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Kapitel 1 - Erwachen

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Kapitel 1 - Erwachen - Seite 21 Empty Re: Kapitel 1 - Erwachen

Beitrag von Leo am Sa Sep 17 2016, 01:44

Ich werde auf keinen Fall vorher gehen!“ Laverne fühlte sich etwas unsicher mit dieser Entscheidung, aber es war ihr wichtig, das klarzustellen, bevor Serin sie einfach irgendwo hin mitnehmen würde, ohne dass sie wusste, wohin. Sie mussten diesen Auftrag zu einem Ende bringen … sonst wäre alles umsonst. Fast alles … immerhin waren sie auf Serin gestoßen, was sich noch als sehr glückliche Fügung herausstellen mochte, doch in ihrem Kopf hallten die skeptischen Stimmen der Gilryn wieder und wieder. Behalten Sie ihn im Auge. Oh ja, das würde sie. Sie würde nicht zulassen, dass er ihr und ihren Leuten etwas antat.
Auch jetzt ließ ihr gutes Gedächtnis sie nicht im Stich: Sie hört Ho’Tauis Auftrag so deutlich als stünde der Schamane vor ihr. „In der Draeler-Straße wohnt ein Gilryn namens Ther-Ak. Dort müssen wir hin, damit Ho’Taui seine Vorräte auffüllen kann.“ Wie hatte er es gesagt? Den Bewohnern dieses Planeten etwas Gutes zu tun reicht mir als Belohnung. Ein Teil ihrer Geschichte zu sein und Erfahrungen zu teilen, bevor ich gehe, das ist mir wichtig. Das waren seine Worte gewesen … ob ihr selbst das auch reichen würde? Vielleicht schon. Sie fragte sich nur, ob das bei Kin’Tesh, Xamir und Jewgeni wohl ähnlich war. Wonach konnte man sonst noch streben, was für andere Ziele gab es wohl? Durch ihre neue Zukunft konnte sie nun quasi auswählen … so zumindest kam es ihr vor. Aber hatte sie ihre Wahl nicht eigentlich schon getroffen?
Ja, das hatte sie. Und wenn es in ihrer Macht stand, einem anderen zu helfen, erst recht als Gegenleistung, dann würde sie das auch tun.
Sie wandte sich an Serin. „Kannst du uns in die Draeler-Straße führen, bevor wir aufbrechen? Das wäre mir wirklich sehr wichtig, weißt du. Uns allen.“ Sie sah in die Runde, doch Jewgeni, der sich gerade umsah, erwiderte ihren Blick nicht, und bei Kin’Tesh war sie sich nach wie vor nicht sicher, was er von der ganzen Situation hielt. Misstrauisch war er bestimmt, wie immer. Zu Recht? Vielleicht.
Egal. Sie musste das tun. Was hatten sie auch schon zu verlieren?
Ob Mason irgendwo auf sie wartete?
Nein. Es war später noch Zeit genug, das herauszufinden.

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Kapitel 1 - Erwachen - Seite 21 Empty Re: Kapitel 1 - Erwachen

Beitrag von Adrian Kane am Sa Sep 17 2016, 18:33

Aus dem Augenwinkel beobachtete er den kleinen Jewgeni, der scheinbar mit dem Aufstieg aus der Grube mehr zu kaempfen hatte als er selbst. Schnell verwarf er den Gedanken, ihm beim Tragen seiner Waffe zu helfen wieder, man konnte seinen Koerper nur staehlen indem man ihn stetig forderte. Serins Worte kamen wieder in den Sinn, als er einen gestiefelten Fuss vor den anderen setzte. Was es wohl mit diesem Stahlhandschuh auf sich hatte? Es klang interessant genug, aber er wollte seine Nase nicht zu tief in fremde Angelegenheiten stecken. Sicher hatten sie alle zusammen einiges durchgemacht, doch kannten sie sich nichtmal eine volle Woche. Im Grunde waren sie immer noch eine handvoll Fremde. Auch wenn es mittlerweile nichtmal mehr die Handvoll war. Waehrend die Gruppe sich weiter nach oben schleppte fragte er sich, was man wohl als "Kuenstler" den ganzen Tag lang so machte. Mit Sicherheit nichts nuetzliches.
       Ihm kam ein weiterer Gedanke. "Wie sind die Qua'kal eigentlich hier hergekommen?" Er zweifelte daran, dass diese hochtechnisierten Leute durch die Wueste gestapft kamen, und dann war da noch der Zwischenfall mit dem Luftschiff, den er schon fast vergessen hatte. Da sie Serin schon hier hatten, konnte er ihn auch genausogut ausfragen.

Die leeren Marktstaende wirkten beruhigend auf ihn. Kein Vergleich zu dem viel zu lauten Treiben vor der Stadt, die chaotische Masse von Koerpern, Geraeuschen und Geruechen hatte verwirrend auf ihn gewirkt. Lavernes Stimme holte ihn aus seiner Erinnerung zurueck und als diese ihren Bestimmungsort beschrieb fiel dem Ambacti siedend hiess ein, dass er selbst die Namen voellig durcheinander gewuerfelt haette. Irgendwo zwischem seinem Tanz mit der Schlange und den unterirdischen Erlebnissen musste sein Hirn die Informationen wohl als weniger wichtig eingestuft haben. Er kratze sich an der Schlaefe und schwieg. Namen waren halt nicht seine Staerke. Wichtig war, dass er den Edelstein noch hatte, die feste Form des Dings drueckte bestaendig durch das Leder seiner Hose gegen den Oberschenkel. Was hatte der Schamane gesagt? Ein echter Lurr. Oder war es Lynn? Egal. Einen Moment lang ueberlegte er, das gute Stueck herauszuholen und nochmal zu begutachten, ein Blick auf ihren Stadtfuehrer aenderte aber seine Meinung. Es reichte voellig, dass der Kerl wusste wohin sie zu gehen hatten.

Er nickte der Frau bestaetigend zu und deutete mit dem Daumen ueber seine Schulter und damit zurueck auf die Mine, "Dafuer sind wir schliesslich dadurch gekrochen," seine Stimme klang so ruhig wie immer, doch als er das sagte war ihm fast zum Lachen zumute. Fast. Was fuer eine gigantische Anstrengung nur um dem Alten seine paar Kraeuter zu bringen. Was solls, die Erfahrung hatte ihm nicht geschadet, im Gegenteil.

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Beitrag von Thorgrimm am So Sep 18 2016, 03:00

"Die Draeler-Straße?" Serin fasste sich ans Kinn und dachte einige Sekunden lang nach, wobei ihm ein langgezogenes "Hmmm..." entfuhr. Dann schien ihm endlich ein Licht aufzugehen und er wandte sich der Stadt zu, die sich bedrohlich vor der Gruppe erhob. "Dieser Ther-Ak wohnt in einer guten Gegend. Ich weiß nicht genau, wie wir von hier aus direkt zur Daeler-Straße kommen aber ich kenne die ungefähre Richtung. Lasst und keine Zeit mehr verlieren und schon mal dorthin laufen. Wir finden den Gilryn schon früher oder später." Der Qua'kal setzte sich wieder an die Spitze der Gruppe und lief in Richtung der Stadt. Muxas und Pertram waren der Gruppe in einigem Abstand gefolgt und gingen nun, wie besprochen, in eine andere Richtung und würden sich dort hoffentlich bedeckt halten, bis die Gruppe wieder hierher kam.
Wie Serin erzählt hatte, lag die Grube in der Mitte der Stadt und da diese über viele Jahre gewachsen - und nicht geplant worden - war, befand sich im direkten Umfeld der Mine das Arbeiterviertel. Die Gebäude waren zwar nicht baufällig aber hatten dennoch bessere Tage gesehen und bestachen durch nichts besonderes. Es waren einfache Steinbauten, die wohl jeweils mehreren Familien und Einzelpersonen beherbergen konnten. Grauer Putz oder bloße Steinwände waren weit und breit zu sehen. Zwischen den Wohngebäuden befanden sich auch immer mal wieder verschiedene Fabrikgebäude und Lagerhallen, die zur Verarbeitung der verschiedenen, geförderten Stoffe dienten. Einige wenige davon waren noch zu dieser Zeit in Betrieb. Serin führte die Gruppe eine breite, gerade laufende Straße entlang, die wohl erst später gebaut worden war und für die vermutlich einige Gebäude hatten abgerissen werden müssen. So hatte man aber eine befestigte Straße, die gerade zum Markt in der Mitte der Stadt führte. Zwar konnte man das noch nicht sehen aber Serin erklärte, dass sie eine direkte Verbindung zum Stadttor war. Sollte man sich umdrehen, dann konnte man erkennen, dass drei weitere solcher Straßen zu anderen Stadttoren führten. Auch konnte man einige dutzende Meter in die Luft reichende Türme sehen, die zum Be- und Entladen von Luftschiffen gebaut worden waren. An zwei dieser Türme waren Luftschiffe angekettet.
"Die Qua'kal haben sich auf den fliegenden Inseln niedergelassen. Deshalb reisen sie fast ausschließlich mit Luftschiffen über den Kontinent. Einige der Fürsten und Erzmagier beherrschen magische Teleportation aber meist ist es die Kosten und den Aufwand nicht wert. Die beiden Luftschiffe dahinten gehören dem Kommandanten."
Weitere Informationen und Details ließ Serin aus. Stattdessen führte er die Gruppe in eine angrenzende Straße und blieb nach einigen Minuten schließlich vor einem kleinen Geschäft stehen. Wie auch der Rest der Gebäude in dieser Gegend, konnte sich das Geschäft durchaus sehen lassen. Es war zwar nicht besonders groß oder breit aber dafür drei Stockwerke hoch, wobei dem dritten Stockwerk ein kleiner Balkon entsprang, auf dem sich ein Stuhl und ein Tisch befanden. Das Geschäft strahlte in einem dunklen Rot, das von hellen Gelbtönen akzentuiert wurde. Das zweite Stockwerk besaß einige kleine Fenster, während das erste Stockwerk fast komplett aus zwei großen Schaufenstern bestand, die edel mit bearbeitetem Holz umrandet waren. In den Schaufenstern waren auf kleinen Podesten verschiedene Steine gestapelt. Edelsteine - auf verschiedenste Weisen und in allen erdenklichen Formen geschliffen - in allen Farben des Regenbogens waren auf kleinen Tischchen, die mit edlem, schwarzem Samt gedeckt waren, verteilt. Kristalle, von wenigen Zentimetern groß, bis hin zu komplexen Clustern, in denen sich zwanzig bis dreißig Zentimeter lange Kristalle befanden, waren ebenfalls zu sehen. Auch aufgeschlagene Geoden und Drusen waren richtige Blickfänge.
"Hier ist es. Ich warte draußen und passe auf, dass wir unentdeckt bleiben." Es war kein richtiger Vorschlag - eher eine Tatsache oder Feststellung. Serin schien entschlossen zu sein.

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Beitrag von Adrian Kane am Mo Sep 19 2016, 15:35

Kin'Tesh nickte dem Mann zu, er haette ihm ohnehin erzaehlt vor der Tuer zu warten. Dieser Teil ihrer Mission ging ihn nichts an, auch wenn es nur ein paar Kraeuter oder was auch immer fuer den Alten waren. Er erinnerte sich zurueck an die Reaktion der Gilryn auf den Edelstein. So gesehen waren es vielleicht mehr als nur "Kraeuter", die sie hier abholen wuerden. Ueberhaupt schien der Schamane ziemlich gut betucht zu sein, wenn man noch zusaetzlich das ganze Geld bedachte, was er ihnen zugesteckt hatte. Dann wiederum hatte der Ambacti keine genaue Vorstellung davon was reich, arm oder durchschnittlich hier wirklich bedeutete. Sicher koennte er es grob von den Preisen ableiten, mit denen er sich bislang hier konfrontiert gesehen hatte und dann ueberschlagen...nein, das war jetzt alles viel zu kompliziert und wahrscheinlich ohnehin nicht relevant, weswegen er den Gedanken wieder zur Seite schob. Einzig die Tatsache, dass der Kerl ihnen geholfen hatte wenn er es nicht hatte tun muessen blieb bestehen und war wirklich relevant.

Direkt vorm Eingang hielt er kurz inne und rief sich nochmal den Weg in Erinnerung, den sie bis hierher zurueckgelegt hatten. Falls irgendetwas schief ging, waere es wichtig zu wissen wie er am schnellsten zu einem der Stadttore kommen wuerde. Vielleicht wurde er auch langsam nur paranoid, es war am Ende des Tages schliesslich ein einfacher Botengang, den sie hier erledigten. Sicher, erschwert durch die Quarantaene, aber die hatte ja nichts mit ihrem Auftrag zu tun. In diesem Sinne stiess er kraftvoll die Tuer auf oder versuchte es zumindest.

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Beitrag von Thorgrimm am Mi Sep 21 2016, 04:45

Obwohl Kin'Tesh sehr stark war und mit aller Kraft versuchte, die Tür aufzustoßen, gelang ihm dies nicht. Die alte Holztür sah zwar fragil aus aber war dennoch um einiges widerstandsfähiger, als der erste Blick vermuten ließ. Bei den Waren, die einfach so im Schaufenster herumlagen, musste es aber auch irgendeine Sicherung geben und die Vermutung lag nahe, dass auch die großen Schaufenster gegen Einbruch gesichert waren. So versuchte es der Ambacti lieber mit Klopfen, auf das eine oder zwei lange Minuten überhaupt keine Reaktion folgte. Bevor Kin'Tesh oder jemand anderes die Geduld verlor und noch einmal anklopfte, drang eine Stimme aus dem Haus.
"Wer ist da und was wollen sie zu dieser Stunde hier? Ich habe geschlossen, falls sie nicht lesen können. Und selbst wenn nicht, sollte sie ihr gesunder Verstand dazu bringen, nicht zu dieser Zeit bei mir anzuklopfen. Verschwinden sie!"
Es war eindeutig die tiefe Stimme eines Gilryns, der außerdem recht wütend klang. Erstaunlicherweise war das sonst bekannte Rumpeln, dass die Worte Muxas und Pertram stets begleitet hatte, bei diesem Gilryn kaum vorhanden. Anscheinend sah der Hausbesitzer keinen Grund, sich zu zeigen oder die Tür auch nur einen Spaltweit zu öffnen.

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Beitrag von Adrian Kane am Fr Sep 30 2016, 15:13

Eine Weile lang starrte er auf die alte Holztuer als haette sie sich vor seinen Augen in eines dieser Schlangenwesen verwandelt. Sicher wusste er nicht was er hier um diese Zeit erwartet hatte, aber nach all den Strapazen, die sie durchgemacht hatten um an diesem Punkt anzukommen, ging ihm die Antwort des Gilryn gehoerig auf die Nerven. So wollte ein Teil von ihm dann auch entsprechend das alte Ding eintreten, den Edelstein auf den naechstbesten Tisch knallen und lautstark die Vorraete fordern, was allerdings angesichts der aktuellen Situation in der Stadt weniger empfehlenswert schien. Kin'Tesh atmete einmal tief durch, trotz seines Aeusseren war er niemand, der einfach so die Nerven verlor, zudem konnte man nicht wirklich mitten in der Nacht irgendwo aufkreuzen und einen herzlichen Empfang erwarten. Er blickte kurz zurueck zu seinen Begleitern und dann wieder zur Tuer, was sollte er am besten sagen? Je laenger sie hier draussen herunmstanden, desto groesser die Gefahr von irgendeiner Wache entdeckt zu werden? "Ho'Taui schickt uns", versuchte er es mit der kuerzesten und simplesten Erklaerung, die ihm in den Sinn kam.

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Beitrag von Darnamur am Fr Sep 30 2016, 22:52

Jewgeni war halbwegs froh, dass sie nun doch endlich bei ihrem Ziel angekommen waren. Vermutlich hatte es gar nicht so lange gedauert, bis sie hierhergekommen waren. Doch ihm selbst erschien die Wanderung durch die Tunnel und nun den Hang hinauf wie eine Ewigkeit. Hoffentlich mussten sie da nicht nochmal durch. Er schluckte und schob sich mit der freien Hand sein Okularkonstrukt hoch, um sich die vor Anstrengung brennenden Augen reiben zu können.
Er hatte sich etwas seitlich hinter Kin'tesh, dem Ambacti verschanzt und begutachtete von dort die Haustür. Gleich waren sie da. Hoffentlich kam nun niemand mehr vorbei und entdeckte sie. Zumindest regte sich Ther-Ak im Inneren. Er schien zwar nicht sehr erfreut, aber der Gezeichnete vertraute darauf, dass Kin'tesh und Laverne die Lage erklären könnten. Er rieb sich mit den Fingern über die geschlossenen Lider. Seit Atem ging mittlerweile wieder ein wenig stetiger.
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Beitrag von Thorgrimm am Do Okt 13 2016, 17:22

"Ach tut er das?" ertönte die Stimme des Gilryns fragend und ungläubig wieder hinter der Tür. Kurz darauf drangen weitere Geräusche - Stampfen, das Knarren von Holzdielen und das Rasseln einer dicken Metallkette - an die Gruppe heran. Wenige Sekunden später wurde die Tür einen Spaltweit geöffnet, nur um den kleinen Teil eines massigen Körpers eines Gilryns zu offenbaren, der direkt hinter der Tür stand. Er ließ seine kalten, blauglühenden Augen über die Gruppe schweifen, sagte aber kein Wort. Schließlich schien der Steinmensch aber zufrieden mit dem, was er sah, zu sein und so zog er die Tür ganz auf.
Ther-Ak war ein besonders schlankes Exemplar seiner Rasse. Sein Körper bestand fast vollständig aus durchsichtigen und weißgrauen Quarzkristallen, wobei manche dutzende Zentimeter lang waren. Er trug einige dünngliedrige, silberne und leicht bläulich schimmernde Ketten, die seinen Körper und die Kristallauswüchse umschlangen. Metallplatten, Dornen oder anderen Schmuck suchte man bei ihm vergeblich. Auch besaß der breite Quarzkristall, den er anstelle eines Kopfes besaß, kaum Merkmale eines Gesichts. Lediglich einige Vertiefungen waren in dem Kristall zu sehen.
"Sie haben Glück, dass Ho'Taui mit eine Nachricht hat zukommen lassen. Kommen Sie kurz herein und seien Sie mir nicht böse, dass ich Sie schnell wieder wegschicken muss. Mein Geschäft genießt eine gewisse Reputation und nächtliche Tauschgeschäfte wären sicherlich ein gefundenes Fressen für meine Konkurrenten, die sich deshalb allerlei Geschichten ausdenken würden. Kommen Sie."
Er wies in den Laden hinein, verschwand aber schnell in einem Nebenraum, nur um dann einige Sekunden später mit ein Paket wiederzukommen. Es war noch nicht verschlossen, sodass man den Inhalt gut sehen konnte. Einige verschlossene Holzkistchen befanden sich darin - die meisten davon aufwendig verziert - aber auch Fläschchen, Gläser und Stoff- und Ledersäckchen. In den Gläsern konnte man vor allem verschiedene - teils getrocknete - Kräuter erkennen aber in dem ein oder anderen befanden sich auch Pulver oder sogar etwas, das wie Knochenstückchen aussah. Der Laden selbst erwies sich als genauso üppig bestückt, wie die Schaufenster es angepriesen hatten. Der Gilryn handelte vor allem mit Edelsteinen und Metallen. Magische Utensilien - wie die in dem Paket für den alten Schamanen - waren hier, zumindest öffentlich, nicht ausgestellt.
"Ho'Taui versprach mir einen faustgroßen Lirr für meine Mühen. Ich würde ihn gerne sehen und begutachten, bevor ich Ihnen das Paket aushändige."

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Beitrag von Adrian Kane am Sa Okt 15 2016, 17:43

Kin'Teshs Blick blieb hier und da an einem Ausstellungsstueck des Ladens haengen, fand aber nichts weiter von Interesse, sodass er wortlos das ungeschnuerte Paket in Augenschein nahm. Sicher konnte er nicht sagen ob es das war, was der Alte wollte, aber es war auch nicht seine Aufgabe sich die diversen Flaeschchen, Kraeuter, und was sonst noch so darin herumflog anzuschauen, sondern dem Kerl seine Lieferung zu bringen. Fuer ihn war gut genug, dass es fuer den Laien so aussah, als ob ein Schamane mit dem Inhalt was anfangen konnte. Als er dem weissgrauen Ther-Ak daraufhin den Edelstein aushaendigte, war er dann auch entsprechend erleichtert einen weiteren Schritt in Richtung Abschluss ihres Auftrags getan zu haben. Zumindest ging er davon aus, dass dieser Lirr in der Tat das war, was der steinerne Geschaeftsmann hier erwartet hatte.

Waehrend der Haendler mit dem unfoermigen Gesicht seine neueste Errungenschaft in Augenschein nahm, wanderten die Gedanken des Ambacti bereits zu den naechsten Problemen. Ein Teil von ihm wuerde das Paket am liebsten sofort ausliefern und die ganze Sache hinter sich bringen, aber er konnte nicht umhin zuzugeben mehr von diesem Serin wissen zu wollen, auch wenn er ihm nicht weiter traute als er ihn werfen konnte. Es war daher durchaus in ihrem Sinne, diese Transaktion schnell abzuschliessen, damit sie sich solange wie nur moeglich auf den Schutz der Dunkelheit verlassen konnten. Auch wenn er natuerlich nicht sicher war, inwiefern sie das ueberhaupt noetig hatten. "Sie kennen sich doch hier aus", seine ruhige Stimme durchbrach die Stille, die sich ueber den Laden gelegt hatte, "Wie wahrscheinlich ist es, dass wir hier tagsueber angehalten werden?" Er deutete auf Jewgeni und Laverne um zu unterstreichen, dass sie zusammen unterwegs waren. Um jeden Fall wollte er eine Konfrontation hier vermeiden, aber er war auch kein Freund der uebertriebenen Herumschleicherei und manchmal versteckte man sich am besten, indem man einfach unauffaellig und dreist durch die Oeffentlichkeit stapfte, als wuerde man dazugehoeren.

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Beitrag von Leo am Di Okt 18 2016, 17:36

Laverne war froh, dass es nun voranging. Es war ein gutes Gefühl, wieder freien Himmel über dem Kopf zu haben. Hoffentlich würden sie auf dem Rückweg nicht wieder durch die Stollen laufen müssen … aber wenn doch, wäre sie sicher die letzte gewesen, die sich beschwert hätte.
Sie zog ihr Stirnband zurecht, dann trat sie ebenfalls in den Laden des wenig freundlichen Gilryn und sah sich um. „Keine Sorge. Wir werden nicht lange bleiben.“ Nein, würden sie sicher nicht. So wichtig es Laverne zwar war, ihren Auftrag zu Ende zu bringen – sie wollte jetzt vor allem zu Serin zurück, damit sie endlich dem Geheimnis ihres Gedächtnisses auf die Spur kommen würden.
Als Kin’Tesh auf sie zeigte, wandte sich Laverne in die gleiche Richtung. Hinter ihr stand Jewgeni, dreiäugig, blass und klein. Ja, wie groß war die Chance, in ihrer seltsamen Truppe nicht aufzufallen …? Sie selbst mochte ja noch relativ normal wirken, aber ihre Begleiter nicht gerade. Dazu kam noch, dass sie sich in einer eigentlich geräumten Stadt befanden … alles in allem keine guten Aussichten. Aber wenn sie vorsichtig waren, würde das doch kein Problem darstellen … oder doch?
Aber eine Wahl hatten sie ohnehin nicht. Und von vermeintlicher Chancenlosigkeit würde sie sich nicht aufhalten lassen. Ganz bestimmt nicht!

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Beitrag von Darnamur am Fr Okt 21 2016, 22:51

Während die anderen Ther-Aks Laden betraten und dessen Waren mehr oder weniger bestaunten, gab sich Jewgeni alle Mühe mit der Dunkelheit zu verschmelzen. Es war zu riskant. Er wollte hier draußen bleiben und aufpassen, ob sich jemand Verdächtiges näherte. Der Gezeichnete hatte sich seine Brille wieder übergezogen und seine drei grünen Augen blinzelten durch die dicken Gläser, die sie noch größer erscheinen ließen. Eigentlich war es nicht so verwunderlich, dass Sally ihn für ein Monster gehalten hatte, als sie ihn im Finsteren entdeckt hatte.
Dieses Mal wollte er aber gar nicht erst erspäht werden. Er hielt seine Arcubalista fest gepackt und drückte sich an die Hauswand des Ladens. Von dort aus versuchte er die verschiedenen Richtungen im Blick zu behalten. Was nicht so einfach war, weil er dabei immer wieder seinen Kopf drehen musste. Und er wollte keine Seite zu lange unbeobachtet lassen, was dazu führte, dass er den Kopf sogar recht häufig drehen musste. Immer wenn er zu lange in eine einzige Richtung der Straße sah, begannen sich ihm die Nackenhaare aufzustellen und er befürchtete im nächsten Augenblick einen Soldaten der Qua'kal in seinem toten Winkel zu Gesicht zu bekommen.
Aber insgesamt war diese Tätigkeit doch noch deutlich angenehmer als durch den eisig kalten, grollend schwarzen Untergrund zu schleichen.
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Kapitel 1 - Erwachen - Seite 21 Empty Re: Kapitel 1 - Erwachen

Beitrag von Thorgrimm am Mi Okt 26 2016, 16:35

Der Gilryn riss Kin'Tesh den Lirr]schon fast aus der Hand, so gierig war er nach dem seltenen Edelstein. Das Glühen seiner klaren, kaltblauen Augen wurde noch intensiver, als er den Wertgegenstand endlich in den Händen hielt und ihn darin herumdrehte. Er ließ sich viel Zeit, den Lirr genauestens in Augenschein zu nehmen und reagierte nicht direkt auf die Fragen des Ambacti und die Worte der Menschenfrau. Schließlich brach er den Bann und legte den Stein vorsichtig auf ein Podest, welches mit Samt ausgekleidet worden war.
"Ein sehr schönes Stück. Richten Sie Ho'taui bitte aus, dass ich sehr erfreut bin. Sobald sich der Tumult in der Stadt gelegt hat, werde ich mich auch persönlich bei ihm bedanken." Er sah noch einmal zu dem Lirr, als müsse er sich über dessen Echtheit überzeugen und fuhrt dann fort, Kin'Teshs Fragen zu beantworten. Bestimmt ging er dabei bereits auf die Tür zu und machte so deutlich, dass es Zeit war, wieder zu gehen.
"Normalerweise müssten Sie sich keine Sorgen machen. Reisende werden hier selten angehalten. Die Stadt hat vielmehr Interesse daran, Händler und ihre Waren zu überprüfen. Solange Sie mit leichtem Gepäck reisen, sollten Sie keinerlei Probleme kriegen. Allerdings befindet sich die Stadt im Ausnahmezustand. Die Qua'kal konzentrieren sich zwar auf die Minen aber ich würde es nicht ausschließen, dass sie auch einige Soldaten in der Stadt patrouillieren lassen, um Präsenz zu zeigen." Er streckte seinen Arm zur Tür aus und bedeutete so ganz deutlich, dass man seinen Laden verlassen sollte.
"Ich bin Ihnen dankbar, dass sie den Stein überbracht haben aber ich kann es mir nicht leisten, bei solchen nächtlichen Aktivitäten gesehen zu werden. Bitte gehen Sie jetzt." Er versuchte möglichst freundlich zu sein aber es war offensichtlich, dass ihm die ganze Situation nicht behagte und er sich nur aufgrund des Lirrs darauf eingelassen hatte.
Jewgeni und Serin standen währenddessen vor dem Haus und achteten darauf, dass sie nicht entdeckt wurden. Es war ruhig und erstaunlich kalt, jetzt da sie aufgehört hatten, sich zu bewegen. Doch nichts rührte sich. Die Straße schien wie ausgestorben. Das hinderte Serin allerdings nicht daran, unruhig sein Gewicht von einem auf den anderen Fuß zu verlagern und immer wieder nach links und recht zu sehen, als erwarte er, dass sogleich ein Haufen Qua'kal-Soldaten auftauchte.

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Kapitel 1 - Erwachen - Seite 21 Empty Re: Kapitel 1 - Erwachen

Beitrag von Adrian Kane am Mi Okt 26 2016, 17:55

Die Reaktion des Gilryn liess Kin'Tesh einen Moment lang vermuten, dass sie hier einen besseren Preis haetten erzielen koennen. Aber er war weder Geschaeftsmann, noch war es sein Geld, noch hatte er was gesehen was er unbedingt haben wollte, sodass er den Gedanken dann auch gleich wieder fallen liess um wichtigeren Dingen Platz zu machen. "Mh", bestaetigte er trocken, was wohl auch im weiteren Sinne als eine Art Dank und auch Abschied durchgehen koennte, nicht dass der Steinerne wirklich daran interessiert war, als der Ambacti an ihm vorbeischritt hing dessen gieriger Blick bereits wieder am Lirr. Die Soldaten zeigten also vereinzelt Praesenz, waren aber mehr auf die Minen konzentriert. Wenig ueberraschend, aber gut es bestaetigt bekommen zu haben. Eine Flucht tagsueber rueckte damit also in erreichbare Naehe. Beim Rausgehen drueckte er Laverne das Paket in die Hand. "Zuviel zerbrechlicher Kram da drin", erklaerte er und nickte dann Serin zu um ihm zu signalisieren, dass sie hier fertig waren. Ausserdem hatte die Frau am lautesten nach Abschluss ihres Auftrages verlangt, dann sollte sie das Ding auch eine Weile lang tragen, immerhin hatte er Sulugel bis in die Stadt getragen. Kalte Nachtluft stroemte durch seine grossen Lungen wie ein erfrischender Schluck Quellwasser nach einem langen Marsch durch die Wueste. Seine Linke ballte sich langsam zur Faust bevor sich die Muskeln wieder entspannten. Er war bereit fuer ein paar Antworten oder was der Kerl sonst noch fuer sie auf Lager hatte.

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Beitrag von Leo am Do Nov 03 2016, 19:02

Laverne lächelte nachsichtig, dann nahm sie das Paket vorsichtig in beide Hände. Natürlich traute sie Kin’Tesh zu, dass er es selbst hätte tragen können, aber sie nahm ihm gern ein wenig Arbeit ab. Sie schluckte das verächtliche Gefühl herunter, das ihr in der Kehle saß, seit der Gilryn sich seinen Stein gekrallt hatte – Gier war wohl das netteste, was man dazu sagen konnte, aber sie hatte kein Recht, Ther’Ak zu schelten. Irgendeine fiese Stimme in ihrem Hinterkopf wollte einfach seinen Laden in Brand setzen … aber das war natürlich vollkommen lächerlich.
Tu es, flüsterten die Streichhölzer in ihrer Hosentasche. Brenn es nieder! Brenn am besten die ganze STADT nieder! sie zuckte zurück, als wäre sie in jemanden hineingelaufen. Einen Moment lang fürchtete sie, ihre Begleiter hätten die Stimme auch gehört … sie biss sich auf die Unterlippe und sah vorsichtig zu Jewgeni. Der zeigte jedoch keine Anzeichen, dass er … Bescheid wusste. Niemand durfte es wissen …
Um sich abzulenken, wandte sie sich Serin zu. Er sah besorgt aus, und Laverne fragte sich, ob sie nicht vielleicht auch besorgt sein sollte. War die Stadt so stark bewacht? Der plötzlichen Kälte geschuldet, fröstelte sie ein wenig um die Beine herum; ihr Brustpanzer war warm, aber ihre Hose war etwas dünn. Dummerweise hatte sie keine Hand frei und trat daher einfach ein wenig auf der Stelle.
Serin … kennst du einen besseren weg aus der Stadt hinaus, als den Weg durch die Minen? Oder müssen wir noch einmal dort unten entlang?“ Ihr war nicht wohl bei dem Gedanken, aber es half ja nichts. Sie würde dem alten Schamanen seine Lieferung bringen, auch wenn es bedeutete, dass sie sich erneut in jene Finsternis stürzen musste. Und solange sie den Sinn dahinter sah, würde sie es mit Freuden tun. Ihr brannten Fragen auf der Zunge, die sie auch noch gerne losgeworden wäre, hauptsächlich was ihre Vergangenheit betraf, aber dafür war noch Zeit, sobald sie ihre Aufgabe erfüllt hatten.

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Beitrag von Darnamur am Sa Nov 05 2016, 19:25

Die Draeler-Straße schien ruhig zu bleiben. Langgestreckt und vor sich hin dämmernd lag sie da unter dem Sternenhimmel, an den Seiten gesäumt von den Bauten der wohlhabenden Bürger dieses Viertels. Jewgenis Augen zuckten bei Lavernes Fragen, während er immer noch in die Dunkelheit starrte. Er wusste, dass er auf keinen Fall zurück in den Untergrund wollte. Aber vermutlich gab es keine andere Wahl. Sie hatten vor dem Aufbruch ins Innere der Stadt recht lange überlegt, wie sie am Besten in das Gefahrenzentrum eindringen sollten und waren zu keinem sinnvollem Ergebnis gekommen, bis ihnen die Idee in den Sinn kam, den Weg durch die Tunnel einzuschlagen.
Aber das lag noch in der Zukunft. Für den Augenblick war Jewgeni froh unter freiem Himmel stehen zu können. Wobei ihm auch ein wenig davor graute, was ihnen nun in unmittelbarer Zukunft bevorstand. Er blickte vorsichtig zu Serin.
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Kapitel 1 - Erwachen - Seite 21 Empty Re: Kapitel 1 - Erwachen

Beitrag von Thorgrimm am Fr Nov 11 2016, 04:51

Der Qua'kal schien erleichtert zu sein, als Laverne und Kin'Tesh schließlich das Geschäft mit einem Paket in den Händen verließen. Zwar blickte er sich weiterhin unsicher um aber zumindest schenkte er der Menschenfrau ein Lächeln, auch wenn seine Antwort nicht sehr hilfreich ausfiel.
"Einen viel besseren Weg als die Minen gibt es nicht aber noch einmal wird der Trick mit der magischen Verkleidung nicht funktionieren. Vor allem dann nicht, wenn sie den bewusstlosen Vorek finden und er ihnen erzählt, was passiert ist. Nein, wir müssen uns was anderes überlegen. Selbst eure Gilrynfreunde kriegen euch da nicht mehr durch. Es gibt noch andere Möglichkeiten aber davon werde ich erzählen, wenn es an der Zeit ist. Euer Freund kann auf sein Paket sicherlich noch einige Stunden warten. Jeder braucht Schlaf - auch ihr. Vor allem wollt ihr aber eins und das sind Antworten. Ich kann euch beides bieten." endete der Mann schließlich. "Kommt und verhaltet euch ruhig." verlangte er und machte sich dann auf den Weg.
Zusammen zogen sie durch die, von Gaslampen lediglich schwach beleuchteten, Straßen der Minenstadt. Einmal sahen sie tatsächlich eine Patrouille aus sechs Qua'kal, die im Gleichschritt eine Straße in einiger Entfernung passierte und sich dabei wachsam umsah. Serin führte sie in eine kleine Nebenstraße und nahm einen Umweg durch vollgemüllte Gässchen, um die Gruppe sicher durch die Stadt zu bringen. Das Stadtbild änderte sich schnell. Von den protzigen Gebäuden der Draeler-Straße war schon nach wenigen Minuten nichts mehr zu sehen. Die Stuckbauten nahmen ab und machten schon bald einfachen und schmucklosen Steinbauten Platz, die sich so dicht nebeneinander drängten, dass kaum Platz für Nebenstraßen war. Manche dieser Straßen waren durch scheinbar schnell gezimmerte Wände verschlossen worden. Sie näherten sich immer weiter einem Außenbezirk der Stadt und auch die Steinbauten wichen noch kleineren Häusern, die unförmig und schmutzig waren.
An einem scheinbar wahllos ausgesuchten Gebäude blieb Serin schließlich stehen und fischte einen Schlüssel aus der Tasche. Zusammen betraten sie das Gebäude und fanden eine karg eingerichtete Wohnung vor. Es sah aus, als hätte hier schon seit Wochen niemanden mehr gewohnt. Doch auch die Zimmer dieses Gebäude war nicht ihr Ziel. Der Qua'Kal befahl der Gruppe in dem kleinen Raum zu warten und ging schließlich in einen Nebenraum, um dort leise herumzuwerken. Eine Minute später kehrte er wieder und deutete auf ein Loch im Laminat des Nebenzimmers.
"Immer hereinspaziert. Da unten findet uns niemand. Es ist ein alter, privater Schutzbunker aus der Kriegszeit." Bei genauerer Betrachtung konnte man eine rostige Eisenleiter sehen, die in die Dunkelheit führte.

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Beitrag von Darnamur am Fr Nov 11 2016, 07:35

Auf dem Weg zu Serins Haus, war Jewgeni alles andere als ruhig. Das hatte zwei wesentliche Gründe.
Grund Eins war die Patrouille der Qua'kal, die sie dabei entdeckten, wie sie die Straßen absuchten. Die Straße nach Ihnen absuchten, das war dem kleinwüchsigen Gezeichneten klar. Sein Herz hatte laut zu pochen begonnen und in seinem Kopf hatten sich bereits ein Dutzend möglicher Horrorszenarien herausgebildet, die eintreten könnten, wenn man sie entdeckte, Aber sie kamen davon, konnten noch rechtzeitig in einer Seitengasse untertauchen und waren scheinbar nicht bemerkt worden. Dennoch waren Jewgenis Nerven von diesem Zeitpunkt an zum Zerreißen gespannt, da er hinter jeder Ecke einen weiteren Trupp vermutete oder von der Angst gequält wurde, dass sie ihn Wirklichkeit doch von den Qua'kal verfolgt wurden und es Ihnen nur nicht auffiel,
Grund Zwei waren Serins Worte über ihren Ausweg aus der Stadt, Scheinbar kamen die Tunnel dafür nicht mehr in Frage, worüber Jewgeni froh war. Allerdings störte ihn eines und zwar in nicht gerade geringem Maße. Serin hatte gemeint, dass es keine wirklich bessere Möglichkeit für sie gab, als die unterirdischen Schächte zu nutzen, Wenn sie nun auf eine alternative Option zugriffen, konnte diese also eigentlich nur schlechter aussehen, als die Wanderung durch die Dunkelheit. Und besagte Wanderung war für Jewgeni bereits das blanke Grauen gewesen,
Diese Gedanken trugen allesamt dazu bei, dass Jewgeni während des gesamten Weges recht angespannt blieb, Als sie aber schließlich bei dem Haus ankamen, dass ihr Ziel darstellte, wichen diese Sorgen wieder etwas zurück und wurden durch eine innere zwiespältige Spannung verdrängt, was sie nun schon bald alles erfahren würden.
Jewgeni wartete ab, während Serin im Nebenraum tätig war, dann folgte er nach und trat an das dunkle Loch mit der Leiter heran, Irgendwie erinnerte es ihn an seine Erinnerung. An das dunkle Loch, in dem er gefangen gewesen war, Ohne Leiter.
Was ist, wenn das sein Plan ist?, dachte Jewgeni mulmig. Was wenn er uns nur dort hinunterlocken möchte, um uns in unterirdische Zellen zu schmeißen und uns gefangen zu nehmen?
So sehr er es auch wollte, er konnte den Gedanken nicht abschütteln und er haftete sich in seinem Kopf fest. Jewgeni blieb stehen und wartete mit nervösem Blick erst einmal ab, dass jemand anderes voranging. Als Erster würde er da mit Sicherheit nicht hinunter steigen.
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Beitrag von Adrian Kane am Do Nov 17 2016, 16:45

Waehrend er dem Qua'kal aufmerksam durch die Gassen und Strassen Amonitos folgte, konnte Kin'Tesh nicht umhin dem Mann bezueglich des Schlafes zuzustimmen. So koerperlich fit er sich zwar fuehlte, war es doch an der Zeit fuer ein paar Stunden Ruhe. Ein unausgeruhter Geist traf toerichte, wenn nicht gar selbstmoerderische Entscheidungen und dafuer waren sie zu weit gekommen. Gerade als er das noch dachte fuehrte Serin sie sicher an einer sechs Mann starken Patrouille vorbei, natuerlich haette das auch so von vorneherein abgesprochen sein koennen. Nein, er war immer noch nicht ueberzeugt von dem Kerl. Jeder hatte irgendeine Agenda. Wollte irgendwas. Besonders Menschen. Er wusste nur noch nicht was es bei dem hier war.

Angespannt betrat er das Haus, liess seinen Blick im Inneren herumwandern und fand nichts aussergewoehnliches. Bis auf die rostige Metallleiter natuerlich. Ein alter Schutzbunker also. Nein, ein privater Schutzbunker. Jemand hier hatte also Geld gehabt oder war wichtig genug gewesen. Moeglicherweise beides. Leicht vornuebergebeugt starrte er in die Schwaerze. Doch genau wie die Dunkelheit unter Tage wollte auch diese hier ihre Geheimnisse nicht so einfach preisgeben. "Hm," kommentierte er einmal mehr in seiner vielsagenden Art und sah hinueber zu Serin. Da es auf der Hand lag, dass es nach da unten weiterging und sie nicht hier oben bleiben wuerden konnte er auch genausogut zuerst gehen. Ausserdem war er selbst ein Relikt aus der Kriegszeit, vielleicht fand er da unten was, an das er sich erinnerte. Sein Blick blieb fuer einen Moment an seinen Begleitern haengen, dann stieg der Huene einmal mehr in die mittlerweile seltsam vertraute Lichtlosigkeit hinab. Vielleicht konnte er ja bei den Gilryn anheuern wenn er das hier ueberlebte.

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Kapitel 1 - Erwachen - Seite 21 Empty Re: Kapitel 1 - Erwachen

Beitrag von Leo am So Nov 20 2016, 00:57

Laverne folgte den anderen schweigend durch Amonitos Gassen, das Paket fest zwischen beiden Händen. Was mochte dort drin sein, dass es einen ganzen Lirr wert war? Zumindest die Reaktion des Händlers ließ darauf schließen, dass es sehr wertvoll sein musste.
Aber Schlaf klang wirklich gut … sie hätte es nie zugegeben, aber der Kampf gegen das Schlangenmonster, die Wanderung durch die finsteren Minen und nicht zuletzt die nervenaufreibende Begegnung mit den Qua’kal unter Tage hatten an ihren Kräften gezehrt. Noch konnte sie sich halbwegs konzentrieren, doch als sie um ein Haar in eine Patrouille gelaufen wären, wurde Laverne klar, dass Schlaf nun tatsächlich eine gute Idee war. Sie sah keinen Grund, Serin nicht zu trauen, also überließ sie sich ganz seiner Führung und folgte ihm anstandslos.
Das Haus, zu dem der sonderbare Mann sie führte, war nicht sehr auffällig, und vermutlich war es genau deshalb eine gute Wahl. Laverne sah noch einmal in alle Richtungen, bevor sie als Schlusslicht eintrat, doch niemand war zu sehen, wenigstens nicht für ihre Augen. Ein gutes Zeichen … vermutlich.
Ihre Skepsis wuchs jedoch, als ihr Anführer sie direkt zu einem dunklen Kellerloch schickte, das nicht sehr einladend aussah – vor allem nicht nach ihrem Abenteuer in den Minen. Laverne wollte kaum etwas weniger, als sich schon wieder solcher Dunkelheit anzuvertrauen, und ihre Sorge wurde nicht weniger, als sie beobachtete, wie Kin’Tesh sich daranmachte, hinabzusteigen. Tja, dann blieb ihr wohl keine andere Wahl, als zu folgen … sie würde die anderen nicht so schnell aus den Augen lassen.
Außerdem war das endlich ein Vorwand, ihre Streichhölzer mal wieder zu verwenden! Ihre Finger kribbelten, als sie die kleine Schachtel zitterig aufschob, eines der Hölzchen herauszog und es in einer fließenden Bewegung anzündete. Mit der Flamme kehrte eine sonderbare Euphorie zurück. Warum machte sie sich Sorgen? Sie hatte Feuer, sie hatte Licht, was sollte jetzt noch schiefgehen? Alles war in bester Ordnung.
Mit der freien Hand rückte sie einmal mehr ihr Stirnband zurecht, dann machte sie sich nach einem letzten aufmunternden Blick Richtung Dreiauge als zweite an den Abstieg.

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Kapitel 1 - Erwachen - Seite 21 Empty Re: Kapitel 1 - Erwachen

Beitrag von Darnamur am So Nov 20 2016, 01:50

Jewgenis sah Kin'teshs massigen Leib im Loch verschwinden, sah Lavernes schlanken Körper im Loch verschwinden, sah Xamirs kleinwüchsige Gestalt im Loch verschwinden.
Er war allein mit dem Fremden. Vorsichtig machte Jewgeni noch einen weiteren Schritt von dem Abstieg weg. Seine Augen fixierten misstrauisch und furchtsam den Qua'kal. War das eine Falle? Er wollte da nicht hinunter. Nicht bevor dieser Kerl vorgegangen war. Der Lauf seiner Arcubalista wies auf den Boden, aber seine kleinen Hände klammerten sich fest darum, bereit sich im Fall der Fälle zu verteidigen. Er brachte kein Wort hervor, aber blieb wie versteinert auf seiner Position stehen, auf den Qua'kal wartend.
Sein Kehlkopf sprang auf und ab, als er leise schlucken musste. Deutlich sah er seine Gefängniszelle vor seinem inneren Auge. Spürte den kalten Fels. Roch die verrottende Kacke.
Ich kann ihm nicht vertrauen. Er war unfähig ein Wort hervor zu bringen.
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Beitrag von Thorgrimm am Do Nov 24 2016, 03:10

Nacheinander stiegen Kin'Tesh und Laverne in die Dunkelheit herab. Durch das Streichholz hatten sie beim Abstieg zumindest etwas Licht, welches sie begleitete. Doch es hielt nicht lange und schon bald musste die Menschenfrau ein weiteres Hölzchen anzünden, was ihr aber sicherlich nichts ausmachte. Nur für wenige Sprossen sahen sie sich einer Art metallenen Röhre und natürlich der Leiter entgegen, die in die Tiefe führten. Doch schnell wich diese Art von Röhre, als sie an der Leiter in einen kleinen Raum herunterkletterten. Selbst die schwache Flamme des Streichholzes schaffte es, die Wände zu beleuchten, die aus kaltem, kargen Beton bestanden. Der Raum war klein und besaß keinerlei Einrichtung. Nur die Leiter, die nach oben führte, befand sich darin. Doch es gab insgesamt drei stabile Holztüren, die vermutlich in weitere Räume führten. Eine direkt gegenüber der Leiter und zwei an den Seiten.
Während Kin'Tesh, Laverne und auch Xamir in die Tiefe hinabkletterten und so schon zu dritt fast vollkommen den kleinen Raum in der Tiefe einnahmen, zögerte Jewgeni. Serin sah den kleinen Gezeichneten einen Moment ernst an und nickte schließlich. "Du traust mir immer noch nicht." stellte er klar und sprach damit aus, was Jewgeni sich lediglich dachte. Es lag allerdings keinerlei Wut oder Enttäuschung in seinen Worten. Es war eine ganz einfache Fest- und Klarstellung der Situation. "Ich weiß, dass diese Sache nicht einfach für dich ist aber wenn du wissen willst, warum du in der Gefängniszelle gesessen hast... wenn du verstehen willst, warum man dich festgenommen hat und was du getan hast, dann wirst du keine andere Möglichkeit haben, als nach unten zu klettern." Er beugte sich selbst zu der Leiter herunter, griff nach den Sprossen und wandte dem Gezeichneten seinen Rücken zu. Wenn Jewgeni wollte, dann konnte er den Mann jetzt mit einem gezielten Schuss ganz einfach töten. Doch auch wenn Jewgeni dem Qua'kal nicht vertraute, so beruhte das anscheinend nicht auf Gegenseitigkeit. Zumindest glaubte Serin, dass von Jewgeni keine Gefahr ausging. "Wenn du bereit bist, dann folge uns. Entscheide schnell. Ich werde den Bunker in kurzer Zeit wieder verschließen, damit wir keine Gefahr gehen, entdeckt zu werden." Serin war bei diesen Worten bereits die ersten Sprossen der Leiter heruntergestiegen und in der Dunkelheit verschwunden

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Kapitel 1 - Erwachen - Seite 21 Empty Re: Kapitel 1 - Erwachen

Beitrag von Darnamur am Sa Nov 26 2016, 07:44

Jewgeni war nicht fähig zu antworten. Er stand oben und starrte dem verschwindenden Qua'kal hinterher.
Egal, was der Mann sagte, er musste vorsichtig bleiben. Dieser Fremde wusste mehr über ihn, als er selbst. Er wusste nicht, ob dieser Kerl Experimente mit Ihnen durchgeführt hatte oder sie nun zurückbringen wollte in ihre Zellen. Jewgeni blickte mit mulmigen Gefühl zum Loch im Boden. Jetzt, wo Serin vorausgegangen war, war es etwas sicherer, dass sie dort auch wieder herauskommen würden. Eine Wahl blieb dem Gezeichneten nun ohnehin nicht. Er konnte seine Gefährten nicht alleine lassen und wollte wissen, was genau er getan hatte- auch wenn der alleinige Gedanke daran ihm Furcht einflößte.
Er musste wissen, was geschehen war.
Jewgeni tastete nach seiner Lichtkapsel, nur um festzustellen, dass sie immer noch kaputt war.
Zaghaft näherte er sich dem Loch und begann vorsichtig die abwärts führenden Sprossen in die Dunkelheit zu nehmen.
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Beitrag von Thorgrimm am So Dez 04 2016, 02:16

Während Serin und Jewgeni noch dabei waren, die Leiter herunterzuklettern, wollte Xamir anscheinend nicht mehr abwarten. Er entschied sich nach wenigen Sekunden dazu, eine der Türen zu öffnen und zu erkunden, was alles in diesem Vorkriegsbunker auf sie wartete. Vielleicht suchte er aber auch nur nach einer Gelegenheit, sich hinzusetzen und sich, nach dem langen Weg durch die Mine und die Stadt, endlich etwas auszuruhen. Ohne lange zu überlegen wandte sich der linken Tür zu und öffnete diese vorsichtig einen Spalt weit. Ein leises Zischen, Summen und Rumpeln erfüllte nun den Raum. Kin'Tesh und Laverne konnten einen kurzen Blick in den Raum werfen und einige Glasrohre sehen, die sich an der gegenüberliegenden Wand entlangschlängelten. Sie waren mit Flüssigkeiten und verschiedenen Dämpfen gefüllt. Bevor sie oder Xamir genauer in den Raum sehen konnten, war Serin gerade dabei, den Raum über die Leiter zu betreten. Er schrie ein "Nicht!". und sprang die letzten Meter hinab. Als er unten angekommen war, hastete er zu der Tür und schlug diese vor Xamir zu.
"In dem Raum ist eine vorkriegstechnologische Maschine, die den ganzen Bunker mit Energie versorgt. Sie ist instabil und die Chemikalien, die damals benutzt wurden, sind bei Kontakt tödlich. Wir sollten keine Risiken eingehen. Kommt." Erst als sich Xamir von der Tür entfernt hatte, führte Serin sie zur rechten Tür, die er auch sogleich öffnete und in den anliegenden Raum trat. Dieser war, wie auch der Rest der bisher betretenen Räume, recht klein und würde der Gruppe gerade so genug Platz bieten aber dafür sehr komfortabel eingerichtet. Zumindest für einen Bunker, der nur für das nackte Überleben im Notfall erbaut worden war. Fast die gesamte linke Hälfte des Raumes wurde von einer großen Couchgarnitur und zwei Sesseln eingenommen, die zwar gut erhalten aber dafür verbleicht und staubig waren. Das braune Streifenmuster war kaum noch zu erkennen. In der Mitte des Raumes befand sich ein Tisch, auf dem einige Schriften und Dokumente und eine fast leere Flasche irgendeines Schnaps lagen. Insgesamt vier Holzstühle standen darum herum. Auf der rechten Seite des Raumes befand sich eine Art Küche und Bar. Mehrere alte Schränke enthielten Flaschen und Geschirr. Gusseiserne Küchengeräte hingen an der Wand oder standen auf einem verbeulten Herd. Einige fest verschlossene Fässer standen in den Ecken des Raumes. Auch hier konnte man einige der Glasröhren sehen, die an der Decke des Raumes entlangkrochen. Abgesehen von dem komplett weißen Licht, dass von zwei Röhren an der Decke abgestrahlt wurde und den blanken Betonwänden, machte der Raum einen recht gemütlichen Eindruck.
"Bedient euch und setzt euch." Serin selbst goss sich aus einer verstaubten Glasflasche ein und ließ sich anschließend in einen der Sessel sinken. Er seufzte tief und schloss für einen kurzen Moment die Augen. Plötzlich schien der Mann um einige Jahre gealtert zu sein. "Also... wo soll ich nur anfangen? Ich hab nicht gedacht, dass ich soweit komme. Ich habs zwar gehofft aber nicht damit gerechnet..."

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Kapitel 1 - Erwachen - Seite 21 Empty Re: Kapitel 1 - Erwachen

Beitrag von Adrian Kane am Sa Dez 10 2016, 21:27

So so, eine gefaehrliche Vorkriegsmaschine also. Schwer lastete der skeptische Blick des Ambacti - wieder einmal - auf ihrem Gastgeber, der es sich gerade in einem der alten Sessel gemuetlich machte. Sicher, es konnte genausogut sein, dass der Kerl die Wahrheit sagte. Irgendwie musste der Bunker ja mit Energie versorgt werden. Und was nach all den Jahren noch funktionierte, konnte wohl gefaehrlich sein. Dasselbe galt sicher auch fuer ihn, stellte der Huene leicht amuesiert fest, als er nach der verstaubten Schnapsflasche Griff, diese unter seine Nase hielt und dann einen Schluck des Gebraeus nahm ohne sich die Muehe eines Glases zu machen. Nicht gerade, was ein verwoehnter Gaumen als 'edlen Tropfen' bezeichnen wuerde, aber der Alkohol brannte genauso, wie es sich gehoerte und das war dementsprechend gut genug fuer ihn.

Nachdem er Gewehr und Speer auf dem Boden abgelegt hatte, nahm er in dem anderen Sessel platz. Gemuetlich. Irgendwie mochte er diesen Raum. Zudem fragte er sich, was es mit den verschlossenen Faessern auf sich hatte. Seine Augen wanderten von dort zu ihrem 'Gastgeber', der sichtlich erschoepft aussah. Die bequeme Sitzposition erinnerten ihn selbst daran, dass er mittlerweile recht ausgelaugt war. Es war eine Sache, sich weiter voran zu zwingen, wenn man auf den Beinen war. Aber hier so zu sitzen riefen sowohl Hunger als auch Muedigkeit auf den Plan. "Wir koennten wohl alles was zu Essen vertragen. Gibt es hier unten irgendwelche Vorraete? Vielleicht was frischeres als 'vor dem Krieg' ?", knurrend untermauerte sein Magen die Frage. "Ansonsten wuerde ich persoenlich gern wissen warum wir ohne Erinnerungen in diesem brennenden Loch aufgewacht sind", half er Serin, der immer noch nachdachte, auf die Spruenge.

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Kapitel 1 - Erwachen - Seite 21 Empty Re: Kapitel 1 - Erwachen

Beitrag von Thorgrimm am So Dez 11 2016, 02:20

"Ja... ja, das wäre wohl ein guter Anfang. Das ist nicht so schnell erklärt und ich habe nicht alle Informationen aber ich versuche mein Bestes, euch das zu erzählen, was ich weiß." murmelte der Mann. Ein bisschen Kraft kehrte in seine Stimme zurück aber er saß noch immer im Sessel versunken. Schließlich zeigte er auf die geschlossenen Fässer in den Ecken des Raumes. "Mit frischem Essen kann ich euch hier leider nicht dienen. In den Fässern müssten sich Konserven befinden. Getrocknetes Gemüse und gesalzenes Fleisch. Vielleicht auch Brot. Die magischen Siegel sind besser als jede maschinelle Konservierung, die es heute gibt." Xamir zögerte nicht lange und versuchte eines der Fässer zu öffnen. Er griff nach dem Deckel - merkte aber schnell, dass es zu fest verschlossen war, um es mit reiner Körperkraft aufzumachen. Er studierte einige Sekunden lang die Runen, während sich Serin sammelte und sprach dann ein einziges, vermutlich magisches Codewort. Mit einem lauten Plop sprang der Deckel des Fasses einige Zentimeter nach oben. Sofort machte sich der kleine Favilla daran, das Essen auf den Tisch zu tragen. Zwei große, getrocknete und gesalzene Stücke Fleisch fanden ihren Weg auf den Tisch - genauso wie ein harter Laib Mehrkornbrot und verschiedenes, kaum noch zu erkennendes Gemüse. Sicherlich nicht das wohlschmeckendste Mahl aber besser als nichts.
"Ihr könnt euch bestimmt denken, dass das Feuer nicht von den Qua'kal gelegt wurde. Wieso sollte man euch auch in dieses Gebäude bringen und euch dann darin verbrennen lassen? Es gäbe einfachere Wege, euch zu töten." erklärte der Mann kühl und begann schließlich damit, die Fragen des Ambacti zu beantworten. "Nicht das man euch hätte töten wollen. Was man genau mit euch vorhatte, weiß ich nicht aber das man euch nicht direkt getötet hat, ist Beweis dafür, dass man euch noch für etwas brauchte oder etwas von euch wollte. Ich weiß nur, dass eure Erinnerungen in diesem Gebäude gelöscht worden sind und ihr in eine Art magisches Koma gelegt worden seid. Wahrscheinlich hat der Angriff von Fornix 7 euch gerettet. Ob sie bewusst und mit gewissen Hintergedanken diese Anlage angegriffen haben oder es ein rein zufälliger Terrorakt war, wissen wohl nur die Menschen aus Fornix 7 selbst. Fakt ist aber, dass durch den Angriff fast alle Arbeiter in der Anlage getötet worden sind, Feuer gelegt wurde und ihr dadurch schließlich aufgewacht seid. Ihr habt ziemlich viel Glück gehabt."

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The target’s beneath us and headed our way. He’ll be out here in 20, so look lively, mates

And expect some more company, cause we’re sexy machines. When they hear that we’re here, the Rebs will convene
They cannot resist us, they want a night of mayhem, so shoot all who come here on sight
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