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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 7 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Elli am Mi Sep 09 2015, 14:54

Samuel war schweigend geritten. Smalltalk lag ihm nicht, wenn er damit beschäftigt war eine Frau auf dem Sattel zu behalten. Zugeben - das hatte er sich schöner vorgestellt. Er war die meiste Zeit damit beschäftigt ihren Sitz wieder zu korrigieren und sie daran zu hindern, nicht zu Boden zu gleiten.
Das endlich Grat in ihre Nähe kam, kam ihm mehr als Recht. Vermutlich würden sie die Königin los werden und dann konnte es weiter gehen. Er ließ seinen Blick über die Menschenmenge gleiten, die immer dichter und dichter zu werden schien. Ahnten die Menschen welche Gefahr ihnen drohte? Oder waren sie nur damit beschäftigt das Abendessen zu überdenken? Vielleicht war das aber auch der einzig richtige Weg mit einer solchen Gefahr, gegen die man sich ohnehin nicht erwehren konnte, fertig zu werden. Sie größtenteils zu ignorieren und einfach abzuwarten.
Immerhin gab es hier einige hübsche Frauen. Da könnte was laufen. Samuels Laune hob sich. Doch auch er war dafür die Königin los zu werden. Der Vorschlag von Oorm gefiel ihm und auch ohne die Zustimmung Basils war es für den Söldner beschlossene Sache.
Während er das Gesrpäch der beiden mit einem Ohr verfolgte, lenkte er sein Pferd neben einen Marktstand in dem eine Frau Obst und Gemüse anpries.
“Ich nehme einen Apfel…äh.---nun zwei. Also einen für mich und den den mein Pferd gerade verspeist.“ Er hatte ein Goldstück aus der Tasche gezaubert, das den Wert des Obstes um vielfaches überstieg. “Der Rest ist fürs Geschäft, wenn Sie mir verraten können wo ich einen Heiler hier finden kann.“

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 7 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Darnamur am Fr Sep 11 2015, 14:28

„Nun, wenn es dir nicht möglich ist, uns lange als Bär zu folgen macht das Ganze nicht wirklich Sinn“, Bazille kratzte sich am Kinn. Schade. Sein Plan hätte sicher viel Spaß gemacht. Naja, zumindest für ihn. Für Oorm vielleicht eher weniger.
„Du wärst nämlich nicht der erste Bär gewesen, den ich in einer Stadt gesehen habe.“

Der Söldner erinnerte sich noch an den merkwürdigen Anblick. Damals hatte er sich gewundert, was für ein Teufel in diese Menschen gefahren sein musste, einen Bären in eine belebte Stadt hinein zu führen.
„Ye, in Toria ist mir das passiert. Mitten auf dem Marktplatz hab‘ ich das haarige Vieh stehen sehen. Anscheinend hat es zu so einem Gauklertrupp gehört. Die haben irgendeine Show veranstaltet, um die Menschen zu bespaßen. Und dafür hatten sie auch einen zahmen Tanzbären dabei, der Kunststücke aufgeführt hat. Deshalb dachte ich mir, könnte das bei uns auch funktionieren. Wir wären die perfekte Gauklertruppe, Oorm.“
Er zwinkerte dem Alten grinsend zu. „Der hässlichste Mensch der Welt und sein Tanzbär.“
Bazille musste zugeben, dass es ihm tierische Freude bereitet hätte, Oorm ein paar „Kunststücke“ aufführen zu lassen. „Natürlich hätte der Nekromant sofort Wind von unserem Auftauchen bekommen, aber das wird er bestimmt ohnehin. So leicht sind wir nicht zu übersehen. Zumindest ich und der Stinker nicht.“
Der Söldner wandte sich an den Raben: „Wir sollten unsere Reittiere schnell irgendwo unterbringen. Wenn Oorm es nicht so lange da drinnen durchhält, müssen wir uns beeilen.“
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Beitrag von Leo am So Sep 13 2015, 00:03

Mike konnte einfach nicht anders – er prustete laut los, als Basil seinen Vorschlag anbrachte. Oorm als Tanzbär! Was für eine geniale Idee … er wollte gerade scherzhaft fragen, ob er dann die Leine halten dürfe, doch er verstummte, als Basil ihn nur Sekunden darauf ‚Stinker‘ nannte.
Es tat immer noch weh, selbst nach so vielen Jahren. Mike schämte sich schon für seinen Geruch, seit er ein kleines Kind war. Es gab Leute, die verständnisvoll damit umgingen, doch die meisten wollten ihm nicht zu nahe kommen, geschweige denn mit ihm sprechen. Das zumindest musste man Basil ja anrechnen – geflohen war er noch nicht, doch das würde auch bedeuten, kein Geld zu bekommen, und da war er vermutlich das kleinere Übel. Und gleiches galt vermutlich für seine restlichen Reisegefährten …
Den restlichen Weg in die Stadt verbrachte Mike stumm, die gute Laune so schnell verblasst wie sie gekommen war.

Sie kamen unbehelligt durch das Stadttor, was Mike ein wenig wunderte; zumindest Basil und der Rabe waren nicht gerade unauffällige Leute. Doch die Wachmänner am Stadttor wirkten eher gelangweilt und unterhielten sich, während sie sich auf ihre Speere stützten wie alte Männer. Außerdem herrschte ein reges Gedränge schon am Tor, das es wohl zusätzlich schwer gemacht hätte, einzelne Reisende näher unter die Lupe zu nehmen. Die Atmosphäre der Stadt war gelassen, ganz anders als in Toria, und diese Ungezwungenheit war schon bei der Torwache zu spüren.
Die Straße auf die sie einbogen war breit und zu beiden Seiten gesäumt mit Fachwerkhäusern, vor denen bunt bedachte Marktstände angebracht waren. Wie Blumen hoben sie sich als bunte Farbtupfer vom allgegenwärtigen Fels ab. Marktschreier waren hier und da zu hören, unterstützt vom allgegenwärtigen Gesumme der Menschen um sie her. Es war viel los auf Grats Straßen, was Mike aber nicht wunderte an einem Markttag. Er war in seinem Leben selten nach Mauris gekommen (obwohl es so nah an seinem Heimatdorf lag), doch dort war es immer ähnlich gewesen.
Die Menschen machten bereitwillig Platz, wenn sie die Reiter hinter sich bemerkten, schenkten ihnen sogar manches Mal grundlos ein Lächeln (was erst bei Basils Anblick wieder verblasste). Er wusste nichts über die Bergstadt, doch die Grater schienen ein heiteres Völkchen zu sein, wenigstens in dieser Gegend. Mike hatte es nicht wirklich eilig, das Grater Armenviertel nach diesem Jabby zu durchkämmen, doch wenn es ihnen weiterhelfen würde …
Er blieb stehen, als Samuel hinter ihm ausscherte, die Königin noch auf seinem Pferd. Während er selbst in alle Richtungen schaute und sich an Grat gar nicht recht sattsehen konnte, war Theresa noch immer so lethargisch wie eh und je. Stumm starrte sie vor sich her, ihr Kopf wippte bei jedem Schritt von Sams Pferd mit, als könne sie ihn kaum halten. Gefährlich wirkte sie nicht, doch ihr Anblick stimmte Mike traurig. Es sah aus, als wäre Theresa gefangen in ihrem eigenen Körper, der ihr mit einem Mal nicht mehr gehorchen wollte. Es musste ein schlimmes Gefühl sein … vorausgesetzt, die Inselkönigin spürte überhaupt noch etwas.


Die Marktfrau, die Samuel angesprochen hatte, war eine rundliche, rotbäckige Frau mit Lachfältchen um die Augen und einem langen Flickenrock mit vielen Taschen. Eine Zornesfalte bildete sich zwischen ihren Augen, als sie sah, wie Sams Gaul einen ihrer Äpfel verschlang, doch sie verschwand sofort, als dessen Besitzer ihr die Goldmünze hinhielt. Diese war beinahe schneller verstaut, als man schauen konnte. Mit einer knappen Handbewegung wies die Frau Samuel an, sich ruhig zu bedienen.
Ja, da kann ich Ihnen helfen, junger Mann. Wissen Sie, mein Bruder, Francis, er hat ja ein so schlimmes Fußleiden … schrecklich, sage ich Ihnen … wie oft habe ich ihm schon gesagt, 'Francis', habe ich gesagt -“ Die Marktfrau schien sich wieder zu erinnern, mit wem sie sprach, und setzte ein entschuldigendes Lächeln auf. Ihre Stimme hatte den weichen Grater Akzent, wie ihn alle Stadtbewohner zu sprechen schienen; das R schien ihr eher sanft die Zunge hinabzugleiten, als dass sie es rollte.
Der alte Mahoney wohnt nicht weit von hier, der wird Ihnen hoffentlich helfen können.“ Sie warf einen unbestreitbar neugierigen Blick auf Theresa, die ausdruckslos an ihr vorbeistarrte, doch sie schien nicht zu erkennen, wer da vor ihr auf dem Pferd saß – kein Wunder, denn außerhalb der Inseln war Theresas Gesicht kaum einem bekannt. Sie zeigte auf eine dünne Gasse zwischen zwei Marktständen. „Nehmen sie die Straße da, dann die zweite rechts und durch bis zum Steinbruch. Das verfallene Haus mit dem Kräutergarten, das ist seines. Können Sie gar nicht verfehlen, junger Mann.“ Die Frau beugte sich wieder zurück und zupfte verlegen an ihrer Bluse, als hätte sie Sorge, Samuel mehr Einblick gewährt zu haben, als gewollt. Dann wandte sie sich der nächsten Kundin zu, und binnen Sekunden wurde Samuel wieder zur Nebensache.


Zuletzt von Leo am So Sep 13 2015, 17:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Beitrag von Schattenmond am So Sep 13 2015, 14:59

Neah wusste nicht recht, was sie von alledem halten sollte.
Obwohl sie die offenen freundliche Art der Grater faszinierte und doch ein wenig fröhlich stimmte, was zu einem etwas gequälten Lächeln führte, fühlte sie sich beengt durch all den Stein und vorallem diesen riesigen Menschenmassen.
kaum vorzustellen, wie es wäre, wenn sie nicht auf dem sicheren Pferderücken saß.
Immer fort und immer lauter jaulte der fuchs in ihr auf, bellete und knurrte, bäumte sich in ihrem inneren auf, so beengt und vorallem verdrängt fühlte er sich.
Die letzten Tage hatte sie keinerlei Chancen gehabt, sich weit genug von den anderen zu entfernenn, um in Ruhe dem Fuchssein nachzugehen und einfach das zu sein, was sie war.
Der Drang sich verwandeln zu müssen, schien stetig zu wachsen und versetzte ihr schmerzhafte stiche in der Brust.
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Beitrag von Elli am Di Sep 15 2015, 09:06

Samuel zwinkerte der Frau hinter dem Marktstand zu und drehte sich auf dem Sattel etwas zu den anderen der Gruppe um. Er nickte freundlich in die Richtung der anderen und rückte Theresa etwas zur Seite, die dazu neigte immer wieder zur Seite zu rutschen. Sie schien zwar in der Lage zu sein, ihren Körper zu beherrschen und unter Kontrolle zu haben, doch sie legte offenbar keinen großen Wert darauf. Sie ließ es auch ohne jegliche Regung zu, das Samuel sie hin und her schob und dafür das ein oder andere Mal ein böses Schnauben vom Pferd erntete.
Er lächelte den anderen zu und nickte dann in die Richtung die er gewiesen bekommen hatte. Er war froh, wenn der die Frau, die sich einfach nur anfühlte wie ein nasser Sack voll Reis, losbekommen würde. Die Reise war anstrengend gewesen und er hatte sich das deutlich anders vorgestellt. Er konnte nicht behaupten, dass er auch nur ansatzweise Spaß daran gehabt hätte und immerhin hatte er einen nett anzusehenden Frauenhintern in seinem Schritt gehabt. Aber da es sich auch um eine tote Ziege hätte handeln können, alleine von den Bewegungen war der Weg für Samuel alles andere als angenehm gewesen. Er hoffte das ihn jemand begleiten würde. Andersfalls würde er sich selbst beim Absteigen sehen, während er mit einer Hand versucht die Königin im Sattel zu halten und mit der anderen versuchen würde, den Kopf des Pferdes abzuwehren, damit er kein Ohr abgebissen bekommen würde.
Vermutlich würde sie einfach seitlich vom Pferd fallen. Aber hey! Das könnte vielleicht einen Schlag auf den Kopf verursachen und sie würde wenigstens mal Aua sagen. Im Zweifelsfall also auch alleine. Auch wenn die Aussicht auf Hilfe verlockender war.


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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 7 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Thorgrimm am Fr Sep 18 2015, 03:41

Im Gegensatz zu Bazille, gefiel Oorm die Vorstellung, als Tanzbär durch Grat zu rennen, überhaupt nicht. Da er auch kaum einen Sinn für Humor hatte, zwinkerte und grinste er auch nicht zurück, sondern starrte den selbsternannten hässlichsten Mensch der Welt einfach nur schweigend an. Dumm war die Idee vielleicht nicht unbedingt, wenn es so etwas wie Gauklertrupps und Tanzbären in Städten wirklich gab aber zu so etwas würde er sich dann wirklich nicht herunterlassen. Selbst Oorm hatte so etwas wie Stolz und einen Tanzbär zu mimen, gehörte definitiv zu den Dingen, die ihm diesen Stolz nahmen.
Weiterhin ohne ein Wort zu verlieren, betrat er Grat. Allein schon der Anblick der Menschenmassen versetzte ihm einen schmerzhaften Stich. Der war natürlich nur eingebildet aber trotzdem bemerkte er schon jetzt ein gewisses Kribbeln an seinem Körper, dass sicherlich echt war. Bazille hatte zumindest in einer Sache Recht gehabt. Sie sollten sich beeilen, wenn er irgendwie helfen sollte. Schon bald musste er sich zurückziehen und bis dahin wollte er Ergebnisse haben - wie auch immer diese aussahen.
Oorm bemerkte, dass sich Samuel von der Gruppe trennte und dachte nach. Sie wollten zwei Dinge erledigen: Zum Einen den Nekromanten finden und zum Anderen die Königin heilen und befragen. Er musste sich also entscheiden, entweder dem Kopfgeldjäger oder dem Söldner zu folgen. Natürlich wollte Oorm sichergehen, dass die Königin sicher zum Heiler gebracht und dann befragt wurde aber er war sich sicher, dass das Samuel theoretisch auch alleine erledigen konnte. Bazille ritt auch schon leicht in die Richtung seines Söldnerkollegen und mit ihm hatte die Gruppe wenigstens jemanden, der kämpfen konnte. Ganz davon abgesehen, dass Samuel als Söldner wohl auch einiges vom Kampf verstand.
Oorm wollte nicht dabei zusehen, wie der Heiler seine Magie wirkte. Er wollte etwas tun. Aktiv sein und helfen. So wie er das verstand, konnte er wohl am Besten bei der Suche nach diesem Jabby helfen. Zumindest konnte er ihn vielleicht etwas einschüchtern und am fliehen hindern. Ganz davon abgesehen, brachte ihn dieser Weg näher zum Nekromanten und das war schließlich seine eigentliche Aufgabe.
Stumm wandte er sich also ab und ritt in die Richtung, die Vacor einschlug. Einen fragenden Blick warf er nach hinten zu Saltatrix. "Ich gehe mit Vacor, kommst du mit?" löste er endlich sein Schweigen und sah die Magierin dabei recht gleichgültig an.

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Beitrag von Mini Drachin am Sa Sep 19 2015, 13:49

Je näher sie der Stadt kamen desto grimmiger wurde Saltatrix. Sie hasste Menschen. Und hier waren sehr sehr viele davon.
Zudem sammelten sich in Städten immer auch Magier. Magier konnte sie als Dämonin erkennen. Magier konnten sie bannen, versuchen die Kontrolle über sie an sich zu reißen. Alles in allem also eine ziemlich beschissene Lage.
Am liebsten wäre sie mit Oorm in den Wald geflüchtet, aber das konnte sie schlecht tun. Was sollte sie auch sagen? Sorry, ich kann nicht mit, hier könnte jemand sein, der aufdeckt, dass ich euch angelogen habe? Sicherlich nicht.
Mal davon abgesehen waren Menschen so hässlich. Elfen, Zwerge und Tiere natürlich auch, keine Frage. Diese Körperlichkeit widerte sie an. Als Oorm abstieg zwang sie sich das gleiche zu tun und sich auf eine Ebene mit all den Körperlichen zu begeben. Innerlich schauderte sie. Aber da musste sie nunmal durch.
Und sie sollte sich konzentrieren. Als angebliche Magierin sollte sie wohl bei ihrer besessenen Königin bleiben. Das Pferd überlies sie Oorm. Sie konnte ja ohnehin nicht reiten und hier in der Stadt kam man nciht viel schneller vorwärts. Um zum Wald zu kommen wäre es hingegen recht nützlich.
Also ging sie hinüber zu Samuel und betrachtete die Königin eine Weile.

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 7 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Elli am Mo Sep 21 2015, 10:08

Es sah ganz so aus, als würde man die Königin nicht mit Samuel alleine lassen wollen. Ob das nun an purer Neugier lag, oder an der Tatsache, dass man ihm nicht traute, vielleicht doch noch über die regelrecht wehrlose Frau herzufallen, blieb eine Frage, auf die er keine Antwort wusste. Zu gerne hätte er aber richtig gestellt, dass er zwar nicht besonders wählerisch war, was es die Tatsache betraf seinen Lenden Entspannung zu gönnen, aber mit einem regelrecht apatischen Sexpartner hatte er es dann doch nicht so. Dann könnte er sich auch an einem Loch in der Wand vergehen.
Die Worte ließ er unausgesprochen und lenkte sein Pferd langsam in die Richtung die er gezeigt bekommen hatte, schenkt seiner Auskunftgeberein noch ein Zwinkern und verschmitztes Lächeln, bevor er das Pferd in Bewegung setzte. Die anderen würden sie schon wieder finden. Irgendwie. Sie konnten in der Zwischenzeit Informationen besorgen, auf langes, umständliches Gefrage hatte Samuel ohnehin keine Lust.
Langsam lenkte er das Tier durch die Menschen, die scheinbar keine Verdacht hegten, welche Frau dort auf dem Pferd durch die Menge geritten wurde. Die meisten schenkten ihr nicht einmal einen Blick, sondern waren nur damit beschäftigt beschäftigt zu sein. Ein Phänomen welche Samuel besonders in Städten beobachten konnte.
Er war sowohl in Dörfern, als auch in Städten mal mehr, mal weniger bekleidet aus Häusern geworfen und gejagt worden. In Dörfern schlossen sich meist alle recht schnell zusammen, den Ehebrecher zu verjagen oder ihm schlimmeres anzutun. In Städten...sah man einfach weg. Man lebte die Mentatlität des Wegschauens. Das gefiel ihm ganz gut. Die meisten lebten hier für sich, hielten mal einen Plausch, aber immer schön oberflächlich. Nett.
Theresa ging im sprichwörtlich auf die Eier. Sie rutschte äußert ungünstig im Sattel hin und her und klemmte Samuel das ein oder andere mal schmerzhaft ein.

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 7 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Leo am Mo Sep 21 2015, 17:46

Mike sah eine Weile zwischen Vacor, ihrem Führer, und Samuel, der gerade in die Seitengasse abbog, hin und her. Was nun? War es tatsächlich eine gute Idee, sich jetzt aufzuteilen? Hieß es nicht immer, dass man als Gruppe stärker sei? Und immerhin war ein komischer Magier mit einer Horde Untoter hinter ihnen her …
Schließlich entschied er sich, seinem Landsmann zu folgen, und sei es nur um sicherzustellen, dass es Theresa gut erging. Immerhin war sie die Herrscherin über sein Zuhause … da fühlte er sich gewissermaßen verpflichtet, ihr zu helfen.
Also gut. Er lenkte Biene (die sich zuerst zu sträuben schien) in Richtung Seitengasse. „Wir, äh, treffen uns dann spätestens an der Hängebrücke, würde ich sagen! Viel Glück, Leute!“, rief er Vacor zu und hoffte, damit auch recht zu behalten. Aber irgendwie würden sie schon allein zu dem Gasthaus finden, und zur Not fragte sie nach dem Weg. Die Grater schienen nette Leute zu sein, irgendwer würde ihnen schon helfen.

Es war nicht ganz einfach, sich mit Biene einen Weg durch die Menschenmassen zu bahnen, doch sobald er die breitere Straße hinter sich ließ, nahm das Gedränge nach und nach ab. Samuel zu folgen war nicht schwierig, denn er ragte wie ein dunkelhäutiger Leuchtturm zwischen den Menschen in die Höhe. Mike ließ Biene etwas Tempo zulegen und lenkte seine Eselin schließlich neben das Pferd des Söldners.
Hey Sam! Ich dachte, ich begleite dich. Ist doch okay, oder?

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 7 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Jad am Di Sep 22 2015, 08:06

So wählten die meisten der Gruppe den Weg hinter Sam her und überließen es Neah, Oorm und Vacor Informationen über ihr Ziel aufzutun. Auch gut, nein sogar besser. Eine kleine Gruppe die Fragen stellte war unauffälliger als eine große Gruppe die Fragen stellte. Noch dazu schienen ihm die Kitsune und der Bär im Manne gut für die Suche und allgemein die Jagt geeignet zu sein. Ja, er hatte eindeutig die bessere Wahl getroffen. Blieb nur zu hoffen, dass er sich wirklich geirrt hatte und Theresa nicht plötzlich Amok lief. Obwohl, wenn er Glück hatte erwischte es Basil und die Saltatrix. Er musste sich unbewusst Räuspern. "Nun denn, wir müssen hier lang." Damit lenkte er Eldur die Straße weiter entlang. Es war nicht wirklich schwierig, trotz des Abgrund neben ihnen, von denen sie nur eine kleine Mauer trennte, die gerade mal hoch genug war, dass sie einem ausgewachsenen Manne bis zu den Lenden ging. Die Straße war hier breit genug.

Der Schrei eines Raubvogels weckte sein Interesse. Als seine Elfenaugen den Ursprung suchten und schließlich fanden, schlich sich ein Lächeln auf seine Lippen. Ein Steinadler flog seine Runde. Doch dies nicht wie gewöhnlich über ihnen, sondern ein gutes Stück unterhalb der Stadt. Vom Sattel aus konnte der Weiße sehen, wie der Raubvogel wie schwerelos durch die leichten Nebenschwaden der Schlucht zog  und gut 50m oder mehr unter den Brücken entlang glitt. Wahrlich ein majestätischer Anblick von Eleganz und Kraft zugleich. Erst ein Schnauben von Eldur holte seinen Blick wieder nach vorn und gerade rechtzeitig, bevor er mit einem Karren zusammenstieß der an der Seite stand. Es war fast so als habe ihn sein Pferd gewarnt. Vacor lenkte mit den Zügeln ruhig am Karren vorbei und gab Eldur ein paar Klopfer auf den Hals. Er war wirklich ein gutes Pferd.
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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 7 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Schattenmond am Di Sep 22 2015, 11:21

Neah war es ganz recht, dass sich die Gruppe um den Raben stark ausgedünnt hatte.
Zudem war Oorm, nachdem sie sich an ihn gewöhnt hatte, wohl doch eine sehr gute Wahl, vermutlich würde er sie sogar etwas besser verstehen, als der Rest. Ob es ihm bereits schlecht ging, wegen all der Menschen?
Sie selbst war erschöpft und es kostete sie mitlerweile extrem viel Kraft, ein Mensch zu bleiben.

Erst als Eldur sich bemerkbar machte, riss sie sich aus ihren wirren Gedanken. Dem Vogel hatte sie wenig Beachtung geschenkt, so versunken war sie gewesen.
doch jetzt, da es sie aus ihren sicheren Gedanken riss, wurde ihr mit einem mal klar, wie tief es unter ihnen hinab ging.
Im Grunde war ihr sogar alles zu hoch, was höher als ein mittelgroßer Laubbaum war, zumindest so die Feststellung jenes Momentes. Ein flaues Gefühl ergriff ihren Magen und in ihrem Kopf manifestierte sich ein leichter aber unangenehmer Schwindel.
Die Vernunft versuchte ihr einzureden, dass ihr nichts geschen konnte, nur die instinktive Angst, die sagte etwas anderes.
Sie sackte etwas zusammen und legte den Kopf gegen den Rücken des Reiters, während sie gleichzeitig das Gesicht verzog. Wenigstens führte es, zu den ersten freiwilligen Worten, seid langem.
"Ich glaube..." Sie stöhnte leicht auf. "...Ich mag Grat nicht..."
Sie schloss die Augen, um das Grauen nicht mehr sehen zu müssen und konzentrierte sich auf die gleichmäßige Atmung des Kopfgeldjägers. Tatsächlich schien dies dem Schwindel entgegen zu wirken, aber besser fühlte sie sich nicht.
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Beitrag von Darnamur am Di Sep 22 2015, 21:51

Bazille schloss sich mit einem Schulterzucken, Samuel an. Er wollte hören, was die Königin zu sagen hatte, falls sie nach der Behandlung dazu in der Lage war. Die andere Gruppe würde schon klar kommen. Schließlich kannte sich der Rabe hier in der Umgebung aus.
In Schwierigkeiten würden sie aber ohnehin nicht geraten. Dafür waren der Elf und der Gestaltwandler viel zu paranoid.
„Klar ist das okay“, meinte er zu dem Imker, als dieser ihn mit seinem Esel passierte. „Aber halt‘ einfach ein wenig Abstand.“ Bei diesem Geruch verspürte Bazille wirklich jedes Mal den Willen seinen Magen auszuleeren.
Je weiter sie in die Stadt hineinritten, desto mehr Menschen kamen ihnen entgegen. Bazille wurde von den Meisten mit einer Mischung aus Abscheu, Furch und Faszination gemustert. Er grinste den Gestalten einfach nur dreist entgegen. Freude bereitete ihm das aber nicht. Es kotzte ihn einfach nur an. All diese erbärmlichen Bastarde, die ihn anstarrten wie ein Stück Vieh. Dabei waren sie es, die er in kürzester Zeit wie Mastsäue schlachten könnte, wenn er nur wollte.
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Beitrag von Leo am Sa Sep 26 2015, 18:28

Die Gruppe teilte sich also. Mike war sich zuerst nicht sicher gewesen, ob Vacor und die anderen nicht doch mitkommen würden, doch es waren nur Saltatrix und Basil, die sich ihnen noch anschlossen. Er winkte seinen drei Gefährten fröhlich zum Abschied, doch sie waren bereits hinter einer Hausecke verschwunden. Also gut. Vielleicht war es auch besser, wenn nur vier von ihnen das Haus des Heilers stürmten, und nicht alle sieben; der arme Mann würde bestimmt auch so schon erschlagen genug sein.
Mike gab sich Mühe, Basils boshaften Kommentar zu ignorieren. Er ritt weiter nahe von Samuel, als hätte er nichts gehört. Trotzdem versetzte er ihm einen Stich. Die Leute machten oft Witze über seinen Geruch, wenn sie nicht gleich Reißaus nahmen oder die Straßenseite wechselten. Natürlich gab es auch immer wieder Mitbürger, die darüber hinwegsahen oder sich gar mit ihm anfreundeten, aber das war doch eher die Ausnahme. Eine kalte Woge von Selbstmitleid überkam Mike. Warum musste gerade er diese Bürde tragen? Warum nicht jemand anders? Sein Leben wäre so viel leichter … Sollte er je eine der Wunderlampen aus dem Süden finden, deren Bewohner der Sage nach Wünsche gewährten, wusste er jetzt schon seinen ersten.


Unter der Führung des weißen Raben gelangten Neah und Oorm schon bald in die etwas zwielichtigeren Viertel von Grat. So freundlich und offen es auch auf den ersten Blick gewirkt haben mochte, so stellte sich nun doch recht bald heraus, dass es in seinem Kern eine Stadt wie jede andere auch war. Schob man den Vorhang aus Freundlichkeit und Weltoffenheit, wie er einem auf der Hauptstraße begegnete, beiseite, so blickte man letztlich auf eine zweigeteilte Gesellschaft – und das Viertel, in dem sie sich nun aufhielten, gehörte sicher nicht zu den Wohlhabenderen.
Grat hatte (nicht zuletzt wegen seiner Lage) mehrere kleine Armenviertel. Dieses hier war nur über eine Brücke zu erreichen, die wie eine halbrunde Spirale nach unten führte. Das Viertel lag dicht gedrängt unter einem Felsvorsprung, und man konnte den Bewohnern ansehen, dass sie den Schatten, der er spendete, durchaus begrüßten. Hehler boten unter weiten Umhängen ihre Ware an oder steckten den wenigen Wachmännern unauffällig Bestechungsgelder zu, Dirnen mit roten Mündern und Kleidern, die diesen Namen kaum verdienten, lehnten in den Türbereichen ihrer Baracken und warfen dem vorbeireitenden Elfen lustvolle Blicke zu. Die Häuser hier bestanden meist nur an den Fundamenten aus Stein und hatten hölzerne Aufbauten, die sich bis zu zwei Etagen hoch auftürmten, die Gassen stanken nach Abfall und Urin und waren so schmal, dass keine Kutsche hindurchgepasst hätte. Läusezerfressene Straßenhunde lagen schlafend da oder kämpften mit Bettlern um Essensreste, und alle drei spürten, wie ihnen misstrauische Blicke zwischen den zugezogenen Fensterläden folgten.
Der Rabe führte sie nicht weit in das Armenviertel und direkt zu einem Haus, das in all dem Elend fast prunkvoll wirkte. „Deltam’s Gut und Billig“, stand in großen Lettern über der Eingangstür, auch, wenn man in diesem Bezirk wohl eine Weile hätte suchen müssen, um jemanden zu finden, der sie hätte lesen können. Allem Anschein nach handelte es sich um das Geschäft eines Pfandleihers, und es schien nicht allzu schlecht zu laufen. Die Fassade war im ersten Stock (in dem sich wohl auch der Laden befand) aus fleckigem Stein, darüber aus Holz gebaut. Wie fast überall in der Gegend waren alle Fensterläden zugezogen. Es wirkte nicht einladend, und es war nicht zu übersehen, dass der Besitzer zweifelsohne an der Armut um ihn herum verdiente, doch wenn er ihnen weiterhelfen konnte, mussten die drei vermutlich wohl oder übel darüber hinwegsehen …


Auch die Gegend, in die es die Gruppe um die Inselkönigin trieb, war weniger schön, wenn auch nicht völlig heruntergekommen. Einfache Leute in braunen Kleidern waren auf den Straßen zu sehen, wie sie sich zum Markt aufmachten oder hinter den Fenstern ihrer Werkstätten schweißtreibende Arbeit verrichteten. Die Straßen wurden leerer, die Gebäude spärlicher, je weiter sie kamen, und schließlich durchritten sie ein gutes Stück ohne jede Bebauung. Vor ihnen tauchte immer deutlicher die Felswand auf, und als sie näher kamen, waren die Arbeitsgeräte zu erkennen, mit denen die Arbeiter der Gegend hier dem Fels beständig Stein abtrotzten.
Eine einsame kleine Holzbaracke stand noch unweit vom Steinbruch. Ein schiefer Zaun schloss an der einen Seite ein etwa vier Quadratmeter großes Feld ein. In der aufgeschütteten Erde wuchsen ein paar kränklich wirkende Pflanzen. Aus einem Loch im Strohdach, das wohl als Rauchabzug diente, stieg etwas weißlicher Rauch auf. Das ganze Haus sah so unglücklich schief gebaut aus, dass Mike sich fragte, wie es bisher dem Wind standgehalten hatte.
Dennoch – das musste das Haus sein, das sie suchten. Das Haus des Heilers.

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Beitrag von Darnamur am Sa Sep 26 2015, 19:22

Endlich weniger Menschen. Ein Glück eigentlich, wenn man bedachte, dass sie mitten in der Stadt herumliefen. Bazille spuckte angewidert seinen Speichel über die rechte Schulter auf das Pflaster. Diese Leute hier lebten erbärmlich. Sie waren arm, schufteten heftig und erreichten doch nie etwas in ihrem Leben. Wie konnten sie sich das nur gefallen lassen? Bazille würde eine solche Sklavenarbeit nie akzeptieren. Mit einer Axt in der Hand und dem richtigen Willen könnten diese Gestalten einiges erreichen. Aber sie sind alle zu dämlich, dass zu erkennen…
Er lenkte Horatio an den Gratern vorbei, bis sie schließlich in einem Territorium der Stadt ankamen, wo sich augenscheinlich überhaupt niemand herumtrieb. Eigentlich hatte er Mike die Aufgabe übertragen wollen, auf die Reittiere aufzupassen, aber wahrscheinlich war es doch nicht nötig.
Er band seinen Esel mit Hilfe einer Leine am Zaun fest, rieb ihm zum Abschied noch kurz über den Kopf und stampfte dann schon in Richtung Türe los: „Pass auf dich auf, Grauer“
Er hielt einen Augenblick inne und spähte durch die Fenster. Aber von hier aus ließ sich wenig erkennen. Er hämmerte dreimal mit Faust gegen das Holz der Tür. Der Kerl schien zu Hause zu sein, wenn das Feuer noch brannte. Er würde schon kommen.
Bazille selbst ging wieder etwas von der Tür zurück, zu Samuel hinüber.
„Laden wir sie herunter“, meinte er und griff nach Theresas Beinen.
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Beitrag von Thorgrimm am Mo Sep 28 2015, 04:24

Da sich Saltatrix der anderen Gruppe angeschlossen hatte, folgte Oorm einfach alleine Neah und dem Raben. Zumindest schien sich der Elf hier in der Stadt gut auszukennen und so würden sie sich hoffentlich nicht besonders lange hier aufhalten müssen. Der Gestaltwandler wollte das alles schnell hinter sich bringen und wieder weiterreisen oder zumindest an einen Ort, an dem sich nicht so viele Menschen aufhielten. Stumm folgte er den beiden also über Brücken und durch alle möglichen Viertel der Stadt. Er konnte Neah gut verstehen. Er hatte seine Wälder viel lieber als diese hohen Berge und tiefen Abgründe. Schwindelig wurde ihm nicht aber das lag nur daran, dass er nicht nach unten blickte und seinen Blick fest auf den Boden oder ein Gebäude richtete.
Schließlich erreichten sie das Viertel, in dem laut dem Elfen ihr Ziel lag. Oorm versuchte weitestgehend unauffällig zu bleiben und mit keinem der Männer oder Frauen zu reden. Er blickte sie nicht einmal an, sondern versuchte sich darauf zu konzentrieren, die Stiche überall an seinem Körper zu ignorieren. Ihm gefiel schon die Stadt als solche nicht aber dieses Viertel hasste er regelrecht. Nicht wegen der Menschen, sondern vor allem wegen der Gerüche. Der ganze Abfall und Unrat stank zum Himmel und beleidigte die recht empfindliche Nase des alten Mannes. Nicht das er etwas ähnliches nicht schon im Wald gerochen hatte aber hier waren diese Gerüche allgegenwärtig und überschatteten alles andere. "Wir sollten diesen Mann schnell finden. Ich will hier nicht bleiben." kommentierte Oorm schließlich ihre Lage.
Als sie dann von dem Raben zu dem Laden geführt wurden, wollte er nicht länger warten. Oorm stieg von seinem Pferd ab, versprach seinem treuen Reittier, dass sie hier schnell wieder verschwinden würden und ging dann geradewegs auf die Eingangstür zu. Das der Ladenbesitzer an den Menschen im Viertel gut verdiente, war Oorm egal. Hier schien einiges falsch zu laufen und er hatte weder die Zeit, noch die Kraft, irgendetwas zu ändern. Er wollte einfach nur schnell wieder verschwinden. Die schmerzhaften Stiche, die seine zwanghafte Verwandlung ankündigten, spornten ihn nur mehr an und machten ihn wütend. Ohne auf irgendeinen Plan zu warten, den der Rabe möglicherweise ausgearbeitet hatte, warf Oorm die Tür des Ladens auf und betrat stampfend den dahinter liegenden Raum. Er baute sich auf und hoffte so durch seinen Auftritt etwas Eindruck zu schinden. Das Reden würde er dem Raben überlassen - er war nur für das Grobe hier. "Hallo." brummte er schlicht und einfach.
Neugierig sah er sich in dem Raum um und wartete darauf, dass ihm der Rabe und Neah folgten.

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And expect some more company, cause we’re sexy machines. When they hear that we’re here, the Rebs will convene
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Beitrag von Jad am Mo Sep 28 2015, 09:29

Es war wirklich erstaunlich. Gerade noch waren sie durch Natur und Bergidylle geritten und nur wenige Minuten später war davon nichts mehr zu spüren. Das Armenviertel verspürte ein Flair welches Vacor seltsamerweise sofort wie Heimat vorkam. In diesem Milieu war er fast immer unterwegs und in diesem Milieu hatte er überlebt. Allein das verdiente seiner Meinung nach Anerkennung. Die Der Blick der Huren wurde erwidert und die der Hehler mit der Kälte der Überheblichkeit abgestraft. Der Rabe merkte es inzwischen gar nicht mehr, aber jedes Mal wenn er ein Armenviertel betrat, wandelte sich unbewusst alles an ihm. Sein Auftreten, sein Gang, seine Mimik, es passte sich alles an. Hier musste man zeigen, dass man entweder verdammt gut war indem was man tat, oder aber nicht auffallen. Beides hatte der Kopfgeldjäger ziemlich auf die Spitze getrieben und ihm nicht zuletzt seinen Ruf beschert. Oorm stürmte gleich voran. Er konnte es ihm nicht verübeln, auch wenn das nicht unbedingt die beste Taktik war. Der Bärtige hatte andere Sorgen und schien zur Eile zu drängen. Vacor stieg ab und schaute zu Neah empor. Gerne hätte er ihr eine helfende Hand gereicht, aber das hätte nur Schwäche ausgedrückt. Neah musste hier stark sein, auch wenn sie diesen Ort nicht mochte. Er lächelte sie an. "Bleibt in der Nähe von Oorm oder mir. Euer Körper ist hier eine Ware die unter Wert verkauft wird, selbst gegen euern Willen." Er nickte zu einer Gestalt die eindeutig weiblich war, aber nicht wie die meisten Dirnen posierend um Sex bettelten, sondern eher verschüchtert allein halb im Schatten stand. Als sie ihren Kopf drehte konnten beide in das traurige Gesicht eines jungen Mädchens blicken, deren Schminke um die Augen teilweise schon verlaufen war. Vacor beachtete sie nicht weiter, da er wusste je mehr Aufmerksamkeit dieses arme Geschöpf bekam, desto härter werden später die Schläge ihrer Zuhälter ausfallen. Vielleicht würde er sie bei Gelegenheit aus ihrer Not befreien, aber nicht jetzt und nicht hier.

Vielmehr wandte er sich den Vollprofis des körperlichen Geschäfts zu und schritt mit festem Schritt und markantem Blick auf sie zu. "Na Süßer? Lust auf den Ritt deines Lebens?", hauchte einer der Huren dem schönen Elfen entgegen. Es schien als würde ihr beim Anblick des Raben das Wasser im Mund zusammenlaufen und nicht nur im Mund. Die meiste Kundschaft der Huren, war nicht mal annährend zu stattlich und makellos wie Vacor. "Vielleicht später die Damen. Ich will vielmehr dass eure fleißigen Lippen verbreiten, dass der der weiße Rabe wieder in der Stadt sagt. Sagt jedem der es hören will: Der weiße Rabe hat hier wieder ein Geschäft abzuwickeln. Sagt es euren Freundinnen und Freiern. Wenn ich zufrieden bin gibt's auch ein schönes Trinkgeld..." Er fuhr einer der Huren mit dem Zeigefinger vom Kinn entlang über die Kehle bis zum Dekolleté, "und vielleicht sogar noch mehr." Damit ließ er das Weibsvolk stehen und ignorierte sämtliche Rufe und Bitten um eine schnelle Nummer und vorgetäuschtem Gestöhne. Er hatte nicht vor an einer der Huren sein nichtvorhandenes Geld auszugeben. Vielmehr folgte er nun Oorm in den Laden. Die Huren haben viel Kontakt zu den Leuten der Stadt und sind fast immer Frauen. Eine Kombination, die sehr gut geeignet war Vacors Ruf für sich arbeiten zu lassen. In der Pfandleihe angekommen  sondierte er die Lage. Es war niemand zu sehen, aber wie Vacor den alten Mann kannte war er da. Der Pfandleiher war immer da. "Deltam! Deltam wo bist du? Der Rabe ist hier um Fragen loszuwerden. Wo steckst du?" Sein Ton war ein gänzlich anderer als eben noch bei den Huren. Wo er bei ihnen mit zuckersüßer, williger Stimme gesprochen hatte, war sie hier hart und fordernd.
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Beitrag von Elli am Mo Sep 28 2015, 13:46

Erfreut stellte Samuel fest, dass Basil ihm beim Abladen der Fracht helfen wollte. Er griff nach den Beinen der König und zog daran. Irgendwie schaffte es Sam, den Oberkörper von ihr so zu drehen, dass sie einigermaßen galant aus dem Sattel glitt und es - erstaunlich - sogar schaffte einfach stehen zu bleiben. Er hatte eher damit gerechnet, dass sie zu Boden glitt und da einfach liegen würde. Eben ein Sack Mensch ohne jeden Rückhalt. Doch sie stand. Gut.
Ihm selbst gelang es weniger galant vom Rücken des Pferdes zu gleiten, da die Mistsau natürlich wieder nach ihm schnappte. Was machte er denn bloß falsch. Er beschloß dem Vieh einen Namen zu geben. Hier. Jetzt. Endgültig. Er überlegte kurz. Vergewisserte sich noch einmal ob er das Geschlecht richtig bedacht hatte und dann neben das Tier, während er es anband.
"Pass mal auf, Waldmeister, wir werden jetzt Kumpel. Du bist Waldmeister und ich bin Sam. So haben wir das nun geklärt." Das Tier legte den Kopf schief, aber schnappte nicht. Ok. Waldmeister also. Blöder Name - blöder Gaul. Passte also. Warum ihm nun der Gedanke an Waldmeister gekommen war, konnte er nicht sagen. Aber irgendwie passt es. Immerhin hatte er das Tier im Wald gefunden und Meister...ach man musste ja nicht kleinlich werden.
Sam nickte Basil zu. "Danke dir." sagte er und klopfte auch gleich an die Tür.
"Hallo? Kundschaft!"

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Beitrag von Schattenmond am Mo Sep 28 2015, 17:33

Neah atmete tief aus. Als der Elf sie ansprach, stichelte er in einem wunden Punkt herrum. Eigentlich hätte er wissen müssen, dass diese Bemerkung nicht unbedingt zur Selbstbeherrschung der Füchsin beitrug.
"Glaubt Ihr wirklich, ich kann nicht selbst auf mich aufpassen?!"
In ihre weiche Stimme mischte sich ein wütendes Knurren.
Was dachte sich dieser Elf eigentlich.
Wiederwillig folgte sie.
Das alles ekelte sie mehr als nur an. Allein die Art und Weise, wie der Elf sich in das Umfeld einpasste.
Sie würde sich definitiv an Oorm halten.
Nachdem nun also die Wut in ihr brodelte, sie schien mit der Länge des Mensch seins, immer unausgeglichener zu werden, War immerhin ihre Haltung selbstbewusst und in den Augen lag das Funkeln eines Raubtieres.
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Beitrag von Mini Drachin am Di Sep 29 2015, 08:18

Saltatrix lief immernoch schweigend neben den Reittieren her.
Die Menschen in den Straßen waren ihr recht egal, solange sie ihr nicht zu nahe kamen. Allerdings schien ihre Begleitung ausreichend dafür zu sorgen, dass die meisten ihnen fern blieben, was dem Dämon nur recht war.
Sie musste zugeben, sie hatte etwas besseres erwartet, bei einem Heiler, als ein derart windschiefes Haus. Andererseits hatten sie die Information von einer einfachen Frau erhalten und die war austomatisch davon ausgegangen, dass diese Gruppe wohl auch zu einem einfachen Heiler wollten.
Das sie eine Königin dabei hatten wusste sie offensichtlich nicht. Das war vielleicht auch besser. Wer wusste den schon welchen Ärger sie sich einhandeln würden, wenn jemand mitbekam, dass sie eine bewusstlose Majestät mit sich herumschleppten.

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Beitrag von Leo am Do Okt 01 2015, 01:25

Der Laden des Pfandleihers sah aus, wie es in diesem Viertel zu erwarten war – er war bis oben hin vollgestellt mit einer Menge Gegenstände jedweder Art. Gerümpel stapelte sich an den Wänden, manches offen zur Schau gestellt, anderes zusammengepfercht in schwindelerregenden Türmen, bei deren Anblick sich kein gutes Gefühl einstellte. Das meiste im Raum war schmutzig und abgenutzt, sodass die drei nicht lange überlegen mussten, von wo es wohl stammte – Deltam schien ein Händchen dafür zu haben, die Bewohner der umliegenden Häuser um ihre kargen Besitztümer zu erleichtern. Nicht unbedingt ein Charakterzug, der für seine Sympathie sprach.
Zwischen all dem Plunder erschien mit einem Mal ein klein geratener Mann, so plötzlich, dass er von überall her hätte kommen. Der Mann war in den Mittsechzigern und hatte seine besten Jahre ganz offensichtlich hinter sich; sein Haar war licht und die Haut so faltig, als wäre sie ihm über die Jahre zu groß geworden. Seine helle Haut war fleckig und rau, im Gesicht stachen ihm die Stoppeln durch die Wangen wie weißes Unkraut.
Das auffälligste an Deltam war sicher sein Hut – auf dem Kopf trug er einen eingedellten Zylinder, der schon fast lächerlich niedrig war und der an allen Seiten Kratzer aufwies. Hemd, Hose und Schuhe waren unauffälliger und einfach gehalten. Er stützte sich auf einen langen Stock, der in knorrigem Wurzelholz endete, doch Deltams Rücken war ungeachtet dieser Tatsache überraschend gerade.
So, so, der weiße Rabe besucht mich.“ Deltam sprach so schleppend, wie er sich durch den Raum auf sie zubewegte. Seine Stimme war tief und kratzig. „Und er bringt mir Kundschaft mit, sehr schön, sehr schön …“ Auch Deltam musste klar sein, dass es sich bei Neah und Oorm keineswegs um normale Kundschaft handelte. Trotzdem musterte er besonders die junge Kitsune mit wachen Augen wie eine seltene Antiquität. Dann jedoch richtete sich seine Aufmerksamkeit wieder auf den Elfen. Sein Blick wurde deutlich schärfer. „Was verschafft mir die Ehre, Elf?“ Er sprach es aus wie ein Schimpfwort. „Was treibt dich noch immer hier im gottverlassenen Jagnia herum? War es noch nicht Zeit, in die bekannten Gefilde zurückzukehren?“ Deltams Stimme kam nun einem Säuseln sehr nahe. Er hustete zweimal, während sein Finger Muster ohne Sinn auf das knorrige Ende seines Stocks zeichnete. Sein Blick machte klar, dass er mehr wusste, als er preisgeben wollte. „Oder ist der Ruf nach dem Süden nach so langer Zeit etwa einfach verstummt …?

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 7 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Jad am Fr Okt 02 2015, 10:04

Der Pfandleiher trat auf wie Vacor ihn kannte. Es gab keinen Zweifel daran, dass sich nichts geändert hatte. Das war gut und schlecht zugleich. Immerhin wusste er dadurch wie er mit Deltam umgehen musste. Man durfte ihn trotz seines schwächlichen Aussehens nicht unterschätzen. Allein die Tatsache wieviel er über den Kopfgeldjäger wusste war Ansporn genug auf der Hut zu sein. Er schaute kurz zu Oorm und Neah bevor er sich an Deltam wandte. Hatte sie etwas bemerkt? Hoffentlich würden sie es als Gestammel eines alten Kautz abtun. "Ich bin da wo das Geld ist und zurzeit ist das Geld in Grat. Genauer gesagt eine Sache die mir", er stockte, "die uns viel Geld einbringen wird - Kopfgeld versteht sich. Doch dazu bedarf es genaue Vorbereitungen. Du hast nicht zufällig etwas in deinen Kreisen über seltsame Vorkommnisse gehört? Leute die spurlos verschwinden? Seltsame Vorkommisse auf Friedhöfen oder so?" Der Rabe biss sich auf die Zunge. Hatte er zu viel verraten? Der gierige Raffzahn war durchaus in der Lage selbst Kopfgelder eintreiben zu können. Auch wenn er nicht der eigentliche Jäger war, gab es genügend Leute welche die Drecksarbeit für ein kleines Entgelt für ihn erledigten und den Rest strich sich Deltam als 'Provision' ein. Wäre nichts das erste Mal. Das wollte Vacor auf jeden Fall verhindern.
Er begann im Laden langsam herumzulaufen und sich die Kuriositäten zu beschauen, die sich hier stapelten. Einiges war wirklich ungewöhnliches, bei anderen Sachen fragte sich der Weiße ob das wirklich jemand kaufen würde. "Jebby ist ja auch immer ein guter Quell für Informationen. Vielleicht sollte ich besser ihn fragen. Der Junge kam doch bestimmt vor kurzem für ein paar Informationen oder Münzen zu dir, oder?" Er drehte sich auf dem Absatz rum und fixierte den Pfandleiher wieder. Dabei wirkte seine Mine härter und kühler als sonst. "Du weißt nicht zufällig wo man ihn finden kann?"
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Beitrag von Leo am Sa Okt 03 2015, 02:44

Nachdem Basil und Sam sich bemerkbar gemacht hatten, passierte lange Zeit nichts, und Mike nutzte die Zeit, um von Bienes Rücken abzusteigen und sie ebenfalls am Zaun anzubinden. Saltatrix stand nicht weit entfernt, und obwohl er sich innerlich ermahnte, konnte er es nicht vermeiden, sie anzustarren. Diese Frau war ihm unheimlich. Er konnte noch nicht einmal sagen, was sie überhaupt zu dieser Mission getrieben hatte – er wusste so gut wie nichts über sie. Von Basil wusste er immerhin, dass er ein Mistkerl war. Von Saltatrix bloß, dass sie seltsam aussah, sich seltsam verhielt und seltsame magische Kräfte hatte, von denen er ohnehin nichts verstand. Er hatte sich nie für Magie interessiert und war sich sicher, keinerlei Talent für die arkanen Künste in sich zu haben, aber eigentlich ließ es sich auch ohne Magie ganz gut leben. Nun jedoch lief ihm ein Schauer über den Rücken, wann immer er die einäugige Magierin nur ansah. Oder ihre rauchige Stimme hörte. Oder in ihrer Nähe stand.
Was war nur verkehrt mit ihr? Vielleicht würden sie es eines Tages erfahren, doch bisher hatte Saltatrix aus ihrem Desinteresse gegenüber den anderen Missionsteilnehmern keinen Hehl gemacht. Er bezweifelte stark, dass sie zu einem freundlichen Plausch bereit war.
So sehr in seine Gedanken vertieft bemerkte Mike erst gar nicht, wie sich die Tür des Heilerhauses einen Spalt öffnete. Zuerst war nur ein rot unterlaufenes Auge zu sehen, das ängstlich in seiner Höhle umhersprang. Dann schließlich öffnete sich die Tür knarrend ein Stück weiter. Der Mann, der sein Gesicht herausstreckte, erinnerte Mike mit seinen ganzen Falten im ersten Moment an einen Hund. Die Marktfrau hatte recht behalten – der ‚alte‘ Mahoney hatte tatsächlich seine besten Jahre lange hinter sich. Mike schätzte ihn auf etwa 70 Jahre, doch der Raum nach oben schien offen. Mahoneys Gesicht war von tiefen Furchen durchzogen und hatte die ungesunde Farbe einer alten Zwiebel. Seine Nase war bemerkenswert groß, die Augen schienen von den Tränensäcken nach unten gezogen und waren von roten Rändern gesäumt. Die Mundwinkel des Heilers hatten längst der Schwerkraft nachgegeben. Mahoneys Gesicht wurde von kleinen, etwa daumengroßen Geschwülsten verunziert. Insgesamt machte er den Eindruck, als habe er selbst den Besuch bei einem Heiler nötiger, als seine Patienten.
Mahoneys Kleidung war weiß und einfach. Sein noch überraschend volles, weißes Haar hing über ein dünnes Stirnband aus Leder. Der Heiler war kein großer Mann und in seiner leicht gebeugten Haltung sogar kleiner als Mike. Er wirkte nervös und klammerte sich mit beiden Händen an seine Tür, als hielte er sich die Möglichkeit offen, sie jeden Moment wieder zuzuschlagen. Sein Blick tanzte hektisch über die Personen, die den Weg vor seiner Hütte blockierten; besonders zu Basil und Saltatrix blieb er lange Zeit stecken.
Ja? Ihr wollt zu mir?“ Mahoney sprach mit der leisen, hohen Stimme eines Greises. Er schien nicht sehr glücklich über den Besuch. Er sah erneut zu Saltatrix hinüber und verengte leicht die Augen, als sähe er nicht mehr gut. „Was ist Euer Anliegen?

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 7 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Darnamur am Sa Okt 03 2015, 12:57

Ungeduldig wartete Bazille vor der Hütte. Der Kerl ließ sich ganz schön Zeit. Er würde die Königin nun eigentlich gerne irgendwo abladen.
Dann schob sich endlich die Haustür auf und ein alter, verschrumpelter Zwerg trat ans Tageslicht. Also, es war kein wirklicher Zwerg. Einfach ein kleiner Mensch. Und scheinbar wirkte er von seinen Besuchern etwas verwirrt.
Das muss an meinem guten Aussehen liegen, dachte Bazille. Das macht den Burschen fertig.
Er schenkte dem Guten ein gelbzahniges Lächeln und beobachtete ihn dabei durch sein grünes und braunes Auge wie ein außergewöhnliches Studienobjekt.
„Na, Alter, streng doch mal deinen kleinen Schädel an“, er zwinkerte mit dem höher liegenden, grünen Auge. „Du bist ein Heiler. Und wir tragen hier eine Frau an deine Haustür. Was werden wir wohl wollen? Du darfst gerne mal raten. Ye, ich gebe dir drei Versuche, alter Junge!“
Er packte die Königin kräftiger an und machte sich daran sich schon mal an dem Alten vorbei ins Innere zu drängen. Der Bursche hatte sich schon eindeutig genug Zeit gelassen. Der Söldner hatte keine Lust noch länger hier in der Gegend herumzustehen und die Frau hochzustemmen.
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Beitrag von Schattenmond am Sa Okt 03 2015, 19:54

In Neah brodelte die Wut weiterhin und die Tatsache, dass dieser Kerl sie dann auch noch besonders wiederlich zu mustern schien, machte das ganze nicht unbedingt entspannter.
Sie atmete tief durch, zum Glück verbarg ihre Kleidung diese angestrengte Geste weitestgehend. Ihre Zähne presste sie fest aufeinander, zwang sich aber immer wieder im Gedanken, darauf zu achten, dass sie sich nicht weiterhin einem Fuchsdasein näherte. Die etwas zu langen Eckzähne konnte sie jedoch nicht verhindern.
Was für einen Ramsch dieser Kerl hier angesammelt hatte. Und für wen hielt sich dieser alte Mann eigentlich? Natürlich, sie war fest davon überzeugt, alte Männer und Frauen respektieren zu müssen, aber dieser Kerl war einfach widerlich.
Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte sie diesen Laden auf der Stelle verlassen, doch sie zwang sich, ihr Verhalten anzupassen.
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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 7 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Elli am Di Okt 06 2015, 11:10

Samuel kam nicht umhin seine Augen zu verdrehen, als Basil mit dem Alten in der Tür sprach. Er wollte die Königin loswerden und nicht die Türe vor der Nase zugeschlagen bekommen. Basil hatte ja nicht mit ihr auf einem Pferd sitzen müssen. Das war wirklich alles andere als erquicklich gewesen.
"Ach, vergesst was mein närrischer Freund gerade sagte. Zuviel Sonne. " versuchte Sam die Situation etwas zu entschärfen.
"Allerdings brauchen wir tatsächlich Eure Hilfe. Unserer Freundin geht es nicht besonders gut. Wir wissen nicht genau was sie hat. Vielleicht ist sie vom Pferd gefallen oder hat sich den Kopf gestoßen. Ich bin nicht sicher. Könntet Ihr euch Sie vielleicht untersuchen? Wir machen uns wirklich allergrößte Sorgen und nach Berichten aus der Bevölkerung seid Ihr ihre einzige Chance. Jeder verwies uns gleich zu Euch."
Honig ums Maul schmieren...das konnte Sam.

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