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Die Chroniken von Llandy

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Jad am Fr Feb 09 2018, 08:39

Der Druide war froh, dass sich die Fee für einen Funken Vertrauen entschieden hatte. Celeb wollte diesen auf jeden Fall umhegen. "Das ist nur zu verständlich. Ich fühle vielleicht mehr wie Ihr als Ihr denkt, denn meine Jagt nach den Schwarzröcken beruht ebenfalls auf großer Trauer. Meine Sippe wurde von ihnen dahin gemetzelt. Nur Wenige sind noch übrig und in der ganzen Welt verstreut." Große Traurigkeit erfasste den Waldelfen als sich diese düsteren Gedanken wieder seiner bemächtigten und die eben noch schmunzelnden Mundwinkel wurden kraftlos und traurig. "Ihr habt vielleicht von den 'Conathfae' gehört...?" Der Elf besann sich, dass die beiden des Elfischen vielleicht nicht mächtig waren. "'Klageseelen'... ich gehöre ebenfalls zu ihnen." Er seufzte aus tiefstem Herzen. Zu den Erinnerungen der Trauer mischten sich verblassende Fetzen von glücklicheren Tagen und die Erinnerung als ihm bewusst wurde, dass dies nie wieder so sein würde. Er wischte die Vergangenheit vor seinem geistigen Auge beiseite. Es galt sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Seine Hilfe wurde angenommen und sollte nicht länger auf sich warten lassen. Celeb fielen die letzten Worte von Helena ein: das sie und Roderick unter dem Schutz eines Dämons stehen würden. "Ihr könnt unbesorgt sein. Waldelfen sind nicht für Intrigen oder Hinterhältigkeit bekannt und ich habe keine Absichten das zu ändern."

Der Druide fand sein Lächeln wieder und steckte seinen Stab in den Boden vor sich. "Bewegt Euch bitte nicht, damit der Segen seine ganze Kraft entfalten kann." Er breitet seine Arme in einem leichten Halbkreis aus und spreizte die Finger wie zwei Fächer auseinander. Er nahm festen Stand ein, drückte den Rücken leicht durch und spannte seine Muskeln an. Celeb schloss seine Augen und konzentrierte sich. Seine Atmung wurde tiefer und ruhiger als sie es ohnehin schon war. Seine Gedanken züngelten in die Umgebung und wurden sofort von der Natur um ihn herum erfasst. Äußerlich stand er einfach nur da wie eine Statur. Dann begann er mit einem monotonen, sonorem Summen. Das Innere der Rankenkrone auf dem Stab leuchtete leicht auf und ging in eine Art grün leuchtenden Herzschlag über. Das Licht war jedoch wesentlich gedämmter als bei der Formwandlung und es war sogar angenehm hineinzubringen. Das sonore Summen schien sich mit sich selbst zu überlagern und erfasste die nähere Umgebung, jedoch auf jeden Fall Fee und Krieger. Der Druide wirkte den Segen der inneren Ruhe. Dabei konzentrierte er sich vor allem auf die unmittelbare Umgebung vor ihm. Celeb merkte wie Teile seiner Kraft in den Segen flossen um ihn zu nähren. Bereitwillig akzeptierte er das. Schließlich wurde das Summen leiser, bis es ganz verstummte. Der Waldelf öffnete die Augen und entspannte sich. Erst jetzt als er wieder ganz bei sich war merkte er den Kraftverlust. Doch nichts was etwas Ruhe und ein Happen zu Essen wieder richten könnten. Er war vor dem Segen bei vollen Kräften und konnte so diese Gabe leicht verschmerzen. Dennoch entfuhr ihm ein Seufzer. "Ich hoffe Ihr füllt euch nun gestärkter und gefestigt, so dass ich Euch zu Eurem Lager bringen kann. Ich muss selbst noch jemanden in Sicherheit bringen. Ich habe ihn ebenfalls in der Wildnis gefunden vor wenigen Tagen." Er drehte sich um und suchte im Dickicht nach Anzeichen des Menschen. Er wusste noch ungefähr wo er ihm angewiesen hatte zu warten. "Sa'am.. SA'AM! KOMMT HERAUS. ES IST SICHER. KEINE GEFAHR VON DIESEN BEIDEN HIER." Er drehte sich wieder zu Helena und Roderick. "Ein Bauer der von Wegelagerern überfallen wurde und noch mitgenommener aussah als Roderick hier. Ich bringe ihn aus der Wildnis hinaus."
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Roderik am Fr Feb 09 2018, 20:51

Roderik liegt da und schaut fragend zu Helena, doch obwohl sie dem Fremden offenbar vertraut, versucht er sich aufzurichten...murmelt schwach "Nein..keine...Magie mehr..bitte..." er kippt nach hinten weg und schlägt die Hände vors Gesicht, krümmt sich, als er das Summen hört "NEIN!" das Flimmern erreicht ihn und er wimmert wie ein kleines Kind "Nein..nicht wieder...nein.." er versucht sich dem Licht zu entziehen, doch irgendwie schaffter es nicht...liegt da und zu seiner eigenen Überraschung kommt diesmal kein Schmerz in seinen Kopf...nur Ruhe, Frieden und eine Art Erholung "Wie...was...?" er öffnet langsam die Augen du starrt den Fremden an, dann sucht er Helenas Hand und schaut sie an"Was war das? Es hat...nicht wehgetan...es war..wie bei Dir..." er richtet sich auf und reibt sich die Schläfen...

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Lleweyllyn am Sa Feb 10 2018, 16:32

Die Zeit verstrich wie zähflüssiger Honig, der über Nacht der Kälte ausgesetzt war. Thoralf kauerte nach wie vor in dem Busch, in welchen er sich nach Celebs Verschwinden zurückgezogen hatte. Auch wenn er mit der Situation nicht glücklich war, stellte er doch eine wohlige Veränderung zu den letzten Tagen fest: ohne den permanenten Hunger, der ihm gefühlt seit Lebzeiten omnipräsenter Begleiter war, war sein Geist bemerkenswert klar und wach. Angestrengt lauschte er ins das Nichts, doch so sehr er sich auch mühte und so sehr er hoffte, etwas vernehmen zu können - da war schlichtweg nichts. Außer das leise Säuseln des Winds und das explosionsartige Donnern der kleinen Ästchen, die stets nachgaben, wann auch immer Thoralf sich bewegte, um nach Celeb Ausschau zu halten.

Die Situation änderte sich dann allerdings schlagartig, als Thoralf gar nicht so weit von sich entfernt durch das Unterholz ein grünes Leuchten erspähte. Irgendetwas ging dort vor sich. Es rangen zwei Herzen in seiner Brust: gehen und schauen und womöglich Celeb zur Hilfe eilen, weil er sie vielleicht brauchte oder hadern, zaudern und die Flucht ergreifen? Ein komisches Gefühl bemächtigte sich seiner, das Thoralf so recht nicht einzuordnen wusste. Mit jedem zusätzlichen Gedanken an eine Flucht fühlte er sich schlechter. Celeb hatte ihm immerhin seine Hilfe angeboten, ihn mit Nahrung versorgt und Geschichten aus seiner Welt erzählt. Es fühlte sich falsch an, den Waldelf einfach seinem Schicksal zu überlassen. Auch denn der Wachtmeister sicher nicht in der Position war, gegen einen Trupp Schwarzröcke eine wirkliche Hilfe zu sein, so konnte er einfach nicht weglaufen. Als hielte ihn ein unsichtbares Band an die Szenerie gefesselt.

Derart verwirrt arbeitete Thoralf sich aus dem Gebüsch und schlich so leise es eben für einen Menschen ging in die Richtung, in der er das grüne Licht vernommen hatte. Just in dem Moment, wo er ein weiteres Mal inne hielt, um in die Stille zu lauschen, fuhr ihm ein Ruf durch Mark und Bein. Das war Celebs Stimme?! Aber nach wem rief er? Hatte er Freunde entdeckt? Dann viel ihm die Geschichte wieder ein, die er um seine Herkunft gesponnen hatte. Celeb rief ihn bei dem Namen, den Thoralf ihm unter einem Vorwand genannt hatte. Konnte er Celebs Worten trauen? Andererseits: warum sollte der Waldelf ihn genau jetzt hinters Licht führen wollen? Hätte Celeb die Absicht gehabt, Thoralf umzubringen, er hätte zahllose Möglichkeiten gehabt. So folgte Thoralf dem Ruf und traf nach wenigen Schritten auf den Druiden. Dieser war jedoch nicht allein, er war in Begleitung zweier... Gestalten?! "Wo bist du hier nur hinein geraten?" murmelte er leise zu sich als er die Szenerie musterte.

Es dauerte nicht lange und Thoralf verfiel in sein altes Muster: er raffte die Schultern, reckte das Kinn und sprach mit möglichst fester Stimme: "Ich bin Sa’am. Ich bin ein Bauer aus den südlichen Staden! Es ist mir ein Fest!“ Während des letzten Satzes neigte Thoralf kurz das Haupt und tippte sich mit den Fingerkuppen der ausgestreckten Hand an die Stirn - nur dieses Mal versah der die Geste mit einem süffisanten Lächeln. "Wie kann ich Euch helfen?"

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Drachenschmetterling am Fr Feb 16 2018, 22:28

Sanft streichelt Helenas Daumen, den Handrücken Roderiks, während sie Celeb aufmerksam zuhört. Es ist eine beiläufige Geste, vertraut und beruhigend für die junge Fee. Sie erkannte, dass Celeb genauso viel Schmerz in sich tragen musste, wie sie auch. Sie trauerten um ihre Familien.
Neugierig beobachtete sie, wie der Druide Haltung einnahm. Sein monotones Summen schien in ihren Ohren ein Echo zu schlagen, als sie merkte wie Roderik schrie, aber sie war unfähig den Blick vom pulsierenden Licht zu reißen. Es strahlte Wärme und Geborgenheit für sie aus. „Roderik…“ Seine Schreie machen ihr Angst, weil sie ihm nicht helfen kann.
Als ein Teil von Celebs Kraft in den Segen überging, beeinflusst das auch den Fluss ihrer Magie. Ein warmer Schauer läuft ihr den Rücken hinab und lässt sie überrascht aufatmen. Der Segen beruhigt die entfesselten Kräfte, die sie so überstrapaziert hatte und lässt ihren Körper zur Ruhe kommen. Mit ihrer Magie und ihrem Herzschlag beruhigt sich auch ihr Geist.
Verwundert blinzelt sie Celeb ein paar Mal an. Für sie war es das erste Mal, dass jemand auf sie Magie wirkte in ihrem Wissen. Als Roderik ihre Hand greift mustert sie ihn besorgt. „Geht es dir dann etwas besser?“ Er hatte ‚nicht wieder‘ gerufen,
das war ihr nicht entgangen, aber hier vor diesem Fremden wollte sie nicht weiter darauf eingehen. Wenn sie das nächste Mal alleine waren würde sie ihn danach Fragen. „Schaffst du den Weg zurück?“
Als Celeb von einem weiteren Findling berichtete lächelte die blonde Frau freundlich. „Habt ihr es euch zur Aufgabe gemacht den Wald von traurigen Gestallten zu befreien?“ Der Druide schien Gefallen daran gefunden zu haben den Heimatlosen hier zu helfen.
Kurze Zeit darauf betritt ein in Lumpen gekleideter Mann die Lichtung. Er wirkt hager und nicht sonderlich bedrohlich. Nach kurzem Zögern erhob sich die junge Frau und strich ihr Kleid glatt. Sie selbst dürfte kaum eine bessere Gestallt machen, war ihr Kleid doch Schlamm und Blut verklebt. Gerne hätte sie es gewaschen, aber dann hätte sie nichts mehr am Leib getragen und der Gedanke daran war ihr vor den beiden Männern die mit ihr reisten deutlich unangenehmer erschienen die letzten Tage. Nun schämte sie sich für ihr klägliches Aussehen.
Zurückhaltend knickste sie, als sie sich vorstellte. „Seid gegrüßt, Sa’am. Mein Name ist Helena, einst Gauklerin in diesem Land. Euer Gefährte Celeblason hat uns sein Geleit zurück zu unserem Lager angeboten. Kommt ihr mit uns?“
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Hikari am So Feb 18 2018, 10:31

„Die leuchtenden Bäume ausgelöscht?“ Der Wolf reißt den Kopf hoch und unterbricht seine Arbeit. Rüstung und Wunden vergessen, starrt er den Goblin aus geweiteten, verängstigten Augen an. „Was soll das heißen?!“ Panisch kommt er auf die Füße und macht – um das Feuer herum – einen Schritt auf den Goblin zu, streckt die Hand nach dem grünlichen Wesen aus, bereit ihn zu packen, ehe ihn seine Verletzungen dabei behindern. Ein Griff ins Leere später, macht der Wolf noch einen bedrohlichen Schritt weiter auf den Goblin zu. Seine Stimme ein tiefes Grollen. „Was! In Wavnir’s Namen soll das bedeuten, Wurmzahn?!“
Gefangen in seinem eigenen Temperament und seinen eigenen Ängsten realisierte Lucien erst nach diesem zweiten Ausbruch, dass da etwas war, dass er übersehen hatte. Die Bäume waren die stillen Zeugen ihres Blutritus. Zeugen all des Blutes, welches seit Jahrhunderten auf dem Boden ihrer Ländereien vergossen worden war. Es war versickert und hatte die Magie seiner Träger mit sich genommen. Ausreichend um die einst schönen Bäume des Landes zu verändern. Magie verschwand nicht einfach. Sie wandelte sich, nahm andere Gestalt an und reduzierte sich ein ums andere Mal, aber sie verschwand nicht einfach.
Ein erleichtertes Seufzen verließ die Kehle des Mannes als ihm dämmerte, dass es nur den Göttern möglich war eine solche Konzentration von Magie aus dieser Welt zu reißen. Sein Blick geht entschuldigend zu dem Wesen mit den Fledermausohren, während sich der launische Mann wieder zu seinem Sitzplatz begab. Wieder in einigermaßen angenehmem Sitz, neigte er das Haupt sanft zur Seite und blickte den Goblin für einige Augenblicke unschlüssig an. Offensichtlich war er sich nicht gänzlich sicher was er mit diesem Gerücht und dem plötzlichen Interesse des Wesens anfangen sollte. Schließlich glitt sein Blick müde zum Feuer und der Brünette schenkte dem lampenäugigen Gefährten ein schwaches Lächeln. Es war nicht so als könnte das kleine Geschöpf im Alleingang einen ganzen Clan ausmerzen. Tatsächlich sah der Dämon keine Gefahr für Aloriar durch den Goblin und so sprach der Dämon schließlich, den Blick gedankenversunken in das Feuer gerichtet.
„Aloriar… war einst eine Festung meines Volkes im südlichen Gebirge. Eine Art Außenposten der Hochelfen, welcher nach Ende des Schildkrieges an meinen Clan ging. Im Grunde war sie nicht mehr als ein lächerlicher Turm. Jedenfalls bis die Menschen kamen.“ In seinen Augen funkelte so etwas wie Verachtung auf, bevor er mit seiner Geschichte fortfuhr. „Ich bin mir nicht sicher wie gut du dich mit der Entstehung dieses Landes auskennst… aber du hast sicherlich gehört, dass die Harlond Opfer ihrer eigenen Fehden wurden und der Süden der Ebene an die Dämonen Arendy’s ging? Nun… das ist nur ein Funken der Wahrheit. Es ist wahr, dass ein großer Teil der Ebenen an mein Volk ging und in gewisser Weise wurden die Harlond auch Opfer ihrer Fehden. Aber sie starben nicht. Nicht alle und kaum einer von ihnen sofort.“
Sein Blick kehrte kurz in die Gegenwart zurück und überprüfte, ob der Goblin ihm auch noch lauschte. „Sie wurden Marionetten meines Clans. Gefoltert, geschändet und mit Magie befleckt bis sie schließlich zu etwas wurden, dass in der Sprache der Menschen als Werwölfe bekannt ist. Sklaven des Clans. Erbauer Aloriar’s. Denn es waren sie, welche mit ihren bloßen Händen oder eher Klauen die Festung in das massive Gebirge schlugen und den alten Turm einrissen.“
Wieder wirkt sein Blick abwesend, dieses Mal aber so als wollte er sich an etwas erinnern. Es erscheint so als wollte der Dämon seine rechte Hand ausstrecken. Ein Angebot einen flüchtigen Blick in seine Gedanken und Erinnerungen zu erhaschen. Doch scheint sich Lucien eines besseren zu besinnen. So ungefährlich Wurmzahn dem Clan werden konnte so gefährlich könnte es sein ihm die eigenen Schwächen zu offenbaren. So zieht der Mann seine Hand zurück und streckt sie stattdessen dem wärmenden Feuer entgegen. Statt dem Goblin Bilder des fraglichen Ortes zu zeigen fährt er mit seinen Ausführungen fort.
„Heute ist Aloriar kein simpler Turm mehr. Sie ist zu einer Festung herangewachsen, welche in das Gebirge geschlagen wurde. Als hätte das Kind des Staubes selbst dieses Bauwerk erschaffen. Doch ist es weit mehr als ein einzelnes Bauwerk. Aloriar sind die Ländereien meines Clans und reicht weiter in Doliene herein als du ahnen magst. Vom der Quelle des Porthca bis zu dessen erster Gabelung. Dort wo einer seiner Arme nach Kaltenburg fließt und der andere nach Erlenhain. An dieser Gabelung endet unser Reich.“ Eine kurze Pause folgte in welcher Lucien näher an das Feuer rutschte, eher er fortfuhr. „Betrittst du unser Reich sind es die leuchtenden Bäume die dir den Weg leiten. Je näher du der Festung kommst, desto stärker leuchten diese. Sie sind womöglich der einzige Funken Farbe und Licht in einem Wahn von Grau und Weiß. Die Festung selbst liegt so tief in den Bergen, dass sie unberührt von Jahreszeiten und Tageszeit zu sein scheint. Es ist immer dunkel, immer kalt und es liegt immer Schnee. Es scheint ein trister Ort zu sein, nicht wahr?“
Damit beendete der Wolf scheinbar zufrieden seine Ausführungen. Der innere Aufbau der Festung und all die Vorgänge innerhalb der Mauern waren nichts was den Goblin seiner Meinung nach zu interessieren hatten.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Morth am So Feb 25 2018, 18:50

Quietschend und keifend, stolperte der Hässliche kleine Goblin nach hinten um Luciens griff aus zu weichen und hielt sich an seinen Fledermausohren fest,
wobei er panisch und unterwürfig vor Luciens Wutausbruch zusammenkauerte.
„Oh verzeiht dem Armen Wurmzahn er weiß doch nicht mehr, e..es sind doch nur Gerüchte! Ja ..ja.. Wurmzahn hat keinen Einfuss..eh Ausfluss... ..Wurmzahn kann nichts dafür was die Leute reden!..
Und ihr habt ihn gefragt Herr.. bitte tut dem armen unwissenden Wurmzahn nichts.. er wollte euch nicht aufregen!“

Jammerte er, teils mit echter und teils gespielter Panik, doch zeitgleich trat ein neugieriges funkeln in, den großen gelblichen Augen des Goblins.
Möglicherweise weil er eine Schwachstelle des Wolfsdämon entdeckt hatte?

Als Lucien sich beruhigte und zum Feuer sah, Kräuselten sich die Lippen des Goblins kurz zu einem unmenschlichen grinsen,
bevor er eine neutrale demütige Haltung einnahm doch beide Ohren in Luciens Richtung drehte, in der Hoffnung noch mehr heraus zu finden, das ihm nutzen könnte.
Als der Wolfsdämon wieder zu Wurmzahn herüber sah gab dieser ein Gespieltes gähnen von sich, als würden ihn Politik und Geschichte wenig interessieren.. was sonst auch durchaus der Fall war,
doch um der Scharade noch eins drauf zu setzen, weitete Wurmzahn die Augen als sei er erschrocken beim Gähnen ertappt worden zu sein, sofort presste er seine platte, fast nicht vorhandene Nase in den Dreck.
„Verzeiht dem armen, jämmerlichen Wurmzahn für die Respektlosigkeit die er dem edlen, großmütigen Lucien an den Tag gelegt hat.“
Wimmerte er flehend wobei er mit dem linken Auge vorsichtig hoch schielte.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Roderik am Mi März 14 2018, 22:10

Roderik sitzt an Helena gelehnt da und schaut immr noch verwirrt umher, ehe er sie anschaut und kaum merklich nickt. Seine brüchige Stimme ist leise, doch sein Blick klar, als er ihren trifft. Er nimmt ihrehand und legt seine Wange darauf "Was...was hat er gemacht? War das...Magie?" Er atmet tief ein, was ihm zwar Mühe bereitet, doch anscheinend nicht mehr soviel wie zuvor. Dann erblickt er aus dem Augewinkel eine zerlumpte Getalt und auch wenn es ihm schwerfällt, so packt er das neben ihm liegende Schwert und versucht aich aufzustützen. Auch wenn er diesem Magier...oder was immer er ist...nicht vertraut...dem zerlumpten Mann vertraut er noch weniger "Bleib hinter mir..." raunt er Helena zu. Er weiß, er ist im Moment kein Gegner für einen Angreifer, doch würde er sein Leben geben, um Helena zu schützen. Kurz flackert der Gedanke an Lucien auf...ein leichter Schmerzin seinem kopf..doch bei Weitem nicht so stark wie vor dieser magischen Aktion.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Jad am Do März 15 2018, 17:29

Celeb lächelte etwas schief. Sein Wegbegleiter sah wirklich ganz schön heruntergekommen aus. "Ja... das ist Sa'am. Er ist im Grunde ganz nett, nur etwas..." der Druide suchte nach einem diplomatischen Wort. "… unbeholfen." Die Reaktion von Roderik erstaunte ihn etwas. Hier hatte er ein Exemplar der Menschen der wirklich durch und durch misstrauisch war. "Habt keine Sorge guter Roderik. Er will Euch nichts Böses." Damit wandte er sich an den Landstreicher. "Sa'am würdest du mir helfen die beiden in ihr Lager zu bringen? Ich weiß nicht in wie fern Herr Roderik eine Stütze braucht und ich könnte es nie verantworten ein zartes Geschöpf wie eine Fee", der Druide lächelte Helena sanft an, "so eine Last aufzubürden. Nichts für ungut mein Herr Roderik." Celeb wandte sich wieder Thoralf zu. "Du könntest ihn auf einer Seite stützen und ich auf der anderen?" Doch halt! der Waldelf erinnerte sich wie ungebührlich die Menschen einfache Berührungen fanden und bei dem erlebten Misstrauen wäre es auf jeden Fall gut vorher zu fragen. "Ist das für Euch in Ordnung mein Herr?", schaute er den Krieger fragend an.
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Morth am Di Apr 10 2018, 18:02

Als Lucien bei dem Gespräch mit Wurmzahn immer wortkarger wurde und sich immer mehr in seine Gedanken zurückzog, begann Wurmzahn langsam ungeduldig auf und ab zu schreiten.
während seine Blicke immer wieder zu dem Stück Wald wanderten, wo Helena und Roderik vor einiger zeit verschwunden waren. Unmissverständlich lag sorge in seinem Gesicht geschrieben.
Doch kann man sich darüber streiten ob er sich tatsächlich um die beiden sorgen machte oder ob er fürchtete das sie den Walddämon aufweckten und ihn her führten, oder eine Kompanie Schwarzröcke.
nach einem letzten Blick auf den seit einigen Minuten verstummten Lucien, packte der Goblin seine Armbrust und schulterte sie, ehe er in den Wald hinein marschierte.
Troz seiner trampelnden schritte, schien das Wesen in einer ähnlichen Umgebung heimisch zu sein und Hinterließ kaum Spuren und machte auch fast keine Geräusche dabei,
ehe er langsam auf alle Dreie hinabsank, (der eine Arm stützte immer noch die Armbrust über seiner schulter) und begann zu schnüffeln wie ein Hund um die Fährte der beiden auf zu nehmen.
Es dauerte noch eine Weile ehe er erstarrte, nicht unähnlich einem Kaninchen, einem sehr hässlichen Kaninchen in seinem Fall, richtete er die Fledermausohren auf, als Stimmen zu ihm durchdrangen,
bekannte und auch fremde waren darunter. Die Gelben Glubschaugen, misstrauisch verengt, kroch er ähnlich einer Gewaltigen, dürren und hässlichen Ratte, durch das Unterholz,
wobei er langsam einen Bogen machte, um sich nicht mit dem Wind der Gruppe zu nähern, die er im Moment nur hören aber noch nicht sehen konnte.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Lleweyllyn am Sa Apr 21 2018, 17:48

Es dauerte tatsächlich einen unwirklich langen Moment, bis Thoralf aus seiner Lethargie erwachte und sich zu Celeb gesellte, um dem offensichtlich arg mitgenommenen Roderik, wie Celeb ihn genannt hatte, auf die Beine zu helfen. „Ja, ehm, ich… natürlich! Sehr erfreut, Helena! Eine Gauklerin?“

Er stand etwas unbeholfen neben dem Waldelf, da er nicht so recht wusste, die er sich Roderik gegenüber verhalten sollte – insbesondere, da er nach wie vor die Waffe gegen Celeb und ihn gerichtet hatte. Auch wenn Roderik für Celeb sicher keinen Gegner darstellte, so waren Thoralfs Möglichkeiten der Selbstverteidigung doch arg begrenzt. Insofern zog er auch gar nicht erst das Florett, sondern drehte dem Krieger demonstrativ die geöffneten Handflächen zu, um zu signalisieren, dass von ihm keinerlei Gefahr ausging.

Celeb schien da der gleichen Meinung zu sein, als er das Wort an Roderik direkt richtete und die Hilfe der beiden anbot. Thoralf wünschte sich, dass der Krieger die Hilfe annehmen und es nicht zu einer Auseinandersetzung kommen würde. Thoralf versuchte durch ein möglichst unverfängliches Gespräch der Situation weiter die Brisanz zu nehmen.

"Und euer Freund hier, Helena? Mir scheint, ihm ist nicht wohl? Ihr  wiederum erscheint mir keineswegs… derangiert. Ein Überfall hat nicht stattgefunden, würde ich meinen wollen?

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Drachenschmetterling am Sa Apr 28 2018, 19:12

Sanft streicht Helenas Daumen über seine Wange. Wieder fragte sie sich, was mit ihm passiert war. Die Angst war in seine Züge gemeißelt. „Ja, ich denke schon…“ flüsterte sie leise und besah sich ihren Gefährten mit besorgtem Blick. Während sie mit Celeb sprach. „Unbeholfens… sagt ihr…“ murmelte sie leise. Doch als sie die hagere Gestallt sah, kam er ihr zwar bedauerswert, aber auch irgendwie verschlagen vor. Etwas passte nicht an ihm, aber sie hätte nicht den Finger darauflegen können.
Während sie den Bauern begrüßte erhob sich Roderik schwankend und seine Worte verleiteten sie dazu einen Schritt von Sa’am zurückzuweichen und an seine Seite zurückzukehren. Sie war es gewohnt, dass starke Männer sie beschützten. Ihr Leben lang vertraute sie schon auf diesen Schutz. Mit einem Seitenblick auf den geschwächten Roderik kam ihr das erste Mal dieser Umstand töricht vor.
„… Ich könnte es nie verantworten einem zarten Geschöpf wie einer Fee so eine Last aufzubürden…“ Seine Worte waren freundlich, trafen bei der jungen Frau aber auf sture Ohren. „Ich bleibe an seiner Seite!“ ließ sie bestimmter verlauten, als sie sich fühlte. Doch Roderik war so schreckhaft und vorsichtig die letzten Tage… Es war etwas mit ihm passiert. Er verhielt sich wie ein Wolf, den man in die Ecke geprügelt hatte. Verängstigt, aber immer noch bereit zu kämpfen. Egal wie schwach der Bauer war, er schob sich stets vor sie um sie zu schützen. Es wäre ihr falsch erschienen, hätte sie ihn den Fremden überlassen, denen er so misstraute.
Sie beobachtete Sa’am, der unsicher seine blanken Hände zeigte. Eine Geste des Friedens. Was war es, dass sie an ihm störte? Die Art wie er Sprach oder sein Gesicht? Seine Augen, die unruhig in ihren Höhlen sprangen? Er war mindestens genauso nervös wie sie, doch wirkte er im Gegensatz zu Roderik nicht, als würde er gleich auf sie losgehen. „Heute nicht…“ anwortete sie ihm und sah auf die Flecken auf ihrem Kleid hinab. Der Dreck der letzten Tage hatte dem roten Blut auf ihrem Kleid die Farbe geraubt. „Aber manche Wunden brauchen länger zum heilen. Er braucht nur etwas Ruhe.“
Sanft legte sie den Arm um Roderiks Hüfte. „Wir sollten aufbrechen. Je länger wir hier warten, desto wahrscheinlicher findet uns noch jemand anderes, der vielleicht nicht so freundlich gestimmt ist. Unser Lager liegt gut 600 Schritte in Richtung Westen.“ Mit dem freien Arm deutete sie zwischen die Bäume. „Die anderen warten sicher schon auf unsere Rückkehr.“
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Jad am Mo Apr 30 2018, 08:16

Wäre Celeblason ein Mensch, er hätte sich wohl fremdgeschämt für den Bauern. Doch als Waldelf lagen ihm derartige Gefühle fern. Er war durch und durch vorurteilsfrei und sah jeden Tag aufs Neue die ihm dargebotenen Eigenheiten der anderen Rassen als gegeben an. Es mehrte Celebs Erfahrungen im Umgang mit den Völkern. So lächelte er nur kurz und nickte der Fee zu. "So denn auf! Das Lager sollte rasch zu finden sein nach dieser Richtungsangabe." Er machte auf dem Absatz kehrt ohne großartig den Waldboden aufzuwühlen und hob den Druidenstab wieder auf seinen Rücken. Der magische Stecken trieb sofort viele kleine Wurzeln aus, wie er es immer tat bei dieser Geste und hielt sich so an Ort und Stelle am Waldelfen fest. "Komm Sa'am. Bleib bei mir. Nicht dass du zwischen den Bäumen verloren gehst. Sie mögen es nicht unbedingt, wenn man länger bleibt als nötig und den Wald sollten wir uns nicht zum Feind machen. Wir werden ihn früher oder später noch auf unserer Seite brauchen." Auch wenn Celeb den Menschen anlächelte lag doch ein gewisser Unterton in seiner Stimme der vermuten ließ das die Worte alles andere als ein Scherz zur Auflockerung waren. Doch bevor sich sein Gegenüber wirklich Gedanken darüber machen konnte, setzte der Druide seinen gewohnt leichten und leisen Gang durch das Unterholz fort. Wieder hinterließ er kaum Spuren, brach keinen Zweig, verletzte keine Pflanzen oder Pilze. Immer mit der Angabe der Fee im Hinterkopf führte er den Trupp nach Westen.
Die Distanz war rasch überbrückt und schließlich trat der Waldelf auf eine Art Lichtung auf welcher sich ein Feuer mit Kessel befand. Eine große Gestalt saß etwas entfernt daneben. Es war fast so, als würde sie den Kessel bewachen. Doch etwas ließ den Druiden verdutzt innehalten. Er drehte sich zu dem Gespann von Fee und Krieger herum und meinte mit hochgezogener Braue: "Meintet Ihr nicht DIE Anderen warten auf euch? Ich sehe nur einen Mann? Wo ist der Rest?"
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Roderik am Mo Apr 30 2018, 21:14

Roderik lässt sich zwar aufhelfen, doch mehr nicht. Er mustert den Mann...das reine Misstrauen ist in seinem Blick zu erkennen. Er reagiert nur mit einem Kopfschütteln auf die Worte der beiden Männer und legt den reien Arm um Helenas Hüfte. Doch Etwas ist anders geworden. Roderik weiß nicht wieso, doch er fühlt sich besser...kräftiger...noch nicht der Alte, doch auf dem besten Weg dahin.
Er bedeutet Helena, die Beiden vorgehen zu lassen und auf dem Weg zum Lager raunt er ihr leise ins Ohr, daß sie sich Nichts anmerken lassen soll...und entlastet nicht erkennbar die Fee von seinem Gewicht, doch spielt weiterhin den Geschwächten. Und als sie am Lager ankommen, weiß er es...ahnt es...Celeb, der Waldelf...er hat seine Magie eingesetzt, um ihm..Roderik...zu helfen. Das Schwert schiebt er in die Scheide un mustert den `Freund`, welcher abseits des Feuers sitzt. Wieder die Bilder...er stöhnt leise und muss sich doch kurz auf Helena stützen "Danke, Helena..." er lächelt die Fee sanft an und lässt sich auf einen Stein gleiten.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Lleweyllyn am Mo Apr 30 2018, 22:47

Konsterniert wäre wohl das Wort der Wahl gewesen, hätte man den geistigen Zustand des Wachtmeisters auf der Flucht beschreiben wollen, als dieser – während er den Schritten des Waldelfen nachblickte – über dessen Worte nachdachte. Der Waldelf, der ihm bis gerade noch wie eine Art Verbündeter vorgekommen war, sorgte in Thoralf für ein ehrliches und aufrichtiges mentales Durcheinander. Wie sollte er seine Worte verstehen? Oder war der Waldelf schlussendlich doch nicht ganz bei Trost? Bei dem, was dieser vom Wald als Freund oder Feind faselte, war Thoralf sich wahrlich nicht sicher. Sicher war er sich hingegen dabei, dass es sich bei den Worten keineswegs um irgendwelche Späße gehandelt hatte. Über die Jahre hatte Thoralf ein recht feines Gespür für die Nuancen in Mimik und Gestik entwickelt, welches er regelmäßig schulen konnte, wann auch immer in dem Lager die hohe Herrschaft umher ging. Das waren stets die spannendsten Tage überhaupt gewesen…

Die Art und Weise wie Celeblason seine Worte wählte und dabei die Gesichtszüge spielen ließ, lies für Thoralf nur zwei Optionen zu: Celeb meinte das ernst, was er sagte oder er war schlichtweg ein unfassbar begnadeter Schauspieler. Der Wachtmeister sinnierte einen kurzen Moment, welche Variante die Vorzugswürdigere sei, beließ es aber vorerst bei dem Entschluss, die Optionen gleichermaßen besorgniserregend zu finden. Er mahnte sich innerlich zur Vorsicht und erhöhten Wachsamkeit, so lange es noch ging. Er spürte, wie der Hunger langsam wieder in ihm aufzog.

„Ich… also… ja, wir haben früher… also auf dem Hof, wo ich herkomme immer vom  Wald… ehm… gesungen auch, ja! Es ging in einer Art „Mein Freund der Baum…“ – aber weiter erinnere ich mich nicht mehr. Einige Zeit ist vergangen seither.“ versuchte Thoralf sich, der Situation den merkwürdigen Ernst zu nehmen. Er war sich allerdings nicht sicher, ob der Druide seine Worte vernommen hatte, denn eh Thoralf sich versah, war der Druide schon auf dem Weg in die Richtung, die die Fee ihnen angezeigt hatte. Was ihn jedoch zusätzlich besorgte, war der Umstand, dass am Ziel – scheinbar nicht allzu weit entfernt – noch weitere Gestalten versammelt zu sein schienen. Abermals rang er mit sich: bleiben oder fliehen? Was, wenn die weitere Gesellschaft  wusste, wer er tatsächlich war? Was im Lager geschehen war? Bestenfalls würden Sie ihn aufknöpfen und als Mahnmal am Wegesrand drapieren. Schlimmstenfalls würde es für ihn wieder zurück gehen. In die Schatten der Vergangenheit. Auf eine letzte Reise ohne Wiederkehr. Der aufziehende Hunger einer- und der bewaffnete Roderik andererseits lenkten seinen Entschluss doch schnell in die Richtung, dass er einstweilen dem Druiden folgen würde. Auch wenn der Druide wirr sprach, ans Messer liefern würde er ihn doch wohl nicht? Und falls doch: Flucht war immer eine Option. Er würde es einfach versuchen. Beine in die Hand und ab durch die Mitte. Vorher gab es aber noch Vorkehrungen zu treffen.

Mit einer einladenden Geste versuchte Thoralf, dem Krieger und der Fee den Vortritt zu lassen. „Nach euch gerne, wenn es denn Recht ist?!“ Als die beiden nicht reagierten, zuckte Thoralf kurz mit den Schultern und folgte Celeb. „Man könnte glatt meinen, die Fee und ich besuchen den gleichen Kleidermacher…“ sprach er gedankenverloren zu sich.

Die Distanz war in der Tat rasch überbrückt und schließlich trat Thoralf kurz nach dem Waldelf auf eine Art Lichtung, auf welcher sich ein Feuer mit Kessel befand. Eine große Gestalt saß etwas entfernt daneben. Es war fast so, als würde sie den Kessel bewachen. Thoralf war ob der Situation hochgradig alarmiert und jeder Zeit zur Flucht bereit. Unmerklich drehte er sich hinter Celeb und ließ die Fee und den Krieger auf die Lichtung vortreten, sodass der Wachtmeister nunmehr in hinterster Reihe der Gruppe stand. Hastig erfasste er die Gegen, in der sie sich befanden und stellte fest, dass einzig der Weg zurück in den Wald ein Fluchtweg darstellte. Sei der Baum nun Freund oder nicht! Nachdem Roderik – der nach wie vor sehr derangiert wirkte – sich auf einem Stein niedergelassen hatte, richtete Thoralf das Wort direkt an den Krieger: „Celeblasons Punkt erscheint mir durchaus einiges an Berechtigung zu haben. Ihr führt uns doch nicht hinters Licht?!“ Da zwischen Thoralf und den anderen etwas Distanz war, musste er die Stimme merklich erheben. Er war sich allerdings nicht sicher, ob er das intuitiv ob der guten Verständigung Willen tat oder ob sein Körper versuchte, die aufgezogene Unruhe und Nervosität durch möglichst standhaftes und resolutes Auftreten zumindest in der Stimme zu kaschieren. Sicherheitshalber setzte er mit fester Stimme nach: „Sprecht rasch, welches Spiel wird hier gespielt?“

Auch wenn Thoralf wusste, dass er eine Übermacht gegen sich hatte, so nestelte er an seinem Florett – in der Hoffnung es einfach nicht einsetzen zu müssen.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Morth am Di Mai 01 2018, 17:42

Ungesehen und ungehört folgte Wurmzahn, die ihm nun eindeutig bekannt vorkommenden Stimmen, und die fremden zurück zur Lichtung.
Wobei er langsam immer höher ins Geäst kroch und schließlich am Rand der Lichtung in einer Baumgabel saß, wo er die beiden Fremden argwöhnisch und misstrauisch beäugte,
bis ihm die Ohren des Waldelfen auffielen, seine großen Glubschaugen hüpften und seine Unterlippe zitterte regelrecht.

Ein leises klicken gefolgt von einem leicht knarzenden, surrenden Geräusch und ein erneutes klicken durchbrach die Stille, für jene die damit vertraut waren erkannten womöglich,
das eine Armbrust hinter ihnen vom Wald her gespannt wurde, ehe ein Bolzen mit einen beinahe zischendem Surren, kurz neben dem Kessel in den Boden gefeuert wurde. Offenbar ein Warnschuss.
Wer sich daraufhin umdrehte, um der Flugbahn des Bolzens zu folgen erkannte etwas oberhalb ihrer Köpfe am Rand der Waldlichtung den Goblin. Selbst für Wurmzahns Verhältnisse,
wirkte sein Gesicht beinahe verzerrt vor Zorn, oder vielleicht Irrsinn, wobei seine aufgerissenen Augen den Elfen fixierten, ehe er in einem sehr groben, zischenden elfischen Dialekt sprach,
in dem er selbst nur teilweise bewandert zu sein schien, doch für einen Elfen sollte sofort der Dialekt der Dunkelelfen raus zu hören sein, und ebenso die abgehackten Worte und Satzfetzen,
die der Goblin beinahe Würgend hervor bellte, einigermaßen verständlich sein.
„Spitzohr! Nicht wegnehmen Gefährten! Wurmzahn töten Spitzohr! Nicht Peitsche! Nicht Kette! Wurmzahn tötet Spitzohr! Weg! Weg!“
Während er Sprach Spannte er die Armbrust erneut und legte einen Neuen Bolzen ein, doch zitterten seine Hände ein wenig entweder vor Zorn oder vielleicht vor Angst?

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Jad am Mi Mai 02 2018, 15:28

Ehe sich Celeblason versah bekam er die Antwort auf seine Frage des Verbleibs anderer Gruppenmitglieder. Ein Bolzen wurde in den Boden neben dem Feuer versenkt. Ein kleiner Kerl mit Ohren so lang wie Ranken stand ganz aufregt, ja man mochte meinen zornig, da und legte einen Bolzen in die Armbrust nach, die ihn fast überragte. Zudem sprach er ihn in gebrochenem dunkelelfisch eine deutliche Drohung aus. Der Druide reagierte mit Gelassenheit und lächelte den aufregten kleinen Kerl sogar an. "Hallo du", sprach er schließlich in normaler Sprache der freien Völker. "Mir scheint du verstehst etwas falsch. Es liegt mir fern deinen Gefährten oder dir etwas Böses zu wollen. Ich bin kein Dunkelelf. Ich komme aus Erynior, dem großen alten Wald - Heimat meines Volkes." Obwohl er nicht der Größte war mit seinen 1,67m, musste Celeb dem Drang widerstehen sich hinzuknien. "Du hast dir bestimmt Sorgen gemacht um die beiden nicht wahr?" Der Druide schaute kurz zu Helena und Roderik, welcher noch immer von der Fee gestützt wurde. "Ich und mein Wegbegleiter hier", der Blick ging zu Thoralf, "haben sie in diesem Zustand gefunden. Bisher ist es mir nicht vergönnt zu erfahren was mit dem Menschen passiert ist. Doch wenn du erlaubst gesellen wir uns zu dir und deinen Freunden und ich berichte euch wer ich bin und was ich hier tue."

Dem geneigten Zuhörer war aufgefallen das der Waldelf bisher kein Wort darüber verlor, dass er Druide war, und den beiden im Wald geholfen hatte, sowohl mit heilender Magie als auch als Führer durch das Dickicht zurück zum Lager. Dies war eine bewusste Entscheidung und Erfahrungswert mit Goblins. Sie reagierten in der Vergangenheit in der Gegenwart des Waldlings auf jede Art Magie manchmal etwas... unvorhersehbar. Dieses Risiko wollte er nicht eingehen solange eine scharfe Armbrust auf ihn gerichtet war. Auch wenn Celeb wendig war - einem Bolzen konnte er mit Gewissheit nicht ausweichen, besonders wenn der Schütze etwas von der Waffe verstand und diesen Eindruck hatte Celeb über den wütenden Goblin durchaus gewinnen können.
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Hikari am So Mai 06 2018, 09:01

Es waren Blasen, welche das Gebräu warf. Nicht klar und leicht so, dass sie davon schweben würden, sondern dickflüssig, zäh und irgendwie ganz seltsam schleimig. Es war das Feuer welches das Frühstück des Goblins zum Kochen brachte und wenn es kochte, warf es scheinbar Bläschen. Mal kleiner, mal größer, aber immer in dieser merkwürdigen Art und Weise. Fasziniert sah der Hüter dieses Mahls dabei zu, wie diese Plörre vor sich hin köchelte und wie diese zähen Bläschen, wenn sie denn vermehrt auftraten, Zutaten ans Tageslicht förderten. Eine ganze Ewigkeit schien der Dämon, diese Brühe zu bewachen, als sei sie eine Delikatesse. Dabei ging es ihm keinesfalls um die Mahlzeit, sondern viel mehr, um das Feuer welches die Kälte aus seinen Knochen trieb und eine bleierne Schwere über ihn brachte. Hatte er zunächst noch darüber nachgedacht, ob an den Worten des Goblins doch etwas Wahres war, verflogen diese Gedanken erstaunlich schnell und machten etwas profanerem Platz. Wann hat er das letzte Mal geschlafen? Mehr als ein oder zwei Stunden jedenfalls? Sie – die Wärme – lullte ihn ein, versprach ihm einen erholsamen, traumlosen Schlaf und der Wolf war dabei diesem verlockenden Angebot nachzugehen, als diese kleinen, ekeligen Bläschen etwas zu Tage förderten, dass erschreckender Weise einem Augapfel ähnelte. Noch dazu wirkte dieser unzerkocht, ja irgendwie konserviert. Was genau hatte der Goblin gesagt war dort drin?
Sein Blick löst sich los von dem Kessel, entfernt sich von dem reizvollen Versprechen von Schlaf mit dem Funken Hoffnung, dass er es später ja nachholen konnte, und geht hin zu dem Ort an dem er den Goblin das letzte Mal gesehen hatte. Hatte er noch Fragen wollen, was dort genau in diesem Eintopf herumschwamm, verging dem Höllenhund dieselbige augenblicklich, als ihm bewusst wurde, dass sie keinesfalls mehr alleine waren. Etwas schleicht sich in den Blick des Wolfes als er die Fremden mustert und ihren Worten lauscht. Etwas, dass ihn für einen kurzen Augenblick ängstlich erscheinen lässt und hätte man die Gedanken des Wolfes lesen können, hätte man nur zu deutlich erkannt, dass er über seine frevelhafte Unachtsamkeit fluchte. Wäre das ein Angriff der Schwarzröcke gewesen, hätte er längst ein Messer zwischen den Rippen gehabt und wäre vermutlich mit dem Kopf im Eintopf ertrunken. Glücklicher Weise sahen die Fremden nicht aus als wären sie Schwarzröcke. Wenn man den Worten des zerlumpt dreinschauenden Menschen Glauben schenken durfte, waren sie genau so verunsichert, genauso misstrauisch gegenüber Fremden. Aber Lucien machte sich keine Mühe in die Gedanken des Mannes einzudringen. Zwar war er sich sicher, dass ihm dies gelingen würde, doch wollte der Wolf den Menschen nicht noch mehr verunsichern. Erst als derselbige an seinem Florett rumnestelte, erhob sich der 27 Sommer alte Mann aus seiner starren Position und verließ mit einem leisen Seufzen des Bedauerns das wärmende Feuer. Noch während Lucien aufstand und sich überlegte, wie den armen Kerl beruhigen könnte, schlug ein Bolzen dicht vor ihm in den Boden ein. Hätte er nur einen Moment zuvor einen Schritt in diese Richtung getan, hätte der Bolzen das kühle Metall seiner Rüstung getroffen und der Mann wäre sich nicht sicher gewesen, ob es in nicht am Boden festgenagelt hatte. Doch geht sein Blick nicht zu Wurmzahn, welcher etwas in einem für Lucien unbekannten Dialekt des Elfischen sprach, sondern zu dem Mann der darauf antwortete. Hatte die Aufmerksamkeit des Dämons bisher dem Menschen gegolten, wanderte sie nun zu dem zweiten Neuankömmling, welcher dem Goblin in der Gemeinsprache antwortete. Worte, welche den Goblin beruhigen sollten, aber dem Dämon nur die Farbe aus dem Gesicht trieben. Fast schon panisch geht sein Blick zu der Fee und dem Krieger und wenn er ehrlich war sahen sie beide nicht gut aus, aber Roderik von den Beiden deutlich schlechter. Was hatte er sich nur dabei gedacht ihnen zu erlauben Kräuter zu sammeln. Was wäre gewesen, wenn es die Schwarzröcke gewesen wären und nicht diese beiden Fremden? Es war ein Fehler gewesen… ein Fehler ihnen zu vertrauen. Als sein Blick wieder zu den Fremden geht ist er keinesfalls abgeneigt das Angebot des Mannes mit den Spitzohren anzunehmen und seinen Erläuterungen zu lauschen, denn spätestens aus dem Wort Erynior hatte der Wolf erkannt, dass es sich bei diesem Fremden um einen Waldelfen handeln musste und Kunde aus anderen Ländern in Zeiten des Krieges könnten wertvoll und ein entscheidender Vorteil sein. Doch als Lucien endlich einige Schritte nach vorne trat und den Dämpfen des Eintopfes entkam, roch er etwas, dass seine Entscheidung ins Schwanken brachte und ihn die Schwerter ziehen ließ: Magie.
„Ihr wart nicht ganz ehrlich zu meinem Freund, Waldelf.“, ertönte die Stimme des Mannes. Nicht so bedrohlich und furchteinflößend, wie sie sein konnte, aber ausreichend um zu verdeutlichen, dass er Ehrlichkeit schätzte. Im Grunde und vermutlich im Gegensatz zu Wurmzahn hatte der Wolfsdämon keine Intention den Waldelf zu töten, doch war er sich unschlüssig, welche Art der Magie die Druiden des Volkes beherrschten und ließ die Schwerter, weniger bedrohlich außerhalb ihrer Scheiden. Nur kurz löst sich der Blick von dem Elfen, bedenkt den Menschen mit einem der einschätzen sollte wie gefährlich ihm das Florett werden könnte, bevor er weiter zu Helena wandert. „Und dich! Glaub nicht, dass ich dir noch mal vertraue, Fee.“ Noch während er sprach, geht sein Blick zurück zu dem Spitzohr.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Drachenschmetterling am So Mai 06 2018, 23:49

Ganz nah schob sie sich an Roderiks Seite um ihn zu stützen. Sein Körper war warm und schützte sie ein wenig vor dem Wind. Celebs Worte ließen sie aufhorchen. Es klang als sei der Wald ein Lebewesen mit wirklichen Empfindungen und verrückterweise sprach der Druide davon, dass er sich für eine Seite entscheiden konnte.
Einen Moment lang hält sie mit Roderik inne. Erst denkt sie er bräuchte einen Moment mehr Zeit, doch als sie sich dann auf den Weg machen, entlastet er ihre schmale Gestallt und schlurft weiter neben ihr her. Stumm spielte sie dieses Schauspiel mit, auch wenn ihr nicht wohl dabei war. Als Sa’am jedoch von einem Lied aus seiner Heimat berichtete runzelte sie kurz die Stirn. Sie kannte viele Lieder aus ganz Doliene, aber sie war sich unsicher, ob dieser Text wirklich aus dem Süden stamme. Doch viele Lieder glichen sich manchmal auch an weit entfernten Orten.
Der Weg zurück kam ihr wie eine Ewigkeit vor. Als sie auf die Lichtung traten blieb ihr Blick sofort an Lucien hängen. Fast schon abwesend half sie Roderik bis zu dem Stein am Feuer und musterte den Wolfsdämonen. Er war angespannt, welch Überraschung. Aber sie hoffte, dass er verstand, dass diese Fremden ihnen helfen konnten und keineswegs direkt verjagt werden sollten.
Erschrocken zuckte sie zusammen und drehte sich in die Richtung aus der der Schuß kam. „Wurmzahn!“ rief sie erschrocken aus, als sie den Goblin erkannte. Damit beantwortete sich wohl auf Celebs Frage. Es war offensichtlich, dass sie alle von dieser Attacke mindestens genauso überrascht waren wie die beiden Fremden.
Ermattet ließ die Fee sich neben Roderik auf den Boden fallen und vergrub kurz das Gesicht in den Händen. Leise lachte sie auf, als der Druide dem Goblin unterstellte sich um sie und Roderik gesorgt zu haben. Was sie bisher von dem Goblin erlebt hatte, wie er vor jedem buckelte, der reicher oder mächtiger war als er, machte den Gedanken absurd, er habe sich Sorgen um sie gemacht. Was hätte er davon gehabt?
Der Tonfall in Luciens Stimme ließ sie den Blick der grünen Augen heben. Er hatte seine Schwerter gezogen und ermahnte den Druiden zur Ehrlichkeit. Er schien sein Drohgebaren nicht sonderlich ernst zu meinen, so niedrig, wie er die Waffen hielt.
So beunruhigte es sie auch nicht sehr, als er auf sie zutrat. Von unten sah sie trotzig zu ihm auf. „Ich bin auf dein Vertrauen auch nicht angewiesen, solange du dich an unsere Abmachung hälst. Für dich ist es doch kein Nachteil, wenn ich selbst in die Klinge laufe.“ Er beachtete sie schon gar nicht mehr und so wandt sie sich auch von ihm ab und ordnete die Kräuter an ihrem Gürtel neu.
Er würde ihr noch einmal vertrauen müssen, wenn sie ihm von Roderiks Zustand erzählte. Etwas stimmte nicht und er würde sich mit um den Freund kümmern müssen, wenn er ihm wirklich helfen wollte. Aber darüber konnte sie nur mit ihm alleine reden und so musste sie warten, bis sich die Gelegenheit ergab.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Roderik am Mo Mai 07 2018, 21:49

Als der Bolzen einschlägt und Helena erschrickt, zeigt er dummerweise eine zu schnelle Reaktion für einen geschwächten Mann. Blitzartig ruckt sein Kopf herum und die Hand zum Schwert, doch auch er erkennt den Goblin. Missbilligend verzieht er den Mund und verfällt wieder in seine `Schwäche´. Helena neben ihm wirkt müde und ihr schwaches Lachen klingt auch erschöpft. So legt er sanft eine Hand auf ihre Schulter und auch er blickt zu Lucien.
Ein Gedanke huscht durch seinen Kopf. Könnte dieser Celeb...oder dieser andere Kerl...vielleicht beide zusammen...mit Lucien einen Kampf beginnen? Den Wolfsdämon eventuell sogar besiegen? Nein...Lucien würde diesen Menschen mit blossen Händen zerfetzen...nur die Magie von Celeb könnte eventuell..doch nein...wieso sollte er sich auf Fremde verlassen.
Er hört dem Wortwechsel zwischen Lucien und der Fee zu, blickt warnend zu dem Wolfsdämon und sanft auf die Fee herab. Fast flüsternd murmelt er "Du brauchst ihn nicht...ich bin auch noch da..."
Er lächelt schwach und blickt nun erneut zu dem `Freund` "Drohe ihr nie wieder..." doch Lucien hat sich schon zu Celeb gewandt und so beobachtet Roderik nun das weitere Geschehen. Wurmzahn beachtet er nicht weiter, denn der Goblin wird wohl kaum auf ihn oder Helena schiessen. Hofft er zumindest. Doch er kann nicht auf Alle gleichzeitig ahcten, so bleibt sein Blick auf seinem `Feind`, während die Hand weiterhin beruhigend auf Helenas Schulter liegt.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Jad am Di Mai 08 2018, 10:18

Das war ja eine schöne Truppe... jeder schien hier jedem zu misstrauen oder zumindest nicht viel vom anderen zu halten. Die schnelle Reaktion von Roderik ist Celeb nicht entgangen wie auch das kurze Lachen der Fee. Den großen Mann mit gezogenen Schwertern beachtete erst nicht viel, lag seine Aufmerksamkeit vor allem auf dem Goblin. Doch als schließlich der Dunkelhaarige das Wort an ihn richtet kann er ihn nicht mehr ignorieren. Der Waldelf verneigt sich sanft und leicht vor ihm als Zeichen des Respekts. Die ganze Situation berührte nicht mal seine innere Ruhe, ganz zu Schweigen, dass es ihn aus der Bahn geworfen hätte. Den inneren Frieden zu schätzen und zu wahren war eines der grundlegenden Prinzipien seines Ordens. "Ihr seid misstrauisch. Keine schlechte Währung für jemanden der mir als Schutzpatron angekündigt wurde. Sagt seid ihr der Dämon der mir von der guten Helena erwähnt wurde? Eure Aussprache erinnert mich teilweise daran. Ich kann eine leichte magische Aura bei Euch spüren." Celeb lächelte friedlich. "Zweifelsohne habt ihr diese Aura auch schon bei mir festgestellt. Ich vermute sogar viel intensiver. Ich verberge sie nicht. Gestattet den Grund zu erläutern: Ich bin Druide und damit Hüter der Natur, besonders der Wälder. Ihre Essenz ist die Nahrung meiner Magie und gleichzeitig setzte ich diese zum Schutz dieser Essenz ein. Mich trieben neue Umstände zum Fortgang aus meiner Heimat, denn die schwarze Plage hat mit Klinge und Speer dafür gesorgt, dass allgegenwärtige Melancholie dort Einzug gehalten hat."
Nun setzte sich der Waldelf an das Feuer. Er bekam zwar keine direkte Einladung, aber eine direkte Ablehnung ebenfalls nicht. "Ich will Euch nichts Böses, im Gegenteil. Ich habe Helena und Roderik geholfen indem ich ihre Kräfte auffrischte und hierher eskortierte." Celeb wandte den Blick von Lucien ab. "Die Stimmung in dieser Gruppe ist leider nicht das einzige was hier aggressiv ist. Auch die Wälder sind gefährlicher geworden und das nicht nur wegen der Schwarzröcke." Er schaute kurz Roderik in die Augen. "Warum droht Ihr Eurem Gefährten? Ihr reist mit ihm, oder nicht? Sollte aus dieser Partnerschaft nicht Stärke gegen äußere Gefahren entstehen?" Auch an Lucien wandte er sich. "Und Ihr Herr Dämon senkt bitte Eure Waffen. Ich bin überzeugt Ihr wisst gut mit ihnen umzugehen, aber solltet Ihr sie nicht zum Schutz der Euren erheben, wenn es angebracht ist? Warum verurteilt Ihr die gute Helena? Ich weiß, dass aus Vertrauen Stärke entsteht, die größer ist als die Summe jedes Einzelnen. Ich durfte es selbst schon erleben." So nahm er nun auch die Fee in den Fokus. "Das sind Erfahrungswerte die sich jeder zu Herzen nehmen sollte. Ich wäre froh über so eine Gruppe wie die Eure, besonders in diesen Zeiten wo Schwarzröcke hier herumstreifen." Da war doch noch jemand? Ach richtig der Goblin mit den langen Ohren. "Herr Wurmzahn, wenn Ihr es verantworten könnt würde ich mich wohler fühlen, wenn Ihr euren wachsamen Blick nach außen richten würdet. Schwarzröcke sind hinterliste Kerle und ich weiß von mindestens einer Späherpatrouille die hier irgendwo sein muss." Was stinkt hier denn so? Celeb bemerkte erst jetzt was dort in diesem Kessel brodelte. Das konnte nur von dem Goblin stammen. Er hätte zwar eher auf Hexe getippt, aber damit konnte gerade niemand der Anwesenden dienen. "Ähm.. und vielleicht solltet ihr Euer Gebräu mal rühren... es riecht schon sehr angebrannt."
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Hikari am Do Mai 10 2018, 10:38

(Ich hoffe ich habe keine Reaktion eurer Charaktere übersehen/ Luc hat scheinbar Probleme damit, wenn jemand ankommt und meint den Boss markieren zu müssen :D)

Die Augen zwar auf die in seinen Augen potentielle Bedrohung gerichtet, entgingen ihm weder das bittere Lachen der Fee, noch ihre oder Roderiks Worte. Doch schwieg der Wolf zunächst und beobachtete den Waldelfen. Sein Blick und Körper folgten dem gefährlicheren der Neuankömmlinge, achtete man aber auf die Haltung und Drehung seines Körpers wurde schnell deutlich, dass sich der Dämon stets so positionierte, dass er auch den unscheinbar wirkenden Menschen mit seinem Florett im Blick hatte.
Wer den Höllenhund länger als ein paar Minuten kannte, konnte an seinem Blick und an der Tatsache, dass er die Schwerter nicht zurücksteckte erkennen, dass ihm das dreiste Verhalten des Waldelfens und dessen Worte missfielen. Allerdings unterbrach er den Druiden nicht. Weder in seinen Maßregelungen noch in seinen Erklärungen. Erst dieser es wagte einen Kommentar zu Wurmzahns Gebräu zu verlauten und damit offensichtlich sein Redefluss gestillt war, erhob der Dämon das Wort. Die Brauen zu einer tiefen Furche zusammengezogen und selbst die traurige Kunde wie es um das Volk und Land der Waldelfen stand ließen ihn die Worte nicht sanfter wählen.
„Druide oder nicht. Ihr seid nicht der einzige der viel Leid ertragen und mitansehen musste. Wir alle haben Dinge gesehen oder erlebt die uns des Nachts nicht schlafen lassen.“ Dabei machte er mit der Rechten noch immer bewaffneten Hand eine ausladende Bewegung, welche die gesamte Gruppe einschließen sollte. „Also kommt nicht hierher! Setzte euch ohne zu fragen an unser Feuer! Und tut so als würde ihr uns oder unsere Beweggründe kennen!“ Kurz geht sein Blick zu dem Menschen im Schlepptau des Druiden, dann zu Wurmzahn, welchen er in Gedanken mitzuteilen versuchte, dass er die Armbrust bloß auf den Waldelfen gerichtet lassen soll. Insgeheim hoffte der Dämon, dass Wurmzahns Angst vor ihm größer war, als die Angst vor dem Druiden, damit seine Worte mehr Gewicht hatten als die eines dahergelaufenen Spitzohres.
„Würdet ihr uns kennen, wüsstet ihr, dass es mir fern liegt der Dame in dieser Runde schaden oder drohen zu wollen. Doch wüsstet ihr auch, dass sie ein unvergleichliches Talent dazu hat Gefahren anzuziehen. Wie soll man jemanden beschützen, der sich nicht schützen lassen will.“ Die braunen Augen glitten zu der Fee und blieben einen Moment an den grünen der Fee hängen. Heute wirkten sie irgendwie Tannengrün. Lag das an den Schatten in denen sie sich befanden? „Ich habe versprochen dich lebend nach Dunkelfluss zu bringen. Das war die Abmachung auf welche du so schön beharrst.“ Kurz macht der Wolf eine Pause und beißt sich auf die Unterlippe. „Du wolltest es so und wenn ich nicht der erwünschte weiße Ritter in Rüstung bin… nicht der Held den du gesucht hast: Dann such dir einen anderen Trottel, der deine Naivität überlebt oder hör auf uns ständig in Gefahr zu bringen. Umso schneller bist du mich los!“ Lucien war schon dabei sich abzuwenden und wieder dem Waldelfen zuzuwenden als er noch einen kleinen Seitenhieb verlauten ließ „Roderik scheint ganz erpicht von dieser Aufgabe zu sein. Frag doch ihn.“ War da Eifersucht in seiner Stimme? Nein, das musste er sich eingebildet haben.
Damit ging sein Blick wieder zu dem Waldelfen am Feuer und endlich nach einer Ewigkeit schien er die Schwerter wegzustecken. Was nicht hieß, dass er den beiden Fremden vertraute, sondern nur dass er ein gewisses Maß an Dankbarkeit verspürte. „Hättet ihr den beiden nicht geholfen, wärt ihr längst verjagt worden. Ich bin euch also zu Dank verpflichtet. Doch Vertrauen ist in Zeiten wie diesen ein wertvolles Gut, welches ich noch nicht bereit bin euch zu zollen. Das trifft hoffentlich euer Verständnis, Druide.“
Und trotzdem… wie sehr er dem Elfen auch misstraute bei einem Punkt waren sie sich wohl einig: Warum drohte Roderik ihm? Noch einmal geht der Blick des Mannes zu dem Gefährten und versucht etwas zu entdecken, etwas zu ergründen, dass es ihm erlaubte zu verstehen warum der Freund so handelte. Aber Blicke allein führten ihn nicht weit. Es wurde Zeit der Sache auf den Grund zu gehen.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Drachenschmetterling am Do Mai 10 2018, 19:20

Die raue Hand auf ihrer Schulter war warm und schwer. Sie sah zu dem jungen Mann auf und lächelte dankbar. Seltsam wie der Krieg die Menschen zusammenführte. Nichts hatte sie vor dieser Zeit verbunden und nun standen sie einander zur Seite.
Sanft legte die junge Fee eine Hand auf das Knie des Kriegers. Er sollte Lucien nicht so warnen. Die beiden waren Freund vom Kampffeld und bevor er verschwunden war, hätte er sich nie gegen Lucien gestellt. Nicht bei sowas. Sie waren eine stillschweigende Einigkeit eingegangen auf ihrer Reise.
Still beobachtete sie wie Celeb sich zu ihnen ans Feuer setzte und einem nach dem anderen ins Gewissen redete. Was er sich von dieser Gruppe nur erwartet hatte. Helena selbst hatte sich schon vor einiger Zeit bewusstgemacht, dass sie hier wohl nie solch eine innere Verbundenheit wie bei den Gauklern finden würde. Ihr gemeinsames Ziel war es zu überleben. Deswegen hatten sie sich zusammengeschlossen. „Wir sind mehr eine Zweckgemeinschaft …“ murmelte sie eher zu sich selbst, als zu dem Druiden, ehe er sich dem Goblin zuwandte.
Sie wirkte ein wenig desillusioniert bei diesen Worten. Im Wald war sie wieder so hilflos gewesen, als Roderik zusammengebrochen war. Ihre Magie hatte ihr nicht gehorcht und kämpfen konnte sie auch nicht. Wäre Celeb nicht gewesen, sondern ein weniger freundlicher Geselle, dann wären sie ihm ausgeliefert gewesen. Doch was war mit Roderik? Er wirkte nicht mehr so schwach. Der Segen des Druiden schien eine große Last von ihm genommen zu haben. Sein Misstrauen war geblieben und ihre Hilflosigkeit auch.
So schwieg sie nur über Luciens Ausbruch. Keines ihrer Worte hätte den aufgebrachten Wolf beruhigt. Also ließ die junge Frau ihn sein Gift versprühen. Es tat ihr nicht weh. Seit sie Lucien begegnet war, verfolgte sie das Pech. Er war nie ein weißer Ritter in Rüstung gewesen. Er war nur die beste Chance für sie zu überleben. Ein Dämon, der etwas von ihr so dringend wollte, dass er sie beschützte. Die Kette die ihr Freund ihr geschenkt hatte, war ihr größtes Glück in dieser Zeit gewesen.
Seufzend sah sie die Gruppe um sich her an. Sie waren schon ein seltsamer Haufen. Ihr Blick blieb an dem hageren Bauern hängen. „Sa’am setzt euch doch ruhig zu uns ans Feuer. Wir spielen kein Spiel, zumindest ich nicht für meinen Teil. Erzählt, was hat der Krieg euch genommen?“
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Morth am Di Mai 15 2018, 21:56

Knurrend und mit den gefletschten, spitzen, Zähnen knirschend von denen einige, wie man nun gut erkennen konnte, leicht angerostete eiserne Protesten waren,
stand Wurmzahn da und huschte schielend mit einem Auge zwischen den Sprechenden hin und her, während er das andere auf dem Elfen ruhen lies. Es bedurfte gar nicht erst Luciens Andeutung,
dass er die Armbrust nicht herunter nahm. Der Finger zitterte nach wie vor leicht am Abzug, die Frage blieb weiterhin offen ob dies vor Zorn oder Angst war.
Langsam kam er dann näher heran und sprach aus den Mundwinkeln, aber keineswegs flüsternd.
„Hört nicht auf das Spitzohr herr Lucien. Spitzohren lügen... immer! Wurmzahn weiß das, Wurmzahn kennt die Spitzohren, dieser hier ist ist blass es muss ein Meister sein er wird versuchen euch zu verkaufen ..
ihr werdet es sehen, glaubt ihnen kein Wort..“

Nach wie vor lag ein Anflug von Irrsinn in Wurmzahns Stimme, mehr als ohnehin schon, auch wenn seine Angst verzerrten Gesichtszüge verwirrt zuckten,
als der Waldelf von sich als Druiden und Hüter der Natur sprach, scheinbar etwas, dass ganz und gar nicht in sein, durch möglicherweise ein Trauma gezeichnetes Weltbild passte.
Doch murmelte er dabei leise, mal in gebrochenem Dunkelelfisch mal in der gemeinen Zunge die Worte.
„Peitsche, Ketten, böse, falsch Spitzohren, nicht zurück, nie wieder zurück Wurmzahn ist frei“
Während er hin und wieder einen hilflosen und flehenden Blick zu seinen Gefährten warf, als würde er nicht verstehen warum sie den Elf nicht auch bedrohten,
dabei zeichnete sich nun immer deutlicher angst ab und es wurde so langsam klar, dass es kein Zorn ist der das kleine grüne Wesen bewegte.
War es möglich, dass das verschrobene und merkwürdige verhalten den Goblins, das Ergebnis von einer schrecklichen Folter war die er durchlebt hatte?

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Roderik am Mi Mai 16 2018, 22:48

Er mustert Lucien...grinst schief und drückt sachte Helenas Schulter. Er beugt sich zu ihr "Ich bin kein weißer Ritter...doch auch kein Mörder unschuldiger Menschen...ich bin da, wenn Du mich brauchst..." damit nimmt er die Hand von ihrer Schulter und nun geht sein Blick zu Wurmzahn. Wieder huscht ein Grinsen über sein Gesicht, als er dessen Worte hört. Leise murmelt er in die Runde, als kurz Stille herrscht "Dankbar muss ich Celeb sein, nicht Du, Lucien...mir hat er geholfen...mir und Helena...." er nickt Celeb zu "Ich danke Euch, Druide...wenn es nach mir geht, dann bleibt an unserem Feuer...Thoralf..." er bedeutet dem Mann, sich ebenfalls zu setzen "Lucien spricht nicht für Alle hier..." wieder blickt er zu Wurmzahn und erhebt sich. Er sieht nun keinen Grund mehr, den geschwächten Mann zu spielen. Er atmet tief ein und strafft die Schultern, blickt lächelnd auf die Fee herab und wendet sich zu seinem Pferd, dem Einzigen der Gruppe. Auf dem kurzen Weg dahin geht er an Lucien vorbei, blickt Diesen jedoch nicht an.
Er nimmt das Pferd und führt es etwas beiseite, wo es frisches Gras findet. Auch wenn er der Gruppe den Rücken zuwendet, so ist er aufmerksam und hellhörig. Wie schon so oft verhält er sich dem Tier gegenüber sanfter und liebevoller als allen Anderen...mit Ausnahme der Fee. Er hat nicht vergessen, wie besorgt sie um ihn war und ist.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Lleweyllyn am Fr Mai 18 2018, 21:58

Thoralf war einmal mehr fasziniert. Er konnte sich beim besten Willen nicht helfen, aber jedes Mal, wenn der Waldelf zu spreche begann, wurde Thoralf in seinen Bann gezogen. Er lauschte jedem Satz, jedem Wort, jeder Silbe – ja selbst jede Pause schien wie ein perfekt passender Mosaikstein in einem größeren Puzzle zu sein. Bei Lichte betrachtet war es vermutlich genau seine besonnene Reaktion und seine ruhige Körpersprache, die der ganzen Situation ein wenig die Brisanz nahm. Nicht auszudenken, wenn der Waldelf anstelle seiner bedachten Worte seine Waffen benutzt hätte? Für den Moment schien es ganz so, als würden sie die Erfahrung vorerst nicht machen müssen. Wäre da nicht dieser merkwürdige Wicht mit seiner verfluchten Armbrust. Insgeheim hoffte Thoralf, dass er leicht an der Schulte gerüttelt werden mögen, um aus diesem mehr als merkwürdigen Traum zu erwachen. Gleichwohl: es passierte nichts dergleichen.

Erst als die Fee das Wort an ihn richtete, konzentrierte sich Thoralf wieder auf die Szenerie als solches. Die Gesprächsfetzen der übrigen hatte er nur teilweise wahrgenommen, da er versuchte, sich möglichst viel vom Sprech des Druiden anzueignen und in Gedanken versuchte, die Formulierungen nachzusprechen. Es gelang ihm vergleichsweise gut, wie er fand. Die Sprache der übrigen Anwesenden fand er hingegen eher gewöhnlich. Der bedrohliche, gutturale Ton, den der Dämon anschlug war ihm nur allzu vertraut. Harte, harsche, schroffe Sprache hatte er in dem Lager, aus der er geflohen war, nur dann nicht hören müssen, wenn er schlief – aber selbst da waren immer Laute da gewesen. Das Gekeife des Wichts hingegen setzte ihm zu und machte ihn nervös. Intonation, Wortwahl , Sautzbau vermengte sich zu einer Kakofonie, die er lieber früh als spät beendet sehen wollte. Trotz seiner Unruhe nahm er die Finger von seinem Florett und bewegte sich näher zur Fee.

Bestmöglich versuchte Thoralf, sich an die Geschichte zu entsinnen, die er dem Druiden aufgetischt hatte. Er überlegt einen Moment und erklärte dann: „Zu freundlich, werte Frau Fee! Also: ich bin... Sa’am. Sagte ich ja schon, ja?! Ich bin ein… Bauer aus … den südlichen Staden!“ Während des letzten Satzes neigte Thoralf kurz das Haupt und tippte sich mit den Fingerkuppen der ausgestreckten Hand an die Stirn. Er hoffte, durch seine Vorstellung auch an die anderen der Situation weiter Schärfe zu nehmen. Er lächelte verlegen. Wie ging es noch gleich weiter? „Ich wurde auf dem Weg zum Markt von Wegelagerern ausgeraubt und verschleppt. Die Lumpen ließen sie mir, das Florett… fand ich am Wegesrand. Durch das irren im Wald verlor ich das Zeitgefühl, ich kann euch nicht sagen, wie lange ich schon umher irre, noch weiß ich, wo ich genau bin…“ Er kratzte sich am Kopf. „Und dann fand Celeb mich unweit von hier auf einer kleinen Anhöhe.“ Ja, die Geschichte passte immer noch. So hoffte er inständig.

Reflexartig suchte Thoralf dann jedoch, das Gespräch wieder von sich weg zu lenken. „Sagt, was kocht ihr da? Ein solcher Geruch ist mir noch nie untergekommen?! Und was treibt ihr hier mitten im Nichts?“

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