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Die Chroniken von Llandy

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Drachenschmetterling am Fr Okt 13 2017, 11:20

Einen Moment lang blieb die junge Frau still auf dem Rücken des Pferdes sitzen, vergrub die Finger im Fell und kraulte es sanft am Widerrist, während sie Lucien und den Goblin beobachtete. Sanft lächelte der Wolfsdämon, kaum merklich, aber Helena sah ein kleines Funkeln in seinen Augen, dass sie für Belustigung über die schrille, kleine Gestalt hielt. Er wirkte erleichtert seine Schäfchen nun wieder beisammen zu haben.
Bei dem Gedanken schüttelte sie kurz lächelnd den Kopf. Seine Schäfchen… Solch fürsorgliche Gefühle waren schwierig mit dem jungen Mann zu verknüpfen, der groß und bullig wirkte in seiner schweren Rüstung und sie die letzten Tage so kalt und hart immer weiter vorangetrieben hatte.
Seit sie mit den beiden Männern reiste hatten sie kaum miteinander gesprochen. Lucien ignorierte sie die meiste Zeit und sprach sie nie mit Namen an, als empfinde er es als überflüssig den Namen einer Frau in seiner Gruppe zu kennen. Er behandelte sie wie die Belastung, die sie für ihn auch war. Es störte sie nicht sonderlich, schließlich bestand ihr Handel daraus, dass er sie sicher bis zur nächsten Hafenstadt brachte und nicht das er ihr Freund und Vertrauter werden sollte. Auch Roderik sprach kaum. Ab und an, wechselten sie ein paar Worte über ihre Befindlichkeiten. Helena machte sich wirklich sorgen um ihn, da er seit seiner Rückkehr sich nur sehr, sehr langsam erholte. Es gab nur wenig kurze Momente in denen er wieder gesünder wirkte, aber kurze Zeit danach waren ihm seine Schmerzen wieder anzusehen.
So wie jetzt. Sein Griff um ihre Taille war fest und stark und erhob ihren zierlichen Körper einfach aus dem Sattel. Er beugte sich leicht zu ihr hinab und flüstert ihr leise, warnende Worte ins Ohr. Ein kalter Schauer läuft ihr über den Rücken. „Habt Dank…“ murmelte sie leise und ließ dabei offen, ob sie ihm für die Warnung dankte oder für seine Hilfe beim Absteigen. Es verunsicherte sie. Ihr Partner hatte sie schon vor dem Goblin gewarnt, als sie ihn das erste Mal auf der Burg getroffen hatten. Er jedoch hatte ihn, als gewieften Händler und listigen Zeitgenossen beschrieben, der sich sicher auch nicht zu fein war, seine langen Finger in ihre Taschen zu stecken.
Ihr Blick huscht zwischen Roderik und Lucien einen Moment hin und her, ehe sie den Goblin fixierte, der auf sie zu trat. Er erinnerte sich an ihre Begegnung in der Burg. Gott, wie weit entfernt diese Tage schon schienen. Leicht nickte sie zur Bestätigung seiner Worte zu befangen um ein Wort über die Lippen zu bringen. Bei seiner Theatralik musste sie aber nun doch lächeln. Ja, Rudgar war nicht besonders feinfühlig gewesen und auch nicht besonders aufmerksam. Dennoch waren sie in seinen Mauern sicher gewesen vor den Übergriffen der Schwarzröcke.
Der Gedanke einer von ihnen hätte den anderen versklavt erschien ihr doch reichlich absurd. Sie waren doch keine Barbaren. Unsicher huschte ihr Blick zu Lucien. Sie hofft er würde klarstellen, dass sie nur in seinem Schutz reiste, doch der Braunhaarige machte keinerlei Anstalten sich zu bemüßigen.
„Ihr habt ein gutes Gedächtnis.“ Brachte sie zunächst zögernd und mit rauer Stimme hervor, doch mit jedem Wort wurde ihre Stimme sicherer und fand bald zurück zu dem ruhigen, melodischen Rhythmus, den sie Fremden gegenüber immer annahm. Sie war ausgewählt höflich und sprach deutlich. „Keiner von uns ist ein Sklave. Ich bezahle für eine sichere Reise nach Dunkelfluss.“ Ihr Finger berührten die feinen Kettenglieder ganz Unterbewusst.
Als der Goblin nun mit Schilderungen über den Zustand des Landes begann, wandte sie sich ab und setzte sich neben Roderik ans Feuer. „Ihr wirkt kräftiger… Habt ihr immer noch schmerzen?“ fragte sie sanft und begann erneut ihren Kräuterbeutel zu durchwühlen in der Hoffnung doch noch einen Rest Johanniskraut zu finden oder ein letztes Stück Weidenrinde. „Würde ich doch nur endlich eine Weide finden, dann könnte ich euch mehr Linderung verschaffen…“ seufzte sie leise. Auf ihre Kräfte hatte sie schon ein paar Tage nicht mehr zugreifen können, auch wenn sie es wollte. Keiner der beiden Männer hätte es weiter hin zugelassen, dass sie es weiter versuchte, aber immer wenn sich ihr die Möglichkeit bot sie wie zufällig zu berühren tat sie es in der Hoffnung ihnen die Schmerzen zu nehmen. Es war als würde sich die Magie weigern ihren Körper zu verlassen und dann in ihr toben. Heiß und kalt zugleich. Seufzend rieb sie sich über die rauen Handflächen. Der Schmerz war abgeklungen, aber die Haut war trocken und immer noch etwas gerötet. „Wenn wir länger hier rasten würde ich gerne eine Weile nach Kräutern und ähnlichem suchen mit dem ich euch einen schmerzlindernden Trank brauen kann.“
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Lleweyllyn am Fr Okt 13 2017, 12:45

Wenn Thoralf noch Zweifel gehabt hätte, wie sein Erscheinungsbild tatsächlich auf Fremde wirkte, so waren seine Sorgen nunmehr nach den Worten Celebs gänzlich bestätigt. Er musste noch erbärmlicher wirken, als er sich fühlte – und das war einfach nicht gut! Er war sich sicher, dass wenn selbst der Druide es sich traute, ihm nachzustellen, obwohl der Druide augenscheinlich auch nicht viel körperlich hervorzubringen hatte, dann würden sich Wegelagerer, Strauchdiebe und derlei Gesindel mehr sicherlich auch daran versuchen, seiner habhaft zu werden. Insofern war eine Gruppe aus zwei Hänflingen brauchbarer, als ein ausgemergelter Flüchtender allein. Ganz davon ab schien ihm Celeb wohlgesonnen. Warum? Vielleicht war er doch schwachen Geistes und diente einer fahrenden Truppe als Ausstellungsstück? Die ganze Erscheinung seines Gegenübers erschien Thoralf nach wie vor merkwürdig. Allerdings musste er diese Frage später mit sich klären. Zunächst war es wahrlich dringlicher, eine Geschichte zu ersinnen, die ihn nicht als das identifizierte, was er schlussendlich war: ein desertierter Mörder auf der Flucht.

„Es… ist… kalt! Natürlich zittert man da, wenn einem kalt ist! Man sagt, dass der Tremor der Muskeln… also…  es ist kalt!“ Er war einfach nicht auf der Höhe. Sein eigenes Gestammel machte ihn ungeduldig. Er würde sich noch um Kopf und Kragen reden, soviel stand fest. Wie sehr wünschte Thoralf sich, dass seine Vermutung stimmte und Celeb tatsächlich von schwachem Verstand war. Dann würde es vielleicht nicht auffallen. Was dieser schwadronierte vom Schutz der Natur ließ ihn durchaus hoffen, dass sich der Druide würde hinters Licht führen lassen. Noch während er seine wenig erhellenden Ausführungen über die Kälte beendete, hatte er sich den Beginn seiner Geschichte zurecht gelegt.

„Da Ihr mir euren Namen sagtet, ist es nur gut und recht, dass ich euch meinen nenne. Also: ich bin... Sa’am. Ich bin ein… Bauer aus … den südlichen Staden! Es ist mir ein Fest, Celeb!“ Während des letzten Satzes neigte Thoralf kurz das Haupt und tippte sich mit den Fingerkuppen der ausgestreckten Hand an die Stirn. Oft hatte er diese Geste bei der feinen Gesellschaft gesehen, er verzichtete gleichwohl auf das süffisante Lächeln, das damit zumeist einher ging. Zum Lächeln war ihm einfach nicht zu Mute. Ganz davon ab war er darauf konzentriert, die kurze schöpferische Pause zu nutzen, um seine Geschichte weiter zu spinnen. „Ich wurde auf dem Weg zum Markt von Wegelagerern ausgeraubt und verschleppt. Die Lumpen ließen sie mir, das Florett… fand ich am Wegesrand. Durch das irren im Wald verlor ich das Zeitgefühl, ich kann euch nicht sagen, wie lange ich schon umher irre, noch weiß ich, wo ich genau bin…“

Ja, das klang für den Moment tatsächlich ganz brauchbar. Eine einfache Geschichte, die von seiner aktuellen optischen Erscheinung gedeckt wurde. Der Druide musste sie ihm nur noch abnehmen.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Jad am Sa Okt 14 2017, 11:16

Der Druide stand eine Weile danach da als wäre er zur Salzsäule erstarrt und betrachtete den Lumpenhans einfach. Er sagte nicht, er rührte keinen Muskeln. Er blinzelte nicht mal. Schließlich jedoch wandelte sich die Säule zu Leben und er lockerte seinen Stand. Seine Mimik nahm ein freundliches Lächeln an und seine Gestik wirkte fließend wie ein Waldbach. "Dann scheint es als hättet Ihr sehr gelitten Sa'am. Gerade eben noch habt Ihr Euch mit Tho vorgestellt. Ich werde Euch jedoch nicht zwingen zu erzählen was Ihr nicht berichten wollt. Ich habe keinen Streit mit Euch. Es wäre weise diesen Zustand aufrecht zu erhalten." Celeb lächelte zwar, aber jeder halb aufmerksame Beobachter konnte merken, dass dies eine Drohung war. "Erlaubt mir Euch zur nächsten Stadt zu bringen. Es sei denn  Ihr habt Spuren der Schwarzröcke entdeckt? Dann lasst uns diesen Folgen. Solange wir in der Wildnis sind, seid ihr bei mir sicher vor ihnen und Wegelagerern ebenfalls. Ich vermag nicht sagen wie lange wir brauchen werden, aber es ist am wahrscheinlichsten, wenn wir dem Naturpfad weiter folgen den ich gekommen bin. Hinter mir liegt nur Wildnis mehrere Wochen lang."

"Wann habt Ihr zuletzt gegessen?" Er musterte den hageren Mann. "Wann zuletzt geruht? Ich kann noch einiges an Wegzehrung anbieten und auf unserer Wanderung heute finden wir vielleicht Wild das wir erlegen könnten." Er holte aus seiner Robe etwas Brot hervor und ein kleines Säckchen mit Beeren. Mit einem konsequenten Ruck, brach er ein, zwei Stück von der Größe einer Faust vom Laib ab und verstaute das Brot wieder in der Robe. Danach lie0 er einige Beeren aus dem Säckchen in ein großes Blatt fallen und knüllte es zusammen, bis der Saft leicht heraustropfte. Die entstandene Paste schmierte er auf das Brot und strich das Blatt daran sauber. Daraufhin legte Celeb es nieder und das Brot darauf. "Bitte. Esst." Er vollführte dies ebenfalls bei dem anderen Brotstück und räumte das Beerensäckchen danach wieder weg. Er lächelte den Bauern an und biss herzhaft in sein Brotstück. Man konnte sehen, dass es ihm schmeckte. "Wo habt Ihr euren Hof? Ist die Ernte durch den Krieg betroffen?"
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Lleweyllyn am Di Okt 17 2017, 19:00

Die Hoffnung, dass er den Druiden am Ring durch die Nase durch die Arena würde führen können, währte bei Thoralf wahrlich nur kurz. Augenscheinlich hatte er in Celeb einen guten Zuhörer vor sich. Er erinnerte sich an den kurzen Dialog, den er mit dem Druiden gehabt hatte kurz nachdem er geweckt worden war. Er hatte halb seinen wahren Namen verraten – verdammt! Aber Thoralf wäre nicht Thoralf, wenn er nicht auch hier wie ein sich windender Aal versuchen würde, sich aus der Bredouille zu befreien. Er lupfte eine Augenbrauen und sprach: “Wie kommt ihr darauf, ich hieße Tho? Ich befürchte, da habt ihr etwas falsch verstanden. Ich wollte sagen, dass ich… ähm… Tho .. ja, todmüde sei! Schließlich habt ihr mich geweckt, wenn ihr euch entsinnen wollt.“ Innerlich jubilierte Thoralf, es schien, als habe das Adrenalin, das durch seinen Körper rauschte, ihn voll auf die Höhe gebracht. Es blieb abzuwarten, wie lange das gut ging, berücksichtigte man seine aktuelle Versorgungslage mit Nahrung und Energie. Das Adrenalin hatte aber auch seine Schattenseiten: so gelang ihm der Ton in seiner Stimme wahrlich schroffer, als es vielleicht ratsam gewesen wäre.

Auch wenn Thoralf davon überzeugt war, körperlich von dem Druide nicht befürchten zu müssen, bemühte er sich, die Stimmung einzufangen und möglichst unverfänglich zu halten. Das dargereichte Brot riss er dem Druide halb aus der Hand, so sehr zehrte der Hunger an ihm. Den Dank nuschelte er, während er einen großen Bissen nahm und innerlich aufatmete. So etwas Gutes hatte er seit Ewigkeiten nicht mehr gegessen. Er konnte förmlich spüren, wie die Lebensgeister wieder lebhafter durch seinen Körper tanzten. Dass er mit seinem Verhalten für den Moment nur bedingt eloquent wirkte, war ihm einerlei. Der Selbsterhaltungstrieb hatte die Oberhand übernommen und ließ ihn so unvorsichtig sein, den ersten Bissen zu nehmen, noch bevor Celeb seinerseits zugebissen hatte.

Zwischen den einzelnen Bissen versuchte er, Celebs Wissensdurst zu stillen. „Nein, also gesehen habe ich seit geraumer Zeit niemanden. Schwarzröcke? Ihr meint… die Priester in ihren langen schwarzen Gewändern, ja? Nein… die… die sind hier nicht.“ Es wurde deutlich, dass Thoralf nicht viel davon wusste, was in der Welt vor sich ging. Von wem hätte er auch etwas mitbekommen sollen? Sein Umfeld war die Arbeitsstätte gewesen, Nachrichten von außen drangen meist nicht bis zum Fußvolk durch, dafür hatten die Kommandeure mit einigem Aufwand gesorgt. Bei einem tendenziellen Einzelgänger wie Thoralf sorgte das natürlich für eine eklatante Wissenslücke mit Blick auf das aktuelle Zeitgeschehen. „Bitte verzeiht, Celeb – ich befürchte, mein Zeitgefühl ist stark beeinträchtigt. Wer bekriegt sich mit wem neuerdings?“ Er versuchte sich in einem leicht jovialen Ton, als sei die poltische Lage eine Randnotiz zwischen zwei sich länger nicht gut stehenden Landvogten.

Die Frage, wo genau er denn her komme, ließ Thoralf geflissentlich links liegen. Es galt, das Potential an Verstrickungen auf kleiner Flamme köcheln zu lassen. Insofern würde er versuchen, das Gespräch weg von sich und seiner Geschichte zu lenken. „Vielleicht... ehm... erhellt ihr mein Dunkel auf dem Weg... den Naturpfad entlang? Also dann? Bitte, nach euch…“ Mit einer einladenden Geste deutete Throalf dem Druiden, den Vortritt zu übernehmen. Schließlich hatte er keine Ahnung, wohin es von hier gehen sollte.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Morth am Mo Okt 23 2017, 19:32

Neiin!“ Kreischte der Goblin und seine ohnehin großen Glubschaugen traten entsetzt hervor.
Nein nein nein!“ tobte er und stellte sich Helena in den weg und fuchtelte dabei wild mit den Armen
Habt ihr Wurmzahn denn nicht zugehört?! da ist ein Monster in den Wäldern, wollt ihr denn gefressen werden?!
Enttäuscht schüttelte er darauf mit dem kopf und flüsterte sich selbst gerade leise genug zu das alle ihn noch deutlich hören konnten. „Warum sind die großen immer so unglaublich Dämlich hä?“ Fauchend deutete er dann, drohend nochmal mit dem Finger auf Helena „Ihr solltet nicht weiter in den Wald, und schon gar nicht alleine!
Nervös kaute er auf seine Unterlippe und sah sich um ehe er dann mit verschwörerischer stimme weiter sprach.
Wurmzahn hat nachgedacht, vielleicht.. ist es ja sogar ein... Waldgott!“ krächzte er mit bedeutungsvoller Stimme hervor, als würde er erwarten das alle Umstehenden erschrocken aufsehen würden, bei seinen Worten.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Jad am Do Okt 26 2017, 08:33

Celebs Blick wurde ernst als seine Gedanken an die Schandtaten der Schwarzröcke in seiner Heimat erneut aufkeimten. "Die Schwarzröcke bringen Leid und verderben alles wo immer sie auftauchen. Familien werden zerrissen oder ausgemerzt und es scheint kein Ende zu nehmen. Ich bin schon einige Wochen unterwegs um die Quelle dieses Übels zu finden und dieses Geschwür der Natur zu entreißen. Jeder denkt ähnlich und alle freien Völker bekämpfen sie, da sie jeden bedrohen und mit jedem im Krieg stehen." Er ging an Thoralf vorbei und begann Richtung Nordosten zu stiefeln. Auf gleicher Höhe hielt der Druide kurz inne und meinte mit festem Blick in das Gesichts des ausgemergelten Mannes: "Lauft wenn Ihr sie seht. Es sei denn Ihr glaubt Ihr könnt sie vernichten. Dann tut das! Ihr erspart damit anderen Leid, weil sie nicht mehr auf diese Brut treffen müssen." Der Waldelf ging seines Weges und zwang sich tief durchzuatmen und dem Rauschen von Gräsern und Blättern zu lauschen. Er horchte tief in die Pflanzen hinein, vernahm ihr Wispern. Sofort kehrte wieder Frieden ein wo eben noch Zorn brodelte. Die wilde Umgebung machte es ihm leicht sich wohl zu fühlen.

"Erzählt mir etwas von Euch Sa'am. Wo liegt Euer Hof? Ich kann Euch gern zu ihm zurückbringen. Habt Ihr Familie die auf eure Rückkehr wartet?" Er wandte sich kurz zu dem hinterher stapfenden Mann um. "Vielleicht kann ich Euch sogar helfen Euer Hab und Gut wiederzubeschaffen. Wenn sie in der Wildnis gelagert haben, wird es für mich nicht schwer werden jemanden zu finden der sie erspäht hat. Menschen achten so wenig auf ihre Umgebung. Sie wirken in fremder Umgebung immer so hilflos wie unsere Kinder." Er musste spontan lachen. "Vielleicht ist unser Wort für Mensch und Kind daher so ähnlich."
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Roderik am Di Okt 31 2017, 16:53

Roderik beobachtet Wurmzahns Ausbruch und als der Goblin sich vor Helena stellt und vor dieser herumfuchtelt, steht er langsam auf. Einem aufmerksamen Beobachter würde auffallen, daß er wieder die alte Beweglichkeit besitzt, ehe er sich etwas beugt und mit leiser Stimme beginnt zu reden "Wurmzahn...benimm Dich Helena gegenüber etwas...und wenn sie in den Wald will, werde ich sie begleiten..Du hast sicher mit Lucien Einiges zu bereden..." er schlurft langsam an Helenas seite und brummt "Und sollte es ein Gott sein, umso besser..dann beten wir dafür, daß die Schwarzröcke und ihre Verbündeten verschwinden..." ein Blick zu Lucien, dann zu Wurmzahn "Zufrieden?"
Sein Blick geht nun zu Helena und er nickt kurz "Mylady?" bedeutet ihr, vorauszugehen und legt die Hand an den Schwertknauf. Er vermeidet jeden weiteren Blick zu Lucien, denn ihm wird nun plötzlich bewusst, wie es wirken muss, wenn ein geschwächter Mann Schutz anbietet.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Lleweyllyn am Di Okt 31 2017, 21:09

Aufmerksam lauschte Thoralf jedem einzelnen von Celebs Worten. Als der Druide seine Ausführungen abgeschlossen hatte, musste der hagere Mann merklich schlucken. In ihm tobte ein Zwiespalt der Gefühle: einerseits schienen in der Welt wahrlich größere Dinge vor sich zu gehen, als das man zu viel Energie darauf verwenden würde, eine flüchtenden Mörder zu stellen. Andererseits schien es, als zögen Gesellen durch das Land, die ihn auch einfach so über die Klinge springen lassen würden. Einfach so. Weil das Schicksal einen schlechten Tag hatte und die Wege Thoralfs mit den sogenannten Schwarzröcken kreuzen ließ. Gut war beides nicht! Während er ursprünglich fest entschlossen war, Celeb bei nächstbester Gelegenheit zu verlassen, manifestierte sich mehr und mehr der Eindruck, dass er mit Geleit einfach sicherer war. Zumal ihm Celeb irgendwie aufrichtig und gutmütig erschien. Das war ihm dermaßen fremd, dass Thoralf wahrlich seine liebe Not hatte, damit angemessen umzugehen.

Thoralf hing ein wenig seinen Gedanken nach, als er merkte, dass das Gespräch wieder einen ungemütlichen Einschlag nahm. Sein Puls beschleunigte und er spürte ein stärker werdendes Ziehen in der Magengegend – das Adrenalin wallte durch seinen Körper und schärfte seinen Verstand. Er bemühte sich weiterhin um einen unverfänglichen Ton und hielt sich in seinen Schilderungen so vage, dass es fast schon frech war. „Wahrlich Merkwürdigkeiten von denen Ihr zu berichten wisst, Celeb! Also da bin ich gewiss, dass ich die Schwarzröcke bisher nicht gesehen habe. Und offenbar waren die Strauchdiebe, die mich verschleppten auch nicht von der Sorte Gefolge – gepriesen sei der Himmel!“ Thoralf folgte dem Druiden und achtete penibel darauf, möglichst die Fußstapfen seines Vordermanns zu treffen. Aus irgendeinem Grund hatte er das Gefühl, dass das nochmal wichtig sein könnte.

Es dauerte jedoch nicht allzu lange, bis dem Flüchtenden das Schritt halten misslang. Schließlich galt es, seine Maskerade aufrecht zu erhalten. Celebs Wissensdurst war nicht gut. Zwar klangen die Fragen, die er stellte für Thoralf sehr stark danach, dass der Druide keine Zweifel an der Geschichte hatte, aber mit jeder weiteren Schleife, die er der Geschichte hinzufügte, stieg auch die Gefahr, sich zu verzetteln. „Ja, also… Ich sagte ja schon, dass ich kein Gefühl habe, wie lange ich in deren Gewalt war. In der Zeit kann man ja… also… schon einige Strecke theoretisch zurücklegen. Zumal… sie auch Pferde hatten.“ Ja, das war brauchbar. Einmal im Redefluss parlierte Thoralf weiter vor sich hin: „Ich… also ich… also unsere Wege werden sich gewiss bei Zeiten trennen, geschätzter Celeb, damit ich heimkehren kann. Den Hof… ehm… bewirtschaften meine Eltern, ja! Die Landarbeit hat… die beiden resolut gemacht, sie kümmern sich ausgezeichnet um den Hof, ja.“ Das sollte dann aber an Geschichte erst einmal wieder reichen. Er musste das Gespräch irgendwie in eine andere Richtung lenken. Und so nahm er sehr dankbar die Anspielung des Druiden auf: „Erzählt Ihr mir von eurer Sprache? Wie lautet das Wort, das zugleich den Menschen als auch das Kinde meint?“

Dabei musste Thoralf sich nicht einmal anstrengen, interessiert zu klingen. Er konnte sich nicht erklären warum, aber es interessierte ihn sehr, mit wem er es zu tun hatte. Weitaus mehr als der obligatorisch-misstrauische Wissensdurst erklären konnte.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Hikari am Mi Nov 08 2017, 13:18

Der unnachgiebige Baumstamm in seinem Rücken schien ihm Halt zu geben, während seine Sinne versuchten wachsam zu bleiben. Zu erschöpft von den vergangenen Tagen gelang es dem Dämon jedoch nur schwer den Geschehnissen zu folgen. Es war anstrengend genug den Worten des Goblins zu folgen und ihnen Bedeutung zu geben so, dass er nicht vermochte den Handlungen von Fee und Mensch zu folgen. Nur müde schüttelt er den Kopf als Wurmzahn die absurde Vorstellung äußert, dass Helena seine Sklavin sei. Das Gegenteil entlockte Lucien ein weiteres amüsiertes Lächeln, welches nur schwer seine Augen erreichte. Wenn man es genau nahm, war er nach den Gesetzen seines Volkes tatsächlich ihr Sklave. Wer sich für niedere Dienste kaufen lässt ist nicht besser als unsere menschlichen Sklaven. Wir sind ein stolzes Volk! In unserem Schatten wandeln nur die Toten. Sein Vater hatte schon immer gewusst, wie man scheinbar simple Zusammenhänge kryptisch formulierte. Im Grunde wusste Lucien noch heute genau, was es bedeuten sollte. Wer einem Vertreter seines Volkes nah genug kam, um in seinem Schatten zu stehen war ein totes Wesen… Wer zu ließ, dass dieser Vorhof zur Hölle, als Zone des Schutzes verwendet wurde oder sogar käuflich Schutz darbot, der verleugnete seine Abstammung und war nicht mehr wert als menschlicher Abschaum.
Nicht besser als ein Mensch war durchaus etwas womit der Dämon leben konnte. Doch sagte er nichts davon laut und war fast froh als die Fee die Initiative ergriff und verdeutlichte, dass es sich nur um Geleitschutz handelte. Noch mehr erfreute ihn die scheinbare Fülle an Informationen, welche der Goblin aufgeschnappt hatte. Aufmerksam lauschte er den Geschichten, sog sie förmlich in sich auf und nickte hier und da, als sähe er einen Zusammenhang, der für die anderen nicht zu greifen war. Hätte man die Fähigkeit den Gedanken des Wolfes zu lauschen, wäre man jedoch schnell vom Gegenteil überzeugt. Fast jede der ihm erzählten Geschichten hielt er für das nachdem er gefragte hatte: Gerüchte. Jediglich das Gerücht über einen möglichen Widerstand ließ ihn merklich aufhorchen und ein aufmerksamer Beobachter konnte sehen, dass er in diesem Moment so etwas wie eine Entscheidung zu treffen schien. Er würde den Widerstand suchen und er würde ihn finden und wenn es ihn nicht gab… wenn es ihn nicht gab würde er dafür sorgen.
Gleichzeitig schien er aber auch unruhig zu wirken, strich sich für einen Moment mit der behandschuhten Hand über die Bartstoppeln, als würde ihm etwas an den Informationen fehlen. Augenblicke lang schien er abwesend zu wirken, während Lucien die Fülle an Informationen durchforstete auf der Suche nach einem Funken Informationen über seine Heimat. Vielleicht hätte er den Goblin danach gefragt, hätten ihn nicht in diesem Moment die Worte der Fee erreicht: Wage bekam er mit, wie die blonde Frau anbot in den Wald zu ziehen, um Kräuter und Heilpflanzen zu suchen und noch verschwommener erschien ihm die anschließende Diskussion bis hin zu Roderik‘s Angebot, bei welchem der Wolf unbewusst die Brauen hochzog. Dennoch mischte er sich nicht ein, jedenfalls nicht bis Wurmzahn ganz aufgeregt einen Waldgott erwähnte. Ein anfängliches Prusten, verwandelte sich schnell in ein ersticktes, unterdrücktes Lachen und als der 27 Sommer alte Mann endlich sprach, wischte er sich dabei kurz über das Gesicht. „Die Götter haben diese Welt verlassen, Wurmzahn. Seit Vala in den Kristallschlaf fiel, hat diese Welt nur den Gottkönig Ahanro gesehen und wir alle“, er machte eine ausschweifende Handbewegung, „wissen wie der Schildkrieg geendet hat. Es gibt keine Götter mehr, die sich für unsere Geschicke interessieren.“ Während Lucien sprach, löste er sich von dem haltgebenden Baumstamm los und machte einige Schritte auf das Lagerfeuer zu. Zwar stank das Frühstück des fledermaus-ohrigen Wesens seiner Meinung nach zum Himmel, doch die Wärme des Feuers hatte was wohltuendes und würde die Kälte aus seinen Knochen hoffentlich vertreiben. „Geht nur… wir wandern seit Wochen durch diesen Wald. Ob Gottheit oder Monster, würde eines von beiden über diesen Wald wachen, hätte es sich schon längst blicken lassen.“ Der Braunhaarige ließ sich am Feuer nieder und warf einen skeptischen Blick in den Topf. „Und während die beiden Blümchen pflücken, erzählst du mir was genau in deinem Eintopf ist… oder ist es eine Suppe?“

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Drachenschmetterling am So Nov 12 2017, 17:22


Erschrocken fuhr die junge Frau zusammen, als sie so unvermittelt an gekreischt wurde. Es belustigte sie beinahe, wie viel Angst der Goblin vor einem Gerücht, einem Gespenst hatte. Auf ihren Reisen mit den Gauklern war sie mehr als einmal durch diesen Wald gezogen und sie kannte die Gerüchte über den Walddämon, aber er hatte sich nie gezeigt und so hatten die Gaukler angenommen, es sei ein Gerücht um die Menschen aus dem Wald zu halten und andere Dinge vor ihnen zu verbergen.
Sie lächelte dankbar, als Roderick sich an ihre Seite stellt und den Goblin zurechtweist. Auch wenn sein Angebot beinahe so überraschend kam wie das Gekreische Wurmzahns, hatten sie in diesem Punkt recht. Alleine sollte sie in diesen kriegerischen Zeiten nicht durch den Wald wandern. Aber sie fürchtete eher einen Bären oder die Schwarzröcke, als einen Dämon.
„Pass auf, wenn du hier als dämlich bezeichnest, Goblin.“ Ihre Stimme war ruhig, keine Spur mehr von Angst, aber eine gewisse Härte schwang in ihrem Tadel mit. „Ich weiß weit mehr, als dir bewusst.“ Damit wollte sie sich abwenden und mit Roderick gehen, aber Luciens Lachen ließ sie innehalten. Sie sah ihn überrascht an. Sprach seinen Worten aber keine größere Bedeutung zu.
Damit wandte sie sich wieder zu Roderick und ging voraus in Richtung des dichten Unterholzes. „Ich danke euch für euer Schwert. Ich will auch nicht weit…“ Ihr Blick ging zum Himmel um sich an der aufsteigenden Sonne zu orientieren. „Vielleicht finden wir bis Mittag schon was ich suche.“
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Roderik am Mo Nov 13 2017, 19:55

Roderik schaut zu Lucien und unwillkürlich legt sich die Rechte an den Schwertknauf, doch ebenso schnell zieht er sie wieder zurück und blickt Wurmzahn an "Achte auf deine Zunge, wenn Du sie nicht verlieren willst..." seine Stimme ist gefährlich leise,keine Spur von Schwäche ist zu erkennen. Langsam wendet er sich um und folgt Helena "Warte..." er geht vor sie und zieht das Schwert. Mit drei wuchtigen Hieben beseitigt er einen Dornbusch und tritt zur Seite "Mylady...nach Euch..." ein kurzes belustigtes Grinsen, ehe er wieder ernst wird.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Morth am Mi Nov 22 2017, 15:31

Der Goblin Holte mehrmals tief Luft und packte sich geschockt an die Brust als würde er fürchten das Herz bliebe ihm stehen während er offenbar etwas erwidern wollte und dabei Helena finster anstarrte doch biss er sich auf die Zunge bei Roderiks Worten und schluckte die Schimpftirade herunter, stattdessen starrte er ihn gerade zu erschrocken und unterwürfig an. Doch sobald er ihm den rücken zuwandte verengten sich seine Augen geradezu bösartig.
Die Großen sollten Wurmzahn lieber nicht unterschätzen wenn sie keine Bolzen im Rücken haben wollen.
flüsterte er leise zu sich selbst nicht laut genug das ein Mensch ihn hätte  aus der Entfernung hören können, aber womöglich etwas mit besserem Gehör, dabei streichelte er leicht seine Armbrust und wand sich dann, als wäre nichts gewesen wieder Lucien zu und strahlte bis über beide Ohren. „Im Schmortopf sind nur die besten Zutaten die Wurmzahn finden konnte.. es ist ein altes Geheimrezept von Wurmzahns alter Stammesmutter ja ja.. sehr geheim, man wirft alles in den Topf was man so finden kann und rührt es über dem Feuer bis es eine einheitliche Masse ist.“ Grinst er stolz und beginnt weiter die nun sicher angebrannte Masse um zu rühren. „Und wie ist es euch ergangen werter Herr und Meister Lucien?

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Roderik am Di Dez 05 2017, 17:51

Roderik führt Helena in den Wald und während sie Kräuter, Pilze und Wurzeln sammelt, beobachtet er die Umgebung aufmerksam. Die Hand am Schwertgriff folgt er ihr auf ihrer Suche und verflucht das Schicksal, welches sie zu dem Goblin geführt hat. Plötzlich ein Grinsen...er muss aufpassen, nicht zu lachen. In seinem Kopf formt sich ein Gedanke. Doch noch undeutlich, nur Eines weiß er bereits. Roderik benötigt Verbündete gegen Lucien und den misstrauischen Wurmzahn. Nicht Helena...die junge Frau ist Lucien auf eine merkwürdige Art verbunden und damit meint Roderik nicht nur den Handel. Er blickt zu den Baumkronen und sieht einen Raben fliegen...und nun weiß er es.

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Jad am Mo Dez 11 2017, 15:05

Celeb drehte sich kurz zu Thoralf herum und musste ihn kurz anlächeln. "Interesse eines Menschen an der Sprache der Waldelfen ist ... selten. Doch gerne lösche ich Euren Wissensdurst." Er ging weiter und wich einem kalkigen Strauch aus, ohne ihn sonderlich biegen zu müssen oder gar zu brechen. Ein aufmerksamer Beobachter bekam rasch mit, dass der Druide so gut wie keine Spuren hinterließ, einfach, weil es fast keine gab. Sein Schritt war aufgrund seines Volkes leicht, so dass er viel weniger in den Boden sank als ein schwerer Mensch. Nur ein Hochhelf würde noch weicher laufen können. Dazu kam, dass er stets ins Kontakt mit der Natur unmittelbar um ihn herumstand und so weder Zweige, oder Blätter brach, noch Steine, oder Gehölz verschob was ihn auf seinem Weg kreuzte. Der Druide war hier deutlich in seinem Element und die Sprache von Tieren und Pflanzen ließ eine wohlige Ruhe in ihm einkehren, welche er gleichmäßig wieder ausstrahlte und so den Lebewesen um sich herum ein Stück schenkte. Diese ruhende Mitte wirkte auf alle Völker unterschiedlich. Menschen waren aufgrund ihres im Verhältnis zu Elfen recht hastigen Lebens weniger dafür empfänglich als z.B. Wildtiere. Doch auch als Mensch konnte man ihn den Genuss dieser beruhigenden Wirkung kommen, wenn man nur bereit war hinzusehen und sich darauf einließ. "Laes.." sprach Celeb in klarem waldelfisch aus. "Das Wort für Kind ist 'laes' 'ru-laes' bedeutet Mensch... oder aber 'lautes Kind'. Eine passende Bezeichnung für die Vertreter Eure Art die mir bisher begegnet sind. Menschen stampfen durch die Wildnis wie große Tiere, achten auf nichts um sich herum und brüllen gerne herum. Vor allem eure Soldaten haben daran wohl viel Gefallen daran."

Celeb führte seine Beobachtungen über die Menschen noch etwas aus. Thoralf bekam einen Eindruck von der Sicht des jüngsten Volks der Elfen auf das jüngste Volk der Welt. Waldelfen nahmen Menschen immer als das was sie waren. Sie erlaubten sich kein Urteil, setzen aber oft Maßstäbe ihres Volkes an, bei dem die Menschen nicht so günstig wegkamen. Ihre Lebensstile waren in vielen Dinge zu verschieden. Nun gehörte Celeb dazu noch zu dem Orden der Druide, was ihn besonders weit vom Leben der Menschen abhob. Thoralf konnte bei den Erzählungen jedoch auch raus hören, dass der Druide tiefen Respekt für das hatte, was die Menschen mit ihren Herangehensweisen geschaffen hatten. Besonders bei Ordensbrüdern aus dem Volk der Menschen war er von der Lernfähigkeit angetan. So führte er den angeblichen Bauern immer tiefer in die Wildnis und dennoch zügiger über eine große Strecke als es jede schlängelnde Handelsstraße vermochte. Plötzlich stoppte er abrupt und kniete sich hin. Er war nun fast gar nicht mehr auszumachen umgeben von den hohen Gräsern und Sträuchern. Der Druide ließ sich nicht sonderlich groß auf Erklärungen ein, sondern zog seinen Begleiter zu sich ebenfalls in die Knie. Als Zeichen er möge keine Geräusche machen, legte er einen Finger auf seine geschlossenen Lippen. "Wartete hier. Ich gehe nachsehen." flüsterte er so leise er konnte. Damit entfernte er sich hockend vom den Trampelpfad und Thoralf sah ihn zwischen dem Dickicht verschwinden. Nun war er als Druide zwar leise, aber weit entfernt von den Schuleichkünsten eines Waldläufers oder Schurken. Doch er hatte andere Methoden in der Wildnis nicht aufzufallen. Celeb umfasste seinen Stecken fester und schloss die Augen. Kurz leuchtete er samt Stab auf. Er hoffte das es die potenziellen Gefahren nicht sahen so zwischen dem Dickicht. Da wo eben noch der Waldelf hockte, schnüffelte sich ein großer Dachs durch das Gestrüpp. So näherte er sich vorsichtig der Quelle. Diese entpuppte sich rasch als vermummter Mensch... wohl ein Mann der die Umgebung im Auge hatte. Er sah jedoch nicht wie ein Schwarzrock aus, aber dennoch gefährlich mit seinen Waffen. Etwas entfernt war ein anderes Geschöpf von zierlicher Gestalt damit beschäftigt Pflanzen zu sammeln... oder vielleicht suchte sie auch etwas, was sie verloren hatte. Celeb konnte das nicht genau erkennen. Er wagte sich noch etwas weiter vor. Noch hatte ihn niemand erkannt. Doch das konnte sich jeden Moment ändern.
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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Lleweyllyn Gestern um 20:01

Gespannt lauschte Thoralf den Ausführungen Celebs und kam nicht umhin, lachen zu müssen ob der Umschreibungen. Der Wachtmeister hatte das Verhalten der Menschen noch nie aus diesem Blickwinkel betrachtet, aber die Ausführungen hatten  einen unfassbar wahren Kern in sich, der streng genommen ein jeden inne halten lassen sollte, um das eigene Verhalten zu reflektieren. Unnötig zu erwähnen, dass Thoralf in seiner Zeit in der Arbeitsstätte solche Exemplare der „lauten Kinder“ mehr als nur Zuhauf erleben durfte… konnte… musste! „Wahre Worte, die Ihr da sprecht, Celeb – es gibt wahrlich unzählige Poltergeister im Gewand eines lebenden Menschen…“

Die Art und Weise, wie der Druide sprach, seine Worte wählte und dabei scheinbar körperlos durch den Wald wandelte, faszinierte den Wachtmeister mit jedem Augenblick mehr. Ob man das lernen konnte? Nach seinem gewöhnlichen Verhaltensmuster? Sehen, einprägen, anwenden – Eindruck machen? Er war da für diesen Fall höchstens verhalten optimistisch. Thoralf beobachtete ein wenig gedankenverloren die Spuren auf dem Boden und stellte dabei fest, dass diese im Vergleich zu seinen eigenen kaum wahrnehmbar waren. Im Vergleich dazu kam Thoralf sich wahrhaftig vor wie ein großes Tier, dass durch die Wildnis stampfte – auch wenn er alles andere als groß und vor allem nicht schwer war in seiner aktuellen Verfassung.

Während Thoralf die zahlreichen Eindrücke zu verarbeiten versuchte, die der Druide bei ihm hinterließ, merkte er kaum, dass sie eine beachtliche Zeit und Strecke in der Zwischenzeit zurück gelegt hatten. Das verwunderte ihn allerdings nur bedingt, bescherte ihm die ganze Situation doch eine angenehme Kurzweil. Wie mehr wunderte es ihn allerdings, dass sich der in der letzten Zeit nahezu omnipräsente Hunger noch nicht wieder zurückgemeldet hatte. Die Nahrung, die Celeb dem Wachtmeister angeboten hatte, schien von sehr hohem Nährwert gewesen zu sein. So in Gedanken versunken bemerkte Thoralf schließlich auch nur mit einiger Verzögerung, dass der Druide abrupt stehen geblieben war. Nur knapp konnte er es vermeiden, dass sie einander anrempelten.

Die vermeintliche Idylle, in der sich Thoralf gedanklich eingerichtet hatte und die ihm merklich gut getan hatte endete innerhalb eines kurzen Wimpernschlags. An der Körperhaltung und den Gesten des Druiden erkannte er deutlich, dass etwas nicht stimmte. Gleichwohl: bemerkt hatte er nichts und niemanden! Er fingerte nach seinem schangeligen Florett, dass er sich eher schlecht als recht unter seinen Mantel geschoben hatte und blickte nervös, unsicher und voller Angst umher. Der Wachtmeister erspähte einige Schritte hinter sich einen dicht gewachsenen Strauch. Das Florett vor der Brust haltend schob er sich unter windenden Bewegungen zwischen die Äste. In der Stille erschien es wie ohrenbetäubende Explosionen, die um ihn zündeten, als kleine Äste beim Versuch sich seiner zu erwehren unter leisem Knacken abbrachen. Angestrengt versuchte er, den Druiden nicht aus den Augen zu verlieren, doch so sehr er sich auch mühte – Celeb war weg. Und die Angst war wieder da. Alles wie immer also. Flüsternd sprach Thoralf zu sich: „Wäre ja auch zu schön gewesen…“

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Re: Die Chroniken von Llandy

Beitrag von Roderik Gestern um 23:02

Roderik beobachtte weiterhin den raben über sich, bis dieser aus seinem Blickfeld verschwindet. Nun geht sein Blick wieder zu Helena und ein kurzer trauriger Zug umspielt seine Mundwinkel, ehe er wieder ernst wird. Er geht umher und schaut sich dabei um, jedoch eher oberflächlich, denn in Gedanken ist er beim Beginn dieser Odyssee. Er denkt kurz an Kyora, welche er nun gerne hier hätte. Sie war ausser Lucien der einzige Mensch in dieser Gruppe, welchem er blindlings vertraute. Lucien...Lucien...er denkt an ihr Zusammentreffen auf dem Schlachtfeld...wie sie gegen die Schwarzröcke kämpften...zusammen flohen vor den Feinden. Doch nein...Lucien ist selbst ein Feind...er hat ihn getäuscht. Roderik weiß nicht weshalb, doch es muss so sein. Seine Erinnerungen...die Zerstörung seines Dorfes..Erlenhain...Lucien an der Tür einer Hütte, den zerschmetterten Körper eines Knaben in der Hand. Lucien? Ein eiskalter Mörder? Doch...es ist so..muss so sein...sobald Roderik Zweifel plagen, kommt der Schmerz in seinem Kopf zurück. So wie jetzt...er hört ein Knacken, doch kann sich nicht mehr darum kümmern. Er bricht auf die Knie zusammen und stützt sich mit dem Schwert "Helena..." flüstert er leise...ehe er sich stöhnend an den Kopf fasst, das Schwert fällt und er hinterher.

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Re: Die Chroniken von Llandy

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