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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

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Beitrag von Leo am Sa Apr 30 2016, 23:51

Mike versank während dem folgenden Gespräch in nachdenklichem Schweigen. Ja, es klang irgendwie sinnvoll, was Basil sich da zusammengereimt hatte. Aber genauso gut konnte es auch völliger Unsinn sein. Er hatte nie mit Strategie zu tun gehabt, aber dass die Hängebrücke der einzige Weg hierhin war, das konnte er schon nachvollziehen. Und nun sollte Smith sich daran zu schaffen machen? Tja, möglich wäre es.
Andererseits waren sie damit in eine ziemliche Zwickmühle geraten. Smith hatte sich bisher recht erfolgreich vor ihnen verborgen. Nicht einmal Jebby hatte viel über ihn gewusst. Und würde sich ein Meister des Versteckens zeigen, wenn sie jetzt gingen und seinen vermeintlichen Plan zunichtemachten? Bestimmt würde er sich einfach einen neuen ausdenken, auf den Basil noch nicht gekommen war. Wenn sie aber hier blieben … dann könnte es sein, dass sie ernsthafte Probleme bekamen.
Die Müdigkeit drückte auf seine Gedanken wie ein Bleigewicht. Der Tag war lang gewesen, und er war schon vor der Hetzjagd über die Dächer müde gewesen. Mike gähnte, ohne sich die Hand vor den Mund zu halten. Warum gingen sie nicht einfach auf ihre Zimmer …?
Mensch Mike, wolltest du nicht ein zäher Held werden? Dann kämpf jetzt wenigstens gegen den Schlaf. Er drückte den Rücken durch und kniff sich in den Handrücken. Das half; wenigstens vorerst. „Also, ich würd‘ ja nich gehen, ohne genau Bescheid zu wissen, was Sache is. Vielleicht hockt ja Smith auch in irgendeinem Zimmer und wartet drauf, uns im Schlaf zu ermorden …“ Er fuhr sich mit den Fingern durchs strubbelige Haar. „Stimme dagegen. Lasst uns lieber noch hierbleiben, bis das geklärt is, würd‘ ich sagen.

Oorm empfing draußen angenehm kühle Nachtluft. Der Himmel war klar über Grat, Sterne und ein großer Mond leuchteten um die Wette. Vom warmen Augusttag war nichts mehr zu spüren; eine leichte Brise wehte und trug den Geruch der Nacht mit sich. Das leise Lärmen aus der Wirtsstube verschwamm hier draußen schon nach kurzer Zeit mit der nächtlichen Stille.
Die Hängebrücke erstreckte sich direkt vor Oorm. Sie schloss beinahe direkt an die Tür des Gasthauses an, das Felsplateau dazwischen war kaum breit genug für die großen Füße des Gestaltswandlers und nur einige Meter lang. Weiter hinten schloss die Wirtshaus nahtlos an den Fels an, überragte ihn sogar stellenweise in der typisch gewagten Grater Bauweise. Die namensgebende Hängebrücke, obschon mindestens 5 Meter lang, schwankte auch in dieser Nacht keinen Zentimeter, fast, als wäre sie aus Stein und nicht aus Holz und Seilen gebaut.
Der Lichtkegel, der aus der noch geöffneten Tür fiel, reichte nicht allzu weit und beleuchtete nicht einmal die Hälfte der Brücke, alles andere war für Oorm nur im schemenhaften Mondlicht zu erkennen. Auch auf der anderen Seite der Brücke leuchtete nur ein einsames Fenster. Und doch meinte der Gestaltswandler, auf der anderen Seite etwas zu erkennen.
Oder jemand?
Ein Schatten stand auf der anderen Seite. Er oder sie musste wohl direkt in Oorms Richtung sehen; für Asbern, der ja ein Wiedersehen bereits angekündigt hatte, war der Schatten jedoch zu klein. Über seiner Schulter meinte Oorm, einen Köcher mit gefiederten Pfeilen zu erkennen.
Eine Weile stand die Person ganz still da; dann wandte sie sich mit einem Mal ab und verschwand mit eiligen Schritten im Schatten eines Hauses, hinter welchem ein schwaches Glimmen zu erkennen war – vielleicht Fackelschein.

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Beitrag von Jad am So Mai 01 2016, 08:24

Vacor verstand die Diskussion nicht wirklich. Er war der Annahme, dass sie sich genau darauf eingelassen hatten um Smith zu treffen, obwohl die das Risiko kannten. Diese, oder zumindest eine sehr ähnliche, Diskussion gab es doch schon auf dem Friedhof als sie die Notiz gefunden hatten. "Ich stimme Mike zu - wir bleiben." Er hoffte das sich das rasch auflösen konnte. Jede Sekunde die er nicht im Schatten verschwand war ein Nachteil für sie, oder zumindest eine Einladung ihn als Zielscheibe zu benutzen. Was wäre besser als ihre Stärken einzusetzen? Auch wenn es alle Unterschiedliche waren, würden sie doch durch das gleiche Ziel zusammen als Gruppe agieren können.
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Beitrag von Darnamur am Mo Mai 02 2016, 18:10

Bazille sah sich im Wirtshaus um, während er Mike und dem Raben mit halbem Ohr zuhörte. Wäre einfach gut, wenn die Gestalten sich schnell einigen würden, was zu tun war. Aber die Hängebrücke an sich war schon ein ganz hübscher Ort. Also…hübsch im Sinne von sauber. Er mochte dreckige Absteigen, aber an Orten wie diesen, konnte man auch recht viel Spaß haben. Zumindest bereitete es ihm mehr Freude irgendwelchen Edelleuten auf die blank polierten Stiefel zu kotzen, als einem zahnlosen Gossenpenner.
Die wussten dann oft nicht recht, was nun zu tun war, während er andernorts sofort aufs Maul bekam und mit der Fresse in der nächstbesten Schmutzlache vor der Schenke landete. Bazille trommelte ungeduldig mit den Fingern auf der Tischplatte. Der Rabe stimmte Mike gerade zu.
Zwei Leute, das war ja schon fast die Hälfte. Bazille ging die Geduld aus: „Ye, wir sind uns einig, so wird es gemacht. Am Besten fühlen wir erstmal die Leute hier aufs Gebiss. Du Vogel kannst dir ja schon mal vom Wirt das Zimmer zeigen lassen oder so…“
Bazille erhob sich vom Tisch. Das Schwein hatte immer noch keinen Alk herangeschafft, obwohl hier drinnen überhaupt nichts los war. Faules Stück Scheiße. Bestimmt hatte sich der Kerl mit Smith abgesprochen. Der wusste sicher was.
„So. Ich sage mal Oorm Bescheid, damit der sich auskennt. Aber keine Sorge, ich bin gleich wieder zurück, zum Nekromanten-Bepissen. Denkt dran: Smiths Arsch gehört mir und dem Stinker.“
Bazille stolperte los, warf dem Wirt auf dem Weg ein grässliches Grinsen zu, manövrierte seinen Körper um den Tisch der Würfelspieler herum und stieß dann die Tür nach draußen auf. „Eh, Oorm? Alles gut bei dir, Haariger?“
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Beitrag von Schattenmond am Di Mai 03 2016, 20:47

Neah schien einen Moment lang verunsichert, doch sie nahm die Entscheidung zunächst wortlos hin.
Ihr Blick schweifte durch den Raum. Viel los war hier ja nicht mehr. Was würde sie tun, wenn dieser Kerl auftauchte? Mit dem Schwert wild herumfuchteln? Sie seufzte. Worauf hatte sie sich eingelassen? Die hatten leicht reden, und was um Inari's Willen war denn bitte in den Stinker gefahren?
Die Kitsune schloss die Augen und konzentreirte sich auf ihren Magiefluss. Es entspannte sie, half ihr in eine innere Ruhe.
Mehr als Abwarten blieb ihr wohl nicht übrig. Ihre Kräfte erschienen ihr etwas nutzlos.
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Beitrag von Thorgrimm am Do Mai 05 2016, 00:14

Gierig atmete Oorm die Nachtluft ein, als er aus dem Gasthaus trat. Selbst die kurze Zeit, die er in dem Gebäude verbracht hatte, war ihm schon zuwider gewesen. Der Vorschlag, draußen nach dem Rechten zu sehen und Wache zu halten, war deshalb auch nicht ganz selbstlos gewesen. Schlecht fühlte er sich deshalb nicht - so war es am Besten für alle Mitglieder der Gruppe. Außerdem musste ja jemand darauf aufpassen, dass der Nekromant sie nicht doch noch alle umbrachte und das ging am Besten, wenn man den Versuch direkt vereitelte. Oorm sah sich die Umgebung genau an und versuchte alles nach Auffälligkeiten zu untersuchen. Schließlich fand er auch etwas.
Eine Person stand am anderen Ende der Brücke. Leider konnte der alte Gestaltwandler nicht erkennen, um wen es sich handelte aber Asbern war es sicherlich nicht. Vielleicht nur ein müder Reisender, der sich in dem Gasthaus ausruhen oder ein Bier trinken wollte? Ein genauerer Blick auf die Person ließ Oorm dann aber doch zweifeln. Es war bestimmt nicht ungewöhnlich, dass jemand mit einem Köcher auf dem Rücken herumlief und doch machte sich ein übles Gefühl in Oorm breit. Langsam begannen sich die Rädchen in seinem zermürbten, alten Hirn zu drehen. Als die Person dann verschwand und Oorm auch den Fackelschein entdeckte, ging ihm ein Licht auf.
Der Nekromant wollte nicht einfach nur die Brücke zerstören. Er wollte außerdem all die, die sich im Gasthaus aufhielten, bei lebendigem Leibe verbrennen. Ruckartig drehte sich Oorm um, nur um zu sehen, wie Basil aus dem Gasthaus trat und ihn fragte, ob alles gut sei. Der alte Mann schüttelte den Kopf und sah Basil so ernst an wie er nur konnte "Du hattest Recht. Sie wollen das Gasthaus in Brand stecken." begann Oorm Basil zu warnen. Sie hatten keine Zeit für lange Erklärungen. Er zeigte aufs Gasthaus. "Geh und bring alle Leute da raus. Auch den Wirt und die anderen Besucher." Der Gestaltwandler drehte sich um und begann auf die Brücke zuzurennen. Noch im Laufen fing sein Körper bereits an, einen dichten Pelz auszubilden und sich zu verdrehen. "Ich versuche sie aufzuhalten. Geh!" Das letzte Wort ging in ein tiefes Brummen über, sodass es kaum noch zu verstehen war. Oorm war bereits halb über die Brücke gerannt, als er springend einen Satz nach vorne machte, auf allen Vieren landete und markerschütternd brüllte. Nicht nur um seiner Wut Platz zu machen, sondern auch um die Leute im Gasthaus zu warnen. Sie sollten langsam wissen, dass er sich nicht grundlos in einen Bären verwandelte. In einem schnellen Sprint raste er als Bär auf die Stelle zu, an der er den Bogenschützen - und vermutlich noch einige andere Gefahren - vermutete. Oorm musste nur ein bisschen Zeit erkaufen, bis alle in Sicherheit gebracht worden waren und ihm zur Hilfe kommen konnten.

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Beitrag von Darnamur am Do Mai 05 2016, 14:57

Oorm wirkte nicht sonderlich fröhlich, als er seine Fresse erblickte, andererseits sah der bärtige Alte nie wirklich glücklich und zufrieden aus.
„Ich hatte Recht?“, meinte Bazille grinsend und begann Richtung Hängebrücke zu stieren, wo er aber nur Dunkelheit sah. Wobei…da in der Ferne glimmte etwas leicht. Naja, Oorm hatte ihn schon nicht angelogen. Abgesehen davon stürmte er nun auch schon brüllend los, während Fell aus seinem Körper zu wuchern begann. Fasziniert blickte er ihm einen Augenblick hinterher, dann riss er die Wirtshaustür wieder auf.
„He!“, donnerte seine kratzige Stimme ins Innere, während sich sein Schemen in den Türrahmen schob. „Zu den Waffen, ihr schwanzlosen Bisamratten! Gleich brennt die ganze Hütte hier ab! Stinker, nimm das Schwein an der Theke und hol die Gäste hier raus!“
Das sollte reichen. Er wandte sich um und rannte los. Er würde Oorm auf keinen Fall im Stich lassen. Der Bär war ihm zwar schon eine gute Hängebrücke voraus, aber das ließ sich sicher noch aufholen. Knurrend zog er sein Schwert blank und stolperte über die Brückenlatten hinterher.
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Beitrag von Leo am Fr Mai 06 2016, 21:32

Oorms Brüllen war auch in der Hängebrücke laut und deutlich zu hören – Mike kam es fast vor, als brächte es Tisch und Stuhl zum Wackeln, so laut schallte es in seinen Ohren wieder. Wie ein Alarmruf …
Sofort sprang er auf und bekam die Stuhllehne gerade noch zu fassen, bevor sie auf den Boden polterte. Was mochte da draußen passiert sein? Wenn Oorm zum Bär wurde, dann meist nicht einfach nur so … war er etwa in Schwierigkeiten? Hatte Basil mit seinem Plan womöglich –?
Kaum dachte er an Basils hässliche Visage, stürzte sein hässliches Ebenbild auch schon durch die Tür. Mike brauchte ein paar Sekunden, bis er kapiert hatte, was der Söldner da gerufen hatte, dann spürte er, wie ihm fiebrige Aufregung in den Kopf schoss. Verdammt … also hatte Basil recht gehabt. Die Hängebrücke würde brennen … aber wie? Doch das zählte jetzt nicht. Wenn es tatsächlich stimmte, dann mussten sie alle dieses Gebäude verlassen … und zwar schnell.
Mike warf einen hastigen Blick im Schankraum umher: sowohl die beiden Würfelspieler als auch der Wirt hatten gehört, was Basil gerufen hatte, und sahen nun in einer seltsamen Mischung aus Schock und Unglauben zur Tür. Dann sah er zur Treppe. Die Zimmer waren oben … seine Gedanken überschlugen sich förmlich. War jemand dort hinauf gegangen, während sie hier beisammengesessen hatten? Er konnte sich nicht erinnern …
Mike wandte sich um; dabei stieß er gegen ein Tischbein und schmiss versehentlich zwei der Bierkrüge um. Doch das war jetzt Nebensache. Er vertraute Basil … und Oorm noch viel mehr – das hier war ein Notfall! „Los, geht schonmal! Ich komme gleich nach!“ Ohne viel nachzudenken warf Mike sich seinen Rucksack über, der bisher neben seinem Stuhl gelehnt hatte und rannte zur Treppe. Irgendjemand musste schließlich die anderen Gäste warnen …

Oorm kam nicht weit, bevor man ihn bemerkte – selbst, wenn der Unbekannte mit einer Verfolgung nicht gerechnet hatte, das Brüllen war ihm wohl kaum entgangen. Doch die Stimme kam aus der entgegengesetzten Richtung, während der erste Schütze hinter der Hauswand mit Fackelschein verschwand: „Sofort stehen bleiben! Beide!“ Nun, da Oorm die Hängebrücke hinter sich gelassen hatte, entdeckte er einen zweiten Schemen im Dunkel, halb versteckt zwischen zwei Häusern; auch über seiner Schulter ragten gefiederte Pfeile empor. Der Bogen in seiner Hand war gespannt und zielte direkt auf den Bären, der dank seiner Größe im Mondlicht recht gut auszumachen war.
Auch an Basil schoss auf einmal ein Pfeil vorbei. Er verfehlte den Söldner nicht gerade knapp; vielleicht war er auch mehr als Warnung gemeint gewesen. Er kam jedoch aus der dem Fackelschein entgegengesetzten Richtung. Also mussten es mitsamt den beiden anderen Schützen mindestens drei Bögen sein, die aus unterschiedlichen Richtungen auf den Engpass der Brücke zielten – falls Stanley Smith wirklich hier draußen war, so hatte er offenbar kein Risiko eingehen wollen.

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Beitrag von Mini Drachin am Sa Mai 07 2016, 23:10

Feuer? Saltatrix verdehte innerlich die Augen. Zumindest das dämonische äquivalent dazu. Dann erhob sie sich ungelenk. Diese Nacht war bereits viel zu lang.
Das höchste worauf sie sich heute nacht noch einlassen konnte wäre es, sich als Zielscheibe und "lebenden" Schild anzubieten.
Sie beeilte sich nicht sonderlich das Haus zu verlassen, trödelte aber auch nicht herum. Sie überlies es den anderen sich um die Menschen hier zu kümmern, sie würde ihnen einfach die Tü+r aufhalten. Das war etwas, was sie vermutlich nocht hinbekommen würde.

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 16 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Darnamur am So Mai 08 2016, 01:13

Bazille sah irgendetwas durch die Luft auf ihn zuzischen. Das konnten sie, die beschissenen, feigen Sackratten. Aus der Deckung mit Pfeilen herumschießen. "Los, Oorm!", brüllte er. "Schnapp dir ihre Ärsche, Brauner!"
War vermutlich sinnlos das zu sagen. Oorm stürmte ja schon in ihre Richtung- wie ein wilder Bär halt. Viel von dem alten, bärtigen Sack war da nicht mehr zu erkennen. Das Vieh war verdammt schnell.
Er selbst eilte ihm hintendrein. Die Rufe dieser Hurensöhne ignorierte er dabei einfach. Zuallererst galt es von dieser Brücke herunterzukommen. Hier konnte er gar nicht erst stehen bleiben. Außerdem: Die Kerle hatten das Gasthaus mitsamt der Leute abfackeln wollen. Mit denen musste man gar nicht lange verhandeln. Den Schädel spalten und die Sache war gegessen.
Er hoffte die anderen taten auch etwas Nutzvolles, während er hier draußen wieder mal die Drecksarbeit übernahm. Nicht, dass es ihm keine Freude bereitet hätte.


Zuletzt von Darnamur am Mo Mai 23 2016, 23:01 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 16 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Jad am So Mai 08 2016, 12:56

Vacor war sichtlich genervt davon, dass es Smith wirklich darauf abgesehen hatte sie alle bei lebendigem Leibe zu verbrennen. Dafür wird er langsam sterben.... Er knurrte und eilte in Richtung Tür. Er würde Oorm und Basil nicht alleine das Feld in Schach halten lassen. Seine Dolche und Schwerter würden heute doch noch etwas Blut kosten können. Gerade hatte er es ins Freie geschafft, da zischten auch die ersten Pfeile auf die Hängebrücke vor der Hängebrücke. So der feige Hund wollte also wirklich jeden Vorteil nutzen den er kriegen konnte. Aber nicht mit mir Freund der Piken! Das können auch zwei Spielen. Er rannte auf die Hängebrücke zu und machte kurz davor einen Satz auf die ersten Bretter zu. Die Brücke lag nur im Mondschein und war ohne Licht kaum richtig auszumachen. So geschah es, das der Rabe einfach von jetzt auf gleich verschwand. Als hätte er sich in Luft aufgelöst. Die Schützen würden nur treffen können, was sie sehen konnten und bei den vielen Schatten, war es kein Problem für den Kopfgeldjäger zu verschwinden. Wie ein zornige Schneide in der Nacht rannte der Rabe über die Brücke und konnte schon kurze Zeit später Basil ausmachen, wie er das andere Ende der Brücke erreichte. Oorm war nicht zu überhören, und da wo er alle Aufmerksamkeit auf sich zog, konnte der Rabe das blutige Handwerk vollführen. Güte haben diese Kerle nicht verdient und sie würden keine bekommen. Vacors Augen suchten nach Zielen wie ein ausgehungerter Wolf nach seiner Beute.
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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 16 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Thorgrimm am Mo Mai 09 2016, 05:32

Selbst wenn Bär gewollt hätte - jetzt konnte er nicht mehr stehen bleiben. Der Sprint über die Brücke hatte seinen massigen Körper bereits so in Schwung gesetzt, dass er nicht einfach so anhalten konnte. Zumindest bedeuteten die Worte des Schützen auch, dass Bär Unterstützung bekommen hatte. Vermutlich hatte Basil sich nach der Warnung bereits auf den Weg gemacht, ihm zu helfen. Genau darauf hatte Bär gehofft. Alleine würde er vermutlich keine Chance haben, egal wie kräftig er war. Wenn er einen der Schützen angreifen würde, würden ihn die anderen mit Pfeilen spicken. So mussten sie sich aber auf zwei Gegner konzentrieren.
Bär ließ sich also nicht weiter beirren. Was sollte er auch tun? Mit den Leuten reden, die gerade noch vorgehabt hatten, das Gasthaus abzufackeln? Nein, sie hatten nichts anderes als den Tod verdient. Er würde jetzt keinen Rückzieher mehr machen. Statt also anzuhalten oder sich zurückzuziehen, preschte Bär weiter vor und raste auf den zweiten Schützen zu, der sich zwischen den zwei Häusern versteckte. Er machte einen Bogen und versuchte sich dem Mann von der Seite zu nähern, um so ein schwierigeres Ziel zu bieten. Trotzdem würde es wahrscheinlich nicht schwer werden, den riesigen Bären zu treffen. So machte sich Bär schon auf das Schlimmste gefasst, während er die letzten Meter zu seinem Ziel zurücklegte. Sollte nichts unvorhergesehenes passieren, würde er sich mit einem Satz nach vorne schmeißen und dem Schützen direkt an die Kehle springen, um ihn die Halsschlagader zu zerreißen.

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 16 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Elli am Fr Mai 13 2016, 11:33

Samuel hatte in Gedanken versunken ins Nichts gestarrt. Dann ging es plötzlich alles rasend schnell. Basil verließ das Gasthaus, Oorm brüllte und schon war Basil wieder da. Nach dem Ausruf, dass es brannte kam Bewegung in die Gruppe. Samuel war froh nichts von seinem Hab und Gut in dem Zimmer gelassen zu haben, so musste sich niemand in Gefahr begeben um nach oben....in diesem Moment eilte auch schon Mike an ihm vorbei nach oben.
Verdammte Scheiße! Sollte ihm die Ratten den Schwanz abfressen!
Von Flammen hatte er wirklich genug, seine letzten Erfahrungen diesbezüglich waren alles andere als schön und mit einigen Schädel gespickt gewesen. Mit brennenden um genau zu sein.
"Mike? MIKE!" rief er während er sich auf den Weg machte, ihm zu folgen.


Zuletzt von Elli am Mo Mai 23 2016, 09:31 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Beitrag von Schattenmond am So Mai 15 2016, 17:39

Basil, Oorm, verdammt. Was hatte sie nur angerichtet. Es wäre besser gewesen diesem Kerl im Wald nicht zu trauen. Ein finsterer Funken voller Hass und Verlangen nach Rache keimte in der Kitsune auf.
Alles ging wahnsinnig schnell, sodass Neah etwas verzögert reagierte. Mike war schon an der Treppe, als sie sich endlich bewegte und die im Raum verbliebenen abermals dazu aufforderte dieses Massengrab zu verlassen. Mit einem Blick über die Schulter erfasste sie Sam. Gut, sollte er dem stinker helfen.

Als sie meinte, dass die Spieler und der Wirt anstalten machten ihrer Aufforderung Folge zu leisten, warf sie einen letzten flüchtigen Blick zur Treppe.
Sie stürmte nach draußen und versuchte sich einen Überblick zu verschaffen. Offenbar war das Hauptaugenmerk der Gruppe am anderen Ende der Brücke. Hingehen? Warten? Neah würde überall im Weg sein, zumindest glaubte sie das. Vermutlich war es besser auf Sam und Mike zu warten, als die anderen zu behindern, indem sie auf sie aufpassen mussten.
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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 16 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Leo am Mi Mai 25 2016, 01:31

Oorms Attacke verlief leider nicht so erfolgreich, wie er es sich wohl gewünscht hätte. Binnen Sekunden überschlugen sich die Ereignisse. Als Bär nach vorn stürzte, Basil und Vacor hinter sich, erklang ein unheilvolles Sirren, das wohl von einem der Schützen herrührte. Einer der Pfeile war abgeschossen worden; nur kurz darauf folgte ein zweiter. Zielgenau flogen sie auf die massige Gestalt des Bären zu –
Und wurden ebenso aufgehalten wie Oorm selbst.
Krachend schlug Bär aus vollem Lauf gegen etwas, das sich anfühlte wie eine unsichtbare Wand. Nur knapp einen halben Meter vor ihm kamen auch die Pfeile zum Stehen, schienen den Bruchteil einer Sekunde einfach in der Luft zu stehen, bevor sie stürzten wie geworfene Steine.
Die Mauer war nicht zu sehen, schien aber hart wie Stein zu sein; so wenigstens hatte es sich für diejenigen angefühlt, die überraschend mit ihr zusammengestoßen waren. Nur ein leichtes, friedliches Summen war zu hören, wenn man sehr nahe neben ihr stand, und obwohl sie nicht sichtbar war, schien sie sich in beide Richtungen halbkreisförmig fortzusetzen – womöglich bis zum Abgrund.
Überraschenderweise schienen jedoch die Schützen – wenigstens der ihnen nächste, welcher sich im Hauseingang 4 Meter vor ihnen verbarg – genauso irritiert von der plötzlichen Barriere zu sein. Das Gesicht des Mannes war im Zwielicht der Nacht nicht zu erkennen, doch er hatte sich verwundert vornübergebeugt, den Bogen noch in der Hand, und schien verdutzt seinen abgestürzten Pfeil zu betrachten. Dann sah er zu seinen Schützenkollegen hinterm Stall hinüber, und schließlich in Richtung des Fackelscheins.


Mike hatte es so eilig, die Treppe hinaufzukommen, dass er stürzte und sich das Knie an einer Treppenstufe anschlug. Unten hörte er Sam rufen, dann klang es, als würde sein Landesgenosse ihm nachfolgen. Umso besser … die Hängebrücke hatte mindestens drei Stockwerke, da konnte er etwas Hilfe gut gebrauchen. Sie mussten das Gebäude schnellstmöglich evakuieren – vorausgesetzt, Basil und Oorm hatten recht, schwebten sie alle in Lebensgefahr, solange sie im Gasthaus blieben!
Mike nahm sich kaum die Zeit, stehenzubleiben, während er sich umwandte. „Mach du den zweiten Stock, ich geh eins höher! Die müssen alle raus hier!
Dann stürzte der Imker atemlos auf die nächste Treppe zu.


Es dauerte zwar eine Weile, doch Neahs Gefühl hatte nicht getrügt – kurz nach ihr traten auch der Wirt und die Würfelspieler in die Tür, sichtlich verwirrt. Die Spieler waren beide recht groß gewachsen; einer trug einen langen Pferdeschwanz, einen Dreitagebart und hielt einen Bierkrug in der Hand. An seiner Hüfte hing ein kurzes Schwert. Mit mildem Interesse spähte er über Neahs Schulter in die Nacht hinaus, doch viel war von den Geschehnissen jenseits der Brücke nicht zu erkennen. Sein Spielpartner war ebenso groß, etwa 1m 80, doch sein Gesicht war runder und leicht pausbäckig. Seine kurzen blonden Haare standen wirr nach allen Seiten ab. Recht unverhohlen, aber auch mit deutlichem Unbehagen musterte er Saltatrix, wie sie dastand und die Tür geöffnet hielt. Hinter ihm befand sich der Wirt, welcher es jedoch, seinem dicken Bauch geschuldet, nicht schaffte, sich an den Menschen in der Tür vorbeizudrängeln – trotz sichtlichen Avancen.
Der Spieler mit dem Pferdeschwanz beugte sich leicht zu Neah herunter. Seine Stimme war tief und langsam: „Ich hab was von Feuer gehört … wo brennt’s denn?


Zuletzt von Leo am Mi Mai 25 2016, 14:36 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Beitrag von Thorgrimm am Mi Mai 25 2016, 05:15

Gerade hatte sich Bär noch auf Schmerzen eingestellt und darauf gehofft, mit seinem Angriff zumindest einen der Bogenschützen auszuschalten, als er aufgehalten wurde. Zu seinem Glück wurden auch die beiden Pfeile, die auf ihn abgeschossen worden waren, von einer Art unsichtbarer Barriere gestoppt. Sichtlich irritiert betrachtete er erst die Pfeile, die einfach zu Boden fielen, dann die beiden Bogenschützen, die ebenso irritiert schienen wie er selbst und dann schließlich die Barriere vor sich.
Zwar kannte er sich nicht sehr gut mit dieser Thematik aus aber man musste kein Experte sein, um zu verstehen, dass es sich hier um Magie handelte. Nur wer hatte diese Wand erschaffen? Und wieso? Offensichtlich konnte da ja nicht der Nekromant selbst gewesen sein, da die Bogenschützen auch überrascht über die Anwesenheit der Barriere waren. Hatte Asbern vielleicht seine Finger im Spiel und so versucht zu verhindern, dass das Gasthaus abgefackelt wurde? Schließlich hatte er behauptet, ihnen helfen zu können. Allerdings hatte Neah gesagt, dass er kein Magier war...
Unabhängig von dem Wer und Wieso, musste etwas getan werden. Bär konnte diese Männer nicht einfach da stehen lassen. Es musste etwas getan werden. Probehalber schlug er mit seiner Tatze gegen die Barriere. Dann noch einmal mit voller Kraft. Er erwartete gar nicht, dass er die Barriere so zerstören konnte aber einfach nur herumstehen würde er auch nicht. Bär suchte nach Basil und versuchte zu entdecken, wie es ihm erging.

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Beitrag von Jad am Mi Mai 25 2016, 09:55

Da war er - der erste Schütze der sich aus der Deckung wagte. Trottel. Dieser Fehler wird dein Letzter! Der weiße Rabe hatte den Wurfdolch schon gezückt und suchte sich eine gute Position. Ungesehen schlich er rasch von Schatten zu Schatten. All seine Gedanken kreisten im Moment nur um den Augenblick. Er war fest entschlossen und konzentriert. Es war noch ein gutes Stück, doch das konnte er gut mit seinem Wurf überbrücken. Vacor zielte und... Verdammt Oorm! Mit knirschenden Zähnen beobachtete er wie ein Pfeil direkt auf den großen Bär zuflog. Er wusste ein bisschen was über Bären. Diese Tiere waren nicht dafür bekannt beim ersten Treffer zusammenzubrechen, aber ob das auch für magische Bären galt? Die Gedanken überschlugen sich… und wurden im nächsten Augenblick auf einmal unwichtig. Der Pfeil blieb regelrecht in der Luft vor dem Bären stehen und stürzte schließlich vor diesem zu Boden. Auch der heranpreschende Meister Petz wurde urplötzlich ausgebremst von einer Art Barriere. Was war hier los? Vacor entschied sich fürs erste seinen Dolch nicht zu werfen. Es würde nur seine Position verraten, oder zumindest, dass hier noch jemand wäre und er glaubte nicht, dass er mit seiner Klinge Schaden am Schützen oder der Barriere anrichten würde, wenn es die Schnelligkeit eines Pfeils, oder die Wucht einer Bärentatze nicht konnte. So verharrte er in den Schatten und wartete ab was als nächstes geschehen würde. Vielleicht ergab sich ja noch eine gute Gelegenheit zum Schlag.
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Beitrag von Darnamur am Mi Mai 25 2016, 16:30

Mit offenem Maul begutachtete er im Lauf, wie der riesige, haarige Klotz von einem Bär einfach in der Luft gegen etwas schmetterte und niedergeschlagen wurde. Noch irritierter beobachtete er wie die Pfeile der feindlichen Schützen auf das Tier zurasten, dann in der Luft verharrten und dann zu Boden stürzten. Die Schritte des Söldners verlangsamten sich, bis er etwas hinter Oorm zum Stehen kam, der sich fragend mit seinen Bärenaugen zu ihm umblickte.
„Ich hasse Magie“, meinte er mürrisch. Was sollten sie nun dagegen tun? „Behalte die Kerle im Auge und präg dir mal ihr Aussehen ein. Die entkommen uns nicht.“
Mit diesen Worten wandte er sich wieder Richtung Hängebrücke um. Unweit von sich selbst erblickte er den Elfen, der ihnen anscheinend relativ unauffällig gefolgt war.
„SAL-TA-TRIX!“, brüllte er laut über die Schlucht hinweg Richtung Taverne. „SAL-TA-TRIX! Hier herüber!“
Sie war noch diejenige, der er am Ehesten zutraute sich damit auszukennen. Und außerdem konnte er sie gerade herumstehen sehen, als sie einigen Gästen, die Tür aufhielt. Ungeduldig wandte sich Bazille wieder um und trat einmal kräftig gegen die Barriere, die hier scheinbar irgendwo sein musste. Auch um selbst mal die Grenze auszutasten. Seine Augen spähten nach links und rechts und suchten nach Wegen, wie man dieses verfluchte Ding wohl umgehen können.
„Lasst doch diese feige Scheiße sein“, rief er auch in Richtung der Schützen, auch wenn er sich nicht sicher war, ob sie ihn nun überhaupt hören konnten- aber vorher hatten sie die Leute ja auch gehört. Das musste ja eigentlich heißen, dass hier irgendwo Luft durchging. Und zwar nicht mal so wenig, schließlich hatten sie die Kerle recht deutlich verstanden.
Er beugte sich zu dem Bär hinüber: „Lass mich mal auf deinen Rücken klettern, Brauner. Vielleicht kann man da ab einer gewissen Höhe drüber.“
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Beitrag von Thorgrimm am Fr Mai 27 2016, 01:42

"Ich kenne ihren Geruch." brummte Bär dem Söldner hinter sich einfach zu, nachdem er sich wieder so gewandelt hatte, dass er überhaupt dazu fähig war, Worte zu sprechen. Wenn er sich einmal den Geruch einer Person eingeprägt hatte, dann vergaß er diesen nicht mehr so schnell. Dieser Weg war auch viel sicherer. Sein Aussehen konnte man ändern aber der Geruch war für Bär etwas so einzigartiges, dass man da vermutlich nicht viel machen konnte. Tonnenweise Parfüm konnte vielleicht helfen aber wer hatte das schon bei sich.
Auch wenn er nichts sagte, war er froh, dass Basil an seiner Seite war. Alleine würde er es wahrscheinlich nicht mit allen Bogenschützen aufnehmen können. Während er damit beschäftigt wäre, einen auszuschalten, hätten die anderen genug Zeit, ihn mit Pfeilen zu spicken. Wenn die Schützen sich mit zwei Gegnern beschäftigen mussten, dann sah die Sache schon ganz anders aus.
Hoffentlich schaffte es der Rest rechtzeitig aus dem Gasthaus. Bis jetzt war noch nichts schlimmeres passiert aber wer wusste schon, wie sich alles noch entwickeln würde. Doch selbst wenn jetzt brennende Pfeile auf das Gebäude abgeschossen werden würden, sollten die Leute im Inneren noch genug Zeit haben, sich zu retten. Seine schnelle Reaktion und die Barriere hatten also schon jetzt sehr geholfen.
Als Basil nach Saltatrix rief, wurde Bär nicht sofort klar, aus welchem Grund er das tat aber schnell klärte sich die Verwirrtheit. "Neah kann auch Magie wirken." brummte er abermals in Richtung des Söldners. Ob sie oder Saltatrix die Fähigkeiten besaßen, die Barriere zu zerstören war aber trotzdem fraglich.
Auf die Bitte Basils hin, beugte sich Bär ein Stück nach unten. Es gefiel ihm zwar nicht, als eine Art Podest missbraucht zu werden aber da es um die Sicherheit aller ging, schluckte er seinen Stolz herunter. "Stell dich auf meine Schulter. Ich kann mich einen Moment aufrichten." schlug er schließlich vor. Dadurch würde Basil weit mehr Höhe gewinnen, als einfach nur auf seinem Rücken zu stehen.

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Beitrag von Elli am Fr Mai 27 2016, 11:15

Sam war etwas verwundert, befand aber das Mike recht hatte, auch wenn ihm andere Menschen egal waren, so wollte er immerhin nicht an ihrem Tod schuld sein. Also rannte er die Treppe zum zweiten Stock hinauf und schlug gegen jede einzelne Tür und riss sie auf, sofern sie nicht verschlossen war.
"FEUER! ES BRENNT! ALLES RAUS HIER!"
Er vergewisserte sich jedoch nicht, ob wirklich alle Türen geöffnet wurden, sondern drehte am Ende des überschaubaren Ganges wieder um und lief zurück zu den Treppen. Er blieb stehen und wartete darauf das Mike wieder kommen würde.
"BEWEGT EURE ÄRSCHE. RAUS HIER!

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Beitrag von Mini Drachin am Sa Mai 28 2016, 18:43

Saltatrix war insgesammt sehr ruhig und beherrscht geblieben. Vor dem meisten was Menschen Angst machte brauchte sie sich nicht zu fürchten. Feuer war zwar an sich nicht ungefährlich, aber Menschen starben meistens weil sie keine Luft mehr hatten und dann bewusstlos wurden. Ein Problem das sie nicht hatte. Ohne Lungen. Auf die Frage des Spielers reagierte sie nicht. Sie wusste es schließlich auch nicht. Als Basil nach ihr rief zuckte sie ein wenig zusammen. Der Befehlston missviel ihr, aber er hatte nicht ihren volltändigen - ihren wahren Namen - genannt. Sie musste es nicht tun. Aber sie folgte trotzdem seinem Ruf und machte sich daran die Hängebrücke zu überqueren. Sie hatte etwa beobachtet was dort vorgefallen war. Es schien eine Barriere zu sein.
Sie machte sich wenig Sorgen darüber, dass die Bogenschützen sie angriffen. Zum einen war da die Barriere, und andererseits wäre ein Angriff von einem Pfeil nur dann wirklich gefährlich, wenn sie ihren Kopf trafen. Also recht unwahrscheinlich.

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Beitrag von Schattenmond am Sa Mai 28 2016, 20:19

"Wenn wir hier nicht bald verschwunden sind, vermutlich hier!" Neah wirkte nachdenklich, sah nicht zu dem Sprecher, fixierte das Treiben am anderen Ende der Brücke.
Wo bleiben die anderen zwei? Jemand rief nach der Magierin. Sie war ihr immer noch unheimlich, aber immerhin schien sie den beiden helfen zu wollen, auch wenn ihr auf die Entfernung nicht ganz klar war, was dort passiert war.
Fakt war, dass alle Angriffe offenbar ins Leere gingen. Wenigstens sprach das dafür, dass Oorm nicht verletzt wurde.
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Beitrag von Leo am Mo Mai 30 2016, 00:24

Längst nicht alle Zimmer, die Sam abklapperte, waren bewohnt; diejenigen, die es jedoch augenscheinlich waren, waren zum Großteil abgeschlossen. In die Schnarchgeräusche, die auf dem Gang deutlich hörbar waren, mischten sich hier und da Stimmen, als der Insulaner sein Geschrei begann. Die allermeisten Gäste wirkten jedoch wenig begeistert, mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen zu werden: „Verdammte Trunkenbolde!“, rief eine Frauenstimme aus einem der abgeschlossenen Zimmer, „Gebt Ruhe!“, klang es aus einem anderen. Schließlich trat ein Mann aus einem der unabgeschlossenen Zimmer sogar hinaus auf dem spärlich beleuchteten Gang. Sein Oberkörper war unbedeckt und behaart, seine dicken Muskeln deuteten auf eine handwerkliche Tätigkeit hin. Sein bärtiges Gesicht wirkte deutlich verstimmt. Er war wohl Anfang bis Mitte vierzig, hatte sich jedoch für sein Alter gut gehalten. „Verdammt, Junge, geh schlafen, wie normale Menschen auch! Hier brennt’s nirgends!“, blaffte er Sam mit kratziger Stimme entgegen.


Tatsächlich? Was meint Ihr damit?“ Der Spieler mit Zopf klang neugierig, aber nicht minder verwirrt; angestrengt starrte er neben Neah ins Dunkel, aber seine gerunzelte Stirn verriet, dass er kaum etwas sah. Tatsächlich war auf dieser Seite der Brücke, abgesehen von sich bewegenden Schatten, nicht viel zu sehen. „Meinst du …“, mischte sich nun der blonde Spieler ein, „meinst du … das stimmt? Mit dem Feuer?“ Er sprach leise, doch sein Kumpan antwortete in normaler Lautstärke. „Ich weiß nicht. Vielleicht.


Der Schütze im Hauseingang spannte seinen Bogen erneut, schoss jedoch nicht und zog die Sehne auch nicht durch. Sein Blick war nicht mehr auf Basil und Oorm gerichtet, die derweil erfolglos versuchten, die Barriere zu überklettern; stattdessen sah er in Richtung des Fackelscheins, wo sich nun etwas regte.
Sag mal, ist dieses magische Dings etwa von deinen …“ Der Schütze klang jung und schien verärgert. Er brachte den Satz nicht zu Ende, stattdessen hielt er den Bogen mit einer Hand und gestikulierte mit der anderen ziellos herum. „Mann, ehrlich! Ich hätte getroffen!
Noch während er sprach, lösten sich drei vier Gestalten aus dem Dunkel hinter der Hausecke und nahmen den Fackelschein mit sich. Zwei von ihnen liefen vorne, der linke trug eine Fackel und beleuchtete damit sich selbst und seine Begleiter; in er anderen Hand hielt er einen Bogen und einen Pfeil.
Leicht versetzt hinter ihm gingen zwei zierlichere, untersetzte Personen, Hand in Hand. Sie trugen moosgrüne Mäntel und waren offensichtlich Zwerge, allerdings konnten sie noch nicht allzu alt sein, wohl 16 oder 17 Jahre. Die linke war eine Zwergin mit langen hellblonden Haaren, die in zwei dicken Zöpfen über ihre Schultern fielen. Sie war für eine Zwergin ungewöhnlich schmal und hatte feine Gesichtszüge. Direkt neben ihr ging ein männlicher Zwerg im selben Alter und nur wenig größer; die Ähnlichkeit zu seiner Begleiterin ließ den Schluss zu, dass es sich um Verwandte handeln musste. Sein strubbeliges blondes Haar fiel ihm in die Stirn, seine Nase war ungewöhnlich knubbelig, doch auch er war für Zwergenverhältnisse eher filigran gebaut und schien unter seinem Umhang kaum Muskeln zu haben. Auch er trug eine kleine Fackel in der Hand. Beide Zwerge hatten konzentrierte Mienen aufgesetzt und schienen von ihrer Umgebung nicht alles mitzubekommen.
Am Interessantesten war jedoch der Mann, der voraus ging. Er war recht dünn und trug einen weiten, braunen Mantel mit Kapuze, die er nicht aufgesetzt hatte, sein karottenrotes Haar leuchtete im Fackelschein. Am unteren Ende des Mantels lugte die Spitze einer Schwertscheide hervor. Der Mann hatte einen entspannten, beinahe schlendernden Gang, und obwohl sich der Schütze im Hauseingang ganz offensichtlich ihm zugewandt hatte, würdigte er ihn keines Blickes. Er hatte einen bemerkenswert wachen Blick, mit dem er die Umgebung permanent abzusuchen schien, und seine lange Nase schien aus dem Gesicht hervorzuspringen wie ein Stachel. Das Auffälligste an ihm jedoch war das eindrucksvolle Muttermal an seinem Kinn.
Meinen Glückwunsch!“ Der Rothaarige sprach leicht näselnd. Er breitete mit einem unecht wirkenden Grinsen die Arme aus. „Ihr habt mich tatsächlich gezwungen, zu improvisieren. Ich hätte nicht gedacht, dass der Plan so schnell auffliegt.

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Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken - Seite 16 Empty Re: Die Toten von Torant, Kapitel 2 - Die Stadt der Brücken

Beitrag von Jad am Mo Mai 30 2016, 08:26

Es war unwiderlegbar. Dieser Kerl war Smith. Stanley Smith der offensichtliche Feind und Handlager des Nekromanten. Damit stand er ganz weit oben auf der Abschussliste der Gruppe und auch auf Vacors. Die beiden Knilche hinter ihm waren jedoch offensichtlich ihr dringlichstes Problem. Denn nach ihrem konzentrierten Blick zu urteilen waren sie es, die diese verfluchte Barriere magisch aufrechterhielten. Dies bestätigte zwei Dinge. Smith wollte sie tatsächlich in eine Falle locken und er war nicht der Nekromant. Ein Nekromant von so großer Macht, wie sie es erlebt hatten, benötigte keine Zwerge die für ihn Barrieren aufbauten und hielten. Auch wenn das die Situation erklärte half das der Gruppe nicht unbedingt. Denn die Barriere war nach wie vor da. Auf seinen vielen Missionen als Kopfgeldjäger hatte der Rabe mehrere Wege kennen gelernt mit Magie praktizierenden Zauberlingen fertig zu werden. Entweder man kannte einen Gegenspruch und hatte einen Magier parat der Selbigen weben konnte, oder man machte die Umstände des Zauberspruchs unmöglich. In diesem Fall hieße das die Zwerge aus ihrer Konzentration zu bringen. So schön diese Erkenntnisse auch waren, konnte Vacor sie den Anderen nicht mitteilen, ohne sich und seine Position zu verraten und Smith schaute definitiv aufmerksam genug um irgendwelche Kniffe mitzubekommen. Der Kerl war kein Anfänger und das sollte hier niemand vergessen. Er schaute zu Basil herüber und hoffte dass der Söldner mit seiner vulgären, aggressiven Art entweder auf 'ganz natürlichem Wege' die Zwerge aus ihrer Konzentration brachte, oder vielleicht mit der Unzufriedenheit der Bogenschützen spielen könnte. Immerhin würde so ein kleiner Zwist in den feindlichen Reihen Wunder wirken. Vielleicht konnten auch Saltatrix oder Neah irgendwas gegen diese Barriere ausrichten. Wie auch immer. Vacor blieb im Moment nur abzuwarten und den richtigen Moment abzupassen. Er hielt seinen Wurfdolch bereit und ließ nebenbei schon einmal lautlos seinen Mantel von der Schulter gleiten um seine Schwerter frei zu haben. Jede Sekunde konnte zählen, wenn es soweit war.
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Beitrag von Darnamur am Mo Mai 30 2016, 15:31

„Ist glaube ich besser, wenn Neah und Mike sich da erstmal raushalten“, raunte der Söldner dem Bären zu, während er sich auf dessen Rücken hievte und von dort auf seine Schultern kletterte. Bazille klammerte sich an dem wuchtigen Schädel fest, als sich die Gestalt schließlich zur ganzen gewaltigen Größe aufrichtete. Um die Lage zu testen schlug Bazille mit der Faust vor sich in die Luft, doch der Schlag endete dumpf und hart an der unsichtbaren Wand. Blutiger Kot…
In dem Augenblick sah er auch schon die Gestalten ins Mondlicht marschieren. Ein Bogenschütze, zwei krüppelige Zwergenmissgeburten und der Kerl, den ihnen der Wirt der Hängebrücke beschrieben hatte. Wenn er nicht gelogen hatte, oder verarscht worden war, war dies Smith. Schön das sich ihr Widersacher nun doch einmal zeigte. Jetzt mussten sie ihm nur noch irgendwie den Schädel abschlagen und sie hatten die Zehntausend in den Taschen. Würde sicher ein Kinderspiel werden, ye.
„Fick dich ins Knie“, begrüßte Bazille den Rothaarigen. „Hast wohl wirklich geglaubt, wir wären dumm genug gegen den Wind zu pissen, ney? Aber ich pisse lieber von oben herab und meine Pisse brennt wie Hölle in der Fresse. Wenn du die beschissene Mauer wegmachst, beweise ich dir das gerne.“
Sein Gesicht verzerrte sich zu einem Grinsen und das Mondlicht ließ seine schiefen, verwachsenen, sich stellenweise überlappenden Zähne in schaurigem Glanz erstrahlen. Darüber funkelten die versetzten Augen wie besessen auf den Mann im braunen Mantel herunter.
Der Söldner musste ein Kichern unterdrücken, denn er wusste wie unangenehm es für Oorm bestimmt war, von ihm als Podest missbraucht zu werden. Aber diese einmalige Gelegenheit musste er einfach nutzen. Er ließ den Bärenschädel los und richtete sich zu voller Größe auf seinem gewaltigen Thron aus Fell und Knochen auf. Die Arme breitete er in herrschaftlicher Pose weit aus, während er mit den Stiefeln versuchte das Gleichgewicht auf den Schultern des Tiers zu halten: „Was ist, Stanley? Willst du dich ewig hinter deiner Mauer vor mir verstecken? Wir wollen doch Beide ein wenig Blut spritzen sehen. Und sieh dich um: Du bist sogar in der Überzahl. Also lass die Spiele beginnen. Ich wette, ich schaffe es der hässlichen Zwergenfotze den Krüppelleib bis zum Brustbein zu spalten, bevor ich abkratze.“
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Beitrag von Mini Drachin am Di Mai 31 2016, 08:12

Saltatrix hatte inzwischen die Brücke überqueert und war zu dem selben Schluss gekomme wie Vacor. Die Zwerge hielten die Barriere aufrecht. Allerdgins hieß das für sie nicht, dass der rothaarige nicht Smith sein konnte. Sie kannte mächtige Magier. die machten sich mit sowas wie einer Barriere die Hände nicht schmutzig und wenn sie konnten, dann schickten sie immer lieber jemand anderen. Sie war der 'lebende' Beweis dafür.
Wie sie den rothaarigen verabscheute.
Magier. Wie sie sie hasste.

Aber es sah nicht gut aus. wenn die Barriere fiehl hätten sie ein paar Bogenschützen und drei Magier gegen sich.
andererseits hatten sie keine Nahkämpfer und dass konnte gegen den Bären durchaus zu einem Problem werden.
Vermutlich würden die anderen in ihr eine Magierin vermuten und die Bogenschützen würden sich womöglich auf sie konzentrieren. Das wäre gut.
Sie machte sich darauf gefasst, dass die Barriere jeden Moment verschwand. Etwas dagegen unternehmen konnte sie ohnehin nicht.
Aber sie konnte den anderen beiden sagen woher die Barriere kam: "Die Barriere kommt wohl von den Zwergen. Sie müssen sich
konzentrieren.
"
Da kam ihr der Gedanke dass das auch ein Trick sein könnte und sie tatsächlich von dem rotschopf kam, der nur wollte, dass man dachte die Zwerge hielten die Barriere. Sie behielt die drei Magier auf jeden Fall genau im Auge.

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