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Die Toten von Torant, Kapitel 1 - Die Mission

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Beitrag von Darnamur am So Aug 24 2014, 22:30

Bazille lachte und hetzte wie ein Irrer los. Da bemerkte er Oorm, seinen alten Kumpanen. Anscheinend sehnte sich der bärenhafte Mann so sehr nach ihm, dass er ihn nicht einen Augenblick allein lassen wollte. Er kicherte, doch seinem Begleiter schien die Situation alles andere als zu gefallen. Seine Worte klangen auch nicht gerade freundlich. Meine Fresse, was scheißt sich der Kerl denn so ein…
Aber Bazille blieb fröhlich. Er ließ Oorm zu sich aufschließen, sodass sie jetzt nebeneinander rennen konnten. „Jetzt willst du doch mit mir reden, oder was?“, gab er – ein wenig außer Atem, von sich. „Aber, was fragst du denn, ob ich etwas denke- dazu bin ich doch gar nicht fähig. Oder zumindest dürfte das die verbreitete Meinung sein. Hehe.“
Ein bisschen Schweiß tropfte von seiner Stirn, aber das störte ihn nicht. Er wollte weitermachen und alles aus seinem Körper herausholen. Es ist eine Herausforderung. Nur eine weiter Herausforderung…
Seine Augen glänzten aufgeregt. Hinter sich hörte er über Stein trampelnde Stiefel. Die sollten nur kommen. Wahrscheinlich konnte er einen oder zwei auch mit seinem Schwert niederprügeln. Was waren das schon für Verfolger? Ein Schankwirt und seine Knechte. Und ihre Bewaffnung? Ein paar Messer und Knüppel…
Doch das Laufen war eine spannendere Herausforderung. Er war schon lange nicht mehr so gelaufen, wie jetzt. Und vielleicht würde er irgendwann mal in einer Situation sein, in der er genau so etwas brauchte. Sein Blick fiel zu Oorm. Er hoffte der Mann würde Schritt halten können, sonst würde es vielleicht doch noch zum Kampf kommen. Und das wäre nicht schön. Bazille wollte hier in der Stadt kein Blutbad anrichten. Das könnte die Chance auf eine Belohnung verringern.
Schließlich wandte er sich doch nochmal Oorm zu, um seine Frage befriedigend zu beantworten: „Also um ehrlich zu sein, wollte ich sie ablenken. Man ist doch ehrlich unter Kameraden, oder?“ Tja, Oorm wohl nicht.
„Sonst tauchen irgendwann Probleme auf- so wie bei dem guten Samuel. Naja- solange es bei dir nicht zu so einem Desaster kommt, will ich mich ja auch gar nicht beschweren.“
Durch das Reden ging ihm die Kondition etwas schneller aus, aber was sollte es. Er hatte Lust auf eine kleine Unterhaltung. Außerdem musste er es wohl ausnutzen, wenn Oorm mal ein bisschen gesprächiger war.
„Ich dachte mir halt- wenn ich es schaffe, dass sie sich aufteilen, haben wir weniger Probleme. Was sollen die Kerle schon gegen mich ausrichten? Ich bin ein Söldner-hehe. Also keine Sorge, mein Freund. Aber ich bin trotzdem gerührt, dass du mich beschützen willst.“
Bazille lachte und rannte weiter. Den Feind in seinem Rücken. Und jemanden an seiner Seite, von dem er noch nicht völlig sicher war, wie er ihn einordnen sollte.
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Beitrag von Tribuna am Di Aug 26 2014, 10:06

Sie war etwas verwirrt. Plötzlich tauchte der Wirt mit seiner Tochter auf? Samantha kannte ihn recht gut, sie hatte sein Etablissement das eine oder andere Mal aufgesucht. Zwei Leute trennten sich von der Gruppe und eilten davon. Es müssten wohl die Zielpersonen gewesen sein, Samantha kümmerte sich nicht weiter darum. Wie üblich schwieg sie einfach. Von der Idee, Kutschen zu mieten, war sie nicht so begeistert. Die junge Frau reiste ungern zu Pferd, auch andere Fahrzeuge sagten ihr nur wenig zu. Sie liebte die einfachen Dinge des Lebens und auch wenn der Fußmarsch länger dauern und anstrengender sein würde, so könnten sie sich unterwegs zumindest etwas näher kennen lernen. Außerdem wurden Kutschen deutlich öfter überfallen, vor allem die, die so wirkten, als hätten sie mehr Begleitschutz als die des reichsten Händlers der gesamten Umgebung. Samantha wollte keine Zielscheibe für Banditen sein. Sie wollte den Marsch durch Wald und Wiesen genießen, bis es ernst werden würde. Nicht nur für sie, sondern auch für ihre Begleiter. "Wieso laufen wir nicht einfach?", meldete sie sich nun doch zu Wort. Sicher, einige Pferde fürs Gepäck wären wohl sinnvoll, aber mehr wollte und brauchte sie nicht.

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Beitrag von Leo am Mi Aug 27 2014, 23:27

Mike war etwas aus der Puste, als sie endlich am Stadttor ankamen. In seiner Kindheit hatten Freunde und er im Dorf ab und zu zum Spaß Wettrennen veranstaltet. Gewonnen hatte er schon damals nie …
Er lehnte sich mit einer Hand an die steinerne Stadtmauer, mit der anderen schob er seinen Strohhut in den Nacken und fuhr sich durch die Haare. Es dauerte eine Weile, bis sein Herz wieder normal stark schlug und sich sein Atem beruhigt hatte, daraufhin nahm er die Gruppe in Augenschein. Fast alle da. Nur … „Wo sind Basil und Oorm abgeblieben? Hat jemand gesehen, wie sie abgebogen sind?“ Oder – hatte Basil etwa die Gruppe um den Wirt angegriffen? Hatte er dem Kampf nicht wiederstehen können? Oh nein … schon so früh Ärger am Hacken, das war nicht gut.
Mike lehnte sich mit dem Rücken an die Mauer und schnaufte tief durch. Es war ein gutes Gefühl, die massiven Steine im Rücken zu haben, auch wenn ein paar davon vorstanden und gegen den Rücken drückten. Schon als Mike hier mit dem Schiff von der Insel angekommen war, hatte die imposante Stadtmauer ihn beeindruckt: Sie war schätzungsweise 10 Meter hoch, bestimmt 3 Meter breit und bestand aus grauem, massiv wirkendem Stein, der fast den Eindruck erweckte, ganz natürlich zu dieser Mauer gewachsen zu sein. Oben auf der Mauer war ein teilweise überdachter Wehrgang eingerichtet, auf dem aber nur unregelmäßig Wachen patrouillierten – Jagnia hatte keine direkten Feinde, vor denen es sich schützen musste. Das Osttor, an dem sie nun standen war wie alle anderen Tore auch, die meiste Zeit geöffnet. Draußen standen keine Wachen, doch war das Tor von zwei Türmen flankiert, und Mike vermutete dass die Stadtwachen von dort drin das Geschehen hier draußen gut im Blick haben mussten. Auf der anderen Seite des Tores waren grünlich-gelbe Getreidefelder zu sehen, im Hintergrund ließen dunkle Schemen einen Wald erahnen. Ein breiter Weg auf festgetretener Erde führte aus der Stadt hinaus, da die gepflasterte Straße nur knapp wenige Meter aus der Stadt heraus reichte. Zwei tiefe Radspuren verrieten die häufige Nutzung des Weges; vermutlich durch Bauern und Händler, die auf dem Markt ihre Produkte feilbieten wollten und dafür mit ihren Wägen herkamen. Jetzt war das Tor noch menschenleer, kein Wunder, denn die Sonne ging gerade erst auf, es konnte jedoch nicht mehr lange dauern, bis die ersten Menschen es passierten.

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Beitrag von Schattenmond am Do Aug 28 2014, 13:54

Endlich, das Stadttor. Neah lächelte leicht, obwohl sie völlig außer Atem war.
Das fing ja wirklich blendend an.
Als sie wieder zu Atem kam, trat sie auf das Tor zu und durchschritt es, jedoch so, dass sie nahegenug bei dem Rest blieb. Ihre Augen wanderten an die Stelle, an der sie die Spitzen der Baumkronen sehen konnte. Ein wundervolles Gefühl. Der Wald war zum greifen nah, aber so wie sie diese Leute einschätzte, würden sie ihn wohl besten Falls im Sonnenuntergang erreichen. Schließlich waren der Angsteinflößende und der entstellte erstmal verschwunden.
"Ich habe nichts gesehen"
Stellte sie dann nüchtern klar und starrte weiter zum Wald.
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Beitrag von Elli am Do Aug 28 2014, 14:04

Nicht nur der Körper der sich an ihn drückte, sondern auch die unverkennbare Anwesenheit von Waffen ließen Samuel schmunzeln. Wenigstens eine interessante Person, die sich in der Gruppe auftat. Dennoch schwenkten seine Gedanken einen Moment traurig ab, als er an seine letzte Liebschaft dachte, aber er verwarf die Erinnerung schnell. Der weibliche Wärme hinter ihn, half ihm dabei.
Das Tier lief im gestreckten Galopp davon und als Samuel den Blick nach einer Weile nach hinten wand, sah er dass die Verfolger ein weites Stück hinter ihm waren und keine Gefahr darstellten. Er bremste das Pferd langsam ab, während er es drehte. Nach dem schnellen Ritt spürte er die schnelle Atmung des Tieres unter sich und das etwas unruhige Tänzeln. Er drehte den Kopf leicht nach hinten.
"Schade, das war wirklich fast zu leicht." er musste lachen, wirklich lachen, vielleicht das erste Mal seit Jahren.
"Dann versuchen wir mal die anderen zu finden." sagte er zu Fantasia und lenkte das Pferd im leichten Trab in einem ordentlichen Kreis um die Stadt herum. Nach einer Weile gelangten sie, nach einem schmerzhaften Biss in die Wade, als Samuel nicht aufpasste, an ein Stadttor. Die Gestalten die sich dort versammelt hatten, kamen Pierce bekannt vor. Im langsamen Schritt führte er das Tier auf die Versammlung zu. In angemessenem Abstand (man konnte ja nicht wissen, ob nicht doch noch ein mistgabelschwingender Mob um die Ecke biegen würde) blieb er stehen und sprang vom Pferd.

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Beitrag von RosenRoterRitter am Do Aug 28 2014, 15:00

Oleria ging es gut. Die Lauferei war jetzt nichts neues, wenn auch immernoch anstrengend. Man würde sich wohl nie ans Laufen gewöhnen können. Da wäre sie wohl keine Ausnahme. Sie schob die vom Laufen verwehten Haare ein wenig zurecht, sodass sie wieder das Gesicht bedeckten. Sie waren ja immernoch in der Stadt.
Daraufhin ging sie in Richtung Tor und lehnte sich mit etwas Abstand zu Mike gegen die Wand, wie er es tat.
"Basil ist in irgendeine Gasse gelaufen. Von Oorm weiß ich nichts, da war ich schon auf dem Weg hier her."
Sagte sie, ohne in seine Richtung zu schauen.
Dann als Pierce ankam und vom Pferd hüpfte sah sie zu jenem. Es fing bereits gut an.
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Beitrag von Leo am Do Aug 28 2014, 15:09

Mike kratzte sich am Kopf. „In eine Gasse? Hm, na gut, wenn er meint …“ Basil war ein komischer Kauz, keine Frage, wer wusste schon, was er vorhatte. Aber er würde schon heil ankommen, die Frage war er, ob sein Schwert dann blutig sein würde oder nicht. Mike verscheuchte den Gedanken.
So dumm war auch Basil nicht, dass er einen fast wehrlosen Wirt einfach angriff, oder?
Er atmete schnaufend aus, dann wandte er den Kopf zu der Seite, auf der sich seine Begleiterin an die Mauer lehnte. Natürlich hatte sie sich etwas entfernt zu ihm hingestellt, genauso wie der Rest der Gruppe, aber Mike wunderte das gar nicht so sehr. Es war eine ihm bekannte Reaktion seiner Mitmenschen, sobald er anwesend war. Aber wie sollte er es schon ändern? Baden half nichts, also nahm er seine stinkigen Ausdünstungen meist mit Humor.
Dein Name war doch Oleria, oder?“, fragte er, obwohl er sich ziemlich sicher war, dass das der Name des Mädchens war. Er wusste einfach nicht recht, wie er sonst ein Gespräch beginnen sollte. „Na ja, die zwei werden schon noch auftauchen. Ich glaube nicht, dass sie sich jetzt noch aus dem Staub machen, dann wären sie gar nicht erst gekommen.

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Beitrag von RosenRoterRitter am Do Aug 28 2014, 20:40

Als Mike sie ansprach, drehte sie ihr Gesicht zu ihm. Ihre hellblauen Augen blickten ihn an.
"Ja. Ich heiße Oleria. Ihr ward Mike oder?" Sie lies den Blick auf ihm ruhen.
"Ich denke auch, dass die beiden herkommen. Basil sah ser entschlossen aus. Was mir Sorgen bereitet sind die beiden."
Sie deutete auf Pierce und Fantasia.
"Auch wenn sie fähig sind, so haben sie bisher am meisten Probleme gemacht. Zumindest der Reiter. Was hälst du von ihnen?"
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Beitrag von Thorgrimm am Fr Aug 29 2014, 03:36

Auch wenn Oorm alt war und wie ein Greis aussah, war er doch durchtrainiert und konnte mit Basil mithalten. Er war schließlich ein halber Bär und lief manchmal stundenlang durch die Wälder, um so überall nach dem Rechten zu sehen. Wenn Oorm eines konnte, dann war es ausdauernd zu laufen. Er zwang sich dazu, ruhig und regelmäßig zu atmen, um nicht zu schnell ins Schwitzen zu kommen oder langsamer zu werden. Nachdem er zu Basil aufgeschlossen hatte und neben ihm herlief, sah er ihm ins Gesicht. "Du begibst dich unnötig in Gefahr und provozierst einen Kampf, bevor wir überhaupt mit der Mission angefangen haben." Oorm atmete etwas schwerer, fuhr aber in gewohnt tiefen Tonfall fort. "Ich weiß das du nur an das Geld denkst aber hier geht es um unser Land. Wenn das von Untoten überrannt wird, kannst du nichts mehr mit deinem Reichtum anfangen."
Vermutlich war es sowieso sinnlos mit dem Söldner über so ein Thema zu sprechen. Trotzdem war Oorm gerade in diesem Moment bereit, seine Zurückhaltung zu ignorieren und etwas mehr zu reden. Eigentlich ungewöhnlich für ihn aber das Thema ließ ihn nicht los und er wollte nicht mit einem Mitglied dieser Mission - schließlich musste er sich im Ernstfall auch auf Triefauge verlassen können - im Streit sein. Er seufzte. "Natürlich sollten wir ehrlich untereinander sein aber es gibt Dinge, die ich nicht einfach so offenbaren kann. Es ist zu gefährlich." sagte er geheimnisvoll. "Der richtige Moment wird kommen, in dem ich dir mehr sagen kann aber bis dahin kannst du dir sicher sein, dass es keine Probleme aufgrund dessen geben wird." "Zumindest nicht für euch und wenn ich schnell aus dieser Stadt rauskomme, auch nicht für mich." Mit den Jahren hatte Oorm gelernt bei seinen kurzen Besuchen in Städten und Dörfern seine wahre Natur zu verstecken. Wenn er sich nicht noch einige Stunden in der Stadt aufhielt und sie sich auf den Weg machen würden, würde er von dem Fluch und den Schmerzen des Gestaltwandels nichts merken.
Vorsichtig warf Oorm einen Blick zurück und suchte nach seinen Verfolgern. Langsam aber sicher kam auch er ins Schwitzen. Es war schon ein Unterschied ob man stundenlang durch den Wald lief oder vor messerschwingenden Männern floh. Natürlich könnte er sich ihnen stellen und versuchen sie zusammenschlagen aber ein Kampf war das Letzte, was der alte Mann jetzt wollte. Außerdem wäre er dadurch vielleicht gezwungen sich zu wandeln und seine Kräfte wollte er erst im Notfall offenbaren.
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Beitrag von Leo am Fr Aug 29 2014, 13:51

Genau, ich bin Mike. Der Imker“, erwiderte Mike lächelnd. „Aber du brauchst mich nicht zu Ihrzen, echt. Das hat noch nie jemand gemacht … seh‘ ich so alt aus?“ Er lachte auf und fuhr sich erneut durch die Haare, dieses Mal ein wenig verlegen.
Aber ganz ehrlich …“ Er warf ebenfalls einen Blick auf Samuel, wie er da auf seinem Pferd saß, mit der attraktiven Fantasia (boah, dieser Hintern!) im Rücken. Er beugte sich ein wenig weiter zu Oleria, obwohl Samuel und Fantasia wohl weit genug weg waren, um ihr Gespräch nicht zu hören. „Samuel scheint halt so eine Art … Frauenheld zu sein, oder? Das musste ja irgendwann Probleme geben. Vielleicht lernt er ja daraus.“ Oder auch eher nicht … aber die Hoffnung starb zuletzt.
Zugegeben, ich weiß bei keinem der beiden so ganz, ob man ihnen trauen sollte … aber das muss ich wohl, schließlich sind wir jetzt alle sozusagen Verbündete, nicht?“ Er sah wieder zu Oleria – wobei er sich unweigerlich die Frage stellte, wie es denn eigentlich mit ihr stand. Viel von sich preisgegeben hatte das Mädchen mit den blauen Augen jedenfalls nicht … aber das hieß doch noch nichts, oder?
Hoffentlich nicht.

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Beitrag von Darnamur am Fr Aug 29 2014, 14:30

Mittlerweile konnte Bazille niemanden mehr hören. Er drehte sich um: Keiner ihrer Verfolger war mehr zu sehen. Das wäre also schon mal geschafft. Nichtsdestotrotz verlangsamte der Söldner seine Schritte nur wenig. Es bestand immer noch die Chance, dass die Kerle wieder auftauchen würden und außerdem kamen sie so besser voran. Oorm schien ausdauernder zu sein, als gedacht, also würde das wohl kein Problem darstellen.
Zusammen erreichten sie einen größeren Platz und schlugen den Weg in Richtung Tor ein, wo die anderen vermutlich schon auf sie warteten. Oder auch nicht: Vielleicht waren sie auch gleich abgehauen, weil ihre Begleiter sie einen Dreck interessierten. Ein Grund mehr, ein bisschen schneller voran zu kommen.
Er wandte sich Oorm zu. Der bärenhafte Mann sprach in Rätseln, aber immerhin waren seine letzten Worte auch ein Zugeständnis. Er konnte das eigentlich respektieren. Eigentlich. Allerdings hatten seine vorherigen Worte bereits Ärger in ihm geschürt.
„Welche Gefahr? Welcher Kampf?“, grunzte er. Er verstand seinen Begleiter wirklich nicht. Das waren ein götterverdammter Schankwirt und ein paar simple Raufbolde gewesen. „Scheiß‘ dich mal nicht gleich ein.“ Aber das war es nicht, was ihn zornig gemacht hatte. Das waren seine folgenden Worte gewesen.
Bazille verlangsamte seine Schritte zu einem leichten Trab und blickte Oorm aus seinen unterschiedlichen Augen an. Das eine in der Farbe von schlammigem Moos, das andere von finsterem Braun, welches tatsächlich tiefte. Durch die Laufgeschwindigkeit verlief die Tränenspur ein wenig horizontaler, als normal.
„Ich möchte dir etwas sagen, Oorm.“, meinte er zu ihm und ein leises Grollen lag in seiner Stimme. „Du liegst falsch. Wenn auch nicht völlig falsch. Natürlich will ich das Geld. Aber nicht weil ich so gierig danach bin, sondern weil ich es brauche. Aber ich erzähle dir gerne, was ich will.“ Er packte seinen Begleiter an der Schulter, um ihn zum Stehenbleiben zu bewegen.
Als er wieder zu sprechen begann, war der unterdrückte Zorn in seiner Stimme nicht mehr zu überhören. Aber er brüllte nicht herum, sondern redete weiterhin leise: Ich, will diesen Nekromanten in seinen haarigen Arsch ficken. Ja, du hast richtig gehört: Ich will ihn richtig ficken. Ich will in seinem Blut baden und in seinen Eingeweiden wühlen. Ich möchte ihm seinen verdammten Schädel von der Schultern schlagen und ihn dem Senator zum Nachtisch servieren…“ Bazille merkte gar nicht, dass er die Zähne zusammengepresst und die Fäuste geballt hatte. Seine Augen funkelten zornig. Aber er starrte Oorm gar nicht wirklich an, sondern irgendwohin ins Leere.
„Und was Torant angeht…“, er betonte das Wort, als würde es sich um dreckige Kloake handeln. „Ich schulde diesem Scheißland gar nichts. Rein gar nichts. Und wenn es verrecken würde, dann käme es mir gerade Recht. Es soll brennen. Wie Zunder soll es brennen und verenden, bis nichts mehr übrig bleibt, als Asche. Also spar dir deine Moralpredigten. Da scheiße ich drauf. Und genauso werde ich auf diesen Nekromanten scheißen. Nur eine weitere Herausforderung…entweder bringe ich ihn um, oder er bringt mich um. So läuft die Welt. Also keine Sorge, ich bin mehr als nur motiviert, um jedem in die Eier zu treten, der unserer Mission im Weg steht.“
Er setzte sich wieder in Bewegung. Direkt vor Ihnen lag das Stadttor und man konnte schon einige Gestalten erkennen, die dort herumlümmelten und ihrem Dasein fristeten. Bazille kochte noch immer innerlich, aber er hielt sich zurück. Er blickte auf das Tor vor ihren Augen, aber seine Gedanken waren an anderen Orten.
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Beitrag von Mini Drachin am Fr Aug 29 2014, 14:34

Saltatrix war inzwischen fast damit fertig ihre Knochen zu ordnen, es war schon garnicht so leicht über 200 Knochen richtig angeordnet zu halten, vorallem wenn man wegen des Fehltrittes eines "Mitstreiters" gezwungen war zu rennen.
Ihr fiel ein, dass Menschen immer außer Puste waren, nachdem sie gerannt waren, das hatte sie völlig vergessen, aber jetzt noch so zu tun würde nur noch unglaubwürdiger erscheinen und sie letzten endes nurnoch darauf aufmerksam machen, also lehnte sie sich gegenüber von Mike und Oleria an die Wand und versuchte dabei so Menschlich wie möglich zu wirken.
Gewicht auf einem Bein halten, atmen, kitzelnde Haare aus dem Gesicht streichen, aber nach Möglichkeit die Ledermaske damit bedecken. Blinzeln. Gewicht verlagern. Atmen nicht vergessen.
Das konnte noch heiter werden...

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Beitrag von RosenRoterRitter am Fr Aug 29 2014, 22:44

Oleria musste schmunzeln. Sie meinte das "Ihr" als eher höfliche Geste.
"Nein nein ihr seht nicht alt aus. Und ja Samuel ist wohl ein Frauenheld. Aber ich halte nichts von ihm."
Sie sprach ganz normal mit ihm."Aber trauen werde ich ihnen wohl. Ohne Vertrauen ist die Mission eh schon zu Ende,
bevor sie angefangen hat. Wir sollten also uns ein wenig bemühen, Mike.
"
Sie sprach ihn direkt an, da ihr das doch wichtig war.
Erst jetzt bemerkte sie seinen leichten Geruch und entfernte sich etwas wieder von ihm?
Mit neutraler Miene sah sie weider zu den ankommenden Basil und Oorm.
"Da sind ja unsere Ausreisser, dann lasst uns Mal losgehen."
Mit einer schwungvollen Bewegung stieß sie sich von der Wand ab.
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Beitrag von Thorgrimm am Sa Aug 30 2014, 01:36

Mit deutlicher Erleichterung nahm Oorm wahr, dass sie ihren Verfolgern wohl entkommen waren. Wie auch schon Bazille zuvor, drehte er sich sicherheitshalber um und betrachtete das Ende der Gasse eingehend. Bis auf Dreck und abgestandenes Wasser war allerdings nichts zu sehen und auch die Schritte, die ihn und den Söldner solange verfolgt hatten, waren nicht mehr zu hören. Trotzdem schien Triefauge nicht langsamer gehen zu wollen, was wohl damit zusammenhing, dass sie noch nicht wirklich außer Gefahr waren. Ihre Verfolger lebten schließlich in dieser Stadt und kannten sie besser als er und Bazille. Vielleicht hatten sie nur eine Abkürzung genommen und waren schon längst vor ihnen.
Das der Söldner die Gefahr anscheinend nicht ernst nahm, gefiel Oorm nicht. Entweder konnte er tatsächlich gut kämpfen, er überschätzte sich maßlos oder er war wirklich darauf aus, sein Leben zu riskieren. "Ich habe keine Angst vor den beiden aber sie sind bewaffnet und ein scharfes Küchenmesser kann dir genauso wie ein Schwert den Arm aufschneiden, wenn du nur einen Fehler machst." gab der alte Mann zu bedenken. Man durfte seine Gegner nicht unterschätzen, denn auch wenn ihre Verfolger keine ausgebildeten Soldaten waren, konnten die Männer durch ihre Wut und Entschlossenheit einige Nachteile wettmachen.
Etwas irritiert sah Oorm den Söldner an, als dieser ihn an die Schulter griff und damit aufhielt. Doch es war nicht diese Geste und auch nicht die leise Stimme - die von unterdrückter Wut nur so troff - sondern der Inhalt der wütenden Worte, der Oorm erstarren und die Stirn runzeln ließ. Noch nie hatte er einen Menschen getroffen, der die Welt und sich selbst so hasste, dass ihm einfach alles egal war. Oorm hatte also Recht mit seiner Vermutung gehabt, dass Triefauge dieses Risiko bewusst und extra eingegangen war. Vielleicht wollte er tatsächlich sterben. Oorm wurde ernst - auch wenn man das nicht bemerkte, da er sowieso nie wirklich locker war - denn er verstand zumindest zum Teil, wie es war sich selbst zu hassen. Als Oorm gemerkt hatte, aus welchem Grund er verflucht worden war, hatte er sein bisheriges Leben und sich selbst ebenso gehasst. Doch er war nicht dabei stehen geblieben, sondern hatte sich geändert. Er hatte seinem Leben einen neuen Sinn gegeben und war als neuer Mensch auferstanden. Er wusste nicht so recht, was er dazu sagen sollte...
"Das ironische daran ist, dass du dieses Land durch deinen Hass vielleicht retten wirst."
Mehr fiel ihm jetzt dazu nicht ein, denn alles was der Gestaltwandler sagen wollte, würde in dieser Situation von dem Söldner sowieso nicht richtig aufgenommen oder ignoriert werden. Außerdem hatte er ja deutlich gemacht, dass er keine Moralpredigten hören wollte und Oorm würde nichts von seinem eigenen Problem damals erzählen.
Schließlich kamen sie aber endlich am Tor an. Es war Zeit die Reise zu beginnen. Den anderen nickte er nur zu, erzählte aber nichts von der Flucht, auf der Basil und er gewesen waren. Nach diesem ganzen Gerede verfiel er wieder in das gewohnte Schweigen und würde es erst wieder brechen, wenn es sich wirklich lohnte, über etwas zu reden.
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Beitrag von Lillybell am Sa Aug 30 2014, 12:55

Fantasia schmunzelte, als der Gaul seinen Herren biss... das Pferd gefiel ihr mit jedem Mal mehr... Ja sie hatte es zwar nicht gesehen... aber wenn man auf dem Rücken eines Pferdes saß, spürte man viele Bewegungen, wenn man darauf achtete wie die Muskel sich dehnten oder stauchten. Sie lauschte dann Samuels Worten und schmunzelte. "Leider, ich hätte gerne noch etwas Spaß gehabt."
Sie kicherte kurz, als er lachte... irgendwie war das ganze doch amüsant gewesen. Als Kind hätte sie jetzt sicherlich gerufen "NOCH MAL!" Aber nicht als junge Frau, die andere Prioritäten im Leben hatte. Auf seine Worte hin, die anderen zu suchen, nickte sie nur. Ihre Ohren waren gut, aber sie vernahm nur die letzten Worte von Mike, dass sie nun alle verbündete seien und hörte die Worte der jungen Dame. Also war Basil auch wieder da? Sie lauschte noch einmal und spürte seine Nähe. Als Samuel vom Pferd sprang, schwang auch Fantasia ein Bein über den Gaul um hinunter zu springen. Sie ging zu dessen Kopf und strich ihm über die Nüstern ehe sie ihm zu flüsterte. "Das hast du gut gemacht."
Nun hob sie den Kopf und blickte in Richtung der anderen ehe sie folgte. Sie war irgendwie erleichtert, das niemand ohne sie Spaß gehabt zu haben schien. Wenigstens etwas das sie erleichterte.

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Beitrag von Darnamur am So Aug 31 2014, 11:49

Es ist ein eisenkalter Schmerz
Der ihm durch die Glieder kriecht
Alte Narben zeichnen sein Herz
Unter deren Last er dahin siecht

Aber auch wenn sein Körper langsam zusammen bricht
Ein Gedächtnis aus Stein vergisst dich nicht

Es donnern Schläge in seinem Schädel
Sie trommeln auf ihn ein mit voller Wucht
Der Schmerz erfasst ihn wie brennende Nägel
Es bleibt kein Ausweg und keine Flucht

Aber auch wenn sein Körper langsam zusammen bricht
Ein Herz aus Stein vergibt dir nicht

„Der Zwerg“, Gallidan von der Eberseiche

Nachdem Pater Dolan und seine Begleiter den fremden Jungen vor der Flut gerettet hatten, waren sie zunächst unschlüssig, was mit dem Knaben zu tun war. Ja, er war hässlich und verunstaltet und auf die Männer wirkte der kleine Säugling mit der seltsamen Haut auch ein wenig unheimlich. Aber jetzt, da sie ihn erst mal gefunden hatten, konnten sie ihn schlecht einfach wieder loswerden. Sie waren einfache Männer, aber keine Mörder.
Nein, sie mussten ihn irgendwo unterbringen. Doch wer aus Bregan würde schon ein solches missgestaltetes Kind aufnehmen, welches wohl unweigerlich eine unselige Ausgeburt des Gehörnten sein musste?
Genau- niemand. Zu diesem Schluss waren auch die drei Männer gekommen, als sie sich in der verregneten Kirche beredeten. Und von ihnen selbst wollte auch niemand den hässlichen Säugling aufziehen.
Also: Welche Wahl blieb Ihnen noch? Eigentlich wussten sie alle, was zu tun war. Doch Heyn war schließlich der Erste, der den Mumm hatte, es auszusprechen: „Wir müssen es zum Zwerg bringen“
Für einen Moment herrschte Schweigen und nur das Prasseln des Regens auf dem Kirchendach war zu hören. Samson hatte seinen schweren und großen Kopf gesenkt und starrte beschämt seine nassen Stiefel an. Pater Dolan hatte die Stirn in Falten gelegt und fuhr sich mit der linken Hand nachdenklich tuend über das Kinn. Doch das Schicksal von Basil war schon entschieden. Sie würden ihn zum Zwerg bringen und von diesem würde er lernen, was es hieß, ein Monster zu sein. Oh, ja- Nigelhiem würde ihm ein gutes Beispiel sein.

Nigelhiem- so hieß der Schmied des kleinen Küstendorfes. Seine Schmiede lag allerdings eher am Rand von Bregan. Und das nicht nur, weil dort die Straße nach Faent entlang führte, sondern auch damit er etwas abgeschieden leben konnte und seine Ruhe vom Rest der Einwohner hatte.
Der Zwerg hatte nämlich nicht immer hier gewohnt. Einst war er ein Bürger von Faent gewesen, praktisch der Zwergenstadt schlechthin. Einigen Geschichten zufolge, die im Wirtshaus des Dorfes manchmal die Runden machten war er sogar einst einer der Meisterschmiede von Faent gewesen. Doch irgendwann hatte sich das Schicksal wohl gegen ihn gewendet. Was genau damals geschehen war, wusste niemand der Breganer so genau. Und den Zwerg selbst darauf anzusprechen wäre eine äußerst dämliche Idee, denn dieser neigte zu Wutausbrüchen und speziell was seine Vergangenheit anging war er empfindlich.
Fest stand nur das Ergebnis: Nigelhiem hatte sein Bürgerrecht verwirkt und war mit Schimpf und Schande aus der Zwergenstadt fortgejagt worden.
Und so war er hier gestrandet- in dem verregneten Drecksloch Bregan, das gerade mal für seine Krabbensuppen berühmt war. Und das auch nur im lokalen Umkreis.
Von seinen einstigen Habseligkeiten hatte er nicht mehr allzu viel bei sich gehabt. Sein größter Besitz, den er noch gehabt hatte, war vermutlich sein Hund Merbel gewesen. Ein riesiger, fauler Köter mit geschecktem braunen Fell und großen Ohren, der dafür berühmt war in den unpassendsten Augenblicken zu furzen. Allerdings war das Tier bei seiner Ankunft schon ziemlich alt gewesen und so verstarb es nur wenige Jahre später.
Vielleicht traf Nigelhiem der Verlust hart, vielleicht aber auch nicht. So genau konnte man das bei ihm nicht sagen. Denn seit er in Bregan angekommen war hatte er begonnen sich hemmungslos dem Alkohol hinzugeben. Ihm schien einfach alles egal zu sein. Nüchtern traf man ihn nur sehr selten an, aber er bezahlte immer für seine Getränke und erledigte seine Schmiedearbeiten sorgfältig. Deshalb schmiss man ihn nicht einfach aus dem Dorf. Ein anderer Grund war es wohl, dass sich niemand mit einem wütendem Zwerg anlegen wollte, der zufällig ein paar rasiermesserscharfe Äxte und Schwerter in seiner Schmiede herumliegen hatte.
Nigelhiem war also nicht unbedingt die Person, die gut darin wäre ein Kind aufzuziehen. Vermutlich war er sogar richtig ungeeignet. Aber dennoch war er der Einzige in Bregan, dem wohl alles so egal war, dass er das Balg aufnehmen und halbwegs gut versorgen würde. Vielleicht würde er es als Ersatz für seinen verstorbenen Hund betrachten.
Pater Dolan und die beiden anderen waren sich sicher, dass dies ihre einzige Wahl war. Vor allem war es die beste für sie, damit sie dieses Kind loswurden. Bevor man den Säugling aber zu Nigelhiem brachte, ließ ihn der Pfarrer in seiner Kirche taufen und gab ihm einen Namen: Basil.

---

Natürlich sind diese Schwachköpfe in der Lage mich zu erledigen… Bazille war Oorms Gejammer satt. Aber er sagte dazu nichts mehr. Er hatte dem auf einmal gesprächig gewordenem Mann seine Meinung bereits gesagt. Stattdessen spie er den bitteren Speichel aus, der sich in seinem Mund angesammelte hatte, während er in finsteren Gedanken geschwelgt hatte. Während sie zum Tor gingen, warf er den Ihnen Entgegenkommenden böse Blicke zu und grinste sie an, damit sie seine wundervollen Zahnreihen bewundern konnten.
„Wie gesagt, es ist mir egal“, meinte er rüde zu Oorm, als dieser ihn altklug darauf hinweisen musste, dass er gerade dabei war besagtes Land zu retten, welches er so sehr hasste.
Jetzt waren sie endlich draußen aus der beschissenen Stadt. Vor den Toren war bereits der Rest der Gruppe versammelt. Oder- waren es alle? Seine verschiedenen Augen suchten die Personen ab. Tatsächlich- die Elfenschlampe fehlte. Auch gut. Vielleicht merkte es keiner der anderen und sie konnten ohne dieses Miststück aufbrechen.
Er schlenderte zu Mike, dem Imker hinüber. Bei diesem hatte sich auch der Großteil der Gruppe versammelt, wobei ihm auffiel, dass jeder Abstand zu halten schien. Mit dem Kerl müsste er vielleicht auch einmal ein ernstes Wort reden. Oder auch nicht. Vielleicht würde er sich einfach von ihm fernhalten. Im Grunde war dieser Perkwood ja selbst schuld.
„So, da sind wir wieder. Wie sieht es aus? Brechen wir auf?“
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Beitrag von Leo am Mi Sep 03 2014, 20:46

Gut, dann sind ja alle beisammen, oder?“, fragte Mike in die Runde und stieß sich ebenfalls von der Mauer ab, wenn auch nicht ganz so elegant wie Oleria. Er bedachte Oorm und Basil mit einem Lächeln und einem Kopfnicken (und warf noch einen misstrauischen Blick auf Basils Schwert, das zum Glück nicht blutig war), dann machte auch er die letzten paar Schritte aus der Stadt hinaus. Jetzt ging es dann wohl richtig los … super.
Er warf einen Blick in die Landschaft, aber die war eher eintönig. Genau wie zuhause. Felder mit Getreide, weiter hinten ein Wald, ab und an ein paar vereinzelte Bauernhäuser und -schuppen. Sehr spektakulär. Und so langweilig sollte jetzt diese Mission beginnen? Wie blöd. Mike blickte sich nach einer Anführerperson um, aber als er keine wirkliche erblickte ging er einfach selbst die ersten Meter den Weg hinunter. Es kam ihm falsch vor, als eher unscheinbarer Part der Gruppe gleich die Führung zu übernehmen, aber irgendjemand musste doch die ersten Schritte tun, oder? Er verlangte ja gar nicht, dass der Rest ihn ernstnahm.
Im Kopf versuchte Mike zu überschlagen, wie lange sie wohl bis nach Lisiti brauchen würden, aber er war nicht besonders gut darin. Schon gar nicht, weil er sich nicht sonderlich mit Geografie auskannte. Ein Glück, dass diese stille blonde Frau eine Karte besaß, die würden sie vermutlich das eine oder andere Mal bemühen müssen. Er selbst zumindest. Lisiti lag doch im Osten, oder …?
Na hoffentlich. Sonst waren sie jetzt schon falsch.

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Beitrag von Mini Drachin am Mi Sep 03 2014, 21:13

Als Sich Mike in Bewegung setzte stieß sich auch Saltatrix von der Wand ab. Dann hieß es also Laufen. Nicht seufzend lief sie los. Der Weg hier würde sich irgendwann teilen und nach Schwanenstein führen, ansonsten war es eher schwierig den richtigen Weg zu verlieren.
Das einzige was vielleicht interessant werden könnte würde das Übernachten sein. Aber vielleicht gab es eine Raststätte auf dem Weg. das würde zumindest die Nacht um einiges komfortabler machen. Wobei die Gruppe nur teilweise so aussah als währe ihr Komfort wichtig.
Naja, die Gruppe war ihr eigentlich egal. Es war allerdings anstrengend so von Leuten umringt zu laufen. man musste nicht nur die Beine bewegen und den Rest mitschweben lassen, nein, der Oberkörper musste sich auch mitbewegen. Sie versuchte so gut es ging den Menschlichen Gang zu immitieren, auch wenn sie dadurch langsamer wurde und es im großen und ganzen etwas ungelenk und steif aussah. Es war nunmal so, sie war langsam. Das bedeutete, selbst, wenn es eine Raststätte gäbe würde sie sie warscheinlich nicht vor Einbruch der Nacht erreichen. Sie könnte auf ihrer Karte nachsehen, ob es eine gab, aber das bedeutete nur noch mehr komplexe Bewegungen, also würde sie darauf verzichten.
Schweigend lief sie ein kleines Stück hinter Mike. Vielleicht würde er bemerken, dass sie etwas langsamer war als er. Sie war auf jedenfall gespannt, wie lange sie das Laufen durchhalten würde. Vorallem in dieser Geschwindigkeit. Sie hatte bisher nicht viel mehr gemacht, als in Bibliotheken herumstehen und Bücher für ihren Meister abstauben, "um sich an den Körper zu gewöhnen," wie er behauptet hatte. Ihre Vermutung war vielmehr, dass er gerne eine Frau hätte, aber sich niemand bei ihm wohlfühlte, diesem Drecks- sie unterbrach ihre Gedanken. Man wollte die Aufmerksamkeit des Meisters nicht damit auf sich ziehen, dass man ihn beschimpfte.


Zuletzt von Mini Drachin am Mo Sep 08 2014, 10:02 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Beitrag von RosenRoterRitter am Do Sep 04 2014, 16:36

Oleria blieb etwas weiter hinten, als sie die Stadt verließen.
Sobald sie außerhalb der Stadt waren, warf sie ihre Haare etwas hin und her,
sodass ihre Haare aus dem Gesicht verschwanden. Endlich konnte sie wieder normal gucken,
aber es war einfahc zu unangenehm unter vielen Menschen ihr Gesicht zu zeigen, sie empfand es als
sehr unpassend, da sie dann doch schon auffällige Augen hatte, wenn man länger hinsah.
Nun schob sie ihre schwarzen Haare hinter ihre Schultern.
"haben wir eigentlich schon eine Idee, wie wir Untote töten wollen? Ich weiß ja nicht, aber
irgendwie sieht mir das ziemlich schwer aus.
" Sagte sie in die Gruppe.
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Beitrag von Darnamur am Fr Sep 05 2014, 10:56

Basil kroch auf dem Watt herum. Seine Knie und Hände waren schon vollkommen verdreckt, doch den Sechsjährigen schien das nicht zu stören. Er war froh, dass er weg sein konnte, von der Schmiede, die ganz auf der gegenüberliegenden Seite des Dorfes lag, an der Straße, die zur Zwergenstadt führte. Eines Tages, dass wusste Basil, würde er dort hingehen und sich alles ansehen. Er hatte bislang von Städten nur gehört und Faent sollte eine Beeindruckende sein, wenn es stimmte, was die Leute sagten. Mit ihm redete zwar keiner (und wenn, war es etwas wie „Verzieh dich, scheußliches Balg!“, dass man ihm an den Kopf warf), aber er schnappte dennoch einiges auf. Mit Nigelhiem konnte er darüber natürlich auch nicht sprechen. Allein wenn der Name der Stadt fiel, wurde er wütend und das letzte Mal, als Basil es gewagt hatte, das verbotene Wort („Faent“) in den Mund zu nehmen, hatte er gebrüllt und ihm eine heftige Ohrfeige gegeben.
Sie war wirklich nicht ohne gewesen, er vermeinte selbst jetzt noch den feurigen Schmerz auf seiner rechten Wange zu verspüren. Doch das Schlimmste was das Gebrüll gewesen. Basil hasste es, wenn er angebrüllt wurde. Er fühlte sich hilflos und klein und je mehr er sagte, je mehr Geräusche er machte und je mehr er sich bewegte, desto wütender wurde der Zwerg. Eine Tirade von Nigelhiem- besonders in angetrunkenem Zustand anzuhören, war mit Sicherheit für niemanden eine Freude. Basil konnte es sich zumindest nicht vorstellen.
Umso mehr Glück hatte er gerade jetzt: Nigelhiem war in die Taverne im Dorf gegangen und würde von dort eine Weile nicht mehr zurückkommen. Solange bis er nicht besoffen war und sein Gesicht, vom Alkohol beschwipst, glänzte.
Deshalb konnte er sich jetzt seinem Hobby zuwenden. Zugegebenermaßen dem einzigen, das er hatte: Sammeln. Im Moment sammelte er Muscheln. Die waren ihm am Liebsten. Wenn das Wasser gerade hoch stand, musste er sich hingegen mit interessanten Steinen begnügen.
Jetzt arbeitete er sich stöhnend auf dem Watt voran. Seine rechte Hand, die genau wie der Rest seines Körpers mit seltsamen, dunkelgelben Flecken übersäht war, umklammerte ein verdrecktes Glas. Wofür es früher genau benutzt worden war, konnte er nicht mehr genau sagen. Vielleicht waren irgendwelche Nägel darin aufbewahrt worden. Oder etwas zu Essen. Essen. Basil lief das Wasser im Mund zusammen. Er war hungrig. Doch bis zur nächsten Mahlzeit dauerte es noch eine Weile- Nigelhiem hatte was Nahrungsaufnahme anging, sich wohl irgendein System zurechtgelegt, dass er strikt einhielt. Und die Fischer gaben ihm so gut wie nie etwas ab, sodass ihm der Aufwand zu groß erschien.
Lieber nutzte er seine Freiheit zum Suchen und Sammeln, zum Pflegen seiner Sammlung und dem Aussortieren von schlechteren und mangelhaften Exemplaren. Das machte ihm Spaß. Abgesehen davon- was sollte er sonst machen? Freunde hatte er keine.
Er vermeinte etwas in der Nachmittagssonne blitzen zu sehen und eifrig griff seine Hand nach dem glänzendem Fundstück und zerrte es aus dem Watt. Es war eine von den Muscheln, die auf ihn immer wie eine Knollnase mit großem Bart darunter wirkte. Auf ihrem welligen Rücken offenbarten sich, unter der Dreckschicht, sanfte rot-gelbe Linien, die sich wie Ornamente in verschlungenen Linien überall verteilten. Hübsch. Sie war sogar sehr hübsch. Vor Freude hatte sich ein schiefzahniges Grinsen auf seinem kleinem Koboldgesicht breit gemacht, als er die Muschel vorsichtig in sein Glas hineinlegte. Zu den anderen, die er heute schon gefunden hatte. Es waren nicht übermäßig viele. Er hatte sich schließlich schon in seinem Zuhause einen kleinen Hort zusammengestellt und nur die besten aller Muscheln konnten sich eine Chance verdienen, dort von ihm aufgenommen und verewigt zu werden.
„Hay, du!“, hörte er plötzlich eine ruhige, aber warm klingende Kinderstimme. Basil erschrak fürchterlich und er hätte beinahe sein Glas fallen lassen, so sehr zuckte er zusammen. Er war wohl so intensiv mit dem Ausgraben und Bewundern seiner neuesten Entdeckung beschäftigt gewesen, dass er gar nicht mitbekommen hatte, wie sich ihm jemand genähert hatte.

Nun, ging es also los. Und tatsächlich schien niemand die komische Elfe zu vermissen- perfekt. Damit hatte Bazille schon mal ein Problem weniger. Wenn er eines nicht ausstehen konnte, dann waren es Zwerge und Elfen. Und er konnte sie nicht nur nicht ausstehen. Er hasste sie bis in sein Mark. Besonders Zwerge. Die hasste er am allermeisten.
Wie auch Oleria hielt er sich eher am Ende der Kolonne, sodass er gut mitbekam, was sie sagte. Der Grund, warum er diese Position gewählt hatte, war aber wohl mit ihrem- vielleicht hatte die junge Frau nicht einmal einen besonderen- gänzlich verschieden.
Hier, direkt am Ende der Schlange herumzugehen, bot für ihn ganz einfach einen immensen Vorteil, der auch seine Motivation deutlich ankurbelte. Er konnte von hier aus in aller Ruhe die Frauen vor ihm begutachten. Die Hinterteile von Fantasia und der Schwarzhaarigen wirkten auf ihn ziemlich verführerisch. Er schätzte seine Chancen mit einer von Beiden ins Bett zu kommen zwar für eher gering ein, aber was sollte es? Diese kleine Freude sollte ihm zumindest vergönnt sein. Dabei ärgerte ihn, dass er bei der Halbblinden vielleicht sogar die Möglichkeit gehabt hatte. Aber dieser Samuel war dazwischengekommen und schien sie jetzt für sich zu beanspruchen. Naja, da konnte er selbst im Vergleicht wohl nicht mehr viel ausrichten. Was die Schwarzhaarige anging…sie konnte genau sehen, wie er aussah. Er bezweifelte, dass sie ihm sonderlich zugeneigt war und selbst wenn sie ihn leiden konnte: Sie schien eher verschlossen und in sich gekehrt zu sein. Sie würde wohl kaum etwas mit ihm anfangen wollen. Was ihn natürlich nicht davon abhalten würde sein Glück zu versuchen. Bis sie ankamen, waren ja noch ein paar Tage und Nächte Zeit. Dann waren die Untoten an der Reihe. Die Zwischenzeit sollte ja wohl ohnehin von der Gruppe so genutzt werden, damit sie sich einschätzen und kennen lernten. Er hätte kein Problem damit, die Schwarzhaarige ein bisschen näher kennenzulernen…
Dass Oleria ein Gespräch zu beginnen versuchte, fand er gut. Bis lang war sie auch eher zurückhaltend gewesen, aber so würden sie nicht vorankommen, das stand fest. Sie war zwar nicht unbedingt sein Typ Frau, aber er unterhielt sich gerne mit ihr, während er den Gang der grazilen Gestalten von ihm bewundern konnte. „Das wird schon nicht so schlimm werden, denke ich“ Bazille kratzte sich am Nacken. „Das sind doch einfach nur Tote, die ihre Gräber verlassen haben. Die sind verfault, stinken und stehen kurz davor zu zerbröckeln. Ich denke ein paar trainierten Männern und Frauen haben die nicht viel entgegenzusetzen. Ein Problem könnte sein, dass sie nicht so schnell sterben, schließlich sind sie ja schon tot. Feuer oder so etwas in der Art wäre wohl praktisch…“ Mann, dieses Hinterteil. Er merkte schon, dass sich in seiner Hose langsam etwas zu versteifen begann. „Ähm, wo war ich stehen geblieben? Achso…Feuer halte ich für sinnvoll. Aber ich denke die wirkliche Gefahr geht eher von dem Nekromanten aus. Magiern darf man nicht trauen. Fiese Gestalten sind das…“
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Beitrag von Schattenmond am So Sep 07 2014, 08:46

Jetzt wo sie los gegangen waren, begann sich Neah zu beruhigen. sie wirkte sogar beinahe Entspannt, zeigte sich aber wenig aufmerksam gegenüber der Gruppe, so beschäftigt war sie mit der freudigen Erwartung des Waldes. Sie atmete tief durch und sog den herüberwehenden Duft des Waldes nahezu ein.
Sie strich sich erneut eine der braunen Strähnen aus den Gesicht.
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Beitrag von Thorgrimm am Mo Sep 08 2014, 04:31

Für Oorm war es eine neue Erfahrung, in der Gruppe unterwegs zu sein und so viele verschiedene Menschen um sich zu haben. Jahrelang war er ein Alleingänger gewesen und niemals hatte er gedacht, dass seine Aufgabe ihn dazu bringen würde, irgendwann einmal eine Reise zu unternehmen, von Stadt zu Stadt zu reisen und tagelang von Menschen umgeben zu sein. Eigentlich störte es ihn nicht wirklich, auch wenn man das ihm nicht ansah. Seine Eremitage hatte ihn gelehrt, dass seine Mimik für die Tiere im Wald nicht besonders wichtig war und so war diese auf das Nötigste geschrumpft. Obwohl er also gute Laune hatte und das weite, offene Gelände durchaus genoss, zeigte er kein Lächeln. Oorm atmete nur ein paar mal tief ein und aus, fast so als würde er die weiten Felder in sich aufnehmen wollen.
Obwohl Gelände und nahe Umgebung nichts Interessantes zu bieten hatten, war Oorm froh, unterwegs zu sein. Eine Stadt war so einengend - sobald er eine Ansiedlung betrat, bekam er langsam aber sicher Panik. Er war einfach dazu geschaffen zu laufen und niemals lange an einem Ort zu verweilen. Es gab ihm das Gefühl von Freiheit, dass er in einer Stadt so vermisste. Sesshaft zu werden war wirklich nichts für den alten Mann. Nicht mehr.

Es war also nicht verwunderlich, dass sich Oorm nicht langweilte. Er beobachtete die Gegend, das Wetter, spürte den Wind auf seiner Haut und sog verschiedene Gerüche ein. Er genoss einfach ihre kleine Wanderung und dazu musste er sich nicht mit Gesprächen ablenken. Vor allem nicht, wenn man sich nur aus Langeweile über sinnlose Themen unterhielt. Es interessierte ihn schon, mehr über die anderen zu erfahren aber so ein Gespräch war ein Austausch von Informationen. Oorm wollte nicht von sich erzählen, also schwieg er einfach. Sehnsüchtig warf er einen Blick auf den nahegelegenen Wald. Wie gerne würde er jetzt durch das Laub spazieren und wieder mit seinem Element verschmelzen. Endlich wieder er selbst sein.

Ein Bär - kein Mensch.

Vielleicht würde es dafür ja eine Gelegenheit geben, wenn die Nacht hereinbrach und sie ein Lager aufbauten. Er konnte sich davonschleichen und einige Minuten alleine genießen. Wenn nicht in dieser Nacht, dann in der Nächsten. Mit diesen Gedanken wanderte der Gestaltwandler weiter und versuchte sich nicht zu sehr auf den von ihm geliebten Wald zu konzentrieren, sondern darauf, was vor der Gruppe lag.
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Beitrag von Elli am Mo Sep 08 2014, 09:30

Nachdem Samuel dem Pferd einen leichten Klaps auf den Hals gegeben hatte, wartete er bis die anderen zu ihm aufschlossen, er hatte den Gaul nicht allzu weit vom Stadttor gebremst. Er hatte nicht vor, auf dem Tier zu reiten, solange die anderen nicht ebenfalls beritten waren - Gut, im Falle eines Zusammenstoßes mit einer unerwarteten Gefahr, würde Sam natürlich das Weite suchen. Dafür konnte ein Pferd recht nützlich sein.

Er hörte bereits einige Gesprächsfetzen bevor die anderen in seiner Nähe waren. Sie regten ihn zum Nachdenken an. Die Frage, was man genau mit den Toten vorhatte, war eine durchaus berechtigte. Immerhin waren sie ja schon tot.
Seine Gedanken wanderten zu Büchern, die er gelesen hatte und Bilder formten sich vor seinem inneren Auge.
Schließlich fand er, dass es das Beste sei, ein Gespräch zu suchen. "Hatte denn schon mal jemand das Vergnügen mit Untoten?"
Er hatte nicht vor zu Erwähnen, dass er erst neulich eine Grenzerfahrung gemacht hatte, die dieser gar nicht so unähnlich war.

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Beitrag von Mini Drachin am Mo Sep 08 2014, 10:13

Dem Gespräch hatte Saltatrix schweigend zugehört und Samuels Frage würde wohl auch keiner mit ja beantworteten denn wenn selbst in der Bibliothek der Hauptstadt kein einziger Eintrag über Untote zu finden war, dann ist es eher unwarscheinlich, dass es sowas bisher schonmal gegeben hatte. Und Menschen schrieben wahnsinnig gerne alles mögliche auf.
Sie Schüttelte zumindest den Kopf um verstehen zu geben, dass sie soetwas nicht kannte. Extra dafür ihre Stimme zu bemühen war es wirklich nicht wert. Sie hatte nicht wenig Lust Samuel in Form von Gedankenflüstern zu antworten, aber das würde ihr Meister nicht tollerieren und Samuel wohl auch eher irritieren - zumal er es wohl nicht ihr zuordnen können würde.
Schlimmstenfalls war in der Gruppe jemand der sowas auchnoch spüren konnte und der sie dann als Dämonin entlarven würde.

Sie hatte heimweh. sie wollte sich endlich mal wieder richtig mit jemandem unterhalten. jemandem, der nicht so widerwärtig war wie diese Menschen. Aber immerhin begannen sie schon Pläne für die Untoten zu erdenken, das war garnicht so dumm.
Hey, Meister! versuchte sie ihn zu erreichen, vielleicht wusste er etwas um gegen Untote vorzugehen. Als er ihr seine Aufmerksamkeit schenkte fuhr sie fort ihre Gedanken klar zu formulieren Wandelnde Tote. Irgendwelche Mittelchen dagegen? Tränke, die Verwesung beschläunigen? Sie wartete seine Antwort ab "ich geb dir bescheid, wenn ich was finde" war allerdings das einzige, was sie von ihrem Meister zu hören bekam. Unfähiger Menschling eben...
Unfähiger Menschling, der dich in einen menschlichen Körper gebannt hat, spottete ihre innere Stimme.

und das Atmen nicht vergessen...

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Beitrag von Lillybell am Do Sep 11 2014, 14:45

Fantasia lauschte dem Gespräch von Bazil und der einen Dame... irgendwie hatte Fantasia es nicht so mit Namen... egal. Bei Samuels Frage überlegte sie kurz... hatte sie schon einmal solch eine Begegnung? sie konnte sich an keine Erinnern... und das ihr Meister mal solch eine gehabt hätte, davon wüsste sie zumindest nichts. Sie schmunzelte kurz und antwortete leise. "Leider nein... aber ich freue mich schon darauf."
Da hörte man wohl heraus, dass sie die Herausforderungen liebte und sich gerne in Abenteuer begab. Sie lief dennoch in Samuels nähe... irgendwie fühlte sie sich in seiner Nähe eher anerkannt. Sie kannte die anderen eben weniger und wusste von Samuel zumindest ein klein wenig mehr als von den anderen. Vielleicht lag es daran, das sie sich in seiner Nähe gerade besser aufgehoben fühlte... zudem hatte er einige Züge, die ihrem Meister sehr ähnlich waren.

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Lillybell
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