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Den eigenen Ängsten stellen

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Den eigenen Ängsten stellen

Beitrag von Elli am Di Okt 16 2012, 13:22

Angst haben wir alle. Sei es vor einem Termin der wichtig ist, einer Antwort die man vielleicht nicht hören will oder vor etwas völlig anderem.
Nur wie damit umgehen?
Diese Frage stelle ich mir auch immer wieder, besonders im Hinblick auf meine Phobie was Spinnen betrifft.
Im Regelfall ist es so schlimm, dass ich selbst vor winzigen Spinnen (und ich meine wirklich winizig) kreischend das Weite zu suchen.
Daher mein Entschluss, etwas gegen die Angst zu tun. Schließlich bekommt man Ängste ja auch beigebracht, also kann man sich wohl auch davon kurieren.
Also bin ich Sonntag zu einer Spinnen- und Insektenausstellung gefahren. Die Tiere hinter den Plexiglasscheiben zu sehen, war tatsächlich ok, obwohl ich auch im Zoo nie ein Problem damit hatte. Und man sehe und staune, ich habe mich (nach einer Menge zureden des Personals) getraut eine Vogelspinne in die Hand zu nehmen...und das war schon ein ganz schöner Brocken! Klimper
Davon gibt es natürlich auch ein Beweisphoto, weil mir das sonst kein Mensch glauben würde, allerdings sieht man dort in meinem Gesicht was ich von dem Tierchen halte. Ugly
Momentan überlege ich tatsächlich noch, ob ich mutig war oder einfach nur geisteskrank. krank

Wie sieht es bei euch aus?
Therapiert ihr euch auch gelegentlich selbst mittels Schock? Panik

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Re: Den eigenen Ängsten stellen

Beitrag von Umbra am Di Okt 16 2012, 18:16

Ich habe nicht direkt eine Spinnenphobie, aber schon eine Abneigung gegen diese Krabbelviecher... Doch andererseits finde ich sie auch sehr faszinierend, muss ich gestehen.
Vor Allem jetzt in der kälteren Jahreszeit haben wir oft große Spinnen im Haus, die sich dann und wann auch mal zeigen. Ich habe inzwischen vom Staubsauger Abstand genommen, mit denen ich die Spinnen sonst beseitigt habe, und gehe inzwischen auch mal dicht heran, um sie mit Gläsern zu fangen und sie dann anschließend aus dem Fenster zu werfen. Grins Aber erstmal im Glas gefangen, kann man sie aus nächster Nähe und auf Augenhöhe betrachten. Da ist wohl die Neugier stärker als die Abscheu.^^ Ich habe deswegen schon mehrmals zu hören bekommen, dass ich verrückt sei. Ugly Lol
Eine Schocktherapie gegen Angst ist es nicht direkt. Aber es geht in die Richtung. ^^

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Re: Den eigenen Ängsten stellen

Beitrag von Druzil am Fr Okt 19 2012, 19:55

Also, so ein Riesenvieh würde ich unter keinen Umständen auf mich rauflassen. Eine furchtbare Vorstellung.
Ich bin auch nicht so der Schocktherapietyp, sondern finde eher so eine Art vorsichtige und langsame Gewöhnung ganz gut, also so Richtung langsames Rantasten.

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Re: Den eigenen Ängsten stellen

Beitrag von Mini Drachin am Mi Mai 14 2014, 21:41

Mit Spinnen verhält es sich bei mir ähnlich wie bei Umbra.
ins Glas einfangen, ne weile bewundern (oder auch nur anschaun) und dann rausschmeißen aus dem Häuschen.

An sich ist es bei mir mit dem meisten Krabbelzeug so, dass ich damit kein Problem habe, außer es krabbelt an mir hoch und ich bemerke es nicht gleich. also wenn ich mir denke, jetzt spinne auf mich drauf klettern lassen ist das kein Problem, aber wenn sich eine Spinne von der Decke abseilt und plötzlich neben meine Kopf auftaucht ist das der Horror.
oder wenn ich halb Blind (da ohne Brille) im Wald sitze und plötzlich spüre ich was an meinem Fuß, dann wird das auch mal panisch weggeschüttelt, obwhol ich es normalerweise fasziniert beobachtet hätte.

Sonstige Ängste... ich hab eine eingeredete Höhenangst, die inzwischen soweit geht, dass ich mich kaum mehr auf einen Stuhl stellen kann.
Aber es wird besser... wenn auch nur langsam.

und Angst vo Teddybären...
die Biester sind mir unglaublich suspekt. Ich bin mir sicher, die warten nur auf eine Gelegenheit mich umzubringen...

und Allgemein kann ich keine Horrorspiele spielen, aber Horrorfilme find ich super (Ich liebe es mich zu gruseln ;))

was therapieren meiner Höhenangst angeht, belasse ich es lieber beim langsamen vorwärts tasten, als schocktherapie ^^'

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Re: Den eigenen Ängsten stellen

Beitrag von Vierna am Do Mai 15 2014, 11:50

Mir scheint, als hätten eine ganze Menge Leute eine Abneigung gegen Spinnen. Ich bin da auch keine Ausnahme Verlegen 
Die ganz kleinen finde ich nicht so schlimm, aber wehe wenn sie nur etwas größer sind. Da laufe ich sofort zu meinen Eltern oder meinem Bruder, sie sollen sie doch bitte einfangen und aus dem Zimmer werfen. Zu nah an die Dinger rangehen, um sie selber einzufangen, des kann ich nicht haben.
Wovor ich total Angst habe, sind Clowns. Ich weiß auch nicht wieso, aber bei denen krieg ich immer Panik. Eigentlich irgendwie lächerlich.
Sowohl Horrorspiele als auch Horrorfilme schaue ich eigentlich ziemlich gern, meist zusammen mit einem Kumpel, wir machen da immer so extrige Horror-Abende.
Letztens hat er es sogar geschafft, mich zu überreden, mit ihm Stephen Kings "Es" anzuschauen. Ich weiß nicht, ob das einer von euch kennt, aber darin gehts um einen bösen Clown
Achtung Spoiler!!:
der sich am Ende als riesige Spinne entpuppt
Das grenzte dann schon irgendwie an Schocktherapie, aber das war eindeutig zu viel Verlegen 
Daher gehe ich so etwas auch lieber langsam an Wink 

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Re: Den eigenen Ängsten stellen

Beitrag von Asteria am Do Feb 16 2017, 21:49

Hey, das Thema ist zwar schon alt, aber da ich neu im Forum bin und gerne ein bisschen stöbere, stieß ich hier drauf und ich dachte, es wäre mal spaßig, drauf zu antworten - auch wenn die Unterhaltung schon älter ist :D

Ich stelle mich eigentlich gerne meinen Ängsten, sofern diese Ängste behindernd sind.
Dazu muss ich sagen dass meine Ängste meist statt nur mit Angst, vor allem mit großer Aggression und Frustration verknüpft sind.
Vor wenigen vermeidbaren Dingen habe ich überhaupt Angst. Spinnen finde ich zwar nicht super süß, aber interessant. Haben brauche ich sie trotzdem nicht. Wespen in der Wohnung sind da schon schlimmer.
Mit drei Katzen, die auch nicht Halt vor Wespen, Bienen und co. machen, aber auch meiner eigenen Panik vor einem Stich und dem Summen, ist in meiner Wohnung die Hölle los, wenn Wespen ihren Weg hinein finden (geschieht verdammt oft im Sommer).
Schritt 1: Katzen herrufen und in einen dichten Raum verbannen, damit die Wespe sie nicht sticht beim Spielen.
Schritt 2: Panisch die Wespe in einem Raum "Einsperren" und dann
Schritt 3: Panisch Mutti, die neben an wohnt, oder den Bruder anrufen und flehen, sie mögen die Wespen beseitigen.
Wenn niemand kann, dann verharre ich so lange in "Sicherheit", bis jemand da ist der etwas tun kann.
Also  nun.. Ne Angst der man sich nur schwer stellen kann. Ich wüsste nicht, wie. Ohne einen Stich zu riskieren :D

Aber dann sind da so Ängste, in Situationen, in denen ich zugleich aggressiv und geladen bin, wie z.B. wenn ich einkaufen gehe und mir die Menschen zu viele sind. Oder in damaliger Schulzeit. Und allgemein, wenn ich an öffentlichen Plätzen war. Der Drang, vor diesen Menschen wegzulaufen war da ganz schön groß. Ich wollte sie nicht um mich haben.
Hatte ich sie um mir, aus Zwangssituationen, dann wurde ich aggressiv, bis ich Mordgedanken bekam (ja, klingt erstmal extrem, aber so war es leider). Dieser Angst/Aggression konnte ich mich nur stellen, indem ich trotzdem unter Menschen ging.
Dafür besuchte ich Orte, an denen ich am ehesten Gleichgesinnte mit gemeinsamen Interessen und Mentalität treffen konnte. Regelrechte Schocktherapie auf Konzerten und Festivals, wo es kaum Ausweichmöglichkeiten gab, und so weiter.
Das hat mich an einen Punkt gebracht, an dem ich im Alltag die Menschen, mit denen ich mich nie verstehen würde, trotzdem achten und respektieren kann und erkenne, dass sie an meiner Situation/Angst keine Schuld tragen. Immerhin lags nicht etwa an Schüchternheit oder so. Sondern eher an meiner Einstellung zu mir selbst und meinem verlorengegangenen Vertrauen.

Soviel zu meiner Geschichte zu dem Thema :) Ich hoffe es fällt nicht allzusehr aus dem Rahmen :)
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Re: Den eigenen Ängsten stellen

Beitrag von Awa am Do Apr 06 2017, 15:40

Na ohne Ängste kommt man bestimmt nicht durch das Leben...wie ich meine Ängste besiege...na...halb?

Ich mag es überhaupt nicht mit fremden Leuten zu telefonieren. Das geht soweit, dass ich anfange mich zu freuen, wenn dort der Anrufbeantworter rangeht und ich halt einen Tag länger habe um eine Information, Termin und blah zu erfahren/machen. Aber das perfide ist: Wenn ich dann im Gespräch bin ist alles super! Nur der Moment wo man das (manchmal viel zu lange) tuten hört, ist grausam. Merkwürdig merkwürdig...

Ich mag auch keine Spinnen. Sie haben mich aber auch traumatisiert. Warum seilen sie sich auch direkt vor einem ab, wenn man sie SO GAR NICHT, gebrauchen kann. Natürlich entwickelt man dann Angst vor denen *g*
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