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Prolog: Vermisst in Boston

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Kitty am Fr Apr 14 2017, 11:02

Die Katze fängt den Kronkorken-Zwergen-Kopf wieder auf und zuckt mit den Schultern. "Jedenfalls eine verdammt lange Zeit." Sie studiert die Gesichtszüge von Remo. Diese kalten toten Cyberaugen verraten nichts darüber, ob der Rigger ihr Verschwinden sehr übel nahm, aber dieser ernste Gesichtsausdruck gefällt Kitty nicht und so bereitet sie sich auf einen bissiges Kommentar vor. Es ist natürlich sein gutes Recht, sie wäre auch angepisst gewesen.

Kitty ist erleichtert als der Zwerg grinste, sie wird ihm bei Gelegenheit wohl ein Teil des Geschehenen erzählen, das ist sie ihm schuldig. "So etwas in der Art." Antwortete sie ebenfalls in Deutsch. "Nur das die Drecks-Milch schon so richtig sauer war und noch immer nicht abgekratzt ist. Vom Geruch wollen wir gar nicht erst sprechen."

Dann wendet sie sich Sachiko zu und neigt grüßend den Kopf. Viel hatte sie noch nicht mit den Landsleuten aus dem Land der aufgehenden Sonne zu tun. Sie wusste nur, dass zu viele Emotionen unangebracht sind und das noch so kleine Gesten genau beobachtet und beurteilt werden. Wahrscheinlich war Kitty sowie so schon bei der ersten Begutachtung dieser fein gezeichneten Mandelaugen durchgefallen. Da Kitty keinerlei offensichtliche Cyberware erkennen konnte, vermutet sie, dass es eine Magiebegabte sein musste.

"Das ist Lockdown, ebenfalls eine Meerscheinchen-Liebhaberin." Kitty sah sich plötzlich auffällig um. Irgendwie fühlte sie sich gerade beobachtet. Sie mustert die fremden Personen um die Gruppe herum und ihr Blick bleibt an dem Mann hängen, der ganz offensichtlich ihrem Gespräch zuhört. Die Katzenfrau verschränkt die Arme vor der Brust und fixiert den Menschen, der auf seinem Kommlink rum tippt und wartet ab ob er irgendwie darauf reagiert.


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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Thorgrimm am So Apr 16 2017, 02:38

Wirklich überrascht oder fasziniert ist Lockdown nicht von Kittys Katzenaugen, auch wenn sie ungewöhnlich und durchaus schön anzusehen sind. Wer so viel Arbeit und Geld in sein Outfit steckt, der wird auch in die Vollen gehen und nicht bei der Hälfte aufhören. Viel interessanter findet sie da doch die Cyberware im Auge. Trotzdem ist die Frau zwar körperlich fit aber nicht durchtrainiert oder anderweitig - zumindest nicht offensichtlich - verstärkt. Die Orkin vermutet in ihrem Gegenüber am ehesten eine magisch begabte Person. Das würde sich aber sicherlich früher oder später noch zeigen, wenn das Team vollzählig ist und sie alle sich mal unterhalten können. Gerade will Lockdown Kittys Kommentar kontern, da kommen zwei weitere Personen auf sie zu.
Ein seltsames Paar und auch wenn Lockdown kein japanisch versteht, ist durch den Tonfall und die Körpersprache recht deutlich, dass sich die Begleiterin des Zwergs nicht sonderlich über dieses Wiedersehen freut. Sowohl Zwerg, als auch Asiatin, sehen aus, als wären sie gerade irgendeinem schicken Modekatalog entsprungen. Geld haben die Beiden also ganz offensichtlich und sind sich nicht zu schade, das auch zu zeigen. Das macht sie in den Augen der Orkin, die im Ghetto aufgewachsen und täglich mit Hunger zu kämpfen hatte, wenn sie nicht irgendwo stehlen war, direkt unsympathisch. Was ihr aber noch saurer aufstößt, als die Schickimicki-Kleidung des Paars, ist die offensichtliche Respektlosigkeit, die der Zwerg und Kitty an den Tag legen.
Hat ihnen niemand beigebracht, dass es ziemlich dreist ist, sich in einer fremden Sprache zu unterhalten, die ein Teil der Gruppe nicht versteht? Schade nur, dass der Plan nicht aufgegangen ist, denn Lockdown besitzt einen Sprachchip, mit dem sie Deutsch verstehen und sprechen kann. Sie spuckt auf den Boden und verschränkt die Arme vor der Brust.
"Ich weiß, ihr Hübschen habt euch nach 17 Jahren bestimmt so einiges zu sagen aber verschiebt eure kleinen Milchgeschichten aufn andern mal, ja?" Sie spricht betont ruhig aber fließend Deutsch. "Macht keinen gutn Eindruck, direkt ne andere Sprache zu sprechn, in der Hoffnung, dass eine Person die nicht versteht." So gesehen ist das Thema keine große Sache aber Laura ist nun mal eine Orkin, die gerne mal etwas übertreibt und keine Gelegenheit auslässt, sich hervorzuheben. "Tja, das war wohln Griff in die Scheiße." Sie genießt diesen Moment, spricht aber danach wieder in Englisch weiter. "Kitty war ja schon so nett, mir die Worte ausm Mund zu kratzn und mich vorzustelln aber ich bin sicher, dass einer von euch mich auch so kennen muss. Obwohl... ihr seht mir nich so wie Urban-Brawl-Fans aus. Viel zu schnieke für son Sport. Könnt euch aba trotzdem glücklich schätzn, mit na Berühmtheit zusammenarbeiten zu können." Wer sich auch nur ansatzweise für Urban-Brawl interessiert, sollte sowohl die Blood Eagles, als auch Lockdown kennen. Das Team ist in den letzten Monaten immer weiter aufgestiegen und hat damit eine gewisse Berühmtheit erlangt. Laura liebt es, darauf hinzuweisen.

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Ceres am So Apr 16 2017, 10:01

Naja, das mit dem Lauschen hätte wohl funktioniert, wenn die Drei nicht alle urplötzlich angefangen hätten auf Deutsch vor sich hin zu labern. Innerlich seufzt er. Er hatte keine guten Erinnerungen an die ADL. Auch die Sprache hatte sich ihm damals nicht erschlossen. Er erkannte dieses barbarische Gegrolle recht zuverlässig als Deutsch, aber worüber die Damen und Herren jetzt redeten, das blieb ihm verschleiert.

Erst als die Orkin zurück ins Englische switchte, konnte John wieder folgen. Die Katze hieß tatsächlich Kitty. Irgendwie hatte bis zuletzt die Hoffnung bei Doe bestanden, dass das nur ein Scherz war oder zumindest ein sprechendes Klischee in seinem Kopf. Aber gut, dann hatte er die Mehrheit der Namen der Runner herausgehört. Kitty ist die Elfe, Lockdown ist die Orkin, Sachiko ist die angesäuert guckende Japanerin. Nur der Zwerg hatte sich nicht explizit vorgestellt, scheinbar weil Kitty ihn kannte. Lockdown auch? Nein, dann wäre die Vorstellungsrunde anders verlaufen, Lockdown wurde explizit erwähnt und das nicht nur für die Japanerin, dessen war sich Doe eigentlich recht sicher.

Als Lockdown etwas von Urban Brawl erzählt und sich selbst als Berühmtheit bezeichnet, wagt Doe einen Blick zu ihr. Tatsache. Sie war ihm vertraut vorgekommen, allerdings zeichnete er sich nicht als Urban Brawl Fan aus oder als großer Kenner. Eine seiner Stammbars ließ neben dem täglichen Geschäft stets die aktuellen Spiele laufen und so kam Doe in den Genuss bestimmte Ereignisse zwangsläufig mitzubekommen. Er hätte ihre Statistik nicht einmal mit viel Nachdenken herunter beten können. Es reicht allerdings, um ihre Aussage zu bestätigen: Sie hatte einmal Urban Brawl gespielt. Was macht so eine Person bei einem Run? Man sollte meinen, dass ihre Einkünfte auch so reichen. Na wunderbar... Der deutsche Zirkus soll zusammen los ziehen. Fehlt eigentlich nur, dass wir noch gesagt bekommen, dass auf Diskretion besonderer wert gelegt wird. Dann können Wonderkitty, Sportstar und Model-Pärchen sich eigentlich auch gleich mit neon-orangenen Schildern hier durch bewegen, während sie mit Pauken und Trompeten vor sich hin musizieren... Auf was hatte er sich da nur eingelassen? Dieser Haufen schien die denkbar ungünstigste Komposition an Auffälligen und egozentrischen Angebern darzustellen. Alleine das Ego von Lockdown...

Gerade als er sich überlegte, sich still und leise wieder zu verpieseln und T-Box mitzuteilen, dass er doch kein Interesse mehr hatte, drehte sich Kitty in seine Richtung um. Zuerst schien sie nur allgemein zu gucken, allerdings trafen sich ihr und Does Blick und dann starrte sie ihn  regelrecht an, die Arme verschränkt und wartend. Nichts mit klammheimlicher Abgang, die Katze hat Augen im Rücken. - Wohl eher nicht, aber ja, abhauen ist jetzt nicht mehr drin.

Also steckt John sein Kommlink in aller Ruhe zurück in die Arschtasche seiner schwarzen Jeans, vergräbt die Hände in den Vordertaschen und schlendert dann in Richtung der Vierergruppe dazu, kommt schließlich zwischen Remo und Lockdown zum Stehen. Es war der einzig freie Platz 'im Kreis' dieser Runde. Dort angekommen nickt er einmal der Zwergen-Japanerin-Front zu seiner rechten und einmal der Kitty-Lockdown-Front zu seiner linken zu, ehe er mit tiefer, rauer Bass-Stimme eine ihm typisch minimalistische, verbale Äußerung hinterher schiebt: "Hi, Doe. Kommt noch wer?"
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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Kitty am Di Apr 18 2017, 13:56

Die Straßenhexe wechselt ebenfalls wieder in den normalen Straßen-Slang, den wirklich jeder versteht, außer er ist so Matsch in der Birne, dass er sich am besten gleich mit irgend einer Droge ins wunderbare Himmelreich schießen sollte. "Keine Sorge, die kleine Privatparty, zu der die Berühmtheit nicht eingeladen war, ist schon beendet." Kitty mustert die Orkin kritisch von Kopf bis Fuß. In den paar Tagen in den sie in Boston ist, hat sie auf jeden Fall von dem Team gehört, von Lockdown speziell jedoch nicht. "Klar hört man von dem Team, top Leistung!" Kitty hebt versöhnlich den Daumen und grinst.

Kitty hat also doch wieder mal richtig gelegen. Für jemanden der so lange in den Schatten überlebt hat, wäre es extrem tödlich nicht mehr auf seine Umgebung zu achten. Die Elfe stemmte die Hände in die Hüfte und nickte dem gar nicht mal so unattraktiven Mann zu. "Du magst also auch Meerschweinchen. Ich vermute jetzt mal ganz frech, wir haben zwei fürs grobe und drei in irgendeiner Weise magisch oder anders begabte. Das klingt nach einer kompletten Gruppe. Jetzt müssen wir nur noch wissen wohin wir sollen." Sie sieht sich noch einmal prüfend um.

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POST in VERTRETUNG von ELODRIEL

Beitrag von Kitty am Di Apr 18 2017, 13:59

Es treten zwei weitere Personen an die Gruppe heran. Das eine ist eine Frau mit schwarzen Haaren, die von einigen blauen Strähnen durchzogen werden. Sie trägt ein dunkelgrünes Oberteil, das so wirkt, als sei es aus Seide. Die Ärmel sind weit ausladend, und der Stoff an der Unterseite reicht fast bis zum Boden, wenn sie diese hängen lässt. Wenn sie die Arme hebt, immer noch bis zu den Hüften. Dazu trägt sie einen schwarzen Wickelrock und Militärstiefel. Der Mann neben ihr ist unauffälliger gekleidet, eine graue Jacke mit vielen Taschen und Bluejeans. Seine dunkelblonden Haare sind an den Seiten abrasiert und dort hat er LED-Tattoos, die Vögel darstellen und sogar durch Veränderung der gerade leuchtenden Teile aussehen, als würden sie mit den Flügeln schlagen.

Die Frau nickt erst Remo und Kitty lächelnd zu, dann frech grinsend Sachiko, ehe sie sich an die anderen beiden wendet. "Guten Tag, ich bin Tinkerbox. Das hier ist Gigatron, er wird für die Matrixsicherheit zuständig sein." Sie deutet auf den Mann, der nichts sagt, sondern nur allen zu nickt.

Nach der Begrüßung von allen deutet die Schieberin auf eine Ecke des Busbahnhofs, wo gerade wenig los ist. Das ARO dort gibt an, dass der nächste Bus in etwa acht Stunden ankommen wird.

Sobald alle mit ihr an dieser Stelle stehen und Gigatron ihr ein Daumenhochzeichen gibt, breitet sie die Arme aus. "Schön, dass ihr alle kommen konntet. Der Johnson kann nicht selbst hier sein, deswegen mache ich das nun. Wie allen bereits mitgeteilt wurde, geht es um das Wiederfinden einer Person. Die Zielperson ist Student an der Harvarduniversity mit einem Stipendium von Knight Errant. Irgendwelche Psychologiesachen und Profiling. Er soll also später bei KE eingesetzt werden. Diese Person, Leon Hohenfeld, hat irgendwas an der Uni entdeckt und einem Detective von KE, mit dem er schon im Rahmen des Studiums zu tun hatte, Daniel McCarthy ist dessen Name, informiert, dass da eventuell ein Verbrechen stattfindet. Dieser Detective konnte aufgrund der vagen Verdachtsmomente keine offizielle Ermittlung einleiten, aber er hat euer Ziel eingespannt, um mehr herauszufinden. Im Rahmen dessen sit er dann verschwunden. Der Johnson will nun, dass ihr die Spur aufnehmt und Herrn Hohenfeld findet und zurück bringt."

Lockdown als NEMAstämmige kann mit dem Namen McCarthy etwas anfangen. Er gilt als einer der besten Ermittler in der Stadt und vor allem als einer, der seinen Job tatsächlich macht, weil er Verbrecher überführen will. Bestechlich soll er auch nicht sein. Deswegen wurde er auch vor kurzem auf einen politisch brisanten Fall angesetzt. Irgendwas mit einem der Anwärter auf den Bürgermeisterposten bei der letzten Wahl. Sollte John sich in letzter Zeit für die Politik der Stadt interessiert haben, so könnte er auch davon gehört haben.

Tinkerbox ruft ein ARO auf. "Das hier könnt ihr euch auf eure Links ziehen, da sind die Informationen drauf, welche letzten Informationen bezüglich der Pläne der Zielperson Detective McCarthy hat.“


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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Elodriel am Mi Apr 19 2017, 15:18

Die Schieberin hält inne und sieht in eine Richtung, aus der eine Frau auf die Gruppe zu kommt. Zumindest ist anzunehmen, dass es sich um eine Frau handelt, aufgrund der Statur. Das Gesicht ist eigenartig und recht shcnell fällt auch auf, warum. Es wirkt fast wie ein Katzenkopf. Die Ohren sitzen auch höher und wirken wie Katzenohren. Die Gestalt trägt eine knappe Weste,, die mit nur zwei Knöpfen verschlossen ist, so dass der Bauch frei ist und ein tiefer Ausschnitt entsteht. Viel bringt der aber auch nicht, da kaum Oberweite vorhanden ist, um dem Ausschnitt viel Geltung zu bringen. Was beim zweiten Hinsehen auffällt: Aus ihren Hotpants kommt ein Katzenschwanz hervor, der ein wenig hin und her zuckt.
Die Gestalt kommt auf ihren Highheels angestöckelt und hält direkt auf Kitty zu. Auf Englisch spricht sie die Straßenhexe an. "Hey Chica, ist ja schon mal ganz nice für den Anfang, aber wenn du es richtig durchziehen willst: Hier die Adresse von einem Bodyshop, der die Katzenformung wirklich sahne hinbekommt." Sie lässt ein ARO erscheinen, in dem eben genau so eine Adresse erscheint. Freundlich lächelnd sieht sie die Katzenhexe an. Jedenfalls ist anzunehmen, dass es ein freundliches Lächeln sein soll. Bei dieser Katzenmimik kann man sich nicht so ganz sicher sein.
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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Kitty am Do Apr 20 2017, 16:29

„Heeyyy!“ Grüßt Kitty sehr gedehnt, als ob die beiden sich kennen würden, zurück. Mit einer zu sich ziehenden, aber auch weiterführenden Bewegung nimmt die Kitty die aufdringliche Person am Arm und führt sie von der Gruppe weg. Dann zieht sie breit lächelnd die Brille ab und askennt die Katzenfrau. Eindeutig nicht magisch. „Du bist aber wirklich sweet! Danke für den Tipp.“ Zwinkert sie kess. Dem ARO schenkt sie nur einen kurzen Blick und mit einer schwungvollen dominanten Bewegung zwingt Kitty die Frau zum weiter gehen, um ihr dabei einen kleinen koketten Klapps auf den schwingenden Po zu geben. Das Kätzchen kichert und wirft eine Kusshand zum Abschied. Dann verschwindet sie zum Glück um die nächste Ecke.

Kitty kehrt zur Gruppe zurück. Um zu verdeutlichen, dass sie selbst nicht weiß wer das war, hebt sie fragend die Arme und verdreht theatralisch grinsend die Augen. „Boston ist einfach so schön verrückt. Man muss es einfach liebhaben.“ Dann wird setzt sie ihre Sonnenbrille wieder auf und das Grinsen verschwindet aus ihrem Gesicht. „Schön dich mal wieder zu sehen Tinkerbox. Nun zurück zum Geschäft.“

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Adrian Kane am Fr Apr 21 2017, 17:33

Die Japanerin massiert sich langsam mit dem linken Zeigefinger die Schlaefe, waehrend Lockdown redet. Auch wenn sie die Metaphobie vieler ihrer Landsleute nicht teilt, so hat sie doch in der Regel fuer die unfoermigen Orks und Trolle, ueber deren offensichtliche Nutzen fuer ihren Arbeitgeber hinaus, recht wenig uebrig. Und auch dieses Exemplar traegt wohl nicht dazu bei ihre Meinung zu aendern. Sie setzt sich die Brille wieder auf, welche im Tageslicht eine leicht dunkle Toenung angenommen hat. Innerlich seufzend ermahnt sie sich zur Ruhe. Genauso wie man einer Kuh nicht Arithmetik erklaeren kann, war es verschwendete Muehe dieser Ortsansaessigen das intendierte Taktgefuehl und die Diskretion ihres Zwerges zu erlaeutern. Erschwerend kommt wohl noch die generell vorherrschende UCAS-Mentalitaet hinzu. Zuviele Wilde ohne jedweden Filter, die froehlich herausplappern was ihnen auf der Zunge liegt und seltsamerweise dabei der Meinung sind, das waere etwas erstrebenswertes und haette mit ihrer 'persoenlichen Freiheit' als Individuum zu tun. Nein, sie weiss schon, warum sie um diese Gegend in der Regel einen weiten Bogen macht.

Nachdem die 'Beruehmtheit' fertig ist, blickt Sachiko neugierig in Richtung ihres Begleiters, wohl wissend, dass dem Rothaarigen mit Sicherheit diverse Erwiderungen auf den Lippen brennen. Seine ganze Koerperhaltung schreit foermlich danach. Stattdessen zuendet er sich eine weitere Zigarette an und schmunzelt nur. Selbstreden hat sie weder vom Team, noch von der Spielerin je etwas gehoert. Dieses 'Urban Brawl' war fuer die Japanerin in etwa so interessant, wie ein paar Schweinen beim kopulieren zuzusehen. Natuerlich macht sie sich nichts vor. Waere sie nicht hier, haette es mehr gegeben als nur eine Zurschaustellung zwergischer Selbstbeherrschung. Sie weiss es aber zu schaetzen, dass er sich in seinem Alter zunehmend weniger auf dieses auf-die-Brust-geklopfe mit Leuten, die ganz klar unter ihm stehen, einlaesst.

Als letztes gesellt sich ein huenenhafter Mann zu ihnen. Sie mustert den wortkargen Typen mit der angenehmen Stimme kurz. Sehr maskulin und gross - vielleicht ein wenig zu gross fuer ihren Geschmack - durchtrainiert, aber nicht die hirnlose, Fitnessstudio Art von traniert, sicher ein Einheimischer. Er macht den Eindruck, als haette er etwa so wenig Interesse daran hier zu sein, wie sie selbst. Die elfgewordene Katze begruesst ihn. Alles an dieser Meta-Frau schreit foermlich nach irgendeiner Art von Schamanin. Sie wuerde die Langohrige besser nicht unterschaetzen.

Gerade als sie sich etwas entspannen will, laeuft die naechste schlechte Nachricht in ihr Sichtfeld. *Diese* Frau will sie nun wirklich nicht sehen. Dass sie es ueberhaupt wagt hier aufzukreuzen und darueberhinaus noch die Dreistigkeit besitzt sie anzugrinsen ist beinahe zuviel. Haette sie sie doch vor gut 17 Jahren in eine lebende Fackel verwandelt als sie die Moeglichkeit dazu gehabt hatte. Dieses Grinsen! Ohne es zu wollen ballt sie ihre Rechte zur Faust. Duennes Eis, sehr duennes Eis. Sie nimmt einen tiefen Atemzug und ruft sich innerlich zur Ruhe. Ihr Herz verlangsamt sich augenblicklich. Ruhe. Ihre kleine Entgleisung hat nur wenige Augenblicke in Anspruch genommen, aber auf sie in etwa den Effekt gehabt, wie wenn man einen Stein in einen stillen See wirft. Sie wuerde spaeter meditieren und dabei vergessen, dass die Tatsache, dass diese Person noch auf dieser Erde wandelt, ein kleine persoenliche Schande fuer sie darstellt. Professionalitaet ist das Gebot der Stunde und hier, vor all diesen Fremden die Fassung zu verlieren keine Option. Stattdessen schenkt sie Tinkerbox ihr falschestes Laecheln und hoert aufmerksam zu.

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Ceres am So Apr 23 2017, 17:53

"Wer kleine Nagetiere in Puppenkleider steckt, den kann man wohl kaum einen Tierliebhaber nennen." Erwidert Doe trocken auf Kittys Mutmaßungen bezüglich seiner Haustieraffinität und lässt mit dem Unterton seiner Stimme keinen Zweifel daran aufkommen, dass er gerade genug Erbarmen mit dieser Spezies hat, um ihnen dieses Los zu ersparen.

Doch noch ehe John sich über Kittys Kommentar bezüglich magisch Erwachter innerlich aufregen kann, kommen bereits zwei neue Personen auf die Gruppe zu. Dass sich die Frau als T-Box vorstellt, verwundert Doe einen kurzen Augenblick lang sichtlich.Eine Augenbraue wandert nach oben und bleibt dort, bis scheinbar die Verwunderung abklingt. Mit ihrer Anwesenheit hatte er nicht gerechnet, war sie doch so bemüht gewesen ihre äußere Erscheinung zu verbergen. Aber sei's drum. Für's Erste folgt er ihrer Anweisung und begibt sich zu einer ruhigeren Ecke des Busbahnhofs.

Nicht dass es für ihn persönlich eine Rolle spielt, von wem er seine Befehle entgegen nimmt. Er selbst hält sich nicht für einen patriarchalischen Typ. Allerdings verspricht gerade diese Frauen-Kombination problematisch zu werden. Da die Japanerin die ruhigste der anwesenden Frauen ist, liegt Does Interesse primär auf ihr, sodass er sie hin und wieder mustert. Kitty und Lockdown scheinen keine Probleme damit zu haben, jeden ihrer Schritte mit großem Tamtam anzukündigen. Dass die Begleiterin des Zwergs Kitty nicht wirklich herzlich empfängt, kann er ihr nicht verübeln. Ihm entgleist selbst kurz ein entnervter Blick, als die Katze der Runde scheinbar eine billige Prostituierte mit ihrer Aufmachung anzieht. Na toll, jetzt passen wir optisch bereits in 'dieses' Klientel... Dass allerdings auch T-Box diese Sachiko reizt, neben Lockdown, verspricht nichts Gutes. Frauen... Pack 100 Männer zusammen und sie gehen gemütlich zum Sport oder in die nächste Bar, pack 100  Frauen zusammen und jede kratzt der anderen die Augen aus... Na zumindest bleibt es nur bei der geballten Faust, Sachiko hat sich scheinbar im Griff. Gedanklich macht sich Doe die Notiz, dass Kitty und Sachiko nach Möglichkeiten nie alleine gelassen werden sollten auf diesem Run.

Das erste Briefing enthält für Doe keine größeren, neuen Informationen. Die Arbeit mit diesem Detektiv lässt vermuten, dass es kein Fall von typischem Substanzmissbrauch ist, aber er ist noch nicht restlos davon überzeugt, dass die Zielperson nicht einfach nur ein junger Punk ist, der sich auslebt und temporär unauffindbar seinen Rausch ausschläft. Er überlässt es einem der anderen das ARO aufs Kommlink zu ziehen und richtet sich fragend an T-Box: "Was wissen wir über die Zielperson? Aussehen? Größe? Gewicht? Optische Auffälligkeiten? Wie viele Stunden wird die Person schon vermisst? Wer hat die Zielperson zuletzt gesehen und wo?"

Abwartend sieht er in T-Boxs Richtung. Zivilisten hielten ihre Briefings halt doch anders ab. Seine Vorgesetzten hätten mit diesen Informationen begonnen, ehe das hinterletzte, exotische Hobby genannt wird. T-Box ging scheinbar davon aus, dass Leon gewaltsam verschleppt oder anderweitig beseitigt wurde. Das würde dann seine Anwesenheit hier erklären. In diesem Fall war medizinische Erstversorgung sicherlich ratsam. Allerdings war das zum bisherigen Zeitpunkt reine Spekulation, außer man hatte etwas gefunden, was diese Theorie nahelegte. Verschwieg sie ihnen etwas? Seine rehbraunen Augen mustern T-Boxs Gesicht, während sie ihm antwortet. Nicht ohne Grund hatte er nach der Anzahl der Stunden gefragt, welche die Person fehlte. Er hat eine Vermutung, alleine bis diese Truppe zusammen gekommen war. Wenn Leon tatsächlich zu viel in Erfahrung gebracht hat, dann sollte er inzwischen wohl tot sein. Alles andere wäre dumm von den Entführern... "Wie verhält es sich mit der Bezahlung, wenn klein Leon nicht mehr lebend gefunden werden kann?"
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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Elodriel am Mo Apr 24 2017, 15:12

Tinkerbox hätte sich das Grinsen gewiss nicht getraut, wenn sie mit Sachiko allein gewesen wäre. Gut, wenn es nach ihr geht, wird sie niemals irgendwo allein mit dieser Frau sein. Aber auch unter anderen Leuten wäre sie nicht so dreist gewesen, wenn Remo nicht anwesend wäre. Sie ist zwar der Meinung, dass diese Frau völlig übertreibt, aber das bringt ihr auch nichts, wenn sie mal wirklich beschließt, ihrem Zorn freien Lauf zu lassen.

Sie sieht zu Doe hinüber und nickt. "Dazu wollte ich gerade kommen, ehe uns die Transhumanistin mit ihrer Anwesenheit beehrt hat." Sie sieht zu Kitty. "Solltest du ernsthaft über mehr nachdenken, was das Katzending angeht, da könnte ich dir was vermitteln, was vermutlich besser ist, als ein zufällig ausgewählter Bodyshop. Aber weiter im eigentlichen Text." Wüsste sie um Does Gedanken, hätte sie ihm sagen können, dass es bei weitem nicht nur Prostituierte gibt, die sich so weit verändern lassen, aber was sie nicht weiß, kann sie auch nicht kommentieren.
Sie deutet auf das ARO. "Wer ein wenig Aufmerksamkeit aufgebracht hat und von der Katzenlady nicht zu abgelenkt war, wird aber gewiss auch schon die Bilddatei gesehen haben, die im ARO enthalten ist." Sie streckt die Hand nach Vorn, wobei Daumen und Zeigefinger mit den Spitzen aneinanderliegen. Diese beiden Finger löst sie voneinander und das Bild im ARO wird deutlich größer.
Sie deutet darauf. "Das ist er. Herr Hohenfeld. Zumindest sah er vor Zwei Monaten noch so aus." Das Bild zeigt einen Norm mit dunkelblonden Haaren, die in einem langweiligen Männerhaarschnitt frisiert sind. Blaue Augen, eine etwas zu groß geratene Nase und ein schmales Gesicht sorgen alle dafür, dass er recht durchschnittlich wirkt. Es sind auch keinerlei Bodyware zu erkennen. Aber das Bild zeigt ja auch nur den Kopf. "Er ist Einen Meter und dreiundachtzig Zentimeter groß. Auf dem rechten Oberarm hat er eine Tätowierung in Form eines Löwenkopfs, in dessen Augen die Zeichen für Alpha ud Omega statt Pupillen zu sehen sind.
Die letzte Person, von der wir wissen, dass sie ihn gesehen hat, ist Detective McCarthy. Vermisst wird er seit inzwischen...56 Stunden und 22 Minuten, da war der letzte Kontakt. Wobei er sich vor knapp 49 Stunden telefonisch bei McCarthy hätte melden sollen und vor 53 Stunden und 18 Minuten sowie vor 50 Stunden und 48 Minuten hatte der Johnson versucht, Herrn Hohenfeld anzurufen. Da wusste er noch nicht so genau, worin Herr Hohenfeld gerade verwickelt ist.
Es geht, soweit wir wissen, um vermutliche Entführungen von Studenten. Erstsemestler, wobei dafür gesorgt wurde, dass es so wirkt, als wären sie einfach abgehauen, weil sie mit dem Druck nicht klar kommen. Herrn Hohenfeld sind dabei aber Ungereimtheiten aufgefallen, nicht zuletzt, weil er einen dieser Studenten etwas besser kannte.
Allen ist gemein, dass sie kurz vor ihrem Verschwinden an einer Studie teilgenommen haben, die von Forschungsgruppen des MIT&T durchgeführt wurden. Augenscheinlich unterschiedliche Studien, aber Herr Hohenfeld konnte herausfinden, dass es im Endeffekt die gleichen Leute waren, die sie durchgeführt haben...und keine der Forschungsgruppen konnte im MIT&T gefunden werden.
Als letztes wollte er Hinweisen nachgehen, dass die Straßengang Roxx und die Motorradgang der Hellriders, sowie der Mafiaclan der Morellis etwas wissen könnte. Er meinte, er hätte da Möglichkeiten bezüglich der Morellis und der Roxx.
Alle drei Gruppen kann man im Stadtteil Rox finden."
Sie schaut Lockdown an, da diese in dem Zusammenhang die wahrscheinlichste 'Expertin' ist.
Ehe die Orkin etwas sagen kann, antwortet die Schieberin aber noch auf die andere Frage. "Sollte Mr. Hohenfeld tot sein, so erhaltet ihr die Bezahlung von viertausend Nuyen pro Person, wenn ihr handfeste Beweise dafür bringt. Wobei als handfester Beweis im Grunde nur der Leichnam gelten kann. Schwächere Beweise bringen noch die Hälfte, so sie denn wirklich als Beweise anerkannt werden können. Es muss schon wirklich daraus hervorgehen. Im Falle einer lebendigen Rückkehr gibt es noch einen Bonus von 500 Nuyen pro Person"
Man könnte jetzt sicher annehmen, dass es ja wohl ein Risiko sein würde, wenn man Berufsverbrechern mitteilt, dass sie auch die Leiche mitbringen können und dennoch fast voll bezahlt werden. Aber hier hat sie es in der Mehrzahl mit Leute zu tun, die eine persönliche Bindung zum Johnson haben, da sollte man davon ausgehen können, dass diese Gefahr deutlich geringer ausfällt.
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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Thorgrimm am Di Apr 25 2017, 17:10

"500 Nuyen wenna lebt? Man, da lohnt sichs ja fast garnich, den Kollegen lebendig zurückzubringen." Lockdown verschränkt die Arme vor der Brust und grinst. Natürlich ist das nicht ernst gemeint aber sich mal ein Späßchen zu erlauben und die blöden Gesichter ihrer zukünftigen Runnerkameraden zu sehen, ist ja nicht verkehrt. Sie wirkt auf den ersten Blick vielleicht nicht wie eine aufrichtige Person aber wenn sie den Auftrag hat, eine Person möglichst lebendig zurückzubringen, dann wird sie auch alles tun, das Leben dieser Person zu retten und sie vor Schaden zu bewahren.
Das Thema um ihre Berühmtheit und die - vorzeitig beendete - Karriere im Urban-Brawl hatte sie fallengelassen, nachdem zumindest Kitty ihr die gewollte Aufmerksamkeit gegeben hatte - auch wenn ihre Worte wohl eher sarkastisch gemeint waren. Lockdown macht das nichts aus. Von dem Rest der Anwesenden hat sie sowieso keine positive Reaktion erwartet aber es reicht ihr aus, darauf aufmerksam gemacht zu haben, mit wem sie es hier zu tun haben. Sie ist zwar noch nicht lange in den Schatten unterwegs aber Urban-Brawl ist eine extrem gefährliche Sportart und da sie es dort recht weit geschafft hat, ohne im Holzkasten zu enden, sagt das schon viel aus.
Den Neuankömmlingen - sowohl Doe, als auch Tinkerbox und Gigatron - schenkt sie nicht sehr viel Beachtung. Sie grüßt die drei mit einem kurzen "Tach." und beschränkt sich darauf, sich geistig ein erstes Urteil zu bilden. Odis wiederzusehen, hätte ihr zwar mehr gefallen, als Tinkerbox in Person zu sehen aber man kann halt nicht alles haben. Doe scheint auf den ersten Blick ein gutaussehender aber einfacher Mann zu sein. Kein Smalltalk und direkt zum Punkt. Soll ihr Recht sein.
Die zweite Katzenfrau ignoriert Lockdown soweit es geht und kümmert sich stattdessen um die Informationen, die ihr gegeben werden. Sie zieht das Bild und die Dateien herunter und überfliegt diese, bevor sie sich schließlich beteiligt.
"McCarthy is einer der besten Ermittler der Stadt. Selbs ich hab was von dem Typen gehört. Ist nich bestechlich und macht den Job wohl aus Überzeugung. Glaub nicht, dass er was mit dem Verschwinden zu tun hat." Das hat zwar keiner gesagt aber bevor man auf falsche Ideen kommt, will Laura direkt dafür sorgen, dass man sich auf vielversprechende, wichtige Dinge konzentriert. Den Blick von Tinkerbox kann Lockdown nicht ignorieren und sieht dort eine Chance, etwas Eindruck zu schinden. "Ich könnte uns dabei helfen, an die Morellis ranzukommen. Kein großes Ding." Sie zuckt mit den Schultern. "Die sind aber im Moment im Streit mit den O'Rilleys, also müssen wir aufpassen. Die Roxx arbeiten Gerüchten nach mit den O'Rilleys zusammen und die Hellriders sind ne Motorradgang, die gerne ma Unfälle baut. Ist sogar ne Aufnahmebedingung bei denen, nen schweren Unfall zu bauen und den zu überleben. Wenna mich fragt, sind die doch behämmert im Kopf. Haben sich bestimmt die Fresse mit igrend nem Zeug zugedröhnt." sie stockt einen Moment, da sie vom Thema abgekommen ist aber fährt dann unbeirrt fort. "Wenn McCarthy geglaubt hat, bei denen was rauszufinden, sollten wir da vielleicht anfangen."

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Kitty am Fr Mai 05 2017, 12:37

Es wirkt beiläufig, wie Kitty die AR begutachtet. Doch ihr geübtes Auge und ihr gutes Gedächtnis prägen sich jede wichtige Kleinigkeit ein. Dann scheint es, als sei ein gerade an der Wand aufflackernder Werbe-AR interessanter, als die in ihrem Link.

„Ein guter Anfang.“ Stimmte Kitty der Orkin dann zu. „Es äre praktisch zu wissen welchen Kontakt Herr Hohenfeld gehabt haben könnte. Wenn dies rauszubekommen wäre, dann könnte Herr Hohenfeld sich mit ihm in Verbindung setzen und wir bekommen noch weitere Informationen.“ Stellt die Katzenschamanin als Anmerkung in den Raum.

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Elodriel am So Mai 07 2017, 23:12

Die Schieberin sieht zu Lockdown, als diese berichtet, was sie da zu erzählen hat und nickt. "Na das klingt doch schon einmal gut. Dann habt ihr ja einen Ansatz. Seid nur vorsichtig. Sollte die Zielperson bereits bei den Mafiosi gewesen sein, stellt sich natürlich die Frage, ob diese nicht was mit seinem Verschwinden zu tun haben könnten. Aber ihr macht das schon.Wenn ihr irgendwas braucht, könnt ihr mich anrufen, ich bleibe vorerst auch in der Stadt." Immerhin will sie sehen, ob dieser Doktor Volt tatsächlich eine Lösung für ihr Problem hat und ob sie davon profitieren könnte.

Sollte Do3 zu diesem Treffen auch sein privates Kommlink mitgebracht haben, so würde dieses ihn darauf hinweisen (wie auch immer er es eingestellt hat durch Ton oder Vibration, dass er eine Nachricht hat. Sollte er nachschauen, so kann er sehen, dass er eine Nachricht von seiner Schwester bekommen hat.

Wenn jetzt niemand weiteres eine Frage hat, so wird Tinkerbox sich erstmal von den anderen verabschieden, deutet aber auf die Videoleinwand, auf der noch imemr die Nachrichten laufen. "Nach Downtown müsst ihr hoffentlich jetzt nicht rein, da scheint gerade die ganze NEMA hin zu wollen. Aber diese Ablenkung kommt eurem Unterfangen ja vielleicht gerade recht. Wenn alle darauf achten, dann werden Aktionen von euch vielleicht nicht so schnell bemerkt." Tatsächlich wird gerade berichtet, dass viele Menschen nach Downttown streben, um sich anzusehen, was da heute Abend passiert ist. Ob nun die Orte, an denen der Drache gesichtet wurde oder aber der eigenartige schillernde Regen, der überall dort zur Erde gefallen ist und teilweise noch fällt, wo der Drache unterwegs gewesen ist, all das hat genug Zugkraft, um riesige Menschenmassen nach Downtown zu locken.
Remo erhält eine private Nachricht von Tinkerbox, in der sie fragt, ob ihr Sachiko tatsächlich noch so böse ist, wie es gerade den Anschein macht. Nicht, dass sie daran einen Zweifeln hat, aber man kann ja noch hoffen.

Lockdown kennt einige Wege, auf denen man vom Flughafen weg kommt, ohne dass man durch Beantown, wie sie, als gebürtige Bostonerin, das Zentrum von Boston nennt, reisen müsste. Man sollte erst nach South Boston, um dann zu Fuß in die Rox vorzudringen, dann geht man nicht das Risiko ein, dass man sich zum Ziel von Gangs macht, die einem die Fahrzeuge abnehmen wollen. Wenn man sich da nicht scheut, kann man natürlich auch direkt bis zu dem entsprechenden Restaurant fahren, dass der Orkin vorschwebt.
Alternativ könnte man auch erstmal einen Schlupfwinkel organisieren, wo alle ihre Ausrüstung unter bringen können, um dann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach South Boston zu gelangen und dann weiter in die Rox.
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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Adrian Kane am Mo Mai 15 2017, 19:17

Rauchend steht der Zwerg neben Sach und lauscht TBoxs Ausfuehrungen, wobei er es sich nicht verkneifen kann der Deckerin aD hier und da ein verschmitztes Grinsen zukommen zu lassen. Einmal mehr fingert er an dem ARO herum bis er sich schliesslich die Fresse des Kerls gut genug eingepraegt hat. Drachen, KE, Gangs, die Mafia und obendrei kennt er sich hier nicht die Bohne aus, grossartig. Dass Odis ihn nochmal auf seine alten Tage in sowas reinzieht haette er nicht gedacht, aber wer rastet der rostet, wie man so schoen sagt. Auch wenn er prinzipiell gegen das Rasten nichts einzuwenden hat und es gern oefter tun wuerde. Die Orkin spricht. Gut, zumindest scheint sie bescheid zu wissen, ob die Infomrationen auch brauchbar sind wird sich dann zeigen.

Er zieht an seiner Kippe und tritt sie dann aus. "Is wohl nur ne Frage der Zeit bis Knight Errant mehr Ressourcen in die Wiederbeschaffung ihrer 'Investition' steckt," nachdenklich kratzt er sich an der Nase. Sein Englisch hat Spuren eines deutschen Akzents, vermischt mit dem, was man normalerweise aus dem asiatischen Raum kennt. "Natuerlich nur, wenn sie die Kohle nicht einfach als Verlust abschreiben. Und was ist mit dem Tatoo? Steht das fuer irgendwas oder  nur schlechter Geschmack?" Sein Blick faellt auf Lockdown, die ausrangierte Brawlerin, dann nickt er. "Warum nicht. Irgendwo muessen wir ja anfangen."

Seine Finger tippen eine Weile auf dem Kommlink herum. Jup. Hat fuer sie nen schlechten Eindruck gemacht und du weisst ja wie die da drueben manchmal sein koennen mit ihrer Berufsehre und dem ganzen Gedoens. Gerade wenn das in den Anfangsjahren ihrer Karriere passiert, wo man sich besonders beweisen muss und blabla. Naja, wuerde mir keinen allzugrossen Kopf darum machen, hab sie gebeten ihre Finger bei sich zu lasssen, vor allem weil sich keine Sau in der Firma mehr fuer die alte Geschichte interessiert. Sie wird sich auch dran halten wenn du sie nicht reizt. Und da du schon hier bist gehen du und ich einen trinken wenn wir hiermit fertig sind. Wag dich nicht vorher zu verschwinden. Er steckt das Geraet wieder in die Innentasche seines Mantels und grinst der Addressatin einmal mehr zu. Dann bemerkt er den Blick seiner Begleiterin auf sich ruhen. Immer noch grinsend murmelt er ihr auf Japanisch zu: "Eh. Privatsspaehre?" Er wird sich nicht vorschreiben lassen mit wem er befreundet sein darf und mit wem nicht. Nicht gestern, heute oder morgen.

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Ceres am Di Mai 16 2017, 09:22

"Grieche Buchstaben auf Wappen und Emblem sind hierzulande unter Studentenverbindungen  oder -sekten üblich. Wenn er sich das Ding auf den Arm hat tätowieren lassen und es sich um eine solche handelt, wird es wohl eine angesehenere sein. Was schlechten Geschmack allerdings nicht automatisch ausschließt."
Wirft Doe in die Runde, obwohl die Frage scheinbar mehr an Lockdown gerichtet ist. Allerdings kann sich der ehemalige Student bei dem breitgetretenen Dialekt, den die Orkin spricht, nicht vorstellen, dass sie mit dem typischen Studentenleben vertraut ist, was die Beantwortung dieser Frage möglich gemacht hätte. Er selbst war zwar damals eine andere Sparte gewesen, aber bestimmte Kurse hatte auch Doe an den öffentlichen Unis absolvieren müssen dürfen.

"Also insgesamt 4 mögliche Ansatzpunkte. Zwei uniinterne: einmal Studentenverbindungen, einmal dieses Projekt. Außerakademisch die Gangsache und der Arbeitgeber McCarthy, den man sich genauer ansehen sollte, auch wenn er einen guten Ruf hat." Fast schon schade, dass sich sein erster Verdacht von Substanzmissbrauch wahrscheinlich nicht bewahrheiten würde. Aber zumindest gab es genug andere Anhaltspunkte. Vom Gefühl her hätte er fast vermutet, dass die Erklärung in der Uni zu finden wäre. Studenten hatten oft genug in der Geschichte für Professoren und Konzerne die Drecksarbeit geleistet, ehe man sich ihrer entlud.

"In Anbetracht der Zeit, die schon vergangen ist, wie steht ihr zum Aufteilen?"

Er hatte sein privates Kommlink nicht mitgenommen und folglich keine Ahnung, dass seine Schwester ihm geschrieben hatte. Natürlich wusste Jane um die Technik-Paranoia ihres Bruders. Da er sich nicht davon abbringen ließ seinen Marotten zu fröhnen, hatte sie ihn wenigstens dazu überreden können, dass sie einsehen konnte, ob er die Nachrichten, die sie ihm schickte, bereits gelesen hatte oder nicht. Mit dieser aktivierten Funktion geht einher, dass der Absender sieht, wann der Gesprächspartner das letzte Mal online gewesen ist, was im Fall von John bereits 3 Stunden her ist.
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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Wittko am Do Mai 18 2017, 02:55

"... das gesamte Areal um den Fenwaypark von Knight Errant Einheiten abgesperrt worden. Unter Augenzeugen gibt es verschiedene Aussagen, um welchen Drachen es sich handeln möge, ob dieser verletzt ist und über die Beweggründe für den Angriff auf die NeoNET Konzernzentrale . Sicher ist jedoch, dass das Spiel am heutigen Abend verschoben wird. Wir melden uns, sobald wir neue Erkenntnisse über die Ereignisse des heutigen Abends haben.", HawkEye schaltet die Nachrichtenübertragung, welche auf die Holotapete seiner Bude projeziert wird ab. "Panoramablick Groß-Frankfurt", seufzt er leise und wirft kurz einen Blick auf den Nachthimmel seiner alten Heimat, bevor er diverse AROs aus einem Ordner zieht und auf die freie Holotapete wirft. Dann wollen wir nochmal durchgehen, was wir haben. Mit ein paar Bewegungen legt sich Ebene über Ebene auf die Tapete, Bilder und Texte werden hochgeladen und verknüpft. Notizen verteilen sich quer über das Bild und er lässt sich in seinen Sessel sinken, seine Gedanken kreisten um das letzte Treffen mit McCarthy.

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"Steiner, ich habe Arbeit für Sie, viel Arbeit. Kaffee?" Der schlanke Elf sieht ihn durch seine Brillengläser hinweg an und läuft zur Kaffeemaschine. Seine Körperhaltung ist ungewöhnlich für jemanden der bei KE arbeitet, nicht ganz so breitbrüstig, nicht ganz aufrecht, allerdings auch kein hängendes Schlurfen. Die Brille tut ihr Übriges um McCarthy etwas Außenseiterhaftes zu verleihen. Sowieso, warum trägt man heutzutage immer noch Brillen? Natürlich sind es nicht mehr nur simple Sehhilfen wie früher, aber Cyberaugen kosten nicht die Welt und Kontaktlinsen behindern bei weitem nicht so stark wie ein Brillengestell auf der Nase Was Körperhaltung und Aussehen nicht schaffen, wird dafür von der Ordentlichkeit und den Auszeichnungen an den Wänden des Büros wett gemacht - McCarthy ist definitiv eine Nummer bei KE. HawkEye bejaht die Kaffeefrage und deutet ihm weiterzusprechen "Es geht um das Verschwinden von diversen Studenten, alles Erstsemester. Laut meinem Informanten haben alle den Anschein gemacht, dem Druck nicht standzuhalten, er hat jedoch einige Ungereimtheiten entdeckt, alle haben unter anderem an verschiedenen Studien vom MIT&T teilgenommen, durchgeführt von den immer selben Personen, niemand konnte im MIT&T vorgefunden werden. Eventuell haben auch Gangs ihre Finger im Spiel.
Das Problem: Mir fehlen Täter und Beweise um aktiv zu werden und jetzt ist mein Informant spurlos verschwunden. Ich weiß, dass Sie gewisse... Kontakte haben und sich etwas ungehinderter durch manche Gegenden bewegen können ohne gleich eine Pistole am Kopf zu haben. Die Bezahlung ist abhängig davon, was Sie mir liefern können. Ich bitte sie nur um eines: Professionalität. Keine Kollateralschäden und Schuldige bringen mir lebendig mehr, aber das brauche ich Ihnen ja nicht zu sagen."
HawkEyes Augen fixieren McCarthy, sehen zur Tasse, welche mittlerweile vor ihm steht und dann wieder zum Detective. Steiner nimmt einen Schluck Kaffee und beugt sich aus dem Stuhl nach vorne. "Abgemacht McCarthy, solange wir von den selben Preisen wie letztes Mal sprechen?"

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So fing alles an... HawkEye musterte den Teil der Tapete welcher aussah, als hätte er irgendwann einmal als Startpunkt gedient. Sein Blick wanderte weiter. McCarthy wusste, dass sich HawkEye eher in den Sündenpfuhl schmeißen würde, Cambridge war nicht seine Welt.

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"Hawk, was gibbtsn?" grunzte der grobschlächtige, muskulöse Orc, den Baseballschläger über der Schulter liegend und die Kappe tief ins Gesicht gezogen. Das Chrom des rechten Oberarm blitzt kurz in den Sonnenstrahlen auf, und lenkt HawkEyes Blick auf die Bemalung, welche Skek als Mitglied von Mama's Boyz auszeichnet. HawkEye setzt sich auf die niedrige Mauer des AR-Blumenbeets, ohne AR eigentlich nur ein öder Betonklotz, mit AR tatsächlich duftende Blumen in knalligen Farben, und sieht zu Skek hoch. Er reibt sich kurz über das Kinn. "Was macht der Untergrund? In letzter Zeit was auffälliges beobachtet? Es wird gemunkelt, dass in letzter Zeit immer häufiger Studenten ihr Studium abbrechen, angeblich soviel Stress und so... Kinder heutzutage wissen nicht, was Stress ist, was? Naja auf jeden Fall ist keiner von denen mehr gesehen worden. Aber wieso sollte es euch interessieren, was mit der Bildungselite passiert." HawkEye kannte Skek nun fast so lange, wie er selbst in Boston lebte. Ihre erste Begegnung war wenig friedlich. Nachdem ihre Differenzen besiegelt waren und die Wunden vom StraßenDoc versorgt wurden, fragte der Ganger ihn, ob er nicht Bock aufn Bier hätte. Eins hatte HawkEye in seinem bisherigen Leben gelernt: Wenn du jemandem die Fresse polierst, mach's bei nem Orc, die haben danach wenigstens Respekt und holen nicht ihre 15 Freunde ums dir heimzuzahlen. Der Orc sieht ernst zu seinem Gesprächspartner herunter und hält die Hand auf. "Is' also doch was Geschäftliches? Un ich dacht schon, du komms ma vorbei um mir Hallo zu sagn." Skek lacht kurz grunzend und schiebt den erhaltenen Credstick in die Buchse seines Kommlinks "Echt ma? Das is alles?" Seufzend holt HawkEye ein kleines Schächtelchen hervor. "Mit besten Grüßen von unserem gemeinsamen Freund, ich hoffe Mama gefällts." Kritisch überprüft der Orc den Inhalt, ehe er nickt und mit einer Hand in seine Jackentasche greift und den Knopf der kleinen elektronischen Gerätschaft drückt. Das Gesicht des Orcs verliert seine Fröhlichkeit und wird ernst. Die Blicke beider schweifen über die Straße, keine Menschenseele zu sehen. "Alls was ich weiß und dir sagn kann: Es gab die Tage n paar Leute, die gegn fett Kohle Zeug unter der Stadt durchgeschmuggelt habn. Um was es sich handlt weiß ich nich. Wer transportiert hat, weiß ich nich. Was ich weiß: Es ging von Cambridge nach ROX und von da mit nem Fahrer weg. Den Kerl hab ich öfter schonma gesehen, hat was mit denen hier zu tun.“ Das ARO eines italienischen Restaurants ploppt in HawkEyes neuralem Interface auf. “Außadem hab ich aufgeschnappt, dasse übern 128er Tech Ring gelabert ham.

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Mit einem Wisch schiebt HawkEye das Werbe-ARO des Restaurants auf die Tapete und markiert es mit einem roten Kreis. Dann gibts heute wohl Pizza oder Pasta zum Abendessen Der ADLer schiebt sich aus dem Sessel und schnappt sich im Vorbeigehen seine Panzerjacke, sowie die Autoschlüssel. “Eliza, Elektronik abschalten, Sicherheitssysteme aktivieren, Garage öffnen“, gibt er als Befehl an sein SmartHome weiter und lässt die Tür ins Schloss fallen.


Zuletzt von Wittko am Do Mai 18 2017, 12:26 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Zur besseren Verständins Trennzeilen für einen Szenenwechsel eingebaut)
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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Thorgrimm am Di Mai 23 2017, 16:09

Gleichgültig zuckt Lockdown mit den Schultern, als Doe vorschlägt, sich aufzuteilen. Sie hält das für keine gute Idee aber wird nichts direkt dagegen sagen - schließlich hat sie einen Ruf zu verlieren und will nicht als Schwächling dastehen. Wenn sie allerdings daran denkt, dass nicht nur ein Student entführt worden ist, sondern eine ganze Menge und dazu auch noch die Mafia ihre Finger tief in dieser Sache drin hat, dann will sie nur ungerne alleine Informationen einholen. Vor allem wenn sie bedenkt, wie gut sie darin ist, brisante Fragen zu stellen und dabei nicht aufzufallen. Nein. Für sie ist schon von Anfang an klar gewesen, dass sie für das Grobe zuständig ist.

"Von mir aus könn wa uns aufteilen aber ich sollte mit irgendwem von euch mitgehn." begann sie. "Is kein Geheimnis, wo meine Stärkn liegen. Ich kann gut Leute abknalln oda zusammenschlagen. Das war mein Job. Also sollte ich auch dabei bleibn und einem von euch Rückndeckung gebn - am besten wenns um die Gangs geht, da kenn ich michn bisschen aus."

Sie verschränkt die Arme vor der Brust und denkt einen Moment über die Möglichkeiten nach. Does vier Vorschläge sind in ihren Augen generell sinnvoll, obwohl sie ihrer Meinung nach keine Zeit für McCarthy vergeuden sollten. Auch bei der Studentenverbindung ist sie nicht sicher, ob sie dort hilfreiche Informationen bekommen können. Von dem, was sie bisher gehört hat, sind es die Gangs, die Mafia und diese dubiose Forschungsgruppen des MIT&T, auf die sie sich konzentrieren sollten. Andererseits ist Lockdown nicht gerade dafür bekannt, viel oder überhaupt um die Ecke zu denken. Vielleicht kann das der Rest besser als sie.

"Ich kann uns sicha in die Rox und zum Restaurant bringn, wo wir hinmüssen. Oda wir kümmern uns erstma um nen Ort, wo wir uns zurückziehen und planen können. Is vielleicht ganz nützlich. Keine Ahnung, was uns erwartet aba wenn die Mafia ihre Dreksfinger drin hat, wirds nich nett."

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Elodriel am Mi Mai 24 2017, 23:59

Die Schieberin bleibt also vorerst doch, da es ja noch eine konkrete Frage an sie gibt. Sie nickt leicht bei der Frage und ruft einige AROs auf. “Soweit wir das sagen können, ist das ein Versuch, ein altes Gangtatoo zu verbergen, ohne es zu beseitigen.Das Alpha und das Omega und dazwischen einige Schnörkel, die aussehen wie ein stilisiertes Messer. Das Messer ist in dem Löwen komplett aufgegangen und die Buchstaben sind nun eben in den Augen. Der junge Mann war früher in einer Gang namens Final Cutters im Rhein-Ruhr-Plex in der ADL. Der Johnson hat ihn auf einen anderen Pfad geleitet, weg von der Gang und schlussendlich hat dieser neue Pfad nach Harvard geführt.
Wieso er sich gerade einen Löwen ausgesucht hat, kann ich allerdings auch nicht sagen.”
Sie zuckt bedauernd mit den Schultern.

Da sie nun noch geblieben ist, bekommt sie die weiteren Überlegungen der Teammitglieder auch mit. ”McCarthy wird euch nichts neues sagen können. Und wenn er was neues hat, wird er das den Johnson und damit mich wissen lassen.” Und dass das Team versucht mit Gewalt irgendwas aus dem KE Detective heraus zu bekommen hofft sie ja mal nicht.

Auf dem Monitor am Busbahnhof läuft eine Eilmeldung rein und auch jedes Kommlink erhält eine Nachricht. Jeder, der die AR wahrnehmen kann, bekommt diese Nachricht auch direkt angezeigt, solange er nicht Schlagworte wie ‘allgemeine Mitteilung’, ‘Warnung’ als Spam ausfiltern lässt oder KE auf der Ignorierenliste hat.
“SPERRZONE AM FENWAYPARK UND AM MIT&T - wir weisen alle Bewohner und Besucher der NEMA darauf hin, dass diese Bereiche vorerst abgesperrt sind und niemand das jeweilige Gelände ohne ausdrückliche Genehmigung von Knight Errant oder der Metroplexregierung betreten darf.”
Auf dem Bildschirm wird direkt nach dieser Ankündigung zu Reportern geschaltet, die auf dem Weg nach Cambridge, wo das MIT&T liegt, sind und unaussagekräftiges Gequatsche von sich geben, mit dem sie fabulieren, was es damit wohl auf sich hat. Dazwischen kommen immer wieder Einspieler mit verwackelten Amateurvideos, die zeigen, wie Beamte von Knight Errant Autofahrer und sonstige Zivilisten anhalten und zur Umkehr auffordern. Laut Untertitel sei dies eine Zufahrtstraße zum MIT&T.
Immer häufiger kommen jetzt auch Videos ins Programm, die den Flug des Drachen und den Sturz ins Stadion zeigen.
Die Schieberin deutet auf das ARO vor sich. ”Diese Nachrichten sorgen natürlich für Schwierigkeiten, sich an den Studentenörtlichkeiten umzuhören. Wobei ich mir eh nicht so sicher bin, ob das groß Sinn macht. Ich persönlich würde vorschlagen, dass ihr erstmal gesammelt zu diesem Mafiatreff geht. Wie Lockdown schon sagte: Wenn der Mob beteiligt ist, kann es eklig werden und dann sollten besser alle vor Ort sein.” Damit stellt sie ihre Bedenken klar.
Aber unmöglich wird es natürlich nicht sein, sich bei den Studenten umzuhören. Wenn man es gut macht, fällt es vielleicht nicht einmal auf, wenn man fragen stellend dort umher streift. Aber zumindest nach den mysteriösen Forschungsgruppen, die angeblich aus dem MIT&T kamen, wird man nicht suchen können, oder zumindest nur unter wirklich sehr schweren Bedingungen.
Die ehemalige Deckerin seufzt innerlich. Dieser Doktor Volt soll ja genau dort sein, wo jetzt diese Sperrzone errichtet wird. Hoffentlich ist er nicht genau da drin.
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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Adrian Kane am So Mai 28 2017, 15:50

Begleitet von einem kurzen Woelben der Augenbrauen rueckt sich die Japanerin ihre Brille zurecht, wirft dem Zwerg noch einen weiteren missbilligenden Blick zu und zieht dann ihr Kommlink aus der Seitentasche der Sporthose. Es war muessig sich mit ihm ueber seine fragwuerdige Wahl von Freunden und Vertrauten zu streiten. Eher wuerde sie die Sonne dazu ueberreden, jeden zweiten Sonntag im Monat im Westen aufzugehen, alsdass Remo diesbezueglich seine Meinung aendert und so laesst sie die Angelegenheit ruhen. Zumal wichtigere Dinge ihre Aufmerksamkeit verlangen. Sie ueberfliegt die Nachricht, tippt selbst etwas ein, danach verschwindet das Geraet wieder. Anscheinend ist man in Uebersee aus aktuellem Anlass sehr an Boston interessiert. Wenig verwunderlich, ihr Urlaub ist also jetzt wirklich offiziell zu Ende.

Ein Knight Errant Einsatzwagen rast in einiger Entfernung an der Gruppe vorbei und erinnert die Frau daran, dass diese zweitklassige Sicherheitsfirma ueber Hohenfeld zumindest indirekt in die ganze Sache involviert ist. Eine grosse Unbekannte in der Gleichung, denn aus indirekt kann sehr schnell direkt werden. Der Name ist natuerlich der blanke Hohn. Auch wenn sie selbst wenig mit Wetten und Gluecksspielen zu tun hat, so waere sie bereit eine stattliche Summe darauf zu setzen, dass kein einziges Mitglied von KE auch nur entfernt irgendwelche ritterlichen Tugenden vorzuweisen hat, geschweige denn weiss, was diese traditionell beinhalten. Ein Schwein mit Lippenstift beschminkt bleibt eben nach wie vor ein Schwein. So verhaelt es sich auch hier: ein Soeldnerverein, dem ein edler Name uebergestuelpt wurde. Nicht zu vergessen natuerlich, dass hinter alledem Ares Macrotechnology steht und die Strippen zieht.

Und dann ist da noch das mysterioese MIT&T. Ihr Blick schweift ueber die Anwesenden, am liebsten wuerde sie direkt versuchen dort reinzukommen. Unabhaengig davon, dass das Institut mit ihrem kleinen Run verbunden ist, spielt da auch noch persoenliches - und berufliches - Interesse eine Rolle. Dennoch, ihre Augen bleiben kurz an Doe haengen bevor sie die einheimische Orkin betrachten, ist es vielleicht sinnvoller geschlossen diese ganze Mafia-Sache vorher aus dem Weg zu bekommen. "Ich stehe dem Aufteilen ebenso skeptisch gegenueber," sagt sie, ohne die ehemalige Deckerin dabei eines Blickes zu wuerdigen. Ihre Stimme ist verhaeltnismaessig leise und ihr English klingt so, als haette sie bei einem Briten gelernt, was ja auch der Fall ist. "Diese...Morellis," sie spricht den Namen so aus als sei er etwas schmutziges, "sind vielleicht kooperativer wenn wir in voller Gruppenstaerke dort eintreffen. Wegen ihres kleinen Disputes koennen sie sich Verluste in den eigenen Reihen sicher nicht erlauben."

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Elodriel am Di Mai 30 2017, 14:33

Hawkeye kann auf seinem Weg in die Rox immer wieder Streifenwagen von Knight Errant sehen, die in Richtung Hub unterwegs sind oder nach Cambridge. Wenn das so weiter geht, werden die noch auswärtige Kräfte her schiffen müssen oder einen anderen der Sicherheitskonzerne als Subunternehmer verpflichten. Das wäre für diese Prestigemarke von Ares Macrotechnology gewiss ein herber Dämpfer. Nein, das werden sie gewiss nicht machen.
Der Scharfschütze macht einen Bogen um den Hub, um gar nicht erst in die Verlegenheit zu kommen, im Verkehr festzustecken. Umwege sind schließlich nur dann schlimm, wenn sie auch in einer längere Reisezeit münden.
Auf dem Weg kommt es immer wieder zu neuen Meldungen. So lässt NeoNet verkünden, dass Turm Vier ihrer Zentrale vorerst geschlossen und evakuiert wird, da nach dem Angriff die Integrität der Konstruktion nicht mehr gesichert ist.
Als er gerade durch South Boston fährt, erreicht ihn eine Sprachnachricht von McCarthy: “Hallo Steiner, ein Freund des verschwundenen Informanten hat ebenfalls Leute zusammen getrommelt, die Herrn Hohenfeld ebenfalls finden sollen. Sollte es sich ergeben, wäre eine Zusammenarbeit vielleicht nicht schlecht. Dann können Sie auch gleich ein Auge darauf haben, dass diese Leute sich benehmen. Ich versuche noch herauszufinden, wie man sie erreichen kann. Aber vielleicht suchen sie ja auch schon an der gleichen Stelle, wie Sie, also halten Sie die Augen offen.“

Auch von South Boston aus sind immer noch Leute unterwegs gen Boston Downtown. Dort muss es inzwischen wirklich voll sein. Was so ein Drachenereignis doch nicht alles an Schaulustigen anzieht.
In den Nachrichten wird derweil darüber geklagt, dass dieser Zwischenfall vermutlich einige Spieler der Red Sox verletzt haben wird und was das nun wohl für die weitere Saison bedeutet. Schadensersatzklagen gegen diesen Drachen sind im Gespräch, aber eventuell auch gegen Celedyr oder gleich NeoNet.
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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Thorgrimm am Mi Mai 31 2017, 01:57

Ein breites Grinsen macht sich auf Lockdowns Gesicht breit, als sie bemerkt, dass sie von allen Seiten Zustimmung bekommt. Ja, so muss das sein. Jetzt bereut sie es etwas, ihre Zweifel nicht offen ausgesprochen zu haben. Denn nun sammelt jemand anderes dafür die Lorbeeren ein. Zumindest in den Augen der Orkin. Allerdings wird sie sich daran früher oder später gewöhnen müssen. In dieser Gruppe wird sie nicht die Einzige sein, die gute Ideen hat oder richtige Entscheidungen treffen kann. Mal ganz davon abgesehen, dass sich der Weg, die Morellis zu besuchen, erstmal als kein völliger Reinfall herausstellen muss. Bei den Leuten kann man nie sicher sein, was auf einen zukommt.
Als dann auch noch eine Mitteilung über ihr Kommlink zum MIT&T kommt und die Schieberin erklärt, dass dies Probleme bedeutet, ist für Lockdown alles klar. Zwei der vier Möglichkeiten, die Doe aufgezählt hat, haben sich direkt als Blödsinn entpuppt und an die Studenten und das MIT&T ist momentan schwer ranzukommen. Allein aus diesem Grund wäre es am besten, sich zuerst bei der Mafia umzuhören.
Energiegeladen, wie Lockdown ist, will sie nicht weiter abwarten. Wer braucht schon einen Plan? Sie können sich was überlegen, wenn sie an ihrem Zielort angekommen sind. "Dann is ja alles klar. Ich hoffe, ihr habt alle ne Karre mitgebracht. Ich weiß wo wa hin müssen und die bestn Wege dahin, also solltet ihr mir folgn." Es ist mehr eine Klarstellung als ein wirklicher Vorschlag.

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Elodriel am Sa Jun 03 2017, 21:40

Da sich die Mehrzahl der Runner gegen das Aufteilen ausspricht, wird nun eben beschlossen, dass alle zusammen zu dem Restaurant fahren, von dem Lockdown sich Hinweise verspricht. Der Rigger und die Shintomagieadeptin holen ihre Fahrzeuge noch vom Transferbereich des Flughafens und sind dann auch fertig. Da Sachiko selbst nicht fährt, sondern immer nur von GridGuide fahren lässt, wird festgelegt, dass ihr Fahrzeug bis nach Southboston mitgenommen und dort dann sicher abgestellt wird. Von dort aus wird sie dann bei Remo mitfahren. Auch für Kitty sollte dann noch genug Platz bei Remo oder bei Do3 zu finden sein.
Um vom Flughafenbereich weg zu kommen, schlagen Do3 und Lockdown fast gleichzeitig vor, dass man besser eine Fähre nimmt, um dem Hub und dem Chaos drum herum zu entgehen.

Schließlich, es ist 23 Uhr durch. fahren die Runner durch die Rox und jeder erkennt darin das schlimmste Viertel seines jeweiligen Herkunftsorts wieder. Viele heruntergekommene Autos. Müllberge, auf denen sich Leute um Überreste dessen kämpfen, was andere als Unrat weggeschmissen haben.
Allerorten steigt öliger Rauch auf, da wo Leute etwas über offenen Flammen zubereiten.
Polizeistreifen sehen sie hier keine, dafür überall Gangzeichen, die an Wände oder sonstige Gegenstände gesprüht sind.
Die Matrix ist zwar vorhanden, aber hier gibt es wesentlich weniger AR-Anzeigen, die die Umgebung aufhübschen würden. Nur wenige Geschäfte, die es trotz all des Elends immer noch gibt, nutzen VR-Anzeigen als Schildersatz. Auch AR-Werbung ist hier deutlich seltener.
Nachrichten werden immer mal wieder von Rauschen gestört, aber man kann weiterhin erfahren, was in der Stadt so los geht. Und immer wieder wird man aufgefordert, nach Hause zu gehen.
Die Sperrzone um den Fenwaypark ist ausgeweitet worden. Es wurden sogar Zelte und Wohnwagen aufgestellt, was wohl deutlich macht, dass die Leute in dem Sperrgebiet so schnell nicht dort raus gelassen werden sollen.
Die verstärkte Polizeipräsenz scheint zugleich Aggressionspotential bei Squattern und ähnlichen zu schüren. Oder diese erhoffen sich, dass die Polizei durch die Situation weniger gut durchgreifen kann. Jedenfalls gibt es immer mehr Berichte von rücksichtslosen Angriffen durch Squatter auf Polizisten und Zivilisten.
Die Spekulationen über die Identität des Drachen gehen weiter, manche sprechen auch schon von einer Wiederauferstehung von Dunkelzahn. Und der schillernde Regen, den er produziert habe sei ein Weg zur Erleuchtung.

Das Restaurant, dass Lockdown als Ziel auserkoren hat ist in einem guten Zustand und ein italinischer Klischee-AR-Koch heißt alle Gäste willkommen. Die direkte Umgebung des Restaurants ist sauber gehalten und Squatter sind auch keine zu sehen. Das Team kommt dort etwa halb zwölf Uhr nachts an. Laut AR-Anzeige wird um 0 Uhr geschlossen

Drinnen sitzen an einem Tisch drei Gestalten und beäugen jeden eintretenden Gast misstrauisch, ehe sie sich wieder ihrem Kartenspiel zuwenden. Hinter einem Tresen sitzt ein Zwerg mit mediteranem Erscheinungsbild und guckt auf einen Bildschirm, auf dem ein Fussballspiel gezeigt wird. Lauthals brüllt er den Bildschirm, oder wohl eher die Spieler der einen Mannschaft, an, dass er noch nie solche Versager gesehen habe. Wutentbrannt schleudert er ein Glas gegen eine Wand.

Die Runner bekommen von Tinkerbox eine Nachricht, dass sie von McCarthy erfahren hat, dass dieser auch einen unabhängigen helfer eingestellt habe. Sie möchte wissen, ob die anderen Runner mit dieser person in Kontakt treten wollen, dann würde sie den kontaktieren und ein Treffen organisieren.

Gigatron ist während der Fahrt still geblieben. Aber die Gruppe kann herausfinden, dass das einen grund hat. Er ist nämlich stumm. Dafür teilt er ihnen per Matrix mit, wenn er etwas mitzuteilen hat.
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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Kitty am Di Jun 06 2017, 13:38

Kitty nimmt die Chance war einige Minuten mit Remo allein sein zu können. Sie sich ist nicht ganz sicher, ob er ihre Entschuldigung wirklich angenommen hat. Als sie im Wagen sitzen, beginnt sie ohne Umschweife und ohne ihre sonst so spielerische Art zu sprechen, das Thema zu erklären. „Chummer, hör zu. Damals bekam ich einen Anruf, der absolute Priorität hatte.“ Der Zwerg fährt wie damals manuell und konzentriert sich auf die Fahrbahn. Er signalisiert Kitty seine Aufmerksamkeit mit einem erhobenen Augenbrauen und einem zustimmenden Laut. Die Elfe redet weiter. „Ich erfuhr, dass mein Gefährte ermordet sein sollte und dass meine Abreise aus Deutschland keinen Aufschub duldete.“ Kitty nimmt die Brille ab und lässt sie in einem Etui im Rucksack verschwinden. Dann sieht sie aus dem Fenster. Es ist erkennbar, dass die Erinnerung sie immer noch schmerzt. „Ich hatte einfach keine Zeit euch in Kenntnis zu setzen. Mit der erstbesten Gelegenheit ging ich also zurück nach Seattle. Mit Zira, seine und meine Schieberin und beste Freundin, drehte ich jeden Stein und jedes Blatt um. Doch als meine gewünschten schnellen Ergebnisse ausblieben, fiel ich in ein Loch. In dem ich fast zwei Jahre verbrachte.“ Während sie redet schnürt sich ihre Kehle immer weiter zu und die diamantblauen Augen füllen sich mit Tränen. Kitty schluckt hörbar schwer und wischt sich mit dem Handrücken über die Augen. Aus ihrem Rucksack holt sie eine Wasserflasche und nimmt einen Schluck. Sie kommt sich vor wie in einem dieser SimSin-Streifen, in denen sich zwei Cops im Auto ihre Lebensgeschichte erzählen, damit die Handlung dramatischer wird. Bei dem Gedanken lächelt die Elfe >>scheiß auf das Klischee<<denkt sie und kommt zum Thema zurück. „Weißt schon, Partys, BTL, Totalabsturz. War wieder die naive dumme kleine Katharin. Geblendet vom Glitzer der großen Stadt.“ Katharin seufzt. „ Auf irgendeinem Trip hab ich mir dann das Auge hier verpasst. Völlig verrückt! Ich, die die Magie manipuliert. Katze war ziemlich sauer.“ Sie deutet auf ihr Cyberauge. „Naja, haben beide damit leben gelernt und in der heutigen Zeit doch verdammt praktisch. Aber ich schweife ab. Irgendwann kam Zira wieder zu mir und schor mir das Fell.“ Die Katze wuschelt sich durchs kurze Haar. „Und dann ging es wieder auf die Jagd. Zira hatte neue Hinweise, dass mein Gefährte noch leben könnte. Tja und jetzt sitze ich hier. Ende der Geschichte.“ Kitty setzt ihre Brille wieder auf und sieht aus dem Fenster. Sie erwartet nicht von Remo, dass er antwortet. Das muss er auch nicht. Zu ihrem Glück steigt nun Sachiko in den Wagen. Kitty grüßt diese mit einem Nicken. Dann fahren sie schweigend weiter.

In der Bar steuert Kitty direkt den Tresen an. „Ein Tequila und ein Schälchen Milch“ Flötet sie dem Barkeeper zu und zwinkert schelmisch. Dieser guckt die Elfe verwirrt an und brummelt irgendwas von, nur verrückte unterwegs heute, schenkt dann aber ohne weitere Kommentare den Tequila in ein Glas. „Danke.“ Lächelt die Katze und stürzt das Gebräu in einem Zug hinunter. Das hatte sie nach diesem seelischen Strip vor dem Zwerg verdammt nötig. Ihr Blick wandert durch die Bar und sie wartet ab was die anderen tun.


Zuletzt von Kitty am Fr Jun 23 2017, 14:59 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Adrian Kane am Do Jun 08 2017, 17:12

Remo platziert sich selbst neben der Katze am Tresen. Nicht ohne zuvor noch ein Wort ueber zu hohe Barstuehle zu verlieren, natuerlich. Er nickt dem anderen Zwerg kurz zu. Dann ordert er einen italienischen Kraeuterlikoer, dessen Namen er nur schwerlich richtig aussprechen kann, rueckt sich seinen Kragen zurecht, und zuendet sich eine an. "Weisste," beginnt er auf Deutsch, "Scheiss auf den Run damals. Wir alle tun Dinge fuer die Leute, die uns wichtig sind, is halt so," er zuckt mit den Schultern, prostet ihr zu und leert das kleine Getraenk. Sein Blick wandert kurz zu dem Spiel, aber natuerlich hat er keine Ahnung wer da gegen wen spielt und warum es so wichtig ist, darueber Glaser zu zerhauen. "Alles gut," brummt er noch, nur fuer den Fall, dass es seinen Worten an Deutlichkeit mangelte. Mann-Frau Kommunikation ist ja schon seit tausenden von Jahren problembehaftet und gepraegt von Missverstaendnissen. Er wird sicher keinen Groll gegen wen wegen irgendwas hegen, was er selbst genauso gehandhabt haette. Ihm liegt mehr auf der Zunge, aber manchmal ist Schweigen die beste Medizin.

Seine Gedanken wenden sich wieder der aktuellen Situation zu. Er wuerde den anderen hier erstmal das Reden ueberlassen, ganz besonders der Orkin, auch wenn ihn insgeheim das Gefuehl beschleicht, dass man den ausrangierten Superstar besser nicht zu lange reden lassen sollte wenn man sich nicht Aerger einhandeln will.

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Kitty am Do Jun 08 2017, 22:27

"So ka, chummer, wir verstehen uns, so ka." Kitty prostete ihm zurück.

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