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Kapitel 1: Kaperbrief

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von MaRideSa am Mo Sep 25 2017, 18:18

Das Adrenalin schoss Alex ins Blut als der bullige Kerl sich aus der Menge löste und mit dem Messer zwischen den Zähnen vortrat.
Scheiße! Messerkampf mit Goliath!
Er zog sein eigens Entermesser aus dem Gürtel, auf dessen Schneide die Gravur eines Skorpions in der Sonne glänzte und wappnete sich für den Kampf.
Doch Black Jack sprach weiter und als er geendet hatte, war es an Alex zu grinsen.
„Fünf!“ schallte es über das Deck.
Sein Entermesser fiel klappernd aufs Deck. „Aye Captain!“
Vier!
Er flog herum, hechtete auf das Schanzkleid zu und sprang hinauf. Mit dem linken Fuß stieß er sich von der Reling ab, während er mit der rechten Hand die äußerste Wante ergriff und sich herumschwang. In einer fließenden Bewegung katapultierte er sich ein gutes Stück die Wanten empor ehe seine Füße in den Webleinen Halt fanden und er mit scheinbar absoluter Leichtigkeit die Taue hinaufkletterte.
Drei!
Das erste Drittel hatte Alex bereits hinter sich gelassen und der Wind nahm langsam zu, je höher er stieg. Auch die Bewegungen des Schiffes wurden stärker, doch er passte sich dem Schwanken an ohne auch nur darüber nachdenken zu müssen.
Zwei!
Die Stimmen an Deck blieben unter ihm zurück als er die Höhe der ersten Rah hinter sich ließ, wobei er den Seeleuten, die das Schauspiel von dort aus beobachteten zunickte.
Seine Gedanken schweiften in die Vergangenheit ab.
Will lacht und er stimmt mit ein, während sie nebeneinander die Webleinen hinaufhasten. In der Tiefe unter ihnen fluchen die Männer an Deck. Die Sonne scheint und das türkisblaue Wasser glitzert verheißungsvoll unter ihnen, während sie über die erste Rah nach außen balancieren.
Komm schon, Alex! Wenn die uns erwischen gibt´s riesigen Ärger und Lassard lässt uns das Deck schrubben!

Ein Rütteln in den Wanten riss Alex aus seinen Gedanken. Er schaute nach unten. Sein Verfolger war dann mittlerweile auch in den Webleinen angekommen und warf grimmige Blicke zu ihm hinauf. Doch Alex grinste zurück und kletterte weiter. Einholen konnte der Bulle ihn nicht mehr.
Der Wind riss an seinem Hemd und rauschte in seinen Ohren, als er sich auf die runde Holzkanzel im Masttopp hievte. Er stand auf und stieß ein kleines Siegesgeheul aus.  „Heute müssen die Haie hungern!“

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Darnamur am Di Sep 26 2017, 18:31

Gusgan wusste nicht so recht, was er mit der Antwort des Maats anfangen sollte, warum musste denn immer gleich alles so ernst sein? Aber egal, nun war er zumindest in der Kombüse und konnte sich mit dem Koch befassen, dessen kugelfischförmiger Körper sich vor ihm auftat. Die Gestalt des Mannes war sehr faszinierend. Gusgan fragte sich, was der Kerl wohl mit seinem Arm gemacht hatte? Seltsamerweise kam ihm sofort die Vorstellung in den Sinn, wie der Koch seinen eigenen Arm verzehrte. Aber das war wahrscheinlich nicht die tatsächliche Geschichte, die hinter der Verletzung steckte.
Nachdem er mühsam die gesamte Vorratskammer abgesucht hatte, war es nicht besonders schwer eine Rumflasche ausfindig zu machen, davon gab es hier tatsächlich durchaus einige. Er schnappte sich zwei davon, ließ das Putzzeug erstmal links liegen und schlenderte zurück zu Happen, er wollte sich nun erstmal seinen versprochenen Extrapunkt holen. Während er sich dem Koch die eine Flasche hinstellte, begann er bereits einen tiefen Schluck aus der Zweiten zu nehmen: "Wirklich hübsch habt ihr es hier unten, das muss ich schon sagen. Sagt mal, was meinte der Maat mit den Geschichten von Fischmenschen? Wisst ihr da etwa mehr darüber?"
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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Hikari am So Okt 01 2017, 12:52

Unsicher auf ihren Stiefeln erreichte Bonny den Steuermann. Hatte ihr eben noch das niedrige Geländer Sorgen gemacht, welches sie vor dem vom Bord gehen hindern sollte, aber eher danach aussah, als sei es sein Lebensinhalt das Gegenteil zu tun, machte ihr nun der Steuermann Sorgen. Sie hatte davon gehört, dass Tallman geisterhaft wirkte – ja beinahe gespenstisch – dennoch war es etwas anderes den Hünen standhaft, wie einen Fels in der Brandung am Steuerrad zu sehen. Es wirkte so kontrastreich, dass es fast bewundernswert war. Die starke Standhafte, körperliche Präsenz, gepaart mit einer Art gespenstischen Aura, die aus jedem seiner Worte zu dringen schien. Scarlet war so als krochen die Worte langsam ihre Wirbelsäule hinauf und hinterließen auf ihrem Weg einen eisigen Schauer, welche dafür sorgte, dass sich die feinen schwarzen Härchen in ihrem Nacken aufstellten. Werde ich mich daran gewöhnen? war der erste Gedanke der ihr durch den Kopf huschte, ob diese obskuren Begegnung. Der zweite Gedanke löste Panik in ihr aus. Schon heute Nacht? Ich werde schon heute zeigen müssen, dass ich was tauge? Was wenn ich versage? Was wenn ich den falschen Kurs anschlage? Man wird mich Kiel holen!
Innere Unruhe erfasste die schwarzhaarige Frau und für einen Moment huschte der Blick ihrer grünblauen Augen panisch zum Steuermann, welcher sie aber gar nicht mehr wahrzunehmen schien. Das würde das erste Mal sein, dass sie ihre theoretischen Kenntnisse in der Navigation unter realen Bedingungen nutzen würde und für einige panische Sekunden konnte die Frau nur an ihr Versagen denken. Als das Schiff jedoch just in diesem Moment schwankte, die Frau um ihr gleichgewicht gekämpfte und sie ungewollt dem starren Blick des Hünen neben ihr folgte, traf ihr Blick auf eine ihr fremde Gestalt, die sie direkt anzustarren schien. Es war als würde ein Blick genügen, um die Edeldame, wieder ihre strenge Haltung einnehmen zulassen. Etikette und eigene Strenge waren Dinge die antrainiert werden konnten und schon in der Vergangenheit hatte der Blick ihres Vaters gereicht, um sie daran zu erinnern, dass man von ihr Haltung erwartete. Der Blick des Fremden in diesem Moment schien, einen ähnlichen Effekt auf sie zu haben und die Panik wich ermahnenden Gedanken. Ich bin nicht hier, um zu versagen. Das ist keine Option! Heute Nacht werde ich diesem Haufen stinkender Seeleute zeigen, dass ich sehr wohl in der Lage bin dieses Schiff zu navigieren! Ich werde die beste Navigatorin werden, den die Sea Scorpion je gesehen hat! Aber zuerst… gehe ich den Helmträger befragen.
Das jedenfalls war ihr Plan gewesen. Das kupferne Schimmern fest im Blick, wollte sich Bonny soeben auf den Weg übers Deck machen, als das Chaos auszubrechen schien. Alles was sie klar auszumachen schien, waren die klare Worte, welche wie ein Raunen durch die Besatzung gingen ‚Ratte an Bord‘.

Mit den ganzen Schaulustigen und dem Kapitän selbst an Deck, verlor die Navigatorin schnell den Kupferhelm aus den Augen und verschob die Suche nach dem Mann auf einen späteren Zeitpunkt. Denn zugebenermaßen, war auch sie von Neugier um den Blindenpassagier gepackt. Allerding nicht neugierig genug um ihrer Position an der Seite von Tallman zu verlassen. So schirmte die Edeldame nur ihre Augen mit den Händen ab, um etwas besser sehen zu können und verfolgte die Geschehnisse so gut es ihr von ihrer Position aus möglich war. Dabei schwirrten ihr die Stimmen der Besatzung, das vereinzelte Knarzen der Holzdielen und das Meeresrauschen, um die Ohren… und während sie dastand und Alex dabei beobachtet, wie er den Mast hochkletterte, wurde ihr bewusst, dass sie es tatsächlich geschafft hatte ihrem Ziel einen Schritt näher zu kommen.

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Thorgrimm am Di Okt 03 2017, 02:06

Zwar hatte Happen seiner Putzhilfe nicht erlaubt, sich an seinem Rum gütlich zu tun aber das wollte er dieses Mal noch durchgehen lassen. Schließlich hatte er ihm auch eine Flasche besorgt und sich damit zumindest einen Pluspunkt geholt, welcher jetzt allerdings durch das unerlaubte Trinken der Vorräte direkt wieder abgezogen wurde. Außerdem sprach Gusgan auch ein Thema an, was den Koch sowieso alles andere vergessen ließ. Selbst die Bemerkung zum Aussehen der Küche ließ er deshalb völlig unkommentiert, obwohl er sich sicher war, dass es sich lediglich um Ironie handelte.
"Bist wohl ein ganz Neugieriger, hm?" War es nur Zufall, dass er sich direkt über die Fischmenschen informieren wollte? Es schien zumindest so, dass er nur aufgrund von Grimms Worten auf das Thema zu sprechen kam. Andererseits konnte es auch etwas ganz anderes bedeuten. Etwas, dass die ganze Situation hier in der Kombüse veränderte. Was wenn es sich bei Gusgan auch um einen Fischmenschen handelte? Was wenn er geschickt worden war, um ihn auszuhorchen? Herauszufinden, wie viel er wusste? Ihn einschätzen und entscheiden sollte, was für eine Gefahr er darstellte. Oh nein, so schnell würde er sich nicht um den Finger wickeln lassen. Er wusste, was hier gespielt wurde.
Schneller als man es dem fetten Koch zutraute, stand dieser auf und ließ in einer fließenden Bewegung seine Gabelhand vorschnellen. Es war nicht sein Ziel Gusgan zu verletzen - noch nicht - sondern ihn mithilfe der spitzen Zinken und der Kleidung des Mannes an einer Flucht zu hindern. Happen wollte den Mann mindestens festhalten - besser noch mithilfe der Gabel an eines der Möbel binden. "Happen lässt sich nicht so einfach reinlegen." Der dicke Koch war Gusgan ganz nah und dieser konnte den stinkenden Atem von Happen riechen. Er suchte nach Auffälligkeiten, an denen er einen Fischmenschen erkennen konnte. "Nicht seitdem so ein glitschiger, schuppiger Fischkopf ihm die Hand und das Auge genommen hat. Oh nein. Nicht nochmal." Er sah Gusgan jetzt direkt in die Augen. "Du willst wissen, was ich weiß? Ich weiß ALLES. Von den Toten, den geheimen Plänen und der Übernahme. Ich kenn all die kleinen Geheimnisse und deshalb will man mich wohl jetzt loswerden, was?"
Happen nahm ein Beil zur Hand und hielt die scharfe Seite an den Hals des hässlichen Mannes vor sich. "Sag mir wieso ich dich nicht zuerst töten sollte. Na los, versuch dich rauszureden. Wärst nicht der erste Fischkopf, den ich ausnehme."

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Darnamur am Di Okt 03 2017, 04:10

Während Gusgan bei den Worten "Bist wohl ein ganz Neugieriger, hm?" noch ein Grinsen aufzusetzen begann, trat schon im nächsten Moment ein überraschtes, aber, was Happens Misstrauen in diesem Moment eher noch bestärken mochte, nicht wirklich erschrockenes Funkeln in das Auge des Mannes, als dieser mit dem Gabelarm Bekanntschaft machte. Gusgan freute sich innerlich sehr über diese Begegnung. Diese Spannung. Diese Intensität, die in der Luft lag. Der irre Blick des Mannes, als er sich vorbeugte und ihm seinen stinkenden Atem entgegenwarf. Bei diesem Anblick registrierte Gusgan das dem Koch tatsächlich, genauso wie ihm selbst, ein Auge fehlte. Das was Happen sagte klang unheimlich interessant. Tote, geheime Pläne und dann noch diese Fischmenschen, die ihn verstümmelt hatten. Gusgan fragte sich, ob er wohl auch von Fischmenschen verstümmelt worden war. So genau erinnerte er sich ja nicht mehr daran. Da war nur noch das Feuer, das plötzlich überall war...
Mit sichtlichem Interesse begutachtete Gusgan, wie der beleibte Mann sich ein Beil vom Tisch neben sich grabschte und es an seinen Hals heranführte.
Sag mir wieso ich dich nicht zuerst töten sollte. Na los, versuch dich rauszureden. Wärst nicht der erste Fischkopf, den ich ausnehme.
Spätestens nach diesen Worten und der Tatsache, dass ein tödlich scharfes Beil an Gusgans Hals anlag, fiel Happen wohl auf das irgendetwas mit dem Mann vor ihm nicht stimmte. Denn auch jetzt schien sich der Fremde keinerlei Angst anmerken zu lassen. Er wirkte eher auf merkwürdige Art und Weise...vorfreudig.
Eine Sekunde lang überlegte Gusgan dem grollenden, aufgebrachten Koch die Wahrheit zu sagen: Nämlich das er Gusgan selbstverständlich nicht töten konnte. Dann besann er sich aber doch. Er wollte die Welt dieses armen Geschöpfes nicht völlig aus den Fugen werfen. Er bemühte sich um ein freundliches Lächeln. Gusgan wirkte wie ein artiges Kind, das seine Großmutter begrüßte. Nur das das Kind schwer von Brandnarben verunstaltet war und sein eines Auge ein matschig weißer Klumpen.
"Nun, also...du kannst mich natürlich töten, das ist richtig.", Gusgan betonte das natürlich töten, damit in dem Mann keine Zweifel aufkamen, dass er das konnte! Er wollte ihn schließlich nicht beunruhigen.
"Aber dann kann ich auch nicht mehr die Kombüse reinigen...und der Maat wird dann sauer sein, weil ich dann die Kombüse nicht sauber gemacht habe. Er ist kein besonders...freundlicher Mann...der Maat, meine ich...habe ich den Eindruck. Und außerdem habe ich glaube ich gar keinen Fischkopf. Zumindest hatte ich keinen, als ich das letzte Mal nachgesehen habe.
Gusgan blickte sich nun wirklich nachdenklich nach spiegelnden Oberflächen um. Hatte er sich wirklich verwandelt? Oder wie konnte es sein, dass ihn der Koch plötzlich für einen Fischmenschen hielt?
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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Thorgrimm am Do Okt 05 2017, 01:55

"Ach, das ist doch nur so eine Redewendung, du Hohlkopf." erwiderte Happen etwas irritiert. Andere Leute, denen er mit seinem Beil so nahe gekommen war, hatten entweder geschrien, sich eingepisst oder hatten versucht sich irgendwie zu wehren. Dieser Gusgan tat nichts dergleichen. Er wartete einfach ab, als würde es ihn erfreuen, dem Tod so nahe zu kommen. Sehr seltsam aber war das ein Hinweis auf einen Fischmenschen? Er wusste es nicht. "So wie Hohlkopf. Nur weil ich dich Hohlkopf nenne, hast du noch lange keinen hohlen Kopf, du Hohlkopf." Er kam sich echt bescheuert vor, dass er das extra erklären musste aber dieser dumme Kommentar zusammen mit der völlig gleichgültigen Reaktion - so sah Happen das zumindest - hatten ihn aus dem Konzept gebracht.
Was sollte er nur mit dem Mann machen? "Beweg sich kein Stück, sonst muss ich Donnerstimme sagen, dass du zu nix mehr taugst." Weiterhin das Beil an den Hals seiner Putzkraft haltend, machte sich Barnabas daran, nach Anzeichen für Fischmenschen zu suchen. Er untersuchte den Hals Gusgangs, seine Hände und sogar seine Füße. Auch hinter den Ohren sah der fette Koch nach. Doch er konnte weder Kiemen, noch Schwimmhäute oder Schuppen finden. Entweder war dieser Gusgan ein ganz spezieller Fischmensch oder ein normaler Mensch. Für den Moment entschied sich Happen für Letzteres. Mit einer schnellen Bewegung zog er das Beil weg und rammte es in den Tisch neben sich. Mit der freigewordenen Hand nahm er sich die Rumflasche und sah Gusgan kritisch an.
"Hast mich überzeugt. Wenn du ein Fischmensch-Auftragsmörder wärst, hättest du mich schon getötet. Außerdem siehste aus wie ein normaler Mensch." Er verzog das Gesicht und zeigte mit der Gabelhand in Richtung Gusgans Gesicht. "Bis auf... das... da." So ganz hatte sich Happen noch nicht an den Anblick gewöhnt und es widerte ihn auch etwas an. Ob er mit seinen Worten den Mann vor sich verletzte oder angriff, interessierte ihn nicht. "Also.. jetzt da wir geklärt haben, dass du kein Fischmensch bist, mach dich mal an die Arbeit. Ich erzähl dir, was du wissen willst." Happen setzte sich wieder auf den Stuhl, trank einen Schluck Rum und fuhrt fort. "Nimms nicht persönlich, dass ich so vorsichtig bin. Die Fischköpfe sind überall und man kann sie kaum von normalen Menschen unterscheiden. Das Wasser reicht denen nicht mehr, deshalb wollen die auch das Land für sich. Haben schon alle möglichen wichtigen Posten übernommen und verbreiten sich wie Maden in nem gammligen Stück Fleisch. Ich bin einer der wenigen, der weiß, was wirklich geschieht. Der Rest der Welt ist blind oder will nicht sehen - ich weiß es nicht." Er beugte sich vor und sah Gusgan mit zusammengekniffenem Auge an. "Zu welcher Gruppe gehörst du? Willst du dich auch vor der Wahrheit verschließen und Happen als armen Irren abstempeln oder willst du die Wahrheit wissen - auch wenn sie wehtut? Was soll es sein? Hmm?"

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Wittko am Sa Okt 07 2017, 16:03

Baron stand weiterhin da, nicht wissend, wer ihm denn nun was zu sagen habe und was man so auf einem Schiff erledigen muss. Fragend sah er den anderen Neuankömmlingen nach und gab kurz darauf der plötzlichen schweren Hand auf seiner Schulter nach. "Naja, also nen Ring hab ich noch keinen am Finger...  zumindest nicht von der Schönheit hier.", scherzte der junge Mann und musterte Bloodbeard kurz, bemüht, nicht die Nase zu rümpfen.
Pulverfässer... Naja, es hätte schlimmer kommen können, wenigstens muss ich nicht das Deck schrubben oder etwas ähnliches. Mit diesem Gedankengang folgte er Bloodbeard unter Deck "Bin Baron, also mein Vorname ist Baron... Haben heute schon einige Missverstanden", er zuckte mit den Schultern. "Kannst aber auch Reed sagen.". Baron duckte sich unter einem Querbalken hinweg und lief ihm weiter hinterher, der Aufgabenstellung Bloodbeards lauschen, bis dieser plötzlich inne hielt. Ein neugieriger Blick gab die Gestalt von Alex frei und er rutschte zur Seite, als jener, mit Pistole im Kreuz auf Deck gebracht wurde.

"Äh... ich fang dann schonmal an, ne?", rief er dem Kanonier hinterher und stiefelte nach den Pulverfässern suchend durch den Laderaum. Was auch immer Bloodbeard nun mit dem vermeintlich blinden Passagier anstellen würde, war ihm für den Moment egal, er hatte eine Aufgabe und die galt es nun zu erledigen.
Nachdem sich seine Augen an die Dunkelheit unter Deck gewöhnt hatten, fiel es ihm leichter, zu erkennen, was in den Kisten und Fässern war. Als er endlich die Pulverfässer entdeckte musste er kurz überlegen, wo sich das Kanonendeck befand. Er zuckte erneut mit den Schultern, hievte sich ein Pulverfass unter den Arm und ging los, das Kanonendeck suchen. Seine Reise führte ihn erst in die Mannschaftsquartiere - Keine Kanonen, dafür Schlafplätze, auch gut zu wissen - und weiter zur nächsten Tür. Eine Geruchsmischung aus Fett, Alkohol und Fisch füllte den Raum vor der Tür, welche Baron deshalb für die Kombüse hielt. Als er endlich das Kanonendeck fand, wunderte sich der Schiffsjunge, warum ihm bislang niemand über den Weg lief. Er legte das Fass ab und machte sich wieder auf den Weg nach unten. Das Erste von ... vielen
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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Fade am Mo Okt 09 2017, 19:15

Alex war sich sicher in seinem Element, er hatte die gemischten Blicke unten dabei durchaus wahrgenommen, wie ein teil der Meute seinem blutigen ableben freudig entgegen gesehen hatte und konnte sich damit denken, dass er trotz seines selbstbewussten Auftretens nicht nur Freunde in der Mannschaft finden würde.
Der Vorsprung, den er sich in den wenigen Sekunden in der Takelage erarbeitet hatte war beachtlich, sogar für einen guten Kletterer, doch die Motivation war ja vielleicht auch genau die Richtige, um sich ins Zeug zu legen. Dem Piraten unter ihm war das Lächeln jedenfalls vergangen, als er Alex schon hoch über sich sah, während er sich schwungvoll in die Taue schwang.
Trotz seines geschicks fühlte Alex schnell, dass die Taue ihre eigene größe hatten und auch das zunehmend stärker werdende schwanken in luftiger Höhe zum vertrauten Hindernis heran wuchs. Auch den Piraten auf der Takelage ging er auf seinem Kurz zum Krähennest dabei aus dem Weg, denn ihnen war leicht zuzutrauen, dass sie ihn festhalten würden, wenn er ihnen zu nahe kam.

Nach einem beherzten letzten Schwung in den Ausguck fand er sich in Gesellschaft eines weniger furchteinflößenden Piraten, als er es erwartet hätte. Der Mann war schlaksig gekleidet und hatte einen schmutzigen Verband um den Kopf gebunden, der unter seinem Kinn zusammengebunden war. Verkrustetes Blut an der Wange zeigte an, dass er dort wohl eine etwas größere Wunde haben musste, doch viel davon war nicht zu sehen. "Da hat es aber jemand eilig." Bemerkte Bluter nur recht trocken mit krächzender Stimme und beugte sich ebenfalls über den Rand des Krähennests um die gellende Menge an Piraten zu begutachten, die zu grölen und vereinzelt blindlings herumzuballern begann. Messerjocke, auf halben Weg, warf Alex einen wütenden, vielleicht enttäuschten Blick entgegen und machte sich wieder daran, hinab zu steigen. "Willkommen an Bord." Hörte Alex wieder Bluters Stimme, der ihm zweimal kurz auf die Schulter klopfte. "Nun aber ab mit dir. Meine Schicht ist noch nicht um."

Am Boden hatte der Kapitän noch auf Alex Rückkehr gewartet. Er nickte ihm zu, während er sich durch den dichten Bart strich. "Du bist aus dem richtigen Holz. Sieh zu, dass du dich nützlich machst."
Black Jack hatte kaum geendet, als Alex auch schon einen Eimer neben sich auftauchen sah und ein Pirat mit schwarzem, strähnigen Haar und Augenklappe ihm einen zerzausten Mob in die Hand drückte. "Deckschrubben." Kam es platt in einem abfälligen Tonfall, ehe der Mann auch schon wieder weiter trat.

Kapitän Blackwater hatte sich in der Zwischenzeit zu Bonny umgedreht und musterte sie mit streng wirkendem Blick. Verglichen mit Tallmann wirkte der Kapitän nicht unbedingt ehrfurchterregend, jedoch gab der breitschultrige, kräftige Mann dennoch ein gutes Bild für einen Kapitän ab, welches durch den weiten Mantel noch verstärkt wurde. "Du bist die neue Navigatorin. Bonn." Stellte er fest. "Komm mit."
Black Jack trat den Weg unter Deck an, während der Zustand unter der Mannschaft sich zu normalisieren begann und Alex noch versuchen konnte zu zählen, ob er häufiger angerempelt wurde, oder öfter Schulterklopfer bekam.

In der Kapitänskajüte konnte Boney neben ein paar Truhen und dem großen Tisch auch einen beeindruckenden Globus und einen kleinen Berg von Kartenmaterial bewundern. "Wir fahren westlich an Darabor vorbei. Die Insel müsste morgen Nachmittag in Reichweite kommen. Ich will allerdings, dass wir 40 bis 50 Seemeilen westwärts bleiben, wodurch wir das Land nicht sehen dürften. In dieser Region kreuzen zu viele militärische Schiffe, als dass wir zu nah in Küstennähe geraten sollten. Achte aber darauf, dass wir nicht zu nahe an On-Schun geraten. Was riskante Begegnungen angeht, erwartet uns dort nichts besseres in Küstennähe." Der Kapitän wies auf den großen Tisch, auf dem sich neben Karten auch Navigationsmaterial befand. "Der Platz gehört euch, Navigatorin." Mit den Worten betrat er einen, wohl kleineren Seitenraum, in dem womöglich sein Bett stand und ließ Bonny allein zurück.

Nachdem Bloodbeard sich Reed eher trocken vorgestellt hatte und ihn schließlich im Lagerraum alleine zurück ließ, konnte der Schiffjunge für sich feststellen, dass er Bauch des Schiffes noch reichlich platz für folgende Beute hielt. Nahrung lagerte hier und auch Fässer mit Rum und weiter vorne fand er schließlich auch die beschriebenen kleinen Fässchen mit Pulver. Es mussten fast Hundert sein, wie Baron abschätzte, jedoch waren sie nicht viel größer, als ein Schemel und einzeln auch recht leicht zu Transportieren, wobei man wohl auch mit viel gutem Willen nicht mehr als zwei vernünftig zu fassen bekommen hätte. Die Tour durchs Schiffsinnere gewährte dem frischen Piraten einen guten Eindruck, dass es doch insgesamt ein wenig beengt für die gesamte Mannschaft unter Deck werden konnte. Platz war offensichtlich Rar und galt gut verwaltet zu werden, so wie die zahlreichen Hängematten im Mannschaftsdeck. Als er das erste Pulverfass auf dem Kanonendeck abstellte, fiel ihm die vergitterte und abgedeckte Öffnung in Boden und Decke auf, über welche man wohl schwere Lasten aus dem Lagerraum befördern konnte und was vielleicht für die Beute, oder Kanonen gedacht sein musste. Die Aufhängung dazu musste es wohl oben an Deck geben und zweifellos benötigte es mehrere starke Arme das ganze zu bedienen.

Nachdem es erst recht ruhig gewesen war. Konnte man plötzlich das Grölen der Mannschaft und vereinzelte überflüssig verschossene Pistolenschüsse hören, wie es sowohl auf das Kanonendeck, als auch durchs Fensterchen der Kombüse drang. Für Happen Stand fest, dass sich wohl einer der neuen etwas geleistet haben musste, was zur allgemeinen Belustigung gereicht hatte, doch hier unten hatten sie den Spaß wohl gerade verpasst.

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von MaRideSa am Di Okt 10 2017, 16:48

Alex klaubte sein Entermesser vom Deck auf und steckte es zurück in seinen Gürtel wobei er dem Einäugigen nachblickte. Der klopfte seinem Kontrahenten gerade kameradschaftlich auf die Schulter, wobei beide mit zusammengekniffenen Augen herüberschauten.
Da hatte er sich wohl schon zwei Feinde gemacht.
Er zuckte mit den Schultern und beschloss, sich davon nicht die Laune verderben zu lassen. Während er mit der Pütz Wasser aufholte musste er grinsen.
Immerhin bin ich jetzt Teil der Mannschaft anstatt Haifischfutter und das ganz ohne Rendevous mit der Neunschwänzigen!
Er begann mit seiner Aufgabe am Bug und arbeitete sich weiter zum Heck.
Was soll ich hier bloß schrubben? Das Deck sieht aus wie geleckt!
Auch wenn es ihm wie Zeitverschwendung vorkam, verrichtete er seine Aufgabe gewissenhaft, wähnte er doch prüfende Blicke der Offiziere auf sich. Außerdem gab es ihm die Möglichkeit, sich die Besatzung näher anzusehen. Ein buntgemischter Haufen aus dem einzelne Gestalten hervorstachen.
Da war der Steuermann, ein schwarzer Hüne dessen Gesicht von seiner Kapuze verdeckt wurde und mit dem Alex sich lieber nicht anlegen wollte. Dann hatte er noch einen komischen Kerl mit Blechmaske gesehen, der ihm sehr suspekt war. Wozu setzte sich jemand bei diesen Temperaturen freiwillig so einen Helm auf? Den erfreulichsten Anblick hatte bislang noch die von Blackwater angesprochene Navigatorin gemacht, wenn auch der Ausdruck auf ihrem Gesicht ihn an zerbrechendes Glas erinnerte. Als sie dem Kapitän in die Achterkajüte gefolgt war, war ihm wieder die Rothaarige in den Sinn gekommen – die Höhle des Löwen.
Kopfschüttelnd widmete er sich wieder dem Wischmob. Endlich hatte der die Treppe zum Achterdeck erreicht, da wurde der Wassereimer neben ihm umgetreten.
„Hey!“ fauchte er dem Tölpel hinterher, doch der warf ihm nur ein verächtliches Grinsen über die Schulter zu und verschwand unter Deck.
Mit wenigen Sätzen war Alex am Niedergang, die Hand schon am Griff des Entersäbels, als er sich zügelte. Er musste mehrmals tief durchatmen, ehe er sich beruhigt hatte.
Leise vor sich hinfluchend schappte er sich die Pütz um neues Wasser aufzuholen. Als er den Eimer mit Schwung über die Bordwand wuchtete schwappte der Inhalt über und traf einen bärbeißigen Kerl, dem Alex bislang geflissentlich aus dem Weg gegangen war. Der Hüne, dessen bläuliche Tätowierungen vom Schädel bis zu den Ellenbogen reichten, blickte ihn unheilvoll an.
Verdammt!

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Jad am Di Okt 10 2017, 18:10

Morcant hatte sich bei dem tosenden Spektakel zurückgehalten. Als Bloodbeard den Ruf nach einer Ratte an Bord über das Schiff hallen lief. Hatte der Maat schon seine Streitaxt in der Hand - die große, die deutlich mehr zerstörte als die beiden kleinen an seinem Gürtel.. aber kurz darauf vernahm er die Stimme von Black Jack und kühlte fast augenblicklich ab. Wenn der Käpt'n selbst sich mit dem blinden Passagier befasste, konnte sich Grimm Gewahr sein, dass er nicht mit Samthandschuhen angefasst würde. Die Entscheidung zum Wettkampf ins Krähennest mit Messerjocke fand auch seine Zustimmung und er lehnte sich zurück an die Reling um das Spektakel zu beobachten. Dieser Neue hatte wirklich Schneid, das musste man ihm lassen, aber er schien auch ein ziemliches Großmaul zu sein. Das würde ihm Grimm schon austreiben.

Wieder zurück bekam er gleich die Arbeit das Deck zu schrubben aufgebrummt. Das die Aufgabe bei dem sauberen Planken pure Schikane war, wunderte Grimm nicht. Er hätte es wohl ähnlich verordnet. Trotzdem würde es nicht ausbleiben, direkt bei dem 'Neuen' unter den Neuen vorstellig zu werden. Besser früher als später, dann herrschen gleich klare Verhältnisse. So zog er einmal hart den Schleim von seiner Nase in die Kehle, spuckte aus.. natürlich auf das Deck, und stapfte zu ihm herüber. Der Neuzugang schien ihn gar nicht wahr zu nehmen, so sehr war er damit beschäftigt neues Wasser an Deck zu hieven. So passierte, was passieren musste. Der Trottel übergoss ihn ordentlich mit Wasser. Donnerstimme war nicht gerade für seine ruhige Ader bekannt und zwei Matrosen in der Nähe, die den Zwischenfall zufällig beobachtet, sprangen fast die Augen heraus soweit traten sie aus den Höhlen hervor. Sie beeilten sich Land zu gewinnen. Gleich würde hier das Donnerwetter losbrechen und das letzte was sie wollten war dem 2. Maat dabei leidvoll im Weg zu stehen.

Grimm bleckte die Zähne, grunzte in einem langen dunklen Laut und lief regelrecht rot an vor Wut. Überall an Kopf und Armen traten Adern hervor. Er ballte die Pranken so sehr zu Fäusten, dass es bedrohlich knackte. Schließlich war sein Blut so sehr in Wallung, dass er sich nur mit arger Mühe zurückhalten vermochte. "Ersten...", sprach er mit zusammengebissenen Zähnen. "..ist es dein Glück, dass Bloodbeard dich gefunden hat und nicht ich, sonst hättest du heute in einer Hängematte aus deiner Haut geschlafen!" Er konzentrierte sich nicht auszurasten, aber es war zunehmend schwerer. "Zweitens, solltest du wissen, dass ich neben dem Hund da drüben", er zeigte über seine Schulter auf Ramirez ohne sich zu ihm umzudrehen. Er machte sich so steif, dass dieses Vorhaben auch schwierig wäre, "zu den Offizieren gehöre, 'Maat' genannt, wenn du eine Landratte sein solltest, und drittens, solltest du das nochmal machen, werde ich deine armseligen Gedärme in diesen Eimer stopfen, an der Leine über Bord werfen und mit dieser Schönheit hier", er zog in einer arg raschen Bewegung die Streitaxt von seinem Rücken und lies sie mit einer Klinge haarscharf vor Alex Füßen zu Boden gehen, "das Seil kappen!" Er fixierte Alex mit durchdringendem Blick. "Und wage es dir nicht darauf einen blöden Spruch aus der Kinnlade fallen zu lassen, sonst werde ich dir zeigen, warum ich den Namen 'Donnerstimme' bekommen habe!"
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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Morth am Di Okt 10 2017, 20:15

Neugierig Beobachtete Amit das Schauspiel und war in dem Moment als Alex an ihm vorbei Rauschte versucht ihm am kragen zu packen nur um sein Verblüfftes Gesicht zu sehen, doch entschied er sich dagegen da er ja selbst neu auf dem Schiff war und er eigentlich auch keinen Grund hatte mit der Ratte die sich auf die Sea Scorpion verirrt hatte Streit an zu fangen oder ihn sonst wie zu bedrohen, so ließ er es bleiben und Applaudierte stattdessen verhalten als er Siegreich nach diesem Wettrennen wieder hinabkletterte, Amit selbst blieb Noch oben da er keinen Befehl hatte etwas anderes zu tun so blieb er in der Takelage in Bereitschaft ehe sein Blick wieder den Von Schmitti traf und er ihn mit hochgezogener Braue ansah. „Seh ich so gut aus oder warum Starrst du so Kleiner Mann!“ Schnaubte er in einem Tonfall der nicht klar erkennen ließ ob dies nun Bedrohlich oder scherzhaft gemeint war.

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von MaRideSa am Di Okt 10 2017, 20:17

Wo ist der denn jetzt hergekommen?
Zwei Matrosen ergriffen die Flucht und  Alex schwante, dass er nicht unberechtigt einen Bogen um den Kerl gemacht hatte. Ein flüchtiger Blick nach links und rechts verriet ihm, dass er es heute schon zum zweiten Mal geschafft hatte, Mittelpunkt des allgemeinen Interesses zu werden.
Jetzt sank seine Laune doch auf den Nullpunkt!
Der Kerl hier sah aus, als würde er ihn am liebsten in Stücke reissen um anschließend die Haie damit zu füttern.  
Als Grimm sich vor ihm aufbaute verlagerte Alex kaum merklich das Gewicht. Sprungbereit, die Hände in der Nähe seiner Wurfdolche hörte er sich das Donnerwetter an. Als er merkte, dass es wohl bei einer lautstarken mündlichen Verwarnung bleiben würde entspannte er sich wieder etwas.
Warum regt der sich so auf? Der braucht noch mehr Abkühlung! Der wird ja bald heiser vom Schreien!
Alex war schlau genug, das für sich zu behalten. Stattdessen machte er einen langen Hals und schaute an dem Hünen vorbei. „Du meinst den Kerl in schwarz mit Spitzbart? Der heißt wirklich Hund?“ Verständnislos schaute er wieder Donnerstimme an.
Warum nennt sich jemand selbst Hund? Captain Lassard hat das immer als Beschimpfung gebraucht.
Er schüttelte den Kopf. „Warum du Donnerstimme genannt wirst ist mir schon klar. Das mit dem Wasser tut mir leid, ich war wohl in Gedanken! Kann ich dann jetzt weitermachen? Das saubere Achterdeck muss auch noch geschrubbt werden.“
Mit der besten Unschuldsmiene die er aufbringen konnte schaute er den Maat vor sich erwartungsvoll an.

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Jad am Do Okt 12 2017, 07:54

Grimm schnaubte ihn verächtlich an. Dieser Kerl war ihm suspekt und er würde keinen Hehl daraus machen. "Wenn du zur Mannschaft gehören willst mach dich mit Taten nützlich und nicht durch dein großes Maul!" Er rotzte voller Wonne auf das Deck neben Alex. "Wenn du Interesse daran hast hier länger zu überleben, solltest du dir den Respekt der Mannschaft verdienen und ganz besonders den von Käpt'n Blackwater, Ramirez und mir." Er sah wie sich Reed mit den Fässern abmühte. "Wenn du mit dem Deck fertig bist, komm zu mir. Deine nächste Aufgabe wartet schon." Grimm schaute die Takelage hinauf. "Ich schaue derweil mal nach den anderen Prinzessinnen an Bord." Damit war er schon auf der Reling und schwang sich die Seile hinauf Richtung Amit.
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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von MaRideSa am Do Okt 12 2017, 18:22

Grummelnd warf Alex die Pütz wieder über Bord und holte sich neues Wasser herauf, wobei er darauf achtete, nicht wieder jemanden zu treffen, als er den Eimer übers Freibord hievte.
Schleicht sich von hinten an und kriegt ´nen Anfall, wenn er nass wird.
Mit Wassereimer und Wischmob stieg er die Treppe zum Achterdeck hoch und machte er sich an die letzte Etappe seiner Strafarbeit.
Der Steuermann, obgleich eine ebenso respekteinflößende Gestalt wie Donnerstimme, trat schweigend zur Seite und ließ ihn seine Aufgabe erledigen.
„Wohin geht die Reise eigentlich?“ wollte Alex wissen, nachdem er den Eimer über Bord geleert hatte und fertig war.
„Der Kapitän hat einen Kaperbrief erhalten und wir machen Jagd auf die Schiffe der Vereinigten Händler im Seegebiet der Königsinsel.“ Antwortete der Steuermann ehe er wieder in Schweigen versank.
„Danke.“ Alex verließ mit Eimer und Wischmob das Achterdeck, und meldete sich bei Ramirez für die nächste Aufgabe, da Donnerstimme noch oben in den Rahen beschäftigt war.

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Darnamur am Di Okt 17 2017, 13:22

Gusgan lauschte dem Mann interessiert, der wie er es erwartet hatte, nicht vorhatte ihm etwas anzutun. Bei den Worten des Kochs tippte er sich dann aber an den Schädel: "Also zuerst mal: Natürlich weiß ich, was Hohlkopf heißt- ich bin ja nicht gaga!"
Er sah sich nach seiner eigenen Rumflasche um. Aufgrund der ganzen Aufregung hatte er vergessen, wo er sie hinverlegt hatte, fand sie aber dann nach zwei, drei Sekunden des Durch-die-Gegend-Schielens und nahm sich einen ordentlichen Schluck. Der Alkohol entfaltete rasch seine Wirkung, Gusgan war nicht besonders trinkfest.
"Aber Fischkopf, nee. Also ich meine Hohlkopf heißt, dass ich doof bin, aber wassoll Fischkopf heißen?"
Gusgan griff sich einen saftig aussehenden grünen Apfel und ließ sich auf einem Vorratsfass nieder. "Aber deine Geschichte interessiert mich schon. Was sollen das für Wesen sein und warum sind die hinter dir her?"
Gespannt lehnte sich der etwas bizarr aussehende Mann zurück, biss in seinen Apfel hinein und begann herumzukauen.
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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Thorgrimm am So Okt 22 2017, 03:27

"Ja nee, ist klar..." sagte Happen langsam und wenig überzeugt. "Das kann jeder behaupten, nachdem man ihm erstmal erklären musste, was Hohlkopf bedeutet." Ob dieser Gusgan wirklich Gaga war oder nicht, würde sich noch zeigen. Bisher hatte er einen recht skurrilen Eindruck gemacht. Dazu kamen noch diese seltsame Verletzung im Gesicht und die Tatsache, dass er auf die Beleidigung gar nicht reagiert hatte. Vielleicht hatten den Mann die Worte auch einfach nicht gestört. Möglich war es.
Barnabas beobachtete seine Küchenhilfe ganz genau, als diese sich eine Rumflasche und daraufhin auch noch den frischen Proviant schnappte, ohne um Erlaubnis zu fragen oder auch nur ansatzweise darauf zu reagieren, dass Arbeit angesagt war. Dieser Gusgan war schon einer für sich. Fast wollte Happen dem Mann mal ordentlich zeigen, was es hieß, neu auf einem Piratenschiff zu sein und Befehle nicht zu befolgen aber er hatte nach den Fischmenschen gefragt, weshalb Happen dieses Thema erst einmal fallen ließ. Man musste schließlich Prioritäten setzen und die Fischmenschen standen immer ganz oben.
"Also..." auf so einen Moment wartete er ständig. Wo sollte er nur anfangen? "... diese Fischmenschen sind humanoide, die eigentlich unter Wasser leben. Vielleicht hast du schon mal von Atlantis gehört - da kommen einige von denen her. Sehen aus wie Menschen, nur das die Kiemen, Schwimmhäute und an manchen Stellen Schuppen haben. Deshalb hab ich dich vorhin abgesucht. Die Fischköpfe können sich gut verstecken. Sind nicht auf den ersten Blick zu erkennen." Er beugte sich etwas verschwörerisch vor. "Kann gut sein, dass der Käptn einer ist aber lass das den bloß nicht hören."
Happen trank noch einen Schluck Rum. So langsam war er richtig wach und wieder voll da. Er begann sich in Rage zu reden. "Und jetzt kommen wir zur wichtigen Frage: Warum sind die hinter mir her?" Er schlug mit der Rumflasche auf den Tisch - sein Körper vibrierte, oder eher schwabbelte, dadurch kurz auf und ab. "Weil ich deren Geheimnis weiß und keine Angst hab, die Menschen aufzuklären, darum!" Er trank den letzten Schluck Rum und warf die Flasche wütend hinter sich. Sie schlug gegen die Wand und zersplitterte. "Die haben schon mal versucht mich umzubringen." Happen hastete zu einem kleinen Schrank herüber, der im Nebenraum stand und holte ein Glas heraus. Darin schwamm - konserviert in einer leicht grünlichen Flüssigkeit - eine Hand. Seine Hand. "Die haben die mir abgenommen. Und mein Auge. Ich wollte mich nur vergnügen. Einen trinken, du weißt schon. Und dann BÄMM!" Er schlug mit seiner Gabelhand in das nächste Möbelstück. So stark, dass er Probleme hatte, die Hand wieder daraus zu befreien. "Hat mich einer von den Fischköpfen fast gekillt. Ich habs genau gesehen. Während er mit dem Säbel nach mir geschlagen hat: Kiemen am Hals. Schuppen an den Armen. Hab den Fischkopf gekillt und es mir zur Aufgabe gemacht, deren Handlungen aufzudecken. Das reicht alles viel tiefer als du denkst. Die wilden Völker von Kadresh? Schon lange von den Fischköpfen übernommen. Was glaubst du, warum die so aggressiv auf Außenstehende reagieren? Dauert nicht mehr lange, bis die mobil machen und die anderen Kontinente angreifen. Und das ist nur der Anfang..."

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Morth am Mo Okt 23 2017, 21:28

Als Amit Grimm aus sen augenwinkeln hinaufklettern sah schnaubte er Schmitti nochmal verächtlich entgegen und legte seine hand auf dem griff einer seiner Dolche im gürtel ehe er seine beine so in den Taurn verhakte das er die hände freihatte ohne gefahr zu laufen beim nächsten größeren schwanken des schiffes aus den wandten zu fallen, die eine hand beließ er am dolch die andere tippte er zu einer Geste die fast an einen Salut erinnerte an die mitte seiner stirn ehe er seinen Turban wieder Enger um sein Gesicht zurrte. „Befehle Sir?“  rief er in seiner tiefen warmen stimme dem offizier fragend entgegen werend er den immernoch pochenden schmerz in seinen Schläfen zu ignorieren versuchte und stumm betete das Grimm nicht wieder mit seiner Donnerstimme ausholte.

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Jad am Do Okt 26 2017, 10:41

Die Präsenz des schwarzen Hünen nahm sofort Grimms ganze Aufmerksamkeit ein. Es gefiel dem Maat wie er sich trotz seiner Größe gut in der Takelage hielt. "Du hast dich beim Einschiffen als Kanonier vorgestellt, nun kannst du deine Worte im Umgang mit dem Pulver und Kugeln beweisen. Die Kanonen müssen tiptop in Ordnung sein, wenn wir reiche Beute machen wollen. Vorbereitung ist der halbe Sieg. Daher runter mit dir Matrose an Deck! Es gibst Pulverfässer zu stapeln und Kanonen zu inspizieren. Reed ist schon dabei, aber das halbe Hemd kann ein starkes Kreuz als Unterstützung gebrauchen. Ich werde bei der Gelegenheit mit anpacken und unseren Schönling inspizieren. Wenn das erledigt ist werden wir beide uns die Kanonen ansehen. Mal schauen was du kannst!" Damit hatte der Mann seine Befehle. Schmitti war ebenfalls versorgt. "Weitermachen!", hieß es nur, bevor sich Donnerstimme ebenfalls an den Abstieg machte.
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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Fade am Di Nov 14 2017, 10:39

Schmitti entgegnete Amits Worten mit zusammengekniffenen Lippen nur einen Moment lang, ehe er den Blick abwendete um beschäftigt zu tun. Aufheulender Westwind machte für die Männer am Mast weitere Diskussionen auf die Entfernung ohnehin schwierig. Es war für Seeleute mit Erfahrung, wie Amit sie besaß, außer Frage, dass sie sich bald auf schwereren Seegang einstellen mussten, auch wenn noch keine Wolken am Himmel schienen.

Als Alex versehentlich Morcant taufte, ging fast so etwas wie ein Schock über die Piraten an Deck. Der Hund verkniff sich ein flüchtiges Lächeln. Er hatte Alex gut im Auge behalten. Das der Kapitän den Mann am Leben gelassen hatte, obwohl es offensichtlich schien, dass dieser sich nicht zufällig auf das Schiff geschlichen hatte, konnte bedeuten, dass die Blutfüchsin ihm den Kopf inzwischen bereits zu einem gefährlichen Grad verdreht hatte. Vielleicht wollte er auch nur mit dem Neuzugang spielen, oder die Aufmerksamkeit der Mannschaft auf die Probe stellen. Tatsächlich würden Hund und Donnerstimme den Neuling gut im Auge behalten und auch viele der älteren Crewmitglieder würden es ihm schwer machen, noch einen unbeobachteten Moment auf dem Schiff zu erleben. Dass Donnerstimme ihm nun gleich den Gar ausmachen würde, glaubte Ramirez nun wieder nicht, auch wenn es im ersten Augenblick vielleicht danach aussah. Das Wort des Kapitäns war noch immer Gesetz, aber der Neue würde in nächster Zeit nicht mehr viel zu lachen haben. Mit Donnerstimme legte sich niemand an Bord an, nicht einmal die, die es gekonnt hätten.

Das Treiben am Schiff hatte dabei wieder seinen gewohnten Gang angenommen und inzwischen wurde es auch rasch ruhiger an Deck, da alles im Griff schien. Der Wellengang war verhältnismäßig ruhig und der Wind stand günstig, dass die Sea Scorpion in einem Tempo voran schoss, welches man einem Schiff dieser Bauform kaum zugetraut hätte. Tatsächlich schien das Schiff ein paar Geheimnisse zu bergen, die man im Groß wohl K12 zu verdanken hatte, ohne dass er sich hierbei in die Karten sehen ließ. Auch seine Tochter bewahrte das Wissen um die mechanischen Spielereien für die Familie und war in diesem Punkt sehr wenig gesprächig.

Bluter war es, der nach einer Weile plötzlich die Augen zusammenzog und sich so weit aus dem Ausguck lehnte dass Beobachter, insbesondere jene, die Bluter gut kannten, sorge entwickeln konnten, er würde sogleich vom Mast fallen. Man sah wie er das Fernrohr zückte und in nordwestliche Richtung spähte. Es verging wieder einige Zeit, in der man mit bloßem Auge und auf Deck wohl nicht das geringste hätte wahrnehmen können, ehe die Lauten Rufe vom Ausguck schalten. „Seichte Klippen Steuerbord voraus. Land in Sicht!“
Die Ansage des Mannes im Ausguck ließ die Mannschaft aufhorchen und sogar Tallmann neigte sein Haupt erstaunt zur Seite. Noch immer war nichts verdächtiges zu erkennen, doch Land oder Untiefen waren in diesen Gewässern bisher nicht verzeichnet und man konnte sehen, wie der Hund sich auf den Weg zur Kapitänskombüse begab.

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Darnamur am Di Nov 14 2017, 13:07

Die langsam einsetzende Wirkung des Alkohols, der sich rauschend den Weg in seinen Blutkreislauf bahnte, tat sein Übriges um Gusgans Fantasie zu beflügeln, während er den Worten des beleibten Koches lauschte. Vor seinem meerblauen Auge bildeten sich die Silhouetten gekrümmter Gestalten, die sich wie Amphibien ihren Weg an Land suchten. Schwimmhäute schimmerten zwischen ihren Fingern, die sich in feuchten Schlamm gruben und ihre Augen hatten riesige, kreisrunde Pupillen. Die Wesen begannen sich zu verändern, begannen Kleidung anzulegen...Gusgan nickte vor sich hin, während er Happens Geschichte zuhörte.
Dann hämmerte die Rumflasche des Kochs auf den Tisch. Gusgan schreckte irritiert auf und sah, wie die stählerne Gabelhand in die Rückenlehne eines Stuhl gerammt wurde. Wutentbrannt polterte Happens Stimme weiter, bis schließlich Stille einkehrte. Erneut musste Gusgan auf den Arm blicken, den man dem Koch abgeschlagen hatte.
"Du willst Rache", stellte er schließlich völlig überflüssig fest. "Denkst...denkst du denn das..."
Seine Stimme senkte sich ein wenig: "...das hier an Bord sich welche eingeschlichen haben? Gusgan...könnte dir vielleicht helfen. Ihn wird niemand verdächtigen, wenn er sich umsieht..."
Er wollte weiterreden, als plötzlich von oben am Deck ein lauter Ruf erklang. Er meinte irgendetwas von Land gehört zu haben.
Irritiert kreuzte sich sein Blick mit dem des Kochs: "Sollten wir jetzt schon ankommen...?"
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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Morth am Mi Nov 22 2017, 16:39

Amit nickte nur knapp da seine Antwort bei dem Wind wohl ohnehin unterging und machte sich sofort wieder daran die Takelage herunter zu klettern, auf dem Rückweg wirkte er dabei nicht mal annähernd so geschickt und schnell wie beim aufstieg, da er nicht genau sehen konnte wo er sich hin bewegte machte sein Gewicht ihm deutlich mehr Probleme, so war er zwangsläufig langsamer als beim aufstieg da er nicht beweisen wollte das sein zusätzliches Gewicht den abstieg sogar beschleunigen konnte, was mit einem lauten klatschen aufs deck geendet hatte, so kletterte der dunkle Hüne langsamer hinab. Mittlerweile hatte Amit wohl auch seinen Kater wieder im griff und lief nicht mehr mit zusammengekniffenen Augen umher, dafür zog er bei dem Aufkommenden Wind seinen Mantel fester um seine Schultern als er zu frösteln begann, offensichtlich war Amit wärmeres Klima gewohnt.
Schließlich bewegte er sich mit festen, fast schon militärisch anmutenden Schritten über das Deck auf der suche nach Reed um ihn mit den Pulverfässern und Kanonen zu helfen. Sobald er ihn erspähte hob er winkend die Hand und rief.
Hey Prinzchen, Grimm meinte ich soll dir zur Hand gehen!“ Dabei grinste er ihn schief an.

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Hikari am So Nov 26 2017, 18:58

Fast wie ein Welpe folgte die Navigatorin ihrem Kapitän bis in die heiligen Hallen des Schiffes. Nur kurz verzog sie den Mund zu einer Grimasse angesichts ihrer durchkreuzten Pläne. Das erkunden der Schiffsinnereien und die Suche nach dem Kupferhelm würden wohl noch warten müssen. Kurz überlegte die schwarzhaarige Frau, ob sie ihren Kapitän noch dem mysteriösen Helmträger fragen sollte, erinnerte sich dann aber zu lebhaft an die geschrienen Worte von Donnerstimme. Ein trockenes Lachen verließ ob dieses Gedanken ihre Kehle. Der Hüne von einem Mann war der Letzte zu dem sie mit ihren Wehwehchen oder Fragen rennen würde. Die Edeldame war fast froh, dass der aufkommende Wind ihr Lachen auf dem Weg in die Kapitänskajüte mit sich riss. Andernfalls hätte sie nicht gänzlich gewusst wie sie sich erklären sollte… doch erschien der Kapitän nicht wie ein Mann, der überhaupt solch nebensächliche Sachen zu erkunden schien. Dazu erschien er der jungen Scarlett zu fokussiert auf seine Arbeit. Spätestens bei den doch recht deutlichen und knappen Anweisungen wurde ihr dieser Eindruck bestätigt und die Navigatorin kam nicht umhin dem Mann einige Momente lang hinterher zu starren, als dieser in einem Nebenraum verschwand. Dann glitt ihr Blick durch den Raum, welchen sie frei zu erkunden war. Jedenfalls in der Theorie. Sie wollte es sich mit ihrem Kapitän nicht verscherzen und die Stiefel welche die Frau trug eigneten sich nicht gerade zum herumschleichen und spionieren. Besonders nicht wenn der Boss neben an war. So beschränkte sie sich auf eine kurze Runde: Ihr Finger blätterten durch den Haufen Kartenmaterial, wie durch ihr abgegriffenes Lieblingsbuch, dessen lederne Einband schon lange verblasst war und dessen Bindung sich langsam aufzulösen begann. Ganze drei Mal wiederholte sie diese Prozedur und wandte sich dann ihrem Arbeitsplatz und den bereitliegenden Materialien zu. Den Globus, welcher sie zu sehr an ihre Vergangenheit erinnerte, bedachte sie mit keinem Blick. Stattdessen fokussierte sie sich eisern auf ihre Arbeit.

„Seichte Klippen Steuerbord voraus. Land in Sicht!“ Als der Ruf ihre Ohren erreichte erstarrte die Navigatorin an ihrem Arbeitstisch. Das Blut in ihren Adern schien fast zu gefrieren als ihre Augen ungläubig zwischen der Karte vor ihr und den Messinstrumenten hin und her wanderten. Nur ein oder zwei Mal hatte man die Frau in den letzten Stunden auf Deck gesehen, seit sie dem Kapitän gefolgt war oder eher ihre Schuhe gehört als sie gesehen. Beide mal mit einem Sextanten in der Hand um irgendwelchen Messungen nachzugehen von denen der Großteil der Crew vermutlich nicht mal wusste wozu sie von Nutzen waren. Beide Male war sie zufrieden zu zurückgekehrt und hatte sich wieder in die Berechnung der besten Route gestürzt.
Als der Ruf nun also zu ihr hinabhallte, starrte sie auf die Karte vor sich und das kleine Stück Papier auf welches sie in hastiger aber gleichermaßen sauberer Schrift die Ergebnisse ihrer Messungen notiert hatte. Als hätte sie die bis dato errechnete Route nicht schon oft genug in ihrem Kopf wieder und wieder mit der Karte, dem Kompass und den Messungen des Sextanten abgeglichen! Trotzdem tat sie es ein weiteres Mal, als Zweifel in ihr zu wachsen begannen. Es war nicht möglich, dass sie sich um so viele Meilen verrechnet hatte! Sicherlich war sie besser, wenn sie des Nachts arbeiten konnte, aber sich so sehr in der Planung der Route vertun? Doch war es auch ihr erstes Mal, dass sie ein echtes Schiff navigierte. Wenn sie einen Fehler gemacht hatte? Hatte sie die Geschwindigkeit des Schiffes falsch kalkuliert? Waren sie weitergekommen als sie es gedacht hatte? Ihre Hände griffen sich Sextant und Kompass, um ein weiteres Mal an Deck zu gehen. Sie wollte nicht glauben, dass das ihre Schuld war!
Schweigend, aber in deutlicher Eile riss die junge Frau die Tür zum Deck auf nur um mit dem Gesicht zuerst in den Hund zu rennen. Erst unsicher warum alles so plötzlich schwarz, realisierte die Dame zu spät, dass sie in ihrer Eile in ein anderes Crewmitglied gerannt war. Zügig trat sie einen Schritt zurück und beiseite, beachtete die ihr fremde Person aber kaum. Nur kurz murmelte sie eine Entschuldigung, während ihre Augen etwas zu suchen schien, war ihr doch bei dem Zusammenstoß der Sextant abhandengekommen. Man wird mich kielholen, wenn ich das Teil nicht wieder finde!


Zuletzt von Hikari am Do Dez 21 2017, 13:23 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Thorgrimm am Do Nov 30 2017, 15:45

Da sich Happen ziemlich in Rage geredet und dabei vor Wut seine, zum Glück leere, Rumflasche zerdeppert hatte, musste er sich jetzt erst einmal etwas abregen und Luft holen. So viel Anstrengung auf einmal, war für den fetten Koch doch etwas viel. Eigentlich wollte er weiterreden, denn er hatte noch so vieles, was er Gusgan erzählen wollte aber er ließ dem Neuankömmling zumindest etwas Zeit, diese Augen öffnenden Informationen zu verarbeiten. Schließlich waren das Dinge, die sein Weltbild ändern konnten und auch auf lange Dauer sollten. Denn Happen brauchte Verbündete gegen die Fischköpfe.
Als Gusgan ihn schließlich auf Rache ansprach, zuckte der Smutje nur mit den Schultern. Klar wollte er das. Der Fischkopf, der ihm seine Hand und das Auge genommen hatte, war zwar tot aber das reichte ihm nicht. Da draußen waren noch hunderte, ach was, tausende von den Viechern. Nur einen davon zu töten war lange nicht genug. Doch viel mehr als Rache üben, wollte er Leute finden, die ihm halfen. Es ging hier schließlich nicht nur um ihn. Es ging um viel mehr. Vielleicht sogar das Ende der Welt, wie sie alle sie kannten und lieben gelernt hatten. Nein, das hier war viel zu wichtig, als das es nur um Rache gehen konnte.
Dann hörte Happen aber etwas, dass ihn sehr erfreute und zum Lachen brachte. Hilfe von Gusgan. Ihn würde niemand verdächtigen. "Ja, sie dich um!" bat er schließlich. "Aber sei vorsichtig. Du bist neu und auch wenn es nichts Verdächtiges ist, wenn du dich umsiehst, wird man trotzdem ein Auge auf dich haben. Und ganz wichtig: Kein..."
Genauso irritiert wie Gusgan, sah nun auch der fette Smutje nach oben, als könne er durch die Holzlatten des Schiffs sehen. Land? Jetzt schon? Sie waren doch noch nicht lange unterwegs, wie war das möglich? "Kann ich mir nicht vorstellen." antwortete er dem hässlichen Mann vor sich. "Aber vielleicht sollten wir doch an Deck gehen und uns das ansehen." Er hob sich langsam vom Sitzmöbel und machte sich schwankend auf den Weg. Bevor er aus seinem Herrschaftsbereich heraustrat, griff er noch einmal Gusgan an der Schulter und sah ihn eindringlich an. "Ganz wichtig: Kein Wort über das, was wir gerade gesprochen haben. Wir müssen uns unsere Verbündeten gut aussuchen. Sollte ich dich dabei erwischen, wie du mich verrätst oder du mit den Fischköpfen doch unter einer Decke steckst..." Er sprach die Drohung nicht aus. Gusgan sollte langsam verstanden haben, wie wichtig es Happen war und das er nicht zögern würde.

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von MaRideSa am Mi Dez 20 2017, 22:29

Alex
Der Ruf aus dem Krähennest verwunderte mich schon. "Wieso Land, da kann kein Land sein!" Alex schüttelte den Kopf. "Wohl nen Sonnestich gekriegt da oben!" Endlich schien der erste Zeit zu haben. Na das war ja der Wahnsinn. Dieser Ramirez verschwendete nicht mal Worte an ihn, sondern bedeutete ihm nur, ihm zu folgen. Eilig stellte Alex das Wischzeug an die Seite und lief dem ersten hinterher. Als sie an der Achterkajüte ankamen flog die Tür auf, und die Lady von vorhin rannte in den Hund hinein. Der Sextant flog ihr aus der Hand und ich fing ihn auf, ehe er auf dem Deck landen und sich verziehen konnte.
Kaum hatte sie sich wieder gefangen, glitt ihr Blick suchend übers Deck. "Suchst du den hier?", fragte Alex sie und hielt ihr das Instrument hin. "Verunsichert von der Meldung über Land?" Seinem Tonfall war deutlich anzuhören, dass er testen wollte, wie sicher sie sich ihrer Messungen war. Ein leises Lächeln umspielte seine Mundwinkel, und er zog kurz die Augenbrauen hoch, ehe er Ramirez weiter folgte.

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Re: Kapitel 1: Kaperbrief

Beitrag von Hikari am Do Dez 21 2017, 13:23

Nur kurz erhascht ihr Blick die Ratte, welche sich an Bord geschlichen hatte, ehe er weiter den Boden absucht. Die Augenbrauen dabei leicht zusammengezogen so, dass eine Furche oberhalb der Nasenwurzel entstand. Sie hatte es nicht fallen gehört. Empfindliches Messinstrument oder nicht… wenn es so Boden ging sollte man es hören. Oder? Sie war gerade dabei den eher störenden Besuch zu umrunden, als sie die Stimme des besagten Ungeziefers hörte und den Blick bis zu seinen Händen hob. Das vermeintlich verlorene Instrument ruhte in seinen Händen und sie öffnete gerade dem Mund um ihm zu danken als er sprach. Die Furche zwischen ihren Brauen, kurz verschwunden als sie den Sextanten erblickt hatte, war wieder da. Deutlicher als vorher bildete sie eine harte Linie zwischen den Brauen und ihre Augen funkelten ihn wütend an. Nur kurz geht ihr Blick zum Hund. Wie kann er es wagen mich vorm 1. Maat bloßstellen zu wollen… dieser Wurm!
Fast schon bissig klingen die Worte, welche ihre Kehle tatsächlich verließen, mehr weil der Hund daneben stand als aus tatsächlicher Abscheu gegenüber des Blindenpassagiers. Vielleicht war es unklug sich ausgerechnet mit ihm anzufreunden – es jedenfalls zu versuchen – doch zumindest zu Dank war sie ihm verpflichtet. So waren ihre ersten Worte harsch, beleidigend und trieften von etwas das nach Abscheu klang. „Ich bin mir verdammt sicher, Ratte!“ Ein Lüge… aber sie machte es durch einen strengen Blick und festen Stand wett. Die noch freie Hand ruhte drohend über dem Messer an ihrem Gürtel.
Als sie sich aber den Sextanten aus der Hand des Mannes schnappte und sich auf ihrem Weg zu Tallmann näher an ihm vorbeischob als nötig, flüsterte sie ein leises deutlich sanfter klingendes „Danke“ in der Hoffnung, der Hund möge es nicht vernehmen.

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