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Prolog - Die Reise auf der St.Marina

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Beitrag von ThaHummel am Fr März 27 2015, 22:12

Die Reisebarke "St. Marina" war ein polarisierender Anblick. Verglichen mit den anderen Schiffen, die im Raumhafen von Armageddon lagen, war sie weder besonders groß, noch besonders sauber. Jahrhunderte des unaufhörlichen Dienstes hatten ihre Spuren auf dem Schiffsrumpf hinterlassen. Unzählige Teile, die von anderen, ausgemusterten und -geschlachteten Schiffen stammten, zierten sie vom dennoch gewaltigen Bullauge der Brücke bis zu den enormen Plasma- und Warptriebwerken am Heck.
Ein hastig und lieblos aufgebrachter Lacküberzug versuchte zu verstecken, dass die Ceramitplatten des Hitzeschildes eher ein Flickenteppich als eine aufeinander abgestimmte Panzerung waren.
Nichtsdestotrotz verkündete ein stolzer Hilfspriester am Eingang stetig und in Dauerschleife, das dieses Schiff nach der Heiligen Jeanne Marine benannt sei, einer Sororitasschwester, die vor etwa 1400 Jahren ins strahlende Licht des Imperators gehüllt mit nichts weiter als einem Rosarius einen Terminatorlord des Nurgle erwürgt haben soll.
Von diesem Glanz war an Bord der Barke nicht viel zu spüren. Vielleicht war es das einmal gewesen. Vielleicht an dem Tag, an dem der stählerne Kolloss die Werf der Adeptus Mechanicus zum ersten mal verlassen hatte. Auf jeden Fall nicht mehr heute.
Stumm gingen ein paar Servitoren der Reparatur einer Schleuse nach, während sich die Fluggäste noch durch die beklemmend engen, spärlich beleuchteten Gänge zu ihren Kabinen durchquetschten.
Die genaue Route war verworren, wie die Gedankengänge des Administrators, der sie wohl entworfen hatte. Manche der Passagiere würden mehrere Jahre im Warp verbringen müssen, bis sie ihre Zielwelt erreichen würden. Aber es war oft der einzig verfügbare - oder bezahlbare - Weg einen Planeten zu verlassen, der sich der imperialen Mittelschicht bot.

Der Pfad einer einzelnen Frau führte schnell weg vom allgemeinen Gedränge. "Schnell" stand dabei für eine Dreiviertelstunde. Als sie abbog, wurde der stickige Gestank nach Menschlichem Schweiß schnell durch den Dunst von Maschinenöl und Prometheum ersetzt. Nur einzelne Gruppen von Mechanikern, streng überwacht von der kaum noch menschlichen Gestalt eines Kuttenverhüllten Techpriesters, begegneten ihr noch.
Endlich fand sie die Tür, deren Nummer auf ihrer Bordmarke eingraviert war. Die Rote Lampe daran wechselte auf Grün, als sie das Kleinod daran hielt.
Das Verschlussrad ließ sich nur mühsam bewegen, und im Inneren erwartete sie eine enge Kabine. Vier knapp bemessen Schlafplätze mit Gepäckfächern, einer davon bereits mit Sachen belegt, wurden von einem Gang getrennt, in dem gerade so zwei Menschen nebeneinander stehen konnten. Gegenüber der Tür befand sich noch ein ausgeklappter Schreibtisch auf dem ein Wasserkanister stand, sowie ein kleiner angelaufender Wandspiegel und ein Gebetsbuch. Purster Luxus, verglichen mit denn Pferchen die man als Imperialer Soldat gewohnt war. An der Decke war ein Bild zu sehen, das als einziges in dem gesamten Raum gepflegt erschien.

Es schilderte die Szene wie der große, göttliche Imperator einen seiner einst verloren geglaubten Söhne wiederfand.
Da nicht jeder Bürger des Imperiums geübt in der Heraldik des Adeptus Astartes war, war das Bildnis von goldenen Lettern umkreist, die die Details des Treffens schilderten.
So eindruckvoll und majestätisch der Primarch der Dark Angels - Lion El'Jonson - auch wirkte, gegen den Mann, der ihm die Hand schüttelte als würden sie sich schon ewig kennen, wirkte er klein und bedeutungslos.

Während sich Myra also noch diese Kabine ansah, näherte sich Arthur, schon etwas länger an Bord und gerade aus der Kantine zurückkehrend, eben diesem Raum.

Und beide spürten am bebenden Boden, wie die Myriaden an Maschinengeistern zum Leben erwachten und sich die St. Marina behäbig aus ihrem Dock löste.
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Beitrag von Adrian Kane am Sa März 28 2015, 00:50

Die Aussicht darauf erneut Zeit im Warp zu verbringen beunruhigte sie mehr als sie jemals oeffentlich bereit waere zuzugeben und obwohl die Reise durch das Immaterium eine alltaegliche Notwendigkeit fuer viele Diener des Imperiums darstellte, hatte sie immer ein mulmiges Gefuehl dabei beschlichen. Daemonische Kreaturen aller Art warteten jenseits der schuetzenden Schilde eines Schiffes begierig darauf, sich die Koerper und Seelen aller Reisenden einzuverleiben. Dabei half es nicht, dass der Zustand der St. Marina durchaus als Reparaturbeduerftig zu beschreiben war. Beim letzten Mal, so erinnerte sie sich, hatte sie mehr als deutlich ein Ziehen in ihrem Verstand bemerkt, fast als ob eine Praesenz ausserhalb des Schiffes versuchte mit ihr zu kommunizieren. Noch schlimmer war, dass es sich irgendwie vertraut angefuehl hatte, so als wuerde alles gut werden wenn sie nur ihren Verstand oeffnen wuerde. Sechs Stunden des intensiven Gebetes an den Gott-Imperator und mehrere alkoholische Getraenke spaeter war die Praesenz verstummt.

Gedankenverloren starrte Myra auf das Bild an der Decke. Um ihm zu dienen wuerde sie ohne Zoegern 20 Jahre im Warp verbringen, allerdings hoffe sie, dass es nicht noetig werden wuerde - sie woelbte eine Augenbraue als die Maschinengeister der St. Marina zum Leben erwachten - vor allem nicht auf diesem Schiff. Sein Wille hatte sie vom Erschiessungskommando der Imperialen Armee bewahrt, er wuerde sie auch sicher durch das Reich des Chaos leiten. Sha'iel, so nannten es die Eldar. Zumindest laut einem Text, den sie vor einiger Zeit auf Armageddon in die Haende bekommen hatte. Ihr Interesse an Kultur und Waffentechnik einiger Xenos hatten ihr schon mehrere fragwuerdige Blicke beschert, doch da ihr Ruf innerhalb der lokalen Fuehrungsriege der Armee so oder so an dem Tag ruiniert gewesen war, als man der Abstammung der jungen Frau gewahr wurde, war es auch egal gewesen. Sie vertraute auf die Waffen des Imperiums, aber je besser man einen Feind kannte, desto hoeher die Chance ihn zu besiegen. Selbst die Orks mit ihren zusammengekleisterten und geraubten Maschinen legten eine gewisse Ingenieurstechnische Tuechtigkeit an den Tag, die man zumindest respektieren sollte. Und Gruenhaeute gab es freilich noch zu Genuege im Armageddon-System.

Sie legte ihre Ausruestung auf einen der nicht benutzten Schlafplaetze und atmete tief durch. Zumindest konnte man sich in der Kabine einigermassen frei bewegen, sie war in der Tat schlimmeres gewohnt. Wem wohl die anderen Sachen gehoerten? Im Laufe der Jahre hatte sie mit sovielen Menschen gedient, dass es ihr eigentlich gleich war. Die Wahrscheinlichkeit im Einsatz zu sterben war oft zu hoch alsdass man wirkliche Freundschaften pflegen konnte, auf welche sie ohnehin nur geringen Wert legte. Die letzte Person, fuer die Myra so etwas wie Freundschaft entwickelt hatte, hatte ihr Ende in der staehlernen Umarmung einer mechanischen Ork-Hand gefunden. Es blieb allerdings wenig Zeit diesen Sieg zu feiern, denn nur Momente spaeter ergoss sich der Inhalt des Schaedels des gruenhaeutigen Besitzers der Hand in einer roetlichen Explosion auf seine herumgroelenden Kameraden. Wiederum nur wenige Momente danach ergoss sich der Zorn des Imperators in Form einer Basilisk-Artilleriesalve, welche die Scharfschuetzin angefordert hatte, auf die Stellung der Orks und hinterliess nichts als verbrannten Schrott und Asche. Es war das Beste was sie fur ihre Freundin hatte tun koennen. Myra seufzte unhoerbar, sie wuerde die Armee vermissen.

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Beitrag von Keeper am Sa März 28 2015, 08:47

Arthur

Im Vergleich zum gewöhnlichen Militärfraß war das Essen in der Kantine der St. Marina ein reiner Luxus.
'Eigentlich interessant, wenn man einmal darüber nachdenkt. Einmal gedient und man kann alles essen. Täte den ganzen Aristokraten auch einmal ganz gut.'
Natürlich würde er einen solchen Gedanken niemals laut aussprechen, immerhin respektierte er diese Leute zu einem gewissen Grad. Mehr oder weniger. Eher weniger oder auch gar nicht.
Arthur verwarf den Gedanken, während er weiter durch die Gänge schlenderte und auf einmal den Boden beben spürte. Ging es schon los?

Der ehemalige Soldat beschleunigte seinen Schritt ein wenig. Nachdem er auf den Gang zu seiner Kabine eingebogen und niemand anders mehr in Sicht war, wandelten sich seine Schritte eher in ein leichtes Hüpfen. Immerhin war heute der Traum wahr geworden, den er bereits seit sieben Jahren träumte. Er war dem Exterminatus einen Schritt näher.
Als er die Tür erreicht und sie mit seiner Marke entriegelt hatte, führte sein Weg direkt zu der Koje, die er beansprucht hatte. Das war zumindest der Plan, der allerdings in dem Moment verworfen wurde, in dem er die Tür öffnete: Da war noch jemand in der Kabine.

Arthurs Sinne lieferten ihm die benötigten Informationen innerhalb der zwei Sekunden, die er brauchte, um die Tür hinter sich zu schließen: Weiblich, wahrscheinlich älter als er, Militär. Mehr brauchte er nicht zu wissen. Möglicherweise war sie einfach zufälligerweise der gleichen Kabine zugeordnet, wahrscheinlicher aber ebenfalls zum Inquisitionsdienst eingezogen worden.
Vorsichtshalber und zum Gruß salutierte er ordnungsgemäß, nachdem sie sich zu ihm umgewandt hatte, bevor er zu seiner Koje herüberschlenderte.
"Ich hatte mich schon gefragt, ob ich der einzige hier bleiben werde."
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Beitrag von Adrian Kane am Sa März 28 2015, 16:36

Das muede Quietschen des Verschlussrades kuendigte die Ankunft oder eher die Rueckkehr ihres Mitreisenden an, gerade als sie sich auf der Bettkante niedergelassen hatte. Den relativ durchtrainierten jungen Mann umgab ein Hauch militaerischer Ausbildung, doch zweifelte Myra, dass er dauerhaft direkt bei den kaempfenden Truppen gedient hatte. Sie nickte ihm zu und machte sich dann daran mit geuebten Handgriffen ihr Gewehr auseinanderzunehmen, ein Ritual, welches sie schon lange mit geschlossenen Augen beherrschte. Sie wuerde die Waffe wohl nicht mehr sooft brauchen wie in der Vergangenheit, ein seltsamer, gar beunruhigender Gedanke. Vielleicht war es auch besser so. Die Feinde des Imperiums waren Legion und bei weitem nicht alle waren anfaellig fuer einen Praezisionsschuss zwischen die Augen.

Von ihrer Arbeit aufblickend mustertete sie den Mann erneut. „Das waere Platzverschwendung“, kommentierte sie seine Aussage. Selbst mit zwei oder vier Personen war es dies immer noch. Die Armee haette hier sicher mindestens acht Leute untergebracht, dachte sie. „Wuerde mich nicht wundern, wenn sich der Rest auf dem Weg hierher verlaufen hat.“

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Beitrag von Keeper am Sa März 28 2015, 21:51

Der Bewaffnung nach zu urteilen, war seine Mitreisende eine Scharfschützin. Und das schon eine ganze Weile, nach der Routine zu urteilen, mit der sie ihre Waffe überprüfte.
Sie schien recht wortkarg zu sein, aber das machte ihm nichts aus. So bestand weniger Gefahr, sich zu verplappern. Wenn irgendjemand herausbekam, dass er nur für den Exterminatus handelte... er dachte lieber nicht darüber nach.
"Stimmt. Aber manchmal sind eben weniger Passagiere da, als transportiert werden können."
Vor allem im Astra Militarum eine Seltenheit, aber manchmal konnte es doch passieren.

Hätte Arthur seine Ausrüstung nicht schon vor seinem Kantinenbesuch überprüft, hätte er das jetzt getan. So warf er sich nur in seine Koje und verschränkte die Hände hinter dem Kopf.
"Von wo haben sie dich eingezogen?"
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Beitrag von Adrian Kane am So März 29 2015, 00:32

Nachdenklich liess sie die Frage zunaechst im Raum stehen waehrend die St. Marina zunehmend Fahrt aufnahm. Jedes Schiff kam mit seinen eigenen charakteristischen Geraeuschen, welche nach einer Zeit so vertraut wurden, dass man sie zum einen gar nicht mehr wahrnahm und zum anderen sofort wusste, dass sich etwas aenderte wenn das dumpfe Brummen, Poltern, oder gar Scheppern aufhoerte. Trotz ihres auesserlich schlechten Zustandes schien dieser Pott hauptsaechlich ein tiefes Summen von sich abzugeben, kaum hoerbar, zumindest nicht von ihrer Kabine aus. Es war in der Tat der reinste Luxus. Man konnte sich daran gewoehnen, vielleicht wuerde sie sogar ihre Haare wieder laenger wachsen lassen?

„Stahllegion, 16. Regiment, mechanisierte Infantrie“, antwortete sie schliesslich. „Auch wenn ich gerne immer mal wieder als Artilleriebeobachterin an andere Regimenter ausgeliehen wurde“, kalte Sachlichkeit lag in ihrer Stimme. Es war kein Geheimnis, dass viele Soldaten den Tod im eigenen Artilleriebeschuss fanden, weswegen es nicht sonderlich viele Freiwillige fuer diese Position gab. Ein Teil von ihr hatte stets die Macht genossen, die der Job mit sich brachte. Besonders dann, wenn die Ziele, meistens Orks, noch das schrille Pfeifen der durch die Luft herannahenden Basiliskgranaten hoeren konnten. Als Dirigentin orderte sie eine suesse Melodie des Todes, die mit einem donnernden Finale endete und wenn wider erwarten noch Publikum uebrig war, hatte sie immer noch ihr Gewehr.

Eine gute Zeit, aber nicht der Weg, den der Imperator laenger fuer sie vorgesehen hatte, zumindest ging sie davon aus. Waere es nicht so, waerst du jetzt tot. Der simplen Logik war wenig entgegenzusetzen. Myra lehnte sich sitzend gegen die Kabinenwand und starrte abwesend die wieder zusammengesetzte Waffe an bis ihre Aufmerksamkeit sich erneut auf ihren Mitreisenden richtete. „Und was ist mit dir?“, fragte sie nun ihrerseits.

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Beitrag von Keeper am So März 29 2015, 09:07

"Zweites Erima-Panzerregiment, Kundschafterdivision. Und frag mich nicht, wie ich das überlebt habe, ich weiß es selbst nicht. Wahrscheinlich pures Glück und der Beistand des Imperators."
Es war kein Geheimnis, dass von eintausend Kundschaftern maximal zehn überlebten. Oft genug hatten er und seine Leute zwischen zwei angreifenden Fronten gestanden oder waren ohne geeignete Ausrüstung hinter feindlichen Linien gefangen gewesen.
Aber Artilleriebeobachter klang interessant. Wie ein Mini-Exterminatus, den man anordnen konnte. Wobei Arthur selbst diese Macht in einigen Situationen ebenfalls gehabt und so weit wie vertretbar genutzt hatte. Dass er oft genug mit dem angeordneten Artilleriefeuer auch seine eigenen Leute hatte auslöschen lassen, war nur ein Nebeneffekt.

Während er überlegte, ob er noch etwas dazu sagen sollte, wanderten seine Gedanken irgendwann zu der bevorstehenden Warp-Reise. Nicht, dass die Dämonen ihm übermäßig viel Angst machten, was ihn eher beunruhigte, war die Tatsache, dass er nichts würde tun können, wenn die St. Marina im Warp Aussetzer hatte. Das war die eine Sache, die er an solchen Reisen nicht ausstehen konnte: Er hatte keinerlei Einfluss auf sein eigenes Schicksal.
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Beitrag von Adrian Kane am Mo März 30 2015, 17:52

Myra nickte und liess es vorerst dabei bewenden. Zufrieden mit dem Wissen, dass ihr Mitreisender im Ernstfall Erfahrung mit einer Waffe hatte, suchte und fand sie in ihrer Tasche  die mitgebrachte Reiselektuere. Erneut an die Bordwand gelehnt verlor sie sich in Texten, die sie sich waehrend ihrer Zeit im aktiven Dienst wohl nicht getraut haette an Bord zu bringen. Ungluecklicherweise konnten nicht alle Probleme mit Waffengewalt geloest werden und der Verstand verlangte ebenso nach Training wie der Rest des Koerpers. Besonders jetzt, als angehendes Mitglied der Inquisition und eingedenk der Ereignisse ihrer letzten Mission konnte Myra sich nicht ausschliesslich auf ihre militaerische Ausbildung verlassen. Ganz abgesehen davon hatte sie sich insgeheim schon immer fuer Geschichte und femde Kulturen interessiert. Und wuerde sie dem Imperator nicht besser dienen, wenn sich zwischen ihren Ohren mehr abspielte als nur taktische Analysen und das Herauspicken von strategisch wertvollen Zielen? Wenn die Groessten des Imperiums sich gegen ihren goettlichen Herr wandten um den abartigen Chaosgoettern zu huldigen, sollte man nicht gerade dort genau hinschauen und sich fragen wie es dazu kam um es in Zukunft zu vermeiden? Oder sollte man den Blick in die Abyss gaenzlich vermeiden? Doch wie konnte man einem Feind begegenen, den man nicht kannte? Waehrend die ehemalige Scharfschuetzin weiterlas und gedankenverloren all diesen Fragen nachging, schob sich die St. Marina behaebig durch die eisige Kaelte des Raumes.

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Beitrag von ThaHummel am Mo März 30 2015, 23:22

Es vergingen einige Stunden, dann merkten die Insassen an einem kurzen Flackern der Lichter und einem eiskalten Gefühl auf dem Rücken, dass die Geller-Felder aktiviert wurden und das Schiff den Sprung in den Warp vollzog. Noch ein paar Stunden später fielen dann ohne Vorwarnung die Lichter aus.
Aber die Dunkelheit war nicht der wirkliche Grund zur Besorgnis.
Da war etwas anderes. Etwas widernatürliches, das den beiden neuen Akolyten das Gefühl bescherte, das ihre eigene Gänsehaut sie gleich beißen würde.
Eine zögerliche, helle Stimme, die nicht recht wusste ob sie flüstern oder rufen sollte, war durch die Stahltür zu vernehmen.
"Khellya! Khellya?"
Dan herrschte wieder für einen Moment Stille. Vom linken Gangende kroch eine grausige Präsenz an die Kabine heran. Wieder war etwas zu hören. Zu hören? Nein, das waren nicht ihre Ohren, die da Geräusche vernahmen. Etwas sprach mit ihrem Geist, auch wenn es sich nicht an sie zu richten schien.
"Ja, komm doch her kleine Khellya! Er wartet schon auf dich. Ich will dich zu ihr nach Hause bringen!"
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Beitrag von Keeper am Mo März 30 2015, 23:42

Die imaginären Alarmglocken klingelten und klingelten, während Arthur in seiner Koje auf dem nahezu nicht vorhanden Polster lag, die Augen geschlossen und mit jedem Fünkchen Willenskraft darauf bedacht, den zweifellos dämonischen Einfluss abzuwehren. Kampfgeist in allen Ehren, momentan konnte er nichts tun, ohne möglicherweise noch mehr oder gefährlichere Bewohner des Warp anzulocken.
Eigentlich wusste er nicht einmal, ob er gemeint war. Aber darüber konnte er gerade nicht nachdenken, denn mental wiederholte er nur ein einziges Wort, wieder und wieder, sein geliebtes Mantra, das ihn auch bisher vor dem Chaos bewahrt hatte: 'Exterminatus. Exterminatus. Exterminatus.'
Es würde am Ende auf sie alle niederregnen. Und das war gut so.
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Beitrag von Adrian Kane am Di März 31 2015, 01:30

Einmal mehr wurde Myra bewusst wie gesegnet ihr Leben bislang gewesen war. In seiner unendlichen Gande hatte der Imperator sie fast nur gegen Orks antreten lassen und obschon sie bestialische Kreaturen waren, die eine Schneise der Zerstoerung in das Armageddon-System geschlagen hatte, so waren sie doch recht berechenbar in ihrer animalischen Art. Die Diener des Chaos stellten ein ganz anderes Kaliber dar. Zwar strebten auch sie schlussendlich nur Zerstoerung und Eroberung an, erfreuten sich aber vor allem am Schmerz und Terror lebender Kreaturen. Instinktiv hielt sich die Frau, die zuvor noch gedoest hatte, die Ohren zu, was zu ihrem Entsetzen rein gar nichts half, denn die widerlich unnatuerliche Stimme frass sich so unaufhaltsam wie eine brennend heisse Rasierklinge in ihren Verstand.

Es war fast so wie beim letzten Mal, nur dass die Praesenz scheinbar nach jemandem suchte. Waehrend sich ihr Pulsschlag regelrecht ueberschlug und sie um Fassung rang fanden die Finger der linken Hand den Griff des Gewehres und krallten sich foermlich um das kalte, vertraute Metall wie Ertrinkende im Ozean. Ein altes, ebenso vertrautes Gebet stahl sich still ueber ihre Lippen wahrend sie krampfhaft versuchte ihren Geist abzuschotten: “...und sind wir in der Dunkelheit bedroht von den Schatten, so ist der Imperator mit uns in Geist und Koerper“, endete sie, ihre Stimme leiser als ein Fluestern, das Gewehr auf den Eingang gerichtet. Was war zu tun? Sie konnte die verdammte Tuer nicht auftreten, sondern wuerde zuvor buchstaeblich am Rad drehen muessen, womit das Ueberraschungsmoment vollkommen dahin waere. Das Ding, was immer es war, schien nun fast unmittelbar vor der Luke zu stehen. Vielleicht kroch es auch oder schwebte? Myra fuehlte den starken Drang der Kreatur eine Kugel in den Kopf zu jagen, doch wusste sie nicht einmal ob das Vieh einen Kopf hatte. So zielte sie weiter auf die Tuer, unschluessig was zu tun war.

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Beitrag von ThaHummel am Di März 31 2015, 16:12

"Du kannst dich nicht verstecken. Renn weg so weit du willst. Wir sind überall. Übera-"
Die unheimliche Stimme verstarb plötzlich. Das Licht kam mit einem plötzlichen aufblitzen der Glühbirnen wieder zurück und das lauernde Wesen war nicht mehr auszumachen.
Der metallische Takt von hastigen Schritten in den Gängen offenbarte sich Myra und Arthur, gefolgt von Schussgeräuschen mit dem charakteristischen Knall von explodierendem Schießpulver und Patronenhülsen, die zu Boden fielen.
Mit einem lauten Scheppern fiel etwas oder jemand zu Boden und schleifte sich anschließend kratzend über den Boden.
Ein anderes Paar Füße kam hastig näher und näher.
"Hilfe! Verräter! Ketz-" ein weiteres Schussgeräusch ließ die rauschende Stimme, als käme sie aus einem Lautsprecher, verstummen. Dann war wieder ein schleifendes Geräusch zu vernehmen.
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Beitrag von Keeper am Di März 31 2015, 16:49

Nachdem die Lichter wieder angegangen waren, hatte Arthur vorsichtig die Augen geöffnet und aufatmen wollen. Anscheinend war die Prüfung des Imperators aber noch nicht vorbei, wie er den Schussgeräuschen entnahm.
Als dann der Hilferuf erklang, sprang der junge Mann aus seinem Bett, steckte sich sein Funkgerät ins Ohr und setzte die Infrarot-Brille auf. Direkt daraufhin zog er seine Laspistole und kramte noch schnell den Auspex-Scanner aus seinem Koffer, bevor er zu seiner Kabinengenossin herüberblickte. Wenn sie ebenfalls dem Chaos verfallen war, musste er das so schnell wie möglich beenden und dann wie ein Exterminatus auf diese Ketzer herniederfahren.
Zumindest hatte er sich seine Flakweste nicht erst anziehen müssen. Dem Imperator sei dank, trug er diese zu so ziemlich allen Gelegenheiten.
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Beitrag von Adrian Kane am Mi Apr 01 2015, 02:21

Myra blinzelte mehrmals bis sich ihre Augen an die Rueckkehr des Lichts gewoehnt hatten. Ein gutes Zeichen, obwohl die Gefahr offensichtlich noch nicht vorueber war, denn vom Gang her konnte man deutlich Schussgeraeusche hoeren.  Sie hielt dem pruefenden Blick des jungen Mannes stand, der keine Zeit verloren hatte und bereits kampfbereit war. In einer fliessenden Bewegung griff sie ihrerseits nach ihrem Umhang, legte ihn an und hatte dann das Gewehr wieder in den Haenden, nicht die beste Waffe fuer geschlossene Raeume, aber nach wie vor toedlich. Ohne weiter Zeit zu verlieren gab sie ihrem Kabinengenossen ein paar kurze Handzeichen, die ihm bedeuteten die Tuer zu oeffnen und sich dann zur Seite wegzuducken, waehrend sie ihm mit der schwereren Waffe Deckung gab und allem was eventuell direkt vor der Luke herumlungerte und feindseelig aussah eine Begruessung nach Art der Imperialen Armee zuteil werden lassen wuerde.

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Beitrag von Keeper am Mi Apr 01 2015, 09:30

Arthur bestätigte die Anweisung mit einem kurzen Nicken, bevor er Scanner und Pistole an seinen Gürtel hängte, um das Rad an der Kabinentür zu drehen.
Während er noch damit beschäftigt war, versuchte er gleichzeitig, nach draußen zu lauschen. Mit der Anspannung im Gefecht fühlte sich das alles gleich viel natürlicher an, wie er fand. Vor allem, wenn er einmal nicht mit Neulingen zusammenarbeiten musste: Seine Kollegin schien zu wissen, was sie da tat.

Als das Rad mit einem Quietschen und einem "Klick" einrastete, stieß er die Tür auf und rollte sich zur Seite weg, während er gleichzeitig nach seinem Scanner und der Pistole griff. Ersteren betrachtete er jetzt zum ersten Mal.
'Exterminatus über mich, wie konnte ich das vergessen?'
Schnell machte er einen Umgebungsscan, sofern die Schiffswände das zuließen.
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Beitrag von ThaHummel am Mi Apr 01 2015, 10:43

Die Luke schwang laut quietschend auf, aber der Gang war gähnend leer.
Die zahlreichen Analyseprozeduren des Auspex liefen eine nach der anderen durch.
Im direkten Umkreis der Kabine wurden sofort zwei Lebenszeichen registriert, gefolgt von den Lichtquellen darin und im Gang direkt davor.
Nach ein paar Sekunden hatte das Gerät einen Umriss des Quartiers erstellt. Die Scanpulse, die es auf den Display abbildete, wurden beim Erreichen der Wände merklich schwächer, aber konnten noch einen ungefähren Plan der direkt umliegenden Gänge erstellen, bevor das Signal nach etwa zehn Metern völlig verstarb. Der allgemeine Dunst von schweren Ölen und anderen Chemikalien wurde registriert, aber als ungefährlich eingestuft.
Sehr schwach tauchten noch drei weitere Punktsignale auf. Den Gang nach rechts entlang wurde ein kaum registrierbares, stillstehendes Lebenszeichen an einer T-Kreuzung geortet. Links um eine Biegung war ebenfalls eine schwache Biosignatur geortet worden, die sich langsam an den Rand des Scanfelds schob, dicht gefolgt von einem Funksignal. Dann verließen die beiden den Empfangsradius des Geräts.
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Beitrag von Keeper am Mi Apr 01 2015, 10:53

Schnell bedeutete Arthur seiner Kollegin mit einigen Handbewegungen, dass zur rechten ein Kontakt lag, während links frei war. Nach einigen Sekunden warten schob er vorsichtig den Kopf durch die Tür und sah sicherheitshalber noch einmal in beide Richtungen.
Gleichzeitig versuchte er, seinen Kommunikator auf eine Frequenz einzustellen, auf der er Funk abhören könnte. Den Sender hatte er dabei ausgeschaltet.
'Vielleicht sollte ich erst einmal damit aufhören, immer nur auf meinen Exterminatus-Kanal zu schalten.'
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Beitrag von ThaHummel am Mi Apr 01 2015, 22:27

Während er zu seiner Rechten die besagte, leere Gangbiegung erblickte, lag zu Arthurs Linken ein zusammengesakter Körper in der T-Kreuzung, beschienen vom schummrigen Licht einer flackernden Glühbirne.
Dem ersten Blick nach zu urteilen handelte es sich um eine recht große Frau, oder auch einen sehr mageren Mann in einem langen, schmucklosen Mantel mit vielen Taschen. Die weite Kleidung ließ nicht viel über die Statur der Person erahnen. Sie war an der Wand harabgesunken, die Beine verquer in den Gang gestreckt. Das ihr Rücken an einigen hervorstehenden Nieten lehnte und ihr Kopf schlaff nach vorne hing lies verstehen, das sie wohl gerade nicht bei Bewusstsein war, oder wenn, dann nicht in der Lage ihre unbequem wirkende Pose zu verbessern. Eine Kapuze verhüllte ihr Gesicht, zumindest aus Arthurs Blickwinkel, und nur eine braune Haarsträhne hing daraus hervor.

Währendessen ratterte unentwegt eine Nachricht durch das Ohrteil. Durch das hastige Einstellen lag er etwas neben der Frequenz und musste einiges an Rauschen ertragen, aber da sich der Text immer wieder wiederholte, konnte er die fehlenden Abschnitte beim nächsten Durchgang verstehen, während etwas anderes in den Störungen unterging.
"5 652 999.M41. Das Abspielen dieser Nachricht bedeutet, das Elektropriester Titus Gallis eins mit Imperator und Omissiah ist. Erbitte Bergung und Wartung der geheiligten Implante und des Speicherkerns sowie Überführung des Trägerleichnams zur Schmiedewelt Cylopea. Möge der Herr des Goldenen Throns über diese Seele und diese Maschinengeister wachen."
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Beitrag von Adrian Kane am Do Apr 02 2015, 05:34

Myra hatte beim Oeffnen der Luke fast erwartet in die haessliche Visage eines Daemons zu schauen – vielleicht hatte sie sogar insgeheim darauf gehofft in besagte Visage eine Kugel zu schicken – stattdessen schien die unmittelbare Gefahr vorbei zusein. Sie runzelte die Stirn, nur weil gerade Stille herrschte musste das noch lange nichts heissen. Beide Akolyten rueckten sich gegenseitig  Deckung gebend auf den Gang vor, wobei die ehemalige Legionaerin froh darueber war, dass die Inquisition sie nicht mit einem Anfaenger in eine Kabine gesteckt hatte. Es roch nach diversen Schmieroelen,  einer leichten Prise Waffenfeuer und fluechtig nach etwas anderem, dass die Frau zunaechst nicht einordnen konnte, aber da jedes Schiff diesbezueglich seinen eigenen Charakter zu haben pflegte, dachte sie nicht weiter darueber nach und lauschte stattdessen angestrengt, darauf bedacht selbst so geraeschlos wie moeglich zu gehen. Ihr Visier hatte sie zur Seite geklappt, mittlere Distanzschuesse liessen sich so besser bewerkstelligen. Ohne dabei viel Mitgfuehl an den Tag zu legen stiess sie die halb am Boden liegende Gestalt mit dem Lauf ihrer Waffe an, bereit abzudruecken oder zur Seite zu springen, man konnte ja nie wissen. Die schummerige Beleuchtung tat ihr uebriges dazu, dass alle ihre Sinne angespannt blieben. Soweit sie sich erinnern konnte sah das Imperiale Standardprotokoll fuer solch eine Situation vor, zunaechst die Bruecke zu sichern, was Myra innerlich fluchen liess, ja sie hatte sich den Grundriss ein paar mal angesehen, wuerde aber in diesem Labyrinth von einem Schiff eine schwere Zeit haben das Ziel zu finden. „Protokoll?“ fluesterte sie zu ihrem Mitakolythen gerade laut genug, dass er es hoeren konnte, wobei sie einfach mal davon ausging, dass er wusste wovon sie sprach und liess dabei keine Sekunde den scheinbar leblosen Koerper aus den Augen.

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Beitrag von Keeper am Do Apr 02 2015, 08:40

Während sie auf den Gang hinausgeschlichen waren, hatte Arthur seinen Kommunikator wieder auf die Leerfrequenz gestellt und abgeschaltet. Er brauchte kein dauerhaftes Rauschen in seinem Ohr.
Der Druck auf seiner Psyche war zwar mit dem scheinbaren Verschwinden des Dämons zurückgegangen, aber er konnte immer noch diese Mischung aus Angst und Erwartung spüren, die sich über das gesamte Schiff gelegt zu haben schien. Und so sehr er auch versuchte, sich dem Ganzen zu entziehen, war es einfach nicht möglich. Trotzdem ließ er sich nichts anmerken, während er kurz über die Frage seiner Kollegin grübelte, bevor er mit einem geflüsterten "Gleich" antwortete und kurz die Gestalt am Boden untersuchte.
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Beitrag von ThaHummel am Do Apr 02 2015, 17:38

Es handelte sich zweifellos um eine bewusstlose Frau, die da sehr flach atmend an der Wand lehnte. Die zahllosen Taschen des weiten Mantels waren mit allerlei Krimskrams gefüllt, zum größten Teil mit Papiertüten voller Obst, das schon etwas überreif roch, noch mehr getrocknetem Obst und Gemüse, festem Reisebrot und hier und da sogar ein kostbarer Streifen Trockenfleisch oder Süßigkeiten. Sofern sich keine Nahrung darin befand, lagen auch kleine Cremedöschen und einzelne Kabel, Nieten, Schrauben, Federn und sonstiger mechanischer oder elektrischer Kleinkram darin herum.
Ihre abgetragene Hose war allem Anschein nach das übliche Camouflage-Modell der Imperialen Armee, einige Größen zu Weit und im Männerschnitt. Ein Gürtel, dem die oberen Lederschichten langsam abbröselten, hielt das Kleidungstück sowie einen Schraubenschlüssel und ein paar etwa auf Höhe ihres Bauchnabels an die schmale Taille gebunden. Ihr Oberkörper war in einen dicken, stinkenden Filzpullover gehüllt, an dem die Kapuze hing, die über das zierliche, bleiche Gesicht mit den hervorstehend großen, geschlossenen Augen gezogen war. Lange, fettige, braune Haare hingen ihr Stränenweise vorm öl- und dreckverschmierten Gesicht herum. Wo auch immer sie herkam, eine Dusche hatte sie seit einer Weile nicht mehr von innen gesehen.

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Beitrag von Keeper am Do Apr 02 2015, 17:43

Wer auch immer das war, schien nicht verletzt zu sein. Immerhin etwas.
Nachdem er die Frau kurz untersucht hatte, ließ er sie in dieser Position sitzen und nickte seiner Begleiterin zu. Jetzt konnten sie zur Brücke gehen.
Trotzdem würde er seinen Blick von jetzt an permanent auf dem Auspex-Scanner halten. Sicherheitshalber.

Und hier war wieder einer der Momente, in denen er sich einen Flammenwerfer wünschte. Der wäre perfekt für eine solche Umgebung, wie ein Mini-Exterminatus.
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Beitrag von Adrian Kane am Fr Apr 03 2015, 05:17

All das Essen erinnerte die Myra daran, dass sie nun selbst schon eine Weile lang hungrig war, jedoch nicht genug, sich etwas von der bewusstlosen Frau zu stehlen. Zudem war deren mangelnde Hygiene nicht direkt appetitfoerderlich, nicht dass sie waehrend Einsaetzen viel besser ausgesehen haette. Falls die Fetthaarige mit einem Daemon zusammengestossen war, war es ein Wunder, dass sie nur bewusstlos und nicht tot war. Tatsaechlich war es recht seltsam. Die ehemalige Scharfschuetzin draengte den Gedanken zunaechst stirnrunzelnd beiseite, sie wuerden sich spaeter den Kopf darueber ausgiebig zerbrechen koennen, zuerst mussten sie herausfinden was auf der Bruecke los war und ob das Schiff noch auf Kurs war.

Waehrend die beiden Akolythen mit erhoeter Geschwindigkeit, aber groesster Vorsicht, in Richtung Kommandozentrale vorrueckten, suchten Myra Geschichten ueber verlorengegangen Schiffe im Warp heim, die hier und da alle 20 Jahre in verschiedenen Systemen auftauchten. Ihr Griff um die Waffe verfestigte sich bei jeder Biegung, es schien ausserordentlich still zu sein, zu still. Sie war auf relativ unbekanntem Terrain und hatte es mit unbekannten Feinden in unbekannter Anzahl zu tun, waehrend ihrer Zeit bei der Armee haette sie spaetestens an dieser Stelle wohl Verstaerkung angefordert. Und es war in der Vergangenheit ein sehr beruhigender Gedanke zu wissen, dass nicht weit entfernt zwanzig Chimaeren darauf warteten sich im Kampf beweisen zu koennen.

Ein Blick ueber die Schulter verriet, dass ihr Mitstreiter sowohl den Scanner als auch die Umgebung genaustens im Auge behielt, nicht ganz die Verstaerkung die sie gewohnt war, aber besser als nichts. Gut so, vielleicht war es doch die Muehe wert nach seinem Namen zu fragen, denn zuviele Namen aus ihrer Vergangenheit waren mittlerweile entweder in Ausfuehrung ihrere Dienste verschwunden oder verstorben. Ab einem gewissen Punkt hatte sie aufgehoert danach zu fragen, anonyme Schicksale waren einfacher zu verdraengen. Als sich vor ihnen erneut der Weg gabelte hielt sie einen Moment inne. Der Gang sah so monoton und langweilig aus wie die meisten anderen auf dem Schiff, rief in ihr aber ein mulmiges Gefuehl hervor. Vielleicht lag es an der fast voellig fehlenden Bleuchtung oder an einer Eingebung des Imperators, etwas fuehlte sich falsch an.

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Beitrag von ThaHummel am So Apr 05 2015, 18:09

Ein wenig später erreichten die beiden tatsächlich ohne Zwischenfälle. das Ende ihres Schiffssektors. Eine große Wandillustration schilderte von hier aus, welche Pfade zu den anderen Passagierbereichen, Kantinen, Kapellen, Maschinenräumen, Rettungspods, Lagerräumen und der Brücke führten.
Die Breite und höher der Gänge nahm ebenfalls spürbar zu, die Beleuchtung nicht wirklich. Bald sprudelte der Scanner vor Lebenszeichen und Funksignalen so über und sie trafen auf unzählige andere Passagiere und Bordfunktionäre, die allesamt unbehelligt ihrem Alltag nachgingen. Mit ihren Waffen schienen die beiden völlig aus der Reihe zu fallen und ein kleines Stück vor der Brücke trat ein Wachmann, der sein umgehangenes Lasgewehr in die Hände nahm, vor den beiden aus seiner Wandnische. Auch die beiden Männer, die direkt vor der großen Servotür Schmiere standen, begaben sich in Alarmbereitschaft

"Ihr da, im Namen von Imperator und Kapitän, anhalten!", rief er, dann sprach er mit etwas gesenkterer Stimme weiter: "Warum nähert ihr euch bewaffnet und offensichtlich ohne Befugnis der Brücke?"

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Beitrag von Keeper am So Apr 05 2015, 19:04

Die Brücke schien in Ordnung zu sein, das war eine Erleichterung. Trotzdem konnten sie noch lange nicht aufatmen. Zumindest schien hier nichts vorgefallen zu sein.
Als der Wachmann ihnen zurief, überlegte Arthur für einen Moment, ob er seine Pistole erst einmal sichern sollte, entschied sich dann aber dagegen. Gefahr konnte hinter jeder Ecke lauern.
Trotzdem wollte er andere Anwesende in Hörweite nicht unbedingt beunruhigen, daher antwortete er etwas leiser, etwa genauso laut wie der Wachmann gefragt hatte: "Nach dem Ausfall der Geller-Felder gab es in der Nähe unserer Kabine einen Ausbruch von Häresie. Wir wissen nicht, wer oder wie viele, daher haben wir uns nach dem Protokoll gerichtet und wollten zuerst die Brücke überprüfen. Hier scheint aber alles in Ordnung zu sein."
Zum Ende hin verengten sich seine Augen ein wenig, während er gedanklich noch einmal die Nachricht durchging, die er empfangen hatte. "Dem Ausbruch ist auf jeden Fall einer der Techpriester zum Opfer gefallen."
Dann blickte er den Wächter nachdenklich an: "Ist hier wirklich nichts vorgefallen, oder kann es sein..."
Er ließ den Satz unvollendet. Ein wenig Druck wirkte wie ein Exterminatus auf die meisten Menschen.
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