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Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise

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Beitrag von Darnamur am Mo Nov 07 2016, 03:20

Bazille registrierte das die Stimmung, in diesem Fall von Mike repräsentiert zu schwanken begann. Nun, da er nachhakte, musste er sich wohl auch erklären. Mistkäfer. Wobei...das klang beschissen. Misthaufen. Auch nicht sonderlich einfallsreich.
Bazille kratzte sich am Kinn, das stinkende Geschöpf von einem Imker musternd. Waren Bienen eigentlich immun gegen so etwas? War irgendwie ein Wunder, dass der Bursche seine Viecher noch nicht in die Flucht geschlagen oder zu jähzornigen Angriffe getrieben hatte. Aber er wusste ja auch nichts übers Imkern. Schien ein recht übler Scheißjob zu sein. Sich ständig mit dem giftigen Viehzeug herumzuschlagen und es nicht mal töten zu dürfen. Allerdings fand Bazille die meisten Arbeiten Scheiße. Söldnern, Viecher töten, das war schon so seins.
Hoffentlich würde er es noch einmal ins Grenzgebirge schaffen. Die Zeit rennt mir davon, dachte er etwas melancholisch. Tock, tock, tock, macht die Uhr. Er brachte ein schwaches Grinsen zustande, das nicht wesentlich hübscher war, als seine Vorherigen.
"Naja...also...du warst doch dabei gewesen, als wir diesen alten Kerl besucht haben in seinem kleinen Garten. Du weißt schon...ich kann mir den Namen nich' richtig merken. Und der hat uns erklärt, wie das mit der Königin lief."
Bazille konnte sich zwar nicht mehr an den genauen Wortlaut erinnern, aber grob worum es ging, hatte er sich gemerkt. Er hatte ja extra nochmal nachgefragt.
"Und der Alte...Herr meinte, dass dieser Wichser, also...eh...dieser..Nekromant wohl irgendetwas von ihr in die Finger bekommen hat. Also Haare, Zehennägel oder so etwas..."
Bazilles Kreativität war dazu in diesem Augenblick leider gerade erschöpft, deshalb beließ er es bei den zwei Beispielen. "Deshalb konnte er sie verseuchen und so. Und ich habe...bei dieser Schützin. Von der habe ich ein Haar."
Das klang zwar nicht nach vernünftigem Sprachgebrauch und vernünftig formulierten Sätzen, aber egal. Bazille kratzte sich am Kopf. Er sollte sich hier besser konzentrieren, wenn er die anderen überzeugen wollte. War vielleicht eh schon zu spät.
"Jedenfalls dachte ich man kann bestimmt auch so nen Zauber machen, mit dem man das Opfer dann verfolgen kann, wo es hin läuft. Und wenn wir Glück haben hoppelt das Häschen direkt in den Bau zum großen, bösen, untoten Hasen."
Mit dem bildhaften Vergleich wirkte das Gesagte doch bestimmt gleich viel intelligenter. Oder auch nicht. Naja, Bazille hatte es versucht.
"Deshalb sollten wir beim guten Mellohoney nochmal vorbeisehen", schloss er und nickte bekräftigend, wie um sich selbst zuzustimmen. Seine ungleichen Augen tasteten über die versammelte Gruppe, auf Reaktionen hoffend.


Zuletzt von Darnamur am Mi Dez 14 2016, 16:46 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Schattenmond am Di Nov 08 2016, 21:12

"hmm" Neah musste zugeben, dass sie den Gedanken Gang des Söldners nicht schlecht fand, konnte aber nicht recht glauben, dass sein Plan aufgehen würde.
"Ich befürchte, Euer Plan wird nicht aufgehen Basil."
Sie schwieg einen Moment und versuchte die richtigen Worte zu finden.
"Es gibt, zumindest nach meiner Unterrichtung, mehrere Arten der Magie. Jene, die mit dem Wirken der Natur agiert und jene, die ihr den Willen aufzwingt. Zweitere ist verderblich und man sagt, wirkt man einmal von diesen Zaubern, verkauft man sich. Der Zauber, welcher die Königin belastet, scheint mir bösartiger Natur und ich zweifle an, dass die Natur einen vergleichbaren hergibt. Die natürliche Magie, die mir für solche Zwecke bekannt ist, kann zwar zeigen wo sie ist, jedoch muss jedes mal Magie ausgeübt werden, um den Aufenthalt der Person zu überprüfen. Der Alte wirkt nicht, als würde er böse Zuaber nutzen, oder willst du ihn entführen, damit er Euch alle paar Tage zeigt, wo sich die Schützin aufhält."
Sie verstummte kurz und atmete tief durch.
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Beitrag von Thorgrimm am Fr Nov 11 2016, 03:14

Völlig humorlos, wie Oorm halt so war, bewegte er kaum einen Gesichtsmuskel bei den Ausführungen des hässlichen Söldners. Für ihn war diese ganze Mission nicht nur etwas persönliches, sondern auch etwas vollkommen ernstes, weshalb seiner Meinung nach, bei diesem Thema auch keine Späße gemacht werden sollten. Es ging hier schließlich um nicht weniger als die Zukunft des Landes. Trotz der seltsamen Ausdrucksweise Bazilles, nickte der alte Gestaltwandler schließlich. Nachdem Neah dann ihre Bedenken geäußert hatte, verschränkte Oorm die Arme.
"Einen Versuch ist es wert. Wir haben keine Hinweise und nichts zu verlieren, außer etwas Zeit. Vielleicht haben wir Glück. Wenn diese Schützin aber die Stadt verlassen hat, dann wird die Stadtwache vielleicht auch darüber Bescheid wissen und uns zumindest eine grobe Richtung nennen können." gab er zu Bedenken und kam damit schließlich zu seinem eigenen Vorschlag zurück. Eigentlich war es aber egal, was sie als erstes angehen würden. Er war bei diesem Heiler, oder was immer er auch war, nicht dabei gewesen und wollte sich selbst davon überzeugen, dass die Königin in guten Händen war.
"Wir sollten uns auf den Weg machen. Wenn weder die Wache, noch der Heiler uns auf einen Weg bringen kann, können wir uns immer noch etwas anderes ausdenken. Jetzt haben wir aber keine Zeit zu verlieren." schlug er schließlich vor. Er war bereit, jederzeit aufzubrechen.

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Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise - Seite 2 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise

Beitrag von Darnamur am Fr Nov 11 2016, 06:38

"Ich befürchte, Euer Plan wird nicht aufgehen Basil."
Das freute einen doch immer zu hören. Missmutig lauschte Bazille dem Gesagten. Natürlich. Neah war Magierin, sie kannte sich mit so Magiezeugs aus. Er hatte nicht vorgehabt den Alten zum zaubern zu bringen, aber er hatte sich gehofft, dass er Ihnen vielleicht einen guten Zauberer empfehlen konnte. Aber naja...so klang das Ganze nicht sonderlich erfolgversprechend. Sie brauchten erstens einen Kerl wie den Nekromanten, der wohl nicht besonders leicht zu finden war und gegen dessen Hilfe auch ein guter Teil der Gruppe Einwände haben würden und dann müssten sie ihn auch noch mitnehmen. Das war viel zu langwierig und kompliziert.
Tja...Pech gehabt. Ich hätte die Frau wohl wirklich einfach abstechen sollen, ye...
Sichtlich enttäuscht stierte Bazille zum Fenster hinaus. Als sie ihm in den Sinn gekommen war, hatte sich die Idee großartig angehört. Jetzt hatte sie sich wohl als großer Mist herausgestellt.
"Neah hat schon recht", meinte er zu Oorm. "So macht das wohl keinen Sinn."
Er trommelte wieder mit den Fingern auf der Tischplatte: "Aber bei der Königin sehe ich trotzdem vorbei. Ich will sehen, wie es ihr geht und ob man mit ihr reden kann."
Ja, vermutlich sollten sie bald loslegen. Mittlerweile waren sie auch fast vollständig. Nur der Rabe fehlte noch. Bei Saltatrix war sich Bazille mittlerweile fast sicher, dass sie erstmal nicht mehr auftauchen würde. Er hatte keine Ahnung, was die etwas mysteriöse Frau im Schilde führte, aber vielleicht würden sie das ja auch noch in naher Zukunft erfahren...


Zuletzt von Darnamur am Mi Dez 14 2016, 21:16 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Elli am Fr Nov 11 2016, 09:43

Samuel hört wieder einmal nur zu. Er spürte, dass er mit der Gruppe nicht so recht warm wurde.
Alle für sich waren schon in Ordnung, aber dies hier war eben eine Zweckgemeinschaft und keinen falls mehr.
Basil wollte nun aufjeden Fall nach der Königin sehen, dass war eigentlich sein Einfall gewesen, er wusste nun nicht recht ob er mitgehen sollte oder nicht.
Würde bloß das Geld nicht winken, würde er sich sicherlich zügig absetzen, aber so...hach der schnöde Mamon.
Er würde wenn die Gruppe sich wieder aufteilen, einfach eine Münze werfen und schauen mit wem er mitgehen würde. Vielleicht würde die Münze auch unter einen Tisch rollen und würde nicht mehr gesehen werden...wer wusste das schon.

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Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise - Seite 2 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise

Beitrag von Leo am Sa Nov 12 2016, 23:59

Mike kaute geräuschvoll weiter, während das Gespräch um ihn herum fortdauerte. Magie … von sowas hatte er keine Ahnung. Magie war irgendwie immer etwas … Südliches gewesen. Auf den Inseln hatte es nie viele Magier gegeben, er hatte in seinem Leben kaum mit welchen zu tun gehabt und dementsprechend wenig Ahnung davon. Klar, den einen oder anderen Heiler fand man auch in Mauris, oder den einen oder anderen Magus in der Garde, aber trotzdem … und als Dorfmensch bekam man ja von sowas eh nicht viel mit.
Mann, dieses Brot … der Hammer!
Hmjoahmpf“, stimmte er nickend zu, legte seinen Fuß übers Knie und zupfte sich Stroh vom Stall von den nackten Fußsohlen. „Zur Königin sollt’n wir wohl mal hin. Hoffentlich geht’s ihr gut, was?“ Er als Insulaner hoffte das natürlich umso mehr. Theresa war eine beliebte und hochgeachtete Frau. Sie so plötzlich zu verlieren wäre ein herber Schlag für das gesamte Königreich, soviel wusste selbst er. Er wusste nicht einmal, wer eigentlich die Nachfolgerin von ihr werden würde … bestimmt hatte sie Geschwister oder nahe Verwandte, aber ob die für einen Thron taugten, war eine andere Frage.
Nachdenklich kratzte er sich an der Fußsohle, griff nach seinem Brot und merkte, dass sein Brett schon leer war. Schade. „Also erst zu Mahoney und dann zur Wache, was meint ihr? Is glaub ich keine gute Idee, sich wieder aufzuteilen … stellt euch vor, der Nekromant hetzt uns nen zweiten Smith auf den Hals! Wenn wir nur zu dritt sind, macht der uns ja platt.
Damit stand der Plan für ihn fest. Mike griff nach seinem Rücksack, der neben dem Stuhl stand, schnallte ihn sich um und sprang tatendurstig auf, der Blick von einem zum nächsten gehend. Ungeduldig. Und ein bisschen sehnsüchtig nach dem Brot schielend. „Na los, Herrschaft’n, dann esst mal auf, wir ham nen Zeitplan einzuhalten!

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Beitrag von Schattenmond am Mi Nov 16 2016, 08:06

Neah zog überrascht eine Augenbraue empor. Woher kam Mikes plötzlicher Tatendrang? Das sah dem Imker doch gar nicht ähnlich.
"Du bist so... voller Tatendrang." meinte sie dann mit einem sanften Lächeln an Mike gewandt.
"Aber, was ist mit dem Raben? Es ist so untypisch für ihn... ."
Damit stand sie auf und lief zu den Unterkünften, schlißlich waren die anderen noch mit essen beschäftigt. Da sie nicht genau wusste, welches die seine war, fragte sie Fuchs.
Immerhin half er ihr bereitwillig, vermutlich in weiser vorraussicht, dass sie kaum in der Lage war, Magie anzuwenden.
Der Geruch des Rabens war deutlich. Vorsichtig klopfte sie also an die Tür.
Nichts, keine Antwort.
Da es ihr seltsam vor kam, trat sie ein, das Zimmer war unverschlossen, doch die Einrichtung wirkte nahezu unberührt. Das Bett war gemacht, seine Sachen waren nicht dort.
Ein tiefes knurren entwich ihrer Kehle.
"Feigling!" zischte sie. Dann lies sie die Tür ins Schloss fallen und kehrte zu den anderen zurück, wo sie sich gegen eine Wand lehnte.
"Er ist weg. Vermutlich hat er sich schon vor einer ganzen Weile aus dem Staub gemacht."
Sie sagte dies mit einer kühlen Sachlichkeit, die man gar nicht von ihr kannte.
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Beitrag von Darnamur am Fr Nov 18 2016, 00:24

Bazille zog ebenfalls eine Augenbraue hoch, aber wohl eher deswegen, weil Mike wieder einmal das Offensichtliche aussprach.
Wenn wir nur zu dritt sind, macht der uns ja platt.
Gepaart mit einem Haufen Scheiße...
Er nickte Neah zu, als sie sich aufmachte nach dem Raben zu sehen. Dann musste er das nicht übernehmen. Der Elf hatte ihnen zwar das Leben gerettet, aber deswegen musste er ihn nicht gleich mögen. Er akzeptierte ihn. Mehr nicht.
Nur wenige Minuten später kehrte Neah zurück. Dem Gesicht des Söldners war keine Verwunderung anzusehen. Irgendwie hatte er es geahnt.
"Ich denke auf Saltatrix zu warten, lohnt sich auch nicht. Die ist schon seit gestern Abend verschwunden."
Saltatrix war nützlich gewesen. Und vielleicht wäre sie in der Lage gewesen etwas mit dieser unnatürlichen Magie anzufangen. Aber so blieb diese Möglichkeit aus.
Er warf Neah noch einen Blick zu, die an der Wand lehnte und sah dann zu Samuel und dem Rest hinüber.
Der Söldner erhob sich.
"Gehen wir", brummte er mit trockener Stimme.
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Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise - Seite 2 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise

Beitrag von Leo am Do Nov 24 2016, 19:06

Er ist weg?! Einfach so?“ Mike fuhr sich durchs strubbelige Haar. Das konnte doch nicht sein … Der Elf, der sie zu Jebby geführt hatte, der, der unter Einsatz seines Lebens die Barriere zerstört hatte … er war einfach gegangen? Sehr seltsam … Also nicht nur Saltatrix, sondern auch noch er. Das war ein herber Schlag. Aber sie würden schon ihre Gründe haben … Hoffentlich ging es Vacor gut, seine Wunde hatte übel ausgesehen. Einen Moment lang hoffte er, den Elfen bei Mahoney anzutreffen, aber dann verwarf er die Idee – Neah meinte, er wäre schon länger weg, und als halbe Füchsin hatte sie für so etwas vermutlich mehr Gespür als er.
Tja, dann … gehen wir wohl zu fünft. Das ist traurig … Aber lasst uns uns trotzdem beeilen, ja?

Dank Biene dauerte der Weg zu Mahoney nicht lange. Heute waren die Grater Straßen nicht mehr so voll, wie am gestrigen Markttag, sie sahen hauptsächlich Frauen und Kinder – die Männer waren vermutlich in den Bergwerken und Steinbrüchen oder draußen vor der Stadt auf den steinigen Feldern. Sie kamen schnell voran, und als sich die Häuser langsam lichteten, sah Mike bereits die enge Hütte des alten Heilers. Seine Hoffnungen ruhten nun ebenso sehr auf der Königin, wie die seiner Mitstreiter – wenn es ihr besser ging, sie womöglich sogar ansprechbar war, wäre das ein großer Schritt nach vorn. Sie hatte ihnen etwas mitteilen wollen, damals … und Mike war sich sicher, dass das, was sie letztendlich Belangloses gesagt hatte, auf ihren Fluch zurückzuführen war.
Mike kam als erster an der Hütte an. Er versuchte, elegant von Bienes Rücken zu rutschen, was jedoch darin endete, dass er mit dem Fuß in einer der Sattelschlaufen hängen blieb und sich beinahe das Bein ausrenkte, als er am Boden ankam. Doch davon ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen, zog seinen Fuß frei, ging zur Tür und klopfte.
Zunächst blieb es still, und Mike erinnerte sich an sein erstes Treffen mit dem Alten. Er hatte ziemlich scheu reagiert, hatte die Tür kaum geöffnet. Doch als sie nun rein gar nichts tat, wurde er misstrauisch. Er pochte noch einmal gegen die Tür, dieses Mal stärker, und tatsächlich: „Geht weg!“, tönte es, brüchig und irgendwie dumpf. Mahoney klang, als wäre er von einem Tag auf den anderen noch älter geworden als ohnehin schon. „Verschwindet von meinem Haus, sonst rufe ich die Stadtwache!“ Mike sah sich verwundert um, doch es war, wie er vermutete – kein Wachmann weit und breit. Mahoney musste das eigentlich auch wissen.
Mr. Mahoney? Wir sind es nur, die Leute von gestern! Wir –
Ich öffne euch nicht, ganz bestimmt nicht, den Fehler mache ich nicht nochmal!

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Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise - Seite 2 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise

Beitrag von Thorgrimm am Fr Nov 25 2016, 01:37

Da waren sie also plötzlich zwei Personen weniger. Das war gar nicht gut. Oorm brummte unzufrieden und verschränkte die Arme, als er die Nachrichten hörte. Die Fähigkeiten der beiden waren nützlich gewesen und nun mussten sie ohne klar kommen. Ohne Saltatrix magische Kräfte - und dabei war es Oorm tatsächlich egal gewesen, woher diese gekommen waren und wer oder was sie genau gewesen war - und ohne die Kenntnisse, die Kampfkraft und die Heimlichkeit des Raben würden sie nicht nur langsamer vorankommen, sondern auch weniger Möglichkeiten und schlechtere Karten in Kämpfen haben. Oorm hatte die beiden nicht unbedingt gemocht aber das war es nicht, was zählte. Sie hatten durch ihre einzigartigen Fähigkeiten einiges beitragen können und ihre bereits schwere Aufgabe erleichtert. Eigentlich waren sie Oorm - wie auch der Großteil der Gruppe - recht egal gewesen. Das Einzige, was für den alten Gestaltwandler zählte, war die Rettung des Landes. Er musste diese Leute nicht mögen und er musste auch nicht Kontakt halten, nachdem sie den Nekromanten getötet und damit die Bedrohung ausgeschaltet hatten.
Es machte Oorm sogar wütend, dass Saltatrix und der Rabe einfach verschwunden waren und damit ihre Aufgabe vernachlässigt hatten. Wie konnten sie nur die Entscheidung treffen, dass der Nekromant ihre Zeit nicht wert war? Der Ausgang ihrer Aufgabe würde dieses Land, vielleicht sogar die Welt, für immer verändern. Aus diesem Grund blieb der alte Mann auf dem Weg zum Haus des Heilers auch stumm. Er brütete einfach vor sich hin und versuchte nicht mehr daran zu denken, dass sie nun zu fünft gegen einen so mächtigen Gegner antreten mussten. Dabei hatten sie es gerade mal so geschafft, seinen Untergebenen zu töten.
Beim Haus des Heilers angekommen, sah er schließlich bei Mikes zögerlichen Aktionen zu und musste dann erkennen, dass ihnen weitere Steine in den Weg gelegt wurden. Wieso wollte dieser Mahoney sie nun nicht reinlassen? Was war sein Problem? Oorm hatte den Mann nie kennen gelernt und konnte sich keinen Reim darauf machen. Doch er war sowieso schon wütend und zusätzlich der Meinung, dass sie keine Zeit verlieren konnten. Wenn der Mann sie nicht freiwillig reinließ, würden sie sich halt selbst Zutritt verschaffen und dadurch Antworten auf ihre Fragen erhalten müssen.
"Wir haben keine Zeit für sowas." brummte der alte Mann. Er trat energisch vor und legte seine gesamte Kraft in einen Tritt, mit dem er die dünne Tür sofort aus den Angeln warf. Ein lautes Krachen ertönte, als sie schließlich auf den Boden fiel und dabei eine kleine Staubwolke aufwirbelte. Oorm zögerte nicht und trat in das Haus, um nach diesem Heiler und vor allem der Königin zu sehen. "Wir wollen antworten. Sofort."

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Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise - Seite 2 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise

Beitrag von Darnamur am Fr Nov 25 2016, 02:02

Bazille schwang sich mürrisch auf Horatios Rücken und trottete auf ihm dem Rest der Gruppe hinterher. Seine versetzten Augen schweiften gelangweilt über die Stadtlandschaft Grats. Er bekam allerhand dämliche Blicke zugeworfen, aber das war er ja gewohnt. Schließlich war er ein Aussätziger. Er fühlte sich nicht mal in der Laune Kiefer zu brechen. Er war nicht wütend.
Angekommen bei Mohonis abgelegener Hütte, band Bazille sein Tier neben Biene am Zaun fest. Er tätschelte Horatio am Kopf, der mit äußerster Unbeeindrucktheit durch ihn hindurch starrte. Die Leere im Blick des Esels fühlte Bazille gerade auch in seinem Inneren. Er schlurfte auf das Haus zu. Den Kürbis hatte er leider in der brennenden Hängebrücke zurückgelassen. Aber vielleicht konnte er sich ja nachher einen neuen holen.
Hmm...irgendwie schien keiner zu öffnen. Bazille beobachtete, wie Mike nochmal klopfte.
Vielleicht hatte Homoni ihn auf dem Weg zur Tür gerochen und war in Ohnmacht gefallen. Aber nein, er hörte ihn doch noch aus dem Inneren krakeelen. Was hatte er denn nun schon wieder? Bazille hoffte, dass es der Königin gut ging. Seine Augenbrauen senkten sich etwas.
Er wollte gerade etwas antworten, als Oorm neben ihm 'Wir haben keine Zeit für sowas' murrte und die Tür einriss. Überrascht musterte der Söldner die Szene, wie der bärtige Alte einfach das gesamte Ding aus den Angeln riss. Bazilles Gesichtsmuskeln begannen zu zucken, dann brach ein leises Kichern aus ihm heraus, dass in schallendem Gelächter mündete.
"Nicht übel", meinte er, während er mit ein wenig Abstand hintendrein stapfte. Der Schalk funkelte in seinen Augen. "Wirklich nicht übel, Oorm..."
Er war gespannt, was sie im Inneren erwartete.
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Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise - Seite 2 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise

Beitrag von Schattenmond am So Nov 27 2016, 00:48

Irgendwie war es Neah mehr als Recht, dass dieser Kerl verschwunden war und auch auf Saltatrix konnte sie verzichten. Vielleicht würde es etwas mehr Zusammenhalt in die Gruppe bringen.
Der Rabe hätte in nächster Zeit eh nicht kämpfen können.
Ein weiterer positiver Effekt war der Umgang mit Eldur, dem sie sich nun voll und ganz widmen konnte. Ihre erste Amtshandlung war das Zurechtschneiden der Trense, welche nun um einige Riemen ärmer war, welche sie in ihre Manteltasche steckte. Dann begutachtete sie den Sattel, der ihr nicht zusagte, aber sie belies es bei einem Seufzer und schwang sich empor.

Die Begrüßung des Alten war mehr als Aussagekräftig. Ob er von der gestrigen Nacht gehört hatte?
Sie band Eldur fest.
Vielleicht war er auch auf etwas anderes gestoßen. Immerhin hatte sich das Problem recht schnell erledigt, als Oorm Gewalt für den Weg des geringsten Wiederstandes erachtete und die Tür einriss. Sie hatten tasächlich keine Zeit.
Seufzent trottete sie hinter den anderen her.
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Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise - Seite 2 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise

Beitrag von Elli am Mo Nov 28 2016, 14:56

Samuel wunderte es nicht, dass dieser schäbige Elf abgehauen war. Vermutlich hockte er gerade im Wald an einer Pfütze und betrachtete selbstverliebt sein Spiegelbild. Doch was kümmerte es ihn schon? Er hatte den Typen, der sich selbst gerne den Raben nannte, aber wahrscheinlich einen so tollen Namen wie Horst trug, ohnehin nicht leiden können. Solche Alleskönner waren ihm zuwider. Salatrix war auch verschwunden. Seltsam. Aber Dämonen konnten vermutlich auch einfach so verpuffen. Er überlegte den anderen zu sagen, was Salatrix gewesen war, doch es befanden sich bereits alle in Aufbruchstimmung.
Also würde die Information später an die anderen gehen, sollte es sie überhaupt interessieren.
Auch egal.
Nach einem kleinen Kampf mit Waldmeister gelang es ihm ebenfalls, den anderen zu folgen. An der Hütte angekommen, beeindruckte ihn Mike, als dieser sich fies aufs Fressbrett legte, aber so tat als sei nichts geschehen. Nette Leistung.
Als die Stimme des alten Zausel durch die Tür erklang, überlegte Sam womit man ihn wohl locken konnte, ihm fielen einige Dinge ein, während er etwas galanter aus dem Sattel glitt, wie Mike zuvor und dabei geschickt den Zähnen von Waldmeister entkam, der wieder nach ihm schnappte.
Als er den anderen den Vorschlag unterbreiten wollte, was er sagen wollte, hatte Oorm offenbar den inneren Bären nicht mehr unter Kontrolle und rannte die Tür ein.
Während Basil die Aktion unterstützend kommentierte, zuckte Sam nur mit den Schultern. "Wie man es nimmt."
Er folgte als letzter und zwängte sich in die gute Heilerstube.
"Tja, was unser Freund hier sagen möchte...wo wir schon mal hier sind und die Tür plötzlich nicht mehr ihren Dienst tut, können wir uns doch recht nett unterhalten. Warum war es denn ein Fehler uns zu öffnen? Gestern sind wir immerhin viel netter angekommen und haben eure Hilfe erbeten, die ihr uns zu Teil werden ließt..."

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Beitrag von Leo am Di Nov 29 2016, 14:52

Erschrocken trat Mike einen Schritt zurück und sah mit flauem Gefühl im Magen, wie Mahoneys Tür einfach zu Boden krachte. Ob das der richtige Weg war, einfach mit Gewalt in das Haus eines kranken Alten einzudringen …? Doch die anderen schienen in der Hinsicht nicht viele Gewissensbisse zu haben. Er sah, wie Oorm einfach ins Haus drängte, die anderen folgten ihm. Mike blieb draußen stehen, die Hand an seinem Degen, wie es ein echter Held auch getan hätte. Aber irgendwie hatte er kein gutes Gefühl bei dieser Sache.

Das Bild, das sich der Gruppe im Inneren des Heilerhauses bot war nun, da die Tür auf dem Boden lag, ein ziemlich seltsames – es war, als stünde der Hütte all die unverhoffte Beleuchtung nicht gut zu Gesicht. Staub tanzte im blendenden Sonnenlicht um die von der Decke baumelnden Kräuter herum, ein leuchtendes Quadrat aus Licht fiel auf den morschen Holzfußboden und reichte bis an Mahoneys Schuhe heran. Der alte Heiler saß auf einem dreibeinigen Schemel neben der Schlafstatt, auf der sie gestern die Königin zurückgelassen hatten – doch von Theresa II. fehlte jede Spur, nur das Bett war etwas zerwühlt. Die Königin war nirgendwo zu sehen, genauso wie auch sonst niemand.
Als die Tür aus den Angeln flog, sprang Mahoney auf, so schnell er es ob seines Alters noch vermochte; sein geschwürübersätes Gesicht verzog sich vor Wut, obwohl es zuvor noch eher bedrückt gewirkt hatte. Zornig blitzten seine Augen der Gruppe entgegen, dann streckte er eine Faust in ihre Richtung. „HINAUS, sagte ich!!“ Die Worte klangen überraschend stark, und ähnlich durchschlagend war ihre Wirkung – wie von einer unsichtbaren Faust in den Magen getroffen, taumelte Oorm rückwärts und über die Türschwelle, wobei er seine Gefährten mitriss.
Macht, dass ihr weg kommt, ihr Grobiane!

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Beitrag von Thorgrimm am Fr Dez 02 2016, 00:59

Zeit, sich besonders genau im Raum des Heilers umzusehen, hatte Oorm nicht. Wenige Augenblicke, nachdem er in das Haus des alten Mannes eingetreten war, wurde er auch schon wieder hinausgeworfen. Es war, als hätten ihn die Worte des Mannes physisch getroffen. War er mehr, als nur ein einfacher Mann, der mit Heilkräutern herumspielte? Offensichtlich. Er besaß auch magische Kräfte - anders war das nicht zu erklären.
Knurrend hielt sich Oorm seinen Bauch. Schmerzen breiteten sich aus, denn der magische Schlag hatte auch seine Verletzung vom gestrigen Kampf getroffen, die sich jetzt wieder deutlich bemerkbar machte. Doch der Gestaltwandler war kräftig und hielt einiges aus. Er schüttelte seinen Kopf, wie um die Schmerzen zu vertreiben und richtete seinen Blick wieder störrisch auf den Heiler. Er würde ihnen einiges erklären müssen und Oorm würde diesen Ort nicht verlassen, ehe er Antworten hatte.
Statt also den Worten Mahoneys zu folgen, trat Oorm wieder einen Schritt in den Raum hinein. Dann noch einen. Er machte sich darauf gefasst, wieder von dem Mann angegriffen zu werden. Ein kurzer Blick bestätigte, dass die Königin nicht da war, wo sie sein sollte.
"Ich werde nicht gehen, bevor ich weiß, was mit der Königin passiert ist." brummte er entschlossen. Er suchte den Blick Mahoneys und versuchte zu erkennen, wieso der Mann so entschlossen war, sie alle mit Gewalt zum Gehen zu "überreden". "Gestern wurde sie hierher gebracht und heute ist sie weg. Was ist passiert?" In seine tiefe Stimme mischten sich nun auch deutliche Untertöne von Ungeduld und Wut.

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Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise - Seite 2 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise

Beitrag von Darnamur am Fr Dez 02 2016, 13:51

Bazille, der von Oorms massiver Gestalt mit zu Boden gerissen wurde, spuckte ein wenig Dreck aus, der ihm durch das Loch in seiner Wange ins Maul gestürzt war. Was er gesehen hatte, war jedenfalls genug. Die Königin war nicht da, die er diesem Arschloch anvertraut hatte. Das er nun schon wieder von magischer Scheiße attackiert wurde, steigerte nur seinen Zorn.
Ihr Grobiane. Oho, du kennst mich aber gut, alter Sack. Du kennst mich aber gut.
Bazille klaubte einen kantigen, faustgroßen Stein vom Boden vor der Hütte auf, bevor er sich mit knackenden Gelenken wieder aufrichtete. Oorm schien mit dem Kerl zu reden. Schön für ihn. Der Alte hatte eine Lektion verdient. "Hör mir zu, du vollgepisste, alte Kröte. Ich werde nun noch einmal einen Fuß in dein Haus setzen und wenn du dann nochmal etwas in der Art versuchst, dann fackle ich deine ganze beschissene Hütte ab. Deine Patientin hast du ja anscheinend schon verscherbelt, du wertloser Haufen Scheiße. Kannst gerne herausfinden, ob ich scherze."
Der Söldner hatte zuvor noch gelacht, nun war er todernst und man konnte den Hass und die Abscheu aus seinen Worten heraus triefen hören.
Sein Puls ging ein wenig schneller. Die Finger ballten sich um den Stein. Er näherte sich dem Hauseingang. Beim letzten Mal hatte der Alte seine Hand auf Oorm gerichtet. Er vermutete, dass das für den Zauber notwendig war. Bazille würde Mohani den Stein mit Wucht in seine ekelhafte Faltenfresse schleudern, sobald er in sein Sichtfeld geriet. Dann würde er sich auf ihn stürzen und seine Arme fixieren.
Sollte das nicht funktionieren, würde er seine Drohung umsetzen.
Es gab nichts mehr, was er von der Hütte wollte. Aber wenn Marnohy es so wünschte, dann würde er ihm die Rechnung ausstellen.
Bevor einer der anderen noch in Erwähnung zog ihn davon abzuhalten, marschierte er ein zweites Mal ins Innere.


Zuletzt von Darnamur am Mi Dez 07 2016, 15:06 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Beitrag von Schattenmond am Fr Dez 02 2016, 20:51

Neah kam stolpernd zum stehen. Der Alte hatte sie mehr als überrascht.
Dennoch hilet sie Gewalt nicht für die Lösung. Seufzent ging sie zu Eldur hinüber und tätschelte dem Hengst den Hals.
Sie war noch nicht lange auf den Beinen, doch der bloße Kontakt mit fremder Magie erinnerte sie daran, wie geschwächt sie war und wie sehr sie den anderen im Weg stand, während sie keinerlei Gegenwehr mitbringen konnte. In einem kurzen Blick hatte sie feststellen müssen, dass die Adlige offenbar nicht da war, zumindest nicht dort, wo sie erwartet hatte.
Sie würde warten, ob rohe Gewalt sie vorran bringen würde, wenn nicht, würde sie nocheinmal in die Trickkiste greifen.
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Beitrag von Leo am Sa Dez 03 2016, 15:33

Wow!“ Damit hatte Mike nicht gerechnet. Scheinbar war der alte ja doch wehrhafter, als er aussah! Er machte einen Ausfallschritt, um Oorm aufzufangen, doch der stolperte nur und blieb auf den Beinen – gut so, vermutlich hätte die Masse des Bärenmannes ihm die Arme gebrochen. Er knurrte, was Mike noch mehr beunruhigte; dann startete er einen zweiten Versuch, gewaltsam in das Haus einzudringen, und Basil schien der gleichen Meinung zu sein. Einmal mehr spie er Gift und Galle, und Mike konnte sehen, wie Mahoneys schwache Hände zu zittern begannen, während er dem Söldner zuhörte.
Kopfschüttelnd blieb der Imker auf der Straße stehen. Was war das nur für eine verkorkste Mission? Jetzt brachen sie schon in die Häuser von armen, alten Männern ein … Gut, klar, die Königin war nicht da, aber vielleicht … vielleicht ja, weil es ihr besser ging und sie einen Spaziergang unternahm!
Das kaufte er sich nicht einmal selbst ab.
Also schön. Die anderen wollten es mit Gewalt? Dann würde er sich nicht dagegen stellen. Er setzte sein finsterstes Gesicht auf, schob den Hut in seinem Nacken zurecht, legte eine Hand abenteurerhaft an den Degen und drängte hinter Oorm in Mahoneys Hütte – wenn auch vielleicht mit etwas weniger Elan, als seine Vorgänger.

Die ‚vollgepisste alte Kröte‘ schien im ersten Moment nicht gewillt, die Eindringlinge nun doch hereinzulassen, doch er startete keinen weiteren Angriffsversuch. Er griff nach seinem Stock, der neben dem Schemel an der Wand lehnte, und sah ihnen mit beinahe trotzig gerecktem Kinn entgegen. Der Anblick war trotzdem nicht sehr ehrfurchtsgebietend: Mahoneys schlaffe Haut, von der er viel zu viel zu haben schien, und seine Geschwüre machten ihn eher mitleiderregend, zumal er deutlich kleiner war als Basil und der riesenhafte Oorm.
Trotzdem kam Mike nicht umhin, den starrsinnigen Alten ein wenig zu bewundern – er kannte andere Leute, die von Basils Auftreten bereits eingeknickt wären. Mahoney dagegen blickte den beiden Männern weiterhin entgegen. Er deutete auf die am Boden liegende Tür. „Auch ich scherzte nicht! Ihr solltet meine Gastfreundschaft besser nicht zu lange auf die Probe stellen. Glaubt nur nicht, dass Euer Geschwafel mir Angst eingejagt hätte!“ Mike sah zweifelnd auf Mahoneys runzelige Hände, die eine ganz andere Sprache sprachen. Nervös trommelten sie am Stock auf und ab. „Was wollt ihr überhaupt hier, zu der Frau von den Inseln? Die ist nicht mehr hier. Und eine Königin soll sie also sein? Was -

Weiter kam er nicht, als mit einem Mal Basil seinen Stein schleuderte. Mahoney stieß einen heiseren Schrei aus, als er traf. Doch Basil war nicht schnell genug – der alte Heiler taumelte zurück, machte noch eine hastige Handbewegung und stoppte so den Vorstoß des Söldners. Es fühlte sich an, als hätte ihm jemand mit einem Ast kraftvoll gegen die Unterschenkel geschlagen. Basil knickte ein und fiel zu Boden, doch zuvor sah er noch Mahoney, der sich jammernd mit einer Hand die Nase hielt. Blut lief unter seiner Hand hervor, er schien echte Schmerzen zu haben.

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Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise - Seite 2 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise

Beitrag von Thorgrimm am Mo Dez 05 2016, 02:53

Ein unzufriedenes Brummen entrang sich Oorms Kehle, als er hörte, was Bazille zu sagen hatte. Zwar war er selbst auch unzufrieden und hatte keinerlei Probleme damit, sich die notwendigen Informationen zu holen, die sie brauchten aber trotz allem gab es da einige Grenzen. Eine Tür zu zerstören oder dem Mann Angst einzujagen war nichts, wofür er sich schämen würde aber ihn zu verletzen und sein Zuhause abzufackeln? Nein, so weit würde er dann doch nicht gehen. Bazille schon, da war sich der alte Gestaltwandler sicher. Der hässliche Söldner schien nur wenig moralische Grenzen zu kennen.
Ehe sich Oorm versah, passierte es auch schon. Der alte Mann wollte weiterhin nicht kooperieren und Basil sah das wohl als Einladung an, einen Stein zu schleudern. Mahoney wurde getroffen und da er ein alter Mann und kein Kämpfer war, konnte er mit der Verletzung nicht gut umgehen. Oorm seufzte. Er hatte nicht gewollt, dass es so weit kam aber jetzt konnte er auch mitspielen und die Sache zu Ende bringen. Es war jetzt sowieso zu spät, um noch einen Rückzieher zu machen.
Mit einem schnellen Blick versicherte Oorm sich, dass Basil den Angriff überstehen würde und ging auf Mahoney zu. Er überragte den alten, jammernden Mann um ein großes Stück. Um ihn daran zu hindern, weiterhin irgendwelche magischen Tricks zu versuchen, griff er nach den Armen des Heilers und hielt diese fest. Nicht so stark, dass er den Mann verletzen aber doch stark genug, dass es ihm wehtun würde. Oorm suchte den Blick des Heilers.
"Wieso ist sie nicht mehr hier? Wo ist sie?" grollte er und drückte dabei noch etwas fester zu, um seinen Worten mehr Ausdruck zu verleihen. Wenn er wollte, könnte er Mahoney wohl die Arme brechen - oder noch schlimmeres tun - und das sollte dem Mann spätestens in diesem Moment klar werden. Oorm blieb währenddessen ernst und versuchte sich nicht anmerken zu lassen, dass er Mahoney nicht schlimm verletzen würde. Er wollte ihm nur Angst machen und ihn zu Antworten überreden. "Ich will alles wissen. Lass kein Detail aus, oder..." Ein letztes Mal drückte er zu.

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Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise - Seite 2 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 3 - Eine neue Reise

Beitrag von Darnamur am Mi Dez 07 2016, 15:23

Bazille stemmte sich wieder auf die Beine, seine Augen funkelten düster, als er mit schief gelegtem Kopf den Heiler betrachtete, der von Oorm festgehalten wurde und seine blutige Nase beklagte. Was für ein verweichlichter Saftbeutel. Er schlenderte zu ihm hin und griff sich den fallen gelassenen Stab des Alten. "Brauchst du den noch?", fragte er rhetorisch und nahm ihn an sich. Seine entstellten Hände glitten über das Holz. "Tja, alter Mann. Ich habe dir gesagt, dass du die Hexerei sein lassen sollst. Aber du scheinst genauso taub wie dumm zu sein. Das ist sehr bedauerlich."
Er wanderte durch den Raum und blieb vor einem Regal stehen auf dem einige Behältnisse aufgereiht waren. Kräuter, Pilze, Flüssigkeiten. "Dann werde ich deine hübsche Hütte wohl abfackeln müssen."
Er holte mit dem Stab aus und schlug zu. Lautes Splittern ertönte, als Glas in Bruchteile geschmettert wurde, Blechdosen klonkend zu Boden stürzten und bräunliche Flüssigkeit durch die Gegend spritzte.
Sein Gesicht verzog sich zu einem ekelhaften Grinsen, als er die Lache vor seinen Füßen musterte. Als er seinen Blick wieder Mahoney zuwandte, wandelte sich sein hässliches Antlitz aber sofort wieder zu einer ernsten eisigen Maske: "Was hast du denn darin gelagert gehabt? Deine eitrige Krötenpisse?"
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Beitrag von Elli am Mo Dez 12 2016, 15:42

Samuel schüttelte den Kopf. Rohe Gewalt war schon immer nicht sein Stil gewesen. Man hätte ja wenigstens versuchen können, miteinader zu sprechen. Menschen waren käuflich (andere Kreaturen ebenso) und man hätte sich sicher einigen können. Das Gold hätte man sich ja später wieder holen können, aber neeeeeeeein, man musste ja gleich aufeinander los gehen.
Er schnaufte.
"Bevor wir die ganze Hütte zerstören, wollen wir doch lieber hören was jeder zu sagen hat. Dann können wir mit dem Kindergarten gerne weiter machen." Sein Versuch würde sicherlich ungehört bleiben, aber irgendetwas musste er ja versuchen...

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Beitrag von Darnamur am Mo Dez 12 2016, 16:35

Bazille wusste nicht wirklich was ein Kindergarten war. Klang irgendwie wie nach einem recht speziellen Bordell. Nach so einem, dass er bestimmt nicht nutzen würde. Wenn dann schon richtig. Was wollte man denn mit quäkenden, herumwinselnden Kindern schon großartig anfangen? Er kratzte sich an einer kahlen, fleckigen Stelle des Kopfes. Vielleicht gab es so etwas eher bei diesen Insulanern im Norden.
Sein Blick fiel auf Mike. Ob der mal in so einem Kindergarten gewesen war? Würde irgendwie passen.
Samuel meinte das Ganze bestimmt nicht positiv, auch wenn Bazille den Bezug zu der recht alten und faltigen Kröte, der sie gegenüber standen, nicht wirklich erkennen konnte. Ihm war es in jedem Fall egal. Wenn die Kröte meinte ihn mit ihrer Krötenpisse besprühen zu können, dann würde er ihr eine entsprechende Antwort geben. Außerdem lieferte er ja vielleicht gerade einen Gedankenanstoß doch noch auszuspucken, was mit der Königin los war.
"Man redet nicht mit Kröten. Man quetscht sie aus", verkündete Bazille, holte mit dem Stab aus und zerdepperte die nächste Regalreihe.
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Beitrag von Schattenmond am Di Dez 13 2016, 17:36

Neah seufzte. Das Geräusch dass sie vernahm klang nicht unbedingt, als wollte man sich friedlich unterhalten, mal abgesehen von Bazilles Tonfall, auch wenn nur jedes 2. Wort wirklich verständlich war. Den Rest reimte sie sich selbst zusammen.
Was zur Hölle machten diese Rüpel denn nur?
Ein erneuter Seufzer entfuhr ihr. Dann ging sie zurück zum Eingang der Hütte und warf einen Blick hinein. Herje... Er zerdepperte wirklich alles, was ihm in die Quere kam.
"Basil, hört bitte auf damit. Das bringt uns sicher nicht weiter.."
Sie nahm ein Tuch von einem Tisch und ging zu Oorm und dem alten hinüber. Dann versuchte sie das Blut weg zu wischen, welches aus seiner Nase lief und hob die Hand zu der Nase des alten empor, wo sie begann schwach zu glühen und die Blutung verebbte. Vermutlich war sie gebrochen, aber das war weniger von Belang. Sie atmete schwer, im Angesicht der wenigen Magie, die ihr zur Verfügung stand.
"Ihr tätet wirklich gut daran, uns einfach zu sagen, wonach wir Euch gefragt haben Mahoney. Es wäre... schade, wenn der Grobian noch mehr von den Sachen zerstören würde."
Ihre Stimme klang wie immer engelsgleich, doch sie glaubte nicht, dass ihre Worte mehr bewirken würden, als die der anderen.
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Beitrag von Leo am Mi Dez 14 2016, 20:44

Mahoney stöhnte noch lauter, als der riesenhafte Oorm nach seinen Armen griff. Der Bärenmann konnte die hageren Knochen des Alten deutlich spüren – in der Tat, es würde nicht schwer, sie zu brechen, zumal er nun keine Gegenwehr mehr leistete, vielleicht auch gar nicht mehr leisten konnte. Er machte jedoch noch immer keine Anstalten, zu reden; fast schon störrisch blickte er Oorm entgegen, die sonst so müden Augen noch immer zornig, und bei jedem Krachen, das Basil hinter ihm veranstaltete, wurde die kleine Falte (die ansonsten in Mahoneys knitterigem Gesicht kaum aufgefallen wäre) ein kleines bisschen tiefer.
Erst, als Neah ihre Magie anwandte, schien er etwas aufzutauen. Fast schon verwundert blickte er das junge Mädchen an. „Ihr seid ein Naturtalent. In so jungen Jahren … wo habt Ihr das gelernt?“ Doch er schien zu begreifen, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für eine Plauderei war. Sein Gesicht mit den Geschwüren verzog sich, als es wieder hinter ihm polterte. Mahoney schien mehr Angst zu haben, als er vorgab – jetzt, wo er Neah im Blickfeld hatte, schien er Oorms Blick zu meiden, als hätte er nach einem Vorwand gesucht. „Also schön, ich sage euch, was ich weiß – aber bitte, sagt danach Euren … Freunden, dass sie verschwinden sollen! Ihr tätet ohnehin gut daran. Bei dem Lärm ist bestimmt die Stadtwache schon längst unterwegs hierher.“ Der Alte nickte eine Spur zu hastig – was wenig verwunderlich war, denn seine Hütte lag derart weit ab vom Schlag, dass bestimmt keine Wache zufällig vorbeikäme. Wenn überhaupt, würden sie erst von Nachbarn verständigt werden müssen, und selbst die waren ein Stück entfernt. Um Mahoneys Haus war weit und breit nicht viel mehr als Fels.
Der Alte schien kurz zu überlegen, ob er gegen die Misshandlung seiner Einrichtung protestieren sollte, ließ es dann aber doch sein und wandte sich stattdessen wieder Neah zu. „Ein Mann war hier, noch in dieser Nacht. Er wollte zu ihr, obwohl es ihr gerade wieder besser ging; auf einen Schlag war sie wach geworden, völlig erschöpft, kaum ansprechbar, ich habe nicht mehr als ein paar Worte aus ihr herausbekommen. Es war, als wäre der Fluch mit einem Mal aufgehoben gewesen, höchst seltsam …“ Er runzelte die Stirn, als denke er einmal mehr über jenes Ereignis nach. Doch falls er mehr wusste, so sagte er es jedenfalls nicht.
Dieser Mann … er war höchst sonderbar. Einen langen Mantel hat er getragen und einen Bogen in der Hand. Das Gesicht konnte ich kaum sehen … nur die Augen, irgendetwas war damit. Ich glaube nicht, dass er sehr alt war, aber diese Augen … Rot waren sie und faltig. Als ich ihn nicht einlassen wollte wurde er ziemlich schroff, genau wie ihr.“ Mahoney schnaubte, seine Nasenflügel bebten. „Ich habe mich mit Magie gewehrt, aber er war stärker als ich, ist einfach hier herein gedrungen und hat mich überwältigt. Aber das seltsamste war … diese Frau, sie … nun …“ Er runzelte wieder die Stirn. „Sie schien ihn zu erkennen, glaube ich … Sie hat sich gar nicht gewehrt, hat sich von ihm hochhelfen lassen. Sie war noch ziemlich schwach gewesen, er hat ihr zur Tür rausgeholfen, ich konnte nichts dagegen tun …“ Mahoney schien seine Hilflosigkeit sichtlich peinlich zu sein. Er senkte den Blick eine Weile, bevor er weitersprach. „Er hat mir eine Entschädigung gezahlt, damit ich für ihn lüge, wenn ihr kommt, aber … das wäre nicht gerecht. Ihr habt die Frau hierhergebracht, ihr solltet erfahren, was mit ihr passiert ist. Ich hoffe, es geht ihr gut … solche Flüche können üble Langzeitwirkungen haben.

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Beitrag von Darnamur am Mi Dez 14 2016, 22:14

Tatsächlich hörte Bazille nach der zweiten Regalreihe damit auf das Mobiliar des Alten auseinander zu nehmen. Eigentlich hätte er durchaus noch Lust darauf gehabt die gesamte Einrichtung von Mahoney zu zerstören und in Flammen und Rauch aufgehen zu lassen, aber Neahs höflich gewählte Worte belustigten ihn irgendwie.
Basil, hört bitte auf damit.
Das war einfach zu niedlich.
Er erwiderte nichts darauf, sondern fletschte die Zähne und wirbelte den Stock ein wenig durch die Luft. Er wog gut in der Hand. Bazille achtete darauf ein wenig Abstand zu den anderen einzuhalten, dann schwang er den Stab in einer Acht durch den Raum. Ein Zischen ertönte, als das Holz die Luft durchschnitt. Nicht übel. Während er ein paar Positionen austestete, lauschte er dem Alten, was seinen Zorn wieder steigerte. Er hatte gewusst, dass es etwas in der Art gewesen war. Er hatte es gewusst.
Er brachte den Stab zum Stehen und stellte sein Ende mit einem Klocken auf dem Dielenboden ab.  Sein Blick fiel auf Mike. Es würde passen.
Dann lauschte der Söldner dem Rest der Rede. Er hatte eine Vermutung, wen Mahoney meinen könnte. Um sicher zu gehen, müsste er nachfragen, aber er hatte die Lust an einer Unterhaltung mit dem Kerl verloren. Dieser feigen Beutelratte.
"Sie war deine Patientin. Du warst verpflichtet sie zu beschützen, wertloser Pissbeutel."
Bazilles Augen funkelten. Aus dem Braunen triefte Tränenflüssigkeit. "Aber das Geld hast du dir von diesem Bastard ohne zu Zögern schön in den Arsch schieben lassen. Ich sollte dir deinen widerlichen Krötenschädel spalten."
Er packte sich den Stab, drehte sich um und verließ die Hütte. Sollten die anderen sich mit dieser abstoßenden Gestalt beschäftigen. Er hatte genug von ihr. Ihrer Krötenfratze und ihrem Gequake. Verschwendete Zeit. Die Zeit in seiner Sanduhr war am verrinnen. Das Omyzandion wartete im Dunklen. Er blickte in die grelle Iris der Sonne, die sich in seine Netzhaut brannte. Es hieß das Augenlicht erlöschte, wenn man zulange in ihr Inneres starrte. Aber das war ihm egal. Wie vieles andere. Er hievte seinen Körper zu seinem Esel hinüber und tätschelte ihm den Kopf.
"Ye, was machen wir, Horatio?", redete er ihm leise zu. Horatio starrte ins Leere.
Bazilles Maul öffnete sich leicht, der stoßhafte Atem ließ die Haut um das Loch in seiner Wange leicht flattern. Seine verzankten, schiefen Zähne wurden sichtbar.
"Ye, du hast recht. Holen wir uns einen neuen Kürbis."
Er wischte sich die ekelhafte Flüssigkeit aus seinem triefendem Auge aus dem Gesicht. Wieder einmal wünschte er sich, es mit Blut und Fleisch herauszureißen und unter seinen Schuhen zu zerquetschen.


Zuletzt von Darnamur am Mi Dez 14 2016, 23:15 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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