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Taverne - Gastraum

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Beitrag von Kirre am Do Jan 17 2019, 12:39

Kirre

Krach! - Die Tür fiel auf und dotzte mit gehörig Schwung an der Wand an, um von dort zweimal auszupendeln.
Das lag vor allem daran, dass ein Hundewetter draußen war! Der böige Wind pfiff zwischen den Blockbalken und rüttelte am Kamin, schepperte im Fensterglas. Zumindest aus dieser Welt, aus der die Gestalt gekrochen war.

Im Rahmen stand mit eingezogenem Kopf zwischen den Schultern eine schmale Gestalt, die mit angemessener Verwunderung in ihre rechte Hand blickte. Aus der hatte der Windstoß nämlich gerade die Tür gerissen und war kräftig krachend an die Innenwand gefegt. Nach einer kurzen Blinzelpause, war sie dem Griff direkt nachgehechtet, und hatte selbigen mit verkantetem Schulterschluss am Türsaum zurück ins Schloss geschoben.

Sie räusperte sich in eine Faust, die in Handschuhen steckten, dessen Fingerglieder ausgespart waren und rieb sich den Nacken. Ein halbes, verschmitztes Grinsen hob den rechten Mundwinkel, während die Iriden aus dem halbseidenen Schatten unterm Mützenschirm den Raum sondierten.
Sie - er? Es war entweder ein junger Knabe oder eine burschikose Frau. Es trug eine abgewetzte Schirmmütze und einen besprossten Schalk auf der kurzen Nase. Einen ponchoartigen Überwurf, dessen Dreiecksspitze bis in die Knie ausfiel und der das Meiste von dem Geschöpf verbarg. Und: eine Art Seesack, den es gerade nachgeschultert hatte. Die Beinkleider steckten in Stulpenstiefeln, die irgendwie deplatziert wirkten und eine Nummer zu groß ausfielen.

"Tschuldigung!", fiel die Stimme hell in den Raum.
Sie stippte mit zwei Fingern grüßend an den Mützenschirm und hielt beim schwarzen Brett an, auf dem sich allerley Gesuche befanden.
'kräftige Hände zum Verladen gesucht', 'Hahn Heribert ist ausgebüchst, kräht viel - besonders morgens - hackt gerne auf anderen rum, Finderlohn: 12 Taler, abzugeben an Emma Hofreiter' und 'Bauer sucht Frau'.
Die kurz geratene Gestalt merkte sich das mit dem Hahn und wendete dann den Blick zum Tresen zu. Dort ging sie hin und schob den Hintern auf ein eingepflocktes Fass, während ein verschmitzter Blick den Wirt behelligte.
"He, Großer!", doch eine Frau. Die Stimme kratzte nicht so sehr, als würde sie hin zum Mann kippen. "Ein Dünnbier, wenn'de hast. Aber nicht zuviel Wasser, davon gibt's draußen schon genug!", ging das Stimmchen munter rauf.
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Beitrag von Adrian Kane am Do Jan 17 2019, 20:26

Remo

Als Reaktion auf die Bestellung ertoente von einem Tisch in der Naehe ein amuesiertes Grunzen. Der Zwerg, der dort bei Kerzenschein offensichtlich ein vor sich liegendes Blatt Papier studiert hatte, stellte seinen enormen Humpen auf dem Holztisch ab und wischte sich ueber den Mund, welcher von einem kurzrasierten, roten Kinnbart umrahmt wurde. Die zurueckliegenden, zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden Haare, waren ebenso rot, obschon sich hier und da eine Straehne Silber dazwischenzudraengen schien. Er trug ein enganliegendes, schwarzes Hemd, graue Hosen und schwarze Stiefel. Mit einer Geste krempelte sich der kleinwuechsige Mann den rechten Aermel sauber hoch, griff in seine Brusttasche und steckte sich einen weissen Stengel in den Mund, welchen er daraufhin ueber die Kerze hielt, bis am unteren Ende eine orangerote Glut zum Leben erwachte. Zufrieden brummend stiess er etwas blauen Rauch aus, welcher sich daraufhin langsam mit der Luft des Raumes vermischte.

Remo starrte in Richtung Tresen und nahm einen weiteren Zug an der Kippe, was sein Gesicht kurzzeitig erhellte und die wie immer dort sitzende Sonnenbrille, so wie ein paar kleinere Narben und Falten offenbarte. Dann zeigte er auf den Humpen zu seiner Rechten. "Kannst mir auch noch einen bringen. Aber bloss nix von dem Gesoeff was die Kleine da will", orderte er. Er wusste ja mittlerweile, dass sich hier einige seltsame Voegel rumtrieben, aber Duennbiertrinker waren dann noch eine Nummer fuer sich. Ueberhaupt Bier zu Verduennen und es immer noch 'Bier' zu nennen, war fuer den Zwerg in etwa so, als wuerde man die Mona Lisa mit einem Malen nach Zahlen Bild ersetzen, was irgendwie entfernt an Leonardos Alte erinnerte, aber halt doch nicht dasselbe war.

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Beitrag von Kirre am Do Jan 17 2019, 22:34

Kirre
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"Eh!", ein Reflex, der den Zwerg treffen sollte. Die erdfarbene Pupille rutschte in den Augenwinkel in Richtung Feuerbart mit den merkwürdigen Augengläsern, das Grinsen im Profil der Kurzen zog an.
Der Wirt indessen, feist und fett, schraubte mit seinem Wischtuch Grund und den Anschein von Sauberkeit in die Gläser und schmatzte zweimal kreisend. Vermutlich war's ihm am Ende wichtiger, dass die Kasse stimmte.
"Muss'ich erst anpflock'n.", murmelte er und wandte sich gewichtig ab, um im hinteren Teil sein Spezialfass Starkbier anzuschlagen. Das war nicht besonders groß, dafür mit dunklem Zwergenale gefüllt. Den Humpen für die Kurze füllte er kurz darauf mit dem Standardgebräu, mit dem sich jeder Gast zufrieden gab, der nur den Staub aus der Kehle ziehen wollte.
Achso. Wo waren wir? Beim 'eh!'.
"Zwerge!", stöhnte die Besprosste und schob sich mit dem Daumen den Mützenschirm aus der Stirn. Sie witterte für einen Moment durch den Raum, um zu ergründen, ob dem Krautgemisch nochwas anderes beigemischt worden war, während sie sich auf dem Fass herumdrehte. 'Fump', ihr Humpen landete überschwappend auf dem Tresen. Der Wirt schlurfte derweil mit dem Schwarzbier auf den Zwerg zu und tauschte die Humpen aus. Er zog einen Graphitstift hinterm Ohr hervor, leckte die Spitze an und machte einen weiteren Strich auf dem Bierdeckel des Zwerges, bevor er zurück ging.
Kirre betrachtete den riesigen Humpen vor dem Zwerg und grinste schalkhaft. "Man sagt ja, dass Leute mit großen Humpen irgendetwas Kleiiiines kompensieren müssen.", sie spähte zwischen einen Spalt aus Zeigefinger und Daumen, nun gänzlich dem Zwerg zugewandt und mit nicht ganz ernst meinender Intonation im Stimmchen. Die rechte Stiefelspitze hatte sie dabei auf der Oberseite des Seesackes abgestellt, der an dem eingeschlagenen Fass lehnte.
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Beitrag von Adrian Kane am Fr Jan 18 2019, 00:50

Seelenruhig aschte der Zwerg in einen kleinen Behaelter auf dem Tisch. Der geneigten Schnupperer wuerde bei naeherer Untersuchung feststellen, dass der Rauch wuerzig roch und von einer leicht suesslichen Note begleitet wurde. Seine Hand griff nach dem frischen Humpen, setzte an und nahm einen kleinen Schluck. Ueber den Rand des Krugs beaeugte er dabei die Kleine. Das Bier schmeckte stark, aber nicht nach billigem Fusel. Stattdessen war es zaeh, sueffig und Remo koennte schwoeren einen Hauch Honig und Zimt herauszuschmecken. Der wortkarge Fette hielt sich, trotz haeufiger Nachfrage seinerseits, ob der Herstellung bedeckt, was gut war, denn jeder professionelle Brauer plauderte nicht ueber seine Rezepte. Vielleicht kaufte der Kerl das Bier auch nur. Wie dem auch sei, es war gut. Gut genug, um ihn regelmaessig hierher kommen zu lassen.

"Nicht ganz, Duennbier", sagte er ruhig und untermauerte die Aussage mit einem Kopfschuetteln. "Das waren die Kerle mit den fetten Karren die kompensieren." Ein weiterer Zug an der Kippe folgte, irgendwo weiter hinten lachte ein Gast laut auf. "Das erinnert mich an diesen alten Witz", fuhr er fort, waehrend das Gelaechter aus der Ecke anschwoll. "Ne Frau postet diese Partnerschaftsanzeige: 'Suche Mann mit Pferdeschwanz, Frisur egal'", vielleicht gehoerte es irgendwo zum guten Ton nicht ueber seinen eigenen dummen Witze zu lachen, aber der Zwerg konnte nicht an sich halten und ausserdem hatte er schon einen dieser Humpen intus. Ein trockenes Lachen entfuhr seiner Kehle. Die Alten sind immer noch die Besten. Er drueckte die Kippe aus. Hier gab es soviele komische Leute, wahrscheinlich wusste die Kleine nicht mal, was eine Partnerschaftsanzeige war. Oder eine Karre.

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Beitrag von Kirre am So Jan 20 2019, 11:50

Sie prustete. So, wie man das macht, wenn man's eigentlich -nicht- rauslassen will. Wo hinten im Gaumen so ein Geräusch kratzt, das über den Resonanzkörper kurz geblähter Wangen Raum findet. Es war nicht ganz klar, in welche Richtung die Belustigung ging, denn man hätte ja sowohl den Flachwitz feiern können, als auch die Eigentümlichkeit des Zwerges, der sich darüber selber feierte. Vielleicht war's eine Mischung aus beidem.

Da sie Ochsenkarren kannte, hinkte das Bild vielleicht eine Spur, schien aber irgendwie doch zu greifen. Sie schlürfte den Schaum ab und drückte sich den Unterarm über die Lippen. "Aus welchem Stollen bist du denn gekrochen, du Witzbold!". Das Grinsen riss nicht ab, das im Mundwinkel eine kleine Mondsichel schlug. Dann fuhr sie sich mit den schmutzig behandschuhten Fingerkuppen einmal übers eigene Kinn und sah den Zwerg an. "Ich meine - hast du was verbrochen, dass man dir den Bart geschoren hat?" Weil, das war ja so eine Sache, in der in aller Regel so ein ganzer Zwergenstolz saß.
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Beitrag von Adrian Kane am So Jan 20 2019, 18:22

"Mhm", entfuhr es ihm anstelle einer Antwort. Das Lachen im Hintergrund hatte einem etwas lauteren Rededuell Platz gemacht, von welchem vereinzelte Wortfetzen an seine Ohren drangen. "Vollbaerte sind nicht so mein Ding, schwer sauber zu halten, wirkt unprofessionell", sagte er schliesslich und rieb sich ueber den sauber getrimmten Stummel am Kinn. Einer der Maenner machte eine ziemlich abfaellige Bemerkung ueber den Service, den die Mutter des Anderen angeblich anbot. Mit einigem Aufwand gelang es Remo, ein bloedes Grinsen zu Unterdruecken. "Und ausserdem", begann er wieder, "mit Stollen brauchst du mir gar nicht anzukommen. Bin eher ein Grossstadttyp."

Erneut Griff er in seine Brusttasche und holte eine selbstgerollte Kippe hervor. "Wuerde dir ja eine anbieten, aber du scheinst mir ziemlich jung zu sein, Duennbier", kommentierte er und wiederholte sein Anzuenderitual. "Dann wieder, bei euch Norms hab ich ja schon immer Probleme mit dem Alter gehabt." Er wirkte fuer einen Moment nachdenklich und nahm ein paar Zuege. "Und was treibst du so, wenn du nicht grad verwaessertes Bier trinkst?"

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Beitrag von Kirre am So Jan 20 2019, 21:53

Sie rieb sich die Nase in der Handfläche ab, ehe sie kurzerhand aufstand und mit dem Dünnbierhumpen in Zwergenrichtung ging. Den Seesack schleifte sie einfach mit und ließ ihn dann am Tischbein liegen. Mit der Stiefelspitze zog sie den Stuhl zurück und ließ sich lose darauf fallen, den Humpen auf dem Hüftknochen über den schmuddeligen Poncho absetzend. Trotz Mützenschirm gelang einem hier ein näherer Blick in die ungezählten Sprossen, die sich von der Nase zur Peripherie hin verjüngten und in der Nähe teilen und zählen ließen. Auch war klar: so jung war die nicht mehr. Auch keine alte Schachtel, aber eben von der Art Gebrauchsspur beseelt, die einem sagte: du hast vieleicht schon mehr gesehen, als gut für dich war. Trotz allem hielt sich der Anstrich vergnügter Posse und Kirre hatte ihr Augenmerk neugierig auf dem Rotbart liegen.

"Ein.. Großstadtzwerg? Verzeih, das klingt so kastriert."", sie gluckste verschmitzt und spülte das schnell mit einem großen Schluck runter. Dabei rutschte die Pupille wie beiläufig an ihm vorbei auf das Gelächter zu, was sich weiter hinten abspielte. Irgendwie veränderte sich darüber ihr Sitz, und ihr freier Arm verschwand unter dem schmutzigen Überwurf. Dann tickten die erdfarbenen Pupillen nach dem Absetzen zurück und suchten seinen Blick.
Schulterzuckend antwortete sie: "Ich? Schlag mich so durch. Immer auf der Suche nach einer guten Gelegenheit.", sie tippte sich schmunzelnd an die Nase. "Und du?"
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Beitrag von Adrian Kane am Mo Jan 21 2019, 01:41

Er aschte die Kippe in den sich langsam fuellenden Tonbehaelter und lies seine Augen einmal mehr ueber die Frau wandern, was diese ob der dunklen Glaeser zwar so nicht sehen, aber sicher erahnen konnte. Der Ton am hinteren Tisch wurde indes rauer. Einer der Maenner, ein anderer diesmal, erging sich in Spekulationen ueber die juengere Schwester desjenigen, der vorher gesprochen hatte. Remo faltete sich sauber den linken Hemdsaermel hoch. Besser vorbereitet sein, man wusste ja nie. Obschon der Gedanke daran sich in diesem Hemd zu pruegeln ihm nicht behagte. Das Ding war wahrscheinlich mehr wert als die Anfaenger hinter ihm in drei Monaten heranschafften.

"Kastriert, eh?" Er grinste, scheinbar ehrlich amuesiert.  "Weisst du was Grossstaedte haben und Stollen nicht?" Er legte eine dramatische Pause ein und lehnte sich verschwoererisch nach vorn. "Gute Gelegenheiten", sein linker Daumen rieb langsam ueber den Zweigefinger, die universelle Geste fuer Kohle. Einen Schluck Bier spaeter fuhr er fort: "Bin mittlerweile im Vorruhestand, sozusagen. Frueher hab ich Dinge besorgt, die schwer zu beschaffen waren," ein auf den Boden gefallener Krug unterbrach den Zwerg, der sich davon nicht weiter beeindrucken liess. "Heute bastel ich hauptsaechlich an meinen Droh..., Maschinen rum." Irgendetwas hoelzernes zerbrach weiter hinten. Er deuetete mit der brennenden Kippe auf den Seesack. "Bitte sag mir nicht, dass du dein ganzes Hab und Gut in dem Ding mit dir rumschleppst."

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Beitrag von Kirre am Do Jan 24 2019, 14:27

Die Besprosste sah sich um, wie beiläufig, während im Hintergrund das Spektakel anschwoll. Mischte sich da irgendeiner vom Nachbartisch ein, dem das Gekeife gehörig auf die Nüsse ging? Das - zumindest - formulierte eine krächzende Männerstimme - nur reichlich uncharmanter und machte sich damit hörbar unbeliebt.
"Mhmm.", antworte sie, ohne abgelenkt klingen zu wollen, mit einem seidigen Schlenker in der Stimmfarbe, der bis in die Dachbalken aufzog. Sich das leicht gekerbte Kinn kratzend kippte die erdfarbene Pupille unterm Mützenschirm zurück zum rasierten Rotbart, während sie mit der Stiefelspitze gegen den Seesack klopfte. "Das Nötigste. Den Rest kann man 'besorgen'. Also borgen.", zwinkerte sie verschmitzt. "Ich bin generell dafür, dass Dinge mehr dem Allgemeingut überstellt werden sollten, weißte? Was bringt es dir am Ende der reichste Kerl auf dem Friedhof zu sein...", ging's schulterzuckend zurück. "Du bist Erfinder?", echote das Mädchen ungläubig und wirkte darüber fast angetan. "Dann gib mal Acht auf deine Flossen. Nicht, dass du dir dein Kapital an irgendwelchen Holzköpfen ruinierst.", kinnickte sie gen seiner Statur, der Wimpernkranz klappte auf die frei gelegte Faust des Zwerges ab. "Gibt Dinge, die sind's nich' wert.". Spatzenherzen von Streunern schlugen eben anders als die einer Schmiedeseele.
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Beitrag von Adrian Kane am Do Jan 31 2019, 17:50

Mit einem gewissen Staunen beobachtete Remo wie der fette Wirt, seiner Leibesfuelle zum Trotz, ueberraschend agil an ihrem Tisch vorbeieilte und dabei einen blumigen Fluch ausstiess, der definitiv nichts fuer unschuldige Ohren war. Entfernt erinnerte ihn der massige Mann an einen wuetenden Ochsen, dem irgendein sabbernder Vollidiot ein rotes Tuch vor die Nase hielt. Gut nur, dass der Zorn nicht in seine Richtung zeigte. Er nahm einen weiteren Schluck und blendete den zunehmenden Geraeuschpegel hinter sich aus. "Das letzte Hemd hat keine Taschen, wie man so schoen sagt, eh?" War schon was drann, sinnierte er. Trotzdem wuerde er lieber reich als arm die Augen zumachen. Im uebertragenden Sinne zumindest, Cyberaugen liessen sich schlecht schliessen. Dafuer aber wiederverwenden.

"Erfinder? Ja, denke man koennte es wohl so nennen", antwortete er schliesslich, eine gewisse Nachdenklichkeit in der Stimme. Das dumpfe Klatschen einer Faust, die irgendwo weiter Hinten in der Taverne einen Unterkieferknochen fand, untermauerte seine Aussage. Gut genug war die Beschreibung ja, wo auch immer die Kleine mit der Schirmmuetze herkam, sie wuerde sicher nichts mit Drohnen und dergleichen anzufangen wissen, also war die Beschreibung gut genug fuers erste. Die linke Hand schob sich kurz vor sein Gesicht, als wuerde er sie mustern. "Hab nen ausgezeichneten Arzt", sagte er, und der Schatten eines Grinsens stahl in sein Gesicht. "Aber ja, haste Recht. Das Gute is ja, die meisten hohlen Koepfe hier lassen einen in Ruhe sitzen, wenn man sich raushaelt. Is zumindest meine Erfahrung", schulterzuckend nippte er an seinem Humpen.

Er beugte sich einmal mehr vor und seine Stimme wurde etwas leiser. "So, Duennbier. Irgendwas gutes 'besorgt' in letzter Zeit?" Wenn seine Augen noch funkeln koennten, dann wuerden sie es jetzt tun. Auch wenn er, wie er immer betonte, im Vorruhestand war, was das anging, fuehlte er doch hin und wieder das Jucken in den Fingern seit er die Runnerei an den Nagel gehaengt hatte. "Oder nur das Noetigste, was man halt so braucht zum Leben?"

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Beitrag von Kirre am Fr Feb 01 2019, 09:34

Wie schön, dass die Besprosste in der ersten Reihe saß und quasi in aller visueller Eindeutigkeit Knochenbruch und das defensiv einsetzende Gurgeln eines Störenfrieds wahrnehmen konnte. Der Zwerg sah vielleicht auch, wie die braune Pupille sein Gesicht verließ und an ihm vorbei sah, kurz, bevor sie zusammen zuckte und das Gesicht zu einer schmerzfühlenden Grimasse verzog. Aua. Das-klatsch-tat-krach-weh.
Da war's schon besser im Windschatten des gedrungenen Hau-drauf zu bleiben. Dessen Front neigte sich nahezu verführerisch abschottend über den Tisch und die kurze Nase des Spatzenherzens witterte die Gelegenheit, zum einen die Köpfe zusammenzustecken und den Zwergenrücken als einen unverfänglichen Schild zu gebrauchen. Irgendetwas war komisch an dem Zwergenblick und die Kurze musste sich zusammen reißen, nicht über Gebühr zu starren.

"So aus der Nähe, fände ich, dir stünde ein Bart ziemlich gut, Kratzbart. Vielleicht brauchste auch mal einen guten Barbier? Weißt ja wie das ist.", sie deutete einen Schlenker mittels Zeigefinger an und fügte mit dramatischem Adelseinschlag hinzu: "Eitel geht die Welt zugrunde.", der Mundwinkel zuckte verschmitzt im Halbdunkel zwischen ihnen auf. Dann faltete sie die schmutzigen Fingerglieder, die unter den zerfransten Handschuhen lugten und setzte das Kinn obenauf mit einem bedeutungsschweren: "Hmmm.... vielleicht? Kommt'sn bisschen darauf an, was du brauchst.". Ihr Blick fiel unterm Mützenschirm ab in sein Zwergenale und wieder auf in die merkwürdigen Augen. "Zum Beispiel, falls du zufällig was von dem guten Zeug abstauben willst, und ich zufällig wüsste, wo sich das Zwischenlager der Nightingale befindet, die gerade ankert. Oder.. vielleicht hast du ja Interesse an einer fantastischen Erfindung, die ich gefunden habe? Wobei.", die Besprosste schrägte den Kopf und sah überlegend in die Luft. "Die behalt ich selbst.".
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Beitrag von Adrian Kane am Fr Feb 01 2019, 17:14

"Aber eben auch: 'Kleider machen Leute'", hielt er entgegen. "Wo ich herkomme sehen mich Leute und denken 'Da kommt ein anstaendiger Buerger, der keinen Aerger macht'. Mittlerweile glaub ichs fast selbst", er zuendete sich noch eine Kippe an und grinste amuesiert. Weiter hinter ertoente einmal mehr der donnernde Bass des Wirtes, gefolgt vom Scheppern eines metallenen Objektes, welches auf den Boden knallte und scheinbar das Ende des Handgemenges ankuendigte. Dann winkte er ab: "Und Baerte sind wirklich out dieser Tage. Ich kann dir aber einen guten Schneider empfehlen, falls du eine anstaendige Abendgarderobe brauchst, und machen wir uns mal nichts vor, du brauchst eine." Irgendwo unter dem Schmutz und den verranzten Klamotten steckte sicher eine attraktive Frau.

Remo nahm einen Zug und lauschte. Das Geplaenkel war zu einem Murren und Murmeln zusammengeschrumpft. Schwere Schritte auf knarzenden Holzdielen kuendeten von der Rueckkehr des Wirtes, welcher wieder auf die Theke zuhielt und etwas vor sich hingrummelte. "Ich bin natuerlich mehr an Erfindungen interessiert", gestand er. "Sosehr ich das Gesoeff auch mag, nicht die Muehe wert welches zu klauen solange ichs hier serviert bekomme." Der Zwerg aschte ab und starrte einmal mehr in Richtung der Kleinen. Vielleicht was Schwarzes, mit einer Weste. "Ausserdem", begann er wieder, "Entgegen der weitlaeufigen Annahme bin ich nicht nur zum Saufen hier. Dieser komische Ort bietet viele Geschaeftsmoeglichkeiten, und ich hab schon das ein oderer andere Teil zu einem fairen Preis gekauft." Mit der rechten Hand tappte er sich gegen etwas, dass irgendwo bei seiner Hose sitzen musste. Dumpfes, metallenes Geklimper ertoente. Sein Kopf neigte sich kurz zu Seite und suchte den Wirt. Der Dicke war weiter hinten mit etwas unter der Theke beschaeftigt. In einem etwas gedaempfteren Tonfall fuhr er fort: "Tatsaechlich warte ich hier auf den nichtsnuetzigsten Elf in der Geschichte aller Langohren, der mir etwas aus dem Keller besorgen sollte. Wenn du also was zu verkaufen hast waere jetzt eine gute Gelegenheit."

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Beitrag von Kirre am Fr Feb 01 2019, 18:30

Ein anständiger Bürger. Bei dieser Formulierung ließ die Besprosste den Blick einmal spöttisch grinsend über den Zwerg ziehen, während ihr bemützter Schopf Schräglage annahm. In den Zügen stand deutlich: ‚ja klar‘. Es gelang der Kurzen nämlich - in Ermangelung anderer schlagkräftiger Fertigkeiten - zumindest so etwas wie Menschenkenntnis an den Tag zu legen. Das auf den Zwerg umzumünzen schien trotz vermeintlich kultureller Unterschiede nicht allzu schwer. Er war überhaupt der menschentypischste Zwerg, den sie je gesehen hatte – und viel wichtiger: er hatte Geld.

Sie löste die Finger aus der Verschränkung und zog die Arme unter den fleckigen Poncho zurück, unter dem Bewegung eintrat. Die Hüfte verkeilend, um mit den Händen an eine vermutlich unwegsame Stelle zu gelangen, geriet die Streunerin in eine ungesunde Haltung, die sie durch flinke Fingerarbeit schnell löste. Im Hohlraum der geschlossenen Hände führte sie das Etwas zurück auf die Tischplatte. Anbei nahm sie den Faden mit dem Schneider wieder auf.

„Zwergische Abendgarderobe.“, das Glucksen riss verschmitzt in der Kehle in Anbetracht der Tatsache, was die hiesigen Zwerginnen als modisch erachteten. Mit schrägen Erdenblick schmunzelte sie grübchenbehaftet: „Lieber nich. Sähe ZU gut an mir aus, weißte. Das würde mir das Geschäft verhageln, oder.. ich müsste den Geschäftszweig  ändern. An sich aber hab ich nichts gegen Geschenke. Ganz im Gegenteil.“. Ein schelmisches Zwinkern setzte nach. Dann schob sie die beiden schmalen Hände in die Mitte und öffnete sie behutsam.

Auf dem durch abgewetztes Leder innenverkleideten Untergrund der Handschuhe saß ein rundes, messingverzierte Ding, das mit einigem Handwerksgeschick knotig ziselierte Gravuren in die Oberfläche eingeätzt bekommen hatte. So erinnerte es entfernt an eine Art Taschenuhr. Es besaß einen kleinen, geriffelten Metallknopf und als Kirre daran drehte, sprang der Deckel auf und zeigte sein Innenleben. Darin befand sich ein kompassartiger, kirschholzroter  Zeiger, der auf einem dunklen Untergrund schwebte und auf den aufgeklappten Deckel wies. Im Deckel selbst hielten vier gebogene Metallarme einen kleinen Rosenquarz fest. Für einen Kompass fehlten dem Schmuckstück aber etwas Entscheidendes: die Himmelsrichtungen.

„Ich würd’s am liebsten selbst behalten.“, es war entweder echt oder ein sehr gut gespieltes Bedauern, was in der gedämpften Stimmfarbe lag. Wenn sie nicht so abgebrannt gewesen wäre, hätte sie das vermutlich auch getan. Sie hob die Wimpern und sah in Rotbarts Gesicht, der unterdrückte Begeisterung ausmachen konnte.

„Es ist ein Heimsucher. Sehr wertvoll.“, raunte sie verschwörerisch.

Mit einem kurzen Nicken bedeutete sie ihm, nach unten zu sehen. Geschickt löste sie den Rosenquarz aus dem Deckel, was zur Folge hatte, dass die Nadel zu zucken begann. Dann führte sie den Quarzstein einmal kreisend um das Gehäuse, während sich die Nadelspitze zitternd nach der Bewegung ausrichtete.
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Beitrag von Adrian Kane am Fr Feb 01 2019, 22:42

Eine Aussage, die ihn nicht weiter verwunderte. Keine Frau, egal wo auf der Welt oder in welcher komischen magischen Dimension auch immer sie verweilte, hatte etwas gegen Geschenke. Zumindest nicht in der Theorie. Was die Auswahl der Geschenke anging, so hatte er seine Lektion vor vielen Jahren gelernt, als er einer seiner Ex-Freundinnen ein Kochbuch fuer kalorienarme Gerichte besorgt hatte. "Nicht 'zwergische', einfach nur 'Abendgarderobe'. Was fuer Norms...aeh Menschen wie dich", fuegte er erklaerend hinzu, schweifte dann jedoch ab als die Kleine das Objekt praesentierte.

"Ich frag besser nicht, wo das versteckt war", kommentierte er trocken. Remo zog ein paar mal an seiner Kippe und nippte an seinem Bier waehrend der Praesentation, an dessen Ende er den Glimmstengel langsam ausdrueckte und erstmal nichts sagte. Dann seufzte er. "Spielzeug", begann er abwinkend, im Hintergrund war die Taverne mittlerweile lebendiger geworden und nicht im Sinne einer weiteren Schlaegerei, sondern durch die schlichte Zunahme von Gaesten. Mehr Gespraeche erhoeten die allgemeine Lautstaerke und vermischten sich zu einem unverstaendlichen Gebrabbel. Auch hatten weitere Bedienungen ihren Dienst ausgenommen, einer davon ein etwa zwei Meter grosser, muskuloeser Ork, dessen Aufgabe sich nicht allein auf das Servieren von Getraenken beschraenkte. Remo erinnerte sich dunkel, dass heute irgendeine Bardengruppe auf der kleinen Buehne spielen sollte.

"Ahja ich geb dir fuenf Goldstuecke dafuer und das sogar ohne nach der Reichweite des Teils zu fragen. Kenne vielleicht ne Sammlerin, die sich dafuer interessiert", er tippte sich gruessend an die Stirn als der massive Ork ueberraschend grazil an ihrem Tisch vorbeieilte. "Davon kannste dir ein ganzes Jahr lang Duennbier kaufen *und* noch ein paar Klamotten", Remo rueckte sich die Sonnenbrille zurecht. Vielleicht doch eher ein weisses Hemd und eine schwarze Weste obendrueber, dazu die Haare zurueckgegelt, ja das koennte vielleicht funktionieren. Nicht besonders Damenhaft, aber irgendwie hatte er das Gefuehl, dass die Kleine ohnehin nicht sosehr auf Outfits mit femininen Touch stand.

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Beitrag von Thorgrimm am Do Feb 07 2019, 16:58

Schon seit einigen Minuten wurde das ungleiche Paar von einer einsamen Gestalt durch erdfarbene Augen beobachtet. Neugierig, lauernd aber auch vorsichtig, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Nun löste sich diese Gestalt aus den Schatten, die das spärliche Kerzenlicht aus der Nähe auf sie geworfen hatte und näherte sich mit wenigen, kraftvollen Schritten. Zuerst mochte man meinen, dass jemand das Licht ausgemacht hatte, denn die Gestalt war nicht nur über zwei Meter groß, sondern auch noch außergewöhnlich breit. Bis sie sich auf eines der Fässer gesetzt hatte, gab es für das Licht kaum einen Weg an ihr vorbei.

Die in eine einfache braune Stoffrobe gehüllte Gestalt, nahm eines der Fässer und setzte sich so, dass sie sowohl den Zwerg, als auch die Frau im Blick hatte. Viel war von der Person unter der Robe erst mal nicht zu erkennen. Es musste sich allerdings um einen älteren Mann handeln, der auch hier in der Taverne die Kapuze tief ins Gesicht gezogen hatte. Denn unter der Kapuze trat dichter, sehr dichter, schwarzer Bartwuchs und verfilzte Haare hervor. Die graue Farbe, die das schwarz ab und zu durchzog, zeugte von hohem Alter. Erst als die Gestalt den Zwerg direkt ansah, konnte man einen alten Mann erkennen. Doch einige Dinge waren ungewöhnlich: Die vielen Haare erinnerten fast schon an einen Pelz. Die Nase war breit und saß im Gesicht wie eine dicke Kartoffel. Obwohl der Mann sehr alt sein musste, waren die grauen Haare und einige Falten im Gesicht das Einzige, was darauf hindeuteten. Er besaß eher die Statur eines Bodybuilders und zeigte keine Anzeichen von Altersschwäche.

"Ich will mit dir handeln." sagte der alte Mann mit tiefem Bariton und wandte sich dabei an Remo. "Kaufst du magische Gegenstände?" Mit einem Brummen griff der Alte nach einem kleinen Ledersack an seiner Hüfte und öffnete diesen. Er kippte einen Teil des Inhaltes auf seine linke Hand, die eher an eine Pranke erinnerte. Es kullerten einige Steine, ein Stock, Beeren und verschiedenste Pflanzen daraus hervor. Auf den ersten Blick sah es so aus, als habe der Mann einfach im nächstgelegenen Wald die ersten Pflanzen und Steine aufgesammelt, die ihm aufgefallen waren. "Ich kann mehr besorgen." warf er recht neutral ein. Mit seinem Zeigefinger rollte er seine Beute umher - dicker schwarzer Dreck saß unter den Fingernägeln. Auf einen zweiten Blick war selbst die Robe von Erd- und Grasflecken verunreinigt. Der Frau warf er zwar einen Blick zu aber diese ignorierte er für den Moment und schenkte seine ganze Aufmerksamkeit dem Zwerg.

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Beitrag von Kirre am Mo Feb 11 2019, 16:11

Die besprosste Kleine ließ den Blick mit geschäftsmännischer Sicherheit unter dem Mützenschirm über Remos markantes Zwergengesicht ziehen und zog die Mundwinkel runter. Mit den Fingern fuhr sie sich skeptisch das Kinn ab. Ob sein Spott Methode hatte? Die Kurze würde der gewieften Zwergennase durchaus unterstellen den Preis zu drücken, aber zu feilschen hatte sie im Blut.

„Hm, hm, hm.“, sagte sie also, während im Hintergrund der seidig verzogene Ton einer Leier erklang, die sich im Stimmen verzog.

Sie führte den Quarz wieder zurück in den Deckel und klappte den kompassartigen Gegenstand zu. Eine schmutzige Zeigefingerspitze umkreiste den verzierten Deckel, während ihr Blick der Bewegung folgte und letztlich den des Zwerges suchte.

„Das is‘ mächtige Magie. Sehr schwer zu wirken.“, raunte sie in den Raum der zusammengesteckten Köpfe. „Hat den Magier bestimmt einiges gekostet.“. Außerdem waren in einer Welt ohne GPS die Mittel begrenzt, sodass dies wohl in Kirres Wirklichkeit tatsächlich mehr Tür und Tor für Überwachung öffnete, als in den technokratischen Lebensräumen.

Sie wollte gerade anheben, um den Preis zu erhöhen, da spürte das Mädchen die Präsenz des alten Mannes im Nacken. In einer fließenden Bewegung hatte sie den Handrücken über den Kompass gestülpt und versuchte ihn in einem windigen Streich ungesehen zurück unter den Poncho zu bugsieren.
Ein Schmunzeln riss den Mundwinkel, als sie Remo bedauernd ansah, und unter der zuckenden Schulter das Geschäft für den Moment als geplatzt auswies. Kirre kippte zurück in den Sitz und starrte anschließend auf die schmutzige Pranke des bulligen Kerls. Den Humpen anhebend musterte sie die kräftige Gestalt über den Humpenrand hinweg. Irgendwie fiel das Bild unstimmig aus. Neugierig verfing sich die rehbraune Pupille im Dreck, den der Alte da ausbreitete.

„Was hast du da, Gevatterchen?“, mischte sie sich ein und kinnnickte zu den vermeintlichen Schätzen.
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Beitrag von Thorgrimm am Do Feb 14 2019, 15:31

Brummend drehte sich der alte Mann ein Stück zur Seite, um dem Mädchen nun direkt gegenüberzusitzen. Er ließ seinen Blick kurz über sie wandern - musterte sie ganz offen. Anscheinend kam er zu einem Schluss, denn sein Blick richtete sich wieder auf die Hand voller Fundstücke. "Mein Name ist Oorm, nicht Gevatterchen." Er begann wieder mit dem Finger in seiner Ware herumzuwühlen. Einen kurzen Moment schwieg er, sodass es fast schien, als wolle er nicht antworten. Mit einem Grunzen überlegte er es sich aber anders. "Magische Dinge aus meiner Heimat." Schließlich fuhr er mit einer Erklärung fort.
Sein Finger schwebte über den vielen Beeren. Einige waren schwarz und oval, andere rot, mit dünnen weißen Fäden besetzt. Keine war größer als sein Daumen. Sie sahen nicht besonders aus. "Eine einzige von den Schwarzen macht satt und gibt dir Energie für einen Tag. Die Roten heilen kleinere Wunden und geben dir Kraft." Sein Finger fuhr herüber zu den Steinen. "Zwei gehören zusammen. Klopf sie einmal zusammen und sie strahlen Hitze wie ein Lagerfeuer aus. Klopf sie zweimal zusammen und sie schmelzen in sekundenschnelle Eis. Klopf sie dreimal zusammen und sie erhitzen sich, bis sie in ein paar Sekunden explodieren." Er nahm den Zweig in seine Finger und drehte ihn herum. Die Rinde glitzerte leicht im Licht. "Der Zweig eines Herzensbaums. Sehr stark. Wenn du die Rinde kaust, wird dein Körper von Magie erfüllt."
Die Erklärung des alten Mannes war vorbei und er wandte sich schließlich wieder an die Person, die ihn vielleicht bezahlen konnte. "Ich kann noch mehr davon besorgen, wenn du willst." sagte er wieder. "Ich brauche viel Gold."

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Beitrag von Hikari am Do Feb 14 2019, 16:28

Nur kurz nach der Ankunft des Alten am Tisch, gesellte sich eine weitere Gestalt in die illustre Runde. Schwarze Augen ruhten auf der Ware, welche die Gestalt, welche sich selbst Oorm genannt hatte, präsentierte.
Ein verschmitztes Lächeln huschte über die Züge unter der mit goldbestickten Kapuze und als sich die Gestalt ein Fass an den Tisch rückte und setzte, nahm sie kurz eine der Beeren in die Hand. "Magisch... in der Tat." Sah man genau hin konnte man in den Schatten milchig weiße Haut und schwarze Haare erkennen und wer eins und eins zusammenzählte kam vielleicht zu dem Schluss, dass dies hier kein Mensch war. Der Rücken und die Schultern wirkten seltsam deformiert. "Verzeiht...", murmelte die Gestalt in den Schatten und löste den Reisemantel, bevor sie diesen behutsam auf seinem Schoss zusammenlegte.
Zum Vorschein kam wohl sehr zum Missfallen des Zwergs ein Nachtelf, um dessen Schulter und Brust ein Bogen lag und auf dessen Rücken ein Köcher mit Pfeilen thronte. Das und vor allem das schlafende weiße Fellknäuel, auf der anderen Schulter, waren wohl die Erklärung für die Missbildung auf seinem Rücken. Kurz kramte der Elf in einem seiner Lederbeutel, welche an seiner Hüfte hingen, dann legte er etwas auf den Tisch, dass im ersten Augenblick aussah, wie das Ei eines überdimensionalen Straußes. "Ein Drachenei...", brummte der Elf missmutig und warf dem schmutzigen Väterchen einen Blick zu der so viel sagen wollte wie "Du kannst deine Beeren wieder einpacken."

Hätten die drei anderen aber einen Blick für magische Geschöpfe, würde ihnen schnell auffallen, dass der zwei-schwänzige Fuchs, welcher friedlich vor sich hin schnarchte, wesentlich wertvoller war als das dubiose Drachenei.

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Beitrag von Adrian Kane am Do Feb 14 2019, 17:06

Wortlos rueckte sich der Zwerg die Sonnenbrille auf der Nase zurecht. Nicht, dass sie wirklich verrutscht gewesen war, aber irgendwie zweifelte er doch einen Moment an dem Bildmaterial, das seine vercyberte Optik ihm sendete. Er nahm noch einen Schluck, denn schliesslich lag die Wahrheit, wie man so schoen sagte, im Bier - oder so aehnlich. Der haarige Alte, der an ihrem Tisch Platz genommen hatte, erinnerte ihn in seiner Rustikalitaet an einen Neanderthaler und Remo war versucht dem Mann sofort ein paar Muenzen zum Waschen, Baden und Rasieren in die Hand zu druecken. Trotz des fragwuerden aeusseren Erscheingsbildes konnte er einen Kerl respektieren, der sofort auf den Punkt kam, wenn er es auch nicht mochte inmitten eines Geschaefts unterbrochen zu werden. Er setzte an etwas zu sagen, als sich noch jemand ungefragt dazugesellte, was ihn dazu veranlasste seinen Mund wieder zu schliessen und die Klappe zu halten.

Ein Elf. Stoisch unterdrueckte Remo ein Seufzen. Sicher war er weniger vorurteilbehaftet als andere seiner Rasse, aber Langohren waren nunmal Langohren und bis auf Ausnahmen hier und da in der Regel wie ein Gemaelde. Zwar irgendwie schoen anzusehen aber im Grossen und Ganzen recht nutzlos. Gut, vielleicht war der hier nicht ganz so nutzlos wie die verhaetschelten Grossstadtexemplare, die er persoenlich kannte. Tatsaechlich sah er ein wenig anderes aus als das, was er diesbezueglich gewohnt war. Irgendwie wilder und blasser. Schweigend folgte er der kurzen Konversation.

"Fuenf. Denk drueber nach, Duennbier", wandte er sich schliesslich an die Frau mit der Muetze. Ihm gefiel, wie schnell sie den kleinen magischen Kompass wieder hatte verschwinden lassen. "Und ich leg vielleicht noch ein Angebot extra obendrauf was deinen Faehigkeiten entspricht", er nickte auf die leere Stelle, wo sich soeben noch das Teil befunden hatte. Weiter hinten schwoll das Spiel der Leier an und eine Art Trommel gesellte sich dazu, gefolgt von einigem Gemurmel der Leute, die naeher an der kleinen Buehne sassen. "Also gut", sagte er und wandte sich an den Haarigen. "Das sieht ja fein aus. Einmal bei der Oma durch den Ruebenkeller gelaufen und wahllos ein paar Dinge aufgeklaubt, eh?", begann er und zog sich noch einer Kippe aus der Brusttasche. "Und du", sagte er nach ein paar Zuegen, an den Elfen gewandt, "ein echtes Drachenei? Du bist entweder sehr gut oder sehr lebensmuede, sowas mit dir rumzuschleppen", er aschte ab und musterte das grosse Ding auf dem Tisch. Ein paar seiner frueheren Kontakte wuerden fuer so ein Teil ueber Leichen gehen. Viele Leichen. Die Moeglichkeiten waren unzaehlig und das machte es wertvoll. Auf der anderen Seite konnte er nicht umhin sich zu fragen, ob die schuppige und wohl schlechtgelaunte Mama noch irgendwo da draussen war. Aber eins nach dem anderen.

"Ich habe Gold. Ob ich das da", er deutete mit dem freien Zeigefinger auf eine der Beeren, "brauche, weiss ich aber noch nicht." Remos Kopf drehte sich zur Seite und er stiess einen kurzen Pfiff aus. "Wir muessen natuerlich erstmal feststellen, ob die Ware auch so funktioniert wie du sagst", fuegte er erklaerend hinzu. Waehrend die Trommel etwas lauter wurde gesellten sich die sanften Toene einer Harfe dazu und das musikalische Gemisch formte sich mehr und mehr von einem wahllosen herumprobieren und Einstimmen zu einem echten Lied. Neben Remo erschien unterdess ein schmutziges, blasses Gesicht. Die Haare kurzrasiert, mit blauen Augen und einer markanten Zahnluecke konnte man auf den ersten Blick nicht mit Gewissheit sagen, wie alt das Kind war, das nun neben dem Zwerg stand. "Also, Meira hier", er klopte ihr mit der flachen Hand auf den Kopf und schnippte ihr dann ein Kupferstueck zu, welches blitzschnell von der Kleinen aus der Luft gefischt wurde, "Erledigt alle moeglichen Dinge fuer mich." Das Maedchen nickte eifrig. "Ausserdem hat sie eine Schuerfwunde am Knie", er zeigte auf eine der roten Beeren, "wenn das alles so stimmt wie du sagst, sollte eine von denen die heilen, ja?" Ohne auf eine Antwort zu warten zeigte er dann auf die Steine. "Und das mit den Steinen kannst du uns ja demonstrieren. Zweimal zusammenklopfen sollte reichen." Er lehnte sich zurueck und ignorierte die Rinde zunaechst. Die roten Beeren waren wohl am interessantesten, damit koennten die Eierkoepfe zu Hause sicher was anfangen. "Was *das* hier angeht", er nickte in Richtung des Eis, wobei seine Augen einen Moment lang an dem zweischwaenzigen Tier haengen blieben, was offensichtlich seelenruhig auf der Schulter des Elfen pennte, "Muesste ich erstmal den hiesigen Zauberfuzzi anheuern um die Echtheit zu Verifizieren", sein Ton war geschaeftlich neutral. Schien ja ein vielversprechender Abend zu werden.

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Beitrag von Thorgrimm am Di Feb 19 2019, 02:25

Kaum hatte sich Oorm gesetzt und dem Zwerg sein Angebot unterbreitet, da setzte sich auch schon eine weitere Gestalt dazu. Sie trug ebenfalls eine Kapuze aber legte diese samt des Mantels schnell ab, sodass man den sehr blassen Elf darunter erkennen konnte. Der alte Mann hatte Elfen bereits kennengelernt aber nicht diese Art. Er grunzte kurz zum Gruß, was allerdings schnell in ein tiefes aber leises Knurren überging, als der Elf einfach eine der Beeren in die Hand nahm. Geduldig ließ Oorm diese Unterbrechung und auch den überheblichen Blick des Neuankömmlings über sich ergehen. Er brauchte das Gold und wollte hier nicht wegen einer solchen Kleinigkeit das Geschäft platzen lassen. Sein Blick setzte sich auf dem Fuchs fest, während der Elf sein Drachenei vorstellte. Oorm mochte alt und dreckig sein aber wie so vieles auf der Welt, war das nur das offensichtliche, erste Bild, das man von ihm bekam. Er besaß eine natürliche Verbindung zu Tieren aller Art und auch zur Magie. Beides war ein Teil von ihm. Für den Moment beließ der Alte aber bei der Erkenntnis, dass der Fuchs sehr viel interessanter als das Ei war.

Er wandte seinen Blick wieder dem Zwerg zu, der mit ihm sprach. Der ersten Bemerkung schenkte er nur ein müdes Lächeln. Mochten sie doch alle über ihn spotten - er war das gewohnt. Niemand verstand ihn. Deshalb verbrachte er die meiste Zeit auch abseits der Zivilisation. Doch der Zwerg kam endlich wieder zum Geschäft. Oorm verstand, dass der kleine Mann erst einmal die Wirksamkeit prüfen müsste. "Gut." erwiderte er also. Seine braunen Augen legten sich auf das Mädchen, dann wieder auf den Zwerg. "Du schickst ein kleines Mädchen vor, um die Ware zu prüfen?" brummte der alte Mann schlecht gelaunt. Ja, er schien fast angewidert. "Was wenn ich wirklich nur ein verrückter Alter bin und die Beeren giftig sind?" Er legte die Beeren, Steine und den Stock neben sich auf einen Tisch und nahm stattdessen einen alten, abgenutzten Dolch zur Hand. Mit einem tiefen Brummen zog er die Klinge über seine Handfläche, sodass Blut auf den Boden tropfte. Er hielt die Hand von sich, sodass jeder die blutende Verletzung sehen konnte. Anschließend nahm er eine der Beeren und schluckte diese herunter. Es dauerte einige Sekunden, bis der Blutfluss stoppte und einige weitere, bis sich die Wunde schloss aber die magische Beere funktionierte. "Da hast du deinen Beweis." Er griff nach einer weiteren Beere, reichte sie dem Mädchen und blickte ihr in die Augen. "Du solltest dich nicht mit solchen Leuten abgeben. Magie ist gefährlich und du bist kein Versuchskaninchen." sagte er nur.

Schließlich griff er nach zwei Steinen und klopfte sie aneinander. Eine wohlige Wärme begann sich auszubreiten, als würde in der Mitte der kleinen Gruppe ein Lagerfeuer stehen. Doch der alte Mann konnte die Steine ohne Probleme in den Händen halten. Er klopfte sie ein zweites Mal aneinander und die Hitze wurde stärker - fast unerträglich. Ein drittes Mal klopfte er sie aneinander, gefolgt von einem vierten Mal. Die Wärme nahm langsam wieder ab. "Vier Mal um sie in den Ursprungszustand zurückzuversetzen." erklärte er. Überzeugt von seiner Vorstellung wandte er sich ein weiteres Mal an den Zwerg. Der Elf war Oorm unsympathisch. Zumindest hatte dieser ihn so blöde angeguckt und wirkte sehr überheblich. Solche Leute waren ihm generell zuwider. Vielleicht konnte er sich etwas rächen. "Selbst wenn das Drachenei echt ist, solltest du dich damit nicht lange beschäftigen." Er zeigte auf den Fuchs. "Der Elf verbirgt seinen wahren Schatz. Der Fuchs ist wertvoller."

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Beitrag von Kirre am Mi Feb 20 2019, 11:58

"Was für ein Trottel."

Hatte sie das eben laut gesagt? Irgendwie war die Besprosste gleichzeitig dazu übergegangen beständig den Kopf zu schütteln als sie das gesagt hatte, während sie den alten, komischen Kauz dabei ansah. Da es ja nun eh schon raus war, Kirre aber nicht davon ausging, dass irgendeiner sowas wie echtes Interesse daran hatte ihre Ausführungen zu hören, warum sie das dachte, lehnte sie sich zurück und wanderte mit dem Blick zu der interessanteren Gestalt. Dabei schliff sich nochmal den Zwerg, der genug in Beschlag genommen war für den ganzen Tag und ließ ihn mit einem halben Grinsen wissen, dass SIE beide noch nicht miteinander fertig waren. Zumindest zuckte ihre Schulter unter dem ponchoartigen Überwurf so hoch, als läge darin ganz viel ungesagte Weisheit, naja, naja. Dann ließ sie den Blick weiterziehen zu der spannenderen Gestalt. Also eigentlich zuest zu dem Fuchs, weil: niedlich! Die Kurze hatte auf einmal so einen starken Drang das Tier um jeden Preis liebkosen zu wollen, dass es schon einigem an Anstrengung bedurfte, um dem nicht nachzugeben.

Im Hintergrund jedoch schwollen Leier, Trommel und irgendein Instrument mit einem Sack, das man über ein Mundstück betrieb zu einem rhythmischen Allerley an. Kirre wippte mit der Fußspitze, als sie das Ei musterte. "Ha, ein Drachenei? Wie hast -DU- denn das bekommen?", fragte die Kurze unterm Mützenschirmraum und beugte sich vor, um vor dem Kinn die Fingerglieder zu falten. Sie wollte die hübschen Elfe ein wenig an ihrem Stolz packen, weil das bei denen so gut ging. Deshalb fiel die Betonung auch mehr als skeptisch aus. "Das hast du doch sicher gefunden.". Ihr Mundwinkel schrägte sich unvernünftig herablassend und sie wollte den Arm ausstrecken, um einmal mit den schmutzigen Fingern, die unter den Handschuhen ragten, gegen die Eierschale zu schnipsen. "Is' das überhaupt echt?"
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Beitrag von Adrian Kane am Do Feb 28 2019, 02:06

Remo zuckte mit den Schultern als der Alte seinen kleinen Geschaeftsdeal mit Meira kritisierte, dann aschte er einmal mehr ab und lauschte kurz der Band, die sich mittlerweile eingespielt hatte. Fuer Hinterwaeldler war die Musik ueberraschend gut, wie er fand. Irgendwie rustikal und vor allem ohne jedwede Zugabe elektronischem Firlefanzes. Als der orkische Kellner einmal mehr vorbeihuschte, tippte der Zwerg mit dem Finger auf seinen fast leeren Humpen, was ihm ein Nicken von dem grossen, wortkargen Mann als Bestaetigung einbrachte. "Besser sie arbeitet fuer mich, alsdass sie ihre Kohle auf dem Ruecken liegend verdient, wie so viele andere", er drueckte die Kippe aus und blickte Oorm an. Wenn es um persoenliche Hygiene ging, fand er verfilzte Haare am schlimmsten. Geruch, damit konnte er Leben. Man gewoehnte sich ueber die Jahre an vieles, ganz besonders wenn er sich die dreckigen Loecher in Erinnerung rief, in welche es ihn im Laufe seiner Karriere verschlagen hatte. Aber die Haare? Dann haette sich der Kerl in der braunen Robe sie zumindest abschneiden sollen, sinnierte er, waehrend besagte Gestalt ihre kleine Vorstellung lieferte.

"Das beweist gar nichts", kommentierte der Zwerg, "ich kenne genug Leute, die sich selbst Heilen koennen - oder gegen Gifte resistent sind." Im selben Moment, als der Alte dem Maedchen die Beere in die Hand drueckte, hatte die Kleine das Ding auch schon geschluckt als waere es ein Stueck Schokolade. Falls sie in irgendeiner Art und Weise besorgt war, so zeigte sie es zumindest nicht. Remo blickte erwartungsvoll auf die Schuerfwunde. "Und nur nebenbei", sagte er, ohne wegzuschauen, "falls du dieser verrueckte Alte bist, faengst du dir von mir eine Kugel zwischen die Augen", sein Tonfall war ruhig und gelassen. Tatsaechlich waere es nicht das erste Mal, aber nachdem man den letzten Kasper, der meinte er koenne ihn verarschen, irgendwo im Wald verscharrt hatte, schien das Geschaeft erfreulicherweise ohne groessere Schwierigkeiten zu Laufen. Meiras Wunde hatte indessen angefangen sich zu schliessen und das Maedchen bekam grosse Augen, die die des Zwerges suchten. "Alles Gut?" fragte er. Sie nickte ein paarmal. "Mhm. Geh und hol' mir Aryn hier runter, ja? Lass dich auch von ihr untersuchen, wenn du schon da oben bist." Wieder ein Nicken. Das kleine Geschoepf drehte sich um, zoegerte kurz und kam dann zurueck, beugte sich vor und fluesterte Remo etwas ins Ohr. Der Zwerg blickte sie an. "Mir egal, schnapp dir nen Krug kaltes Wasser wenns sein muss. Erinnere die Schoenwetterzauberinn daran, wer ihre Rechnung hier bezahlt", brummte er, und damit machte sich die Kleine auf den Weg.

Ein frischer Humpen Bier hatte unterdessen seinen Weg auf den Tisch unmittelbar vor ihm gefunden. Er hatte den verdammten Ork mal wieder nicht bemerkt, ziemlich gewandt fuer so einen grossen Kerl. Oorm absolvierte seine kleine Vorfuehrung mit den Steinen. Sicher konnte er auch dafuer einen Kaeufer finden, aber die Beeren waren der wirkliche Speckguertel an diesem Deal. Vor allem wenn sie sich im grossen Stil anbauen liessen. Oder synthetisch herstellen. Der Zwerg nickte dem Behaarten zu. "Nicht schlecht", begann er. "Wir warten noch drauf, dass die Kleine wiederkommt, aber ich denke wir koennten ins Geschaeft kommen", sein Blick fiel auf die Rinde. "Ahja darueber reden wir dann auch noch", fuegte er hinzu und starrte dann auf den Fuchs bevor er zu Oorm zurueckwanderte. Er mochte die direkte Art des Alten, keine Hemmungen. "Du kennst dich mit sowas aus?" Das Tier schien voellig normal. Zumindest in dem Rahmen, der fuer ihn mittlerweile als normal galt. Ein recht grosser Rahmen. Natuerlich wuerde man so ein Vieh fuer einen guten Preis verkaufen koennen. Er griff nach seinem Getraenk als Duennbier einen Kommentar an das Langohr richtete. "Ahja dieses Ei", Remo schielte ueber den Rand seines Humpens auf den Elf als er den Kommentar der Frau aufgriff, "das untersuchen wir dann auch noch wenn die Kleine zurueck kommt." Der Tisch wackelte leicht, als er den Krug wieder hinstellte. "Duennbier hat einen guten Punkt, die Geschichte wuerde mich auch interessieren."

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Taverne - Gastraum - Seite 3 Empty Re: Taverne - Gastraum

Beitrag von Hikari am Sa März 02 2019, 11:58

Ein Schnauben verließ die Kehle des Nachtelf, als das Mädchen, welches vom Zwerg nur Dünnbier genannt wurde, Oorm beleidigte. Das mehr oder minder lose Mundwerk schien bei dem Elf auf Gefallen zu stoßen. Die dunkelgrauen Augen erreichte die Belustigung über diese Aussage jedoch nicht. Zu interessiert war er an der kleinen Vorführung des schmuddeligen Alten. Befürchtete er doch, dass hinter Gestalt mehr steckte als es der Anschein war.
Doch war es nicht die Funktionsweise der dargebotenen Objekte, die den Elf fesselte, sondern die offensichtliche Güte und das Mitleid für das kleine Mädchen, welches als Versuchskaninchen diente. Er verstand die Einwände beider Männer. "Sollte man ein Kind nicht Kind sein lassen? Welche Notwendigkeit besteht sie arbeiten zu lassen?" Der Blick legte sich fast schon zornig auf Remo. "Oder darf in eurer Welt nur existieren, was Geld einbringt?"

Einige Augenblicke hält er dem Blick des Zwergs stand, dann huscht er zu Dünnbier, welche ihn angesprochen hatte. Ohne einen Augenblick zu vergeuden beugt sich der Elf leicht vor und imitiert die Bewegungen der burschikos zu nennenden Dame. Die Lippen zu einem Grinsen verzogen, dass dem eines Fuchses ziemlich nah kam. Das Grinsen eines Raubtieres. Das Grinsen eines verschlagenen Mannes. "Ich hab jemanden diese unaussprechliche Last abgenommen. Was die Echtheit betrifft werter Zwerg.", dabei ging sein Blick wieder zum Zwerg. "Nehmt es in die Hände. Der Drache dort drin wird euch seinen Namen sagen und ihr werdet seinen Herzschlag spüren. Wenn ihr das für faulen Zauber halten solltet, lasst es halt begutachten."
Die Geschichte um den Diebstahl des Ei's war zu kompliziert um sie zu erörtern, besonders wenn diese Anderswesen die Umstände nicht kannten.

Und schließlich huschte sein Blick noch einmal zurück zu Oorm. Shad hatte sich wieder zurückgelehnt, doch das Fuchsgrinsen blieb auf seinen Lippen. "Was den Fuchs betrifft: Macht sie nicht wütend." Es war fast schon beleidigend, dass dieser Mann auch nur daran dachte die Kitsune sei käuflich. "Um das Mädchen seid ihr besorgt, aber Sie würdet ihr versklaven? Heuchler."

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Beitrag von Kitty am Sa März 02 2019, 12:23

Dicke graue Wolken verdeckten den Himmel. Der Smog der Millionenstadt hing schwer und düster in den Straßen und Gassen, durch die sich eine dünne Gestalt schleppte. Die arme hatte sie vor der Brust verschränkt, um die Kälte des Windes ein wenig abzuhalten und die Kapuze war tief in das fahle Gesicht gezogen.

An einer Tür blieb die Gestalt stehen und klopfte das verabredete Zeichen. Nach wenigen Minuten öffnete sich der Sichtschlitz und zwei gelbe Augen starrten hindurch. „Was willst‘n!“ Blaffte eine dumpe Stimme. Unter der Kapuze blickten müde Augen mit dunklen Ringen drumherum hervor. „Hast du was für mich?“ Fragte die Frau mit zittriger Stimme. Plötzlich schrillte eine laute Sirene auf und ein Streifenwagen von KnightErrant kam um die Ecke. „Verpiss dich, Junkie!“ kreischte es hinter der Tür und der Schlitz schloss sich hastig. „Dreckheads!“ Fluchte Kitty laut und machte das sie weg kam. Doch der Wagen folgte ihr eisern. Bei der nächsten Gelegenheit ab zu biegen fing Kitty an zu rennen und der Motor der Streife heulte auf und folgte ihr. Die nächste enge Gasse könnte Kittys Rettung sein, doch einer der KE-Männer stieg aus und rannte ihr hinter her.

Kitty war schnell, denn ihr Totemtier Katze verlieh ihr die Fähigkeit schneller und flinker zu laufen als ein Mensch, aber ihr Verfolger musste verstärkte Reflexe haben, denn er lies sich nicht abschütteln. Auch der Streifenwagen versperrte ihr immer wieder den Fluchtweg und so ging die Hatz von der Innenstadt bis zum Hafenviertel.
Dort wurde es immer nebliger und Kitty musste ihren Lauf verlangsamen, obwohl sie mit ihren biomechanisch verstärkten Augen gut sehen konnte. Auch die Schritte ihres Jägers wurden langsamer. In einer engen Gasse musste sie sich an der Wand entlang tasten, als eine Holztür zu fühlen war. Hektisch und außer Atem suchte Kitty nach der Klinke und purzelte in den Innenraum der Taverne im Nebel.

Verdutzt schauten die Gäste, die in der Nähe der Tür saßen, die Neue an, die da auf dem Boden saß und ihre langen Beine sortierte. Dabei rutschte ihr die Kapuze herunter und zum Vorschein kam ein elfengleiches Gesicht mit braunem kurzen Haaren. Die spitz zu laufenden Ohren ließen ihre Rassenzugehörigkeit deutlich erkennen, doch am auffälligsten waren die großen Augen,dessen Iris Kristall glich in denen sich ein hellblauer Ozean widerspiegelte. Auch wirkten sie nicht ganz natürlich, als ob sie durch irgendeine Technik verändert worden waren.  Eilig rappelte sich die Frau auf und zog die Kapuze wieder über ihren Kopf. „Dreckhead.“ Flucht sie, mal wieder, mehr zu sich selbst als zu irgendwem bestimmten und sah sich dann um. Dieser Ort war seltsam unwirklich und doch vertraut. Die Gäste konnten nicht unterschiedlicher sein, andersartige Elfen, Menschen die noch seltsamer gekleidet waren, als sie es aus verrückten Bars in ihrer Welt kannte, aber die Musik gefiel ihr und sie entschied zu bleiben. Wartete draußen doch nur der Tod oder eine Nacht im Bezirksgefängnis.

Kitty kramte in ihrem, mit verschiedenartigen Kronenkorken gespickten, Rucksack und holte ein altmodisches Katzenkopf-Portmonee heraus. Nach einem prüfend Blick hinein, bahnte sie sich einen Weg zur Bar. Dort bestellte sie sich einen doppelten Tequila und spülte damit, das aufkommende Körperzittern wegen der fehlenden Droge weg. In ihrer Brust wurde es warm und der synthetische Alkohol wirkte betäubend. Sehnsüchtig sah Kitty in das leere Glas, dieser kurze Rausch musste wohl genügend, denn für mehr fehlte ihr das nötige Kleingeld. Seufzend drehte sie sich auf den Stuhl und genoss noch kurz die Musik und die Atmosphäre.

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...Meow...
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Beitrag von Thorgrimm am So März 03 2019, 05:54

"Du unterschätzt mich. Wie so viele." Diese Worte und ein intensiver, richtender Blick waren die einzige Reaktion auf die Beleidigung, die man ihm entgegenwarf. Oorm war die Ruhe selbst und ließ sich durch so etwas nicht aus der Ruhe bringen. Ohnehin war der Handel und dieser Elf im Moment interessanter für ihn. Es folgten also die kleine Vorstellung seiner magischen Beeren und der Steine. Der Zwerg verteidigte den Einsatz des Mädchens als Versuchskaninchen. Auf dem Rücken liegend, wie so viele andere. Der alte Mann konnte mit dem Ausdruck nichts anfangen aber er hoffte, dass der Zwerg dem Kind etwas gutes tat. Aber was konnte schlimmer sein, als irgendwelchen unbekannten, magischen Kram zu essen, an dem man womöglich starb? Sogar der Elf brachte sich ein und stellte die Arbeit des Mädchens in Frage. Ein guter Kommentar. Ein Kind sollte nicht arbeiten müssen. Oorm grunzte zustimmend.
Auch die Drohung des Zwergs steckte der alte Mann ohne Probleme weg. Zwar verstand er nicht, was damit gemeint war aber manchmal übertrug sich der Sinn eines Satzes auch ohne das man die Bedeutung der einzelnen Worte genau erkannte. Er war kein verrückter Alter und seine Ware funktionierte. Es gab also nichts, wovor er sich fürchten musste. Und selbst wenn, in ihm steckte mehr, als man Anfangs sah. Der Zwerg war vielleicht schon tot, bevor er überhaupt angreifen konnte. Aber Oorm war nicht hier, um das herauszufinden, sondern um Geld zu verdienen. "Gut." antwortete er wortkarg, als Remo endlich sagte, das man ins Geschäft kommen konnte. "Der Zweig ist selten. Und teuer. Es gibt nicht viele Herzensbäume und noch weniger, denen man einen Zweig abnehmen kann." antwortete er direkt, als das Thema angesprochen wurde.
Er würde geduldig abwarten, bis das Mädchen wiederkam und diese Person namens Aryn mitbrachte. Was auch immer der Zwerg damit bezwecken wollte, ihm war das egal. Ohnehin wurde das Gespräch nun auf die Kitsune gelenkt. Man schien überrascht, dass sich Oorm mit mehr als Dreck auskannte. "Ich kenne mich mit Tieren und Magie aus. Besonders wenn beides miteinander verwoben ist." antwortete er ohne Hemmungen. Dass er quasi selbst eine Art magisches Tier und Wächter der Wälder seiner Welt war, erklärte er natürlich nicht. Sollte man ihn nur weiter unterschätzen, ihm machte das nichts aus. Nun hatte auch der Elf etwas zu meckern. Er redete von Sklaverei und nannte ihn einen Heuchler. Oorm war etwas überrascht und versteckte diese Überraschung auch nicht.
"Heuchler? Sklaverei?" Er brach schließlich in Gelächter aus. Ein tiefes aber ehrliches Lachen. Es amüsierte ihn, dass er gerade von dem Elf so genannt wurde. "Ich habe nur den Wert der Kitsune angesprochen. Du nennst mich einen Heuchler aber selbst verkaufst du einen Drachen, der noch nicht geschlüpft ist und sich nicht verteidigen kann. Hat der Drache kein Recht, ein eigenes Leben zu führen?" Er zeigte auf den kleinen Fuchs. "Die Kitsune kann sich wenigstens verteidigen oder fliehen. Der Drache kann das noch nicht." Er sah dem Elfen direkt in die Augen. Vorwurfsvoll. "Ich verkaufe nur das, was die Natur mir freiwillig geschenkt hat, damit ich ihr helfen kann. Du verkaufst ein lebendes, hilfloses Wesen. Wer ist hier also der Sklavenhändler?"

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We’ve come here to clean up and we’ve come here to play. We’ve come as the butcher to pack them away
The target’s beneath us and headed our way. He’ll be out here in 20, so look lively, mates

And expect some more company, cause we’re sexy machines. When they hear that we’re here, the Rebs will convene
They cannot resist us, they want a night of mayhem, so shoot all who come here on sight
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