur ein paar Zentimeter... und Big Foot hier, der mir ja ruhig mal was von sich hätte abschneiden können, der kann wahrscheinlich auf jedes Motorrad, was ihm lieb ist! Wie Lagga ihn um diese Größe beneidet. Nicht dass es 3 Meter sein mussten... Schlussendlich bleibt ihr Blick bei ONI hängen. Ihre grünen Augen scheinen sich gar nicht so recht von diesem Koloss lösen zu können. Irgendwo im Hintergrund hört ihr Bewusstsein, dass Kitty mit ihrer kleinen Ansprache fertig ist. Guckt ihr Big Foot gerade auf die Stiefel? Verunsichert guckt sie auf ihre Füße. So dreckig waren die doch gar nicht... Reiß dich zusammen Lagga! Einmal mehr schüttelt sie den Kopf, guckt zu Backup und meint:

"Bin dabei." Ein kurzer Blick in die Runde macht ihr klar, dass sie da wohl besser noch etwas dran hängen sollte. Wenn sogar ONI mit Sprachschwierigkeiten versucht mehr als zwei Worte zu sagen... "Äääähmmm... Ich bin Lag-ga?" Dieser Troll war einfach zu groß. "Ich meine- ich BIN Lagga!" Wiederholt sie einmal etwas fester. "Sowas Ähnliches wie du?... Nur kleiner?" Mit einer Geste auf die Axt auf ihrem Rücken, hofft sie sich dem Neuen gegenüber verständlich ausgedrückt zu haben. "Mich sieht man nicht kommen?" Versucht sie es mit etwas Selbstironie und einem scheuen Lächeln. "Du bist bestimmt ganz praktisch zu gebrauchen, so als großer. Willkommen in der Truppe."
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Beitrag von ThaHummel am Do Okt 27 2016, 18:09

"Ein Prozent aller Cyberorks sind ständig voller Überraschungen, wie es scheint", sagt der Schamane zu Odis und versteckt seine erneute Verblüffung nicht weiter.
Neugierig mustert er die drei Alteingesessenen Runner und läuft einen Halbkreis um die drei, während er sich sein Bild macht. Peter mochte Odis, und nach den letzten Tagen hatte er einen soliden Respekt vor dem Samurai aufgebaut, der nicht nur darauf basierte das dieser weitaus schneller den Abzug drücken konnte als er selbst.
Diese anfängliche Achtung weitet er gerade auf die Chummer des Statistikers aus und beschließt, ihr Angebot nicht in den Wind zu schlagen, sofern sie nichts vollkommen hirnrissiges wollen.
"Howling Wolf. Kommt zwar noch auf die Details an, aber allgemein bin ich sehr erfreut darüber, mit euch ins Gespräch zu kommen.", antwortet er Backup und Crew. Sein nachdenklicher Blick ist einem erwartungsvollen Lächeln gewichen, und der Nachhall von Adrenalin in seinem Blut wandelt sich in einen Vorgeschmack auf kommende Runs. So sehr er seinen intakten Arsch mag, findet er doch seinen Gefallen daran, diesen durch Laservisiere, Feuerbälle und Smartgunfadenkreuze zu manövrieren. Alkohol und Aufregung ertränken seine Gewissensbisse, bis ihm nurnoch der süße, berauschende Geschmack des Erfolgs auf der Zunge liegt.Mit dieser neuen Woge Selbstvertrauen fährt er fort.

"Ihr habt mit mir und Kitty vielleicht nicht gerade die kreativsten Schamanen erwischt, was Namensgebung angeht, aber wir verstehen etwas von unserem Fach."
Das die ach so unauffällige Fassadenkletterin vor lauter Hibbeligkeit eine Schießerei angefangen hatte, anstatt den Job so lange wie möglich unnauffällig zu bearbeiten, unterschlägt er. Wenn Odis wollte, würde er seinen Kollegen darüber berichten. Mit Kitty würde er sich selbst ausseinandersetzen. Wenn er länger mit ihr arbeiten würde, würde er ihr die Flausen hoffentlich austreiben können. Allerdings widersprach das allem, was man sich über die Erziehung von Katzen erzählte.

Dann ist da noch Remo. Verrückter Kerl, eigentlich ganz witzig, aber manchmal so Eiskalt wie die verengten Adern seiner Raucherbeine. Insbesondere beim Geld macht er den Goldgräbern aus den Legenden der letzten Welten alle Ehre. Aber sofern er nicht gerade den letzten Groschen aus jemandes Tasche labert, macht er einen zuverlässigen Eindruck. "Die Drohne hat übrigens wirklich derbe eingesteckt. Wenn Zeit ein relevanter Faktor für euren Job ist, solltet ihr Captain McRigger hier wirklich nicht dazu bewegen wollen, heimzugehen. Außerdem kommt aus seinem Alkohol- und Tabakventil des öfteren mal ne verdammt gute Idee, um die Sache sauber über die Bühne zu bringen."

Lagga's Faszination mit dem Giganten bringt ihn zum Schmunzeln, und er tritt neben sie um ihr irgendwie eine Art Schulterklopfer zu verpassen, wobei er sich ungelenk ducken muss.
"Ich bin der Meinung das wir nicht genug Knarren haben können, egal aus welcher Atmosphärenschicht es Blei regnet. ONI, Lagga, wie ihr seht bin ich nicht gerade der kräftigste, also wäre ich sehr erfreut darüber wenn ihr mir weiterhin und in Zukunft eure Fäuste leihen würdet. Dafür sorge ich dafür, das euch keine Paracritter verspeisen."

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Kitty am Fr Okt 28 2016, 08:47

Kitty sieht Wolf schwärmend an und seufzt: „Hach, das hast du aber lieb gesagt.“ Dann wird sie plötzlich ernst und fügt anerkennend hinzu. „Ich bin absolut deiner Meinung, Wolf."

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Elodriel am Fr Okt 28 2016, 12:10

Tinkerbox hat sich etwas zurück gehalten. Doch inzwischen hat jeder seinen Senf dazu gegeben. Also kann sie nicht mehr zurück stecken. Sie sieht entschuldigend zu Remo, ehe sie Backup zunickt. “Ich bin auch dabei. Ein Schieber ist eben eine feine Sache, nicht wahr?“ Sie hat ihren ja vor kurzem eingebüßt. Eventuell zwar nur vorübergehend, aber wer kann das schon wissen? Doch etwas anderes brennt ihr noch auf der Zunge. “Backup, Decker...bist du etwa Backup's Bane?“ Krabatti kichert. “Den Schluss wird schon kaum einer ziehen.“ Mehr schlecht als Recht immitiert er die Stimme des Elfen, aber es wird dennoch ersichtlich, was er damit meint. Allein schon wegen des Blicks, den er sich vom Elf einfängt.

Backup betrachtet sich diese kleine Vorstellungsrunde und wendet sich dann erstmal an die, welche direkt zugesagt haben. “Schön, dass ihr dabei seid, ich bin mir sicher, dass ihr merken werdet, dass das eine gute Entscheidung war.“ Er sieht Wolf direkt an. “Keine Sorge, wir beurteilen die Leute nicht vorwiegend nach ihren Namen. Auch wenn Kreativität dabei natürlich schon mal erahnen lassen könnte, dass die Leute sich auch im Einsatz als Kreativ erweisen. Aber wir sind da guter Dinge.“ Er zwinkert ihm zu.
Dann schaut er Tinkerbox an. Ja, der bin ich. Hätte nicht gedacht, dass du schonmal von mir gehört hast.“ Da lacht die Menschin. “Klar...jemand, der die gesamte Zweigstelle vom FBV in Köln für dreißig Sekunden komplett lahmlegt ist ja auch vollkommen unbekannt. Das muss eine aufwändige Arbeit gewesen sein, all die Agenten zu programmieren...oder wie...“ sie schaut in die Runde und wird etwas verlegen. “Sorry...das ist nicht gerade die richtige Zeit für so etwas.“ Der Elf schmunzelt. “Wir werden schon eine Möglichkeit finden, mal darüber zu sprechen.“
Lagga nickt er zu. “Dein Bruder hat nicht übertrieben, grüß ihn schön von mir.“ Aber sie bemerkt ihn ja scheinbar kaum, da sie so gebannt auf Oni starrt. Das muss aber auch ein eigenartiges Gefühl sein. Er empfindet es ja schon imponierend. Wie muss es da erst für jemanden sein, die nur etwa halb so groß ist, wie er?
Kitty wird nun etwas kritischer betrachtet. “Ein wenig exentrisch, aber fähig. Ich hoffe aber, dass du auch geduldig sein kannst, wenn es angebracht ist?“ Er hat offenbar schon einiges von Odis berichtet bekommen. Er geht etwas auf sie zu. “Ich kann dir eine Unterkunft vermitteln. Zu verschenken habe ich da aber nicht viel. Wobei kuscheln natürlich nicht schlecht klingt.“ Er grinst sie an, wendet sich dann aber erstmal Remo zu.
Diesen schaut er nachdenklich entgegen. “Ich kann verstehen, dass du das nicht so schön findest, auf der anderen Seite will ja auch niemand die Katze im Sack kaufen. Und auf die Art war wahrscheinlicher, dass sich niemand von euch versucht irgendwie anders darzustellen. Und keine Sorge, ich bin mir sicher, dass Odis der Sicherheit der Leute vor Ort genug die höchste Priorität zugeordnet hat. Hat er nicht sogar extra dafür gesorgt, dass deine Drohne kein Totalverlust war? Wie ich eben schon gesagt habe, ich habe nichts zu verschenken, aber ich kann dir ein Angebot machen. Ich lasse deine Drohne reparieren, zu einem Vorzugspreis. Und falls du jetzt meinst, dass du sie niemandem geben willst, den du nicht kennst...ich werde wohl kaum das Risiko eingehen, mir meinen Ruf wegen einer halb zerschossenen Drohne zu versauen. Solltest du das alles so gar nicht wollen, musst du dir bewusst sein, dass du nicht der einzige Rigger bist, den ich kenne. Notfalls würde ich einen anderen finden, bis das Treffen mit Schmitt startet.. Ich werde nicht auf jede Forderung eingehen. Aber ich kann dir versprechen, dass ich euch alle fair behandeln werde, ich kenne eure Position nur zu gut, war lange genug selbst auf dieser Seite und bin es ab und an auch immer noch.“ Er zuckt mit den Schultern. “Deine Entscheidung, aber warum nicht erstmal sehen, was ich zu bieten habe? Im Endeffekt kann ich keinen von euch zwingen, mit mir zusammen zu arbeiten und wenn ihr irgendwann nicht mehr auf meine Anrufe reagiert, dann merke ich das schon irgendwann und nehme euch eben aus meiner Liste raus.“ Fragend sieht er den Zwerg an.

Odis meldet sich zu Wort. “Auch wenn das jetzt vermutlich eher wie eine Ausflucht klingt...aber ich hatte eh vor, dir einen kleinen Betrag meines Anteils für den Job gerade abzugeben. Ich weiß, was das für Kosten sind und dein Ares hat uns die ganze Sache sehr viel einfacher gemacht.“ Der Troll, der als Avalanche vorgestellt wurde tritt neben Odis. “Teamorientiert, wie immer. Ich bin froh, dass du bei meinem nächsten Job bei mir dabei bist.“ Er klopft dem Ork kräftig auf den Rücken, was diesen etwas vor stolpern lässt. Avalanche ist zwar ein paar Zentimeter kleiner als Oni, sieht aber kein wenig schwächer aus. Seine Bewegungen lassen erahnen, dass auch er vercybert ist. Seine Augen sind es auf jeden Fall, das kann man erkennen.
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Beitrag von Kitty am Fr Okt 28 2016, 13:06

Kitty nähert sich dem Elf ebenfalls. Je näher sie ihm kommt umso größer und intensiver wirken ihre Augen. „Gib einer Katze eine Beute, die es Wert ist gejagt zu werden und ihre Geduld ist grenzenlos, aber ich habe verstanden.“ Antwortet sie dem Schieber mit selbstsicherer Stimme und geschäftlichem Tonfall. „Was die Unterkunft betrifft, reichen mir fließend warmes Wasser und eine Schlafgelegenheit. Ich habe nicht vor lange in den ADL zu bleiben.“ Sie verschränkte die Arme vor der Brust und schalt sich, dass ihre Ausdrucksweise nicht gerade glücklich gewählt gewesen war. Gleichzeitig amüsierte sie sich aber über den kleinen Nervenkitzel, der diese Situation hervor rief. Sie lächelte entschuldigend. „Sorry, aber zwischen uns beiden wird es nur ein geschäftliches Kuscheln werden, obwohl du für andere sicherlich recht ansehnlich bist.“


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Beitrag von Steinreis am Sa Okt 29 2016, 06:39

Der Troll wird zufriedener. Die anderen sind offenbar etwas besser drauf. Der kleinste Zwerg der Welt entpuppt sich als die kleinste Zwergin der Welt. Aber solange ihre Axt groß genug ist, da mag es sogar ein Vorteil sein. Bei ihm selbst nimmt sowieso jeder sofort an, das er prügeln kann. Die Kleine ist nett. Fast zwei verdammte Meter kleiner, aber ... und zufrieden klang sie auch ...
Die ist doch auch für einen Zwerg verdammt klein, oder ? Also , wieso funktioniert sie eigentlich ? Ist sie vielleicht magisch ?

Der Raubtiermensch ist ein Wolf. Das sieht ONI sofort ein. Ohne Rudel ist ein Wolf auch nur ein einsamer Hund. Es ist immer gut, einen Wolfsschamanen auf seiner Seite zu haben. Der Troll hat mal einen Wolfsanbeter getroffen, der auf einen Menschen zeigen konnte und der fiel dann tot um. Einfach so. Kein Feuerball, keine Explosion, kein Blitz, kein Knall, kein garnix, nur der Tod.
DAS ist cool. Da kann man schon neidisch werden.

Und Wunder ohh Wunder, der Weltmaschinist spricht keinen Müll, sondern erfreulich wenig. Geil, das kann so bleiben. Wenn er dafür sorgt, das im Ernstfall diese beschissenen Ampeln, eine schlechte Angewohnheit der Stadt, grün werden und Selbstschussanlagen die Fresse halten und so, da ist er zufrieden.

Sind also vorläufig nur der gierige Drohnenzwerg und sie launische Kaztenelfe als Wackelkandidaten einzustufen. Eines ist allerdings als unerfreulich zu kennzeichnen, nämlich die tatsache, das er der einzige ist, hinter dem man sich verstecken kann.
Also, falls der Ork tatsächlich nur zum testen der anderen dabei gewesen war und jetzt geht.
ONI beschließt zu sprechen, nachdem Backup fertig ist und die Katze ihren unvermeidlichen Komentar dazu gab.

"Ich habe meine Unterkunft hier und alles was ich brauche. Vielleicht kann mein Wohltäter einfach sagen was für einen Job er für uns hat und was in Aussicht steht. Dann sind vielleicht schon alle viel glücklicher. Und einer kann bei mir auf dem Sofa schlafen. Kuscheln nicht nötig."
Wooh, ein Riesentext ! Aber hey, alles fehlerfrei erzählt. Der Troll hat gesagt, was er sagen wollte und ist zufrieden mit sich. Er ist an einem Ort, an dem er sein soll. Dieser Wolf, die Katze, der Weltmaschinist und auch der Bettelzwerg, werden Lagga und ihn furchtbar megadringend nötig haben.

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Beitrag von Ceres am Sa Okt 29 2016, 13:25

"Danke, werde ich ausrichten. Freut er sich bestimmt." Sie bekommt es mit. Sicherlich, ihre Faszination für ONI verhindert gerade, dass sie den Blickkontakt zu Backup länger erwidert als es geboten wäre. Aber sie sieht kurz in seine Richtung, schmunzelt zufrieden und wendet sich dann wieder dem Troll zu. Ihrem Gesichtsausdruck nach überlegt sie gerade, ob sogar das Messer von ONI größer ist als sie...

Etwas Warmes berührt ihre Schulter. Lagga blickt in das mitfühlende Gesicht von Wolf, die Hand gehört zu ihm. Ohhh... Habe ich doch nicht so unauffällig gestarrt? Sie erwidert sein Lächeln, froh dass er ihr scheinbar gut gesonnen ist. "Deal. Auf meine Axt kannst du zählen." Antwortet sie ihm fröhlich und etwas keck. "Wir schnetzeln uns schon da durch. Ich stutze sie zurecht, während ONI sie alle mit seiner bloßen Anwesenheit schockiert und danach kann er die eingekürzten Varianten zum Kicken benutzen." Dem frechen Grinsen auf ihrem Gesicht zufolge stellt sie sich das gerade bildlich vor. "Nichts für ungut Chummer!" Beeilt sich Lagga in Richtung ONI mit einer beschwichtigenden Handgeste nachzusetzen. "Aber warum nicht ausnutzen, dass du einem im ersten Moment etwas perplex dastehen lässt?"

Sie schielt zu Kitty. Irgendetwas musste in diesem alten Supermarkt passiert sein, während sie den Fascho auf dem Dach enthauptet hatte. Sie erinnert sich, dass Wolf verärgert nach Lagga und Remo geschrien hatte. Hatte Kitty etwas falsch gemacht? Sie sollte wohl beim nächsten Run besonders auf die exzentrische Katze achten. Fürs erste wartet Lagga noch einen kurze Moment, ob Kitty die Wohnung von Backup oder von ONI nutzen mag. Allerdings weiß sie, was ihr lieber wäre. Vielleicht darf ich dann auf seinem Motorrad mitfahren! "Ääää-hmm..." Räuspert sich Lagga und zupft nur vorsichtshalber an ONIs Hose, damit er sie nicht übersieht - alte Gewohnheit. "Mir würd auch ein halbes Sofa reichen... Wobei in deinem Fall wohl eher ein Drittel. Wenn's okay für dich ist?" Besser als wenn ich mir irgendwo ein altes Lagerhaus suche...
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Beitrag von Steinreis am Sa Okt 29 2016, 19:11

ONI guckt nach unten zu Lagga und hat eine Vision. Der alte Trollwitz über das Zwergenkatapult geistert durch sein nun auch nicht allzureichlich möbliertes Oberstübchen, während er realisiert, das die Zwergin nicht mehr als fünfzig oder sechzig Kilo wiegen kann. Das kann er werfen. Und dann hat dieses Zwergenkatapultgeschoss noch eine Streitaxt dabei.
Das sind abartig geniale Möglichkeiten, die sich ihm da auftun und so meint er zu Lagga's "Nichts für ungut, Chummer!" einfach nur "Cool." Dann schaut er wieder hoch, um die Bilder aus dem Kopf zu bekommen. Das ist dumm und albern ! Er ist unter Profis und sollte sich auch so benehmen.

Und dann ziehts an seiner Hose und es ist selbstverständlich Lagga. Daran muß er sich jetzt wohl gewöhnen und vielleicht den Gürtel ein Loch enger machen. Die Kleine hat Muskeln, die Hose nicht. Die Zwergin bittet um den Sofaplatz, den ONI angeboten hat und er hört sich sagen,
"Klar, ich hab auch Gewichte."
Jetzt hätte der Troll gern unbeholfen genickt, doch er stellt fest, das nicken garnicht richtig möglich ist, wenn man schon so weit runtergucken muß. Deshalb improvisiert sein Hirn unterbewußt etwas anderes, das er unbeholfen tun kann. Nämlich
"Chummer...," hinzufügen, nur um etwas später noch
"rin..." hinzuhinzuzufügen. So sagte man doch im Deutschen, oder ? Chummerin, wenns ein Weibchen war. Verdammte Kacke, nun muß er ja in seiner eigenen Wohnung darauf achten, nicht aus Versehen auf jemanden zu treten !

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Beitrag von Ceres am Sa Okt 29 2016, 23:34

"Jo! Cool Chummer! Danke!" Zwar fällt es Lagga schwer sich vorzustellen, dass ONI je in seinem Leben Gewichte drücken musste, aber sie findet es ungemein praktisch, dass sie seine scheinbar mitbenutzen darf. Cooler Typ. Doch wirklich, dabei hatte er im ersten Moment gar nicht so sozial ausgesehen. Doch, das gefällt ihr. Damit kann man arbeiten. Allerdings... Chummer-in? Sie muss grinsen. Scheint wirklich noch nicht so lange in der ADL zu sein... Aber die Hürde würde sich nehmen lassen. Es gibt nichts, was Zwerge nicht mit der richtigen Menge Alkohol lösen können: Zungen, Geheimnisse, Jungfrauen, Humor... Außerdem juckte es ihr in den Fingern herauszufinden, wie viel ONI vertrug und ob ihre Zwergen-Gene auch diesen Koloss unter den Tisch trinken konnten... Während Lagga sich überlegt, wie man ONI beim ersten gemeinsamen Kneipenbesuch oder beim ersten gemeinsamen Gewichte-Drücken vielleicht vorsichtig auf diesen Versprecher aufmerksam machen könnte, guckt sie gespannt in Richtung Remo.

Irgendwie passt es zu ihm, dass er selbst dem Schieber gegenüber eine so große Klappe hat. Allerdings hält Lagga ihn nicht für die Sorte von Zwerg, die bares Geld ausschlägt. Vielleicht ist es wirklich nur eine Frage der konkreten Summe?
"Hmmm... Wie würdest du das sagen Odis?... Die Wahrscheinlichkeit für die Teilnahme eines Runners erhöht sich signifikant sobald dem befragten Subjekt eine konkrete Lohn-Zahl vorliegt?" Wobei sie bemüht war ungefähr Odis neutral-objektiven Tonfall zu treffen, sollte die Wortwahl nicht ganz hinhauen. "Aber mal ganz ohne Mist, worum geht es denn grob?"
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Beitrag von Elodriel am So Okt 30 2016, 19:50

Odis schaut verblüfft, dann aber doch grinsend zu Lagga. Der Troll hinter ihm lacht und klopft hm auf den Rücken. “Eindruck hast du auch schon hinterlassen.“ Der Ork stolpert zwei Schritte nach vorn, um sich zu fangen. Dann sieht er zu Kitty. “Da Oni vermutlich nicht alle aufnehmen kann...ich hätte auch noch einen Platz auf der Couch.“ Er macht ein möglichst ernstes Gesicht. 92 Prozent aller Diebe klauen nicht in den Häusern, in denen sie schlafen.“[/b] Er zwinkert ihr zu und streckt Lagga die Zunge raus.

Backup meldet sich auch wieder zu Wort. “Mal Odis als Beispiel genommen. Wenn ihr alle zusammen bereit wärt, den Lieferwagen, den ihr da erbeutet habt an mich abzutreten, dann würde das die Kosten für die Reparatur gewiss decken.“ Fragend sieht er alle an, die am letzten Run beteiligt waren.
Tinkerbox macht das gute alte Daumenhochzeichen, ebenso der Ork.
Dann schaut Backup Lagga an und nickt. “Viel sagen kann ich nicht, das gebietet die Diskretion, aber es geht um einen mittleren vierstelligen Bereich, was die Belohnung angeht und das Ziel wäre diesmal keine Gang, sondern ein Konzern. Alles weitere würdet ihr in zwei Tagen mit dem Schmitt besprechen.“
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Beitrag von Steinreis am So Okt 30 2016, 21:30

"Ich werde da sein, wo du mich haben willst, Backup."
Das ist draußen, bevor ONI auch noch so richtig nachgedacht hat. Das ist der Nachteil von Reflexboostern. Sein Unterbewußtsein registriert nur den mittleren vierstelligen Betrag, macht daraus sofort 5000 Geldeinheiten und säuft einen innerlichen Kasten Freibier, weil er die Chance erhält, mit einem einzigen Run für einen vollen Monat auszusorgen.
Da ist ihm fast schon schnurz, wen er dafür umlegen muß. Aber wer es auch ist, das Arschloch kann schonmal das zukneifen üben.

Aber die ganze Bande bei ihm einzuquartieren, das geht nicht. Will er nicht. Die kleine Baumtöterin reicht. Das wird eh noch ein Fest, wenn er die anschleppt. Da wo er wohnt, da hat man sowas bestimmt noch nicht gesehn. Das kleinste was da rumläuft ist zwei Meter und hat die Maße eines Panzerschranks.
ONI wohnt über dem ATLAS.
Ja, genau. Ein Trollclub, in en sich höchstens mal noch ein paar große Orks verirren und alle Jubeljahre mal ein schwer verchromter Norm, aber eigentlich ist das große Volk da unter sich.
Naja, jetzt müssen sie erstmal um einen Lieferwagen feilschen. Er freut sich schon auf die Stellungnahme des quengeligen Zwergenriggers. Der könnte am meisten mit einem guten Lieferwagen anfangen und sicherlich fand er etwas zum meckern oder finanziell geltend machen.

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Beitrag von Ceres am Mo Okt 31 2016, 12:30

Odis Zunge lässt Lagga frech grinsen, ehe sie die Geste erwidert. "Keine Sorge, ich suche mir ein anderes Markenzeichen. Bleibt dein Copyright."

Backups vage Informationen reichen Lagga für's Erste. Mindestens zwei Tage Vorbereitungszeit. Gegen einen Konzern. Gegen Konzerne war immer so eine Sache... Hoffentlich kontaktierte sie der Schmidt nicht zu kurzfristig...

Streng genommen wurde der zweite Lieferwagen von Kitty, T-Box, Odis und mir geklaut. Remo und Wolf waren woanders unterwegs. Warum sollten wir den Wert des Lieferwagens fair durch 6 Personen teilen, nur um dem geizigen Opi seinen Schaden zu bezahlen? Der hat streng genommen überhaupt nichts zu melden, was den Gewinn des Wagens anbelangt... Sie spürt, wie ihr eigener Geiz zutage tritt. Sollte sie Opi tatsächlich ihren Anteil SCHENKEN? Grübelnd beißt sie sich auf die Unterlippe. Naja... Er ist nützlich... Und wenn wir einem Konzern was klauen wollen, hätte ich ihn schon gerne dabei... Außerdem kann ich mit einem geklauten, gesuchten Wagen nichts anfangen. Besser ist es, ich verticke den so oder so... Und wenn Backup das gleich übernimmt, habe ich eine Sorge weniger... Widerwillig nickt Lagga, um ihr Einverständnis zu geben, dass der Wagen für die Reparatur in Zahlung gegeben werden darf. Lagertha hofft inständig, dass Remo jetzt nicht wieder die Diva spielt. Sie ist sich nicht sicher, ob ihre eigene geizige Ader sonst die Oberhand übernehmen würde.
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Beitrag von Kitty am Mo Okt 31 2016, 12:56

„Danke Odis, nehme dein Angebot an. In zwei Tagen bist du mich ja dann wieder los.“ Kitty bleibt ebenfalls Ernst. „Und keine Sorge ich mache keine weiteren Umstände, habe alles was ich brauche bei mir.“ Sie wendet sich nochmal kokett an Backup. „Also das Mädchen hat schon eine Unterkunft, aber falls es mich doch länger in den ADL hält, werde ich mir über dich eine längerfristige Bleibe besorgen, so ka.“

Der Transporter war ihr egal, sie kommt auch ohne fahrbaren Untersatz überall hin und so mischte sie sich nicht in die Verhandlungen ein.

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Beitrag von Adrian Kane am Mo Okt 31 2016, 17:29

"Und du bist nicht der einzige Schieber, den ich kenne. Noch dazu einer, der scheinbar grad erst damit angefangen hat. Das Spiel kann man auch zu Zweit spielen", Remo zuckt mit den Schultern und zuendet sich dann in aller Seelenruhe noch eine Fluppe an bevor er mit amuesierter Miene fortfaehrt. "Der Grosse hier", er deutet beilaeufig auf Odis, "denkt aber offensichtlich, dass du kein Drekhead bist und T-Box hat wohl auch schon gehoert, dass du kein Drekhead bist und das ist eigentlich schon gut genug fuer mich." Sein Blick wandert hinueber zur Deckerin, wo er einen Moment verweilt. Innere Werte. Denk auch an die inneren Werte, Junge. Mehrere absolut reine Gedanken spaeter ergreift er wieder das Wort: "Ahja und diese 'Rigger', die du noch irgendwo im Keller versteckt hast," er tritt etwas naeher an den Elf heran, sein Tonfall wird fast verschwoererisch, "ganz unter uns, wenn einer von denen sich eine Drohne von irgendeinem Unbekannten reparieren laesst wuerd ich, aehm," sein Kopf dreht sich gruebelnd zur Seite, ganz so als koenne er die richtigen Worte irgendwo dort unter einem der grossen Sandhaufen finden. Er schnippt mit dem Finger. "Euer Geschaeftsverhaeltnis nochma ueberdenken."

Der Zwerg grinst, ihm macht das offensichtlich Laune. War definitiv besser als in stinkenden Fascholoechern herumzukriechen. "Ich mein, du schickst deine Freundin ja auch nicht zum Voegeln rueber zum Nachbarn nur weil er das theoretisch auch fuer dich machen koennte," nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich, aber Remo hofft dennoch, dass Langohr seinen Punkt hier versteht. Manche Sachen sind zu wichtig, da muss man selbst Hand anlegen. Er raeuspert sich. "Also danke fuer das Reparaturangebot, aber nein danke," sagt er diplomatischer als man ihm vielleicht zugetraut haette. Immerhin hat Backup ja was auf den Tisch gelegt und das muss gewuerdigt werden, auch wenns ihm vielleicht nicht passt und auch wenn der Schieber wahrscheinlich sehr genau wusste, dass der Zwerg es ablehnen wuerde. Dem Wagenden hilft das Glueck. Aber halt auch nicht immer.

"Und du, Odis, behalt deine Kohle. Hast vielleicht mehrere Eisen im Feuer gehabt aber entgegen anders lautender Geruechte ziehe ich keine Mitrunner ab, dies nicht verdient haben abgezogen zu werden." Ein kurzes Nicken in Richtung des Orks unterstreicht seine Worte nochmals. Nachdem sie ihren Dienst und Schuldigkeit getan hat, findet seine Kippe ein jaehes Ende unter der Stiefelsohle des Zwerges, der sich dann kurz den Rest des Teams anschaut. Noch ein Run mit denen? Alles in allem ists ja nicht so uebel gelaufen. Das sie scheinbar einen neuen Unbekannten anstelle des Statistikers aufgehalst bekommen gefaellt ihm weniger. "Wie gesagt. Ich zieh' keine Mitrunner ab," Schieber sind ne andere Geschichte. "Ich *werde* allerdings einen Teil des Geldes fuer die Karre nehmen um die Miete fuer die andere Karre zu bezahlen, die gabs naemlich nicht gratis und das ist ne Ausgabe, die den Run direkt betrifft," seine Hand wandert in die Innentasche seiner Jacke, ueberlegt es sich dann jedoch anders. "Was den Rest angeht, ich verbau keinen Ramsch, anstaendige Teile sind scheissteuer, aber das is mein Problem. Wenn mir wer darueber hinaus vom Erloes was dazu geben will, gut. Wenn nicht, auch gut," damit ist fuer den Zwerg das Thema erledigt. Er geht zum naechstbesten Sandhaufen und hockt sich entspannt hin. Fehlt eigentlich nur noch Meer, Sonne, Bikinis, das ganze Drumherum. Die Deckerin wuerde sicher ne gute Figur im Bikini machen. Er unterdrueckt ein Grinsen. "Dann lass mal hoeren, Elf."

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Beitrag von Steinreis am Mo Okt 31 2016, 21:26

Was man für eine Show daraus machen kann, zu betonen, keinem zu trauen, aber trotzdem dabeisein zu wollen. Irgendwie findet ONI das schon wieder lustig. Westler. Kaum einen rostigen Rubel auf der hohen Kante haben, aber nur die besten Teile fürs teure Spielzeug wollen.
Na, mit dem Kollegen wird es wohl noch eine Menge Extraspaß geben. Und da gibts ja noch den anderen Zwerg.

ONI stellt fest, das es keinen Weg für ihn gibt, Lagga unauffällig aufs Schülterchen zu klopfen. Da muß er sich schon richtig bücken. Alternativ könnte er versuchen, sie möglichst sanft zu kicken. Ein Blick auf seine Trollkampfstiefel in Überübergröße zeigt ihm, das diese Dinger nichts, aber auch garnichts mit dem Wörtchen sanft in einem Satz verloren haben.
Natürlich könnte er einen seiner Sporne ausfahren und versuchen, die Zwergin so zu erreichen, doch da wäre kicken noch eine bessere Idee.

Es senkt sich schließlich ein großer Finger zu Lagga hinab und tippt sie trollig auf die Schulter. Und dann nochmal, als ob man beim ersten mal nichts bemerkt haben könnte.
"Egal, wie das mit dem Wagen ausgeht, heute fährst du erstmal mit mir. Muß den Leuten sagen, das zu cool bist und zu mir gehörst."
Das ist wahrscheinlich das beste. Am Ende versucht noch irgendein Trottel was witziges und dann gibts Verletzte. Lagga sieht nämlich nicht so aus, als würde sie das Hausäffchen für besoffene Idioten spielen wollen und ONI kanns verstehen.

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Beitrag von Ceres am Di Nov 01 2016, 14:49

"Samme det..." Kommentiert Lagga leise die sich anbahnende neue Diskussion zwischen Remo und Backup ohne zu merken, dass sie ins Norwegische verfällt. Das wird ihr langsam zu blöd. Sie hat Besseres zu tun, als ewig hier rum zu stehen und der Selbstbeweihräucherung von Remo zuzugucken. Was auch immer dieser Transporter durch 6 geteilt noch wert sein mag, ihr Interesse ist gänzlich versiegt...

"Hva?" Gerade als sie überlegt sich einfach aus der Affaire zu ziehen, spürt sie etwas an ihrer Schulter - zweimal. Verblüfft schaut sie zu ONI hoch, der sich für sie extra in so eine Art Hocke begeben hat. So sieht sein Gesicht also aus der Nähe aus... Mensch die haben dem echt keine Schönheitskur verpasst... Das war ein erstaunlich feinfühliges Tippen gewesen - also für einen Troll. Sicherlich, es war nicht weg zu ignorieren, es ließ erahnen, dass ONI auch anders konnte. Aber Lagga ist doch erstaunt, dass sie keine Keule auf den Hinterkopf bekommen hat. Trolle und Riesen kannte sie nur aus Märchen, also den alten Zwergen-Märchen. Und sie zeichneten sich eigentlich nicht wirklich durch Feingefühl aus... Andererseits hätten Zwerge demnach gierige, raufsüchtige, grobe, sexistische... Naja... vielleicht doch ein bisschen Wahrheit.... im Kern und so... die grobe Masse...
"Alles klar. Meinetwegen können wir auch abhauen."

Sie räuspert sich laut, um Backups Aufmerksamkeit fix auf sich zu ziehen. "Wenn's recht ist, macht den Rest unter euch aus. Danke nochmal fürs Angebot, weißt ja, wie du einen erreichen kannst. Tschüüü!" Höfliches Kopfnicken auch zu den anderen, kurzes Winken, dann schnürt Lagga nochmal ihren Rucksack und signalisiert ONI durch einen Daumen nach oben, dass es losgehen kann. "Wo geht's denn eigentlich hin, dass du mich direkt wem vorstellen musst? Zum Familien-Dinner?" Gleich fahr ich Motorrad! Gleich fahr ich Motorrad! Ätschi-bätschi-hussasaaaa!
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Beitrag von Kitty am Di Nov 01 2016, 15:10

Kitty grinst den Zwerg während er redet fasziniert an. Sie hat noch nicht viele seiner Art kennengelernt, aber jetzt kann sie sich erklären, warum ungern mit ihnen gearbeitet wird. Fast schon ein wenig dreist, aber doch nachvollziehbar und was das feilschen um Befindlichkeiten angeht, war Kitty nun um einiges an Erfahrung reicher.

Sie nickte dem körperlich sehr ungleichen Paar zum Abschied professionell zurückhaltend zu. Die neugierige Katzenschamanin würde so lange bleiben wie sie konnte.

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Beitrag von Elodriel am Di Nov 01 2016, 16:58

Krabatti lacht kurz auf und stößt dem Elfen den Ellenbogen in die Seite. “Fast so ein loses Mundwerk wie Lindty, Das hat Potential.“ Er nickt dem Zwerg zu und wartet dann ab, was weiter geschieht.
Backup macht eine abwehrende Geste. “Und du wirst verstehen, dass ich, wenn jemand Reperaturkosten einfordert eben darauf bestehe, dass die Reparatur unter Kosten durchgeführt wird, die ich nachvollziehen kann. Aber gut, lassen wir das, ich bin mir recht sicher, dass sich zeigen wird, dass sich das hier für uns alle lohnen wird. Ich bekomme den Lieferwagen und du gibst mir eine Liste, was du an Teilen brauchst.“
Er sieht Lagga und Oni nach. “Bevor ihr geht, hier noch die Adresse, wo das Treffen stattfindet.“ Er hält Speicherchips hoch, die er jedem geben will. “Das ist ein ehemaliger Bergwerkstollen, in dem jetzt eine Art Erlebnispark eingerichtet ist. Dort ist ein Restaurant gerade im Umbau...seit nunmehr drei Jahren und auf dieser Baustelle findet das Treffen statt. Und zwar um 12 Uhr. Sobald jeder seinen Chip hat, nickt der Elf nochmal.
Sodann gibt er noch ein paar weitere Hinweise. Der Schmitt arbeitet freiberuflich für verschiedene Konzerne, ab und an auch für die Großen. Es wird um eine Extraktion und Datenbeschaffung gehen, soviel weiß ich schon mal. Im Große und Ganzen kann man dem Schmitt vertrauen...soweit das eben in dieser Branche möglich ist. Mir ist jedenfalls kein konkreter Fall bekannt, bei dem er die angeworbenen Runner über den Tisch gezogen oder gar hat beseitigen lassen. Es gibt aber natürlich auch für alles ein erstes Mal. Also keine Garantie meinerseits. Ansonsten würde ich von den Vorgaben her, die er gemacht hat, was die Teamzusammenstellung angeht, davon ausgehen, dass es größtenteils heimlich ablaufen soll, aber eine Flucht vermutlich nicht unentdeckt bleiben kann und da mit ordentlicher Feuerkraft der Rückzug gedeckt werden muss.“ Er schaut alle nochmal an und hat offenbar von sich aus nichts mehr zu der Sache zu sagen.

Odis nickt Kitty zu. “Gut, dann können wir ja gleich zusammen los.“ Die Beschreibung bezüglich des Runs hört er sich zwar auch an, aber vermutlich wird er da ja nichts beizutragen haben.

Tinkerbox hat vorerst keine Fragen zum Auftrag, immerhin muss man sich die Details eh beim Schmitt anhören, die geben den Schiebern schließlich auch nur das Nötigste mit. Aber ihr brennen andere Fragen auf der Zunge, weshalb sie sich noch nicht verabschiedet, aber wartet, dass dies die meisten anderen tun, ehe sie den Schieber etwas wegen Chipsätzen in Cyberdecks fragt.
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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Steinreis am Mi Nov 02 2016, 08:49

Überraschernderweise ist für Lagga bereits Schluß. Oder sie hat einfach keinen Bock mehr. Wie auch immer, sie macht Betrieb. Und siehe da, Backup kommt ratzfatz auf den Punkt, es gibt lediglich noch einen Chip mit Infos aus der Luft zu fischen.
Fertig.
Bleibt ONI nur noch der Zwergin zu seinem eigenen Motorrad zu folgen, denn dorthin führt sie ihn. War da ein gewisses hopsen in ihrem Gang, oder war das Einbildung ?

Der Weg erweist sich als zu kurz, um schlüssig zu werden und es ist ja auch scheißegal. Soll sie doch hopsen. Diese kleinen Vögel da, ... Spatzen, genau, die machten das auch ständig und scheinbar sehr erfolgreich.
Was hatte sie gefragt ? Familien-Dinner ?
"Ähhm, ja. Genau. Sowas ähnliches. Ich wohne über einem Club. ATLAS. Für Trolle. Hauptsächlich. Wenn man zu mir will, muß man da durch. Du wirst schwer jemanden unter zwei Meter finden.
Also ja. Familien-Dinner. Mit Tanzmusik."


Für Lagga und SL:
Die Fahrt verläuft angenehm ereignislos. Lagga wäre es schon rein körperlich nicht möglich gewesen, dieses Ungetüm von einem Bike zu fahren, weder reichten ihre Beine weit genug herab, noch ihre Arme weit genug auseinander. Der winzige Sozius bietet ihr dafür wieder mehr als genug Arschfreiheit, vor allem wenn man bedenkt, das sich hier eine Trolltussi draufquetschen soll.
Natürlich kommen Lagga's Füße nicht dort an, wo sich die ausklappbaren Fußrasten für den Mitfahrer befinden. ONI löst dieses Sicherheitsproblem auf die russische Art, benutzt den Gürtel seines gefütterten Mantels, um hinten eine Schlaufe für die Zwergin zu formen und sie so wortwörtlich an sich zu binden.
"Festhalten !"
Das ist das letzte, das die Zwergin verstehen kann, denn die Harley überbrüllt alles. Selbst wenn ONI jetzt noch etwas gesagt hätte, selbst geschrien, es wäre wohl untergegangen.
Doch der Troll sagt ja auch nix.

Der Motor geht erst eine gute halbe Stunde, eher vierzig Minuten später wieder aus und das unbewaffnete Ohr muß sich erst wieder an die plötzliche Extremstille gewöhnen. Auch fehlt nun das permanente zittern der Organe, überhaupt des ganzen Körpers.
Dann bekommt man langsam mit, das es garnicht still ist. Da ist Musik in der Luft. Da wo ONI seine Maschine parkt, da stehen schon viele andere. Autos gibts auch. Und jede Menge große Leute.
Bestimmt an die dreißig stehen vor einer ehemaligen Fabrik für weiß der Teufel was und alle sind Trolle. Die drei Türsteher auch. Alle sehen groß und böse aus, das ist sehr wichtig, besonders in einem Club, in dem die Kundschaft aus Trollen besteht.
Lagga kann sich damit trösten, das ihr Troll, der größte und böseste von allen ist.

Dann, kurz bevor sie den Einlass erreichen, spürt Lagga eine große Hand. ONI, der ohne weiteres in der Lage ist, den zwergischen Zentner mit einer Hand zu heben, holt Lagga hoch auf seine Schulter, was sie in die Lage versetzt, über die Köpfe aller anderen Anwesenden zu gucken. SO sah die Welt für einen Troll aus.
Und ein Trollgespräch sieht so aus. Man braucht dafür tatsächlich nicht mehr als ein Wort pro Satz. Doch wenn man ehrlich ist, es ist auch eine Menge Körpersprache dabei.

"Brockn." sagt ONI grüßend zum Obertürsteher, während er alle anderen, die auch ins ATLAS wollen, stehen läßt.
"Oni..." fällt es aus dem Mund des Angesprochenen und man kann sehen, das es leiser ist, als gewohnt.
"Lagga," stellt er sie mit einem Daumen auf seine Schulterlast vor.
"Lagga ?" fragt Brockn, der wirklich so heißen darf, ungläubig.
"Jepp." meint ONI völlig ernst.
"Aber..." versucht der Türstopper etwas zu fragen, doch er wird von ONI unterbrochen, der nun sein Gesicht näher zu Brockn runterbeugt und dem anderen Troll damit Gelegenheit gibt zu sehen, das dieses Laggawesen über eine funktionstüchtige Kampfaxt verfügt.
"Was ?" fragt ONI und gibt der Zwergin dabei die Möglichkeit, mal auf einen Troll hinunterzugucken.
"Nix," gibt Brockn schließlich nach und winkt sie weiter.
"Cool," sagt ONI.
"Cool," sagt auch Brockn, aber die Frage, wie zwei so unterschiedliche Wesen kompatibel sein können, wird ihn noch auf Monate hin beschäftigen.

Das ist aber nicht die eigentliche Hürde gewesen, denn das sind etwa fünfzig, aber gefühlt sicherlich tausend Trolle und zwei ganz harte Orks, die sich zu klassischer Musik schubsen, stoßen und in jedweder Weise antanzen. Irgendein südafrikanischer Trollsprech fordert die Leute auf zu springen und sie gehorchen.
"Festhalten," sagt ONI diesmal wieder, doch in einem ernsteren Tonfall als auf der Harley, "ist grad ein ruhiges Lied."
Ruhiges Lied:
Und dann gehts los, mitten durchs Gewimmel, das zu durchdringen ohne herkulischen Körperbau schlich unmöglich ist. Lagga schwebt über der hüpfenden und rempelnden Trollmasse, muss sich aber richtig gut an ONI's Hörnern festhalten, denn der muß auch gelegentlich mitspringen, rempeln, stoßen und Ellenbogen verteilen.
Ziel ist eine Treppe, die zur nächsten Etage führt, wo die Arbeiter sich früher umziehen und duschen konnten. Auf dem Rest der Etage wurde auch produziert. Die Deckenhöhe ist den früheren Maschinen geschuldet hoch und stabil genug, so das ein Troll sich damit wohlfühlen kann.

Dann sind sie durch, ONI's lange Beine erklimmen die normalen Treppenstufen gleich im Dreierpack und die beiden sind beim Troll zu Hause. Das sind der Umkleideraum für Männer, wo zwei Klos und drei der acht Duschen noch funktionieren. Desweiteren der Umkleideraum für Frauen, der seiner Trennwand zu den Sanitäranlagen beraubt worden war, genau wie der Anlagen selbst. Da steht jetzt ein Bett drin. Eine seiner ersten Anschaffungen, seit er einen Ort hat, um es aufzustellen.
Manchmal schläft ONI sogar in diesem Superdupertrollflauscheträumdichglücklichbett, aber meistens auf dem Beton daneben, in diesem schmuddeligen Schlafsack.
Der Flur gehört auch dazu, sowie der kleine Abstellraum, in dem der Troll Zeug aufbewahrt. Granaten, Munition, Waffenöl, Reinigungsset. Zeug eben.
Und dann ist da noch der ehemalige Aufenthaltsraum, der nun Wohnzimmer spielt und wo das steht, was ONI mit Sofa bezeichnete. Es hat auch die Form eines Sofas, auf dem auch große Trolle prima Platz haben, nur war es kein richtges Sofa, sondern aus Beton.
Sehr stabil. Trolltauglich. Aber aus Beton. Als Polsterung dienten Zwergenmatratzen. Immer zwei über und nebeneinander. Zusammen vier für den Sitz und vier für die Rückenlehne. Es war deutlich zu sehen, welche Seite die Lieblingsseite des Trolls war, denn die andere war eigentlich noch neu.
Wenn Lagga jetzt noch die Rückenlehnenmatratzen runterklappte, könnte sie auf vieren schlafen, wie eine verdammte Prinzessin auf der Erbse.
Es gab auch ein anständiges Trideo, auf das das Sofamonster und zwei weitere Trollsessel ausgerichtet waren. Der Couchtisch waren je zwei Paletten auf jeder Seite und zwei Streifen Arbeitsplatten drüber.
An einer Wand hing ein leichtes ARES Maschinengewehr, an einer anderen eine Kalaschnikov mit einem hübschen Zielfernrohr.

"Machs dir bequem," meint ONI zu Lagga, nachdem er das Magschloss geöffnet und hinter sich auch wieder geschlossen hat. "Ist noch Essen in der Küche," sagt er und zeigt auf den ehemaligen Umkleideraum für Männer. Da ist der Wasseranschluss, also ist da auch die Küche.
"Ich muß mir erst noch die Dusche verdienen, dann ess ich auch was."
Sagt er und macht sich davon.
Die Musik von unten ist auch noch durch die dicke Brandschutztür zu hören, aber die musik aus ONI's "Trainingsraum" ist näher und damit auch lauter. Vom Wohnzimmer geht ein Flur ab, der nach einer Weile in einen nackten Raum führen, in dem früher mal recht schwere Maschinen gestanden haben müssen. Die sind natürlich alle weg, aber die Betonsockel sind noch da.
Eine Betonsäule ist umgefallen worden. Nicht von ihm, von irgend jemandem halt. Einem jemand, der beweisen wollte, das er stärker als eine Stahlbetonsäule ist und offenbar gewann. Diese Säule ist jetzt ONI's Bank. Seine Gewichte sind Stahlbetonbrocken, deren Metallverstärkung zu Griffen zurechtgebogen wurden. Jemand hat mit einem Edding Zahlen draufgeschrieben. Das leichteste wiegt 20,6 kg und ist wohl als Hantel gedacht, das schwerste ist eine Hinterachse eines Ford Americar, die mit Beton und Stahl behängt worden war, das man ihr die Beschrifftung mit 433 kg sofort abnimmt. Manche Gewichte lassen sich gut anfassen, weil sie an Stangen gebunden worden waren, doch die meisten waren einfach nur Betonklumpen. Außerdem gabs noch ein Seil, das oben an einer Säule hing und eine Eisenstange, die in gut drei Metern Höhe zwischen Wand und erster Säule Klimmzüge erlaubte.

Doch zuerst geht es mal mit etwa 150 kg los, die an einer Stange hängen und im Stand vom Oberschenkel zur Brust gehoben und dann wieder abgesenkt werden. Dazu plärren seine privaten Boxen Motivationmusik.
ONI's Motivationsmusik:
Willkommen in einer Trollbude, Lagga.

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Ceres am Mi Nov 02 2016, 11:22

Während ONI sich wahrscheinlich lediglich einmal um die eigene Achse dreht und den Chip entgegen nimmt, muss Lagga noch einmal fix zurück sprinten. Fix deshalb, weil Troll-Beinlänge und Zwergen-Beinlänge nicht unbedingt vergleichbar sind. Aber das macht nichts. Sie sprintet zurück - erstaunlich schnell, aber wenig Masse beschleunigt halt schneller - springt ab und kann Backup so den Chip aus der Hand nehmen, ohne dass sich dieser groß zu ihr runter beugen muss. Dann hat sie bereits auf der Hacke gewendet und hopst tatsächlich ein wenig in Richtung des Motorrads. Wobei man es auch als weniger bemühtes Sprinten auslegen könnte...
"Alles klar!"
Ruft sie noch in Richtung Backup und will sich so wohl für den Chip bedanken.
Memo an mich: Wenn Backup extra erwähnt, dass der Schmidt keinen schlechten Ruf gegenüber Runnern hat, es aber trotzdem erwähnt, könnte Schmidt auch einfach nur klug genug gewesen sein sämtliche Hinweise zu vernichten... Also trau ihm nur so weit, wie du ihn werfen kannst...

Für ONI und SL:

ONIs Auskunft zum Reiseziel verwundert Lagga kurz. Troll-Club? Es gab so viele Trolle, dass sie einen ganzen Club befüllen konnten? Jetzt ohne Scheiß? Sie hatte irgendwie angenommen, dass ONI sowas wie das letzte Einhorn war... oder der letzte T-Rex... Ja, T-Rex war sicherlich der bessere Vergleich... Naja gut, der neben Backup war streng genommen ähnlich groß. Nicht so groß wie ONI. Aber ein ganzer Club? Sie fühlt sich kurz etwas naiv. Da wo sie herkam gab es einfach wenig Abwechslung. Tatsächlich kann sie sich spontan nur an eine Hand voll Norms oder Nicht-Zwerge erinnern... Aber der Blick auf die Harley aus nächster Nähe verdrängt dieses Gefühl schnell.

Natürlich kann sie das Motorrad nicht selbst fahren. Wäre wohl auch unhöflich, ist immerhin ONIs. Ferner war Lagga bereits an deutlich kleineren Modellen in früheren Tagen gescheitert. Aber sie lässt es sich nicht nehmen zumindest den hinteren Sitz alleine zu erklimmen. Das schafft sie über so eine Art Klettern-Klimmzug. Dinge zu erklettern, die größer sind als sie, scheint ihr bereits in Fleisch und Blut übergegangen zu sein. Fröhlich grinst sie ihrem Fahrer entgegen. Ihre Füße reichen noch nicht einmal bis zu den Fußrastern, aber Lagga wirkt trotzdem wie ein Honigkuchengrinsepferd. Vielleicht liegt es daran, dass ihre Mutter in Ohnmacht gefallen wäre, hätte sie sehen können, wie ONI Lagga sprichwörtlich an sich band. Oder sie stellte sich die ungläubigen Gesichter ihrer 11 Brüder vor.

"Festhalten!" War das Letzte, was Lagga von ONI vernehmen kann. Dann erwacht die Maschine zum Leben und es geht los. Im ersten Moment packt sie etwas fester zu, als nötig gewesen wäre. Der Lärm und das Zittern der Maschine sind ein gutes Stück lauter und heftiger als bei den Motorrädern, bei denen sie zuvor als Beifahrerin mitgefahren ist. Ihr ganzer Körper schien zu vibrieren! Als hätte sie sich direkt vor eine dröhnende Lautsprecher-Box gestellt, so sehr vibriert ihre Lunge, ihr Herz und auch sonst so ziemlich alles. Da kann man schon mal kurz erschrecken. Aber ONIs Magen muss nicht lange diesen zu festen Griff aushalten. Sobald sie Geschwindigkeit aufgenommen haben und Lagga der kühle Fahrtwind ins Gesicht peitscht, entspannt sich ihr Griff. Einige Minuten später spürt er, dass sie sogar ihren linken Arm kurz von ihm löst und scheinbar in den Wind hält. Man hört den Jubel der Zwergin nicht, weil es zu laut ist, aber im Rückspiegel kann ONI eine kleine Metall-Hand wie aus der alten Welt sehen. Den Rest der Fahrt benimmt sich Lagga ansonsten vorbildlich und hält sich fest, damit er sich auf den Verkehr konzentrieren kann.

Als das letzte Röhren der Harley verklingt und die beiden angekommen zu sein scheinen, fühlt sich Lagga immer noch wie im Rausch. Wobei das auch daran liegen könnte, dass ihre Ohren leicht rauschen - oder doch mehr fiepen? Es dauert ein paar Minütchen, bis sich ihre Sinne resensibilisiert haben, bis die aufgeregte Rötung im Gesicht zurück gegangen ist und man sich an ihren leicht verzausten Schopf gewöhnt hat. Zwar hält die Flechtfrisur von Lagga einiges aus, aber hier und dort haben sich ein-zwei kupferfarbene Kräuslein hervor getan. Trotzdem sieht sie irgendwie beseelt ruhig und zutiefst glücklich aus. Ich brauche sowas von DRINGEND mein eigenes Motorrad! Muss gleich mal Backup kontaktieren...

"Was zum-?" Ihre Füße baumeln auf einmal in der Luft, als ONI sie auf seine Schulter setzt. Sie hat nicht wirklich Zeit oder groß Möglichkeit da zu widersprechen. Was fällt ihm ein? Sie ist doch kein verfucktes Spielzeug, dass er nach Belieben- SCHEIßE WAR DAS HOCH! Auf seiner Schulter angekommen sieht Lagga die Welt von oben. Von einem über drei Meter Oben! Ihr Jähzorn weicht schnell der Faszination. "Krasse Scheiße..." Entfleucht es ihr ungläubig. Für eine kurze Sekunde träumt Lagga, sie wäre immer so groß. Was musste das für ein Leben sein? Immer so groß! Sie hätte wem auf dem Kopf spucken können! Alter sie sah jetzt ALLES! Sogar wenn jemand fettige Haaransätze oder Schuppen hatte! Okay, das war sicher nicht der Gewinn des Tages... oder Ausschnitte! Die sollten von oben ja echt nett sein. Wo war was Weibliches? Sie wollte das sehen!

Doch zuerst muss sie sich auf den sonderbaren Dialog zwischen ONI und Dingens konzentrieren... Brockn? Komischer Name. Wer nennt sein Kind denn Brock(e)n? Gut, man muss wohl deutlich mehr durch die Gebärmutter pressen, wenn so ein Riese zur Welt kommt, aber will man da ständig dran erinnert werden?
Ansonsten erinnerte sie der 'rege Wortaustausch' an klassische Zwergen-Dialoge:

"Meeehr!"
"Häää?"
"A-hieks-lol!"
"Selber!"
"Du!"
"Du!"
"Asch!"
"Ochs!"
"Prost!"
"Jo!"

In so vermutetem, bekanntem Dialog-Terrain ahnt Lagga in etwa, wann sie besonders griesgrämig drein schauen muss. Als das Stichwort kommt, holt sie tief Luft, plustert sich und ihre Muskeln auf, legt den Kopf in den richtigen Winkel, damit die Streitaxt gut sichtbar wird, und genießt es innerlich tierisch, dass sie dem großen Lulatsch von oben betrachten kann. Nachdem die beiden durch gelassen worden sind, macht Lagga noch fix ein Selfie mit ihrem Handgelenktelefon. Wahrscheinlich setzt man sie gleich ab und ihr neu gewonnenes Gefühl als Riese ist dahin. Das würde ihr ohne Beweis keiner glauben!

Aber sie irrt sich, vorerst darf sie bleiben, wo sie ist und der Grund wird ihr schnell klar. Also hält sich Lagga wieder einmal ordentlich fest, während ONI sie durch diese 'tanzende' Meute führt. Irgendwo im Gewimmel sieht Lagga auch einen weiblichen Troll. Allerdings kann sie ihrem Ausschnitt nicht so viel abgewinnen, wie sie dachte. Das sieht auch nur aus wie ein Bauarbeiter-Dekolleté. Aber gut, Männer könnten den Winkel wohl mögen. Der nächste Gedanke, der sich anschließt, hat etwas mit der Statik von Bettgestellen zu tun und ob Trolle für sowas wohl überhaupt Betten benutzen würden...

Wenn das ein 'langsames' Lied ist, wie sieht dann 'schnell' bei denen aus? Krass dass die sich überhaupt so schnell bewegen können... Hätte irgendwie gedacht, die sind träger... Ansonsten ist ihr dieses 'langsame' Lied unbekannt. Nicht so ganz ihre Sparte von Musik. Techno-Mucke frisch aus dem erstbesten Mixer war ihr oft zu langweilig gewesen. Auch da gab es nette Lieder, manchmal, blinde Hühner und so, aber sie bevorzugt Metall. Gerne auch den Metall aus der alten Welt... Eigentlich erstaunlich, dass diese einfachen Beats und Rhythmen sich seit vielen Jahrzehnten nicht wesentlich verändert hatten und immer noch in Mode waren - oder schon wieder? Naja, es erfüllt seinen Zweck, man kann wohl verlässlich dazu zappeln. Der Höflichkeit halber nickt sie im vorgegebenen Beat mit, allerdings nur mit dem Kopf; der Rest des Zwergenkörpers war mit Festhalten beschäftigt.

Wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, ist einerseits ein beruhigendes Gefühl, andererseits kommt ihr die sich bietende Perspektive so bekannt vor, dass auch der letzte Tagtraum der Realität weichen muss, dass sie nie zu den Großen gehören wird. Ist schon irgendwie cool gewesen, muss sie ganz neidisch zugeben, also still und leise und nur für sich!
"Danke, fürs Reinbringen und so."
Lagga ist sich nicht so ganz sicher, ob sie die Kampfstiefel ausziehen soll oder nicht. Der Boden sieht nicht aus, wie als würden die Kakerlaken ihre Zehen anknabbern. Ihre gute Kinderstube gewinnt schlussendlich und sie lässt die Treter in der Nähe der Eingangstür stehen, bemüht sie in Wandnähe zu platzieren, damit ONI oder wer auch immer nicht darüber stolpert. Sie hofft, dass der Troll nicht zu genau auf ihre Socken guckt. Es sind selbst gehäkelte aus besonders dicker Wolle, zwar klassisch in schwarz, allerdings mit orangenen Punkten darauf.
Zu dem Zeitpunkt hatte ihre Mutter gerade die Punkte-Phase gehabt und es gab keinen Nachwuchs im Hause Svenson, der nicht mit bepunkteten Socken ausgestattet worden war. Oder mit noch peinlicheren Varianten, die sie zum Glück gerade nicht trug. Es gab Naturgewalten, mit denen man sich nicht anlegte. Eine davon hieß Helga Svenson. Wenn sie sich die Zeit nahm, um den Groschen zu sparen und zu häkeln, dann hatte man das zu tragen. Geld wuchs schließlich nicht auf Bäumen und sie sollten dankbar sein. Keine Ausreden! Flucht zweckslos. Sie hatte sich vor vielen Jahren damit abgefunden, allerdings keine große Lust das Thema zu vertiefen. Auch in Zwergenkreisen galten so viele Mäuler nicht unbedingt als clever oder normal...

Oni verzieht sich zum Trainieren und Lagga nutzt die Gelegenheit, um sich umzusehen und ihrem Gastgeber seine Privatsphäre zu gönnen.
Es dauert nicht lange, da hat sie ihr 'Sofa' gefunden. Soviel zur Statik eines Bettes? Blanken Beton mit Polsterung ausschmücken? Jetzt wo sie diese lustige Eigenkonstruktion sieht, dämmert ihr langsam, dass auch Trolle Probleme aufgrund ihrer Körpergröße haben könnten. Möbel mussten deutlich mehr aushalten. Wahrscheinlich ist auch die Harley kein just-for-fun-Aufmotz-Projekt gewesen. Rucksack und Ausrüstung legt sie seitlich neben das Sofa, genauso wie ihre Jacke mit dem Katzen-Button. Den sollte sie Kitty bei Gelegenheit zurück geben. Sie klettert auf das Sofa und nimmt auf der Seite Platz, die weniger eingesessen ist und quasi wie neu aussieht. Für den Fall, dass der Troll irgendwann kommt und sitzen mag.

Ein spannender erster Run, viele neue Gesichter, erstes eigenes Geld, ein langer Tag. Lagga begutachtet noch einmal die Wunde an ihrem Oberarm. Sie ist nicht tief und hat vor einiger Zeit mit dem Bluten aufgehört. Ein Verband erscheint nicht nötig. Da habe ich mich etwas verschätzt gehabt. Ich bin nicht mehr auf dem Land und meinem kleinen Dorf. Hier laufen Trolle zuhauf rum und die Norms sind vercybert bis unter die Schädeldecke... Ich habe noch eine Menge zu lernen...
Mit einem kleinen Seufzer widmet sie sich ihrem Handgelenktelefon. Sie hatte ihrer Familie mitgeteilt, dass sie einen Abwesenheitsassistenten einrichten würde, damit sie während eines Runs niemand stören oder verraten würde. Obwohl sie gerade wenig Lust hat, deaktiviert sie den Assistenten und bekommt nun ruckartig Nachricht um Nachricht. Ihre Mutter hatte sich zweimal gemeldet. Einmal allgemein, ob sie schon in der Stadt angekommen wäre, einmal, warum sie noch nicht geantwortet hatte, ob es ihr gut ginge. Ihr Vater hatte geschrieben, dass er ihre Mutter versucht hatte zu beruhigen, dass sie halt nicht anders könne, sie solle sich mal melden. Und ihr Bruder, dem sie den Run verdankte, hatte sich erkundigt, wie's gelaufen war. Hi Matte! Danke nochmal wegen des Runs. Lief gut, waren erfolgreich. Backup lässt grüßen, hast ihm keinen Scheiß von mir erzählt. Bei dir alles fit? LG Lagga Bei ihrer Mutter überlegte sie kurz, ob und was sie antworten sollte. Grübelnd starrt die Zwergin eine Weile durch die Wohnung... Mum mir geht's gut. War arbeiten, Abwesenheits-Assistent, du erinnerst dich? Mach dir keine Sorgen, habe ein Dach überm Kopf. Ein Kollege lässt mich vorerst auf seiner Couch pennen. Werde bestimmt bald was Eigenes finden. Würde mich gerne erkenntlich zeigen, auf die zwergische Art und Weise. Kannst du mir an die angehangene Adresse 1-2 Flaschen von unserem Rachenreiniger schicken? HDL Lagga PS: Foto im Anhang ist mein Kollege ONI, anständiger Kerl, sehr groß! Mit dieser Nachricht war sie zufrieden. Sie war nicht der große Schreiber, aber glaubte, dass sie ihre Mum so in allen wesentlichen Dingen beruhigen würde. Außerdem funktionierte die emsige Zwergenfrau besser, wenn man sie beschäftigt hielt. Ihren Dad packt sie in die Kopie dieser Nachricht. Damit er genau weiß, was sie tatsächlich geschrieben und Mutter gar keine Chance hat, ihr die Worte im Mund herum zu drehen.
Anschließend sucht sie die Nummer von Backup. Hi Backup! Kannst du dich mal für mich umhören? Suche ein funktionsfähiges, kleines Motorrad, muss fahren können, mehr Mobilität und so. Lagga

Obwohl sie auch ordentlich Hunger hat, tut sie es ONI gleich und kümmert sich erst einmal um ihre Ausrüstung. Sie hatte heute für ihre Verhältnisse viel Blei verschossen. Waffe reinigen, Munitionsbestände ermitteln, gedanklich eine Liste erstellen für den Tag morgen. Morgen würde sie sich auf den kommenden Run vorbereiten müssen, samt der dazu notwendigen Erledigungen. Ich glaube, den Chip sehe ich mir nicht mehr heute an... Fühl mich zu zermatscht im Kopf...

Erstmal gucken, was Trolle so unter einer Küche verstehen und was genau auf der Speisekarte stehen könnte. Lagga hüpft vom Sofa und sockelt sich in Richtung der Küche, um nach dem Essen Ausschau zu halten. "Komm raus, komm raus, wo immer du bist... Ich will dich fressen..."
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