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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Adrian Kane am Do Mai 04 2017, 17:38

Wie angekuendigt verbringt Remo den naechsten Tag mit diskreter Beobachtung des Gelaendes sowie Abfahrerei der umliegenden Strassen. Wie immer ist das der wohl trockenste Teil des Jobs, aber da er in seinem frueheren Leben entweder Vollzeitvoyeur oder was aehnliches gewesen ist, macht es ihm wenig aus stundenlang einfach nur da zu sitzen und Leute beim Kommen und Gehen zu beobachten. Um es auf die Spitze zu treiben stoepselt er sich noch eine Weile in Minerva ein um mit der hochaufloesenden Bodenkamera noch mehr zu sehen und noch weniger von seinen fleischlichen Gedanken abgelenkt zu sein. "Nettes Outfit", texted er Lagga, als er sie an einem der Fenster vorbeihuschen sieht. So gesehen kann er schon verstehen, dass einige Leute das anmacht. Und obwohl er selbst gelegentlich den ein oder anderen versauten Gedanken hegt, hat sich die Beobachterei nie bis in sein Privatleben durchschlagen koennen. Wieder ausgestoepselt lehnt er sich rauchend in seinem Nissan zurueck. Scheinbar war alles bereit. Und ganz so wie er es mag, hat er diesmal scheinbar weniger zu tun. Natuerlich kann er sich nicht darauf verlassen, aber wenn es so ist solls ihm auch recht sein denn die Bezahlung ist diesselbe, ob er nun auf seinem Arsch hockt oder Blei durch die Luft schickt. In diesem Fall hofft er allerdings auf einen bleifreien Ablauf, da sind zuviele Leute, die nix weiter machen ausser ihren normalen Job. Mit diesem Gedanken verschwindet er im Abendverkehr des Plexes.

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Elodriel am So Mai 07 2017, 23:10

Tinkerbox klingt etwas überrascht. „Psychoheini? Naja, eigentlich wollte ich ja nur, dass da jemand den Sanitäter gut darstellen kann. Fahrer und Sicherheitstroll...da fehlt bisher das medizinische Personal. Geh sicher, dass er wirklich in einem Notarzteinsatz weiß, was zu tun wäre, dann bring ihn mit. Und sag ihm nicht, wie viel wir bisher vom Schmitt raus gehandelt haben. Wenn er wirklich nur die Tarnung stärkt, dann sollte er nur einen kleinen Anteil bekommen, denke ich.“ Bleibt zu hoffen, dass es wirklich so einfach wird und der Plan voll auf geht.

Am zweiten Tag ist es soweit und Tinkerbox hat eine Unterhaltung mit Frau Gemert.
Da das bereits am Morgen stattfindet, kann Lagga das beobachten, wenn auch nicht hören, da das Büro der Chefprogrammiererin zwar ein großes Fenster hat, dieses aber schalldicht ist. Doch die ausladende Gestik der Frau spricht Bände. Tinkerbox wirkt unterwürfig und entschuldigend, aber schließlich nickt die Konzernfrau und deutet auf die Tür. Die Deckerin wartet nicht lang und folgt diesem Fingerzeig und verlässt das Büro, gefolgt von Frau Gemert, die einen Datenträger mit sich führt und sich von der Deckerin zum Serverraum führen lässt.
Die beiden verschwinden dann also zusammen nach oben zum Serverraum. Der Deckerin geht durch den Kopf, dass es vielleicht auch ein guter Plan gewesen wäre, sie nun aus dem elften Stock irgendwie durchs Fenster zu entführen. Hier oben ist weniger los und alles...aber das wird so schnell kaum zu kommunizieren sein und so wird dem bisherigen Plan gefolgt.

Lagga fällt auch auf, dass sie bei ihrem Schichtbeginn weniger gründlich untersucht wird, als andere aus ihrer Kolonne. Die Frau, die das bei ihr durchführt ist eben jene Wächterin, die Wolf für die Runner gewinnen wollte. Scheint also geklappt zu haben. Die Frau wechselt gar freundliche Worte mit ihr und scherzt mit ihr über eine Band, die wohl dem Genre entstammt, dessen Anhängerschaft die Zwergin gerade vortäuscht.

Alle Runner bekommen Mittags die Nachricht von Tinkerbox, dass die Sache am nächsten Morgen starten kann. Gemert hat sich die Daten auf ihren eigenen Computer gezogen, während die Deckerin die Server runter fahren musste, wegen eines gravierenden Fehlers. Und um diesen zu beheben, wird sie nun auch den ganzen Tag hier im Haus bleiben müssen, also am nächsten Morgen ebenfalls vor Ort sein, um dem Team zu helfen. Vom Server Raum aus kann sie auf einige Systeme im Haus zugreifen.
Muss also Lagga nur irgendwie hin bekommen, dass für Frau Gemert ein Notruf abgegeben wird. Diese wird jedenfalls auch im Haus bleiben, nur schon um sofort zur Stelle zu sein, falls ‚die Technikerin‘ Irgendwas braucht oder fertig werden sollte.

Am nächsten Morgen wird Lagga bereits um drei Uhr dem Bett geklingelt und ihr Schichtleiter ist dran. Sie müsse heute früher zur Schicht, da ein defekter Getränkeautomat bei der HGP-GmbH für eine riesen Sauerei gesorgt hat. Sie könne die Überstunden dann auch demnächst mal abbummeln. Auch an diesem Morgen wird sie nur oberflächlich überprüft.
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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Steinreis am Fr Mai 12 2017, 21:31

"Hrmmpf, den Psycho testen, geht klar," grummelt ONI und damit ist auch schon alles gesagt.
Warum der Troll grummelt ? Na wegen des Tests. Um zu testen, ob jemand heilen kann, muß man erstmal was verwunden und außer dem Doc und ihm selbst, sind bloß noch Backup und dessen Security da. Was bleibt da noch ?

Vielleicht fühlt sich der Österreicher ja darum so bedrückt, als der massige Meta auf ihn zukommt und überhaußt nicht zufrieden wirkt. Kurz darauf muß der Psioniker heftig zusammenzucken, als der Troll plötzlich mit aberwitziger Geschwindigkeit einen verdammt großen, bösen Sporn aus seiner Rechten schnellen läßt.
Die damit verbundene Anspannung läßt bloß minimal nach, als ONI sich mit seiner Cyberwaffe selbst in den linken Arm schneidet. Alsdann schießt die Pranke vor und der Troll sagt im Befehlston,
"Heil das !"

Die Tatsache, das der Kerl mitbebracht wird, sowie das ONI nicht mehr blutet, zeigt, das dieser Doc seinen Straßennamen nicht ohne Grund trägt, obwohl man zugeben muß, das verflucht viele sich so nennen. Andererseits nennen sich meist bloß die so, die einen Grund dazu haben und das ist gut.
Das es Doc einen ziemlichen Arsch voll Anstrengung gekostet hat, den schwervercyberten Troll geistig so zu erfassen, das er sich eine anständige Diagnose einbilden kann, verschweigt der Sanologe. Das die folgende Heilung noch schwerer gewesen ist, ebenfalls.

Doch ONI hat, mit seinem wärmeempfindlichen Blick, die dicken Schweißtropfen auf der pionischen Stirn gesehen, wie sie versuchen, den überanstrengten Bioreaktor zu kühlen.
Immerhin, eines muß ONI diesem Doc lassen. Er hat nicht darüber gejammert, wie es viele Zauberer tun, die Cybermonster heilen müssen, das er seine ach so wertvolle Aura zerstöre und die magische Heilung unverantwortlichst erschwere.
Man muß sich eben auch über die kleinen Dinge freuen können.

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Ceres am Di Mai 16 2017, 09:59

Lagga geht es ähnlich wie Tinkerbox. Natürlich weiß die Zwergin, dass es eigentlich unklug ist den Blickkontakt zu T-Boxs erstem Besuch zu suchen. Allerdings ist die junge Lagga genauso neugierig auf das nonverbale Feedback von T wie Tinkerbox auf ihr Gesamtergebnis. Ein kurzes Lächeln später, welches auch einfach nur ein freundliches Hallo zu einem unbekannten Gast hätte sein können, ist Lagga gleich viel zufriedener mit ihrem Ergebnis. Es hatte sie Mühe gekostet, aber je öfter sie diese Schminkerei betrieb, desto sicherer wurde die ganze Angelegenheit und desto weniger Zeit brauchte die kleine Zwergin. Von diesem Quell der Freude und Zufriedenheit befeuert machten Lagga in dieser Schicht die Kommentare der Lästerschwestern gleich überhaupt nichts mehr aus.

Nettes Outfit? In einer Pause las Lagga die Nachricht von Remo und war sich nicht sicher, ob er das ernst meinte oder nicht. Der ältere Zwerg konnte dem Nachrichtenverlauf entnehmen, dass die Zwergin seinen Kommentar wohl gelesen hatte, das sagte die Lesebestätigung. Sie war auch vermehrt online, aber eine Antwort blieb doch eine ganze Weile aus. Während Lagga vor sich hin putzte, zergrübelte sie sich darüber ihren kleinen Kopf. Sie hatte sonst halt nicht viel zu tun. Was sollte das heißen? Sollte sie dazu sowas sagen wie: Jo, danke. Aber wenn er es nicht ernst meinte, dann wäre sie voll drauf rein gefallen. Und wenn er es ernst meinte? Dann wäre sie unhöflich. Aber warum sagte er sowas überhaupt? Er hatte es doch sehr deutlich gemacht, dass er sie eigentlich für ein Kindergartenkind hielt. Nein das konnte nicht ernst gemeint...

In ihrer Ratlosigkeit schrieb Lagga sogar ONI an. Man durfte nicht immer die gleichen Leute belästigen mit sowas, T-Box fände sie sonst vielleicht bald lästig. Außerdem versprach sich Lagga mehr Innensicht von ONI. Die Textnachricht an den Troll lautete:

>>Jo ONI! Na? Gerade Döner zum Frühstück gegessen? :D ;) Hoffe dir geht's gut Chummer. Könnt ich dich mal was fragen? Du bist ja ein Mann. Kannst du mir sagen, was ein Mann von einer Frau will, wenn er ihr sagt, ihr Outfit sieht nett aus? Grüße Lagga<<

Glücklich endlich einer Lösung näher zu kommen, schickt Lagga diese Nachricht los. Wenn ihr einer helfen kann, dann sicher ihr Trainingspartner in 'etwas' größer.

*wird noch editiert*





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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Steinreis am Di Mai 16 2017, 21:11

Tja, und da steht der ONI nun, mit dieser Frage.
Meint die das ernst ? Und wieso überhaupt fragt sie ihn ? Ausgerechnet IHN ? Drek, verdammter ! Ihm fällt da nichtmal ein, wie er sich anständig verstellen sollte.
Der Troll ist grad mittelmäßig verzweifelt, weil im Bad ist momentan alles voller Gips, wegen seiner Horntarnung, und nun muß er auch noch auf sowas antworten.

Schließlich und endlich und in Ermangelung verwendbarer Substitute, beschließt er es mit Ehrlichkeit. So kommt er später wenigstens nicht ins stottern, wenns wieder darum gehen sollte. Ganz nach dem Motto, der erste Gedanke war auch der beste.
So bekommt Lagga eine Antwort geschickt, die nicht ansatzweise in der Lage ist wiederzugeben, wie sehr sie das Telefon des Trolls mit Gipsfingern vollgesaut hat. Dafür ist sie ehrlich.

"Sex, was zu essen oder was anderes umsonst. Und nöö, gab Hundebuletten, Fladenbrot und Soyghurt."
Er wird noch nächste Weihnachten Gips aus seinem Handgelenk-Telefon kratzen dürfen, soviel ist mal sicher.
Komischerweise hätte sich die Anwort des Trolls, auffälligerweise mit der des studierten Österreichers gedeckt, wenn dieser je von ihr erführe. Und vielleicht hätte dem sogar Onkel Sigmund persönlich zugestimmt.

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Ceres am Mi Mai 17 2017, 15:34

Die 'freundliche Wachfrau am Eingang' fällt Lagga sofort auf. Der Stinkstiefel vor ihr war weder nett, noch schlampig bei der Kontrolle, noch gesprächig. Gut dass Wolf so eine überzeugende Ader hat. Wie mit dem Rest des Teams vereinbart prüft Lagga bereits vor Tag X, ob die getürkte Wachfrau auch 'etwas taugt'. Im Konkreten heißt das, dass Lagga zwischen Korsett und Brüsten einen von zwei Schlagringen in den Laden hinein schmuggelt und in einem Blumentopf in der Blumenerde versteckt, welchen sie unter anderem zu bewässern hat. Fix rein gesteckt, fertig.

Zufrieden mit dem Ausgang dieses Experiments schreibt Lagga nach Dienstschluss, dass die bestochene Wachfrau soweit zuverlässig ist. Und vielleicht ist es ganz gut, dass sie ONIs Antwort erst danach zu lesen bekommt, denn vor Ungläubigkeit fällt der jungen Zwergin die Kinnlade runter, sie wird erschreckend rot im Gesicht und jappst nach Luft. OPA WOLLTE WAS VON IHR? NIEMALS! Das konnte einfach nicht stimmen! ONI musste sich irren! Aber zumindest in diesem Fall musste er sich irren! Die Vorstellung war so verstörend, dass Lagga auf dem Heimweg zuerst in den falschen Bus stieg und einige Stationen später umsteigen musste, um diesen Fehler auszumerzen. Klar, sie hatte sowas irgendwann schon einmal gehört, glaubt sie zumindest. Aber für diese ganze Sex-Sache hatte sie sich nie groß interessiert und war das nicht schon fast grenzwertig von den Altersverhältnissen her? Der Gedanke ließ ihr eine Gänsehaut den Rücken runter laufen. Pfui Teufel! NEEEEEVEEEEER! Das wurde ihr alles zu blöd.

ONI erhält ein: >>Hundebouletten? Klingt auch gut. Danke für die... Auskunft<< von Lagga zurück, nachdem sie sich etwas beruhigt hat. Und ungefähr 48 Stunden später erhält auch Remo auf seinen Text ein knappes: >>Danke<<

______________________________________________

Den Rest des freien Abends verbringt Lagga damit sich gewissenhaft auf den bevorstehenden Run vorzubereiten. Sie ersteht drei Fläschchen mit k.o.-Tropfen und einige Tabletten, die beim Einschlafen helfen sollen. Die Tabletten werden von ihr zu feinem Pulver zermalen und dann in einer Tupperdose mit Zucker unter gemischt. Die k.o.-Tropfen kommen in eine große Thermoskanne mit Kaffee. Da Lagga nicht geizt, kommen schon einmal zwei Fläschchen da rein, die dritte packt sie sich zusammen mit dem zweiten Schlagring an die übliche Schmuggelstelle zwischen Korsett und Brust.

Als der Anruf eingeht, dass der Getränkeautomat leider Gottes einen Defekt hatte und sie deswegen früher zur Arbeit muss, simuliert die Zwergin eine gerade erst wach gewordene Studentin am Kommlink. Tatsächlich hatte sie diesen Anruf aber erwartet und war hellwach.

Kurz darauf macht sich Lagga mit dem üblichen, eigens besorgten, schwarzen Arbeitsrucksack auf den Weg zur Schicht. Hoffentlich zum letzten Mal hatte sie sich in Schale geworfen und akribisch darauf aufgepasst, dass die Perücke heute mit allen ihr zur Verfügung stehenden Haarnadeln gespikt war, damit diese bloß nicht verrütschte, selbst wenn ihr mal wer das Kopftuch abnehmen würde. Jetzt geht es endlich los!

Die Wachfrau war wie verabredet zur Stelle, um die 'fleißige' Lagga durchzuwinken und so kam auch der zweite Schlagring durch, ohne dass es große Aufmerksamkeit erregte.

Das Chaos war sichtbar, sobald Lagga in den richtigen Flur einbog. Was zum Geier hatte man nur mit diesem Automaten gemacht? Nicht nur, dass eine riesengroße Lache an Kaffee, Cappucchino und heißer Schokolade den Flur verschönerte, sogar die Wände waren voller Spritzer. Entweder das Scheißding war explodiert oder die Spritzdüsen waren unter die Sprayer gegangen... Wie es sich für jede gestandene Putzfrau gehörte, fluchte Lagga hörbar laut durch den Flur. Dass ihr das ja gerade noch gefehlt hatte, ewig dauern würde, so ein Schrott und sowieso wie ging denn DAS bitte? Hatte sie den scheiß Flur doch vor wenigen Stunden erst komplett sauber hinterlassen und nun DAS? Brummelnd und grummelnd nach bester Zwergenmanier begann Lagga die Pfütze fürs erste grob aufzuwischen und hielt dabei immer mal wieder unauffällig nach Frau Germert Ausschau. "Na bloß gut, dass ich nie auf diesen blöden Kaffeeautomaten angewiesen war und mir immer selbst meinen Kaffee mitbringe. Schmeckt eh viel besser als diese Brühe. Das Zeug taugt ja nicht einmal ansatzweise als Muntermacher. Aber zum Flur verschönern, dafür reicht es! Mistding!"
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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Steinreis am Do Mai 18 2017, 06:59

Remo bringt dem Krakenwagen bei sich wie einer zu benehmen, der Wolf heult den Mond an oder was Wölfe eben so tun, um sich auf einen Run vorzubereiten, Tinkerbox wühlt in den Gedärmen eines Konzernservers nach gewinnbringender Scheiße, Lagga fertigt die festeste Perücke und den schlimmsten Kaffee der Welt und ONI kann sich derweil garnicht über den coolen Look seiner wunderbar schwarz lackierten Hörner freuen, weil ihm ein nerviger Österreicher in seinem eigenartigen Singsang ein Ohr abkaut.
Die Welt ist ungerecht, denkt sich der Troll und weiß da noch garnix von der ehrfurchtgebietenden Sauerei, mit der die junge Zwergin sich herumschlagen muß.

Doch immerhin, es hat soweit alles geklappt. Der Psychosani sieht aus wie ein Arzt und sowiet es ONI angeht, kann er auch prächtig Fremdwörter benutzen. Ihn jedenfalls würde das täuschen, doch er hat ja auch keine Ahnung. Den Schnitt hat der Doc zumindest gut verarztet, da wird nichtmal eine Narbe bleiben.
Man kann halt nicht alles haben.
Er selbst würde rein optisch ebenfalls eine gute BuMoNa-Wache abgeben. Die von Backup besorgten Abzeichen wurden von einer Trollin in der Burg für schmales Geld 1A aufgenäht. Richtig mit einer Maschine und sieht gut aus.

Die neuen, alten Waffen fühlen sich wohl in seinen Händen und vertragen sich bestens mit den Aufnähern. Und was sein Gesicht angeht, so hat er beschlossen in die Offensive zu gehen, nachdem er sich ein wenig umgehört hat. Er trägt eine ballistische Maske. Paßt optimal zu seinem restlichen Outfit und obwohl sie ein Notarztrettungsteam spielen, könnte der Samurai so problemlos in einen verdammten Krieg ziehen.
So mag er das. Seine Kalaschnikow, sein MG und seine Guardian sind zu Hause geblieben. Das G9 und die Secura werden ihren Dienst tun. Nur seinen kleinen MGL-6 mit Ersatzmagazinen hat er mitgenommen. Man kann schließlich nie wissen, wann man einen Granatwerfer braucht. Oder ?

So schwelgt ONI in psionikerverdrängenden Gedanken, während er am Treffpunkt auf den Krankenwagen mit Remo wartet und verflucht, das er mit dem Ösi als erste da gewesen ist.
Wird ziemlich eng werden auf dem Rückweg. Sie sind schon zu viert wenn sie ankommen und wenn alles läuft, werden sie auf dem Rückweg zu siebt sein.
Naja, besser schlecht gefahren als gut gelaufen, heißt es doch. Notfalls kann ONI sich auch aufs Dach legen. So schießt es sich auch viel leichter.
Meine Fresse, wenns wenigstens keine Pornos gewesen wären, über die der Knilch die ganze Zeit sabbelt. Wen zum Geier interessiert es denn außer diesem Psycho, das Queen Adeheit früher ein Mann gewesen ist oder das Barbara Boobytrap nen Hund hat ?
Da ! DA !
Dem heiligen Micha Kalaschnikov sei Dank ! Er kann den erwarteten Rettungswagen sehen.


Zuletzt von Steinreis am Do Mai 18 2017, 22:16 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Adrian Kane am Do Mai 18 2017, 19:59

Stirnrunzelnd steckt Remo den Taschensekretaer weg, die Nachricht an die Putzfee hat er schon fast ganz vergessen gehabt. Etwas ratlos steht er nun vor seinem Sessel. Hat er eben noch drueber nachgedacht sich einen runterzuholen so ueberwiegt nun die Lust auf ein starkes Getraenk und so schenkt er sich etwas Zwergenbraeu ein, legt die Fuesse hoch und lauscht den abendlichen Geraeuschen, die aus dem Plex durch das halb geoeffnete Fenster an sein Ohr dringen. Aufdringliche Werbung aus der Wohnung nebenan, Motorengeraeusche von draussen. Hier und da ein Schrei, selten auch ein Schuss aus einer kleinkalibrigen Waffe. Remo gaehnt und zuendet sich eine an. Nach dem ploetzlichen Abschied seiner temporaeren Mitbewohnerin fuehlt sich das Wohnzimmer groesser und leerer an als vorher. Er grummelt sich etwas in den Bart. Ein Zwerg fuehlt sich nicht allein in seiner Huette. Er nimmt einen weiteren Schluck und geht gedanklich nochmal ueber den bevorstehenden Run.

Seine modifizierte Doberman Drohne ist sicher befestigt im hinteren Ende ihres Fahrzeugs mittig eingebaut. Das Hauptgeschuetzt ruht hierbei einen halben Meter ueber der Trage, sodass unten drunter die Gemert liegen kann wenn man sie nicht doch lieber auf einen der kleinen Sitze stopfen will. Ausserdem hat er ein grosses weisses Laken ueber die Drohne geworfen, was genug sein sollte, den unwissenden Beobachter, der vielleicht einen Blick ins Fahrzeug wirft, zu taeuschen. Koennte ja teures medizinisches Geraet sein. Dabei verwirft er moralische Bedenken bezueglich eines bewaffneten Krankenwagens. Wenn man es genauer betrachtet, so ist dieser hier eben ein Wagen, der Kranke macht und keiner fuer Kranke, alles eine Frage der Semantik. Ausserdem hatte mal irgendwer irgendwann geschrieben, dass das Fressen vor der Moral kommt. Und ueberhaupt hat er nicht vor auch nur einen einzigen Schuss abzufeuern. Aber besser vorbereitet kommen. Sicher wird es jetzt etwas enger da hinten, aber die Schuessel bietet vorne neben dem Fahrersitz noch Platz fuer zwei und Lagga kann man ueberall unter bekommen, zur Not im kleinem Zwischenraum fuer das Ersatzrad oder zwischen dem Keilriemen und dem Oelfilter.

Zur verabredeten Zeit stehen bereits zwei Leute am Treffpunkt. Er erinnert sich dunkel, dass noch wer dazustossen sollte. Da der Norm noch beide Arme und Beine sein Eigen nennen kann, geht der Zwerg davon aus, dass der Typ zumindest in Onis Augen halbwegs in Ordnung ist. Er wechselt die Spur, haelt an, die Beiden steigen ein, und bevor irgendwer sich irgendwas dabei denkt ist der Wagen bereits wieder im Rollen und faedelt sich im Verkehr ein. Ein ganz normaler Morgen im Plex.

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Elodriel am So Mai 21 2017, 23:03

Ein Kollege von Lagga ist mit ihr zusammen für die Beseitigung dieses Chaos eingeteilt worden. Eine von denen, die sie bisher besonders deutlich haben spüren lassen, dass sie nichts davon halten, dass sie da ist.
So auch diesmal, denn diese Mitarbeiterin namens Jenny ist sichtbar überrascht, dass Lagga anwesend ist. Wie das denn sein könne und normalerweise bekomme doch sonst Frida (ihre beste Freundin, soweit Lagga das einschätzen kann) mit ihr zusammen solche besonderen Schichten (die immerhin auch eine Bonuszahlung bringen) zugeteilt.
Sofort ruft sie in der Zentrale an und erkundigt sich, was da schief gelaufen sei. Man könne doch nicht so einem Neuling so eine wichtige Aufgabe erteilen. Doch im Endeffekt kann sie jetzt wohl auch nichts mehr ändern. Soweit Lagga das von dem bisschen, was sie hören kann, ableiten kann, wird Jenny wohl mitgeteilt, dass die anderen Kollegen, die angerufen wurden nicht erreicht worden sind, so dass es nun eben die junge Studentin ist.
Immer noch mürrisch nimmt sie es hin und macht sich an die Arbeit. Als Lagga so frei flucht, fängt sie sich natürlich einen Rüffel ihrer Kollegin ein. Dabei fluchen diese und ihre Feundinnin sonst auch immer fröhlich vor sich hin. Von dem Kaffee verlangt sie aber trotzdem rotzfrech ebenfalls einen Schluck.

Das Fluchen bleibt aber wohl auch anderen nicht verborgen, denn nach einiger Zeit kommt aus dem Büro der Frau Gemert, welches sich wie zufällig gerade auf diesem Flur befindet, eben jene heraus. Sie sieht reichlich übernächtigt aus und die Kleidung ist zerknittert. “Was ist denn hier los?“ Sie funkelt die Putzkräfte finster an, dann entdeckt sie Kaffeemisere am Boden. “Was haben Sie denn hier angestellt? Das darf ja wohl nicht wahr sein!“ In ihrem momentanen Zustand vermag sie es nicht, ausreichend böse drein zu blicken, als dass man sagen könnte, dass dieser Blick töten könnte, aber zumindest wird ersichtlich, dass sie absolut nicht erfreut ist. Und offenbar gibt sie nun den ersten Leuten, die sie in der Nähe der defekten Maschine sieht auch die Schuld dafür.

Wolf hat sich in der Nähe des Zielgebäudes in einem Bistro positioniert und mimt da den Kurierfahrer, der nach seiner Schicht nun noch eine Kleinigkeit zu sich nimmt und sich mit der Bedienung unterhält. Dies teilt er seinem Team auch mit einer Textnachricht mit. Er wird in die Nähe fahren, um im Notfall Schützenhilfe zu geben, sollte es hart auf hart kommen.

Tinkerbox sitzt weiterhin in dem Serverraum und mimt gerade die Arbeiterin, die sich für ein paar Stunden ausruht, da sie nun ja schon sehr lang dort vor Ort ist und arbeitet. Ein Feldbett ist ihr sogar zur Verfügung gestellt worden. Vielleicht mimt sie sie das sogar nicht nur, denn es wirkt sehr echt. Jedoch hat sie dafür gesorgt, dass sie geweckt wird, sobald ihr Agentenprogramm einen Notruf registriert und abfängt, so dass sie das ihrem Team dann unmittelbar mitteilen kann.
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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Elodriel am Mo Mai 29 2017, 22:01

Remo fährt in der Umgebung des Zielgebäudes seine Runden, so wie es seiner Meinung nach ein BuMoNawagen tun würde, der in Bereitschaft ist.
Nach einiger Zeit fällt ihm etwas auf und nach einer weiteren Zeit der Beobachtung ist er sich sicher: Sie werden verfolgt!
Die Verfolger wissen, was sie tun. Es sind zwei Fahrzeuge, die sich immer mal abwechseln. Ein PKW (eine eher unauffällige Karre) und ein Motorrad (schnittige Rennmaschine, die aber schon bessere Zeiten gesehen hat) Beim Motorrad wechseln sich auch noch zwei Fahrer ab. Also muss irgendwo noch mindestens ein drittes Fahrzeug sein, dass den Fahrer des Motorrads, der gerade nicht aktiv ist, umher kutschiert.

Gerade als sich der Zwerg sicher ist, dass das wirklich Beobachter sind, kommen sie in eine eher mäßig befahrene Straße und dort liegt das Motorrad, augenscheinlich von einem Pickup angefahren. Der Fahrer liegt am Boden und ein orkischer Mann in Arbeiteroverall winkt dem BuMoNawagen zu. Da die Fahrertür des Pickup offen steht, ist anzunehmen, dass der Ork der Fahrer dieses Fahrzeugs ist.
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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Adrian Kane am Di Mai 30 2017, 00:01

Nachdem er dem Ork freundlich zugenickt hat dreht der Zwerg die Karre betont ruhig um 180 Grad bei, sodass die Hecktueren auf den Unfallort zeigen. Damit man einfacher Leute ins Fahrzeug bekommt. Und damit er einfacher mit Havoc das Feuer eroeffnen konnte, wenn es denn notwendig wurde. Ausserdem wuerde er so wieder schneller hier rauskommen. "Drek verdammter," kommentierter er das Ganze schlechtgelaunt. Der vergetaeuschte Unfall muss wohl der aelteste Trick im Buch sein. Damit haben wahrscheinlich schon die Raubritter vor 800 Jahren die Leute verarscht. Dumm nur, dass sie dem Ork und seinem Kumpel nicht einfach den Mittelfinger zeigen koennen, denn wenn das wirklich Verfolger sind, werden sie nicht damit aufhoeren nur weil ihre kleine Spielerei nicht funktioniert hat und das letzte, was sie jetzt brauchen, sind irgendwelche Dreksheads die mitten im Run anfangen zu stoeren. Er teilt seine Gedanken den anderen Beiden mit, untermauert vom metallischen Schnappen seiner Knarre, man kann ja nie wissen. "Na denn. Ihr Auftritt, Herr Doktor."

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Steinreis am Mi Mai 31 2017, 20:33

Da wirds ihm kalt, dem Sebastian Winter. So heißte er nämlich wirklich, der Herr Doktor, aber sowas sagt man ja nicht, in den schattigen Kreisen. Da ist man sich zu cool dafür und legt sich schnittige Straßennamen zu. Trotzdem will sich ums verrecken kein cooles gefühl bei Doc einfinden, nichtmal ein schnittiges.
Und eigentlich möchte er nach seiner Beretta unter der linken Achsel greifen und muß wohl auch schon seine Hand bewegt haben, wie ihm ein mitfühlendes Nicken vom zusammengekauerten Troll zeigt.
"Warte, Doc," brummt der Samurai und ziejt sich seine Kevlarmaske ins Gesicht, "ich geh als erster raus. So machens die BuMoNa's auch."
Dagegen hat der Österreicher nicht das geringste einzuwenden, doch er macht sich innerlich schonmal dafür bereit, eine Gedankenprojektion zu erschaffen. Ich denke also bin ich, das ist für normale Leute. Für ihn gilt, ich denke also wird es.

So faltet sich zuerst der Troll aus der Seitentür und schaut sich um. Das Sturmgewehr ist nur ein Fingerzucken davon entfernt, Tod und Teufel im Salvenmodus zu spucken, außerdem guckt es in Richtung "Opfer".
Sebastian kann nicht an sich halten und öffnet die Hintertüre einen Spalt breit, damit er was sehen kann. Seine Pistole hat er inzwischen schon rausgeholt, denn alles am Troll sieht alarmbereit aus, was ihn wiederum recht nervös werden läßt. Zudem hat er sich ja für eine imaginäre Wand entschieden, die er zum Schutz entstehen lassen würde. Da wollte er auch eine Offensivoption haben, Mediziner hin oder her.

ONI's Reflexbooster ist selbstverständlich an. Doch so schnell sein Körper nun auch ist, sein Kopf ist es nicht und so weiß er garnicht so recht, was er nun sagen soll. Sein Gewehr ist auf die beiden angelegt, er sucht sie visuell so genau nach Waffen ab, wie es ihm möglich ist und reden soll er auch noch ?
Und was fällt ihm bei all der Anspannung ein ?
"Haben sie eine Krankenversicherung ?" brüllt er zu den beiden rüber. Was würde er denn sagen, wenn er wirklich Sicherheitstroll bei BuMoNa wäre ? Eben das, hat er sich gedacht.
Und das alles, obwohl es nur eine verdammte Show ist. Davon ist der Samurai jedenfalls überzeugt, nachdem sie verfolgt wurden. Und das hier nur die beiden Gestalten lauern, das glaubt der Troll nun überhaupt nicht. Manchmal ist es gut, wenn mann Infratrot sieht, manchmal nicht und meist ist es egal. Mehr hat der Samurai sehtechnisch nicht zu bieten, da seine Augen absolut orginal und unvercybert sind. Sie gucken nur ein wenig tot aus der Wäsche, wie der Doc einmal bemerken mußte, was wohl am unverantwortlich hohen Essenzverlust liegt.
Im Augenblich jedoch, da kann dem Psioniker der Trollsamurai garnicht Roboter genug sein.

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Elodriel am Sa Jun 03 2017, 20:47

Der Ork schaut mit großen Augen zu Oni, als dieser Riese da aus dem Wagen gestiegen kommt. Man kann erahnen, dass er seinem Unglauben auch verbal Luft macht, da er seine Lippen bewegt und ein Lippenleser eindeutig ein ‚Ach du Scheiße.‘ erkennen könnte. Dann räuspert er sich. “Äh...also ich nicht, aber ich bin ja auch nicht der Verletzte. Ob der da eine hat...keine Ahnung.“ Dabei wandern seine Augen immer wieder nervös von Oni nach links, zurück zu Oni und nach links.

Remo entdeckt nun auch den anderen Wagen wieder. Dieser kommt nämlich in die Straße gerast und dreht in einer Bremsung und kommt quer zur Fahrbahn zum stehen. Womit er die Strecke versperrt, was zu einem Hupkonzert hinter ihm führt, dass aber abbricht, als ein Elf auf der von den Runnern abgewandten Seite des Autos aussteigt und mit einer Maschinenpistole in die Luft schießt. Eine weitere Person bleibt im Auto auf dem Fahrersitz sitzen.

Gleichzeitig rennt der Ork nach links und auf der Ladefläche des Pickups erheben sich zwei Gestalten, von denen eine Plane hinabrutscht. Einer hat eine Pistole, die andere ein Sturmgewehr. Auch der liegende Motoradfahrer, wohl eher eine Motoradfahrerin regt sich nun, indem sie sich einmal um die Längsachse rollt und dabei ein Gewehr, dass unter ihm lag in Anschlag bringt. Der Kerl mit der Pistole schreit: “Jo, Arschloch. Das ist unsere Krankenversicherung und jetzt rückt alle Medikamente und Geräte raus, die ihr da drin habt!

Der Ork wirft sich zu Boden und versucht dabei eine Pistole hinten aus dem Hosenbund zu ziehen, verliert diese aber.
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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Ceres am So Jun 04 2017, 17:16

Ach halt's Maul Jenny! Ich krieg auch kein Schmerzensgeld für deine nervtötende Anwesenheit. Wie schön wäre es gewesen, hätte sie das real sagen dürfen. T-Boxs Auswahl beim Make Up sei Dank konnte man den vor Wut röter werdenden Kopf der temperamentvollen Zwergin nicht sehen. Allerdings wrangen Laggas Hände den Wischlappen, den sie gerade über einem Wassereimer hielt, so fest aus, dass dieser riss. Na wunderbar, gleich der nächste Grund für eine Nörgeltirade. Jenny war bereits am Telefon. Die übertrieb echt, es war doch nur ein Waschlappen! Aber nein, sie gackerte wie ein aufgescheuchtes Huhn, warum man nicht wie üblich Frieda angerufen hätte. Für eine Sekunde erschreckte Lagga innerlich. Oje, hatte Tinkerbox sowas auch bedacht? Die Antipathien ihrer neuen Kollegen hatte die Zwergin in dem Bemühen professionell zu sein verschwiegen. Sie wollte nicht rumheulen. Aber T sei Dank, schien es da keine größeren Auffälligkeiten zu geben. Glück gehabt.

Dass Jenny rotzfrech etwas von ihrem Kaffee wollte, ging der Zwergin dann allerdings wirklich zu weit. Vielleicht hätte sie sich den Kommentar verkniffen. Wäre da nicht dieses hochnäsige: Aber zack! von Jenny gewesen. Ach weißt du was Lagga, das ist dein letzter Tag hier. Du musst dir diese Tussi heute nicht mehr zum Freund machen. Die Zwergin räuspert sich, dreht sich zu ihrer Kollegin rum und lächelt sie betont freundlich an, während sie mit auffällig ruhiger und höflicher Stimme anfängt: "Wirklich schade, dass du das Wörtchen >>Bitte<< vergessen hast Jenny. Obwohl - nein warte, ich vergaß, dass du mir auch dann den Buckel runter rutschen kannst. Wenn du mich schon nicht leiden oder grundlegend höflich behandeln kannst, sehe ich auch keine Notwendigkeit dich so zu behandeln. Aber hey, füll dir doch etwas von deinem Eimer in eine Tasse, sollte genug Kaffee dabei sein, meinst du nicht?"

Noch ehe Jenny auf die erste beobachtbare Gegenwehr seitens Lagga reagieren kann, kommt Frau Germert den Flur entlang gelaufen und beschuldigt die beiden Putzfrauen. Man muss nicht Laggas Körpergröße haben, um die Augenringe der Frau Germert gut zu sehen. Was haben WIR gemacht? Sind denn hier alle gaga im Kopf, dass immer die kleine Zwergin die Zielscheibe ist oder was? "Guuuuteeeeen Mooooorgeeeen!" Erwidert Lagga etwas lang gezogen und mit einem Blick, der deutlich machen soll, dass sie diese Mindest-Höflichkeit erwartet hatte. "Ma'am, wir wissen auch nicht, wie es zu diesem Malheur kam. Wir sind bereits dabei es zu beseitigen." Es folgt eine Geste in Richtung der Putzutensilien. "Unser Arbeitgeber hat uns extra deswegen früher hierher beordert. Wir hätten auch gerne länger geschlafen, Ma'am." Die Zwergin räuspert sich, ganz wie als wollte sie den aufgekommenen Ärger hinunter schlucken. Dann geht sie zu ihrem Rucksack, holt die Thermoskanne mit Kaffee und die Tupperdose mit Zucker heraus, stellt diese auf den Tisch im Flur, wo die Mitarbeiter sonst ihren Kaffee genießen können, und deutet darauf. Mit aller Entschlossenheit, die eine so kleine Zwergin ausstrahlen kann, fährt Lagga entschieden selbstbewusst, aber höflich fort. "Sie haben Glück, dass wir Putzkräfte nicht nachtragender als der Papst sind und verstehen, wie wichtig die erste Tasse Kaffee am Morgen für einige Menschen ist. Wenn Sie nicht die ganze Kanne alleine trinken und danach etwas höflicher sein könnten, dürfen Sie Sich gerne bedienen, Ma'am. Meine Kollegin" Das Wort wäre ihr am liebsten nicht über die Lippen gekommen... "und ich gehen jetzt wieder unserer Arbeit nach, damit zum Arbeitsbeginn das Gröbste weg ist."
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Beitrag von Steinreis am Mo Jun 05 2017, 07:49

In geboostertem Zustand sieht ONI dem Gewusel der Banditen zu, wie sie in Zeitlupe versuchen, ihren Run zu sabotieren. Es ist ihm vollkommen egal, ob die dort wissen was sie wirklich anrichten, doch es liegt hier und jetzt am ihm, dem Blödsinn ein Ende zu setzen.
Demzufolge reagiert der Troll auch nicht auf das Geseiere des Ork's, sondern auf das, was es verschleiern will. Die Pickup-Plane.
Zwei Salven aus ONI's G9 sollen liegenlassen, was immer dort hatte aufstehen wollen.
Dannach feuert der Samurai noch eine letzte Salve auf den rollenden Motorradfahrer mit dem Gewehr. Damit hat ONI auf die drei Hauptbedrohungen in seinem Blickfeld reagiert und jeder eine Salve Hochgeschwindigkeitsmuni verpaßt.
Diese armen Idioten, die sie überfallen, haben ja keine Ahnung
wie man Feuer macht.:
Der Samurai zeigt es ihnen.

Als der Troll fertiggeschossen hat, fällt auch Doc ein, das er vielleicht etwas tun sollte, falls der Große nicht alle erwischt hat. Bevor ONI dem tolpatschigen Ork-Gangster sicherheitshalber auch eins verbrät, manifestiert sich des Doktors Wunsch, das der Troll möglichst ewig durchhalten möge, in Form einer blau schimmernden Kuppel um diesen herum.
Das mag Leute irritieren, die hauptsächlich das sichtbare Lichtspektrum nutzen, doch im Infrarotbereich, in dem ONI sieht, hat das Leuchten keinen Effekt. Die Luft wird dort bloß irgendwie kriselig.
Daher weiß der Kolloss auch, das jemand was gezaubert hat, das ihn umgibt. Dies wird nichts an seinem "Plan" ändern, solange zu schießen, bis sich kein Feind mehr regt.
Und auch der Doktor wird sich vielleicht etwas zum drauf schießen suchen, wo er doch jetzt den Hirnschmalz für die Barriere aufbringen muß. Sich gescheit etwas einzubilden, Leute, das ist garnicht mal so leicht.

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Adrian Kane am Do Jun 08 2017, 15:55

Remo hoert das Geballer bevor er noch vorschlagen kann die Situation eventuell mit Reden zu loesen. Nicht, dass er ein grosser Anhaenger der Laberei ist, aber manchmal ists ganz nuetzlich. Ausserdem hat der Elf im Wagen vor ihm ja auch schon eindrucksvoll bewiesen, dass er wenig von Worten haelt. Und der Rigger haelt wenig von moechtegern Gangstern. Ein Blick in den Aussenspiegel verraet ihm, dass der Troll da hinten alles mehr oder weniger unter Kontrolle hat. Kurz waegt er ab, sich in die Drohne einzuklinken, doch so wie seine Karre im Moment platziert ist, kostet das zuviel Zeit. Auf das Langohr mit seiner Pistole zu schiessen scheint ihm auch sinnlos, weil er vom Fahrersitz nicht richtig schiessen kann, der Typ in Deckung ist, und ausserdem noch wer in dem Auto vor ihm hockt. Er verwirft seinen Plan ohne Kratzer im Lack in die Werkstatt zurueckzukehren. Verdammt. Mit quietschenden Reifen erwacht der Transporter zum Leben und haelt voll auf die Beifahrertuer der Elfenkarre vor ihm zu, waehrend der Zwerg etwas tiefer in den Sitz rutscht, nur fuer den Fall, dass der andere Meta versucht ihm ein drittes Nasenloch mit seiner MP zu verpassen.

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Elodriel am Di Jun 13 2017, 16:44

Remos Aktion überrascht die Kerle am Auto. Der Fahrer kommt nicht dazu, irgendwie zu reagieren und der Elf mit der MP kann diese zwar noch grob in Richtung des Wagens halten und abdrücken, doch sind die Einschläge weit davon entfernt, den Zwerg in Gefahr zu bringen, neue Atemlöcher zu bekommen. Der Sprung zur Seite kommt dann auch zu spät und so wird der MP-Schütze umgemäht, als Remo das gegnerische Fahrzeug rammt.

Die Möchtegern Straßenräuber auf der anderen Seite machen Bekanntschaft mit dem heißen Blei, dass Oni so verschießt und der Wortführer wird vom Pick-Up geschleudert. Seinen unsanften Aufprall können der Troll und der Doc nicht mehr sehen. Der Typ mit dem Sturmgewehr scheint etwas besser geschützt und auch etwas sicherer auf den Beinen zu sein, jedenfalls bleibt er auf der Ladefläche stehen, nur um sofort in die Hocke zu gehen, wohl um etwas mehr Deckung zu bekommen. Gleichzeitig antwortet sein Sturmgewehr dem aggressiven Bellen von Onis G9 und sendet einen Schwall von Kugeln auf den Straßensamurai, den Zauberer und den Transporter.
Auch die Motoradfahrerin gibt noch einen Schuss ab. Aber bei ihr hat der Beschuss durch den vermeintlichen BuMoNa-Angestellten genug bewirkt, so dass ihr Schuss nicht gerade sicher zu nennen ist. Und ob sie vor hatte, einen einzelnen Schuss in das Fahrzeug zu jagen und damit ein großen Loch hinein zu stanzen, darf auch bezweifelt werden.
Der Ork sucht derweil sein Heil in der Flucht.

Aus der Ferne ist das Heulen von Sirenen zu hören.

Frau Gemert sieht die Zwergin mit einem Blick an, als würde sie gerade an allen Gesetzmäßigkeiten dieser Welt zweifeln. Laggas Kollegin sieht sie ebenfalls entsetzt an und macht einen demonstrativen Schritt von ihr weg. “Verzeihen Sie bitte, meine Kollegin ist etwas komisch. Ich weiß eh nicht, was die hier zu suchen hat.“
Die Chefprogrammiererin holt einmal tief Luft und funkelt die Zwergin böse an. “Ich denke, da wird Ihr Chef sehr interessiert sein, wenn ich ihm mitteile, wie seine Untergebenen hier mit den Leuten sprechen. Ich weiß nicht, ob das Ihrer Anstellung dort gut bekommen wird.“ Sie schnappt sich die Thermoskanne. “Und das ist dann wohl das mindeste an Entschädigung, was ich erwarten kann. Sollte er gut sein, wird meine Beschwerde eventuell nicht so schlimm ausfallen.“ Die Zuckerdose wird ebenfalls mitgenommen und schon verschwindet die Frau Obermotz mit dieser Beute in ihrem Büro.
Jenny stemmt die Arme in die Seiten und baut sich vor Lagga auf. “Du bsit so doof, wie du klein bist, was? Hast du sie noch alle? Weißt du überhaupt, wer das ist?“
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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Steinreis am Do Jun 15 2017, 07:38

ONI ist in seinem Element. Es ist ja nicht so, das er die letzten 14 Jahre seines jungen Lebens, großartig etwas anderes gemacht hat. So steht es auch außer Frage, das der Troll vor Gegenwehr nicht wegläuft.
Man könnte sogar meinen, man hätte es mit einem Offizier des englischen Königshauses zu tun, denn die ducken sich ja bekanntlich nicht.
Allerdings hätte das auch nicht viel ausgemacht, da ein geduckter Troll immernoch ein 2 Meter großes Ziel ist, außer er kauert sich richtig immobil zusammen. Selbstverständlich macht er das Gegenteil und er läuft auch nicht in Deckung.
Nein, die Deckung läuft freundlicherweise zu ihm. Und DAS wird der Troll sich gut merken. Die alte Raucherlunge am Steuer weiß, was sie tut und so bleibt der BuMoNa-Wagen zwischen ihm und der Gegenfahrbahn, wo der MP-Elf herumballert.

Der Doktor ist auch aus dem Fahrzeug gekommen, aber eher unfreiwillig. Als er nämlich so hinten rausguckt, ob von dort auch etwas kommt, tritt der Zwerg aufs Gas. Man kann also argumentieren, das es nicht Remo gewesen ist, der den Psioniker hinauswarf, sondern dessen eigene Trägheit. Es wäre zweifellos einen guten Streit wert. Nur nicht jetzt.
ONI kann sich nicht um den Österreicher kümmern, denn von der PickUp-Ladefläche kommt verzweifelte Gegenwehr.
Verzweifelt ? Warum ?
Wegen des "Schwalls" von Muni, die ihm entgegengeschmissen wird. Nichts ist ungenauer als vollautomatisches Dauerfeuer. Das gilt auch für die relativ kleinen Gewehrkaliber, die für ihr Gewicht eine enorme Pulverladung besitzen. Die Kalaschnikow, die auf ihn abgefeuert wird, hat eine relativ niedrige Kadenz, was sie theoretisch etwas kontrolierbarer macht, aber ihr größeres Kaliber sorgt für einen größeren Rückstoß und die recht hohen Tolleranzen, die die AK so zuverlässig machen, wirken gegen die Präzision.

Des Docktor's Barriere hat ihren Zweck erfüllt, ist jedoch Geschichte. Die ersten Schüsse der AK sorgen für eins zwei lustige visuelle Effekte, als sie sich mit dem psionischen Schild messen, dann ist der Schutz vorbei. Doch die ersten eins zwei Schüsse sind auch die genauesten.
Von dem halben Dutzend Kugeln, die auf ihn abgeschossen werden, spürt er zwei, von denen aber keine wirklich wehtut. Der Schmerzeditor bleibt also arbeitslos. Sein Schutz aus magischer Barriere, Kevlar, Knochenablagerungen und Dermalpanzerung hat ihren Zweck erfüllt. ONI ist 100 prozentig einsatzbereit.
Das der feindliche Schütze kein Gasventilsystem für sein Gewehr benutzt, kann ONI hören. Und es mag auch ein Grund sein, weshalb nicht besser getroffen wurde.

Das alles ist aber kein Grund, um nett zu den Straßenräubern zu werden. Er verschießt nach wie vor kontrollierte Feuerstöße aus drei Kugeln. Das es das beste ist, was man mit seinem Sturmgewehr machen kann, ist der Troll der festen Überzeugung. Zumindest wenn die Beute zurückschießt.
Zwei Salven werden auf den PickUp-Schützen abgefeuert, als was seinen Oberschenkel streift.
Ohh, der Rollmops vom Motorrad. Ist leider nicht gut genug getroffen worden, so das er noch Gegenwehr leistet. Eine weitere Salve soll das beenden.
An den orkischen Angsthasen wird keine Munition verschwendet. 18 Schuss hat der Troll bis jetzt abgefeuert und 12 sind noch im Magazin. Es würde ONI wirklich freuen, wenn diese Scheiße mit einem Magazin erledigt wäre, denn schließlich haben sie noch richtige Arbeit zutun.

Der Docktor liegt am Boden, seine Barriere ist kaputtgeschossen und er sieht nicht allzu viel. Tja, wäre ich der Konjunktiv, dann hätte ich mehr W(w)ürde, denkt er sich. Doch es wird geballert und so vergeht ihm der Humor doch recht fix.
Den PickUp-Schützen kann er nicht sehen. Der orkische Unfalldarsteller flieht ohne seine Waffe. Der andere Schauspieler wird gerade von ONI's Salve durchgeschüttelt. Auf den noch zu schießen wäre ein nutzloser Overkill.
Was also tun ? Noch eine Barriere ? Das kommt ihm nutzlos vor, nachdem er gesehen hat, wie schnell seine erste weg war. Sein Schild mag gut genug sein, um die kleinen Pistolen zu beeindrucken, denen ein selbsternannter Gentleman, wie er, begegnen sollte. Doch hier schoß man mit ausgewachsenen Militärwaffen und er ist kein Kampfmagier, der sich inmitten vollautomatischer Gewehre zu Hause fühlt.

Und wie er so würdelos am Boden herumguckt, das sieht er doch tatsächlich etwas. Und zwar einen Fuß.
Den Rest kann er nicht sehen, doch da sie hier auf der Straße sind und der Fuß sich hinter dem Feindwagen auf der Gegenfahrbahn befindet, denkt er sich, das der bloß zu einem Gegner gehören muß.
Dann stellt er sich vor, wie das Gehirn des Fußinhabers anfängt zu kochen.
Griechisch, lateinisch, sogar hebräisch spricht der Herr Docktor. Doch was meint ihr wohl, was sich sein Hirn so denkt, als er seinen Manablitz losläßt ?
Ach, verreck doch !
Nein, seine Pistole benutzt er nicht, denn er kennt seine Grenzen. Einen Fuß im liegen zu treffen, das traut er sich nicht zu, denn er ließt ja nicht auf dem Bauch, sondern ist beim Fall vornüber auf den Rücken gerollt.
Außerdem wäre er doch recht gern wieder auf den Beinen, um wieder ins Auto zu kommen. Nicht das Remo noch ohne ihn abhaut.

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Adrian Kane am Sa Jun 17 2017, 18:18

Einen kreativen Schwall Flueche ausstossend setzt der Zwerg scharf um etwa 90 Grad zurueck, waehrend sich das Fenster oeffnet und sein linker Arm nebst Knarre auf den Tuerrahmen legt. Als er klares Schussfeld auf die Fahrerkabine der Elfenkarre hat leert er die Haelfte seines Magazines in den Innenraum, nur fuer den Fall, dass der Drekhead hinterm Steuer immer noch Flausen im Kopf hat. Der Rueckstoss seiner Pistole erinnert ihn daran, dass er eventuell dochmal ueber eine Mitgliedschaft im Fitnesstudio nachdenken und nicht nur Bierglaeser stemmen sollte. Dabei er sieht den Doktor durch das Beifahrerfenster als dieser sich gerade wieder aufrappelt und fragt sich wie der Kerl da hingekommen ist. Der Sirenklang in der Ferne kuendigt das Herannahen der Kavallerie an, sodass er den Gedanken wieder verwirft. Die Spielzeit offiziell zu Ende, latscht er wieder aufs Gas, die geringe Distanz zwischen sich und dem Mediziner schnell ueberbrueckend.

Waere der Troll eine Waffe, dann eine dieser Fire and Forget Raketen, die man nach dem Abschiessen getrost sich selbst ueberlassen und davon ausgehen kann, dass sie am Zielort mehr als genug Zerstoerung anrichtet. Um den macht er sich also weniger Sorgen. Ganz anders der Neue, denn der sieht irgendwie zerbrechlich aus, aber dann wiederum tun das viele Norms. Er tritt auf die Bremse, was diverse Klappergeraeusche und aehnliches von Richtung des Kuehlergrills hervorruft. Nichts ernstes, aber jeder Kratzer im Lack ist einer zuviel. Remos Gesicht verfinstert sich. Der Transporter bleibt nicht stehen, sondern ist gerade langsam genug, dass Herr Doktor wieder an Bord kommen kann. Derweil treffen sich sein und ONIs Blick fuer eine Sekunde. Der Rigger gestikuliert in Richtung des umgefallen Motorrades neben dem Pickup. Das Teil ist zu massiv, alsdass er da einfach drueber fahren will, am Ende verlieren sie die Haelfte des Getriebes und das waere eher schlecht. Auch schlecht waere den ankommenden Sirenen hinter ihnen direkt in die Arme zu laufen bzw zu fahren, daher scheint ihm der Weg voraus die bessere Alternative.

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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Elodriel am Mo Jun 19 2017, 13:01

Der Treffer mit dem Auto und mit der Magie sind für den MP-Schüten eindeutig zu viel. Er fällt zu Boden und bleibt dort als Dekoration liegen.
Ob die Schüsse des Zwergs getroffen haben oder den Fahrer einfach nur in Deckung zwingen, wird nun auf die Schnelle nicht herauszufinden sein, aber zumindest bewegt sich das Auto der Angreifer nicht mehr. Dafür wird es die Fahrzeuge, die da mit Sirenen angefahren kommen sicher erst einmal aufhalten.

Der Kerl auf dem Pickup ist eine harte Nuss, härter als all seine Kameraden zusammen möchte man meinen. Aber was soll einer allein, gegen diese gegner ausrichten? Zumal harte Nuss allein nicht ausgereicht hat, um ihn hier überhaupt nichts abbekommen zu haben. Aber immerhin kann er sich noch halbwegs elegant von der Ladefläche runter bringen und hinter dem Wagen Schutz suchen. So kann er zwar nicht mehr schießen, aber vorerst auch nicht angeschossen werden. Wobei es ja auch nciht stimmt, dass er gar nicht schießen kann...vor ihm ist ein Hauseingang und diese Tür wird jetzt zerschossen.

Die zweite Salve auf die Motoradfahrerin sorgt für den von Oni erwünschten Effekt: Das Gewehr bleibt nun stumm und die Schützin liegt still dort. Sollte er das Motorrad aus dem Weg räumen, so fördert das auch keine Reaktion der Besitzerin des Gefährts zu Tage. Allerdings liegt sie durch den gestellten Unfall und das Rumgerolle auch gute zehn Meter davon entfernt, so dass kleinste Reaktionen vielleicht übersehen worden sein könnten, falls sie den bisherigen Beschuss doch überlebt haben sollte.

Die Sirenen sind inzwischen deutlich näher. Geschätzt noch maximal einen Häuserblock entfernt.
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1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run - Seite 7 Empty Re: 1. Zwischenspiel - Ein ganz normaler Run

Beitrag von Steinreis am Mo Jun 19 2017, 14:14

In ONI's reflexgeboosterter Welt, geschehen die Dinge in angenehmer Geschwindigkeit.
Die Flucht des PickUp-Schützen wird deswegen genutzt, um selbst wegzukommen. Sie sind schließlich nicht zum Vergnügen hier.
Das nervtötende Jaulen von Ordnungshüterfahrzeugen stört jetzt den Wohlfühlbereich des Trolls.
Er hat keine Ahnung, was der Doktor hier draußen macht, doch er hat mitbekommen, das auf den Wagen geschossen worden war, also ist es wohl eine gute Idee gewesen.

Remo hat manövriert und sogar mitgeschossen. Und nachdem er damit fertig ist, den MP-Elfen über den Haufen zu fahrschießen, kommt er stehenden Fußes zurück, um den Psychohexer aufzulesen.
Astrein. Der alte Sack gefällt ihm immer besser.
Und dabei treffen sich die Blicke. Ein seitliches Nicken des Zwergenkopfes in Richtung des schwächsten Punktes der Straßensperre, also Motorrad, sagt genug und gibt dem Troll ein nächstes unmittelbares Ziel.
Während dessen trifft der Österreicher erste ungeboosterte Vorbereitungen, wie ein Boris in den Krankenwagen zu hechten.

Dann ist es an der Zeit, das der Samurai wieder Action zeigt. Mit einem Affenzahn, dem man dem großen Meta nicht zutrauen will, rennt ONI zum Motorrad. Es knallt zweimal, als der Troll mit zwei Offensiv-Minigranaten aus seinem MGL-6 dafür sorgt, das der PickUp-Schütze sich nicht vergessen vorkommt.
Wenn die Explosivkörper so fliegen, wie der Troll will, dann landet eine Granate unter dem PickUp und die zweite hinter ihm.
Aber man kann nicht alles haben, gerade dann, wenn man mit Elfengeschwindigkeit rennt.
Da ist es schon leichter das Bike wegzuheben. ONI macht Platz für den Krankenwagen und der Doktor hat es tatsächlich alleine hinein geschafft. Die Hintertüre ist nun rausfallsicher geschlossen. Die Seitentür ist aber noch so offen, wie der Troll sie gelassen hat.
Diesmal ist es an ONI dem Zwergen zuzunicken. Er will das Bike etwaigen Verfolgern und/oder Ordnungshütern wieder in den Weg tun. Aber nicht ohne vorher die Vordergabel zu zertreten. Dann schnell in den Krankenwagen gerannt und weg.
Hoffentlich...

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Beitrag von Adrian Kane am Fr Jun 23 2017, 15:26

Ohne Zoegern, und mit dem Mediziner wieder an Bord, beschleunigt der leicht angekratzte Wagen und quetscht sich durch die neu entstandene Bresche. Irgendwie schafft es der Zwerg sich dabei gleichzeitig eine Fluppe in den Mundwinkle zu friemeln und diese auch noch anzuzuenden. Kratzer im Lack, Dellen und Einschussloecher in seinen Karren verursachen bei ihm immer ungesunden Stress. Und ist das statistisch gesehen nicht eine der haeufigsten Todesursachen? Wo ist der verdammt Ork wenn man ihn mal braucht? Waehrend sich der Rauch in seine Lungen vorarbeitet wird die Ambulanz von zwei kleineren Explosionen durchgeruettelt. "Dumme moechtegern Gangster, drek verdammter...," brummelt Remo mit der Zigarette im Maul. Zumindest werden diese hier wohl ihre Lektionen gelernt haben. Diejenigen, die noch am Leben sind zumindest. Er laesst vom Gaspedal ab und beobachtet ONIs Schaffen im Seitenspiegel. Die improvisierte Barriere wieder geschlossen sollte eigentlich jeden noch so motivierten "Gesetzeshueter" davon ueberzeugen, dass es am einfachsten ist die noch atmenden Leute und Leichen nebst Koerperteilen vor Ort einzusammeln, einen Bericht auszufuellen und den Rest zu vergessen. Auf die Bequemlichkeit kann man eigentlich immer bauen. Im Hintergrund rueckt das elende Gejaule der Sirenen wieder etwas naeher, der Zwerg laesst die Karre mit der offenen Seitentuer in einem gemuetlichen Tempo weiterrollen bis der Troll wieder dazustoesst.

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"Everything that lives is designed to end. We are perpetually trapped in a never-ending spiral of life and death. Is this a curse? Or some kind of punishment? I often think about the god who blessed us with this cryptic puzzle...and wonder if we'll ever get the chance to kill him." - 2B
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Beitrag von Steinreis am Sa Jun 24 2017, 22:10

Das malträtierte Gerät, das der Troll zu Boden wirft, war mal eine Yamaha. Die kleine Pistole, die der Ork-Feigling beim einscheißen verloren hat, ist eine Ceska vz/120. Eine astreine 9 mm Knarre, zuverlässig und 18 grimmige Patrönchen im Magazin. Zu schade, um sie liegen zu lassen.
Also schnappt er sie sich, ls er wieder anfängt zu sprinten. So wird wieder einer auf Elfengeschwindigkeit gemacht.
Jetzt hat ONI weder Rigger- noch Datenbuchse und so kann er sich schwer vorstellen, wie es ist, als Auto zu erleben, wie ein über dreihundert Kilo Gewicht, welches dich mir nichts dir nichts bespringt, für einen Stolpereffekt sorgt. Hoffentlich pusht die Kippe sein Gleichgewichtsvermögen.

Der Doc hat auch keine Buchse, glaubt aber genau zu wissen, wie sich das anfühlt. Nämlich als ob du mit der Stirne gegen Autoblech knallst. Zwar hat er geistesgegenwärtig und auch rechtzeitig seine Arme ausgestreckt, trotzdem ist es im Krankenwagen eng, so das er dennoch gegen den oberen Medikamentenstau drischt. Nagut, kein Blech. Plastik. Tut aber trotzdem weh. Doc hütet sich jedoch, einen bissigen Kommentar abzugeben, er hat gerade gesehen, was der Troll so drauf hat. Lieber ein wenig später stänkern. Wenn der Booster aus ist.
Außerdem hat er sich eben nicht gerade mit Ruhm bekleckert, da draußen.

Für ONI ist die Angelegenheit fast schon vergessen. Nicht anders als dieses eine mal, wo er hier im Plex ankommt und solche Hotten, wie die gerade eben, ihm seine Waffen abnehmen wollen.
Arschkrampen ! Die haben ein verfluchtes glück, das ONI im Augenblick keine Zeit zum spielen hat, sonst würden sie alle über die Klinge springen.
Nein, der Troll nimmt sich seelenruhig eine Pflasterrolle, reißt ein Stück ab und verarztet seine Uniform. Unten am Bein hat der Streifschuß nämlich dafür gesorgt, das eine kleine Wolke aus Kevlarfasern rausguckt. Zurückstopfen, Pflaster drauf und letztlich mit einem Edding, den der Samurai aus einer der vielen Taschen des Anzugs holt, wird das hansaplastrosa des Pflasters geschwärzt. sieht garnichtmal sooo schlecht aus.
Der andere Treffer ist nicht zu sehen. Alles steckt in der Schutzkleidung und da der Troll keinerlei Anstalten macht auch bloß Aua zu sagen, ist wohl alles mit ihm in Ordnung.
Das sagt übrigens auch Doc's Diagnosezauber, den er heimlich wirkt, weil er der Meinung ist, das der Große einfach irgendwas abbekommen haben MUß, soviel wie da geballert worden ist.
Fehlanzeige. Alles in Ordnung.
Und diesmal sind sogar Zauber und Cyberware einer Meinung, denn ONI's Biomonitor ist zufrieden mit ihm und meldet dafür volle Einsatzbereitschaft.

Wenn dann nicht vielleicht nervige Bullen abzuschießen sind, dann schaut der troll mal nach seinem kleinen Pistolenfund. Für ihn ist das Ding viel zu klein. Da ist schon zehnmal geschossen worden, bevor er das winzige Teil rausgefriemelt hat. Aber für Lagga könnte das was sein. Klein, zäh, zuverlassig.
Paßt !
Und siehe da, das Teil ist in gutem Zustand und voll geladen. Und natürlich viel besser, als ein lausiger Besenstil. Die kleine Ceska ist mit Standard-Vollmantelgeschossen geladen. Eine Axt hat er nicht für sie, doch sie ist auch so in der Lage einem die Eier abzureißen.
Doc findet die ruhe des Trolls irritierend. Er ist noch voller Adrenalin, er ist hippelig bis zum gehtnichtmehr und am liebsten würde er reden wie ein Wasserfall, doch ONI sieht nach dem genauen Gegenteil davon aus.
Doch woher soll der Doc auch wissen, das so ein bisserl Adrenalin bloß ein Mückenschiss für jemanden sein kann, der jahrelang unter konstantem Boostereinsatz lebte.
Eben. Also weiter im Plan. Doc denkt außerdem so intensiv wie möglich über ihren Sieg und nichts als ihren Sieg nach. Alles andere IST unmöglich.

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Beitrag von Ceres am So Jun 25 2017, 10:47

Alleine dieser Blick war es ihr wert. Gott konnte die dusselig aus der Wäsche gucken, diese Germert-Kuh. Und auch Jenny! Innerlich tanzt die Zwergin gerade Lambada und legt einen Freudensprung obendrauf, als ihre Taktik voll aufgeht und die Oberchefin gleich die ganze Kanne samt Zuckerdose mitnimmt. YES!
In real sieht die Sache natürlich anders aus. Lagga guckt Frau Germert erst verwundert und dann gar nicht mehr an, sieht bedröppelt auf ihre Schuhe und spielt die Reumütige. Sie versucht so zu reagieren wie jemand, der für einen kurzen Augenblick vergessen hat, dass sowas einen den Job kosten kann. Als Frau Germert andeutet sie kündigen zu lassen, fällt ihr vor Entsetzen das Kinn herunter. Nur einen Haken hat die Sache, jetzt sieht Lagga nicht, ob und wann Germert den Kaffee trinkt. Und für Jenny bedeutet es wohl, dass sie auch nicht sanft entschlummern darf, sondern eins von hinten auf den Kopf wird kriegen müssen. Was der Zwergin fast etwas leid tat, hatte sie ihr doch gerade etwas helfen wollen. Wobei: Das muss kein Akt der Nächstenliebe gewesen sein...
"Nee, wer ist das denn? Ich dachte, dass ist so ne normale Büro-Mitarbeiterin, die Überstunden schiebt. War die etwa wichtig? Ach scheiße!" Beichtet Lagga der Kollegin. "Ist mir so rausgerutscht. Scheiße... Aber ehrlich mal, als ob wir als Putzfrauen uns mehr Arbeit machen würden, indem wir so einen blöden Automaten...SCHEIßE!" Sie seufzt tief, legt sich die Hand in verzweifelnder Geste vors Gesicht. "Meinst du, wenn ich mich entschuldige, dass sie die Meldung vergisst? Mann, ich brauche diesen Job! Oder kann die mich direkt feuern? Scheiße Jenny! Wer ist das denn? Wie sehr muss ich gleich kriechen?
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Beitrag von Elodriel am Mo Jun 26 2017, 12:09

Der Zwergenrigger kann im Seitenspiegel noch sehen, wie zwei Einsatzwagen der örtlichen Polizei in die Straße einbiegen. Einige Schaulustige blicken inzwischen aus den Fenstern und zwei mutige trauen sich sogar schon aus einem Hauseingang.
Die Ordnungshüter setzen dem Wagen der Runner nicht direkt nach, da hat die Barriere, die Oni dort errichtet hat ihren Zweck erfüllt.
Nach einigen Abbiegungen, kurzen Wartemomenten in Seitengassen und dem allgemeinen Entfernen von dem Ereignisort, ohne sich zu weit vom Zielort zu entfernen sind sich die angeblichen BuMoNa-Angestellten sicher, dass sie nicht mehr verfolgt werden.
Jetzt heißt es wohl nur noch warten, dass Lagga oder Tinkerbox sich melden.

Die Zwergin erntet einen Blick von ihrer Kollegin, der vor Verachtung nur so trieft. “Wenn ich wegen dir diesen Job hier verlieren, dann versenke ich dich im Rhein. Und klar kann sie das bewerkstelligen. Sie kann auch unserer ganzen Firma den Vertrag entziehen. Sie ist hier eine der Obermotze. Ihr gehört der Laden größtenteils.“ Sie schüttelt den Kopf. “Und wag es nicht, sie noch einmal anzuquatschen. Du bist so hohl, dass du bestimmt alles nur noch schlimmer machst. Nimm einfach hin, dass du hier raus fliegst und alle werden glücklich. Und jetzt mach den Boden weiter sauber, ich muss mich auf den Schreck erst einmal kurz hinsetzen.“ Sprichts und geht ein Stück den Gang hinab bis zu einer Nische, in die sie sich setzt. Dabei hat sie einen Eimer und Lappen dabei. So kann sie wunderbar so tun, als würde sie dort arbeiten, falls jemand auftaucht.
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