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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Elli am Do Jun 02 2016, 22:15

Sam schlug sich die Hand vor das Gesicht.
"Verreckt doch alle ihr Pisser!!!"
Dann sprintete er die Treppen hinunter und folgte Salatrix. Mal sehen was das Dämonending nun anstellen wurde, vielleicht machte es Sinn sich in ihrer Nähe aufzuhalten.

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Beitrag von Schattenmond am Fr Jun 03 2016, 11:55

Neah seufzte. Jedoch hätte sie vermutlich genauso reagiert, wenn plötzlich eine Gruppe von Leuten, wilde vermutungen anstellte, die sie nicht recht belegen konnten, ohne sich selbst zu offenbaren.
"Hört zu. Ich kann leider nicht mehr tun, als euch zu warnen. Zeit für Erklärungen steht mir einfach nicht zur verfügung."
Sie brachte etwas Sicherheitsabstand zwischen sich und die Männer. Dann hörte sie schnelle Schritte, hoffentlich waren es Mike und Samuel.
Die Kitsune streckte eine Hand unter ihrem Mantel hervor und umhüllte sie mit einem rötlichen Licht.
"Überzeugend genug?"
Nachdem Oorm sich in einen Bären verwandelt hatte, kam es auf eine abnormalität mehr oder weniger auch nicht mehr an.

Tatsächlich kam nur Samuel zum Vorschein. Verdammt.
Ohne Mike würde sie dieses Grab nicht verlassen
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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Thorgrimm am Sa Jun 04 2016, 04:36

Nur widerwillig erlaubte Bär es Basil weiterhin, auf ihm herumzustehen. Das Gewicht machte ihm nichts aus aber es war sein Stolz, der ihm dabei abhanden zu kommen schien. Wenn es allerdings dabei half, schlimmere Schäden für Unschuldige oder Mitglieder der Gruppe zu vermeiden, dann würde er es über sich ergehen lassen. Neugierig betrachtete er die Personen, die hinter dem Haus zum Vorschein kamen. Mit ihnen konnte Bär nicht viel anfangen aber es war offensichtlich, dass sie für die Barriere verantwortlich waren. Anscheinend war es dem Anführer, den Basil als Stanley identifizierte, wichtiger seine Leute zu schützen, als seinen Gegnern Schaden zuzufügen. Das würde sich Bär merken. Ob es nun die beiden Zwerge waren, die die Barriere aufrecht hielten oder Stanley selbst, wurde nicht klar. Er würde sagen, dass es die Zwerge waren.
Die Beleidigungen des Söldners ignorierend, konzentrierte sich Bär darauf, sich den Geruch der Personen einzuprägen. Er rechnete nicht damit, dass die Barriere aufgelöst würde, bevor die Leute in Sicherheit gebracht worden waren. Vielleicht würde es gar nicht zum Kampf kommen und Stanley würde sich lieber zurückziehen und einen besseren Moment abwarten, um die Gruppe hinterrücks zu töten. Zumindest hatten sie es geschafft, den Plan des Mannes zu durchkreuzen, was schon an sich ein großer Erfolg war. Jetzt mussten sie nur noch diese Begegnung überstehen.
Mit Freude stellte Bär fest, dass auch Saltatrix hier war. Vacor war sicherlich auch irgendwo in der Nähe, womit sie bereits vier waren. Noch waren sie in der Unterzahl aber das konnte sich schnell ändern und er war sich sicher, dass er mindestens zwei ihrer Gegner beschäftigen konnte. So bereitete er sich darauf vor, sofort auf seine Gegner loszustürmen, falls die Barriere aufgelöst werden sollte. Da die beiden Zwerge laut Saltatrix die Barriere durch Konzentration aufrecht halten mussten, ließ er es sich nicht nehmen, die Zähne zu fletschen und ihnen ganz deutlich sein kräftiges Gebiss zu zeigen. Nachdem der Söldner mit seinen Sprüchen fertig war, unterstrich Bär diese mit einem lauten, mit Geifer und Wut gefüllten Brüllen, um die Zwerge noch weiter in ihrer Konzentration zu stören. Die Wut musste er gar nicht spielen. Er wurde langsam rasend. Die animalischen Instinkte begannen langsam Überhand zu nehmen.

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Leo am Do Jun 09 2016, 00:20

Die Spieler reagierten irritiert auf Neahs Worte; als sie begann, ihnen ihre Magie zu demonstrieren, runzelte der Mann mit dem Pferdeschwanz noch stärker die Stirn und legte eine Hand auf seinen Schwertknauf, doch er schien eher Angst zu haben, als aggressiv zu werden. Vorsichtshalber machte er einen Schritt zurück, womit er fast in den Wirt im Türrahmen hineinlief. Dann schüttelte er verständnislos den Kopf, fasste seinen Kumpan an der Schulter und ging zurück ins Wirtshaus, wo er den heranstürmenden Samuel kaum mit mehr als einen flüchtigen Blick musterte. Für ihn schien die Sache erledigt; gemeinsam mit dem Blonden ließ er sich wieder an seinen alten Tisch fallen. Der Wirt folgte ihnen nur kurz darauf, dann hatte schließlich auch Samuel die Tür erreicht.


Die Situation jenseits der Brücke schien sich derweil zuzuspitzen.
Der näselnde Rothaarige begann, laut zu lachen, während er Basil zuhörte. Er schien sich sogar eine Träne aus dem Augenwinkel zu wischen, was jedoch auch Übertreibung sein konnte. „Ach, Bazille … Ihr seid ein so unfassbar primitives Wesen. Einfach herrlich … Warum Söldner? Königlicher Hofnarr hätte es auch getan …
Schlagartig wurde der Smith wieder ernst. Sein Lächeln verschwand und wich einen beinahe teilnahmslosen Blick. Oorms Brüllen schien er nur kurz zur Kenntnis zu nehmen und würdigte es mit einem fast müden Blick; der Zwergenjunge hinter ihm schreckte dagegen kurz aus seiner Konzentration hoch. Er blinzelte, sah dann Smith mit einem verschüchterten Blick an, griff nach der Hand seiner Schwester und schloss die Augen; während alledem war an der Barriere allerdings keine Änderung feststellbar.
Stattdessen begann Smith wieder zu sprechen. Er hob einen Arm unters Kinn und sah leicht gen Himmel, als würde er eine Denkerpose parodieren: „Doch vielleicht denkt Ihr etwas zu primitiv, mein hässlicher Freund … sagt mir“, und er senkte seinen Blick wieder, um Basil direkt in die hässlichen Augen zu sehen, „warum sollte ich schon mit dem Blutvergießen anfangen? Nein, ich habe eine viel bessere Idee …“ Damit wandte er sich halb um, sein Blick ging zu dem Haus hinter ihm. „Alle in Position?“, rief er in den obersten Stock hinauf. „Schießt möglichst hoch, über die Wand hinweg!
Nur Sekunden darauf erhellten fliegende Feuer die Nacht.
Smith hatte die Zeit genutzt, um sich mit hämischem Grinsen wieder zur Gruppe zu wenden; nun stand er da, erneut beide Arme weit ausgebreitet wie ein wahnsinniger Gott der Zerstörung, während über seinem Kopf Brandpfeile aus zwei Fenstern geschossen wurden. Von unten war nur gedimmter Fackelschein in den Häusern sichtbar, vielleicht von Öllampen herrührend, aus den Fenstern ragten die mit Lumpen bestückten und in Brand gesetzten Pfeilspitzen sowie Teile der Bögen.
Die ersten zwei Brandpfeile zogen glimmende Spuren über den schwarzen Himmel wie riesige Libellen, sie kamen bald zum Stehen, circa 6 Meter über Basil, wo sie in der Luft verharrten und zu Boden fielen. Ebenso war es mit den nächsten zwei.
Der fünfte Pfeil überquerte die Barriere in etwa 7 Meter Höhe, dicht gefolgt vom sechsten und siebten. Wie in Zeitlupe sahen die Umstehenden, wie die flackernden Pfeile über ihre Köpfe hinweg flogen, auf das Gasthaus zu. Dann bohrten sie sich mit einem trockenen Geräusch in das Strohdach der Hängebrücke.

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Jad am Do Jun 09 2016, 08:51

Vacor mühte sich um Fassung. Dieser näselnde, hochnäsige, Naseweis regte ihn wirklich echt auf. Doch viel schlimmer war, dass er im Vorteil zu sein schien. Von seiner versteckten Position aus beobachtete er wie die Brandpfeile in einem hohen Bogen Richtung Gasthaus flogen und an der unsichtbaren Barriere abprallten. Es schlich sich schon ein geräuschloses Grinsen auf sein Gesicht, als es plötzlich der erste Pfeil schaffte anscheinend über diese magische Wand zu fliegen. Der Elf schätze den Abstand auf ungefähr 7 - 8 Meter ein. Diese Höhe war unmöglich zu überspringen. Er könnte sie höchstens erklettern, aber erstens schien es keinerlei Unmäßigkeiten in der Wand zu geben, die man als Griff bzw. Stütze nutzen konnte und zweitens würde man ihn dann auf jeden Fall sehen. Vacor biss mit einem wütend Blick zum Gasthaus die Zähne zusammen. Dieser Bastard hatte es wahrlich geschafft ihnen eine Falle zu stellen und es gab keinen Weg ihn aufzuhalten. Lass das! Gib nicht schon vorher auf. Denke nach und es wird sich eine Lösung ergeben!
Der Kopfgeldjäger schloss kurz die Augen und ging die Szene nochmal im Kopf durch. Gasthaus, Hängebrücke, Schlucht, Barriere, zu hoch zum Springen, zu glatt zum Klettern... Moment! Er schaute zurück zum Abgrund. Das ist es! Diese Barriere ging vom Boden 7 - 8 Meter in die Höhe... aber vermutlich keinen einzigen in die Tiefe. Warum also nicht zum Abgrund auf dieser Seite schleichen und einfach darunter hindurch klettern. Vacor traute sich durchaus zu seine Kletterfähigkeiten korrekt einschätzen zu können. Zudem gab es genügend Schatten bis zur Schlucht. Inzwischen brannte das Strohdach des Gasthauses. Es musste also schnell etwas geschehen! Sofort wurde die Idee in die Tat umgesetzt. Er hoffte nur dass er Recht hatte. Immerhin waren die meisten Anhaltspunkte Vermutungen, wenn auch Logische. Der Rabe schlich sich die Barriere entlang auf die Schlucht zu. Schließlich stand er im wahrsten Sinne des Wortes am Abgrund und ließ sich so leise wie möglich nach unten in die Wand sinken. Dann begann er es zu klettern und tastete sich vorsichtig immer weiter in Richtung magischer Barriere, in der Hoffnung keine mehr anzutreffen.
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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Mini Drachin am Do Jun 09 2016, 11:32

Die Barriere war also tatsächlich keine Kugel sondern eine einfache Mauer, schloss Saltatrix aus den Worten das arroganten Magiers, was auch prompt von gut sichtbaren - da brennenden - Pfeilen bewiesen wurde.
Die Pfeile flogen etwa zwei bis drei Nebelschritte über ihr hinweg. Selbst wenn sie durch die Verfolgungsjagd nicht bereits zu erschöpft gewesen wär hätte sie es nicht geschafft die Pfeile aufzuhalten.
Andererseits bedeutete das auch, dass die Barriere vermutlich auch nicht sonderlich lang war. Es wäre recht schwachsinnig sie in einem Kreis um das Gaushaus zu ziehen, wenn man nicht davon ausging, dass hier jemand fliegen konnte. Und erfahrungsgemäß konnten die wenigsten Menschen das.

Saltatrix frage sich gerade, was der Nekromant wohl davon hatte das Gasthaus anzuzünden. Sie waren nicht mehr darin, sie zu verbrennen war also nicht sein Ziel.
Außer-
Ein wenig menschliches Knurren drang aus ihrem dämonischen Körper. Wenn dieser Widerling die Barriere enger zog wären sie dazu verdammt entweder in den Abgrund zu stürzen, oder die Hängebrücke wieder zu überqueren, was ihm die perfekte Gelegenheit bieten würde ebenjene zu zerstören.
Sie wollte ihre Kamerade warnen, allerdings hatte wenig Lust diesen Magier auf dumme Ideen zu bringen, falls das nicht sein Plan war und er nur ein wenig angeben wollte.
Sie wollte etwas näher an ihre Gefährten herantreten um ihnen ihre Erkenntis leise mitteilen zu können. Allerdings spürte sie, dass sie ihren Körper zu sehr angestrengt hatte und ging zitternd in die Knie.
Sie wiederstand dem Drang erneut zu fluchen, als ihr eine Idee kam. Sie stütze ihre noch menschliche Hand auf dem Boden ab. Man hielt sie für eine Magieren oder nicht? Sie konnte also wohl so tun als würde sie irgendetwas magisches wirken. Wenn dieser Nekromant sie nicht auf magische Weise betrachtete dürfte er nicht bemerken, dass sie garnichts tat. Nun er würde sehen, dass sie ein Dämon war, aber ob ihn das so sehr beruhigte war die ander Frage.
Das sollte ih einige Zeit verschaffen um an mehr Energie zu kommen, die sie zweifelsohne benötigte
Sie fraß sich an ihrem noch menschlichen Arm entlang.
Wenn dieser Stanley kein sonderlich guter analysemagier war würde er vielleicht davon ausgehen, dass sie einen Dämon beschwor. Immerhin setzte sie dämonische Energie frei.

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Schattenmond am Do Jun 09 2016, 13:58

Eigentlich war Neah den Menschen gegenüber nicht unbedingt bösartig zugewand, aber diese Menschen machten sie wahnsinnig.
Die Zähne etwas bleckend beobachtete sie, wie dieses elenden Kreaturen das Gasthaus betraten. Was für eine Zeitverschwendung. 3 Opfer, für das Leben der Welt, verkraftbar. Sie seufzte. Ihr Blick schweifte zurück in die Dunkelheit, zu den Anderen.
Doch was sie sah, war der Albtraum, den sie sich niemals hätte vorstellen können. Ihre Gefährten schienen die Situtaion da drüben nicht unter Kontrolle zu haben.
Alles geschah wie in Zeitlupe. Hell erleuchtete Pfeile schossen in ihre Richtung. Das Surren, dann das zermürbende Knistern, der sich in das Gasthaus fressenden Flammen. Ihr Blick heftete sich an das Dach des Gebäudes. Sie verharrte, starrte die alles vernichtenden Flammen an... MIKE
"Verdammt! MIKE!" Schreiend riss sie sich aus ihrer Erstarrung und stürmte durch den Schankraum, dann die Treppe hinauf.
"MIKE!?"
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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Darnamur am Do Jun 09 2016, 22:03

Bazille verzog das Gesicht zu einem Grinsen und erwiderte Smiths Lachen: „Komm schon, lass mich rüber. Dann spiele ich dir auch auf den Sehnen der Zwergenfotze ein Liedchen vor.“
Er stützte sich am brüllenden Bärenschädel ab und beugte sich in Richtung der jugendlichen Zwergin vor: „Keine Sorge, meine Süße. Ich würde einem Kind nie ein Haar krümmen. Ich weiß gar nicht, warum mir jeder solche Brutalitäten zutraut.“
Dann schwieg er erstmal wieder und beobachtete von oben herab, was Smith tat. Natürlich war er ein feiges Arschloch und versteckte sich weiter hinter der Mauer. Aber was hatte er anderes von dem Kerl erwartet, der schon am Friedhof vor ihnen weggerannt ist.
Die Pfeile, die heransausten flogen eindeutig zu hoch um ihn zu treffen. Aber das war auch gar nicht ihr Ziel. In der Ferne sah er sie ins Strohdach der Hängebrücke einschlagen. Feuer blitzte auf. Das Gasthaus würde herunterbrennen wie Zunder. Und wie er sehen konnte, war bislang kaum jemand ins Freie übergetreten. Diese Hohlköpfe würden ihre Dummheit erst bemerken, wenn sie sich in Aschehaufen verwandelt hatten.
Scheiße gelaufen. Es ärgerte ihn stark. Er hatte den Plan des Mistkerls erkannt. Es war nur schon zu spät gewesen. Zu spät. Und gegen die beschissene Zauberei konnte er rein gar nichts ausmachen.
Er starrte weiter auf den Rothaarigen. Nichts zu machen. Der Kerl hatte die Sache verdammt gut geplant, dass musste man ihm zugutehalten. Und sie waren ihm auf den Leim gegangen. Am helllichten Tag war es für ihn noch zu riskant gewesen, zu viele aufmerksame Zeugen und die Stadtwache, die ihm Probleme hätten bereiten können. Aber jetzt war kaum noch etwas los in der Stadt der Brücken. Der nahezu ideale Moment um zuzuschlagen.
Wenn Saltatrix nichts gegen diese Mauer machen konnte…und so schien es momentan auszusehen, sah Bazille wenig Chance, dass sie hier herauskamen. Auch ohne die Wand würde es schwer genug werden. Gegen Zauberei konnte er einfach nichts machen. Sie war ihm genauso fremd wie ein Buch. Er verstand sie nicht, er wusste nicht, was sie konnte. Und deshalb hatte er auch nicht mit der jetzigen Situation rechnen können.
Tod. Mit jedem Tag zerstreute sich Bazilles Lebenszeit. Er wusste, dass er sterben musste. Aber er hatte immer geglaubt, dass er es mindestens noch einmal bis zum Grenzgebirge schaffen würde. Noch einmal gegen das Omyzandion antreten konnte. Und wenn es so sein sollte, sollte er dann sterben. Im Kampf. Nicht hilflos fremden Mächten ausgesetzt. Nicht gegen so einen mickrigen, überheblichen Hurensohn wie Smith es war.
Was sollte er tun, um hier herauszukommen? Ihm gut zureden? Eher würde er sich selbst kastrieren, als das er herumheulte, wie ein weinerliches Spitzohr, dem ein Speer in den Arsch gestopft wurde.
Eine Chance zu überleben sah er, wenn Smith ein wahrer Psychopath war und sich auf ein Blutbad einlassen würde. Oder sie sonst nicht einfach krepieren lassen wollte. Aber der Kerl wirkte zu kalkuliert und feig, als dass er das wagen würde. Er würde abwarten wollen, bis sie einfach von sich aus starben.
Bazilles Finger kratzten durch Oorms Fell. Bist du bereit zu sterben, alter Mann?
Er konnte nicht einfach aufgeben. Konnte nicht einfach hier untätig herumstehen, während sie abkratzten. Bazilles Augen zogen sich zusammen. Was sollte er tun? Sein Blick wanderte zum Abgrund. Gab es dort irgendeinen Vorsprung? Irgendeine die Leere durchkreuzende Hängebrücke? Irgendeine Hoffnung? Er spähte die Finsternis ab.
„Weißt du“, meinte er währenddessen zum Nekromanten. „Blutbäder sind einfach etwas Schönes. Das warme, dir ins Gesicht spritzende Rot. Die klagenden Schreie. Das Klirren von Schwertern. Das Heulen der ganzen Fotzen. Das Brechen ihren dünnen, zarten Knochen. Einfach nur wunderschön. Ich dachte mir einem Massenmörder wie dir könnte das zusagen. Aber da habe ich mich wohl getäuscht. Du bist kein kaltblütiger Mörder. Du willst deine Leute vor uns beschützen. Feige, aber effektiv. Aber weißt du was: Du wirst uns jetzt vielleicht niederbrennen, vielleicht wirst du mit deinen Leichen Torant überrennen. Aber irgendwann, vermutlich früh, vielleicht aber auch erst in 10, oder in 20 oder in 30 Jahren, irgendwann wirst du auch sterben. Deine nutzlose, mickrige Existenz wird zugrunde gehen und du selbst zum Relikt verkommen.“
Bazille tätschelte Oorm den Kopf und schwang sich von seinen Schultern: „Wenn ich sterben muss, dann werde ich es wenigstens nicht wie ein Feigling tun und mich in Sicherheit verschanzen.“
Er drehte sich um, seine ungleichen Augen blickten dem ausbrechenden Feuer entgegen. Flammen spiegelten sich in ihnen, die rasch höher zu züngeln begannen. Dann begann er sich ruhig und beherrscht in Richtung Hängebrücke in Bewegung zu setzen.
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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Thorgrimm am Fr Jun 17 2016, 16:45

Wieder einmal schien ihr Gegner ihnen überlegen zu sein. Nicht nur, dass eine scheinbar undurchdringbare Barriere sie daran hinderte, Smith und seine Leute auf irgendeine Weise aufzuhalten, jetzt hatten es weitere Bogenschützen auch noch geschafft, das Gasthaus in Brand zu stecken. Dieser Kampf schien aussichtslos zu sein. Niemand konnte die Barriere zerstören oder anderweitig verschwinden lassen und sie zu umgehen schien ebenfalls unmöglich zu sein, da sie einige Meter in die Höhe reichte. Was sollten sie jetzt nur tun? Es war eine perfekte Falle, aus der sie nicht mehr herauskommen konnten.
Wie hatte es Smith überhaupt geschafft, die Barriere in der kurzen Zeit zu erschaffen? Man mochte meinen, dass so etwas eine langwierige, kompliziertmagische Sache war. Oorm war doch erst vor wenigen Minuten in das Gasthaus zurückgekehrt und da hatte die Barriere offensichtlich noch nicht existiert, sonst wäre er ja gar nicht so weit gekommen. Sie musste also in wenigen Minuten erschaffen worden sein. Das bedeutete, dass Smith - oder wer auch immer genau für die Barriere verantwortlich war - noch mächtiger war, als sie vorher angenommen hatten.
Und wo waren eigentlich all die Bewohner dieser Stadt? Die Stadtwache? Hatte niemand sein Brüllen gehört? Gab es keine besorgten Bürger, die durch das Brüllen und die Gespräche geweckt wurden und nun mit ansahen, was hier vor sich ging? Hatte Smith sie vielleicht auch einfach umbringen lassen, damit er freies Feld hatte? Zuzutrauen wäre es ihm.
Was blieb Bär jetzt noch übrig? Zu sterben? Würde es so enden? Feige in die Falle gelockt und dann bei lebendigem Leibe verbrannt, während Smith höhnisch lachte und sich darauf vorbereitete, das Reich mit seinen Untoten zu überrennen? Nein. Bär war auserwählt worden - genauso wie Oorm. Der Waldgott hatte keinen Fehler dabei gemacht, ihn zu verändern und so auf die Aufgabe vorzubereiten, die ihm bevorstand. Es war sein Lebensinhalt, Smith aufzuhalten. Es musste ihm einfach gelingen. Irgendwie.
Nur wusste Bär noch nicht, wie er das anstellen sollte. Bazille kratzte ihm durchs Fell. Er wollte nicht wie ein Feigling sterben. Verständlich. Vor allem für einen Mann wie ihn. Dabei war es doch egal, wie man starb - Hauptsache man tat es bei einer Sache, für die man sich aufopferte und die einem wichtig war. Wenn Bär sterben musste, dann würde er dabei wenigstens alles versuchen, was in seiner Kraft stand, um Smith aufzuhalten. Er folgte Bazille.
"Was hast du vor?" Selbst die wenigen Worte zu knurren, kostete ihn einiges an Überwindung. Er spürte, wie Bär seine Gegner endlich zerreißen wollte. Er spürte das Adrenalin und die Wut in sich, die ihn fast um den Verstand brachte. Trotzdem zwang er sich im Moment dazu, ruhig zu bleiben. Jetzt auszurasten und seinen Instinkten nachzugeben, würde nichts bringen.

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Darnamur am Fr Jun 17 2016, 17:25

Bazille vernahm Schritte neben sich und im nächsten Moment tönte bereits Oorms dunkle Bärenstimme in seinen Ohren. Sein Mund verzog sich, während er seine Augen nicht von der Hängebrücke löste. Er schielte zum Dach hinauf, auf dem nun das Feuer auszubrechen begann.
„Ich hole mir einen Bogen“, meinte Bazille. Und dann, als ob es selbstverständlich wäre: „Und dann töte ich ihn.“
Besser gesagt: Er würde es versuchen. Er würde sehr viel Glück brauchen und vermutlich beim Versuch sterben. Aber was spielte das schon für eine Rolle? Man musste mit den Karten spielen, die einem ausgeteilt worden. Der Söldner sah keinen vernünftigen Weg mehr dieser Hölle zu entkommen. Und er würde nicht wie ein Feigling sterben.
„Ich habe vermutlich nur einen Schuss, dann wird er bemerken, was vor sich geht“, erklärte er Oorm. „Bleib vorne, direkt vor der Mauer, brülle herum, rede mit ihm, sorge dafür dass er beschäftigt ist. Vielleicht bekommen wir dadurch dann auch Unterstützung von der Stadtwache, wer weiß. Falls wir uns nicht mehr sehen, leb wohl.“
Er wartete noch den Bruchteil eines Augenblicks, ob Oorm noch etwas zu sagen hatte, dann marschierte er in zügigem Tempo weiter Richtung des Gasthauses. Mit gebleckten Zähnen und zornigem Blick stieß er die Tür auf.
Diese Idioten waren wirklich dumm genug ihr Leben wegzuwerfen, weil sie zu faul waren, dieses Scheißhaus zu verlassen. Als er seine Stimme hob, klang sie grollend und finster, als hätte er gerade ein Dutzend schartiger Felsbrocken die Kehle hinuntergewürgt: „Das verfickte Dach brennt, macht das ihr hier raus kommt!“
Seine Augen zuckten wild durch den Raum: „Und ich brauche einen verdammten Bogen und Pfeile. So einen wird doch wohl irgendjemand dabei haben.“
Er spähte den Raum ab, dann fixierte er zähnefletschend den Wirt und näherte sich diesem in rascher Geschwindigkeit. Sein Zeigefinger durchbohrte das fette Schwein: „Du! Wo finde ich einen?“
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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Leo am Sa Jun 18 2016, 23:23

Mike hatte gerade das Ende des Ganges erreicht, als über ihm das Inferno losbrach.
Lodernde Stücke des Strohdaches fielen hinter ihm von der Decke, die Luft roch wie bei diesem Freudenfeuer in seinem Heimatdorf, das er vor 10 Jahren einmal besucht hatte. Das laute Prasseln übertönte seinen Herzschlag, der von den vielen Stufen lauter denn je schien.
Scheiße. Basil hatte recht gehabt … und er war ganz oben, direkt unter dem Brandherd. Pochende Angst schoss ihm in den Kopf. Hinter ihm auf dem Gang öffneten sich Türen, die, gegen die er gerade noch gepocht hatte; gerufen hatte er auch, doch die Leute hatten entweder gar nicht oder äußerst unfreundlich geantwortet. Jetzt sah die Sache anders aus. Menschen mit erschrockenen Gesichtern stolperten auf den Gang, lautes Stimmengewirr erhob sich. Eine Frau schrie, als noch mehr brennendes Stroh vom Dach fiel.
Leute! Nicht schreien – LAUFT, VERDAMMT! RAUS HIER!“ Mike konnte sich nicht erinnern, schon einmal derart laut geschrien zu haben, doch es tat seine Wirkung. Mit dem brennenden Dach war seinen Warnungen ungewollt eine ganze Menge Glaubwürdigkeit gegeben worden. Immer mehr Türen öffneten sich, dahinter war teilweise Feuerschein zu sehen – offenbar brannte das Dach nun schon an mehreren Stellen. Verdammter Mist … warum hatte es ausgerechnet Stroh sein müssen?!
Die letzte Tür im Gang war unverschlossen, sie sprang auf, als Mike mit der Faust dagegen schlug. Dahinter kam eine verängstigte Frau mit blasser Haut und blassen Haaren zum Vorschein; sie trug ein Kind auf dem Arm, an der anderen Hand hing ein vielleicht 4 Jahre alter Junge, der lauthals weinte. Das Zimmer hinter ihnen brannte lichterloh. Wortlos nahm Mike ihr das brüllende Kind ab, hob es hoch (scheiße, waren alle Kinder so schwer?!) und schob die Frau vorwärts.
Im Gang war das Feuer bereits auf den Boden übergesprungen. Einzelne Flammennester brannten vor sich hin, lärmende Menschen drängten zur Treppe. Sie waren die letzten im Gang. Mike schob die Frau vorwärts; das Kind auf ihrer Schulter gab wimmernde Laute von sich, als sie sich so schnell wie möglich durch die Flammen schlängelte; er selbst versuchte, so gut wie möglich mit ihr Schritt zu halten.
Dann traf ihn etwas Hartes am Hinterkopf, was sie verdächtig nach einem Dachbalken anfühlte, und ihm wurde schwarz vor Augen.


Auf der Treppe kam Neah ein Schwall unterschiedlichster Personen entgegen. Die meisten drängelten und schubsten sich gegenseitig, Rufe und Schreie schwebten über dem Treppenhaus, Rauch schwebte träge in der Luft und verbreitete einen stechenden Geruch nach Zerstörung in den beiden oberen Etagen.

Auch in den Schankraum, zu dem fetten Wirt, den Spielern und Basil hallten die Rufe und der Lärm von der Treppe. Der Wirt hatte mitten in seiner Arbeit innegehalten und sah entgeistert zum Treppenaufgang hinüber, der Zapfhahn unter ihm sprudelte munter weiter und verteilte Bier in ein übervolles Glas und von dort aus weiter auf den Holzboden.
Geistesgegenwärtig wich der schweineartige Mann zurück, als Basil ihn erreichte; in seinem Gesicht wechselte sich Angst mit überbordendem Ekel ab. Das Bier aus dem Glas in seiner Hand schwappte auf seine Schuhe, seine Schweinsäuglein blinzelten in rascher Folge. „Einen … einen, äh … Bogen, werter Herr?“ Nervös schielte er zu den Spielern, als erwarte er Schutz von diesen beiden, doch der Pferdeschwanz beachtete ihn gar nicht und sah stattdessen gebannt zum Eingang. Der Blonde zuckte nur hilflos mit den Schultern. „Tut mir leid, ich fürchte … ich kann Ihnen da nicht helfen … äh … aber vielleicht können sie mir ja sagen, was dieser ganze Aufruhr …?


Vacors Idee erwies sich als richtig – tatsächlich, die Barriere reichte nicht in die Tiefe. Dort, wo er sie unterkletterte, stand sie ihm nicht im Weg; problemlos konnte er seinen waghalsigen Weg fortsetzen.


Smith ließ die Arme erst sinken, als schon das ganze Dach der Hängebücke in Flammen stand. Verächtlich sah er Basil in die hässlichen Augen. „Jaja, ich sehe schon … von Strategie versteht Ihr nicht viel, nicht wahr, kleine Bazille? Was bringt mir ein Blutbad? Ich hätte euch alle längst töten können, wenn ich wollte …“ Diese Machtposition schien ihm sichtlich zu gefallen, ein süffisantes Lächeln schlich sich in sein koboldartiges Gesicht. Hinter ihm standen noch immer die Zwerge, der Junge schreckte bei Basils Worten erneut hoch und warf einen irritierten Blick zu Saltatrix, während diese ihren Arm vertilgte. Scheinbar spürte er, dass dort etwas Seltsames vor sich ging, doch er schien sich zu bemühen, wieder zu seiner alten Aufgabe zurückzufinden. Das Mädchen jedoch schien ihre Konzentration nicht so leicht zu verlieren. Beinahe stoisch stand sie da, die Augen geschlossen, den Kopf demütig gesenkt, als erwarte sie eine Bestrafung.
Doch ich darf euch nicht töten“, hob Smith nun wieder an, „so sehr ich es auch will. Jedenfalls nicht sofort. Und deshalb …“ Er sah zwischen Oorm und Saltatrix hin und her, welche als einzige noch übrig geblieben waren. Das Grinsen verließ sein Gesicht wieder, als müsse er eine unliebsame Nachricht überbringen. „Mein Meister wünscht eine Zusammenarbeit. Und da ihr keine andere Wahl habt, wird er sie auch bekommen. Schon in kurzer Zeit wird hier alles voller Leute aus dem Gasthaus sein; wenn ihr nicht wollt, dass sie mit euch allen sterben, solltet ihr darauf eingehen. Werft eure Waffen die Klippe hinunter und gebt die Gegenwehr auf, dann werde ich die Barriere für euch öffnen.

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Mini Drachin am So Jun 19 2016, 14:48

Bei der Drohung die dieser Smith aussprach wäre Saltatrix wohl in lautes Lachen ausgebrochen, wenn sich ihre Gedanken und Gefühle direkt auf ihren Körper übertragen hätten.
Er hatte gerade zugegeben, dass er sie nicht töten durfte. Und was mit den Menschen hinter ihr geschah war ihr fast egal. Fast. Wenn sie sich nicht ihren tot gewünscht hätte. Nur durfte sie selbst ja keinen umbringen.
Das bedeutete wenn sie sich nicht ergab würde ihr nichts geschehen und es würden Menschen sterben. Das erschien ihr eigentlich ziemlich verlockend.
Sie wusste nicht wie es um Oorm stand, aber dass ein Bär Mitgefühl für Menschen hatte erschien ihr auch etwas unpassend. "Ich fürchte ihr sagt das den Falschen. Die, die sich um das wohlergehen von Menschen kümmern sind gerade nicht hier." Sie wusste nicht ob ihre leise Stimme auf der anderen Seite der Barriere zu verstehen war, aber sie ging davon aus. Sie richtete sich langsam wieder auf. "Ihr habt zugegeben dass ihr uns nicht töten dürft und sonst habt ihr nichts womit ihr uns beiden drohen könntet. Ich habe schon ein Feuer überlebt und hier auf dieser Seite wird es wohl nicht sehr warm werden." Das Menschen etwas, dass sie nur 'nicht durften' trotzdem tun können war der Dämonin schlichtweg fremd.
"Wenn euer Meister glaubt dass wir uns mit ein paar Menschenleben erpressen lassen, dann ist er noch naiver als so mancher Imker." Während die das alles sagte kroch sie mit einem dünnen Faden Nebel am Boden entlang auf die Barriere zu und tastete an ihr entlang. Wenn die Barriere luftdurchlässig war konnte sie einfach hindurch. Warscheinlich. Sie hatte keine Ahnung wie das mit magischen Barrieren aussah, aber für gewöhnlich konnte sie überall hin, wo Luft auch hinkam.

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Beitrag von Darnamur am So Jun 19 2016, 15:17

Bazille knurrte. Erst hatte der Mann keinen Schnaps im Haus, jetzt keine Bögen, alles war für den Arsch. Er ignorierte das Gefasel des Schweins, stampfte durch den Schankraum, während seine Augen hin und her tasteten. Auch an den Wänden hatte niemand Waffen aufgehängt. Warum hatte er sich nur keinen Jagdbogen mit auf die Mission genommen?
Er bahnte sich zornig seinen Weg zur Treppe. Von oben quoll ihm Geschrei entgegen. Dann ertönten Schritte und dann kamen sie. In Panik begannen Menschen auf ihn zuzustürmen, während er sich geistesgegenwärtig an eine Holzwand presste, um nicht von der Masse mitgerissen zu werden. Er sah einen halbnackten Mann an sich vorbeipreschen, kurz darauf eine Frau mit schaukelnden Titten, die einen kleinen Jungen mit sich trug. Bei Keinem von Ihnen konnte er einen Bogen erkennen. Der Söldner spuckte aus und humpelte die verbliebenen Stufen hinauf.
Das Obergeschoss hatte bereits begonnen sich mit Rauch zu füllen, der sich ihm sogleich in die Atemwege drängte. Glut regnete von der Decke, Holzbalken knirschten. Allgegenwärtig war das Geräusch und der Geruch des rasenden Feuers. Bazilles Sichtfeld war mittlerweile recht vernebelt. Wütend stieß er die nächstbeste Tür auf, spähte den Raum ab. Nichts. Nichts, verdammt nochmal. Irgendwo musste er etwas finden. Er musste es. Hustend kämpfte er sich weiter durch den Gang, als er plötzlich etwas am Boden liegen sah. Es zuckte.
Bazilles verschiedenfarbige Augen zwängten sich zusammen. Was war das? Mit bedächtigen Schritten näherte er sich, während die Decke über ihm quietschte und Glutpartikel auf ihn herabregneten. Scheiße.
Er entdeckte den Stinker, Mike, wie er besinnungslos unter einem Dachbalken lag, der ihn wohl getroffen hatte. Irgendetwas wand sich in seinem Armen. Mit gerunzelter Stirn beugte sich Bazille hinab und entdeckte…ein…einen Säugling. Ein Kleinkind. Es schlug kraftlos mit den winzigen Fäusten und blickte ihn aus großen, blauen Augen an. Das hatte ihm gerade noch gefehlt. Das Baby blickte ihn fasziniert an. Warum schrie es nicht? Normalerweise brüllten diese Bälger doch wie wahnsinnig und gerade dürfte es sich eigentlich nicht wohlfühlen beim dem ganzen Rauch, der ihm entgegen schlug…und noch schlimmer: Mikes Körpergeruch.
„Irgendetwas stimmt mit dir nicht, Kleiner“, meinte Bazille, während er das Kind beobachtete.
Er erinnerte sich an die Geschichte, die ihm vor langer Zeit erzählt worden war. Wie er in einer Holzkiste an Bregans Küste angespült worden war und dann vom Pater des Dorfes gefunden worden war. Es war unfassbares Glück gewesen, dass er das überlebt hatte. Dass man ihn ins Meer geschmissen hatte, konnte eigentlich nur bedeuten, dass man ihn hatte töten wollen. Aber irgendwie war er entdeckt worden. Und der Pfarrer hatte sein Aussehen erst bemerkt, als sie ihn in die Kirche geschleppt hatten. Dort musste er auf die Theorie gekommen sein, dass er ein Dämon war.
Vielleicht wäre es besser gewesen, sie hätten ihn einfach in der Kiste gelassen. Die Flut hätte ihn umgebracht und ihm selbst und der Welt viel Leid erspart. Sein Mund verzog sich. Willst du leben, Kleiner? Oder soll ich dich hier lassen…
Weiter hinten stürzte ein weiterer Deckbalken herab. Das mit dem Bogen konnte er vergessen. Er würde hier nie einen finden. Er starrte wieder den Säugling an. Der starrte mit weiten, blauen Augen zurück. Und streckte die Ärmchen nach ihm aus. Bazille schnaubte.
Er packte sich den Deckbalken und begann ihn mit knirschenden Zähnen hochzustemmen. Dann wuchtete er das Ding mit einem Ruck beiseite. Auf geht’s.
Er packte Mike, nahm ihn auf die Arme wie ein Kleinkind, während auf dem Bauch des Stinkers nun das Baby neugierig herumzutasten begann und den Körper des Imkers erforschte. Bazille spähte nochmal in alle Richtungen. Er konnte keine anderen Menschen mehr hören. Sie waren die Letzten, die diese Hölle verließen. Wände und Boden hatten bereits Feuer gefangen. Rote Flammen zuckten vor Bazilles Augen und riefen dunkle Assoziationen in ihm hervor.
Wieder erinnerte er sich an sein Heimatdorf. Und dieses Mal war es keine Geschichte, die ihm in den Sinn kam. Er erinnerte sich, wie er in Fesseln dorthin zurück geschleift wurde. Alles brannte. Er erinnerte sich an das Rasen seines Herzens. Und an die Worte der Gauklerin. Die rote Straße endet nie.
Übelkeit stieg in ihm auf, aber er verdrängte den Gedanken wieder. Raus hier. Reiß dich zusammen. Bazille bahnte sich seinen Weg durch das einsetzende Inferno, gelangte zur Treppe und begann sich vorsichtig abwärts zu wagen, während er Mike und das Kleinkind sorgsam in den Armen umklammert hielt. Ächzend und verschwitzt kam er wieder im Schankraum an.
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Beitrag von Jad am So Jun 19 2016, 19:41

Vacor konnte keine Barriere ertasten. War es wirklich so einfach? Hatte Smith, der als so perfekter Planer galt, einen so fatalen Fehler gemacht? Oder rechnete er mit der Idee des Kopfgeldjägers? Der Rabe hatte keine Wahl. Er zog sich auf der anderen Seite, quasi hinter feindlichen Linien, wieder empor. Das Klettern kostete Kraft und besonders nach dem elend langen Tag und der Hetzjagd über die Dächer von Grat war es nicht besser. Zum ersten Mal dachte der Elf daran, dass er den nächsten Angriff nicht überleben könnte, weil er einfach zu viel Kraft gelassen hatte. Doch für Zweifel war kein Platz. Er hatte sein Ziel vor Augen. Versuchte seinen Puls so schnell es ging wieder unter Kontrolle zu bekommen. Oben angekommen konnte er die Rückseite der beiden Zwerge und von Smith erkennen. Normalerweise würde er jetzt erst mit Vorsicht das Gelände auskundschaften und einen Schützen nach dem anderen meucheln, doch auch dafür war keine Zeit. Er erkannte Bär und Saltatrix und ... Verdammt wo war Basil? Auch wenn er eine menschliche Niete und ein Arschloch war, strategisch wäre ein Arschloch, was wie ein verdammtes Arschloch kämpfe, jetzt nicht verkehrt. Nun, so musste es eben mit den beiden gehen. Wenn er es schaffte die Barriere zu durchdringen, indem er ihren Erschaffer das Licht auspustete, oder - wie er nach wie vor hoffte - einfach ablenkte durch einen Angriff, dann würde die Hinterhältigkeit der Dämonin und die Wut des großen Bären das Gleichgewicht auf dem Schlachtfeld wieder herstellen. Er hatte nur eine Chance und wusste dass er dem Tode geweiht war, wenn er sich falsch entschied. Smith oder die Zwerge, Smith oder die Zwerge...entscheide dich! Vacor hatte sich entschieden. Gerade rechtzeitig, denn er hatte mittlerweile den Stall umrundet. Er war wohl dabei leise genug gewesen, dass ekiner der Gäule aufgewiehert hat. Noch ein zwei Schritte, dann war er an der Grenze der Schatten. Lautlos glitt eine Wurfklingen in seine Hände. Zu seinem Zorn standen die Zwerge von seiner Position aus hinter Smith. So musste dieser Wiederling erst eine Klinge in den Rücken bekommen und er müsste sofort nach Abwurf auf die Geschwister zurennen, im Lauf seine Klingen ziehen und sie ihnen sofort in die Gedärme rammen. Es würde zu spät sein für diese verdammten, kleinwüchsigen Zauberwirker, wenn sie ihn bemerkten. Wie ein Wolf der zwei Lämmer reißen würde fixierte er seine Ziele. Alle Sinne spannten sich an. Dann war es soweit. Er zielte kurz und warf. Es war eigentlich egal ob er traf. Hauptsache er hatte freie Bahn... den Schützen auf der anderen Seite zum Trotz. Mit jeder Faser seines Körpers, mit dem jedem Muskeln den er an Schnelligkeit noch aufbringen konnte spurtete er den kurzen Weg auf die beiden Zwerge zu, verließ die sicherheitsgebenden Schatten und tauchte, auch für Oorm und Saltatrix, zum ersten Mal auf, als würden die Schatten ihn aus dem Nichts ausspucken und er wie eine Plage über die zwergischen Geschwister herfallen. Gnadenlos rammte er mit aller Wucht je eine Klinge von hinten durch einen Zwerg und hoffte, dass beide treffen würden und auch die Schützen überrascht genug sein würden erst nach dem Angriff auf ihn zu schießen.
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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Schattenmond am So Jun 19 2016, 20:48

Sie stöhnte leicht auf, als sie sich vollkommen in ihrem Mantel verhüllt, an die Wand presste, um der fliehenden Meute zu entgehen. Das Gefühl einer weiteren Welle von Aggression machte sich in ihrem Innern breit. Diese ganze Bedrängung. Der Fuchs in ihr Jaulte gequält auf, doch Neah behielt die Fassung, unterdrückte den machtvollen Impuls und verlor dabei viel Zeit.
Sie merkte nichteinmal, dass Basil mitlerweile in das Gasthaus zurück gekehrt und an ihr vorbei gelaufen war.

Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor, bis sie sich dazu durchringen konnte, ihre Suche fortzusetzen.
Gedämpft konnte sie das Rufen des Imkers zwischen all den Menschen, dem Schreien, dem Knistern des Feuers ausmachen.
Es war unglaublich heiß, mitlerweile schlugen ihr nicht nur Menschen, sondern auch Rauch entgegen. Glut stob auf. In der Ferne erkannte sie eine Gestalt.
Obwohl sie versuchte, durch den Stoff ihres Mantels zu atmen, reagierte der zierliche Körper und sie begann zu husten. Verdammt...
Sie musste sich etwas ducken, beobachtete, wie die Gestalt sich mit einem Balken abmühte, während sie selbst kaum in der Lage war, sich selbst zu retten.
Der Hauch des Gestanks hatte ihr zugetragen, dass Mike in der Nähe sein musste.
Erneut verlor sie sich in einem Hustenanfall.
Als sie sich endlich wieder fing, erkannte sie Basil... und Mike... Dieser Elende... Smith würde bezahlen...
Der Fuchsgeist knurrte. Sie spürte, wie er die Zähne fletschte und sie war gewillt ihm nachzugeben, doch sie zwang sich zur Vernunft, während der Gedanke der Nutzlosigkeit sie umhüllte.
Sie musste hier raus, wenn sie das überleben wollte. Wollte sie? Es gab nichts, was sie bisher zu dem Erfolg der Gruppe beigetragen hatte. Ganz im Gegenteil. Sie hatte diesen Kerl im Wald laufen lassen, eine falsche Entscheidung getroffen, wiedereinmal.
Der Rauch wurde schwärzer, undurchdringlicher. Das hier und jetzt schien in weite Ferne zu Rücken.
Sie war völlig fehl am Platz...
Ihre Gedanken schienen sich im Nichts zu verrennen.
Elende Menschenbrut... Es war das Letzte, was sie erreichte, ehe sich Neah im nichts verlor, zumindest das, was man Neah nannte.
Als ob sterben eine Lösung wäre...
Der Körper der Jungen Frau war auf den Boden zusammen gesackt, doch nun hüllte er sich in das altbekannte dunkelrote Licht, welches eine Art Schutzschild um sie zu bilden schien. Zumindest erlitt sie keine Lebensbedrohlichen Verbrennungen.
Dann begann sie sich zu verändern. Erneut bildete sie Klauen aus. Ihr Gesicht verformte sich zu einer verzerrten Fuchsschnauze, die Goblinartigen, überlangen Ohren kehrten zurück, ihr Körper bedeckte sich erneut mit Fell, die Gliedmaßen wirkten abermals unproportioniert und die Bestienhafte Gestalt vom Wald war zurück. Jedoch, als diese die Augen aufschlug, war von Neah nichts vorhanden. Sie waren durchunddurch animalisch, bernsteinfarbend, glitzernd.
Mitlerweile war die Kreatur allein in der brennenden Hölle dort oben, umhüllt vom dunkelroten Schimmer.
Ein Stück glühendes Holz fiel auf die Vorderpranke der Kreatur, welche die Menschen als Fuchsdämonen bezeichneten.
Ihrer Kehle entronn ein tiefes Knurren.
Das Knurren des Geistes, der jeder Kitsune inne wohnte.
Du willst das jemand für deine Fehler bezahlt Neah... Ich treibe die Schulden ein...
Die Kreatur verzog das Gesicht zu einer diabolischen Fratze und stürmte vorran, die Treppen hinunter. Dabei warf sie das Glühende Stück von der Pranke, schien völlig unbeeindruckt von Schmerzen und kam im Schankraum zum Stillstand, wo sie mehr als genug Blicke erntete, die vor lauter verzweiflung nicht zu wissen schienen, ob sie das Feuer, oder die Kreatur mehr fürchteten.
Die Kreatur grinste, warf einen Blick auf Basil, bleckte die viel zu großen Reißzähne und musterte dann Mike.
Es stank nach verbranntem Fell.
Der Blick riss sich los und das besessene Geisterwesen preschte ins freie. Die Leute machten ihm Platz, auf mögliche Aggressionen durch die Menschen schien es nicht zu achten.
Das Leuchten, dass es umgab, schien langsam abzuflauen...
Mir läuft die Zeit davon... was musst du auch so eine schlechte Magierin sein!
Es knurrte in sich hinein, verharrte für einen Moment vor der Brücke.
Diese Frau besaß einfach nicht mehr genug Macht, um große Kämpfe auszutragen. Die Verwandlung im Wald hatte ihr bereits so viel Magie gekostet, dass es kaum möglich werden würde, diesen Zustand lange aufrecht zu erhalten, zumindest, wenn er ihre Reserven nicht angreifen wollte und sie damit gefärden würde.
Es gab keinen Weg diesen Körper in Sicherheit zu bringen, ohne zu Kämpfen, so lange es ihm der klägliche Rest magischer Energie erlaubte.
Die Zeit war gegen ihn.
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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Leo am Mi Jun 22 2016, 17:48

Der Schankraum der Hängebrücke füllte sich schnell mit verschiedenerlei Leuten. Frauen, Männer, Kinder, hier und da ein Insulaner, der eine oder andere spitzohrige Elf, sie alle waren vertreten. Aufgeregte Gespräche hingen in der Luft wie das Summen eines Bienenschwarms. Auf der Treppe war nun niemand mehr, doch der eigentlich recht große Schankraum, angefüllt mit Tischen, Stühlen und dem zentralen Kamin, war nun drückend voll. Der wohltuende Gewürzgeruch aus dem Kamin war nun überdeckt von dem Gestank schwitzender Leute und einem latenten Rauchgeruch aus den oberen Etagen.
Eine Frau schrie laut auf, als sie Neah – beziehungsweise den Fuchsdämon – auf der Treppe entdeckte. So gut es möglich war, teilte sich die Menge vor der Gestaltswandlerin, in einer Mischung aus Ehrfurcht und Angst, dennoch starrte so gut wie jeder im Raum das fremdartige Wesen an, als wäre es gerade vom Himmel gestürzt. Ein blasser Mann mit fremdländischem Aussehen begann sogar, in einer sonderbaren Sprache zu beten, möglicherweise war er ein Südländer, der um den Kitsune-Mythos wusste.

Basil hatte es derweil in eine verhältnismäßig ungestörte Ecke geschafft, Mike und das Kind in den Armen. Niemand schien, seinem auffälligen Anblick zum Trotze, so recht Notiz von ihm zu nehmen; zu groß war die allgemeine Aufregung, nicht zuletzt um Neah, wie sie sich ihren Weg durch die Menge bahnte. Mike war noch nicht wieder erwacht, doch ein leises Stöhnen zeugte davon, dass er noch am Leben war. Sein dunkelhäutiges Gesicht war rußverklebt, doch bis auf eine Platzwunde am Hinterkopf, aus der beständig etwas Blut austrat, und etwaige Schrammen an Armen und Beinen schien er unverletzt. Das Kind, das er dabei gehabt hatte, als Basil ihn fand, war ebenfalls unverletzt; der etwa dreijährige Junge starrte Basil unverwandt an, als fände er ihn ungemein faszinierend, sagte dabei jedoch keinen Ton.



Zieht diesen Fehlschluss lieber nicht. Im Falle eines Fehlschlags“, Smith tat betont gleichgültig, „habe ich durchaus die Erlaubnis, eure jämmerlichen Leben zu beenden. Ob das nun eine bessere ‚Erpressung‘ ist, überlasse ich Eurer Einschätzung …“ Was er selbst davon hielt, war an seinem schadenfrohen Tonfall jedoch deutlich zu hören. „Und seid versichert, dass ich in dieser Hinsicht dem Befehl treu bleiben werde. Sollte einer von euch –
Smith stockte und fuhr herum, als habe er im Augenwinkel eine Bewegung wahrgenommen – gerade noch rechtzeitig, um dem in seine Richtung geworfenen Messer auszuweichen. Das Messer flog geradewegs an ihm vorbei und stoppte an der Barriere, wo es ebenso zu Boden fiel, wie die Pfeile zuvor. Smiths Überraschung, als mit einem Mal Vacor ins Fackellicht stürmte, währte nur kurz, dann zog er mit einem grimmigen Gesichtsausdruck sein Schwert unter dem Mantel hervor. „Erschießt ihn!

Bei den Zwergen hatte Vacor derweil mehr Erfolg. Nachdem er sein Messer geworfen hatte, wurde der Tumult um Smith und seine Begleiter größer; zwei der Schützen riefen etwas Unverständliches, vielleicht einen Warnruf, und Smith selbst verlor für einen Augenblick die Fassung, stolperte sogar einen Schritt zurück auf die Barriere zu.
Umso überraschender war die Reaktion des Zwergenmädchens: Wie zur Salzsäule erstarrt stand sie da, schien in ihrer Konzentration die Umgebung völlig auszublenden – und wurde von Vacors Attacke hinterrücks völlig überrascht. Ihr heller, klagender Schrei hallte über das Geschehen, als die Klinge ohne große Mühe in den Rücken des Mädchens drang; ein roter Blutfleck drang durch den grünen Stoff ihres Mantels und wurde schnell größer. Dann verstummte der Schrei, und das Mädchen brach zusammen.
Ihr Bruder hatte derweil mehr Glück. Schon zuvor war er durch das Getümmel um ihn herum einmal mehr aus seiner Konzentration gerissen worden – etwas, das ihm nun womöglich das Leben rettete. Er sah Vacor kommen, ließ vor Schreck seine Fackel fallen, rief seiner Schwester noch eine Warnung zu (die sie allerdings nicht zu beachten schien) und wich vor dem Schwert zurück; gleichzeitig schrie er entsetzt auf, als er sah, wie es seiner Schwester erging. Mit einem beinahe traumatisierten Blick wich der junge Zwerg mehrere Schritte von Vacor zurück, ohne dabei von seiner Schwester wegzusehen; sein Mund blieb offen stehen, sein Gesicht angstvoll verzerrt.

Nur kurz darauf erklang ein weiteres Geräusch. Es klang, als hätte jemand einen Stein in eine Fensterscheibe geworfen – wie Saltatrix und Oorm feststellen konnten, war die magische Barriere verschwunden, als hätte sie nie existiert. Doch die Schützen, welche Vacor nun im Fackelschein gut anpeilen konnten, folgten derweil Smiths Befehl – mit einem unheilvollen Sirren flogen 4 Pfeile gleichzeitig aus den unterschiedlichsten Richtungen auf den Elfen zu.



Auch im Inneren der Taverne hörte man den Schrei der Zwergin, und er brachte noch mehr Leben in den Schankraum, als Neahs Auftreten kurz zuvor. Angstvolle Stimmen erhoben sich, ein Kind begann zu weinen, und mehrere Herbergsgäste drängten nun auf den Ausgang zu, als wollten sie sich nach draußen in Sicherheit bringen.

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Darnamur am Mi Jun 22 2016, 19:21

Mit seinem stinkendem Ballast beladen, taumelte Bazille in den Schankraum hinein. Das Erste was er sah, als er den Blick hob war eine fast dämonische Fratze. Ein Fuchskopf mit überlangen, gebleckten Zähnen…verwundert musterte der Söldner noch das Geschöpf, während es sich bereits seinen Weg nach draußen bahnte. Erst zwei Herzschläge konnte sein Verstand das Gesehene sinnvoll verarbeiten.
„Neah?“, hustete er, aber wohl viel zu leise. Das Fuchswesen verschwand bereits. Was hatte sie vor? Der Söldner schob sich an einigen panischen Menschen, darunter ein bleicher, betender Kerl, der wirkte, als hätte er ein paar Pilze gefressen. Er musste Mike und den Jungen irgendwie loswerden.
„Zur Seite“, brummte er, während er sich Richtung Theke durchschob. Die Meisten schienen nicht mal sonderlich Notiz von Ihnen zu nehmen. Er näherte sich wieder dem fetten Wirt. Ohne das Schwein weiter zu beachten, nahm er das Bierventil ins Visier, das mittlerweile wieder abgedreht worden war. Warum blieb unklar. Vielleicht glaubte das Schwein doch noch irgendwie etwas von den Vorräten retten zu können. Er legte Mike mit dem etwas angeschlagenen Gesicht unter den Zapfhahn, dann packte er sich das Kleinkind, dass ihm nun bei genauerer Betrachtung doch etwas älter vorkam, als vorher, wo er es oben in mitten der Rauchschwaden aufstöberte und setzte es auf dem Tresen ab.
„Fall nicht runter“, murrte der Söldner dem Kind zu, dass regungslos sitzen blieb und ihn ansah. Dann blickte es zu Mike, der regungslos auf den Dielen vor sich hin dämmerte. Das haben wir gleich.
Da ertönte plötzlich der gellende Schrei aus dem Freien. Bazille verharrte. Konnte es sein…die Stimme klang weiblich, aber es war nicht die von Saltatrix oder Neah. Die Zwergin. Er musste hier raus. Die anderen brauchten ihn. Außerdem wollte er Smiths Schädel.
„Auf geht’s, Stinker“, meinte er knapp und drehte den Hahn auf, sodass das Bier Mike direkt ins Gesicht spritzte und den Ruß wegspülte. „Pass mal demnächst ein bisschen besser auf dich auf, ye. Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass du fast krepiert wärst. Können nicht ständig auf dich aufpassen, Bursche.“
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Beitrag von Jad am Do Jun 23 2016, 09:54

Voller Adrenalin im Körper fühlte der Rabe wie eine Klinge durch das weiche Fleisch der Zwergin schnitt. Das kleine Wesen schrie auf und sackte verstummend zusammen. die Schneide leuchtete rot auf, als er sie aus ihrem Leib zog. Einen kurzen Augenblick Unmut machte sich darüber breit, dass er den anderen Zwerg nicht auch erwischt hatte, aber seine Stimmung besserte sich sofort, als er das zerbrechende Geräusch der magischen Fensterscheibe wahrnahm. Oorm müsste im selben Moment nach vorne gekippt sein, stemmte er sich doch bis vor kurzem noch dagegen. Die stechenden Augen des Kopfgeldjägers durchschnitten diabolisch grinsend den Blick von Smith der inzwischen ebenfalls ein Schwert gezogen hatte. "Du verlierst...!" kurz darauf hörte er die heranfliegenden Pfeile der Schützen. Es war zu erwarten gewesen, dass er nun oberstes Ziel war. Auch wenn er wohl nicht, bzw. nicht allein Geschossen ausweichen können würde, hatte er dieses Risiko bewusst auf sich genommen. Einerseits hoffte er, dass zuvor die Barriere zersprang - was gelungen ist und andererseits hatten die Schützen so die anderen Gefährten nicht im Visier. Vielleicht genügte das um die Hoheit über das Schlachtfeld zu sichern. Vacor drehte den Kopf  und hatte Glück, dass er es tat. So konnte er sich die nötigen zwei Zentimeter bewegen, bevor der erste Pfeil seinen Hals durchschlug. Ein tödlicher Schuss ohne Zweifel. Dafür trafen die anderen drei. Einer in die linke Schulter, einer in der rechten Bauchhälfte. Seine Lederrüstung war zum Glück dick genug, damit dieser nur wenig eindrang. Der letzte durchschlug seinen linken Oberarm vollständig und ragte auf der andern Seite wieder heraus. Der Schmerz war so überwältigend, dass Vacor einen Aufschrei nicht unterdrücken konnte, zurücktaumelte und auf dem Hosenboden landete, aber dabei beide Schwerter fest im Griff hatte. Einen Augenblick rang er nach Luft und ihm wurde kurz schwarz vor Augen. Doch der sture Wille zu gewinnen hielt ihn bei Bewusstsein. Er suchte wieder den Blickkontakt zu Smith. Er mag am Boden liegen, aber er war noch nicht geschlagen. Mit einem unbändigen Zorn brüllte er alle Emotionen und Schmerzen heraus. "ZERFETZT IHN! ZERFETZT SIE ALLE!" Natürlich war es nicht nötig dass einem wütendem Bären zu sagen, aber sicher ist besser. Es untermauerte ebenfalls die Motivation des Elf. Ein Rinnsal Blut lief ihm aus dem Mund. Sein verletzter Arm streckte sich und mit einem Finger zeigte er auf den übrigen Zwerg. "Du gehörst mir!" Der Rabe brach die Pfeilspitze unter dem Arm ab und zog den Rest auf der anderen Seite heraus. Der Schmerz erreichte erneut einen Höhepunkt. Doch er hatte jetzt keine Zeit die Wunde abzubinden, oder doch? Es blutete ganz schön. Der Elf entschied sich auf seine Stärken zu vertrauen. "Du entkommst mir nicht!", spuckte er dem kleinen Kerl entgegen und stierte mit entschlossenem, bösem Blick durch dessen Kopf. Doch statt anzugreifen kroch er von ihm weg in die Schatten. Er brauchte einen Moment für die Versorgung seiner Wunden, zumindest der am Arm. Das Atmen war schmerzhaft mit den Pfeilen in Bauch und Schulter. Bleib wach! Denk nach.... Sicherheit finden, Wunde abbinden, neu orientieren. Der Plan war klar. Jetzt hoffte er nur, dass die anderen ihm dafür  die benötigte Zeit geben würden.
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Beitrag von Elli am Do Jun 23 2016, 11:37

Noch immer wusste Samuel nicht einmal ansatzweise was er nun tun sollte. Seinen ursprünglichen Posten und Plan hatte er aufgegeben und war nun Basil gefolgt, der in dem überfüllten Gasthaus betrat. Er stand noch in der Tür, als er hinter sich einen Schrei hörte. Er wand sich um und sah wie eine Zwergin zu Boden ging. Offenbar tot. Er sah auch Vacor zu Boden ging und im Schatten verschwand, nachdem er brüllend seine Kräfte verplemperte.
Einem Impuls folgend, den er auch nur eine Sekunde später bereute rief er zu dem Zwerg herüber.
"Ey, Kleiner! Hau ab hier! Verschwinde!" Er hoffe sehr, dass es funktionieren würde und er wirklich laufen würde. Das wäre zumindest ein Problem weniger. Nichtsdestotrotz blieb er in der Tür stehen, immerhin war eine Tür ein gutes Schutzschild und er hatte nur einen Dolch.

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Beitrag von Mini Drachin am Do Jun 23 2016, 23:02

Mehr oder wneiger in dem Momentals sie Barriere zersprang nebelte die Dämonin die wenigen Meter zu Smith.
Vacor war bemerkt worden, weil er einen Körper hatte. Etwas, was Saltatrix in diesem Fall erspart blieb. Sie war nah genug gewesen um in einem einzigen Nebelschritt zu ihrem Feind zu gelangen.
Es war mehr als eindeutig, dass er zum Totenbeschwörer gehörte und damit durfte sie ihn angreifen. Bereits Bruchteile eines Augenblicks bevor ihr Wirtskörper sich wieder materialisierte, hieb sie mit einer Nebelklaue die schon viel zu lange niemanden mehr verletzt hatte nach dem Magier.

Ein Empath wäre vermutlich allein von dem dämonischen Hass und der Abscheu überwältigt worden, dem sie nun freien Lauf lies. Sie war so erpicht darauf diesen Menschen zu zerfetzten, dass sie sich vermutlich danach keine Kraft mehr haben würde um sich von hier weg zu bewegen. Das Vergnügen zu töten war es allerdings eindeutig wert.

Direkt nach ihrem ersten Angriff nebelte sie sich auf die andere Seite des Magiers. Dadurch befand sich dieser zwischen der Dämonin und dem Bären.
Das, was das Tier an Kraft hatte, hatte Saltatrix an Geschwindigkeit und Wendigkeit. Wenn Smith nicht schnell reagierte und einige magische Tricks aus dem Ärmel schütteln würde, dann stand es schlecht um ihn.

Zudem stellte sie sicher, dass ein Teil ihres Nebelkörpers Smiths Haut irgendwo berührte. Sollte er auf die Idee kommen sich wegzuteleportieren würde sie so vielleicht mitgenommen werden ohne dass er damit rechnete.
Ob Teleportation wirklich so funktionierte wusste sie nicht, aber eine Versuch war es wert.

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Beitrag von Thorgrimm am Fr Jun 24 2016, 19:01

Als sich Bazille von Bär verabschiedete, rang dieser einige Sekunden mit sich und überlegte, mit dem Söldner zu gehen oder ihn an seinem zweifellos waghalsigen Plan zu hindern. Doch er entschied sich dagegen und ließ Bazille ziehen. Sie alle hatten eingewilligt, den Nekromanten zu jagen und zu töten und jeder war sich dabei bewusst gewesen, dass es keine einfache Aufgabe werden würde. Vermutlich hatte niemand direkt mit dem Tod gerechnet aber Oorm und damit auch Bär war das von Anfang an klar gewesen. Es ging hier schließlich nicht um irgendeinen Mann, sondern um eine Person, die das Angesicht und die Zukunft dieses Landes verändern konnte. Der Nekromant musste um jeden Preis aufgehalten werden - auch wenn es einen oder sogar alle von ihnen das Leben kosten mochte. Das hieß natürlich nicht, das Oorm nicht versuchen würde das mit aller Kraft zu verhindern - schließlich waren ihm einige dieser Leute schon etwas ans Herz gewachsen - aber wenn einer sich opfern konnte, um den Nekromanten zu töten, dann würde Oorm das Opfer nicht an seinem Plan hindern.
Bei ihrem Gegner handelte es sich zwar noch nicht um den Nekromanten selbst aber um einen seiner Handlanger und dieser war ein genauso wichtiges Ziel wie der Nekromant selbst. Da Bazille einen Plan hatte und Bär ihm vertraute, tat er genau das, was er am besten in dieser Situation tun konnte. Er brüllte, fletschte die Zähne und hieb nach der Barriere so gut er konnte. Einen wirklichen Effekt schien das auf Smith und die beiden Zwergenmagier nicht zu haben aber zumindest konnte Bär so ein wenig seiner Wut freien Lauf lassen.
Das Smith allerdings kurz darauf von ihnen verlangte, sich zu ergeben, war lächerlich. Hätte Bär in diesem Moment lachen können, dann hätte er das vermutlich getan. Selbst wenn er seine Waffen hätte wegschmeißen können - was nicht funktionierte, da diese angewachsen waren - hätte er es nicht getan. Lieber wäre er hier und jetzt gestorben, als seine Aufgabe zu verraten. Kurze Zeit später gab der Mann zu, auch die Erlaubnis zu haben, sie umbringen zu dürfen. Das änderte allerdings auch nichts an der Sache - zumindest nicht für Bär. Was allerdings etwas änderte war Vacor, der irgendwie hinter die Barriere und die Magier gekommen war und diese nun angriff. Das musste Bär dem Kopfgeldjäger schon lassen. Das war nicht nur schlau gewesen, sondern auch selbstlos. Bärs Meinung über den Mann stieg ganz schön an. So sollte jeder in dieser Gruppe handeln. Es mochte gefährlich sein aber wie man sah, gab es durch solche Aktionen auch entsprechende Erfolge.
Als die Barriere schließlich mit einem klirrenden Geräusch zusammenbrach, konnte nichts den wildgewordenen Bären mehr aufhalten. Er ließ seiner Wut freien Lauf. Da keine unschuldigen Personen in der Nähe waren, ließ Bär sich vollkommen in eine Raserei fallen. Die Jagd im Wald war sowieso schon erfolglos gewesen aber jetzt konnte Oorm das Verlangen seines zweiten Ichs endlich befriedigen. Bär wollte Blut sehen und das würde er auch bekommen.
Mit einem markerschütternden Brüllen kündigte sich Bär an. Kaum hatten seine Pfoten den Boden berührt, nachdem er sich gegen die Barriere gestemmt hatte und diese aufgelöst worden war, da rannte er auch schon los. Sein erstes Opfer war der übriggebliebene Zwerg, den Bär mit einem Hieb auf den Nacken begrüßte und ihm so entweder direkt das Genick brach oder ihm zumindest drei tiefe, schmerzende Wunden zufügen würde. Sofort wandte sich das rasende, 500 Kilo schwere Tier um und rannte auf Smith zu. Bär brüllte den Magier vor sich an, benetzte seine Kleidung mit Geifer und stürzte sich dann - beide Tatzen voraus - mit seinem ganzen Gewicht auf den Mann. Bär suchte den Hals seines Gegners aber im Endeffekt war ihm jedes Körperteil recht, solange er seine Zähne darin versenken und endlich Blut schmecken konnte.

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Schattenmond am Sa Jun 25 2016, 08:28

Der Schrei der Zwergin blieb auch hier nicht unbeachtet.
Neah, oder das, was zumindest ein Teil von ihr war, hatte sich aus ihrer Starre gelöst und eine Entscheidung getroffen, Angriff war die beste Verteidigung.
Ein Geräusch von berstendem Glas drang an sein Ohr, danach das Markerschütternde Brüllen des Bären.
Das Gesicht des Dämons verzog sich zu einer diabolischen Fratze. Endlich kam Bewegung in die Sache und die Kreatur erreichte schon nach kurzer Zeit das Kampfgeschehen.
Die seltsame Frau, deren Magie offenbar dunkler Natur war, und der Bär waren bereits mit den Hauptakteuren beschäftigt, gut. Wenn dieser Kerl keine Tricks auf Lager hatte, würden die zwei mit ihm fertig werden.

Es hielt die Nase in den Wind, witterte und konnte anhand dessen einige weitere Personen aus machen. Der Blick heftete sich an eine Mauergasse, in der sich etwas bewegte. Ein Bogenschütze.
Dein Ende ist Nahe Menschlein...
Damit preschte die monströse Gestalt auf den Schützen (2) zu, darauf gefasst, dass dieser bereits für einen Schuss vorbereitet war.
Es würde kurzen Prozess machen, ihm die Kehle zerreißen und ein neues Opfer suchen...
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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Leo am Di Jun 28 2016, 20:46

Mike erwachte davon, dass ihm etwas in Mund und Nase lief.
Etwas Klebriges. Was zum …?!
Er prustete laut und hielt sich die Arme vors Gesicht, so gut es ging; gleichzeitig merkte er, wie sich auch seine anderen Sinne wieder einschalteten. Um ihn herum wurde rumort und geredet, hektische Schritte waren da, als wären zu viele Menschen auf zu engem Raum. Es roch nach Schweiß, entfernt nach Ruß und irgendwie nach Bier. Dann schlug Mike die Augen auf.
Kurz erschrak er, als er in Basils Schreckensvisage blickte – zumal er ihn verkehrt herum sah. Unten in seinem Blickfeld war zudem ein Zapfhahn, aus dem munter das klebrige Zeug sprudelte. War das … Bier? Ernsthaft? Er hustete noch einmal, dann wischte er sich mit dem Handrücken Bier von Wangen und Lippen. Oh Mann … da wurde man ohnmächtig und wurde von einer Bierdusche geweckt – typische Basil-Idee.
Irgendwas sagte Basil wohl auch, doch Mike verstand ihn nicht, sah nur seine sich bewegenden Lippen. Andererseits dachte er sich schon, was Basil ihm wohl zu sagen hatte. Und er hatte nicht unrecht … eigentlich war er doch hier, um zu helfen, nicht, um eine Last zu sein … „Ja, hast ja recht … sorry, Kollege …“ Das klang kleinlauter als gewollt. Mike ließ den Kopf etwas hängen und rappelte sich auf (nicht, ohne den Bierhahn wieder zuzudrehen), dann kam ihm eine Idee. „Dann … musst du mir halt mal zeigen, wie man … weiß auch nicht, stärker wird oder so. Kämpfen, Überleben, so Sachen! Ich will euch keine Last mehr sein.“ Er sah sich im überfüllten Schankraum um. Von der Treppe kam immer dichterer Rauch, einige Besucher drängten nach draußen. „Also, sobald das Chaos hier vorbei ist, natürlich …“ In der Tür entdeckte Mike eine bekannte Gestalt mit dunkler Haut; ohne auf Basil zu warten (vermutlich würde er ohnehin nicht allein zurückbleiben) machte er sich auf den Weg und berührte Sam von hinten an der Schulter. „Hey Sam … was geht hier gerade so? Wie ist die Lage, kann ich was tun?

Vom Eingang des Gasthauses war jedoch von der Situation jenseits der Brücke nicht viel zu erkennen. Seit das Handgemenge losgegangen war, war das Licht der Fackeln zu einem unsteten Tanz geworden; hier und da sah man Menschen (oder menschenähnliche Tiere) rennen und hörte sie rufen oder brüllen, ab und an tauchten abgeschossene Pfeile ins Licht, doch die genauen Verhältnisse waren von hier aus nicht mehr zu überblicken – zumal nun auch immer wiese Gäste der Hängebrücke an den beiden Insulanern vorbeidrängelten und auf den Felsplateau des Gasthauses oder am Beginn der Hängebrücke stehen blieben. Dem Kampf auf der anderen Seite zu nahe zu kommen wagte jedoch niemand – was vielleicht daran lag, dass zwar das zweite Geschoss des Gebäudes lichterloh brannte, hier unten jedoch noch keine akute Gefahr bestand.



Der Kampf jenseits der Brücke dagegen schien – vielleicht durch das Überraschungsmoment – durchaus nicht schlecht zu verlaufen. Zwar waren die Gefährten in der Minderzahl, zumal Vacor vorerst wohl ausgeschaltet war, doch ganz offensichtlich waren die Schützen um Smith nicht auf einen Haufen Gestaltswandler und Dämonen vorbereitet gewesen. Der Zwergenjunge stieß einen lauten Schrei aus, als er den Bären auf sich zu rennen sah, und vielleicht war es Sams Warnruf, der dem Zwerg das Leben rettete: er sprang zur Seite und schien tatsächlich zu fliehen.

Neahs Gegner war tatsächlich auf einen Schuss vorbereitet gewesen, und als er sah, was da durch das Fackellicht auf ihn zupreschte, zögerte er auch nicht länger; sein Pfeil traf, doch das rettete ihn nicht. Direkt nach seinem Schuss schien den Mann dann doch das Grauen zu packen, aber seine Reaktion war nicht schnell genug, und seine Flucht endete in dem Moment, in dem der Fuchsdämon ihm an den Hals sprang und seinem Leben ein blutiges Ende bereitete. Der junge Schütze brach zusammen und brüllte wie von Sinnen, Blut spritzte aus seiner Halsschlagader in alle Richtungen und in Neahs Gesicht. Der Mann verfiel in krampfartige Zuckungen, dann verstummte er, sein Körper sackte leblos zusammen.

Der Kampf gegen Smith dagegen verlief nicht so erfolgreich, wie wohl geplant; entweder hatte Smith tatsächlich Nerven aus Stahl, oder er war auf wütende Tiere und seltsame Zaubereien vorbereitet gewesen. Und auch, wenn man ihm vielleicht mangelnde Freundlichkeit vorwerfen konnte – ein schlechter Schwertkämpfer war Smith nicht, und selbst zwei Gegnern gleichzeitig hielt er überraschend gut stand. Mit beachtenswerter Geschicklichkeit parierte er Oorms Attacken und wich zugleich zurück, um auch Saltatrix so gut wie möglich zu entgehen. Zum Angriff kam er dadurch jedoch nicht; scheinbar war er ganz darauf beschäftigt, seine Kontrahenten in Schach zu halten, und setzte darauf, dass seine Gehilfen mit ihren Pfeilen den Rest übernahmen. So schien es auch zu laufen; während Oorm und Saltatrix auf den Rothaarigen eindrangen, schienen die Schützen an den oberen Fenstern ihre Chance erkannt zu haben. Ein Pfeil schlug in Oorms bepelzte Seite ein, ein zweiter hielt sirrend auf Saltatrix zu.

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Darnamur am Di Jun 28 2016, 23:38

"Kann ich dir gerne zeigen", brummte Bazille, während er dem Imker half sich auf die Beine zu stemmen. Als sich der Insulaner dann aber Richtung Samuel entfernte, schwankte der Blick des Söldners aber Richtung Kleinkind. Er schnappte sich den Burschen und legte ihn sich wieder auf den Arm. Sich räuspernd trat er an Mike heran. "Eh...ye. Bringe dir wirklich gerne mal was bei, aber gerade ist es irgendwie schlecht. Kannste mal auf das hier aufpassen?"
Dann drückte er dem Stinker das hier in die Arme. Sein Kopf drehte sich Richtung Brücke. "Die anderen brauchen mich." Er nickte dem Imker nochmal entschlossen zu und begann sich dann mit den Armen seinen Weg durch den See an Menschen zu bahnen.
"Mal zur Seite ihr Kackratten, ich muss da durch!"
Ächzend und schnaufend drängte er sich durch die Masse und kam schließlich auf der Hängebrücke heraus. Vor ihm tobte die Hölle. Oorm, brüllend, Neah, Saltatrix. Pfeile schwirrten durch die Gegend. Smith schien gerade in Bedrängnis geraten zu sein. Bazille näherte sich dem Kampfplatz und überblickte die Lage. Das Problem waren eindeutig die Bogenschützen, die seinen Gefährten zusetzten. Einen davon tötete Neah gerade. Falls dieses blutrünstige Etwas noch Neah war. Er konnte in dem Vieh nichts mehr von ihr erkennen. Aber an diesen Schützen hatte man noch gut herankommen können. Ein größeres Problem waren die in den Häusern.
"Pass auf dich auf", raunte er ihr zu, dann verschwand er in der Gasse, in der der Mann gestanden hatte, umrundete das nächste Haus, bis er vor dem Gebäude stand, von dessen Obergeschoss aus zwei der Schützen unablässig ihre tödliche Pfeile verschoss. Bazille war sich sicher, dass Oorm die Gegner am Boden mühelos erledigen konnte. Er war ein verdammter Bär. Aber man musste seinen Rücken decken.
Er zog sein Schwert und hämmerte mit dem Knauf die nächstbeste Fensterscheibe ein, bevor er seinen Körper mit einem Grunzen ins Innere verfrachtete. Das Glas klirrte. Er landete auf einigen Scherben, aber schaffte es sich nicht die Hände aufzuschlitzen, als er sich aufstemmte.
Verflucht ist es hier drinnen finster...
Der Söldner öffnete die nächste Tür und fand sich in eine Art Gang wieder auf dessen anderer Seite er eine sich aufwärts windende, hölzerne Wendeltreppe entdeckte. Seine Augen schweiften durch die Dunkelheit, doch er konnte keine weiteren Gestalten hier unten erahnen. Vorsichtig begann er sich zur Treppe vorzutasten und dann sorgsam die Stufen hinaufzusteigen. Das Schwert hielt er gezückt. Er hoffte das die Kerle dort oben wegen des Kampfeslärms nichts von seinem Einbruch mitbekommen hatten, aber man wusste ja nie. Um die Ecken spähend, begann er sich vorwärts zu arbeiten, bei der Suche nach Smiths Männern.


Zuletzt von Darnamur am Mi Jun 29 2016, 16:57 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Mini Drachin am Mi Jun 29 2016, 01:50

Saltatrix tanzte, wie es ihrem Namen gebührte, in Nebelschritten um ihr Opfer herum, aber der Mensch schien damit besser klarzukommen als sie erwartet hatte.
Sie kümmerte sich nicht um die Pfeile die um sie herumschwirrten, was hatte sich schon zu befürchten? Man konnte Nebel nicht mit Pfeilen verletzen.
Mühelos zerriss der Pfeil ihre Kleidung und traf tatsächlich die innenseite einer Rippe, wodurch er abgelenkt wurde und sich in Ihrem Bruskorb verfing.
Für jeden normalen Menschen wäre die Wucht des Treffers kaum ein Probelm gewesen, allerdings hatte die Dämonin inzwischen fast keinerlei Gewicht mehr das sie dagegenstemmen konnte, woduch sie dieser Schuss deutlich aus dem Gleichgewicht brachte.
Kurz bevor sie stürzte nebelte sie sich auf die andere Seite von Smith, sodass der Pfeil klappernd zu Boden fiel an der Stelle, an der sie gerade noch gestanden hatte.
Sie hatte ihre Angriffe dadurch für einen kurzen Moment unterbrechen müssen. Wenn Smith auf eine Gelegenheit gewartet hatte sie anzugreifen und wenn er mit ihren Nebelschritten rechnete, dann wäre jetzt sein Gelegenheit sie anzugreifen.
Ein Schwertschlag war eindeutig gefährlicher als ein einfacher Pfeil oder ein Stich.

Wer sie genau im Auge behalten hatte könnte sich über fehlendes Blut wundern und darüber, dass die Kleidung anscheinend nur eine hohle Hülle war. Aus dem neuen Loch trat gelegentlich Nebel aus, der allerdings durch ihre Nebelkrallen kaum weiter auffiel.

Selbst wenn er sie treffen würde, ihr Plan war gleichzeitig mit Bär wieder angreifen. Wo auch immer sie stehen müsste um Smith damit in den Rücken zu fallen, sie würde dort sein. Er sollte dadurch unmöglich für ihn sein ihnen beiden zu parieren und er dürfte zumindest einen Streifschlag abbekommen.
Wäre sie ein Kampfdämon könnte sie ihre Krallen nur Widerstand auf Fleisch bietend machen, dadurch war es fast unmöglich ihre Angriffe zu blocken. Aber so war sie nicht beschworen worden, also musste sie ihn ohne solche Tricks bekämpfen.

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 17 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

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