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Prolog: Vermisst in Boston

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Elodriel am Fr Mai 25 2018, 10:36

Remos Drohne, die über dem Schutthaufen kreist, kann nichts entdecken. Der Turm ist komplett zusammengebrochen und die Reste stehen in Flammen. Es ist zwar gewiss denkbar, dass sich da irgendwo ein Hohlraum unter den trümmern gebildet hat, aber das ist sehr unwahrscheinlich.
Für lange Sensorabtastungen bleibt jetzt auch keine Zeit mehr, denn schon können die Luftdrohnen des Zwergs wahrnehmen, dass die beiden Drohnen, die gerade die Bomben abgeworfen hatten eine Kehre fliegen. Sie wollen wohl zurück kommen.

Die Gruppe aus Befreiten und Befreiern stürmen aus dem Notausgang. Einige Feuerstöße von Hawkeye und Lockdown sorgen dafür, dass die Wachen direkt vor Ort endgültig kein Hindernis mehr darstellen. Do3 und Kitty, aber auch Hohenfeld, treiben die Befreiten noch einmal verstärkt an und diese mobilisieren ihre letzten Kraftreserven, um über das Gelände bis zum Zaun zu laufen. Die Wissenschaftlerin und die Zwergin müssen dabei am meisten kämpfen, die eine wegen schlechter Kondition und die andere wegen sehr kurzer Beine. Hohenfeld und der Ork kommen noch am besten mit und erreichen auch als erste, zusammen mit Lockdown den Zaun.
Die ersten Schüsse der Verstärkung der Wächter pfeifen ihnen um die Ohren und die Bomberdrohnen setzen zum Überflug an, haben wohl den Punkt als Ziel, wo die Flüchtenden gerade das Gelände verlassen wollen. Oder ist Remos Wagen ihr Ziel? Beides ist möglich bei dem Anflugvektor.
Hawkeye hat die Waffe gewechselt und feuert nun längere Salven in Richtung der neu dazu kommenden Wächter, um diese auszubremsen, damit die Flucht gelingen kann. Einige Treffer muss er dabei selbst auch einstecken.
Hohenfeld und der Ork unterhalten sich kurz und nicken sich zu. Beide fixieren eine der Bomberdrohnen und hantieren dann in der Luft herum. Kurz bevor die Drohnen das Zielgebiet erreicht haben und Hawkeye bereits erste Schüsse darauf abgibt, auch wenn er kaum Aussicht auf nennenswerte Erfolge hat, schert die eine Drohne plötzlich aus und rammt die andere. Beide trudeln Funkensprühend seitlich davon. Hohenfelds Beine geben nach und er landet unsanft auf dem Hosenboden. Auch der Ork wankt und hat sogar etwas Nasenbluten, aber er hält sich an der befreiten Elfe fest, die neben ihm steht.
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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Thorgrimm am Fr Jun 01 2018, 05:47

Die Chance, dass Gigatron überlebt hat, ist verschwindend gering und da jetzt auch noch Verstärkung kommt, haben sie einfach keine Zeit, nach dem Hacker zu suchen. Zu schade, er hat gute Arbeit geleistet. Es ist immer traurig, jemanden bei einem Run zu verlieren aber jetzt müssen sie alle nach vorne sehen und weitermachen, damit sich nicht noch jemand zu Gigatron gesellt. Lockdown konzentriert sich auf die wenigen Wachen, die sich ihnen noch in den Weg stellen und entledigt sich dieser mit Hawkeyes Hilfe.
Der Zaun ist nur noch wenige Meter entfernt, als sich zwei Drohnen nähern, die auch schon den Turm und Gigatron in Schutt und Asche gelegt haben. Nicht gut. Doch Hohenfeld und der Ork vollbringen irgendein Wunder. Wie schon zuvor, zeigen sie, dass sie irgendwelche Kräfte besitzen. Das hat auch die Orkin jetzt verstanden. Sie weiß nicht was - ob es irgendeine Art der Magie ist oder nicht - aber es ist erfolgreich. "Gute Arbeit. Jetzt auf mit euch! Wir dürfen keine Zeit verlieren!" ruft sie Hohenfeld und dem Ork zu. Wie sie es schon bei Magiern gesehen hat, scheint sie der Einsatz der Kräfte stark in Mitleidenschaft zu ziehen. Allerdings immer noch besser, als eine Bombe auf die Fresse zu kriegen.
Sie schießt reflexhalber noch einige Salven auf die näherkommenden Wächter aber greift bald nach zwei Rauchgranaten und wirft diese zwischen ihre und die andere Gruppe. Sich jetzt eine Schießerei zu gönnen, würde tödlich für sie ausgehen. Nein, Rückzug war angesagt und der funktioniert am Besten, wenn man sie nicht sehen kann. Der dichte Rauch würde verhindern, dass gezielt auf sie geschossen werden kann. "Los los los!" ruft sie den Nachzüglern zu - bleibt aber selbst am Zaun stehen. Sie wird erst als Letztes gehen und dem Rest Rückendeckung geben, wenn es nötig ist.

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Adrian Kane am So Jun 10 2018, 01:57

Sachiko goennt sich den Luxus einer Sekunde um verdutzt drein zu schauen, was natuerlich den anderen hinter ihrer Maske verborgen bleibt. Die ganzen kleinen Fehlfunktionen der Wachen, deren generell oft unkoordiniert wirkendes Verhalten, alles scheint mit einem Mal etwas mehr Sinn zu machen, obschon sich das grosse Ganze ihr natuerlich noch verschliesst. Wer genau sind diese Leute? Irgendeine Art Decker zweifellos, aber nicht im traditionellen Sinn. Es spielt jetzt keine Rolle. Erstmal muessen sie hier raus. Bevor Hohenfeld es sich auf dem Boden gemuetlich machen kann greift auch schon ihr linker Arm unsanft nach dem Mann. Sie geht halb in die Hocke und legt sich dessen rechten Arm ueber die Schulter. "Los. Du kannst dich nachher noch genug ausruhen", sagt sie in einem Tonfall, der keinen Raum fuer Widerworte laesst. Das zusaetzliche Gewicht des Mannes zieht sie nach unten, aber sie ist durchtrainiert genug ihn schnell auf die letzten Meter zum Van zu schleifen oder ihn sich notfalls ueber die Schulter zu werfen.

Lockdown beweist einmal mehr, dass sie in einer Kampfsituation zu gebrauchen ist und die Rauchgranaten tun ihr uebriges um den raschen Rueckzug zu decken. Es herrscht blankes Chaos. Eine Kakophonie aus Rauch, Schreien und Kugeln. Remo flucht irgendwas ueber Funk, doch die Japanerin konzentriert sich darauf den Mann in den Van zu hieven. Und dafuer hat sie ihren Urlaub abgebrochen. Es ist fast zum Lachen. Und dennoch, etwas in ihr hat Spass daran, hier zu sein. Dieser eine rebellische Lebensfunke, der nach wie vor die Lust an Kampf und Abenteuer durch ihren Koerper sendet. Die Lust daran, sich mit anderen zu messen oder selbst einfach nur Chaos zu stiften. Vielleicht ist er mit dem zunehmenden Alter weniger geworden, aber irgendwo tief in ihrem Inneren kann sie den Ruf nach wie vor hoeren. Ausserdem wuerde ihr Arbeitgeber sicher sehr interessiert an den Geschehnissen hier sein. Das Talent Drohnen scheinbar ohne technische Hilfsmittel vom Himmel zu holen ist in der Tat selten. Sie schuettelt den Kopf und springt auf einen der Vordersitze, gibt ihrem Zwerg dabei den Daumen nach oben. Zeit zu verschwinden.

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Kitty am Mo Jun 11 2018, 20:28

Als letzte der Gruppe schlüpft Kitty an Lockdown vorbei und klopft ihr zwei mal auf, naja da Lockdown eine große stattliche Orkin, ist wäre es die Schulter gewesen. So erwischt die Katzenfrau den Bereich unter einer der Schulterblättern, falls Lockdown überhaupt etwas gespürt haben sollte.

Zusammen mit dem Rest der Gruppe zwängt sich Kitty in den Van. Hoffentlich ist bald Zeit für ein ordentliches Bad, wenn das so weiter geht, fängt sie auch noch an zu schwitzen. Was die reinliche Straßenhexe sehr gern vermeidet.

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Elodriel am Mo Jun 18 2018, 22:58

Hohenfeld kommt, gestützt von Sachiko, die dafür ihre Adeptenkraft des Stärkeschubs anwenden muss bis zum Fahrzeug von Remo. Die anderen befreiten werden auf dieses Fahrzeug und die Wagen von Do3 und Hawkeye verteilt, so schnell es geht.
Während alle in die Fluchtfahrzeuge drängen, passiert etwas sehr eigenartiges. Genau in dem Moment, als die Uhr in den AR-Anzeigen oder sonstigen Zeitanzeigern auf Null Uhr springt, schaltet sich die Matrix scheinbar ab.
Die Befreiten, außer der Wissenschaftlerin fassen sich alle an den Kopf und stöhnen schmerzerfüllt auf.
Remo, der das MCT-Netz nutzt, verliert die Verbindung zu seinen Drohnen. Die, die noch unterwegs sind, steigen auf Autopilot um und setzen die letzten Befehle um, die sie noch bekommen hatten. Zum Glück waren die meisten gerade mit einem Rückzugsbefehl versehen, weshalb sie zum Wagen des Zwergs fliegen und fahren. Auch alle anderen Anzeigen, die ihm über AROs geliefert werden, sind weg, aber die Drohnen sind für ihn in diesem Moment sicher das Wichtigste.
Alle anderen nutzen im Einsatz das öffentliche Gitter, weil gegnerische Hacker es in diesem langsameren Matrixgitter schwerer haben. Bei ihnen verschwinden ebenso die AR-Anzeigen, keine Information mehr darüber, wie der Munitionsstand ist, keine direkte Kommunikation mit den Teammitgliedern.
Der einzige, dem das alles wohl nicht auffällt, ist Do3, der genervt die Befreiten, die gerade bei ihm einsteigen wollten und nun scheinbar einen Anfall haben, in das Innere seines Autos hievt.
Aber auch die Verteidigungstruppen scheinen die gleichen Probleme zu haben. Der Vormarsch wird abgebremst, die Türme, die gerade anfingen, zum Leben zu erwachen verharren wieder in der Bewegung. Für Remo sieht es genau so aus, wie sich eine Drohne verhält, wenn ein Rigger, der in die rein gesprungen ist ausgeworfen wird.
Das macht ihm auch eines bewusst: Er sollte sich jetzt auch nicht per Kabel in sein Fahrzeug einstöpseln, denn auch das läuft über die Matrix. Also gutes altes manuelles Steuern.

Sobald alle eingestiegen und halbwegs sicher untergebracht sind, rast der kleine Konvoi über den Waldweg weg von Blue Hills. Im Halsbrecherischen Tempo durchqueren sie das große Naturareal und werden, sobald sie die Stadt sehen können von einem Anblick empfangen, den man schon lange nicht mehr gesehen hat...eine Großstadt ohne Lichter. Jedenfalls keine technischen Lichter. Feuerschein ist immer wieder mal zu erahnen, auch aus dieser Entfernung.
Aufgrund der Mikrotransceiver, deren Funkfrequenz unabhängig von der Matrix agieren,können sich die Fahrer abstimmen und gemeinsam nutzt man die Ortskenntnis der Bostoner Runner oder besser die Kartensoft von Lockdown, die dafür immer wieder anhalten muss, um auf das Display ihres Kommlinks zu sehen, statt sich die Karte einfach ins Sichtfeld projizieren zu lassen, um einen Weg durch die NEMA zu finden und die KE-Station in Revere zu erreichen.
Auf dem Weg müssen sie immer wieder Umwege machen, um großen Gruppen von Menschen verschiedener Metatypen aus dem Weg zu gehen, die gemeinsam durch die Gegend schlurfen, dann aber sehr schnell auf die Autos der Runner zu rennen und dabei sehr offensichtlich feindliche Absichten hegen. Aber auch so manchen Go-Gangs, und Konzernsicherheitstruppen muss aus dem Weg gegangen werden. Letztere sind dabei aber stets nur darauf bedacht, die Einrichtungen unter ihrem Schutz zu bewachen. Irgendwelche Ausschreitungen, die sie nicht direkt betreffen, interessieren sie wohl auch nicht.
Der befreite Ork, der mit in Remos Wagen gezwängt ist, gibt irgendwann ein “Jah, da ist es! Das lokale Netz der NEMA ist da. Ich konnte es betreten. Aber es ist schwächer als sonst. Weist mehr Rauschen auf. Aber was ist das? Nein! Das...das...Boston ist unter Quarantäne gestellt worden. Abgeriegelt...das können die doch nicht...was ist passiert?” Er sieht sich im Wagen um, erhofft sich wohl Antworten von den anderen.
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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Adrian Kane am Sa Jun 23 2018, 18:57

"Was zur...", entfaehrt es dem Zwerg unglaeubig. Leider ist die Zeit fuer ausschweifende Kommentare knapp bemessen und so beschraenkt er sich darauf sicherzugehen, dass alle seine Drohnen wieder einigermassen sicher verstaut sind bevor er den alten Kasten, der wohl in Nordamerika als strassentuechtiges Fahrzeug durchgeht, in einen Gang wirft und mit quietschenden Reifen den verdammten Komplex hinter sich laesst. Blue Hills nie mehr wieder zu sehen waere noch zu frueh, findet er. Waehrend der Fahrt setzt er immer wieder zu einem Fluch an, den er entweder in der Mitte abbricht oder der sich in einem undeutlichen Gebrummel verliert, von der hohen Umdrehungszahl des Motors uebertoent. Sachiko, an seiner rechten Seite sitzend, hat mittlerweile die Maske abgenommen und schliesslich auch gemerkt, dass etwas nicht stimmt. "Sag mal", versucht sie es vorsichtig, doch sie wird mitten im Satz abgeschnitten. "Nein. Funktioniert auch bei mir nicht. Was auch immer die Idioten da drueben gerade wieder treiben, verdammte nudelschluerfende Schlitz...", schnappt er und zuendet sich eine Kippe an bevor er noch was sagt, was er vielleicht spaeter bereut. Was natuerlich unwahrscheinlich ist, denn ein Zwerg sagt immer stets und zu jeder Zeit das Richtige und nie etwas was er irgendwann mal bereut. Meistens zumindest. Die Japanerin ist offensichtlich schlimmeres gewohnt und hebt zur Antwort nur eine Braue waehrend sich der Van hart genug in eine Kurve legt, dass man sich im Inneren besser festhalten sollte.

Der Anblick der finsteren Stadt, die sich vor ihnen aufbaut wie ein schlafendes Ungetuem, traegt auch nichts dazu bei die Laune des Zwerges anzuheben. Ganz im Gegenteil. Remo 'unplugged' simmert still vor sich hin wie ein Schnellkochtopf, den man vor zu langer Zeit auf dem Herd vergessen hat. Entsprechend knapp und kurz angebunden sind auch seine Antworten, wenn man sich zwecks Wegfindung ueber Funk abstimmt. Als sie naeher an die KE-Station kommen und durch eine Gegend fahren, die weniger ausladend und gefaehrlich aussieht faengt der Ork an zu reden. Der Zwerg setzt sich an die Spitze der Kolonne nur um dann auf die Bremse zu latschen und somit die anderen Fahrzeuge zum Halten zu Zwingen. "Du. Raus", raunt er den Ork ueber die Schulter an bevor er selbst aus dem Wagen springt. "Warte mal", versucht Sachiko noch zu sagen, doch es ist bereits zu spaet und so bleibt ihr nur selbst aus der Beifahrertuer zu springen und sich um Schadensbegrenzung zu bemuehen. Mit der wuchtigen Autoritaet eines vollgeladenen Gueterzugs stapft der Zwerg um dem Van herum. Do3 nutzt die Gunst der Stunde sich um eine seiner "Patienten" zu kuemmern, die Elfe wie es scheint. "Warte mal", versucht auch er es mit einer ausladenden Geste, die den kleineren Mann wohl davon abbringen soll, naeher zu kommen. Er findet sich halb auf der Motorhaube liegend wieder.

Remo kommt vor der Wissenschaftlerin, die sich aus einem der Autos gehievt hat, zum stehen. "Du. Du. Du. Und ganz besonders DU", er deutet mit dem Finger auf einige der Befreiten und endet beim Ork, der daraufhin zusammenzuckt als haette ihn eine unsichtbare Energielanze getroffen. "Drei Dinge kann ich nicht ausstehen. Erstens: Wenn ich keine Verbindung zu meinem Bevorzugten Netz und mit meinen Drohnen bekomme", er unterstreicht die Aussage indem er anfaengt an seinen Fingern abzuzaehlen. "Zweitens: Wenn ich Leute bei einem Run verliere. Und Drittens: Wenn ich im Dunkeln gelassen werde."
Er laesst die Worte einen Moment einwirken, greift in die Manteltasche und holt von dort eine weitere Kippe hervor, die er sich anzuendet. "Ihr paar Kellerasseln erzaehlt mir jetzt besser ein paar erhellende Worte, damit angefangen wer oder *was* ihr seid und warum ihr koennt was ihr koennt", er nimmt einen tiefen Zug und stoesst dann blauen Rauch aus, der sich im Dunkel der Nacht verfluechtigt. "Der naechste, der sein Maul aufmacht gibt mir besser ein paar Antworten oder ihr werdet euch noch ins Blue Hills Ferienparadies zurueckwuenschen."

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Thorgrimm am Do Jun 28 2018, 15:39

Erst als auch der Rest der Gruppe und Befreiten an ihr vorbeigelaufen sind und sich auf die Wagen aufteilen, macht sich auch Lockdown auf den Weg. Noch bevor sie allerdings eines der Fahrzeuge erreicht, verdünnisieren sich einfach die AR-Anzeigen aus ihrem Sichtfeld. "Was zum..." ruft sie ärgerlich und schlägt gegen ihre ballistische Maske, die einen Großteil der Technik enthält. Altbewährte Methoden funktionieren meist ganz gut aber hier bringt rohe Gewalt nicht besonders viel. Die Anzeigen kommen nicht wieder und so verliert sie auch die Möglichkeit, auf diesem direkten Weg mit dem Team zu kommunizieren. "Scheiße, verdammte!" Fast hätte sie die Maske abgenommen und wütend auf den Boden geschmettert aber das Ding war teuer gewesen und im letzten Moment konnte sie sich davon noch abhalten.
Sie hilft noch dabei mit, die Gefangenen in den Wagen unterzubringen und kann dabei beobachten, dass auch die Truppen der Forschungsanlage ihre Probleme haben. Wenigstens ist das hier ausgleichende Gerechtigkeit und sie sind jetzt nicht völlig im Nachteil. Hätte auch schlechter laufen können. Da die Verteidiger durch die Probleme aufgehalten werden, kann die Gruppe zusammen mit den ehemaligen Versuchskaninchen fliehen. Während sie über Waldwege rasen, legt Lockdown ihre Maske ab und sieht sich die Technik im inneren an. Doch die scheint in Ordnung zu sein und ohnehin haben alle anderen ja auch Probleme. Was geht hier nur vor sich?
Die dunkle Stadt macht schließlich deutlich, dass es hier wohl um etwas ganz großes geht, dass nicht nur die beiden Parteien von Blue Hills betrifft. Hat sie überhaupt schon einmal so etwas gesehen? Sie konnte sich nicht daran erinnern. Eine Stadt ohne Licht. Was für eine verrückte Vorstellung - und doch ist sie wahr. Was sie aber wirklich ärgert, ist diese dämliche Karte der Umgebung, die sie sich nicht mehr einfach vor das Gesicht projizieren lassen kann. Stattdessen muss sie ihr Kommlink benutzen - wie so ein Höhlenmensch. "Was für eine Scheiße!" Immer wieder beschwert sie sich und murmelt Beleidigungen in ihren nicht vorhandenen Bart, wenn sie wieder die Karte lesen muss.
Die Autos wurden plötzlich dazu gezwungen, anzuhalten. Remo stieg aus und hatte ganz offensichtlich eine scheiß Laune. Verständlich. Ein Rigger ohne seine kleinen Spielzeuge war nicht mehr viel wert. Mal ganz davon abgesehen, dass hier einiges bei dieser Sache verheimlicht wurde. Lockdowns erster Impuls war es gewesen, dazwischenzugehen aber sie entschied sich schnell anders. Diese Leute - inklusive Hohenfeld - haben irgendwelche Kräfte, mit denen sie Technik beeinflussen können, das hat sie mit eigenen Augen gesehen. Die Wissenschaftlerin, die sie so nett befreit haben, hat sich auch noch überhaupt nicht nützlich gemacht und war außerdem sehr sparsam mit Infos. Statt sich also auf die Seite der Befreiten zu schlagen, macht sie weiter Druck.
"Bis auf Hohenfeld ham wir euch da aus purer Freundlichkeit rausgeholt." sagt sie und gesellt sich dabei ganz gemächlich zu der kleinen Gruppe. Ganz nebenbei überprüft sie ihre MP, fährt dabei mit einem Finger über den Lauf. "Wir kriegn noch nichma was für die Mühen, euch da rausgezogn zu habn. Ham soga nen gutn Mann bei der Sache verlorn." Sie entblößt ihre Hauer. "Also erzählt Onkel Remo und Tante Lockdown ma was ihr über den Haufen Scheiße wisst, der hier abgeht. Du..." sie zeigt mit der MP auf die Wissenschaftlerin. "... has was von Technomancern erzählt. Was is das? Die Kollegn hier?" Die Waffe schwenkt herum zu den Befreiten. "Ham die was mit... mit..." sie suchte vergeblich nach passenden Worten. "... dem hier zu tun?" Sie hob ihre Hände, als wolle sie die gesamte Stadt mit einschließen.

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Kitty am Sa Jun 30 2018, 22:59

Kitty versucht gerade ihrem Komlink ein paar neue Informationen über den Dachenangriff zu entlocken, als die Ziffern der Zeitanzeige auf Null Uhr umspringen und das Display schwarz wird. Auch ihre anderen technischen Geräte, die mit der Matrix verbunden sind sind tot. Verdutzt sieht sie das Gerät an, das Aufstöhnen der anderen Insassen bemerkt sie nur am Rande, verärgert, aber weniger fluchend als Lockdown, bekommt sie das Komlink wieder teilweise in Gang. Doch irgendetwas stimmte gewaltig mit der Matrix nicht. Kitty versucht mehr über den Crash heraus zu bekommen.

Als sei der Teufel höchstpersönlich hinter ihnen her, rast der Konvoi aus zwei Vans und einem Auto durch die Nacht, was in gewisser Weise auch stimmt, denn mit Konzernen legt man sich normalerweise nicht gern an. Nach diesem Kaliber an Wachpersonal und der scheinbar sehr wertvollen Ware, die sie da gestohlen haben, kann sich Kitty gut vorstellen, dass irgendein sehr wichtiger und sehr fähiger Schlipsträger die Fäden seiner Marionetten zieht.
Plötzlich macht Lockdown eine Vollbremsung, die die Insassen fast aus den Sitzen hebt. "Dreck, was ist denn jetzt los?!" Faucht Kitty und öffnet mit der Pistole im Anschlag die Schiebetür des Vans. Sie sieht den Zwerg auf sie zu stapfen, sein Gesicht ist weniger freundlich und die Runnerin steckt die Waffe wieder weg. Do3 wollte ihn aufhalten, was mit einem sicher schmerzhaften endete und den Zwerg nicht mal ansatzweise an Schnelligkeit bremst, mit der er auf sie zu kam. 

Kitty lehnt sich schmunzelnd gegen den Van und lässt den Zwerg einfach machen. Dem Gesagten stimmt sie immer wieder nickend zu, während sie die Krallen ihrer Handschuhe betrachtet und nicht vorhandenen Dreck weg schnickt. Als Lockdown geendet hatte fügt die Katzenfrau noch hinzu: "Ich bin ebenfalls Neugierig, für welche dreckigen Spielchen ich meine Krallen in Blut tränke." Ein wenig Theatralik kommt immer ganz gut, wenn es um herauspressen von Informationen geht. Diese Fähigkeit gehört zum Grundhandwerk eines Runners .

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Elodriel am Mo Jul 02 2018, 23:40

Die Befreiten sind von dem plötzlichen Halt allesamt überrascht und sprechen wild durcheinander, was nun wieder los sei.
Der Ork sieht sich fast hilfesuchend um, steigt dann aber aus, um sich dem zu stellen, was da in Form von einem erbosten Zwerg auf ihn zurollt. Abwehrend hebt er die Hände. ”Ganz ruhig, ich…” Aber weiter kommt er nicht, da lässt Remo schon seine Tirade ab. Immer mal wieder holt der Ork Luft, aber dann mischt sich auch noch die orkische Kämpferin und diese komische Elfe ein.
Die Worte von Lockdown lassen die Wissenschaftlerin empört schnaufen. ”Was heißt hier für unsere Befreiung haben Sie nichts bekommen?” Sie deutet auf die Zwergin und auf sich. ”Ich darf Sie daran erinnern, dass wir uns geschäftlich geeinigt haben. Und dieses Verhalten hier gerade gefällt mir nicht. Ich werde jetzt eine Überweisung über die vereinbarten 9524 Nuyen veranlassen, wenn Sie mir ein Zielkonto nennen. Und dann werden wir von hier aus allein weiter ziehen.” Sie sucht den Blick der Zwergin und erntet ein zustimmendes Nicken.
Etwas irritiert sieht die Wissenschaftlerin dann aber doch die Orkin an, als die weiteren Worte in ihr Bewusstsein drängen. ”Natürlich sind diese Personen die Technomancer. Ich habe doch gesagt, dass dort in diesem Labor…” Der Ork wirft ein ”Folterkeller” ein, was die Wissenschaftlerin blinzeln lässt, gar kurz nach den eigenen Worten suchen. ”Dass dort, wo Sie uns gefunden haben, an Technomancern experimentiert wurde und alle die in den Zellen waren Technomancer sind. Und um Ihre Frage zu beantworten.” Sie sieht Remo an. ”Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Leute hier sämtliche Gitter abgeschaltet haben. Jo und ich haben Ihnen auch keine Informationen vorenthalten, da wir ja ursprünglich gar nicht für Ihren Auftrag die Veranlasser waren. Das sollten Sie dann wohl mit Subjekt elf besprechen, nicht mit uns. Wie lautet nun also das Konto?” Sie wirkt tatsächlich recht selbstsicher, aber das könnte auch geschauspielert sein, Kitty zumindest glaubt, dass dem so ist.
Der andere befreite Mensch, hebt eine Hand. ”Ich bin dagegen, dass diese Frau einfach so gehen darf. Sie hat an diesen schrecklichen Experimenten mitgearbeitet. Die Leute in den Laboren werden sicher nie dafür zur B´Verantwortung gezogen, aber sie hier haben wir. Sie kann ihre Strafe bekommen.” Die Elfe, die gerade von Do3 behandelt wird nickt schwach. Die Zwergin braust auf. ”Ihr habt sie wohl nicht mehr alle!. Keiner von euch wird uns hier jetzt festhalten!” Sie nähert sich dem Mann, der den Vorschlag gemacht hat und vollführt dann vollkommen unvermittelt einen Aufwärtshaken in dessen Leibesmitte, was ihn zu Boden gehen lässt, die Hände vor den Schritt haltend und Tränen in den Augen.

Hohenfeld hat sich erstmal etwas im Hintergrund gehalten und sieht nun verwundert zwischen der Zwergin und ihrem Opfer hin und her.
Um da nun abzulenken, macht er einen Schritt nach vorn und räuspert sich. ”Mr. Remo, Mrs Lockdown, lassen Sie mich vielleicht antworten, immerhin bin ich ja der Grund, warum Sie überhaupt dorthin gekommen sind. Erstmal tut es mir wirklich sehr leid zu hören, dass Sie dabei jemanden verloren haben.” Man merkt, dass ihm das wirklich nah geht. Er muss sich räuspern und kann keinem der Runner ins Auge sehen.
Schließlich nickt er. ”Jedenfalls haben Sie ja bereits gehört, dass wir alle Technomancer sind. Darüber hatte ich Kontakt zu einigen der Entführten und deswegen ist mir die Entführung von Alice,” er deutet auf die Elfe, ”auch aufgefallen und ich hatte das ganze dem Offizier bei KE zugetragen, mit dem ich im Rahmen meiner Ausbildung zusammen gearbeitet habe. Ich hatte dann weiter geforscht und bin dann selbst entführt worden. Offenbar sind die Herren von der Mafia in dem Restaurant, in dem ich ermittelt habe stark involviert.” Er grinst schief und schüttelt dann den Kopf. ”Aber was Ihre weiteren Fragen angeht: Ich weiß auch nicht, was hier in der NEMA gerade abläuft. Aber alle globalen Gitter, also die der großen Zehn und das öffentliche Gitter sind weg...als wären sie abgeschaltet. Das lokale Gitter des Hub scheint noch, beziehungsweise wieder, aktiv zu sein. Zusammen mit diesen Mitteilungen, die man jetzt auf dem Gitter empfängt, würde ich vermuten, dass wir unter Quarantäne gestellt worden sind. So wie damals Chicago. Nur dass wir hier wohl nicht wegen Insektengeistern besorgt sein müssen...also nciht in dem Umfang, wie damals dort.”

Alle Kommlinks melden inzwischen, dass sie ein Gitter (das von Hohenfeld erwähnte lokale Gitter) gefunden haben, in das man sich einloggen kann. Normalerweise müsste man für dieses Gitter ein Abo haben, aber das ist nun wohl deaktiviert worden, so dass es nun die Stellung des öffentlichen Gitters übernimmt.

Wenn die Kommlinks wieder mit der Matrix verbunden sind, werden überall Warn-AROs sichtbar, die genau das mitteilen, was Hohenfeld gerade berichtet hat. Die NEMA ist abgesperrt, alle Bewohner sollen zu Hause bleiben und sich mit ihren Nachbarschaftsvertretern in Verbindung setzen, um die Versorgung mit Nahrung und anderen notwendigen Dingen zu klären. Keiner darf die Quarantänezone verlassen, jeder Kontakt nach Außen ist nicht mehr möglich und auch vorerst untersagt.

Kitty empfängt eine Nachricht
Kittys Nachricht:

Es ist eine Textnachricht mit Anhang. Der Absender ist Gigatron und die Nachricht ist so eingestellt worden, dass sie mit Zeitverzögerung übersandt worden ist.
Hi Kitty,
sorry, dass ich dir das Zeitversetzt schicke, aber wir mussten uns erstmal auf unseren Auftrag konzentrieren und ich war nicht sicher, ob dich das zu sehr ablenken würde.
Ich hatte mitbekommen, dass du nach einem verschwundenen Gestaltwandler gesucht hast und hier im System habe ich einen Bericht über Versuchsreihen an Gestaltwandlern gefunden. Ich habe sie an die Nachricht angehängt. Vielleicht kannst du da ja irgendwas entdecken, was dir hilft.
Bitte nicht kratzen, weil ich es dir nicht sofort gesandt habe ;)

Sachiko empfängt eine Nachricht
Sachikos Nachricht:

Die Nachricht stammt von der Mitsuhamaniederlassung in Boston, aber es ist eine Weiterleitung einer Nachricht von der Abteilung für Sonderressourcen, der Hauptniederlassung. Sie ist auf japanisch verfasst.

Seid gegrüßt Ishika-san,

wie Ihr inzwischen vermutlich bereits mitbekommen habt, ist Boston und ein Großteil der NEMA unter Quarantäne gestellt worden. Die genaueren Umstände sind schwer zu durchschauen und daher sollt Ihr eines unserer Augen und Ohren dort sein. Versucht herauszufinden, was dort wirklich geschieht und vor allem, wer dafür verantwortlich ist. Wir schlagen vor, dass Ihr das Milieu Eures Zwergs nutzt und als Shadowrunnerin arbeitet, um die Informationen zu erlangen. Es ist davon auszugehen, dass in der entstehenden Sperrzone entsprechende Aufträge verteilt werden, die Hinweise geben könnten. Unsere Niederlassung in Boston wird nur verdeckt mit Euch in Kontakt treten in dieser Sache.

Gute Jagd.
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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Adrian Kane am Di Jul 24 2018, 19:15

Innerlich seufzend lehnt sich die Japanerin mit vor der Brust verschraenkten Armen gegen den Van. Die Nachtluft ist angenehm kuehl in ihren Lungen und im Gegensatz zu ihrem Zwerg fuehlt sie sich recht entspannt. Warum auch nicht, schliesslich haben sie einmal mehr ueberlebt. Das hier jetzt ist zwar interessant aber auch nicht viel mehr als ein entspanntes Nachspiel nach dem eigentlich Hauptakt. Die Nachricht nimmt sie ohne jegliche Regung zur Kenntnis. Geregelte Arbeitszeiten und Feierabend waren Begriffe, die in ihrem Beruf seltsam anmuteten und wenn ueberhaupt wundert es sie ein wenig, erst jetzt vom Arbeitgeber, der selbst mehr als ein paar Technomancer Leichen im Keller aufzubieten hat, gehoert zu haben. Fortschritt hat nun eben oft seinen Preis. Dennoch, vielleicht ist es ja Karma, dass sie hier diesen Leuten hat helfen koennen. Mit einer kleinen Handbewegung rueckt sie sich ihre Brille zurecht und leitet Aufnahmen der Zwergin und der Wissenschaftlerin, mit den ueblichen Sicherheitsvorkehrungen, an die lokale Zweigstelle weiter. Immerhin koennten die Beiden interessante Informationen haben, wenn man dies weiterverfolgen wollte, haette man jetzt die Moeglichkeit dazu. Alles weitere liegt nicht mehr in ihren Haenden. Was den Rest der aktuellen Situation anbelangt, so haelt sie sich zunaechst zurueck. Obschon das hier nicht gerade die einladenste Gegend ist, scheint sich zumindest auch niemand daran zu machen sich auf die Gruppe zu stuerzen.

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Thorgrimm am Do Jul 26 2018, 02:10

"Ihr geht nirgendwo hin." erwidert Lockdown nur auf die Worte der Wissenschaftlerin. Sie hebt dabei ihre Waffe nur einen Hauch an. Genug, um ihre Worte deutlich zu unterstreichen, ohne direkt zu kampfeslustig zu wirken. Die ganze Sache mit dem Geld ignoriert sie komplett. An irgendein Geschäft kann sie sich nicht erinnern - nur ein paar Worte. Sie haben sich noch nicht mal die Hand zur Bestätigung gegeben. Davon ganz abgesehen sind die 9000 Nuyen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und nicht der Rede wert. Zumindest nicht wenn man daran denkt, wen sie hier eigentlich vor sich haben und was diese Person getan hat. Leicht verärgert und genervt hört sich Lockdown das Geschwafel der Frau weiter an. Dass sie so selbstsicher ist, obwohl sie quasi nichts in der Hand hat, macht die Orkin nur noch wütender. Da hier aber alles kreuz und quer geht und jeder durcheinander redet, kommt sie gar nicht erst dazu, großartig etwas zu tun. Stattdessen beschränkt sie sich darauf, ihren Gefühlen deutlichen Ausdruck zu verleihen und guckt grimmig umher.
Erst als Hohenfeld beginnt zu reden, hört Lockdown wieder richtig zu. So wirklich klar kommt sie mit dem Begriff der Technomancer immer noch nicht aber jetzt ist wahrscheinlich auch der falsche Zeitpunkt, sich darüber näher zu informieren, weshalb sie die ganzen Infos erst einmal nur aufnimmt. Auch wird ihr nicht genauer erklärt, um was für Experimente es sich gehandelt hat und wieso man überhaupt an den Leuten experimentiert hat aber eigentlich ist ihr das auch egal. Sie ist nicht hier, um der ganzen Scheiße auf den Grund zu gehen, sondern um Hohenfeld zu retten und das hat sie getan. Der Rest ist ihr Schnuppe.
Hohenfeld erklärt, wie es zu seiner Entführung gekommen ist und Lockdown nimmt sich fest vor, diese Mafiosis ordentlich zusammenzuschlagen, sollte sie nochmal auf sie treffen. Was den Rest angeht, versteht sie nur, dass die Kacke ordentlich am Dampfen ist. Unter Quarantäne gestellt - aus welchem Grund auch immer. Ganz toll. Das bedeutet mehr oder weniger, dass sie Hohenfeld jetzt auch erstmal nicht abliefern können und auf ihn aufpassen müssen. Sie hätte sich was Besseres vorstellen können, in so einer Situation Kindermädchen zu spielen. Was sollen sie jetzt nur tun? Was machen sie mit der Wissenschaftlerin und den ganzen Technomancern?
"Man ich glaub ich brauch was zu saufn." seufzt Lockdown etwas niedergeschlagen. Die Situation überfordert sie. "Was machn wa mit denen?" wendet sie sich an ihre Runnerkollegen und zeigt dabei auf den Haufen Technomancer und die Wissenschaftlerin. "Ich würd vorschlagn, wir suchn uns ersma nen Ort, wo wa sicha sind und nen Plan machen können. Wahrscheinlich müssn wir eh abwarten, bis wir Infos kriegn was jetzt genau hier abläuft."

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Kitty am So Jul 29 2018, 10:55

Kitty sieht die Nachricht auf ihrem Komlink und muss schwer schlucken. Sie sieht in die Gesichter der Leute die sie gerade begleiten, dann dachte sie an ihren Kredstick, der ziemlich leer war. Nein, erst musste sie diesen Run zu ende bringen und dann würde sie die Info von ihrem toten Chummer überprüfen lassen.

Auf die Ausführungen der Frau im Laborkittel gibt Kitty ihr eine sicheres Zielkonto. Nach dem das Geld drauf ist sagt Kitty kalt: "Ihr beide seid Dreck. Dreck der ab jetzt in der Gosse liegen wird." Dann sagt sie motivierend zu dem Rest der Gruppe. "Lasst sie ruhig gehen, je weniger wir sind, um so weniger fallen wir auf. Ich versuch ein Savehouse zu organisieren."

Die Elfe tippt auf ihrem Komlink herum und kontaktiert ihre Schieberin Zira. Irgendwer ist ihr sicher noch ein Gefallen schuldig und bezahlen kann Kitty später

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Re: Prolog: Vermisst in Boston

Beitrag von Elodriel am Do Aug 09 2018, 06:26

Schnell merkt Kitty, dass die ganze Sache mit der Quarantäne ernstgemeint ist, denn sie kann niemanden außerhalb der NEMA erreichen. Es ist, als wären die Kommunikationswege tatächlich abgeschnitten. Was auch immer hier los ist, da meint es jemand wirklich ernst damit, dass nichts von dem, was hier drin passiert nach draußen dringen soll.

Die Wissenschaftlerin schnappt erbost nach Luft, als Lockdown so unverfroren klar macht, dass sie sich an kein Geschäft halten will. Die Zwergin sieht ebenso grimmig drein und fixiert die Orkin. Ob sie da auch gerade über so einen Schlag nachdenkt, wie ihn der Mann abbekommen hat, der sie hier festhalten will? Oder nutzt sie ihre Technomancerfähigkeiten? Doch Kittys Worte lassen die Zwergin nun zur Elfenzauberin schauen. "Drek? Ich kann dir mal zeigen, was hier Drek ist!" Leicht reizbar offensichtlich die kleine Frau.

Hawkeye tritt vor und macht mit einem Räuspern auf sich aufmerksam. "Bevor wir uns jetzt irgendwo einigeln: Wir sollten die Befreiten nach Revere zu KE bringen. Die können sich dann um das weitere kümmern und wir werden bezahlt." Von der Idee, den Auftrag jetzt weiter hinaus zu zögern, hält er scheinbar wenig. Man kann ihm ansehen, dass er die Umgebung misstrauisch im Auge behält. Aber zumindest zur Zeit sind sie hier tatsächlich allein. Und um sie herum ist genug freie Fläche, dass sie frühzeitig mitbekommen sollten, wenn doch jemand kommt.

D0e ist dafür, die beiden ziehen zu lassen und die anderen zu Knight Errant zu bringen. Während er das mitteilt, kümmert er sich um den Mann, der diesen kräftigen Aufwärtsschlag abbekommen hat.

Die restlichen Befreiten stimmen zu, dass sie zu dieser Polizeistation mitkommen würden. Ob nun, weil sie nicht von Lockdowns Waffe anvisiert werden wollen oder weil sie sich dort wirklich sicher fühlen würden, wird jeder für sich entscheiden müssen. Zusammen mit einer scheinbar leicht reizbaren Orkin mit Schnellfeuerwaffe in einem 'sicheren Ort' einzusitzen ist aber vermutlich für keinen von ihnen eine gute Alternative.
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