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Das Spiel

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Beitrag von Fade am Mo Jun 09 2014, 10:25

Tag 1 / Söldnerhauptquartier / Mittagszeit



Erich blickte auf die Liste der Anwerber. Auch wenn es nur Namen und vermerke von Schleifer waren, welche noch recht wenig über die Neuankömmlinge verrieten, so konnte er immer noch nicht umher, an ihre mögliche Zukunft zu denken. Zu viel hatte er inzwischen schon gesehen und erlebt und zu klar wusste er nur, wie es meistens endete. Sein Blick wanderte aus dem Fenster, auf den alten Exerzierplatz, wo er einige Gestalten erkennen konnte, wie sie von Gromm gerade eingewiesen wurden. Einen kurzen Eindruck hatte er ja bereits bekommen, als er seine knappe Ansprache gehalten hatte. In den Augen vermochte man viel zu lesen, wenn man erst genügend gesehen hatte und es würde eine interessante Zeit sein, in der sich entschied, ob die so unterschiedlichen aufstrebenden Söldner sich miteinander arrangieren würden.

Für den morgigen Tag hatte er eine geeignete erste Aufgabe für sie alle ausgewählt. Nichts all zu schwieriges.  Der rote Lars würde sie führen und dabei feststellen, ob sie das nötige Zeug für mehr mitbrachten. Mit auf dem Rücken verschränkten Armen, stellte Silberfuchs sich ans Fenster und beobachtete die Ansprache Schleifers an die Neuen. Anhand der Gesten seines Ausbilders vermochte er leicht zu erkennen, dass dieser seine neuen Schäfchen erst einmal nach den Regeln der Kunst zusammen stutzte und musste lächeln. Wie waren ihm damals die Knie weich geworden bei seinem ersten Auftrag, als sich damals rein gar nichts so entwickelt hatte wie es sollte.  

Der Blick des weißhaarigen Mannes schweifte langsam zum Himmel ab und die Gedanken flogen davon.


Die Sonne knallte heiß und unbarmherzig auf den großen Platz. Gromm Ingram stand groß und breit vor den, momentan eher als verunsichert zu bezeichneten Rekruten und ließ seine Stimme wie Donnerschall in ihren Ohren klingeln. Nein das Söldnerleben war kein Spaß. Nichts war spaßig daran, sein Leben für Gold aufs Spiel zu setzen. Das erste, was diese Glücksritter begreifen mussten, war, wie sehr sie voneinander abhängig sein würden wenn es erst ernst wurde. Und ernst wurde es immer. Stechend sein Blick, wie er von einem zum nächsten schritt und ihnen dabei tief in die Augen sah, als wolle er noch das, was dahinter läge erschrecken.

Natürlich blieb es nicht bei der Einschüchterung. Er benannte die großen Namen ihrer Zeit. Schilderte deren Ideale und steinigen Lebensweg und brachte nicht zuletzt mit etwas Stolz hervor, wie viele dieser Namen unter den Kristalldrachen gedient hatten und es zum heutigen Tage noch taten. Ja in den Augen einiger Rekruten regte es sich. Es war nicht verboten zu träumen und dem Wunsch nach Abenteuern und den Geheimnissen der Welt zu hegen. Insgesamt war der Schleifer zufrieden mit dem Trupp. Wo der harte Kern war, würden sie in ein paar Tagen wissen, aber jeder konnte zum Erfolg beitragen, wenn er seinen Teil für die Gruppe leistete und dadurch so wichtig, wie der Held sein.
Mit etwas versöhnlicherer Stimme entließ er die neuen in Richtung ihrer Quartiere, welche das Fass ihnen nun zuweisen würde. Sollten sie einander nur erst einmal kennenlernen. Für den roten Lars würde es eine ebensolche Herausforderung werden. Es war das Erste mal, dass er einen Haufen neuer alleine durch eine Mission führen sollte.

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Das Spiel Empty Tag 1 / Söldnerhauptquartier / Mittagszeit / Sakura

Beitrag von Netade am Do Jun 12 2014, 15:09

Sie stand einfach nur da. Alles was gebrüllt worden war, hatte sie über sich ergehen lassen, mit stoischer Ruhe. Die Sprache war schlimmer anzuhören als dass Gebelle von hundert Hunden. Sakura wurde leicht schwindlig bei dem Gedanken, dass dies nun ihr Lebenraum sein würde. Sie rührte sich nicht vom Fleck. Vor ihrem inneren Auge sah sie wieder was vorhin geschehen war:

* * * * *

Eike Wolfzahn, der Kauffahrer, der Vidhingfahrer,der Nordmann hatte die Aufgabe übernommen gehabt, Sakura, einen andern Namen hatte sie nicht mehr, über das Meer zu bringen und dafür Sorge zu tragen, dass sie nie wieder einen Fuß auf Heimatboden setzen würde. Das was er tat hatte er sich bezahlen lassen, der andere Grund war seine Freundschaft zu Yoshiro.

Auch wenn Sakura ihm Leid tat, zimperlich war er nicht mit ihr umgegangen und hatte sie einen Großteil der Fahrt sogar in Ketten gelegt aus Angst dass sie sich etwas antun würde oder gar noch einen Kampf auf dem Schiff anfangen würde. Jetzt, das sie schon seit längerem wieder festen Boden unter den Füßen hatte, hatte er ihr die Ketten abgenommen, wissend, das so lange sie nicht wusste wo die Reise hingehen würde, sie sich ruhig bleiben würde. An diesem Morgen war es soweit gewesen, er hatte ihr anders als an den Tagen zuvor die Hände auf den Rücken gefesselt. Dem alten Wolfzahn war klar, dass sie nicht ohne Widerstand in die Reihen der Söldner eintreten würde. Er schob sie vor sich her, bis er das Gebäude betreten hatte. "Wo kann man sich eintragen?" Der Söldner deutete mit einer spärlichen Bewegung zu einem Tisch gleich gegenüber im Raum. "Dort." Die meisten Söldner waren sparsam mit Worten. Eike nickte und ging dann hinüber. "Goddag, der Wildfang hier, will in Eure Reihen eintreten. Ich zeichne für sie." Die Augenbraue des Werbers zuckte nach oben. "Sie muss selbst." Der Vihdingfahrer wandte sich herum und durchtrennte die Fesseln der jungen Frau. "Du musst unterschreiben." Die schönen Mandelaugen der Frau zogen sich zu kleinen Schlitzen zusammen. "Ich weiß weder was noch wozu Eike den man Wolfzahn nennt." Sein Blut geriet in Wallung. Eike konnte sich eine Menge vorstellen aber Diskussionen, nein, niemals! Man tat was er verlangte, etwas anderes stand nicht zur Debatte.

"Du wirst tun was ich von Dir verlange, Sakura!!!" Dieses Mal sprach er die Sprache ihres Volkes und nicht die Gemeinsprache. "Du stinkst schlimmer als eine Schale verdorbenen Reises Eike! Niemals werde ich mich beugen!" Ihre Antwort war schnell gekommen, so schnell wie ein Pfeil und sie hatte ihn bei seiner Eitelkeit getroffen. Eikes Augen bekamen ein merkwürdiges Glänzen, was immer passierte, wenn Wut in ihm aufstieg. Er packte zu, trieb sie vor sich her bis er den Tisch erreicht hatte, drückte dann ihren Kopf mit der Rechten sehr unsanft auf den Tisch, während er mit der linken ihren Kiefer zu fixieren suchte. "Nein, wirst Du nicht, Hime?" Mit Nachdruck immer noch in ihrer Muttersprach und auch mit Spott schwang in seinen Worten mit. "In die Niederwelten mit Dir! Wenn Du nicht jetzt gleich bereit bist den Kontrakt mit Deinem Blut zu besiegeln, bei den Göttern, ich werde aller Welt erzählen was Du für ein Miststück bist. Dann ist eure so heilige Familienehre für die nächsten hundert Jahre besudelt. Na, willst Du das? Willst Du das?!" Tränen traten in ihre Augen. Tränen der Wut und der Hilflosigkeit. Was immer er hätte sagen können, nichts von alldem hätte sie akzeptiert, aber die Ehre der Familie, die eigentlich sakrosankt war zu besudeln, durch ihre Person, wäre schlimmer gewesen als alles was sie sich hatte vorstellen können. "Unterschreibst Du? Und keine Tricks danach oder so ein Blödsinn wie jinsei!" Der Nordmann kannte sich zu gut mit den Gepflogenheiten ihres Volkes aus. Ihr Gesicht war kreidebleich als sie die Worte herauspresste "Ich werde zeichnen." Der Druck der Hand des hünenhaften Nordmannes ließ nach, gab sie schlussendlich frei. Eike atmete auf. "Dort vorne." Sakura blieb stehen, streckte ihre Hand aus. Es bedurfte keiner Worte, er verstand und reichte ihr den Dolch samt Holzscheide. Ihn keines Blickes würdigend trat sie an den Tisch des Anwerbers und steckte den Tanto in den Kummerbund. "Ich will zeichnen." Der Mann reichte ihr ein Pergament und sie setzte ihr Zeichen darauf. Mit der Linken die Dolchscheide einmal um die eigene Achse drehend, fixierend, so dass die Klinge des Dolches nach oben stand. Mit dem Daumen drückte sie die Tsuba nach vorne, fuhr kurz mit dem Daumen darüber. Dann setze sie den Daumenabdruck mit ihrem Blut neben ihre Unterschrift. Wortlos hatte sie sich umgedreht und Eike zugesandt. "Geh Eike Wolfzahn, von nun an wird Dich nichts mehr schützen. Sollte ich Deiner gewahr werden, so wird der Tod Dein Schicksal sein, denn Du hast meine Ehre verraten. Eine Ehre die ich nicht mehr habe, dank Deiner." Es lag kein Zorn in ihren Worten, nur Schmerz. "Ronin, Sakura, Du bist eine Ronin, vielleicht wirst Du Ehre wiedererwerben, eines Tages." Dieses ganze Gefasel von Ehre, empfand Eike als übertrieben, da war er als Kauffahrer, als Vidhingfahrer anders gestrickt, man landete an, kaufte ein, nahm was man erobern konnte und verschwand wieder. "Deine Sachen habe ich schon hier her bringen lassen, inklusive Deines Hundes." Er lachte auf. Das Pferd von Sakura hatte er stets ob seiner Größe als Hund bezeichnet. "Möge die Sonne stets dein Schwert bescheinen und das Blut Deiner Feinde daran kleben." Das war das letzte, was Eike gesagt hatte ehe er sich abwandte und ging. Sie, Sakura hatte ihn mit keiner Antwort gewürdigt. Ihr Herz war wund.

* * * * *

Sakura kam langsam wieder im Hier und Jetzt an. Irritiert schaute sie sich um. Relativ nahe bei ihr stand noch eine der Gestalten, die sich wie sie auch verpflichtet hatte. Sie machte einige Schritte auf die Gestalt zu. verbeugte sich in der Art der Frauen ihres Volkes, die Hände in ihren Schoss gelegt. "Bittäh erlaubt mihrr dass ich mich vorstelle. Ich bin Sakura." Ihre Stimme war wohlklingend, wenn auch dunkel im Klang. "Wo bitte ist es, wo wir nun hin müssen? Ich war unaufmerksam." Sie sprach fast akzentfrei, jedoch der Sprachduktus war der ihres Volkes, was man am 'Ziehen' der Worte erkennen konnte.
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Beitrag von Mini Drachin am Do Jun 12 2014, 23:33

Zweibeiner waren so unsäglich laut. Es schien fast so als könnten sie nur existieren, wenn sie Geräusche machten. Es hatte viel von Passaros beherrschung gekostet nicht einfach wegzugehen, als dieser eine Zweibeiner da vorne herumgebrüllt hatte. Vielleicht auch einfach wegzurennen, aber ein Drache würde nicht vor einem Zweibeiner wegrennen, der ihn nicht jagte und auch sonst nicht hinter seinem Schatz her war. Er war Aviva zuliebe mitgekommen. Warum sie genau hier war hatte er irgendwie nicht so recht mitbekommen. "Ich muss wohl unaufmerksam gewesen sein..." dachte er sich. Da viel ihm auf, dass er schon wieder abgeschwiffen war. Er fixierte Gromm und konzentrierte sich auf die Laute die seinen Mund verliesen.
Er war recht groß und massig. Vermutlich auch recht stark. Er könnte ihm wohl eine Herausforderung sein, wenn es um ein Kräftemessen ging. Wenn Passaro allerdings anlauf nehmen konnte, dann war das wohl eine ganz andere Sache. Da hatte er einfach den Gewichtsvorteil.
Verflixt! Er hatte sich schon wieder ablenken lassen!
Jetzt aber wollte er sich tatsächlich konzentrieren! Aber da war er auch schon fertig mit dem Herumbrüllen. Etwas irritiert blickte Passaro sich um, verlagerte sein Gewicht etwas, er war doch recht lange gestanden. vorsichtig, ohne jemanden dabei zu schlagen streckte er seine Flügel und schüttelte sie kurz ein wenig. Da wurde Aviva angesprochen, von einem selstsam aussehenden Zweibeiner. Der hatte ganz weiße Haut und die Haare waren ganz schwarz. Außerdem sah sie aus, als würde sie sofort umkippen, wenn er sie nur anhusten würde, ganz dürr und klapprig. Aber so sagen ohnehin die meisten Zweibeiner aus. vorallem die mit den spitzen Ohren.
Vorsichtig schnupperte er in die Richtung dieses Zweibeiners. Er roch auch ganz anders, als er es kannte, irgendwie fremdartig. Er roch wie, jaaa, wie ein "weit weg". Passaro war sich ziemlich sicher, dass so ein "weit weg" riechen musste. Aber sie war ja ganz nah dran. Das ergab irgendwie keinen Sinn. Passaro beschloss später darüber nachzudenken, denn irgendwie sprach sie auch noch ganz seltsam. So gedehnt. "Soweit ich mit- soweit ich weiß, " 'mitbekommen habe' wollte er sagen, aber Passaro würde nie zugeben, dass der Mangel an weichen Lippen das Aussprechen von b und p doch zu einem gewissen Problem machte, "können wir uns miteinander- hmmm unterhalten und uns unsere Räumlichkeiten ansehen."
Er sah kurz zu Aviva "Ich heiße übrigens Phassaro"
Er fragte sich wie jedesmal wenn er sich vorstellte, warum er eigentlich immernoch auf diesen Namen hörte, beziehungsweise ihn sein Eigen nannte. Die ersten Zweibeiner, mit denen er Kontakt hatte, haben ihn so genannt. Bedeutete irgendsowas wie Vogel oder so. Und obwhol er seinen Namen nicht richtig aussprechen konnte behielt er ihn. "Weil du dir keinen anderen überlegen kannst! Du bist viel zu unkreativ dafür. Außerdem hast du dich inzwischen daran gewöhnt" beantwortet er sich diese Frage

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Beitrag von Netade am Fr Jun 13 2014, 11:10

"Ah so desu ne… PhassarO." Die junge Frau blieb kurz stehen, verneigte sich förmlich und sehr tief, ihre Hände in den Schoss gelegt. "Ich bin erfreut Deine Bekanntschaft zu machen PhassarO. Bitte erlaube mir, dass ich mich, vorstelle. Mein Name ist…" Sie hielt kurz inne. In all den Jahren, wo sie nicht frei war, in all den Jahren wo man sie unterdrückt hatte, in all diesen Jahren war ihr der Name schneller über die Lippen gekommen als nun. Sie war frei und doch unfreier als je zuvor. Das war wohl auch der Grund für die sehr tiefe Verneigung gewesen. "… Sakura. Bitte nimm diesen Namen zu Deiner Kenntnis." Der kleine Verwandte eines Long sprach laut wie sie festgestellt hatte. Es war nicht so, dass sie nicht verwundert war ein solches Wesen hier zu sehen, auch wenn Fabelwesen in ihrer Heimat, so die Weisen Recht hatten und daran zweifelte sie nicht, öfters und in hoher Vielfalt vorkamen, doch sie hing immer noch dem Gedanken nach, wer Eike beauftragt hatte sie hier her zu bringen.

Sakura blickte den Drachen mit ihre Mandelaugen an, verneigte sich leicht. "Vergib mir meine Neugier, PhassarO, mir ist bewusst, dass Du kein O-long bist, wie nennt man Deine Art?" Nun schritt sie neben dem Drachen her. Der Blick den Phassaro zu der Frau geworfen hatte war ihr nicht entgangen. Sakura fragte sich ob und welche Verbindung zwischen den beiden bestehen mochte. "Oh, Verzeihung ich hatte nicht geantwortet. Hai, natürlich können wir gerne unsere Räumlichkeiten gemeinsam anschauen. Es wäre wunderschön wenn ein Bad vorhanden wäre um sich ordentlich zu reinigen." Der Gedanke daran ließ sie ein wenig ihre Traurigkeit vergessen. "Nichts erfrischt so gut wie ein Bad, ne?"  

So desu ne = so ist das
Long /O-long = Elementardrache, hat keine Flügel, charakteristisch ist der 'Bart' wie bei einem Wels
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Beitrag von Erayi am Fr Jun 13 2014, 21:27

Die Sonne. Sie war so unerträglich heiß. Aviva hatte sich während der gesamten Ansprache versucht, sich mithilfe einiger Farnblätter ein frisches Lüftchen ins Gesicht zu locken. Doch vergebens. Beinahe fürchtete sie, zu vertrocknen.

Sie fragte sich, ob die Namen, die der stämmige Mann in die Menge rief, irgendetwas zu sagen hatten, denn sie hatte noch von keinem je gehört. Doch sie vernahm ein ehrfürchtiges Raunen aus den Mündern einiger der Umstehenden und so beschloss sie, dass es einfach an ihrer fehlenden Bildung in Bezug auf menschliche Helden lag.
Damals im Waisenhaus hatte sie bloß das Kochen und Putzen gelernt, außerdem hatte man ihr versucht beizubringen, wie sie ein Kind zu umsorgen hatte. Als die einfältigen Pflegemütter schließlich Avivas Talent entdeckt hatten, hatte sie sich um den Kräutergarten zu kümmern. Und um das Gemüse. Und die Äpfel. Aber kein einziger Apfel hatte ihr je von den großen Legenden der Männer der Kristalldrachen berichtet.
Und auch niemand sonst. Allgemein hatte niemand gerne mit ihr gesprochen.
Grüne Haare waren schon seltsam genug, doch oft genug wurde sie auch Blattgesicht von den anderen Kindern getauft.

Und nachdem sie mit 12 Jahren das Waisenhaus verlassen hatte, war sie draußen im Wald allein gewesen, mit Ausnahme der Tiere. Bis sie schließlich Passaro traf. Er wurde ihr Freund, eigentlich sogar der Einzige, mit dem sie in gemeiner Sprache sprechen konnte. Die Tiere verstanden ihre Sprache eher schlecht und fürchteten mitunter ihre menschliche Seite. Tatsächlich ging Aviva desöfteren auf die Jagd, um sich und vor allem Passaro etwas Essbares zu verschaffen.
Außerdem war Aviva nur eine halbe Dryade und wurde von ihrem Wald nur als Besucher anerkannt, nicht als ein Teil von ihm.
So beschloss sie dann, einmal ihre menschliche Seite auszuleben.

Heute war der Tag, an dem Aviva ihren neuen Lebensabschnitt beginnen wollte.
Als der Redner seine Anreihung von großen Namen zum ende gebracht hatte, bemerkte Aviva wie ihr Begleiter sich mit einer Menschin unterhielt. Er schlug ihr gerade vor, sich gemeinsam ihre neuen Quartiere anzusehen.
Aviva wunderte sich gerade, dass Passaro tatsächlich die Frage der Menschin mitbekommen hatte, als sich die beiden schon auf den Weg machten.
Schnell lief die Halbdryade hinter ihnen her. Eigentlich war sie noch recht eingeschüchtert von den vielen neuen Eindrücken, doch als die Fremde, die sich Passaro als Sakura vorgestellt hatte, das Wort Bad erwähnte, legte sich ein verträumter Blick auf ihr Gesicht.
„Ein Bad. Das wäre wundervoll. Ich sehne mich sosehr nach Wasser.“, sagte sie. "Ich bin übrigens Aviva", schob sie hinterher, an Sakura gewandt.
Man sagte Dryaden nach, dass ihre Stimme für den aufmerksamen Zuhörer wie Blätterrascheln im Wind klingen mochte, doch Aviva war sich nicht sicher, ob dies auf ihre Stimme zutraf.
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Beitrag von Netade am Sa Jun 14 2014, 10:26

Für einen Moment glaubte Sakura, dass der Wind sich etwas aufgetan hätte, das die Blätter aufgrund dessen an den Bäumen geraschelt hätten. Das war sicherlich ein Irrtum. Die Ansprache, all die Dinge in den letzten Tagen, Wochen und Monate hatten wohl ihren Tribut eingefordert. Nun hörte sie doppelt so aufmerksam zu. "Hai, im Wasser ist die Kraft des Lebens." Es war eine Frage der Höflichkeit, das sie sich vorstellte, wo die Fremde es schon getan hatte. Wieder sich förmlich und tief verneigen, die Hände in den Schoss gelegt. "Ich bin erfreut Deine Bekanntschaft zu machen Aviva-san. Bitte erlaube mir, dass ich mich, vorstelle. Mein Name ist Sakura, bitte nimm meinen Namen zur Kenntnis."
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Beitrag von Mini Drachin am Sa Jun 14 2014, 15:08

Passaro verstand dieses ganze verbeugen, dass Sakura die ganze Zeit machte nicht wirklich. Musste so ein "weit-weg-Ding" sein.
"Die Menschen sagen ich wäre ein Bwaumdrache," beantwortete er ihre Frage. Er hatte so lange damit gezögert, weil er das B möglichst fehlerfrei aussprechen wollte "aber wenn man es-" er überlegte kurz "Wir Drachen sehen meine Art eher als Walddrache. Wir leben schließlich nicht in Bwäumen." So ganz zufrieden war er mit seiner Erklährung nicht, die Art wie sich Drachen untereinander verständigen unterschied sich etwas von der Art wie es Zweibeiner taten. Sie sprachen auch, keine Frage, aber Drachen übermittelten einem mehr Information. Zweibeiner schienen diese Zusatzinformation nicht aufzunehmen. Allgemein benutzen sie diese gedankliche art der Gefühls und Wissensübertragung nicht. Zumindest nicht, dass er wusste.
"Sag, Sakura, du nutzt manchmal seltsame Worte, du kommst von weit weg, oder?" fragte er sie.
Sie waren kurz vor dem Gebäude angelangt, in dem die Söldner -also sie- untergebracht waren. Passaro fragte sich, ob er wohl auch ein eigenes Zimmer wie jeder Zweibeiner bokommen würde, oder, ob er als Begleiter von Aviva mehr in einem Stall vorgesehen war. Keine der beiden Vorstellungen behagte ihm sehr, aber er würde es mal auf sich zukommen lassen. Er lies seine Flügel etwas lockerer (normalerweise hielt er sie immer sehr Eng an seinem Körper, da sie im dichten Wald schlichtweg unpraktisch waren) dadurch brauchte er zwar in der Breite mehr Platz aber es sah schlichtweg besser aus. Und er hob seinen Schwanz an, damit er nichtmehr auf dem Boden schleifte. Er war meistens zu faul das ganze Gewicht zu tragen, aber wer auch immer die Quartiere verwaltete, er wollte einen guten Eindruck hinterlassen um nicht am Ende doch noch bei den Pferden zu enden.

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Beitrag von Fade am Sa Jun 14 2014, 23:51

Samson wartete an die Tür der Baracke auf die Ankömmlinge, um ihnen mit einem knappen „Siebte links“, oder „Dritte rechts“ auch schon die Schlüssel zur jeweiligen Kammer in die Hände zu drücken. Die neuen waren selten wirklich begeistert von den beengend wirkenden, schmalen Räumen, welche zwar sauber, jedoch auch äußerst sparsam eingerichtet waren. Ein Bett links jeder Türe. Rechts gegenüber ein Schrank und im Eck neben dem Fenster ein kleiner Stuhl mit passendem Tischchen. Es war ja auch gar nicht gewünscht, dass sich die Kameraden den lieben langen Tag in ihre Zimmerchen verkrochen und faulenzten, während draußen die großen Taten auf sie warteten.

Als Samson die beiden Frauen mit dem Baumdrachen herankommen sah, wendete er den Kopf Richtung Gebäudeecke und rief laut nach dem Stallburschen „Hey Ahrn. Da kommt deine Bestie.“ Es vergingen einige Sekunden, ehe ein verschwitzter junger Mann mit kurzen Hosen und offenen Hemd um die Hausecke geschossen kam und seinen Blick erst zu seinem Meister und dann Richtung des nahenden Drachens huschen ließ. Die Halbdryadin war ja nicht die erste Bestienmeisterin, welche ihren Weg zu den Kristalldrachen gefunden hatte, jedoch war ihr Gefährte Passaro nun doch kein so gewöhnliches Untier, wie sie üblicherweise zur Unterstützung im Kampf abgerichtet wurden. Auch soetwas wie Aviva selbst hatte er noch nie mit eigenen Augen gesehen, fragte man sich da doch schon, welches Geschöpf von den beiden das exotischere darstellte.

Samson waren sprechende Tiere aller Art schon immer etwas suspekt gewesen, jedoch sollte diese Art der Drachen ja einen hochentwickelten Intellekt besitzen und nicht nur wie ein Papagei nervenzehrende Phrasen vor sich hin quatschen. Er war ganz zufrieden mit der Lösung, den Drachen in einem eilig zusammengezimmerten Verschlag am hinteren Ende der Baracke unterzubringen, wofür er ganz und gar seinen Stallburschen Ahrn verantwortlich machen konnte, ohne sich nachsagen lassen zu müssen, ein intelligentes Geschöpf wie ein Tier zu behandeln.
Ahrn hatte sich sichtlich mühe gegeben, die Unterbringung in der kurzen Frist bezugsfertig zu machen, bestand sie doch nicht aus viel mehr als den, an die Hauswand angebrachten, Holzwänden und dem schrägen Dach. Platz sollte es zumindest genug hergeben und Schutz vor Wind, Wetter und der gnadenlos strahlenden Sonne bot sich ja auch. Sogar Boden hatte Ahrn mit frischen Gras weich ausgepolstert. Sichtlich nervös blickte der Stallbursche dem nahenden Drachen entgegen, wärend Samson seine Aufmerksamkeit schon längst wieder den Frauen zugewandt hatte.

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Das Spiel Empty Tag 1 / Söldnerhauptquartier / Mittagszeit / Sakura

Beitrag von Netade am So Jun 15 2014, 00:34

"Seltsame Wörter..." Sakura schaute zu Boden, sie war verlegen.. "...hai, das mag so sein. Bitte entschuldige O-PhassarO-sama, bitte nimm meine Entschuldigung an. Hai, ich komme aus dem Land YoYenDo." Er hatte Recht mit dem was er sagte, wenn die Drachen auf Bäumen hausten, nein wohnten korrigierte sie sich, dann waren sie da sie im Wald lebten Walddrachen. Das war komisch denn alle Drachenarten die sie kannte, waren Elementardrachen. Ob Wasser-, Eis-, Feuer-, Erd- oder Luftdrachen. Sie waren anders als PhassarO.

Gemeinsam mit den beiden ging sie auf das Gebäude, die Baracke zu. Dort angekommen hörte sie aufmerksam zu, was der Mann dort sagte. Einen Moment glaubte sie ihren Ohren nicht zu trauen. Was hatte er gerade gesagt? Bestie? Sakura richtete ihren Blick auf den Mann, der das gesagt hatte.
in Ermanglung der Kenntnis seines Namens sprach sie ihn mit 'san' an. "San, ich bitte um Verzeihung, aber O-PhassarO-sama –sie deutete auf Phassaro – ist keine Bestie und es ist sehr unhöflich ihn als eine zu bezeichnen." Jetzt da sie alles gesagt röteten sich ihre Wangen. Was hatte PhassarO gesagt: 'Seltsame Wörter.'
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Beitrag von Mini Drachin am So Jun 15 2014, 13:49

Passaro war jetzt seinerseits etwas verlegen, lies sich das aber nicht anmerken. Sie musste sich doch nicht dafür entschuldigen.
Aber YoYenDo - Interessanter Name hörte sich tatsächlich nach "weit weg" an; Passaro versuchte sich zu merken, wie sie das ausgesprochen hatte und versuchte es ein paar mal im Kopf nachzuahmen, wurde dann allerdings von Samson unterbrochen.
Für Passaro war es nicht weiter schlimm als Bestie bezeichnet zu werden, er wusste, dass Drachen von Zweibeinern gefürchtet wurden und das nicht ganz zu Unrecht, es gab genug Drachen, die auch geistig eine Bestie waren, die Zweibeiner schlicht als Futter betrachteten. Und Das Schmeckte denen die verspeist werden sollten herzlich wenig.
Passaros Aufmerksamkeit wurde auf Ahrn gezogen der um Die Ecke eilte und ihn betrachtete  - mit gehörigem Respekt wie es schien (Das Passaro kleiner war als die meisten Zweibeiner, wenn er auf allen vieren unerwegs war, schien seiner Imposanz nicht abträglich zu sein).
"Danke, Sakura, es ist schon in Ordnung. Hier sind die Zwei- Die Menschen nicht so höflich wie du. Ich nehme an in" er zögerte einen kurzen Augenblick "JoJendo sind alle so höflich und wir würden ständig von einer Unangenehmen Situation in die nächste kommen." Er sah Samson an "Höflich ist es nicht, egal ist es mir trotzdem. Dieser Zweibweiner-" er hiet inne, er hatte jetzt doch Zweibeiner gesagt. verflixt. "er darf mich ruhig so nennen, Zimpherlichkeiten sind hier wohl unangemessen" Er sah wieder zu Ahrn dann zu Aviva und dann zu Samson "Ich nehme an, das dort ist Ahrn und ich soll ihm folgen?"

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Beitrag von Fade am So Jun 15 2014, 14:57

Samson grinste breit auf Sakuras Worte hin und ja er kannte die Namen der neuen und hatte auch Ostländler schon gesehen, um Ihr diesen Namen zuordnen zu können. Als der Drache jedoch selbst zu sprechen begann, war die schöne Frau um ihre Aufmerksamkeit beraubt. Genau folgten Samsons Augen den Lippenbewegungen des Baumdrachens, während er der ungewöhnlichen Stimme lauschte. Schließlich nickte er einfach, ohne mit dem Grinsen wirklich aufgehört zu haben.
„Es ist genau wie du sagst Passaro. Zudem ist der Inhalt der Worte bei Förmlichkeiten ja ohnehin weniger wichtig, als die Absicht dahinter. Mich ruft man hier das Fass und juckt mich das?“ Samson schlug sich mit beiden Händen auf den Wams, dass es dumpf wie von einer alten Trommel klatschte und lachte dabei auf. „Ja, Ahrn dort wird dir dein Quartier zeigen. Mit Baumdrachen hatten wir es hier noch nicht zu tun, aber als gebürtiger Waldbewohner wird dir ein breites, weiches Graslager wahrscheinlich besser gefallen, als die schmalen Betten in den Stuben und luftiger hast du es dort auch.“

Samson nickte Ahrn zu, welcher Passaro etwas nervös winkend bedeutete ihm zu folgen und wendete seine folgenden Worte an die Ostländlerin, wobei seine Stimme etwas ernster, jedoch keinesfalls unfreundlich klang. „Für eure Meinung braucht ihr euch hier bei niemanden entschuldigen Sakura, aber ihr tätet gut daran, in diesem Handwerk nicht nur euren Körper zu Rüsten, sondern auch euer Gemüt. Dem Drachen, Euch und euren Kameraden werden Fremde noch ganz andere Namen geben und wenn das die Beherrschung kosten würde, könnte leicht mehr verloren gehen als nur der Stolz.“ Aufmunternd lächelnd nickte er der kleinen schließlich nochmals zu, wärend er ihr ihren Schlüssel reichte. "Die achte Türe rechts."

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Das Spiel Empty Tag 1 / Söldnerhauptquartier / Mittagszeit / Sakura

Beitrag von Netade am So Jun 15 2014, 16:12

"Es war mir eine freudige Pflicht, O-Pharsso-sama." Wieder verneigte sie sich kurz in des Drachen Richtung. Seine Worte nahm sie in sich auf und reflektierte was genau er gesagt hatte. 'Was hatte er mit '…wir würden ständig von einer Unangenehmen Situation in die nächste kommen…' und '…mit keine Zimperlichkeiten…' gemeint? Ja, es waren nicht alle so höflich in ihrer Heimat, dort gab es ebenso Schurken und Räuber wie hier, jedenfalls nahm sie es an. Keiner von diesen würde auch nur einen Gedanken daran verschwenden danke und bitte zu sagen. Diese Welt hier war für sie eine große Herausforderung. Ihre Erziehung hatte sie nicht dafür gerüstet. Das spürte sie deutlich.

Als dann das Fass sprach, dessen Namen sie als nicht schlimm empfand da es wohl ein Spitznamen unter Freunden war, hörte sie ebenfalls aufmerksam zu. Hier und da nickte sie als Bestätigung, dass sie es verstanden hatte. Auch das war Höflichkeit gegenüber einem Älteren. Als er ihr den Schlüssel reichte war sie sehr froh. Warum? Es war der Raum mit der Zahl acht, nicht die vier vor der sie sich gefürchtet hätte. Sie atmete auf schritt auf das Fass zu und nahm den Schlüssel entgegen. Leise sprach die Ostländerin ihn an, so dass nur er es hören konnte. Ihre Körperhaltung zeigte deutlich ds Verhältnis von über und Unterstellung an. Ein Ausdruck, dass sie das Faß akzeptierte. "Habt Dank dafür, dass ihr Euer Wissen mit mir geteilt habt. In meinem Land würde Unhöflichkeit leicht dazu führen, das man kopflos wird. Ihr habt Recht, dass mein Herz einen Panzer braucht, die dreimal drei Mauern scheinen nicht genügend Schutz zu geben." Sakura machte eine kurze Pause ehe sie weiter sprach. "Bitte denkt von mir nicht schlecht, weil ich impulsiv gehandelt habe. Ich werde alles tun, um keinen meiner Gefährten in Gefahr durch mein Handeln zu bringen. Sollte es doch so sein, so lege ich mein Leben in Eure Hand." Im Geiste hatte sie noch hinzugefügt '...auch wenn es keinen Wert hat...' Eine Verneigung in seine Richtung, und sie ging in Richtung des Raumes acht.
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Beitrag von Vierna am So Jun 15 2014, 22:42

Schweigend und scheibar teilnahmslos ließ Elleon das Gebrülle des Mannes über sich ergehen. Er war schon immer gut darin gewesen, seine Gefühle nicht zu zeigen. Und meist war er darüber auch recht froh. So auch gerade in diesem Moment. Denn innerlich tobte in ihm ein Kampf. Ein Kampf zwischen dem, was richtig war und dem, wie es wirklich war.
Ihr müsst euch gegenseitig vertrauen, hatte er gesagt. Das wird über Leben und Tod entscheiden, hatte er gesagt.
Ja, so sollte es eigentlich sein. Doch die Erfahrung hatte Elleon etwas anderes gelehrt. Jemandem zu vertrauen war wie demjenigen ein Messer zu geben. Einerseits konnte er dich damit beschützen. Doch andererseits konnte er es auch gegen dich wenden.
Vertrauen konnte stark sein. Sehr stark. Mit ihm konnte man mit Leichtigkeit auch die schlimmsten Feinde zerschmettern.
Doch mit derselben Stärke konnte dieses Vertrauen auch einen selbst zerstören.
Elleon wollte nicht länger über dieses Thema nachdenken. Daher ließ er den Blick über die anderen Anwärter streifen und betrachtete sie genauer, um sich abzulenken.
Es war eine wild zusammengewürfelte Gruppe. Das einzige, was die meisten gemeinsam hatten, war, dass der Großteil Frauen waren. Doch das war auch schon alles.
In der einen Ecke stand ein noch recht junges Mädchen mit sehr fremdartigem Aussehen. Elleon kannte sich in dieser Richtung nicht besonders gut aus, doch sogar er erkannte, dass sie aus einem weit entfernten Land kommen musste.
Am meisten überraschte Elleon jedoch, dass sich auch ein Drache unter den Anwärtern befand. Er hielt sich die ganze Zeit nahe bei einer jungen Frau, deren Herkunft und Rasse er nicht genau zuordnen konnte. Aber es war offensichtlich, dass zwischen den beiden eine Verbindung, welcher Art auch immer, existierte.
Es war eine Gruppe, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnte.
Nachdem die Ansprache vorbei war, begab sich Elleon wie die meisten anderen ebenfalls in Richtung der Unterkünfte.

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Beitrag von Fade am Sa Jun 21 2014, 20:28

Tag 1 / Söldnerhauptquartier / Nachmittag



Lars hatte Schleifers Ansprache aus der Ferne verfolgt. Er beobachtete die Art, wie die Neuen sich bewegten. Morgen würde er zum ersten mal eine Gruppe mit Frischlingen führen und so wie es aussah, war der Haufen so bunt zusammengewürfelt wie schon lange nicht mehr.
Die Jägerin mit ihrem Drachen konnte Lars nicht gut einschätzen, jedoch musste sie etwas an Erfahrung mitbringen, wenn sie sich mit so einem seltenen Begleiter hier frei bewegte. Es würde interessant sein zu erfahren, welche Gründe sie zu den Söldnern gebracht hatten. Die Ostländerin bewegte sich etwas versteift. Sicherlich nahm sie die Aufgabe ernst. Nur um hier ärger anzufangen, hätte sie jedenfalls einen ziemlich langen Weg auf sich genommen.
Der Elf bereitete dem Rothaarigen Söldner etwas größere Sorgen. Er schien Schleifers Ansprache scheinbar einfach zu ignorieren. Vermutlich wurde ihm hier nichts neues erzählt, aber die erfahrenen Kämpfer hier einzunorden war eine ungleich schwierigere Aufgabe, als mit dem jungen Zuwachs.

Als sich der Platz langsam leerte und die neuen ihre Quartiere bezogen, stieß sich Lars von der Gebäudewand ab und spazierte Richtung Übungsgelände. In den Quartieren fanden die Neuen Anweisungen, sich für Ihre erste Missionsbesprechung zur Dämmerung in der Gildentaverne einzufinden. Es gab dafür sogar einen extra Raum dort. Zum Spaß hatten sie ja alle nicht Unterzeichnet und die erste Aufgabe sollte sie ja auch nicht an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeiten bringen, sondern vielmehr Lars erlauben, sie richtig einzuschätzen. Eine Eskorte durch den Bärentann. Routine eigentlich, aber für Ortsunkundige womöglich noch ein echtes Abenteuer. Auf den Drachen musste er etwas acht geben. Womöglich würde seine gegenwart bei der hiesigen Fauna unübliches Verhalten zutage fördern.

Das Trainingsgelände war verlassen und Lars hielt einen Moment an, und rief sich seine Zeit als Neuling zurück. Abenteuerlich ja. Seine Leute würden sich wärend der Reise womöglich wie ein Rudel junger Hunde verhalten. Endlich hatte er eine Ahnung davon, wie sich sein Anführer damals gefühlt haben musste, als er mit seinen, damals noch fremden, Kameraden zum ersten mal los zog. Langsam setzte er seinen Weg fort. Es würde in jedem Fall interessant werden heute Abend. Sein Anführer war damals nicht so jung gewesen und es stand zu erwarten, dass nicht alle seinen Anweisungen immer ohne murren Folge leisten würden. Ihm Fehlte noch die Idee, wie er sie bei der Besprechung überzeugen sollte. Er seufzte unhörbar und trat einen kleinen Kieselstein vor sich ein paar Schritte weit durch den Sand.

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Das Spiel Empty Tag 1 / Söldnerhauptquartier / Nachmittag

Beitrag von Vierna am Di Jun 24 2014, 22:46

Die Vergabe der Zimmer ging recht schnell. Elleon wurde ein Schlüssel in die Hand gedrückt mit den Worten "siebte Tür links". Das war dann auch schon alles.
Das Zimmer war fast genau so, wie Elleon es erwartet hatte. Besonders geräumig war es nicht, aber immerhin so groß, dass ein Bett, ein alter Schrank, ein Tisch und ein Stuhl darin Platz hatten. Was hätten sie auch groß anderes erwarten können? Eine privates Häuschen mit Garten und einem kleinen Teich? Im Moment waren sie ja nur einfache Rekruten. Wenn sie ihre Arbeit gut machten, dann würde es eines Tages vielleicht Beförderungen geben, vielleicht sogar ein neues Zimmer dazu. Aber bis dahin mussten sie sich mit dem zufriedenstellen, was sie hatten. Elleon störte das nicht weiter.
Er schob seine wenigen Habseligkeiten unter das Bett und verließ das Zimmer dann gleich wieder. Mit Ausnahme seines Stabes. Den trug er immer in einer extra angefertigten Halterung auf dem Rücken mit sich. Nicht, dass er ihn unbedingt gebraucht hätte, aber er hatte ihn lieber bei sich. Das machte das Wirken von Magie erheblich leichter. Ein Umstand, über den er als angehender Magier sehr froh war.
Er schlenderte eine Weile über das Gildengelände, doch allzu dicht bevölkert war es heute nicht. Das Trainingsgelände zum Beispiel war komplett verlassen. Nach einiger Zeit suchte er sich einen Baum, an dessen Stamm gelehnt er sich setzte. Es war ja schönes Wetter, warum sollte er sich also nach drinnen setzen? Bis zur Dämmerung konnte er ja tun, was er wollte. So zog er ein kleines Buch aus seiner Tasche, welches er aus seiner Heimat mitgenommen hatte. Es behandelte hauptsächlich den heilenden Teil der Magie. Genau der Bereich, dem er sich nun verschrieben hatte. Bereits nach kurzer Zeit war er vollkommen in die Seiten vertieft.

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Das Spiel Empty Tag 1 / Söldnerhauptquartier / Nachmittag / Sakura

Beitrag von Netade am Mi Jun 25 2014, 11:03

Einen langen Moment hatte sie noch gewartet, erst dann, nachdem nicht absehbar war, wann die andere Frau, deren Namen sie bedauerlicherweise nicht mehr präsent hatte, nicht folgen würde, betrat sie ihr Zimmer. Zu ihrem Erstauen stand mitten im Zimmer eine Rüstung, nein, nicht eine sondern ihre. Die Rüstung war, anders als die hiesigen, darauf ausgelegt im Kampf beweglich zu bleiben. Am Boden lag noch ein Bündel, in dem sich ihre Waffen befanden. Sakura war gerührt, obwohl das Zeichen ihrer Familie entfernt worden und durch einen roten Karpfen ersetzt worden war. Das hatte sie nicht erwartet gehabt. Für einen Fremden war es nicht zu verstehen wie nahe hier Freude und Schmerz beieinander lagen. Die junge Frau brauchte etwas Zeit um sich zu fangen.

... etwas später

Im Schneidersitz sitzend saß sie auf der Wehrgang, ihren Blick auf einen imaginären Punkt im Nichts fokussiert. Das Bad, was eigentlich nicht mehr war, als ein Waschen, hatte ihr gut getan, alleine schon rein körperlich, nach der langen Reise mit der Wogenwolf von Eike. Die Meditation jetzt war ihrem Geist gewidmet. Sakura wusste, dass sie ihre Mitte wiederfinden musste, sonst wäre alles verloren. Ein wirkliches Ziel hatte sie nicht, deshalb war es umso wichtiger, dass sie auf dem Weg blieb oder wahrheitsgemäß, dass sie wieder einen Pfad fand. Dreimal war sie entwurzelt worden. Ihr Herz war wund ohne Frage. Langsam, sehr langsam rückte ihr Bewusstsein wieder in das Hier und Jetzt zurück. Ohne Eile ließ sie es geschehen und erst als sie wirklich wieder angekommen war, ihre Atmung sich wieder bis zum normalen Rhythmus aufgebaut hatte, begann sie langsam damit ihre Beine zu massieren und dann auch die Muskeln zu dehnen.
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Beitrag von Fade am So Jun 29 2014, 10:16

Tag 1 / Söldnerhauptquartier / Abend



Die kleine Schenke machte von Außen nicht viel her. Niedrig gebaut gab es darin nur drei verschiedene Gasträume, welche derzeit auch nur wenig besucht waren, da die Auftragslage die meisten Söldner auf größere Reisen geführt hatte. Ein kräftiger Mann mit breiten Schultern und schütterem, schwarzen Haar trug gerade eine Kiste aus dem Keller und räumte sie hinter den Tresen. Rupert hatte ein bulliges Gesicht, welches gut dazu getaugt hätte, die spielenden Kinder auf dem Markt zur Mittagszeit zu verjagen. Nur einen Meter größer und man hätte ihn leicht mit einem Oger verwechseln können. Zwei tiefe Narben zierten das Gesicht des grimmigen Mannes und eine Vielzahl weiterer waren auf seinen übrigen Körper verteilt.

Die Krüge und das Geschirr für die Neuen standen schon bereit und Rupert machte sich gerade daran, den Ofen anzufachen, um das Fleisch für die heutige Besprechung vorzubereiten. In aller Regel speisten die Besucher der Schenke deftig und hauptsächlich Fleisch, nur waren unter den neuen Rekruten ja verhältnismäßig viele Frauen dabei. Der Schankwirt grinste schief bei dem Gedanken, so ein schmächtiges Frauenzimmer, beide Hände eine eherne Waffe umklammernd mit zitternden Knien vor ihrem ersten Kampf stehend, zu erleben. Vielleicht sollte er den alten Fuchs ja doch einmal wieder um eine Gruppe bitten, um dem Alltag hier eine Weile zu entgehen.
Söldner von Heute waren ja auch nicht mehr das was sie einmal waren. Jeder hielt es für eine Zier, sich hartgesotten und verwegen nennen zu lassen, doch brachten mit jedem Jahr weniger das Zeug dazu mit, in schweren Situationen den Verstand zu bewahren.
Dennoch war es immer wieder ein Vergnügen für den Wirt, den Geschichten vor und nach den ersten Abenteuern zu lauschen, welche die frischen Rekruten so emotional und aufgeregt erlebten.

Das Wasser im Kessel begann inzwischen zu brodeln und Rupert schnitt mit dem riesigen scharfen Küchenmesser das Gemüse hinein, während er auf die ersten Besucher wartete. Das Hinterzimmer für die Besprechung hatte er dabei schon lange hergerichtet. Es war überschaubar, fasste mit Not wohl 10 Stämmige Personen und wirkte auf den ersten Eindruck gleich etwas düster und verschwörerisch. Der große Kamin darin wirkte hingegen gemütlich, besonders für die kalte Jahreszeit. Der große Tisch war schwer und zeigte unzählige Gebrauchsspuren von etlichen Klingen, welche über die Jahre in sein zähes Holz gebohrt wurden, um einen Beschluss zu untermauern, oder ein Argument zu verdeutlichen.

Unerwarteter Weise ging es in der Regel in der Schenke eigentlich ziemlich gesittet, für ein Söldnernest, zu. Für große Feiern zog es die Söldner ja doch meistens in die Stadt, wo Wein, Weib und Gesang in höherem Ausmaß und zum Geschmacke aller vorhanden war. Hier auf dem Gelände hatten die höherrangigen Gildenmitglieder ja die traurige Pflicht, Ausschweifungen auf ein gewisses Maß einzudämmen.

Die Sonne neigte sich langsam dem Horizont zu, als der Schankwirt aus dem schmalen Zimmerfenster, auf den ruhigen Platz sah und ein lauer Wind vertrieb allmählich die drückende Hitze des Tages.

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Beitrag von Netade am So Jun 29 2014, 12:42

Der Raum oder besser gesagt die Luft des Raumes, den sie betrat, war geschwängert mit einer Mischung aus Fett, Rauch, Alkohol und Schweiß. Da waren es schon wieder zwei Welten. Frisch wie ein neuer Tag betrat die junge Frau die Schenke. "Konban wa!" Ihre Kleidung, Jacke und Hose, war schlicht, einfarbig in einem blau/grau gehalten, Die Jacke wurde durch einen Gürtel in gleicher Farbe gehalten. Ihre Hose war weit geschnitten, so dass man die grauen Socken, die richtige Bezeichnung hätte hier niemand gekannt, kaum einmal würde sehen können. Sakura blickte sich um, suchte jemanden, den sie ansprechen konnte, denn sie wußte nicht wo der Raum war, in dem sie sich treffen sollte. Aufmerksam horchte sie in den Raum hinein, da sie für den moment niemanden sah.

Ein Geräusch, wohl ein Atmen, schien ihr den Weg zu weisen. Kaum das sie den kleinen Raum betreten hatten, gefror sie in der Bewegung, als der Riese mit dem Narbengesicht sich ihr zuwandte. Sakura wich einen Schritt zurück, ihre Hand fuhr zu dem Fächer in ihrem Gürtel. "O bakemono..." Entfuhr es ihr. Einen Moment rang sie mit sich was sie tun sollte. Auf ihn stürmen? Ihn ansprechen? Hier war alles so anders. Ruhig atmete sie ein und aus. "Konban wa... bitte erlaubt, dass ich mich vorstelle. Bitte nehmt doch meinen Namen zur Kenntnis ich bin Sakura..." Dabei verneigte sie sich höflich hielt den rechten Arm ausgestreckt. Eine Geste die in dieser Situation viel Mut erforderte. "...verzieht, bitte das ich so schreckhaft bin, aber Eure Erscheinung ist... ist sehr beeindruckend, ne?"

konban wa = guten Abend
O bakemon = hier Oger
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Beitrag von Fade am So Jun 29 2014, 13:42

Rupert war kaum minder Überrascht, als die zierliche Ostländerin vor ihm, bei deren Anblick er nun schon genau überlegen musste, ob sie tatsächlich als Söldnerin, oder eher zur Unterhaltung hier sein mochte. O bakemono? Konban wa? Sah er tatsächlich so aus, als ob er alle Sprachen dieser Welt verstehen konnte?
Trotzdem erschien es unmöglich, diesem zarten und höflichen Geschöpf gegenüber wirklich grob zu werden und so reichte er ihr die riesenhafte Hand, sichtlich bemüht, bei seinem Gegenüber dabei nichts kaputt zu machen und grinste dabei freundlich, was seine Narben jedoch nur derart verzog, dass sein Gesicht einer zersprungenen Maske zu ähneln begann.

„Sakura... bist du zur Missionsbesprechung hier? Wenn ja bist du die erste und hast freie Wahl der Plätze. Bis das Essen fertig ist, dauert es noch ein Stück, aber was zu trinken kann ich dir schon anbieten. Bier, Wasser oder Milch?“ Fragte Rupert abschließend mit rauer, tiefer Stimme, welche den Eindruck eines Beinahe-Ungetüms gänzlich abrundete.
Es war ein wenig schwierig für Rupert, einer so zierlichen Person gegenüber ernsthaft zu bleiben, hätte man sich in seinem alten Trupp doch sicherlich eine Nacht lang darum geprügelt, wer in der Formation zu ihrer Flanke gestanden hätte, um ihr im Falle eines Kampfes beizustehen.

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Beitrag von Netade am So Jun 29 2014, 13:57

Sakura erinnerte sich daran, dass es hier wie bei den Wogenwölfen üblich war die Hand zu drücken. "Hai... ja, meine ich, ich bin hier zur Besprechung der Mission und wenn es Euch nichts ausmacht, werde ich auf die anderen hier warten. Vielen Dank für das Angebot eines Platzes das ich gerne annehme." Der Blick von ihm war nicht zu übersehen gewesen und ihr war klar, dass er sie eher der Halbwelt, der fließenden Welt zuordnete, als das er auch nur im Ansatz glauben würde, dass sie eine Kämpferin war. "Bitte sei so freundlich und bringe mir eine Milch, hai?" Noch immer grinste der Riese sie an, als wenn er sie für einen fleischgewordenen Witz hielt. "Ich weiß, dass ich aussehe, als könnte ich nicht einen Ast abbrechen, aber ich versichere Dir, dass ich hier als Kriegerin Dienst tue und nicht hier bin um die Kopfkissen mit jemandem zu teilen." Ihre Atmung ruhig haltend, wartete sie darauf, ob der Riese ihre Worte verstehen und auch so akzeptieren würde. Es war schwer unter diesen Menschen hier zu leben, alles war so vollkommen anders. Keine Höflichkeit, keine frische Luft und auch kein Licht in einem Raum wo man essen wollte. Das war hier wie ein schattenhaftes Abbild ihrer Welt.
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Beitrag von Vierna am So Jun 29 2014, 19:15

Elleon war die ganze Zeit über so vertieft in sein Buch gewesen, dass er nur sehr wenig von dem mitbekommen hatte, was auf dem Gildengelände passiert war. Falls überhaupt etwas passiert war. Die Dämmerung war allerdings nicht ganz so leicht zu ignorieren.
Schnell las er noch den letzten Absatz einer weiteren verwirrenden Beschreibung eines Heilzaubers und riss sich dann seufzend von dem kleinen Buch los. Die komplizierten Beschreibungen bereiteten ihm jedes Mal wieder Kopfzerbrechen. Es gab noch so viel für ihn zu lernen. Wenn er in den nächsten Tagen einmal Zeit fand, würde er sich auf dem Gelände erkundigen, ob es hier nicht den ein oder anderen Magier gab, der ihm vielleicht etwas auf die Sprünge helfen konnte. Etwas ungelenk stand er auf, ließ das Buch in seiner Manteltasche verschwinden und streckte die vom Sitzen ganz steif gewordenen Glieder. Langsam war es an der Zeit, sich zur Taverne aufzumachen.
Drinnen war alles sehr dunkel gehalten. Möglicherweise hätte man ein paar Mal öfter durchlüften können, aber den Rest fand Elleon gar nicht mal ungemütlich. Das Mädchen mit dem fremdländischen Aussehen war auch schon da, wohl als erste der ganzen Neulinge, sowie ein weiterer Mann. Er hatte etwa Elleons Größe, auch wenn er um einiges kräftiger und breiter war als der Elf. Elleon begrüßte die beiden nur mit einem knappen Nicken. "Für mich ein Bier", fügte er dem noch hinzu, als der Riese das Mädchen nach ihrem Getränkewunsch fragte.

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Beitrag von Fade am Mo Jun 30 2014, 18:11

Rupert schüttelte sich innerlich. Nannte die Ostländerin ihn tatsächlich einen Hai? Es erschien ihm als zu absurd und dass sie tatsächlich nach einem Glas Milch verlangte, machte die situation nicht viel ernsthafter, hatte er es doch eher zum Spaß gesagt. Unter ihresgleichen hier würde sie damit jedenfalls wenig Anerkennung ernten, soviel stand fest.
Auf der anderen Seite hatte er schon zu viele Jahre als Söldner verbracht, um die Kleine tatsächlich zu unterschätzen. Vermutlich machte sie den Mangel an Kraft mit Geschwindigkeit wett, oder glaubte zumindest, dass Sie das könne. Krieger aus den östlichen Reichen genossen jedenfalls einen guten Ruf und ob sie nun oft etwas seltsam Taten, schloss ihren Wert im Ernstfall ja nicht gleich aus. Die Kleine würde sich noch beweisen müssen und so wie der Eindruck des rauen Söldners von ihr war, würde Sie es nicht leicht damit haben.

Gerade, als er sich der Tür zu wandt, kam der zweite Besucher hinein. Ein Elf und noch dazu ein erfahrener, so wie Rupert ihm auf den ersten Blick in den Augen laß. Na das versprach ja lustig zu werden, waren sich die Spitzohren in der Regel doch zu fein für das rauhe Handwerk käuflicher Klingen. Über dessen Motive konnte Rupert nur mutmaßen und letztendlich war es wohl auch egal, solange man ein Maß an Zuverlässigkeit bei ihm feststellen würde.
Er nickte dem Elf ebenfalls knapp zu, um zu Signalisieren, dass dessen Bestellung ihn auch erreicht hatte und machte sich auf in den Schankraum, die Getränke zu holen. Sollten die Neuen sich nur in Ruhe beschnuppern.

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Beitrag von Netade am Mo Jun 30 2014, 18:52

Ihre Augen ruhten auf dem Elfen. Jedenfalls hatte sie gelernt, dass man das 'alte Volk' so nannte. Noch nie zuvor hatte sie einen des alten Volkes gesehen. Viel zu lange hatte sie ihn ageschaut, angestarrt, ehe ihr selbst dies auffiel. Sakura erhob sich, verneigte sich in der Art der Frauen, die Hände in den Schoss gelegt. "Bitte erlaubt mir, mich vorzustellen, ich bin Sakura. Ich entschuldige mich in aller Form, dass ich Euch angestarrt habe. Mir ist bewusst, dass dies unentschuldbar ist, dennoch bitte ich Euch um Verzeihung. Meine Jugend ließ mich unbedacht sein, ich gebe Euch mein Wort, das es nicht noch einmal passieren wird." Sie verharrte in der Verbeugung, wartete darauf, was der Elf entgegnen würde. Ein solcher Fehler hätte ihr nie passieren dürfen und doch war er passiert.
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Beitrag von RosenRoterRitter am Mo Jun 30 2014, 21:51

Die Rede handelte von anscheinend großen Kriegern und wichtigen Personen, die dem Söldnergeschäft gut taten. Aber die Umgangsweise war nicht viel anders als in ihrer Akademie. Wenn auch etwas respektloser. Jedenfalls im Moment. Schließlich gab es noch Einweisungsworte und eine Art "Herzlich Willkommen". Während der Rede sah sie sich um. Sie erkannte ein paar merkwürdige Gestalten wie die fremdländische Frau, die immer ein paar Worte aus ihrer Sprache benutzte, einem Drachen, einer Halbdryade und einem anderen Elfen und noch ein paar anderen.
Sie konnte sich noch kein Bild machen, außer dass die Frau mit dem respektvollem Umgang vielleicht doch ganz angenehme Gesellschaft abgeben könnte. Oder auch nicht. Sie täuschte sich oft in anderen Personen. Sie würde auf jeden Fall erstmal sich waschen. Die Luft war zu heiß für die Gegend aus der sie kam.

Nach der Rede und ihre Einweisung in das Zimmer Links, Acht, begab sie sich erstmal in jenes Zimmer. Es war größer als das Zimmer, dass sie in der Akademie hatte. Sie hatte dazu noch ein Bett und einen Schrank für sich. Sie war sehr zufrieden. Sie packte ihre restliche Kleidung, die sie noch von vor ihrer Akademie-Zeit hatte in den Schrank und entkleidete sich auch von ihrer Robe. Die Robe wog schwer und die Mitternachtsfarbe ließ sie noch schwerer wirken. Sie fiel dumpf auf den Boden und Verifa hob sie schnell wieder auf. Sie legte die Robe aufs Bett und wusch sich dann. Die Wäsche tat gut. Sie hatte das Wasser vermisst. Auch wenn sie es etwas runterkühlen musste.
Nachdem sie sich gewaschen hatte wusch sie auch ihre Robe. Als sie damit fertig war hängte sie die Robe in den Schrank und kleidete sich in schlichter Kleidung. Die Kleidung war auch mitternachtsblau gefäbrt, hatte aber keine weißen Ränder und war armfrei. Sie setzte sich darauf aufs Bett und fing an ihre Haare zu einer Frisur zu flechten. Sie hatte schneeweiße Haare und fing damit an einen Haarreif aus zwei Zöpfe zu flechten, den sie sich um die Stirn legte. Die hinteren Haare flechtete sie sich zu einem Zopf, sodass er den Rücken hinunter hing. Der Zopf reichte ihr bis zum Kreuz.
Man sieht auf ihrem Arm mehrere Tattoos, die größtenteils Linien und Kreise darstellen. Nur auf ihrer Schulter in Richtung Hals waren Runen abgebildet, die etwas in einer alten Sprache sagten.
Die Tattoos waren in einem typischen tiefblau geschrieben bzw. gemalt.

Als sie sich für fertig fand verließ sie ihr Zimmer und bewegte sich auch in den Besprechungsraum.
Beim eintreten waren bereits die fremdländische Frau und der andere Elf anwesend. Sie sah zu Rupert und war etwas erstaunt. Er war sehr breit gebaut und sah sehr grimmig aus. Sie setzte sich einfach ohne ein Wort an den Tisch und wartete.


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Beitrag von Vierna am Mo Jun 30 2014, 23:17

Elleon winkte ab. Ihm war nicht entgangen, dass Sakura, wie sie sich nannte, ihn angestarrt hatte, aber das war nichts Neues mehr für ihn. Seit er nicht mehr in Valkoron war, wurde er des öfteren schief angesehen, deswegen machte es ihm auch nichts mehr aus. Elfen waren hier wohl einfach nicht so verbreitet.
"Elleon", nannte er ihr seinerseits mit einem knappen Nicken seinen Namen. "Es gibt nichts für mich zu verzeihen. Ihr müsst euch nicht ständig für jede Kleinigkeit entschuldigen. Das tut man in diesem Land nicht."
Mit diesem Ratschlag ging er an ihr vorbei und setzte sich neben die andere Elfe, die eben herein gekommen war. "Darf ich fragen, woher ihr stammt?", fragte er sie vorsichtig. Er hatte sie schon bei der Ansprache gesehen, doch war sie ganz eindeutig nicht aus seinem Gebiet. Ihre Kleidungsart war ihm vollkommen fremd. Außerdem besaß sie nicht die für Valkoron typischen silbergoldenen Augen.

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