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Die Chroniken von Llandy

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Jad am Fr Feb 09 2018, 08:39

Der Druide war froh, dass sich die Fee für einen Funken Vertrauen entschieden hatte. Celeb wollte diesen auf jeden Fall umhegen. "Das ist nur zu verständlich. Ich fühle vielleicht mehr wie Ihr als Ihr denkt, denn meine Jagt nach den Schwarzröcken beruht ebenfalls auf großer Trauer. Meine Sippe wurde von ihnen dahin gemetzelt. Nur Wenige sind noch übrig und in der ganzen Welt verstreut." Große Traurigkeit erfasste den Waldelfen als sich diese düsteren Gedanken wieder seiner bemächtigten und die eben noch schmunzelnden Mundwinkel wurden kraftlos und traurig. "Ihr habt vielleicht von den 'Conathfae' gehört...?" Der Elf besann sich, dass die beiden des Elfischen vielleicht nicht mächtig waren. "'Klageseelen'... ich gehöre ebenfalls zu ihnen." Er seufzte aus tiefstem Herzen. Zu den Erinnerungen der Trauer mischten sich verblassende Fetzen von glücklicheren Tagen und die Erinnerung als ihm bewusst wurde, dass dies nie wieder so sein würde. Er wischte die Vergangenheit vor seinem geistigen Auge beiseite. Es galt sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Seine Hilfe wurde angenommen und sollte nicht länger auf sich warten lassen. Celeb fielen die letzten Worte von Helena ein: das sie und Roderick unter dem Schutz eines Dämons stehen würden. "Ihr könnt unbesorgt sein. Waldelfen sind nicht für Intrigen oder Hinterhältigkeit bekannt und ich habe keine Absichten das zu ändern."

Der Druide fand sein Lächeln wieder und steckte seinen Stab in den Boden vor sich. "Bewegt Euch bitte nicht, damit der Segen seine ganze Kraft entfalten kann." Er breitet seine Arme in einem leichten Halbkreis aus und spreizte die Finger wie zwei Fächer auseinander. Er nahm festen Stand ein, drückte den Rücken leicht durch und spannte seine Muskeln an. Celeb schloss seine Augen und konzentrierte sich. Seine Atmung wurde tiefer und ruhiger als sie es ohnehin schon war. Seine Gedanken züngelten in die Umgebung und wurden sofort von der Natur um ihn herum erfasst. Äußerlich stand er einfach nur da wie eine Statur. Dann begann er mit einem monotonen, sonorem Summen. Das Innere der Rankenkrone auf dem Stab leuchtete leicht auf und ging in eine Art grün leuchtenden Herzschlag über. Das Licht war jedoch wesentlich gedämmter als bei der Formwandlung und es war sogar angenehm hineinzubringen. Das sonore Summen schien sich mit sich selbst zu überlagern und erfasste die nähere Umgebung, jedoch auf jeden Fall Fee und Krieger. Der Druide wirkte den Segen der inneren Ruhe. Dabei konzentrierte er sich vor allem auf die unmittelbare Umgebung vor ihm. Celeb merkte wie Teile seiner Kraft in den Segen flossen um ihn zu nähren. Bereitwillig akzeptierte er das. Schließlich wurde das Summen leiser, bis es ganz verstummte. Der Waldelf öffnete die Augen und entspannte sich. Erst jetzt als er wieder ganz bei sich war merkte er den Kraftverlust. Doch nichts was etwas Ruhe und ein Happen zu Essen wieder richten könnten. Er war vor dem Segen bei vollen Kräften und konnte so diese Gabe leicht verschmerzen. Dennoch entfuhr ihm ein Seufzer. "Ich hoffe Ihr füllt euch nun gestärkter und gefestigt, so dass ich Euch zu Eurem Lager bringen kann. Ich muss selbst noch jemanden in Sicherheit bringen. Ich habe ihn ebenfalls in der Wildnis gefunden vor wenigen Tagen." Er drehte sich um und suchte im Dickicht nach Anzeichen des Menschen. Er wusste noch ungefähr wo er ihm angewiesen hatte zu warten. "Sa'am.. SA'AM! KOMMT HERAUS. ES IST SICHER. KEINE GEFAHR VON DIESEN BEIDEN HIER." Er drehte sich wieder zu Helena und Roderick. "Ein Bauer der von Wegelagerern überfallen wurde und noch mitgenommener aussah als Roderick hier. Ich bringe ihn aus der Wildnis hinaus."
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Roderik am Fr Feb 09 2018, 20:51

Roderik liegt da und schaut fragend zu Helena, doch obwohl sie dem Fremden offenbar vertraut, versucht er sich aufzurichten...murmelt schwach "Nein..keine...Magie mehr..bitte..." er kippt nach hinten weg und schlägt die Hände vors Gesicht, krümmt sich, als er das Summen hört "NEIN!" das Flimmern erreicht ihn und er wimmert wie ein kleines Kind "Nein..nicht wieder...nein.." er versucht sich dem Licht zu entziehen, doch irgendwie schaffter es nicht...liegt da und zu seiner eigenen Überraschung kommt diesmal kein Schmerz in seinen Kopf...nur Ruhe, Frieden und eine Art Erholung "Wie...was...?" er öffnet langsam die Augen du starrt den Fremden an, dann sucht er Helenas Hand und schaut sie an"Was war das? Es hat...nicht wehgetan...es war..wie bei Dir..." er richtet sich auf und reibt sich die Schläfen...

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Lleweyllyn am Sa Feb 10 2018, 16:32

Die Zeit verstrich wie zähflüssiger Honig, der über Nacht der Kälte ausgesetzt war. Thoralf kauerte nach wie vor in dem Busch, in welchen er sich nach Celebs Verschwinden zurückgezogen hatte. Auch wenn er mit der Situation nicht glücklich war, stellte er doch eine wohlige Veränderung zu den letzten Tagen fest: ohne den permanenten Hunger, der ihm gefühlt seit Lebzeiten omnipräsenter Begleiter war, war sein Geist bemerkenswert klar und wach. Angestrengt lauschte er ins das Nichts, doch so sehr er sich auch mühte und so sehr er hoffte, etwas vernehmen zu können - da war schlichtweg nichts. Außer das leise Säuseln des Winds und das explosionsartige Donnern der kleinen Ästchen, die stets nachgaben, wann auch immer Thoralf sich bewegte, um nach Celeb Ausschau zu halten.

Die Situation änderte sich dann allerdings schlagartig, als Thoralf gar nicht so weit von sich entfernt durch das Unterholz ein grünes Leuchten erspähte. Irgendetwas ging dort vor sich. Es rangen zwei Herzen in seiner Brust: gehen und schauen und womöglich Celeb zur Hilfe eilen, weil er sie vielleicht brauchte oder hadern, zaudern und die Flucht ergreifen? Ein komisches Gefühl bemächtigte sich seiner, das Thoralf so recht nicht einzuordnen wusste. Mit jedem zusätzlichen Gedanken an eine Flucht fühlte er sich schlechter. Celeb hatte ihm immerhin seine Hilfe angeboten, ihn mit Nahrung versorgt und Geschichten aus seiner Welt erzählt. Es fühlte sich falsch an, den Waldelf einfach seinem Schicksal zu überlassen. Auch denn der Wachtmeister sicher nicht in der Position war, gegen einen Trupp Schwarzröcke eine wirkliche Hilfe zu sein, so konnte er einfach nicht weglaufen. Als hielte ihn ein unsichtbares Band an die Szenerie gefesselt.

Derart verwirrt arbeitete Thoralf sich aus dem Gebüsch und schlich so leise es eben für einen Menschen ging in die Richtung, in der er das grüne Licht vernommen hatte. Just in dem Moment, wo er ein weiteres Mal inne hielt, um in die Stille zu lauschen, fuhr ihm ein Ruf durch Mark und Bein. Das war Celebs Stimme?! Aber nach wem rief er? Hatte er Freunde entdeckt? Dann viel ihm die Geschichte wieder ein, die er um seine Herkunft gesponnen hatte. Celeb rief ihn bei dem Namen, den Thoralf ihm unter einem Vorwand genannt hatte. Konnte er Celebs Worten trauen? Andererseits: warum sollte der Waldelf ihn genau jetzt hinters Licht führen wollen? Hätte Celeb die Absicht gehabt, Thoralf umzubringen, er hätte zahllose Möglichkeiten gehabt. So folgte Thoralf dem Ruf und traf nach wenigen Schritten auf den Druiden. Dieser war jedoch nicht allein, er war in Begleitung zweier... Gestalten?! "Wo bist du hier nur hinein geraten?" murmelte er leise zu sich als er die Szenerie musterte.

Es dauerte nicht lange und Thoralf verfiel in sein altes Muster: er raffte die Schultern, reckte das Kinn und sprach mit möglichst fester Stimme: "Ich bin Sa’am. Ich bin ein Bauer aus den südlichen Staden! Es ist mir ein Fest!“ Während des letzten Satzes neigte Thoralf kurz das Haupt und tippte sich mit den Fingerkuppen der ausgestreckten Hand an die Stirn - nur dieses Mal versah der die Geste mit einem süffisanten Lächeln. "Wie kann ich Euch helfen?"

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Drachenschmetterling am Fr Feb 16 2018, 22:28

Sanft streichelt Helenas Daumen, den Handrücken Roderiks, während sie Celeb aufmerksam zuhört. Es ist eine beiläufige Geste, vertraut und beruhigend für die junge Fee. Sie erkannte, dass Celeb genauso viel Schmerz in sich tragen musste, wie sie auch. Sie trauerten um ihre Familien.
Neugierig beobachtete sie, wie der Druide Haltung einnahm. Sein monotones Summen schien in ihren Ohren ein Echo zu schlagen, als sie merkte wie Roderik schrie, aber sie war unfähig den Blick vom pulsierenden Licht zu reißen. Es strahlte Wärme und Geborgenheit für sie aus. „Roderik…“ Seine Schreie machen ihr Angst, weil sie ihm nicht helfen kann.
Als ein Teil von Celebs Kraft in den Segen überging, beeinflusst das auch den Fluss ihrer Magie. Ein warmer Schauer läuft ihr den Rücken hinab und lässt sie überrascht aufatmen. Der Segen beruhigt die entfesselten Kräfte, die sie so überstrapaziert hatte und lässt ihren Körper zur Ruhe kommen. Mit ihrer Magie und ihrem Herzschlag beruhigt sich auch ihr Geist.
Verwundert blinzelt sie Celeb ein paar Mal an. Für sie war es das erste Mal, dass jemand auf sie Magie wirkte in ihrem Wissen. Als Roderik ihre Hand greift mustert sie ihn besorgt. „Geht es dir dann etwas besser?“ Er hatte ‚nicht wieder‘ gerufen,
das war ihr nicht entgangen, aber hier vor diesem Fremden wollte sie nicht weiter darauf eingehen. Wenn sie das nächste Mal alleine waren würde sie ihn danach Fragen. „Schaffst du den Weg zurück?“
Als Celeb von einem weiteren Findling berichtete lächelte die blonde Frau freundlich. „Habt ihr es euch zur Aufgabe gemacht den Wald von traurigen Gestallten zu befreien?“ Der Druide schien Gefallen daran gefunden zu haben den Heimatlosen hier zu helfen.
Kurze Zeit darauf betritt ein in Lumpen gekleideter Mann die Lichtung. Er wirkt hager und nicht sonderlich bedrohlich. Nach kurzem Zögern erhob sich die junge Frau und strich ihr Kleid glatt. Sie selbst dürfte kaum eine bessere Gestallt machen, war ihr Kleid doch Schlamm und Blut verklebt. Gerne hätte sie es gewaschen, aber dann hätte sie nichts mehr am Leib getragen und der Gedanke daran war ihr vor den beiden Männern die mit ihr reisten deutlich unangenehmer erschienen die letzten Tage. Nun schämte sie sich für ihr klägliches Aussehen.
Zurückhaltend knickste sie, als sie sich vorstellte. „Seid gegrüßt, Sa’am. Mein Name ist Helena, einst Gauklerin in diesem Land. Euer Gefährte Celeblason hat uns sein Geleit zurück zu unserem Lager angeboten. Kommt ihr mit uns?“
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Hikari am So Feb 18 2018, 10:31

„Die leuchtenden Bäume ausgelöscht?“ Der Wolf reißt den Kopf hoch und unterbricht seine Arbeit. Rüstung und Wunden vergessen, starrt er den Goblin aus geweiteten, verängstigten Augen an. „Was soll das heißen?!“ Panisch kommt er auf die Füße und macht – um das Feuer herum – einen Schritt auf den Goblin zu, streckt die Hand nach dem grünlichen Wesen aus, bereit ihn zu packen, ehe ihn seine Verletzungen dabei behindern. Ein Griff ins Leere später, macht der Wolf noch einen bedrohlichen Schritt weiter auf den Goblin zu. Seine Stimme ein tiefes Grollen. „Was! In Wavnir’s Namen soll das bedeuten, Wurmzahn?!“
Gefangen in seinem eigenen Temperament und seinen eigenen Ängsten realisierte Lucien erst nach diesem zweiten Ausbruch, dass da etwas war, dass er übersehen hatte. Die Bäume waren die stillen Zeugen ihres Blutritus. Zeugen all des Blutes, welches seit Jahrhunderten auf dem Boden ihrer Ländereien vergossen worden war. Es war versickert und hatte die Magie seiner Träger mit sich genommen. Ausreichend um die einst schönen Bäume des Landes zu verändern. Magie verschwand nicht einfach. Sie wandelte sich, nahm andere Gestalt an und reduzierte sich ein ums andere Mal, aber sie verschwand nicht einfach.
Ein erleichtertes Seufzen verließ die Kehle des Mannes als ihm dämmerte, dass es nur den Göttern möglich war eine solche Konzentration von Magie aus dieser Welt zu reißen. Sein Blick geht entschuldigend zu dem Wesen mit den Fledermausohren, während sich der launische Mann wieder zu seinem Sitzplatz begab. Wieder in einigermaßen angenehmem Sitz, neigte er das Haupt sanft zur Seite und blickte den Goblin für einige Augenblicke unschlüssig an. Offensichtlich war er sich nicht gänzlich sicher was er mit diesem Gerücht und dem plötzlichen Interesse des Wesens anfangen sollte. Schließlich glitt sein Blick müde zum Feuer und der Brünette schenkte dem lampenäugigen Gefährten ein schwaches Lächeln. Es war nicht so als könnte das kleine Geschöpf im Alleingang einen ganzen Clan ausmerzen. Tatsächlich sah der Dämon keine Gefahr für Aloriar durch den Goblin und so sprach der Dämon schließlich, den Blick gedankenversunken in das Feuer gerichtet.
„Aloriar… war einst eine Festung meines Volkes im südlichen Gebirge. Eine Art Außenposten der Hochelfen, welcher nach Ende des Schildkrieges an meinen Clan ging. Im Grunde war sie nicht mehr als ein lächerlicher Turm. Jedenfalls bis die Menschen kamen.“ In seinen Augen funkelte so etwas wie Verachtung auf, bevor er mit seiner Geschichte fortfuhr. „Ich bin mir nicht sicher wie gut du dich mit der Entstehung dieses Landes auskennst… aber du hast sicherlich gehört, dass die Harlond Opfer ihrer eigenen Fehden wurden und der Süden der Ebene an die Dämonen Arendy’s ging? Nun… das ist nur ein Funken der Wahrheit. Es ist wahr, dass ein großer Teil der Ebenen an mein Volk ging und in gewisser Weise wurden die Harlond auch Opfer ihrer Fehden. Aber sie starben nicht. Nicht alle und kaum einer von ihnen sofort.“
Sein Blick kehrte kurz in die Gegenwart zurück und überprüfte, ob der Goblin ihm auch noch lauschte. „Sie wurden Marionetten meines Clans. Gefoltert, geschändet und mit Magie befleckt bis sie schließlich zu etwas wurden, dass in der Sprache der Menschen als Werwölfe bekannt ist. Sklaven des Clans. Erbauer Aloriar’s. Denn es waren sie, welche mit ihren bloßen Händen oder eher Klauen die Festung in das massive Gebirge schlugen und den alten Turm einrissen.“
Wieder wirkt sein Blick abwesend, dieses Mal aber so als wollte er sich an etwas erinnern. Es erscheint so als wollte der Dämon seine rechte Hand ausstrecken. Ein Angebot einen flüchtigen Blick in seine Gedanken und Erinnerungen zu erhaschen. Doch scheint sich Lucien eines besseren zu besinnen. So ungefährlich Wurmzahn dem Clan werden konnte so gefährlich könnte es sein ihm die eigenen Schwächen zu offenbaren. So zieht der Mann seine Hand zurück und streckt sie stattdessen dem wärmenden Feuer entgegen. Statt dem Goblin Bilder des fraglichen Ortes zu zeigen fährt er mit seinen Ausführungen fort.
„Heute ist Aloriar kein simpler Turm mehr. Sie ist zu einer Festung herangewachsen, welche in das Gebirge geschlagen wurde. Als hätte das Kind des Staubes selbst dieses Bauwerk erschaffen. Doch ist es weit mehr als ein einzelnes Bauwerk. Aloriar sind die Ländereien meines Clans und reicht weiter in Doliene herein als du ahnen magst. Vom der Quelle des Porthca bis zu dessen erster Gabelung. Dort wo einer seiner Arme nach Kaltenburg fließt und der andere nach Erlenhain. An dieser Gabelung endet unser Reich.“ Eine kurze Pause folgte in welcher Lucien näher an das Feuer rutschte, eher er fortfuhr. „Betrittst du unser Reich sind es die leuchtenden Bäume die dir den Weg leiten. Je näher du der Festung kommst, desto stärker leuchten diese. Sie sind womöglich der einzige Funken Farbe und Licht in einem Wahn von Grau und Weiß. Die Festung selbst liegt so tief in den Bergen, dass sie unberührt von Jahreszeiten und Tageszeit zu sein scheint. Es ist immer dunkel, immer kalt und es liegt immer Schnee. Es scheint ein trister Ort zu sein, nicht wahr?“
Damit beendete der Wolf scheinbar zufrieden seine Ausführungen. Der innere Aufbau der Festung und all die Vorgänge innerhalb der Mauern waren nichts was den Goblin seiner Meinung nach zu interessieren hatten.

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