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Darkest Night

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Beitrag von Morth am Di Aug 15 2017, 19:57

Das Erste, was Zackery mitbekam, seit ihm schwarz vor Augen geworden war, ist ein stechender Schmerz in der Brust.
Und als er die Augen wieder öffnete, bekam er mit, wie ihm ein Holzpflock herausgerissen wurde, direkt auf Höhe des Herzens.
Doch anstatt zu verbluten, wurden seine Sinne immer klarer, offenbar befand er sich in einem großen barocker Ballsaal,
mit dem Rücken an eine Steinsäule gefesselt, während die fetzen seiner Kleidung vom ihm Körper hingen und sich das Loch in seiner Brust langsam wieder schloss.
Am anderen Ende des Raumes,scheinbar auf eine Art Thron, saß eine Gestalt in pompöser, zur Einrichtung passenden Kleidung.
Nur schien das Gesicht, des Schwarzhaarigen Edelmannes schien wohl völlig verwehst zu sein und durch das fehlen jeglicher Lippen waren seine unnatürlich langen und spitzen Eckzähne zu sehen.
Direkt Neben ihm kniete eine weitere monströse Gestalt. Dieser hier hatte bläuliche Haut, fast wie bei einer Wasserleiche,
er scheint einschüchternd groß und genau so dürr zu sein, dennoch gestählt von sehnigen Muskeln, während er seine schiefen messerscharfen Zähne fletschte und dabei schielte.
Die anderen Anwesenden wirkten da weitaus Menschlicher, nur einige wenige schienen ebenfalls Kleidung aus vergangenen Epochen zu tragen,
die anderen trugen da schon wesentlich modernere Kleidung, die jedoch allesamt eher dunkel bis schwarz gehalten waren, von denen sich ihre blasse Gesichter stark abhebten.
Weiterhin fiel auf, dass an jedem Ausgang des Saales je zwei Wachen in schwarzen Uniformen standen, allesamt mit schwarzen Gesichtsmasken.
Während vier weitere, zwei gefesselte Gestalten vor dem verwesten Edelmann zu Boden drückten.
Einer von den Beiden kam Zackery erschreckend bekannt vor, der hundsblonde etwas zerzauste Mann mit dem freundlichen Gesicht  
und den traurigen aber dennoch erschreckend strahlenden Augen.
Das Gesicht Hatte er schon einmal gesehen, kurz bevor er das Bewusstsein verloren hatte.

Schließlich trat aus der Gruppe der Altertümlich gekleideten Gestalten ein kleinerer, untersetzter Mann hervor und räusperte sich,
als er aus einer Schriftrolle zu rezitieren begann.
„Im Namen des Count  Balthasar Thynne, stehen diese beiden Verbrecher vor Gericht unsere heiligsten Traditionen und Gesetze verstoßen zu haben!
Angeklagt sind: Rashawn Doyle, der sich der Diablerie an Arthur Bryne und Verschwörung gegen den Grafen verantworten muss.
Und Terrell Barker, der einem Sterblichen einen illegitimen Kuss gab, dies wurde von seiner Grafschaft keineswegs verwehrt,
viel mehr wurde Count Thynne nicht einmal von den Plänen Barkers in Kenntnis gesetzt, was zur schwere seiner Schuld beitragt.
Des weiteren, soll entschieden werden was mit Barkers und Rashawns Abkömmlingen geschehen soll!“

Daraufhin rollte er das Pergament wieder ein und verneigte sich vor dem Mann auf dem Thron, welcher sich langsam erhob.
„Diablerie ist ein schwerwiegendes verbrechen, das die Existenz unserer Art schwer bedroht, es ist Brudermord und zeugt von maßloser gier,
was nicht zu dulden ist! Somit verhänge ich die Todesstrafe über Rashawn Doyle!“

Der andere der beiden gefesselten Männer welcher trotz scheinbar jungem alters, ergraute wilde Haare hatte,
begann sich in den Fesseln zu winden und animalisch zu knurren bevor er die Beiden Wachen von sich abwarf und aus dem Raum Stürmen wollte.
Doch im selben Moment erhob sich die hässliche Bestie neben dem Thron und auch wenn es unwahrscheinlich wirkte, wurde sie noch hässlicher,
denn ihr sprießen Hörner und das Gesicht wurde länglich und haarig, während seine Hände zu klauen und die Füße zu Hufen wurden.
So sprang die Bestie, halb Ziege halb verdrehter Mensch quer durch den Raum und  Landete auf dem Rücken des Mannes namens Rashawn, ehe er ihm scheinbar mühelos Den Kopf abriss.
Was die Zuschauer mit einem begeisterten Klatschen würdigten. Ehe der verweste Graf wieder zu sprechen Begann.
„Auch ein illegitimer Kuss gefährdet unsere Art, zu viele Vampire die wild durch die Straßen geistern, die unsere Gesetze nicht kennen,
und von deren Existenz wir nicht wissen. Bald würden die sterblichen von uns erfahren und auch wenn wir ihnen überlegen sind,
würden sie uns im Schutze des Tages bald ausgerottet haben. Doch war Terell Barker immer ein vorbildliches Mitglied in unserer Gemeinschaft.
so stimmen wir nun über sein Schicksal ab.
Wer auch immer ihn von seiner Schuld freispricht hebe nun die Hand!“

Doch außer einem Mann in einer Barkeeper uniform hob niemand die Hand.
„wer stimmt für eine Verbannung?“
War die nächste frage des Grafen, worauf sich fünf Hände hoben.
„wer stimmt für den Tod?“
Nun hoben sich alle anderen Hände im Raum und das grausige, ziegenhafte Monstrum das nahezu wie die biblische Darstellung des Teufels wirkte,
bewegte sich auf die ruhig kniende Gestalt des Mannes zu, der scheinbar mit seinem Schicksal schon abgeschlossen hatte.
Ehe die Bestie auch ihm mit einem hässlichen Reißen den Kopf abtrennte.
„Nun zu Barkers Küken.“
sprach der verwesende Graf und sah  Zackery an.
„Sprich! Wie ist dein Name dann sollen wir über dein Schicksal entscheiden.“
Der Dämon kam bereits bedrohlich näher und bleckte die Zähne.
Es war wohl offensichtlich welche Entscheidung er sich wünschte.

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Beitrag von Hikari am Di Aug 15 2017, 19:58

Augenlider zucken, Wimpern berührten sich so leicht wie die Flügelschläge eines Schmetterlings. Ein paar Mal flatterten die Augen, als Zack um sein Bewusstsein kämpfte. Als sich die Lider öffneten und durch einen zunächst schmalen Schlitz grün-graue Augen zum Vorschein kamen. Seine Züge verkrampften sich in einem kurzen Anflug von Schmerz, dessen Ursache er nicht sehen konnte. Seine zunächst noch verschwommene Sicht wurde klarer, klarer als sie die letzten Jahre je ohne Brille gewesen war. Sein Gehör schärfer und trotzdem blieben Raum, Leute und Stimmen für den jungen Mann nichts weiter als ein fernes Rauschen. Noch einmal schloss er die Augen, versuchte zu verstehen was hier vor sich ging, versuchte sich zu erinnern, versuchte das Ganze als einen Traum ab zu tun.
Es war einer dieser unglaublich warmen Mai-Tage gewesen und er hatte die Lederjacke auf den Rücksitz seines Autos geworfen, obwohl es schon später Abend gewesen war. Mit Erleichterung hatte er sich hinter das Lenkrad seines alten Mazda 323c geklemmt und darauf gewartet, dass seine Schwester sich endlich auf den Beifahrersitz niederließ. Er wollte nur weg von diesem Ort. Familientreffen eskalierten zumeist und auch an diesem Mai-Abend war es nicht anders gewesen.
Seine Augen glitten das erste Mal durch den Raum. Blieben an einer äußerst seltsamen gekleideten Ansammlung von Menschen hängen, bevor sie schließlich an zwei Männern haften blieben, welche von weiteren zu Boden gedrückt worden. Sein Blick verfing sich in den strahlenden Augen eines blonden Mannes mit freundlichem Gesicht und Zack schnappte fast schon schmerzhaft nach Luft, als eine Flut von Erinnerungen über ihn hinwegrollte und ihn zu ersticken drohte.
Die Scheinwerfer eines LKWs blendeten ihn. Die aufgeregte Stimme seiner Schwester zuvor noch vorwurfsvoll und streitsüchtig war zu einem hysterischen Kreischen angeschwollen, als ihr klar wurde, dass sie in ihrer Streiterei auf die Gegenfahrbahn gekommen waren und nun auf einen LKW zu hielten. Er hatte das Lenkrad rumgerissen, hatte ein Stoßgebet zum Himmel geschickt, aber es hatte nicht verhindern können, dass der Wagen sich überschlug. Er hörte die Schreie seine Schwester, Metall das mehr mehrfach auf den Asphalt traf, bevor es mit einem hässlichen kratzenden Geräusch über die Fahrbahn schlitterte. Irgendetwas durchbohrte seinen Magen, aber er war zu orientierungslos um zu sagen, was genau ihn da an dem Fahrersitz gefesselt hatte. Die Scheiben waren zerbrochen und hatten seine Kleidung zerfetzt. Seine Brille war weggeschleudert worden und eher blind suchte er nach seiner Schwester. Das Blut, das aus seinen Wunden sickert und langsam das Leben aus ihm saugte bemerkte er gar nicht. „Kate? Kate antworte mir. KATE!“
Das Letzte was er sah bevor er das Bewusstsein verlor, waren die traurigen aber dennoch erschreckend strahlenden Augen jenes Mannes der nun vor ihm zu Boden gedrückt wurde.

„Kate!“ war das erste Wort das seine Lippen verließ. Noch einmal sah er sich um, versuchte unter all diesen fremden ein vertrautes Gesicht zu sehen. Wo war sie? „Kate?“ Dieser Mann hatte ihn gerettet? Oder nicht? Er hatte ihm aus den Auto gezogen! Also wo war Kate. Fast schon anklagend geht sein Blick zu dem hundsblonden Mann. Dann im Anflug einer Ahnung versucht er die Hände auszustrecken, seinen Körper abzutasten, stieß aber gegen Ketten, welche ihn an eine Säule fesselten. Statt seiner Hände wandert sein Blick zu seinem Magen und der blonde Mann zieht scharf den Atem ein als er die unversehrte Haut zwischen einer erstaunlichen Menge getrocknetem Blut sieht. Die grün-grauen Augen weiten sich in einem Moment der Realisation. Irgendetwas hatte seinen Magen durchbohrt, dort hätte eine klaffende Wunde sein müssen, wenn er es überhaupt überlebt hätte. Die Wahrscheinlichkeit war lag bei null. Wieder geht sein Blick zu seinem vermeintlichen Retter und Unglauben gepaart mit Verachtung straften den gefesselten Mann. Er müsste tot sein! Warum war er dann hier? Und wo…. //Wo bin ich überhaupt?//
Wie auf ein Stichwort trat aus der Gruppe der Altertümlich gekleideten Gestalten ein kleinerer, untersetzter Mann hervor, räusperte sich und begann aus einer Schriftrolle zu rezitieren gerade als Zachery endlich wahrzunehmen schien, dass das hier zumindest einen Funken Realität beinhalten musste.
Und endlich schien er den schwarzhaarigen Edelmann wahrzunehmen und die Bestie, welche neben ihm kniete. Ersterer saß am anderen Ende des Raumes auf einem Thron. Seine Kleidung passte zu der pompösen Einrichtung des Raumes. Vielleicht hätte diese Kleidung etwas romantisch-attraktives an sich gehabt, das Gesicht des Mannes allerdings ließ Zack im wahrsten Sinne des Wortes starren. Es schien verwest zu sein und seine Lippen fehlten. Die unnatürlich langen und spitzen Eckzähne schienen noch das normalste an diesem Gesicht zu sein. Wäre er nicht angekettet gewesen hätte er vermutlich die Distanz überwunden und diesen Mann zur Bestätigung angefasst. Schon immer war er der Meinung gewesen, dass nur existierte, was man auch anfassen konnte.
Als die verweste Gestalt einige Momente und einen Haufen Worte später das Wort Vampir fallen lässt, starrt er die anderen Anwesenden an, wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Hatte er bis eben noch alles mit einer Art komatösen Traum zu erklären versucht, schien es jetzt Sinn zu machen. Selbst die Kreatur, welche die beiden Vampire enthauptete, schien auf einmal was seltsam Klares für ihn anzunehmen. Das alles konnte potentiell wahr sein. Wie sonst hätte er diesen Unfall überleben können? Trotzdem sträubt sich etwas in ihm die Existenz von Vampiren als war anzusehen. Zu akzeptieren, dass er auf welche Weise auch immer lebte und seine Schwester… //Wo bist du Kate?//

Als die Kreatur auf ihn zusteuerte zögerte er dennoch nicht mit einer Antwort. Sollte auch nur ein Funken Wahrheit hinter seinen Wahnvorstellungen, Träumereien oder Fantastereien stecken, wollte er nicht unbedingt seinen Kopf verlieren.
„Zachery Walker… Sir?“, murmelte er leise und versuchte dabei seine Stimme nicht zittern zu lassen. Realität oder Traum: Die Vorstellung von diesem blauhäutigen Monstrum enthauptet zu werden, ließ ihm einen Schauer über den Rücken laufen. „Zack… genügt aber.“ Seine linke Hand stößt gegen seine Ketten als er versucht sich in einem Anflug von Unsicherheit durch die Haare zu streichen. „Wo… wo ist Kate?“

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Beitrag von Morth am Di Aug 15 2017, 20:00

Einen Moment lang murmelten und tuschelten die prachtvoll herausgeputzten,
vermeintlichen Edelleute.
Und auch der Graf beugte sich herab, um sich mit dem untersetzten kleinen Mann zu unterhalten, ehe er die Stimme wieder erhob.
"wir wissen nichts von irgendeiner Kate, doch den Umständen der Verwandlung des Zachery Walkers, gehen wir davon aus das sie eine Sterbliche und höchst wahrscheinlich tot ist,
es werden jedoch umgehend Schatten ausgeschickt um dies zu überprüfen.
Doch geht davon aus das uns kein Fehler unterlaufen ist und ihr Tot als der wahrscheinlichste Fall an zu sehen ist."

richtete er die Sprache wohl kaum an Zack sondern an die anderen Zuschauer.
"nun zu Rashawn Doyles Küken, wie ist dein Name Mädchen?"
sprach er nun eine weitere gefesselte Person an, die von zwei der Wachen vor sich hin, in die Mitte des Raumes geschoben wurde,
wo sie im Blut der beiden Hingerichteten zu knien gezwungen wurde.
Sie trug ein rotes Sweatshirt wie einen Umhang bloß über die Schultern geworfen und mit aufgesetzter Kapuze,
darunter ein kurzes schwarzes Kleid und zerrissene Strümpfe, ansonsten war sie wohl barfuß.
Von hinten konnte Zack ihr Gesicht nicht erkennen, doch sah sie auf dem ersten Blick wie Rotkäppchen aus dem Märchen aus.
Als sie schließlich antwortete klang ihre Stimme, als wäre sie kaum durch die blaue Bestie,
oder die Abgeschlachteten beiden neben denen sie kniete auch nur annähernd beunruhigt.
"Arella Locke mein Herr."
sprach sie in einem beiläufigen fast schon abwesenden Ton.
"Nun gut."
Erhebte wieder der kleine runde Mann das Wort.
„Da ihr beide soeben eure Herren verloren habt und auch noch da diese gegen unsere heiligsten Gesetze verstoßen haben, birgt ihr eine große Gefahr für das weiterbestehen unserer Art,
keiner wird euch in unsere Lebensweise einführen, unsere regeln und Gesetze lehren,
oder wie ihr überhaupt überleben könnt,
das beste wäre wohl euch einen schnellen gnadenvollen Tot zu besch.."

"Einspruch!"
Rief der Mann in der Barkeeper-Uniform, der schon gegen den die Hinrichtung von Terrell  gestimmt hatte.
"Ich hoffe ihr habt einen guten Grund dieses Urteil an zu fechten Fabrice?!"
Piepst der kleinere aufgebracht.
"Das habe ich in der tat. Ich werde der Mentor für die Beiden sein und sie bei mir aufnehmen."
Nun erhebte wieder der verweste Graf das Wort.
"Ich gehe davon aus, dass du weißt was das bedeutet Fabrice de Thèbes.
Aber nun gut,  ich werde deinem Willen entsprechen,
sie gehören dir, sowie die Verantwortung ihrer Taten solange du als ihr Mentor verweilst.
Nimmt ihnen die Ketten ab!"

Beinahe mechanisch bewegten sich die Wachen als sie Zack und Arella die Fesseln abnahmen.
Wobei wohl auffällig wäre, dass die junge Frau namens Arella  viel einfachere Fesseln hatte und nicht wie Zack mit schweren Ketten an eine Säule gebunden war,
als ob sie vor Zack wesentlich mehr angst hätten, doch zu dieser Annahme steht ihr handeln stark im Kontrast.
Während sie Zack behandeln als wäre er irgend ein aufmüpfiges Kind,
nähern sie sich Arella nur ganz langsam und vorsichtig und gehen schnell wieder auf Distanz nachdem sie ihr die Fesseln abgenommen hatten.

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Beitrag von Hikari am Di Aug 15 2017, 20:23

Tod. Das Wort hallte in Zack’s Kopf, wie ein dumpfes Echo nach. Wieder und wieder und nahm ihm jeglichen Raum zu denken. Seine Arme pressten gegen die Ketten und ließen sie klirren, als der blonde Mann versuchte seine Hände in seine Haare zu vergraben. Vielleicht, wenn er dich Chance gehabt hätte, hätte er sich mit den Händen die Haare gerauft, die Knie an den Körper gezogen. Vielleicht hätte er sich seinem Elend ergeben, wenn die Ketten nicht gewesen wären. Etwas in ihm sagte ihm, dass es die Wahrheit war, dass Kate tot war… doch wollte er es nicht wahrhaben.
Wieder klirrten die Ketten als Zachery erneut versuchte die Arme in jeglicher Weise schützend um seinen Körper zu schlingen. Wieder war er nicht von Erfolg gekrönt.
Verdammt an dieser Säule zu vermodern, gab er es schließlich auf und die grün-grauen Augen glitten teilnahmslos zu der Frau, die sich selber mit Arella Locke vorstellte. Er konnte ihr Gesicht nicht sehen, aber das schien ihn auch nicht wirklich zu kümmern. Für wenige Augenblicke folgte sein Blick dem Körper der Frau. Im Gegensatz zu seiner eigenen Kleidung schien die Kleidung dieser Gestalt noch fast intakt zu sein. Der flüchtige Blick hatte nur zerrissene Strümpfe offenbart und als Zack versucht hatte ihrem äußeren Erscheinungsbild eine Referenz zu geben, war fast Augenblicklich bei einer makabren Abbildung von Rotkäppchen gelandet.
Danach hatte er den Blick wieder abgewendete und sich dem kleinen rundlich gebauten Mann zugewandt, der das Urteil zu verkünden schien. Zäh drangen die Worte zu ihm durch und als der kleine Mann sagte, dass man ihnen einen gnadenvollen schnellen Tod gewähren wollte, lachte er. Genau das ist es was du verdienst. Erleichterung schien über ihn hinweg zu waschen und in Angesicht seines eigenen Todes sah man für einen kurzen Moment so etwas wie Lebhaftigkeit in seinen Augen aufblitzen. Ein Leben für ein Leben. Seine Augen drifteten kurz zu dem Monster, welches die beiden Vampire enthauptet hatte und sein Lachen verebt zwar doch bleibt ein seltsam schiefes Lächeln zurück.
All die Jahre war es seine Aufgabe gewesen Kate zu beschützen. Er war ihr großer Bruder gewesen und trotzdem… trotzdem war er es gewesen, der sie umgebracht hatte, erwarteten sie wirklich, dass er mit dieser Schuld leben könnte? Er war ein Mörder! Sichtlich zufrieden mit dieser Entwicklung, schließt der junge Mann mit seinen weizenblonden Haaren die Augen und wartet auf seine gerechte Strafe.
Die Stimme des Barkeepers lässt ihn die Augen schlagartig wieder aufreißen. Verwirrt verfolgt er den Austausch zwischen Fabrice und dem untersetzten Mann. Sein Kiefer klappt im Anflug von Erstaunen und Ungläubigkeit nach unten und lässt Zack einige Sekunden lang, wie einen Fisch auf dem Trockenen wirken. Hoffnungsvoll geht sein Blick zu dem Grafen in der Hoffnung, dass dieser das Gesuch dieser Nervensäge in Barkeeper-Kleidung ablehnen würde, doch als auch der Graf zustimmte, klappte der Mund wieder zu. Die Zähne so stark aufeinandergepresst, dass Zacks Wangenknochen deutlich hervortraten und sich auch der Unterkiefer deutlich abzeichnete, bohrten sich die Augen des Grünäugigen in die Gestalt seines selbsternannten Retters und sobald die Ketten sich lösten, hinderte ihn nichts mehr daran auf den ‚Heiligen‘ loszugehen.
Sauer war ein Begriff, aber, wenn man sich Zack in diesem Moment ansah, wirkte er eher so als wollte er sämtliche Höllentore öffnen und diesen Kerl dafür zu Rechenschaft zu ziehen, dass er ihm einen gerechtfertigten Tod genommen hatte. Auf halber Strecke zu seinem vermeintlichen ‚Opfer‘, kommt ihm kurz der Gedanke, dass es sich der Graf vielleicht nochmal anders überlegte, wenn er jetzt nur für genug Aufsehen sorgte. Das Hass geschwängerte Gesicht blitzt kurz vor Vorfreude auf, bevor sich der Hass wieder wie eine dunkle Wolke an einem verheißungsvollen Sommertag vor die Sonne, schiebt. Kurz bevor Zack seinen ‚Retter‘ erreicht, hebt sich die Faust des Mittzwanziger (?) und holt zu einem Schlag aus.
Seine Hand trifft aber nicht den Vampir vor sich, sondern eine filigrane Hand mit langen Nägeln und einem schmalen Ring in Roségold. Der Kopf des Vampires, geht ruckartig zur Seite und trifft auf das rundliche Sommersrossen geplagte Gesicht seiner Schwester. Die ebenso grüngrauen Augen wirken anklagend, während die Lippen sich zu einem amüsierten Lächeln verziehen. Na na! Gewalt ist doch keine Lösung., verließ es die Lippen, der Schwester die eigentlich tot sein sollte und fast hätte Zack erleichtert aufgelacht. Sie lebte und imitierte ihn mal wieder perfekt. Doch dann glitt sein Blick zu Fabrice und für einen kurzen Augenblick zu den anderen Umstehenden und das Kate, welches eben noch seinen Lippen entfahren wollte, verschwand ebenso wie die Hand welche ihn gehinderte hatte, den Mann oder eher Vampir vor sich zu schlagen. Einige Sekunden starrt er verwirrt, enttäuscht und verletzt in den Luftleeren Raum, wo er soeben noch seine Schwester gesehen hatte. Die Faust welche noch immer unbewegt in der Luft verharrte, sank langsam zu seiner Hüfte ab und Zack wich tonlos einen Schritt von Fabrice ab, der Blick aber immer noch auf die Stelle gerichtet, wo er Kate gesehen hatte. Das sollte ein gottverdammter schlechter Scherz sein, oder?
War er dabei seinen Verstand völlig zu verlieren?

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Beitrag von Morth am Di Aug 15 2017, 20:24

Fabrice blieb dabei ganz kalt und sah beinahe gelangweilt drein als Zack auf ihn zustürmte lediglich als er plötzlich inne hielt  hob er eine Augenbraue, mit einem Anflug eines beinahe amüsierten Lächelns.
Fabrice war ein großgewachsener, schlaksiger Mann mit einem überraschend breiten Kreuz für seine sonnst schlanke Statur, so machte hatte er beinahe den Eindruck eine, zu gut gekleidete Vogelscheuche zu sein.
Seine haut war beinahe so dunkel wie seine schwarze uniform wobei sein Schädel völlig kahl rasiert war, und seine Augen hinter einer grünlich schimmernden Sonnenbrille versteckt waren.
Als Zack auf Fabrice zu rannte, stürmten gleich alle Maskierten wachen ihm hinterher. doch  erstarrten sie sofort als Fabrice lässig die Hand hob  und sie hinfort winkte.
„Ich hoffe du bereust deine Entscheidung nicht Fabrice..!“
Lachte der kleine rundliche Mann höhnisch und spitz.
„Die Versammlung ist hiermit beendet. Der Graf hat wichtigere dinge zu tun!“
Sprach er schließlich und verabschiedete sich mit einer herablassenden Verbeugung, worauf alle anwesenden den Saal langsam verließen.

„Kommt.“
Kam es daraufhin nur knapp von Fabrice der daraufhin Zack und Arella energisch aus dem Raum zu bugsieren versuchte.
Hinein in einen hoch modernen Fahrstuhl der zur Einrichtung des Ballsaales nicht wirklich zu passen scheint.
Dort angekommen massierte sich Fabrice die Schläfen als hätte er Kopfschmerzen, und drückte auf Erdgeschoss.
Woraufhin sich der fahrstul beinahe lautlos in Bewegung setzte, doch für die verbesserten sinne eines Vampirs war das surren nur all zu deutlich. Dabei schien er mit sich selbst zu sprechen.
„Terell...dieser Dummkopf..“
Seufzte er und sprach Zachery nun direkt mit fester Stimme an.
„Ich hab keine Ahnung wer du bist junge, aber Terell war ein guter Freund von mir, wenn er sich für dich geopfert hat bin ich es ihm schuldig mich um dich zu kümmern, also gib mir besser keinen Grund dies zu bereuen..“
Nun wand er sich Arella zu.
„Du bist Rashawns Küken nicht wahr?“
Sie nickte lediglich und Fabrice griff sich in die Westentasche um eine Visitenkarte hervor zu holen und sie Arella in die Hand zu drücken.
„Er hat dich sicher noch vor seinem Tode ausreichend eingewiesen.. ich hab für so was keine Zeit, das ist auch der einzige Grund warum ich dich auch gerettet habe.“
Nun deutet er wieder auf Zack
„Du weißt ihn ein, danach kommt ihr auf den Ort der auf der Karte steht, macht keinen Blödsinn, fliegt nicht auf und kommt vor Sonnenaufgang an. Wenn nicht.. seid ihr tot.“
Fabrice betrachtete noch Zack einen Moment skeptisch und zog sich sein Hemd aus das er ihm zuwarf, darunter trug er noch ein graues Unterhemd.
„Zieh das an nicht das du noch im Sterblichen Knast landest..“
Schließlich kam der Fahrstuhl mit einem hellen Glockenlaut zum stehen.
Fabrice verschwand geradezu augenblicklich in der Menge, beinahe als hätte er sich zwischen den Leuten in Luft aufgelöst.

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Darkest Night Empty Re: Darkest Night

Beitrag von Hikari am Di Aug 15 2017, 20:24

Enttäuschung flackerte über die Gesichtszüge des blonden Mannes, als die erhoffte ja sogar geforderte – ersehnte – Reaktion dieses Messias ausblieb. Wie in einer Art Trance folgten seine Füße Fabrice, während sein Blick immer und immer wieder zu jenem Ort wanderte an welchem er seine Schwester gesehen hatte. Suchend ja fast schon forschend lag Zacks Blick auf eben jenem Ort auf der Suche nach einem Hinweis oder einer Spur. Irgendetwas und es war ihm egal wie klein es war, Hauptsache es war in der Lage ihm zu helfen. Denn, wenn das alles mehr als nur ein Alptraum wahr, dann musste es doch irgendetwas geben das ihm der Wahrheit näher brachte.
Doch bis sich die Türen schlossen, fanden seine Augen nichts. Keinerlei Spuren die ihm bewiesen, dass das Ganze ein Alptraum wahr und genauso wenig irgendein Hinweis darauf, dass es die Wahrheit war. Das Gesicht blank von Emotionen war nur stumpf auf die metallenen Türen des Aufzugs gerichtet während sein Gehirn noch immer versuchte eine Logik hinter den Geschehnissen zu finden. Eine Logik, die nicht aussagte, dass er verrückt war.
Das unnatürlich laute Surren des Fahrstuhls lenkte ihn von seinen Gedankengängen ab und Zack hörte mehr schlecht als recht zu. Fabrice und auch Arella schienen den jungen Mann mit den dunkelblonden fast braunen Haaren nicht zu interessieren. Zu abgelenkt war er von dem Nerv tötenden Surren, dass sich in seinen Kopf zu bohren schien.
Erst als Fabrice ihm das Hemd zu warf reagierte er. Für einen Menschen wäre es eindeutig zu spät gewesen doch seine unmenschlichen Reflexe erlaubten es ihm, dass er es trotz eines Spätstarts doch noch vermochte, das Hemd aufzufangen, bevor es zu Boden ging. Skeptisch musterte er das Kleidungsstück und zog es sich über, sichtlich unzufrieden mit dieser Lösung. Wäre er ein Fan von dieser Art von Kleidung gewesen, hätte er Management and Economics studiert oder Jura. Die Züge des sportlichen Mannes verdunkelten sich und es bildete sich eine tiefe Furche als sich seine Brauen zusammenzogen, während er daran dachte wie sehr sich seine Eltern immer gewünscht hatten, dass er ein Anzug tragender Affe mit Stock im Arsch wurde und wie sehr seine Ablehnung dieser Zukunftsvorstellung immer und immer wieder zu Streit geführt hatte, wie an diesem Abend. Ein gequältes Seufzen verließ seine Lippen in eben jenem Moment als der Fahrstuhl zu einem Halt kam und Fabrice davon stürmte. Einige Sekunden folgten die graugrünen Augen dem Mann //Vampir?// bevor dieser im Nichts zu verpuffen schien. Zack selbst folgte dem Beispiel des dunkelhäutigen Mannes und trat ebenfalls aus dem Fahrstuhl. Einige Augenblicke lang schien er sich umzusehen. Das Gebäude schien ihm nur vage bekannt vorzukommen, aber er würde schon einen Weg finden. Kurz flackerte sein Blick zu der Blondine neben sich, während seine Füße ihn aus dem Gebäude hinaus und hinein in die Nacht trugen. Nicht weit vom Eingang blieb er in einer ruhigen Seitengasse stehen und blickte Arella entschuldigend an. „Ich weiß nicht was du und dieser Messias besprochen haben, aber ich für meinen Teil werde nach Antworten suchen… und wenn ich nur den verdammten Dealer finde, der mir diese Droge vertickt hat.“
Denn so erschien es ihm, war die Sinnvollste Erklärung für all den verrückten Scheiß, denn sich sein Gehirn da zusammenbraute. Viel Alkohol, Drogen und eine Art fanatische Sekte. Ja er musste dringendst hier weg. Eine kalte Dusche, literweise Wasser und ein paar Stunden Schlaf. Das war nichts was er nicht beheben konnte und Zack war sich ziemlich sicher, dass sobald er von diesem Trip runter war und er Kate anrief alles wieder in Ordnung kommen würde. Sie war zuhause. In Sicherheit… und das alles hier war nur eine Ausgeburt falscher Stoffe. „Hoffentlich verschwindet dann auch diese Tim Burton Ausgeburt eines Rotkäppchens.“, murmelte er leise zu sich selbst und fuhr sich mit der rechten Hand kurz durch die dunkelblonden Haare, bevor er sich noch einmal kurz in der Gasse umsah und dann an Arella vorbei losmarschierte.
//Geh einfach nur nach Hause Zack. Alles andere kommt von allein in Ordnung… du wirst schon sehen.//

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Darkest Night Empty Re: Darkest Night

Beitrag von Morth am Di Aug 15 2017, 20:29

Die Wende des Hochmodernen Gebäudes schienen größtenteils nur Aus Glas zu bestehen und die Menge zwischen der Fabrice verschwunden war schienen alles Geschäftsmänner zu sein,
offenbar war dies eine Art Hotel für reiche Firmen Manager und ihre angestellten, Teuer aber schlicht, simpel und kühl ist das Design gehalten.
Niemand schien die beiden wirklich zu beachten, sie waren offenbar mit besserem beschäftigt.

Zunächst wirkte Arella bloß verwirrt und sah Zack fragend an.
„Drogen? Welcher Dealer.. wovon redest du da?“
Dann breitete sich in ihrer Stimme langsam Besorgnis aus.
„Tim Burton.. R..Rotkäppchen? Was ist mit dir Los?!
Verstehst du denn unsere Lage nicht? Du kannst nicht einfach abhauen und dies als Hirngespinst abtun..
wir müssen vor Sonnenaufgang zu Fabrice kommen, sonnst sind wir Tot!“

Flüsterte sie Hysterisch, so das sie nicht von irgendwelchen Passanten gehört wird, dabei versuchte sie ihn fest zu halten doch ist sie offenbar nicht wirklich stark.. nicht mal für einen Mensch,
jedoch griff sie mit ihren Telepathischen Fähigkeiten nach Zacks Geist und sofern sie nicht auf zu große Abwehr stößt, würde sie versuchen heraus zu finden,
was dort vor sich geht, was er denkt und wie sie es vielleicht nutzen kann um ihn davon ab zu halten sich selbst und sie gleich mit in den Tot zu stürzen.

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Darkest Night Empty Re: Darkest Night

Beitrag von Hikari am Di Aug 15 2017, 20:30

Ihre Worte verblassten zu einem dumpfen Klang nur ab und zu unterbrochen von dem Heben und Senken ihrer Stimme. Als hätte man ihrer Stimme die Melodie geklaut, pressen die Worte des Rotkäppchens auf den jungen Mann ein, doch scheint er sie nicht wirklich wahrzunehmen
Hör auf mit dem Scheiß, Zack! Das hier ist nicht real. Beweg dich. Geh… Geh! Doch fast so hartnäckig wie der dunkelblonde Mann versuchte sich von der Blondine zu entfernen, so drängend – ja fast schon Nerv tötend – war diese.
Die Berührung an seinem Arm, ließ ihn innehalten und die grünen Augen flackerten hektisch mit einem Anflug von Panik zu Arella. Die Lippen des Mitzwanzigers öffneten sich leicht, während er Arella mit immer noch geweiteten Augen anstarrte. Diese schwache Berührung, dieser verzweifelte Versuch ihn festzuhalten, für einen kurzen Augenblick hatte sie sich echt angefühlt. Leicht, wie Wimpern, die über nackte Haut streiften, aber echt. Sprachlos steht er da, bemerkt nicht einmal, wie die Blondine in seinen Geist eindringt zu sehr fesselt die Frage nach der Wahrheit den Blonden. Die Distanz, welche er zwischen ihnen beiden aufgebaut hatte überbrückte er schneller als in dem Zweifler in ihm lieb war und während durch seinen Kopf immer wieder Worte des Zweifels wiederhallten, streckte er vorsichtig die Hand aus und berührte noch vorsichtiger die Wange des Rotkäppchens.
Kalt. Das war alles was ihm zunächst einfiel. Doch unter der Kälte lag etwas, das er zu erkennen glaubte: Das unverwechselbare Gefühl von Fingern, welche jedes Detail und jedes feinste Härchen erfassten und ein dumpfes fast schon kitzelndes Gefühl, welches entstand wenn Haut über Haut strich. Sie ist echt… aber wenn sie echt ist. Wenn das alles echt ist. Kate… NEIN!
Abrupt, als hätte sich Zack an der Haut der jungen Frau verbrannt zog er die Hand so schnell weg, wie er sie dort überhaupt platziert hatte und rückte einen beachtlichen Schritt von Arella ab. So als könnte er dadurch leugnen, was sein Körper ihm eben bestätigt hatte: dass die Frau vor ihm alles andere als eine durch Drogen produzierte Halluzination war. Das sie echt war und wenn sie echt war… dann auch der Unfall… Kate!
Noch einen weiteren Schritt rückte er von der Frau mit den weißblonden Haaren ab. Das war falsch. Das alles durfte nicht wahr sein. Er sollte tot sein. Er! Nicht Kate! Dafür sind große Brüder doch da… um aufzupassen, dass den Jüngeren nichts geschieht. Stattdessen hatte er wegen seines dummen Stolzes einen Unfall gebaut und nun war sie tot.
Scheiße! Du hast sie umgebracht…

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Beitrag von Morth am Di Aug 15 2017, 20:33

Erschrocken taumelte Arella zurück als Zack sie so überraschend  zärtlich an der Wange berührte, doch noch mehr ließen sie seine Gedanken erschaudern,
wie sollte sie bloß einen todessüchtigen davon überzeugen, sie und sich selbst zu retten, geschweige denn ihr zu zuhören und ihm bei zu bringen was er wissen muss.
Verzweifelt ließ sie sich auf den Boden fallen und nahm flehend seine Hand.
„bitte du musst mir zuhören.. unser Leben hängt davon ab.
Wenn ich dich nicht einweise und rechtzeitig zurück bringe werden sie mich auch töten..“

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Beitrag von Hikari am Di Aug 15 2017, 20:34

Gedanken überfluteten sein Gehirn, die Schuld schien ihn zu lähmen, während er dort in dieser Gasse stand. Seine Gedanken waren schon lange von der scheinbar unvermeidlichen Tatsache, dass er ein Vampir sein könnte, abgerückt. Stattdessen versuchte Zack zu begreifen, wie das alles hatte passieren können. Wie er innerhalb eines Wimpernschlages so die Kontrolle über sein Leben hatte verlieren können. Noch während er bemüht war klare Gedanken zu fassen, riss ihn das Rotkäppchen ein weiteres Mal aus seinen Gedanken. Nicht durch Worte, sondern das verzweifelte Ergreifen seiner Hand. Es war eine zaghafte Berührung, kaum mehr als ein schwacher Windhauch, doch dieser Körper schien fähig zu sein, selbst die Beine einer Spinne wahrzunehmen als berührte einen ein Mensch. Die Härchen auf seinen Armen stellten sich leicht auf, als sie die Kälte verspürten, welche von Arellas Hand ausging und für einen kurzen Augenblick starrte der dunkelblonde Mann Arella nur an. In seinen Augen lag etwas, das aussah als versuchte es die Antwort auf eine Frage zu ergreifen, die ihm immer wieder entwischte. Schließlich verzogen sich seine Lippen zu einem schwachen Lächeln und in seine Augen drang Verständnis. Natürlich...Sie ist schon länger tot. Vielleicht erscheint sie deshalb kälter... weil hier noch irgendwo Eigenblut durch meine Adern fließt. Weil mein Körper noch nicht verstanden hat was hier vorgeht...
Das Lächeln, nur ein schwaches Abbild, das sich in Netzhaut eingebrannt hatte und bald vergessen sein würde, war schon wieder verblasst, als die Worte zu Zack durchdrangen. Doch er reagierte zunächst nicht, starrte Arella nur an als sei sie eine Art Wunder, während sie auf dem Boden kniete und seine Hand festhielt, um ihr eigenes untotes Leben flehend. Der Dunkelblonde verstand nicht, wie jemand dieses Leben als erstrebenswert empfand, dennoch war es nicht an ihm zu urteilen. So nickte er nur schwach und zog zaghaft an der Hand, welche ihn festhielt. Wenigstens sie würde er noch vor dem Tod schützen können. Es würde ihm Kate nicht zurückbringen, aber vielleicht war es eine Art göttliche Fügung, seine Chance seine Sünde zu bereinigen.
"Wäre schön, wenn wir Zeit für einen Abstecher hätten. Ich stehe nicht sonderlich auf Fabrices Kleiderwahl.", murmelte er leise und versuchte sich an einem zaghaften Lächeln, welches Arella davon überzeugen sollte, dass es sein Ernst war. Dass er mitging solange ihr Leben auf dem Spiel stand.

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Beitrag von Morth am Di Aug 15 2017, 20:35

Zwar konnte Arella Zacks Gedankengänge genau verfolgen doch spielte sie zunächst die überraschte und drückte sogar ein Paar tränen hervor als sie langsam zögerlich den Kopf hob.
„Wirklich? Du wirst mitkommen?“ Langsam richtete sie sich wieder auf oder so wie es schien schwebte sie langsam hoch um auf den Füßen zu landen. „Natürlich können wir das tun aber.. zuerst sollte ich dich einweisen.. du musst wissen wie du Jagst ohne Jemanden zu töten.“ Sprach sie während sie sich die Tränen mit den Handrücken wegwischte.
„Hör mir gut zu, du hast vielleicht eine andere Vorstellung von Vampiren aber wir dürfen auf keinen Fall unschuldige Töten, und dafür gibt es zwei gründe..
Erstens, ist es wichtig um unsere Identität zu schützen, wenn ständig blutleere Leichen auftauchen würden die Sterb... ehh die normalen Menschen misstrauisch werden. Und unsere Identität zu schützen ist das erste und wichtigste Gesetz.
Zweitens, vielleicht kannst du es spüren.. aber seid deiner Verwandlung steckt ein Biest in dir, es ist wie ein wildes Tier das sich mit dir den Körper teilt, das irgendwo in deinem Unterbewusstsein lauert und auf die Gelegenheit wartet hervor zu brechen und die Kontrolle zu übernehmen.
Jeder Unschuldige den du tötest nagt an deiner verbliebenen Menschlichkeit und die ist das einzige was das Biest unter Kontrolle halten kann.
Doch andererseits darfst du dich auch nicht zu Tode hungern auch das würde die Bestie irgendwann hervorbringen also.. wenn du Skrupel davor hast einen Menschen zu verletzen, um dich zu nähren denk daran Was für ein Massaker du anrichten würdest wenn du es nicht tust..“

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Beitrag von Hikari am So Okt 01 2017, 12:00


Wieder ein Mal stand er dort in der Gasse und lauschte den Worten der Vampirin vor sich. Er merkte kaum sie steif er erscheinen musste. Steif, missbilligend und ungläubig. Eigenständige hatten sich die Arme des jungen Mannes vor seiner Brust verschränkt und die Augenbrauen bildeten eine dichte unnachgiebige Linie. Scheinbar emotionslos schien er den Ausführungen von Arella zu lauschen und quittierte diese mit einem missbilligenden Schnauben. „Für wie blöd hälst du mich? Hattest du in jüngster Zeit mal einen Vampir-Roman in den Händen?“ Für einen Moment machte er eine Pause und äffte dann Arellas Stimme so gut es ihm möglich war nach. „Wir dürfen auf keinen Fall Unschuldige töten, und dafür gibt es zwei Gründe... es ist wichtig um unsere Identität zu schützen, wenn ständig blutleere Leichen auftauchen, würden die Sterb... ehh die normalen Menschen misstrauisch werden.“ Er zitierte sie dabei fast wörtlich und warf ihr danach einen Blick zu der ziemlich deutlich davon sprach, dass sie übergeschnappt war. „Jedes Kind weiß das!“ Wenn er es gekonnt hätte, hätte er vermutlich theatralisch die Hände in die Luft geworfen und die Augen verdreht. So löste er nur die Verschränkung seiner Arme und deutet eine spöttische Verbeugung an. „Nach Ihnen, Meister Yoda.“
Zu ihrem zweiten Grund schwieg der dunkelblonde Mann allerdings. Es war gewissermaßen beunruhigend, wenn es denn wahr war, aber noch hatte er diese Bestie in sich nicht gespürt und solange er das nicht tat, würde er jede Erläuterung, jede Bewegung und jedes Wort der weißblonden Frau anzweifeln. Mörder oder nicht… Blut trinken war nichts was er tun würde, wenn es sich verhindern ließ. Die bloße Vorstellung daran jagte Zack einen Schauer über den Rücken und er konnte vom Glück reden, dass er heute, dazu in der Lage war Blut zu sehen ohne dabei umzukippen. Dennoch… trinken? Er war sich nicht sicher. Andererseits wollte er eh nicht lange in diesem Stadium weiterleben. Er würde warten bis Arella in trockenen Tüchern war und danach würde er eben jene Regel brechen über welche, er sich eben noch lustig gemacht hatte.

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Beitrag von Morth am Di Okt 10 2017, 20:13

Arellas Blick veränderte sich schlagartig und wurde gerade zu Bösartig und Zornig. „Du Weißt überhaupt nichts! Wenn du dich nochmal über mich lustig machst wirst du es bereuen! Und jetzt sei leise und warte einen Augenblick!“ Zischte sie wütend aber leise ehe sie die Augen schloss wie um sich zu konzentrieren ehe sie einfach durch die wand hinter sich hindurch ging als wäre sie ein Gespenst nur wer ganz genau hinsah hätte erkennen können das ihre Konturen kurz davor unscharf geworden sind wie als wäre sie aus einem ganz minimal verwackeltem Film. Nach wenigen Augenblicken tauchte sie dann wieder aus der wand auf und sprach weiter als hätte sie nur mal kurz um die Ecke gesehen.
"Gleich da hinten Schläft ein Obdachloser das wäre ein Perfektes erstes Opfer für dich.. ich weiß ich weiß Blut von gesünderen Menschen schmeckt besser aber du übst lieber erst mal an etwas einfachem. Aber denk daran... Töte ihn auf gar keinen Fall! Du musst aufhören bevor... nun.. du wirst seinen Herzschlag spüren er wird schneller und schwächer zur selben zeit.. hör einfach auf bevor er stoppt.. du.. wirst es schon spüren.“ stammelte sie offenbar ein wenig in Erklärungsnot. „glaub mir es ist schwieriger es zu erklären als es zu tun ist.. wirklich.

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Beitrag von Hikari am Sa Jun 09 2018, 22:43

"Vergiss es." Das war die erste Antwort, welche über die Lippen des jungen Mannes oder eher Vampires kam, nachdem Arella zurück gekehrt war und Zack sie anstarrte als wäre sie ein Geist. Hätte er noch Farbe aus seinem Gesicht verlieren können, wäre das sicherlich passiert. Aber so starrte er sie einige Momente lang so an als würde er gleich umkippen, ehe er mit dem Kopf schüttelte und sich weigerte. Erneut. "Ich hab gesagt, dass ich mit komme. Nicht dass ich einen Obdachlosen anzapfe."
Und dennoch stand er wenige Momente später vor dem armen Kerl, welcher sein Mitternachtssnack werden sollte. Zack konnte es nicht beweisen, aber er hätte schwören können, dass Arella eine Meisterin der Manipulation war. Einen Charakterzug welchen er verachtete. Dermaßen verachtete, dass er keinen Hehl mehr daraus machen konnte und das Rotkäppchen anstarrte, als wollte er lieber ihr an die Gurgel springen und als er sich dann nach einer gefühlten Ewigkeit über den Obdachlosen beugte, zischte er leise etwas das verdächtig nach "Manipulatives Miststück." klang.
Doch kam er nicht dazu, dass zu stillen, was nun so kurz davor an ihm nagte. Durst und Bestie. Beide blieben unbefriedigt, denn das was er sah und hörte fesselte seine Aufmerksamkeit so sehr, dass es ihn zu lähmen schien. Da stand sie… hinter ihm und er konnte ihre Hand auf seiner Schulter spüren, glaubte ihre Wärme zu spüren und ihre Stimme, sonst ruhig, gefasst glich der einer rauen See, als sie ihn anschrie und der Griff um seine Schulter sich verstärkte. Er konnte es spüren... den Schmerz, ihre Anwesenheit. Ihre Worte waren trotz des Zorns in ihnen klar und deutlich. „Nicht…du darfst keine Unschuldigen mehr verletzen. Nicht wie mich. Zack!“ Noch einmal spürte der Vampir den Griff um seine Schulter fester werden und seine Lippen verließ ein Laut zwischen Schmerzensschrei und Grunzen. Doch als er sich von dem Obdachlosen abwandte und ihr zuwenden wollte. Als ihr Name „Kate?“ seine Lippen verließ, war sie verschwunden. Stattdessen starrte er Arella an, welche die ganze Zeit über hinter ihm gestanden hatte und plötzlich lag so etwas wie Zorn in den Augen des Mannes. „Wo ist sie?“
Hätte man ihn Jahre später gefragt, hätte Zack gelächelt und zugegeben, dass das alles nur eine Ausgeburt seiner Psyche war und das der Vampirismus ihm wieder und wieder Wahnvorstellungen von seiner Schwester zeigte, wann immer er sich oder Unschuldigen schaden wollte. Wahnvorstellungen welcher er suchen würde, provozieren würde um seine geliebte Schwester zu sehen und hätte man ihn gefragt, wie er so lange ohne Blut hatte überleben können, hätte er kleinlaut eingestehen müssen, dass andere das Blut besorgten, welches er aus Coffee to go Bechern trank.
Doch an jenem Abend und in jenem Moment wusste er von alle dem nichts und statt sich auf den Mann vor sich zu stürzen und die Bestie in sich zu beruhigen, stieß er die zeirliche Vampirin vor sich härter als nötig zur Seite und jagte einem Phantom nach. Jemanden der nicht dort gewesen war. „Kate?!“

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Darkest Night Empty Re: Darkest Night

Beitrag von Morth am Di Jun 19 2018, 00:43

Langsam hob und senkte sich der Brustkorb des unter zerlumpten Decken zusammengekauerten Mannes der sich vor der Kälte schützen wollte während ein muffiger Geruch von ungewaschener Kleidung,
Alkohol und Schweiß von ihm ausging, vor allem für die feine Nase eines Vampirs war dieser Geruch geradezu Beißend. Arella stand dicht hinter Zack, der sich über den Obdachlosen beugte,
ihr Gesicht war etwas von ekel verzogen, da sie offenbar den Geruch ebenso verstärkt wahr nahm wer sie genau beobachtete würde dabei feststellen das sie zur zeit gar nicht atmete,
um dem Geruch besser ertragen zu können, offenbar mussten Vampire auch nicht atmen. Ihr Blick wirkte ebenso, auch etwas ungeduldig doch verständnisvoll, bis Zack plötzlich herumfuhr und wirr plapperte. Überrascht wollte Arella gerade den Mund öffnen, um zu fragen wen Zack meinte, ehe dieser sie zur Seite stieß. Durch die selbst anderen Vampiren überlegene Kraft und Schnelligkeit Zacks,
konnte sie nicht annähernd rechtzeitig reagieren, ihr ungewöhnlich leichter Körper gab einen lauten, morschen Klang von sich, als der Stoß ihr die Rippen brach, der sich wiederholte,
als sie davon hinweggeschleudert, die Hauswand hinter sich traf. Blut und Luft wurden ihr aus den Lungen und dem Mund gepresst, ehe sie reglos zusammensackte. Erschrocken und keuchend,
wachte dabei der Obdachlose auch aus seinem unruhigen schlaf und sah entsetzt, das wie tot wirkende, blasse Mädchen, aus dem Mund blutend unweit von sich liegen,
wobei ihr Brustkorb krankhaft eingefallen zu sein schien.
Oh..Gott..w..was ..was zum!
Stammelte er vor Schreck aufschreiend und kroch besorgt und entsetzt zu dem vermeintlichen Leichnam herüber. Die verängstigten Rufe  des Obdachlosen Mannes schienen durch die Gassen hallend,
Zack geradezu zu verfolgen. Wobei dieser, sie selbst in leiserer Lautstärke durch seine geschärften sinne mitbekommen hätte.
h..Hilfe! E..Ein Mord!

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