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Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

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Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Umbra am Di Sep 04 2012, 12:23

7. März 1868, 22:34 Uhr

Die Stadt schlief. Niemanden interessierte die Kutsche, die die Lower Thames Street hinauffuhr und zwischen den Lagerhäusern nahe der London Bridge zum Stehen kam. Der Kutscher saß einen Moment da, mit dem Tower im Nacken, einem unheilvollen Riesen, der die von Gaslaternen schummrig erleuchteten Gassen machtvoll überragte als könnte allein seine Präsenz die Laster aus dem East End vertreiben. Doch dass die Straßen heute Nacht so gut wie menschenleer waren, war vielmehr Werk des Nieselregens als das Wirken des himmelhohen Symbols der britischen Rechtsprechung.
Der Kutscher vergewisserte sich, dass niemand ihn beobachtete. Er legte die Zügel aus der Hand und sprang leichtfüßig vom Kutschbock herunter. Sein Weg war nicht weit. Die Wochen der Vorbereitung und des leisen Beobachtens hatten sich gelohnt: Er hatte heute nicht lange suchen müssen.
Der Mann eilte lautlos durch die Seitengasse, die ihm seinem Ziel nahe brachte. Da war er, Stirling. Allein und volltrunken, wie vermutet, aber dennoch nicht zu unterschätzen. Stirling war ein kräftiger Bursche und der Kutscher wollte es nicht auf einen Kampf ankommen lassen. Im Schatten der Holzkisten, die sich neben einem der Lagerhäuser türmten, wartete er darauf, dass der Säufer an ihm vorbeitorkelte. Der Schlag des Kutschers traf sein Opfer unerwartet und streckte es sofort nieder.
Mit einem kritischen Blick zog der Mann einen Revolver aus seinem Mantel hervor, trat direkt neben den am Boden liegenden Trunkenbold und drehte diesen mit dem Fuß auf den Rücken. Als er keine Reaktion feststellte, beugte der Kutscher sich hinab. Die Fahne, die ihm entgegenschlug, verriet ihm, dass Stirling nur bewusstlos und nicht tot war.
Das war leichter, als ich dachte.
Nachdem er den Revolver wieder weggesteckt hatte, zog der Mann Stirling über das Pflaster zu seiner Kutsche. Bevor er mit dem Säufer die beleuchtete Lower Thames Street betrat, sah er sich noch einmal suchend um. Immer noch war eine Menschenseele auszumachen. Unter der Last Stirlings ächzend, der schwerer war als er aussah, verstaute der Kutscher diesen in seinem Wagen.
„Sagt Hallo zu Nummer Vier“, murmelte der Kutscher den selig schlafenden Insassen des Gefährts zu, als er Stirlings Spazierstock hineinwarf und die Tür schloss. Dann nahm er kurz seinen Hut ab und ließ sich, dankbar für die Abkühlung, etwas Regen ins Gesicht fallen.

Der Schauer wurde stärker, als der Kutscher für den Rückfahrt den Umweg südlich der Themse entlang wählte. Die Zeit war knapp, aber er bevorzugte es, möglichen Verfolgern nicht wieder entgegenzukommen.
Wer zuletzt lacht, lacht am besten, sandte er einen strafenden Gedanken gen Himmel, als er schließlich völlig durchnässt und frierend an seinem Zielort, einem dunklen Hinterhof im West End, ankam. Nun stand ihm die nächste Hürde bevor. Als erstes trug der Kutscher Miss Bolt ins Haus, denn sie konnte er ohne Umstände hochheben. Er beeilte sich, sodass sie nicht viel von dem Regen mitnahm. Auch Hyde war kein großes Problem. Dennoch spürte der Kutscher, wie es an ihm zehrte, die beiden erst durch Küche und die Wohnräume, und dann die Treppe hinaufzutragen. Lived konnte er schon nicht mehr anheben, da seine Arme streikten, doch er schaffte es irgendwie, den Mann Stufe für Stufe hinter sich herzuziehen und, wie die anderen zuvor auch, in eins der freien Betten im Obergeschoss zu legen. Der Kutscher musste keuchend erst einmal zu Atem kommen. Noch einmal würde er sicher nicht die Treppe hinaufkommen. Nachdem er Stirling unten, auf der Couch im Kaminzimmer, abgeladen hatte, wischte er sich mit dem Ärmel den Schweiß vom Gesicht. Dann mahnte sich noch einmal zur Eile, brachte die Habseligkeiten, die seine Gäste bei sich gehabt hatten, ebenfalls ins Haus und schwang sich erneut auf den Kutschbock.
Schnalzend trieb er die beiden Pferde an, um die Kutsche dorthin zurückzubringen, von wo er sie sich… geliehen hatte. Es war nicht sonderlich weit.
Perfekt, Ed ist noch da, dachte der Kutscher sich, als er auf den Mann zutrat, den er in einer trockenen, dunklen Ecke abgelegt hatte. Man hatte ihm gesagt, dass das Mittel länger als Chloroform wirken würde, mit dem er diesen, wie auch Miss Bolt, Mr. Hyde und Mr. Lived, betäubt hatte, doch es war eine Erleichterung zu sehen, dass das auch der Wahrheit entsprach. Es war ein weiterer Kraftakt, Ed auf den Kutschbock zu setzen, doch es musste nicht nur so aussehen, als sei die Kutsche nie fort gewesen.
„Tut mir wirklich leid, mein Freund“, murmelte er, und das tat es ihm wirklich, als er eine halbleere Flasche Whisky aus seiner Manteltasche hervorzog, etwas davon über Eds Brust verschüttete und dem Bewusstlosen die Flasche dann in die Hand drückte.
Er wird es schon verkraften. Er hat schließlich auch getrunken, als ich ihn überwältigt habe.
Nun musste der Kutscher, der nun kein Kutscher mehr war, zurück zum Haus. Er hielt inne, als ihm unter einer Gaslaterne ein bekanntes Gesicht entgegenblickte. Ein leichtes Lächeln schlich sich auf die Lippen des Mannes.
Scarface, wie treffend, dachte er, wie immer, amüsiert und strich sich mit der Hand über die Narbe, die über seine linke Wange bis zum Mund hin sein Antlitz verunzierte. Und inzwischen sind es fünfhundert Pfund Belohnung.
Obwohl es ihn ärgerte, dass die Steckbriefe überall in der Stadt hingen und er deswegen am Tage keinen Fuß mehr vor die Tür setzen konnte, weil selbst jedes Kind ihn sofort erkennen würde, fühlte er sich doch geschmeichelt, dass Sir Wilkes C. Hill, der Chief Commissioner des London Police Service höchstpersönlich, ihn um jeden Preis aufspüren wollte.
Er brauchte nicht lange, um im Laufschritt wieder zurückzugelangen, und nahm wieder den Hintereingang, um ins Haus zu gelangen. Stirling lag noch genauso da, wie er ihn zurückgelassen hatte. Und auch sonst war es still.
Zeit, die ich nutzen muss.
Umständlich zog er mit der rechten Hand seinen Mantel aus und hängte ihn über einen Stuhl, damit er trocknen konnte. Nachdem er seinen regendurchtränkten Hut ebenfalls abgenommen hatte, legte er einen Scheit Holz auf die heruntergebrannte Glut im Kamin, und zog sich erst einmal trockene Kleidung an.
Zurück im Kaminzimmer, steckte er sich eine Zigarre an und goss sich einen Drink ein. Genussvoll nahm er einen Zug von dem Tabakrauch und prostete dem Gemälde über dem Kamin zu.
„Ironie, dass ich hier in deinem Haus sitze, deine Zigarren rauche und mich an deinem Scotch bediene, während du deine Bobbies durch die Stadt scheuchst, um mich zu finden, nicht wahr?“
Er brauchte einfach einen Moment, um sich etwas zu erholen. Und die Schadenfreude darüber, dass er sich gerade Chief Commissioner Hills Haus als Versteck ausgesucht hatte, half ihm dabei, einen Moment lang seine Sorgen zu vergessen.
Nun zurück an die Arbeit, dachte er, nachdem er das Glas geleert hatte. Wie immer, war seine Aktion von heute Abend, kein vollkommener Erfolg gewesen. Durch eine Unachtsamkeit seinerseits waren zwei Polizisten im East End auf ihn aufmerksam geworden, bevor er Miss Bolt hatte einpacken können. Er hatte die Bobbies zwar überwältigen können, doch man hatte ihn angeschossen.
Mal schauen, wie groß der Schaden ist.
Er befreite seine linke Hand von dem Lederhandschuh, den er immer trug, wenn er nach draußen ging. Die Oberfläche der Messingprothese spiegelte das flackende Licht, das vom Kamin ausging, wider. Von außen war nur ein relativ kleines Einschussloch kurz über dem Handgelenk erkennbar, doch allein die Tatsache, dass er keinen seiner Finger bewegen konnte, wies auf ein größeres Problem hin als es den Anschein hatte. Mit einigen geübten Handgriffen war das Innenleben der Konstruktion freigelegt.
Verdammt, dachte er seufzend, etwas genervt, dass er das Ding schon wieder auseinanderschrauben musste. Bevor er begann, die verbogenen Zahnräder und anderen Metallteile auszuwechseln, holte er sich noch einen Scotch. Das würde eine Weile in Anspruch nehmen.


Zuletzt von Umbra am Mi Aug 31 2016, 18:11 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Druzil am Di Sep 04 2012, 13:06

Mit einem Stöhnen erwachte Alan Stirling. "Scheisse." Er spuckt aus. Soweit nichts ungewöhnliches für ihn. In seinem Mund machte sich noch immer der schale Geschmack von Ale und Gebranntem breit, seine Lunge ächzte von dem Zigarettenqualm der Spelunken, durch die Alan gezogen war. Sein Kiefer machte sich mit einem schmerzhaften Pochen bemerkbar, auch seine Ellenbogen schienen Blessuren zu haben. "Scheisse."
Noch leicht benommen und ein gutes Stück entfernt von der verhassten Nüchternheit, blinzelte Alan umher. Wo zum Teufel war er hier gelandet? Er erinnerte sich an verschiedene Kneipen, zuerst Anspruchsvollere, zuletzt irgendwelche schäbigen Absteigen, mit wackeligen Tresen. Da war ein Typ, der ihn stundenlang mit der Schönheit irgendeiner Hure vollgequatscht hatte und das sein Geld nicht reichen würde, um eine Stunde mit dieser Melinda zu erkaufen. Hatte er sich mit dem Kerl doch noch geprügelt? Gut möglich. "Scheisse."
Brummend richtete sich Alan auf und stellte erschrocken fest, dass sein Stock und die Waffe fehlten. Der Raum aber war verwirrenderweise äusserst luxuriös und behaglich. Hatte er des Nachts doch noch einen Trinkkameraden von Stand und Ansehen gefunden?
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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Elli am Di Sep 04 2012, 13:07

Von einem schweren Hustenanfall geschüttelt erwachte Melinda. Keuchend rang sie nach Luft, bevor sie erneut zu husten began. Sie hielt sich ihre rechte Hand vor den Mund und drückte ihre Linke gegen ihren Brustkorb. Als sie ihre Hand vom Mund wegnahm entdeckte sie Blut. "Ach verdammt."
Sie griff neben ihr Bett um sich die Wasserkaraffe zu greifen, die immer bereit stand. Sie hielt verwundert inne, als sie bemerkte das nicht der kleine wackelige Schemmel neben ihrem Bett stand, sondern ein luxeriöser gedrechselter auf dem eine kleine Laterne stand. Im Zwielicht, das im Raum vorherrschte konnte Meldina kaum etwas erkennen, abgesehen von der Tatsache, dass sie definitiv nicht in ihrem eigenen Zimmer war.
Zögernd stand sie auf und sah an sich herunter, sie trug noch all ihre Kleidung, selbst die hohen Absatzstiefel trug sie noch. Ihr Fächer und ihre Wristgun jedoch waren verschwunden.
Fieberhaft versuchte sie sich zu erinnern, was gestern passiert war. Bruchstückhafte Erinnerungsfetzten blitzen vor ihrem inneren Auge auf. Da war dieser Mann gewesen, der sie unbedingt kaufen wollte, aber nicht genug Geld gehabt hätte. Irgendwo war auch ein Schuss gefallen, aber die restlichen Erinnerungsfetzen, waren durch den grünen Feenschleier des Absinths, welches sie sich gestern hatte leisten können, verschleiert. Normalerweise vertrug sie wesentlich mehr, als die zwei Gläschen die sie zu sich genommen hatte, dass alles erklärte immer noch nicht wo sie gelandet war. Bei einem ihrer Freier?
Eher unwahrscheinlich, da reiche Männer sie nicht in einer Spelunke ansprachen, sondern sie eher noch abholen ließen.
Mit wackligen Beinen stand sie auf und tastete sich langsam und vorsichtig durch den Raum.
Zaghaft rief sie "Hallo?"
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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Umbra am Di Sep 04 2012, 13:09

TKarn:
John erwachte auf einem Bett und spürte noch den Geruch des Chloroforms in der Nase. Schon hunderte Male hatte er es für seine Experimente genutzt, jedoch war er noch nie Opfer dieser Wirkung des Stoffes gewesen. Was für ein verdammter Mist. Langsam stand er auf, ließ den Schwindel vorbeigehen und tastete sich zur Tür. Erfreut stellte er fest, das diese nicht verschlossen war. er öffnete sie und hörte hinter einer der anderen Türen ein fragendes "Hallo?".

"Ja hier", antwortete er und bewegte sich zaghaft auf die Tür zu.

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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Elli am Di Sep 04 2012, 13:10

Melinda zuckte zusammen, als jemand ihr antwortete.
Die Stimme klang aber nicht bedrohlich, so dass sie beschloß auf dieses zuzugehen. Die drehte versuchshalber den Türknauf und öffnete die Tür.
Im Flur vor ihr steht ein Mann mit verworrenem Haar. "Würdet ihr mir freundlicherweise erklären, wie ich in euer Haus gelangt bin. Leider kann ich mich nicht mehr so recht erinnern."
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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Umbra am Di Sep 04 2012, 13:11

TKarn:
Verwirrt schaute John sich um. "Oh, das ist nicht mein Haus." Dann musterte er die Frau. "Können Sie sie sich an einen strengen, stechenden Geruch erinnern?"

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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Umbra am Di Sep 04 2012, 13:12

Charles hörte und sah im Augenwinkel, wie sich Mr. Stirling fluchend regte und aufsetzte. Er selbst blickte nicht von seiner Arbeit auf, sondern legte nur den Schraubenzieher beiseite, mit dem er gerade noch ein Zahnrad festgedreht hatte. Prüfend bewegte er mit der rechten Hand seinen linken Ringfinger und stellte fest, dass sich das winzige, neu eingesetze Bauteil einwandfrei bewegte.
„Sie sollten weniger trinken, Alan“, sagte Charles mit der inzwischen ziemlich geschrumpften Zigarre zwischen den Zähnen. „Sie werden feststellen, dass sich der Schlaf viel erholsamer anfühlt, wenn man mit einem klaren Kopf aufwacht.“
Er schob sein leeres Glas aus dem Weg, näher an den Stapel von Ordnern, losen Zetteln und Zeitungsseiten neben ihm auf dem Tisch heran, um freie Sicht auf den ebenfalls wild durcheinandergewürfelten Haufen von kleinen Metallteilen zu haben, und fischte sich ein Schneckengetriebe heraus.
„Und nehmen Sie's mir nicht übel, aber es könnte Ihnen auch nicht schaden, sich ab und zu mal zu waschen.“

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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Elli am Di Sep 04 2012, 13:12

"Einen stechenden Geruch?"
Ich war in einem Pub, da riecht alles und jeder stechend.
"Nicht das ich wüsste. Wie bin ich denn her gekommen, wenn das nicht ihr Haus ist?"
Melinda hörte leises Gemurmel irgendwo aus dem Untergeschoss. Sie hustete erneut.
"Haben Sie das gehört? Da ist noch jemand."
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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Druzil am Di Sep 04 2012, 13:13

Erschrocken von der plötzlichen Stimme wäre Alan beinahe von dem Sofa gefallen. Mit einem hektischen Zucken fuhr er in die Höhe und stand taumelnd auf seinen Beinen. Sein hektischer Blick fiel auf einen Mann, der in aller Seelenruhe an irgendetwas herumwerkelte, das wie eine Protese aussah.
"Was? Was?", keuchte Alan, dem das Herz bis zum Hals schlug.
Dann verengten sich seine Augen und musterten sein Gegenüber, dessen vernarbte Visage ihm wage bekannt vorkam. Den Worten war deutlich zu entnehmen gewesen, dass dieser Kerl sonderbarerweise kein Trinkkumpane war. Doch was hatte Alan dann hier zu suchen? Und warum zum Teufel war dieser Kerl so gelassen?
"Hören sie Mister, ich weiss nicht genau woher wir uns kennen, oder wie ich hierher gekommen bin. Wenn ich Ihnen irgendwelche Scherereien letzte Nacht gemacht habe, werde ich den Schaden begleichen. Und sein Sie versichert, es war nichts Persönliches. Ja? O.k., ich habe Ihren Namen gerade nicht bekommen..."
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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Umbra am Di Sep 04 2012, 13:14

„Charles Norly“, antwortete er und stieß dabei den Zigarrenqualm aus seinen Lungen, bevor er schließlich doch zu Alan aufblickte. Dann nahm er die Zigarre in die Hand, um frei sprechen zu können. „Ich kann Ihnen versichern, dass ich schon alle Mühen verziehen habe, die ich wegen Ihnen auf mich genommen habe. Aber ich glaube eher, dass ich mich entschuldigen muss. Das da“, er wies sich selbst auf die Stelle, die in Alans Gesicht blau angelaufen war, „sieht ziemlich schmerzhaft aus. Wahrscheinlich hätten wir das auch mit Worten klären können, aber Sie schienen mir in dem Moment nicht wirklich in der Verfassung, um Vernunft walten zu lassen... Ah, wie unhöflich von mir. Setzen Sie sich doch. Kann ich Ihnen etwas anbieten? Ich hätte einen guten Scotch hier, sicher besser als der Fusel, den Sie sonst in sich hineinkippen. Ich meine mich daran zu erinnern, unten im Keller Wein gesehen zu haben, wenn Ihnen das lieber ist. Etwas zu Rauchen können Sie auch haben, wenn Sie wollen. Und obwohl es noch etwas sehr früh für ein Frühstück ist, habe ich bestimmt noch ein paar Eier da, die ich Ihnen braten könnte.“

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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Druzil am Di Sep 04 2012, 13:15

"Eier braten?", fragte Alan, der nicht glauben konnte was er so ebend erfahren hatte. "Jetzt mal ganz langsam, du komischer Vogel." Woher kenne ich nur dieses Gesicht? "Wollen Sie damit sagen, dass Sie mir eine runtergehauen haben und mich hierher gebracht haben?" Alan war zutiefst verwirrt. Was sollte das hier sein? Eine Entführung? "Mister, ich kenne Sie nicht, aber Sie meinen offenbar mich zu kennen. Mit Verlaub, stecken Sie sich ihr Gesöff hin wo Sie wollen, aber Sie erklären jetzt was dieser Mummenschantz hier zu bedeuten hat."
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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Umbra am Di Sep 04 2012, 13:15

Charles fing an zu lachen, als sein Gegenüber ihn einen „komischen Vogel“ nannte. Das hatte wirklich noch keiner zu ihm gesagt. Allgemein fand er Mr. Stirlings Reaktionen recht amüsierend.
„Mummenschanz? Ich habe lediglich versucht, ein guter Gastgeber zu sein. Da die Haushälterin zurzeit verhindert ist, muss ich mich selbst um die Versorgung von Besuch kümmern. Das war nur ein freundlich gemeintes Angebot.“
Charles legte seine glühende Zigarre auf einer Untertasse ab und griff hinter sich nach dem Scotch.
„Es stört Sie sicher nicht, wenn ich noch etwas von meinem Gesöff trinke.“
Er goss sich ein und nahm das Glas erst einmal nur in die Hand.
„Sie formulieren das etwas dramatisch, Alan. Ich bin kein Schläger. Das war ein Akt reiner Höflichkeit, dass ich Sie mitgenommen habe. Ich hätte Sie natürlich auch in der Gosse liegen lassen können, wo man Sie mit Sicherheit ausgeraubt hätte. Zudem hat es geregnet. Sie hätten sich den Tod geholt. Das hätte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren können“, schilderte Charles ruhig. „Es stimmt, ich sehe Sie heute nicht zum ersten Mal, auch wenn wir uns persönlich erst jetzt kennengelernt haben. Es ist mir übrigends ein Vergnügen. Ihre rebellische Ader gefällt mir, sie erinnert mich ein bisschen an meinen Bruder. Aber ich will Ihre Geduld nicht überstrapazieren, Mr. Stirling. Verzeihen Sie, ich schweife gerne ab, wenn der Alkohol meine Zunge gelöst hat. Da Sie wollen, dass ich mich erkläre, will ich Ihnen einen Hinweis geben. Auch wenn Sie mich nicht einordnen können, kommt ihnen dieser Mann dort hinter ihnen bestimmt vertraut vor.“
Er machte eine Geste in Richtung des Gemäldes über dem Kamin, das einen ernst dreinblickenden, grauhaarigen Mann von etwa fünfzig Jahren zeigte.
„Sir Wilkes C. Hill, unser ehrenwerter Chief Commissioner des London Police Service. Ein begnadeter Redner und Politiker - und ein besonders enger Freund von mir. Ich gebe zu, seine Freude, mich zu sehen, hielt sich das letzte Mal in Grenzen, aber gerade deswegen rechne ich es ihm hoch an, dass er mich hier wohnen lässt. Indirekt ist er es auch, dem Sie zu verdanken haben, dass sie in diesem Augenblick meine Gesellschaft genießen.“
Charles prostete Alan zu, leerte das Glas allerdings nicht, sondern stellte es einfach wieder auf den Tisch und nahm stattdessen seine Zigarre auf.

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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Umbra am Di Sep 04 2012, 13:16

TKarn:
"Bei mir war es Chloroform. Leider habe ich keine Ahnung, wo wir hier sind."
Hyde hörte auch das Gemurmel.
"Sie haben Recht. Lassen Sie uns nachschauen."
Er ging ein paar Schritte. "Oh, wie unhöflich von mir. Hyde. John Hyde."
Dabei deutete er eine kleine Verbeugung an.

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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Elli am Di Sep 04 2012, 13:17

"Cholorform? Sie meinen wir wurden betäubt?"
Sie folgte dem Mann der durch den Flur schritt, als er sich umdrehte und sich leicht verbeugte, nickte sie kurz mit dem Kopf. "Nett Sie kennen zu lernen, Mr. Hyde. Mein Name lautet Meldina Bolt."
Sie nahm ihren Gang wieder auf und blieb vor einer Treppe stehen. Sie versuchte etwas zu erkennen, was am Fuße der Treppe lag, drehte sich dann aber unsicher zu Mr. Hyde um.
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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Druzil am Di Sep 04 2012, 13:18

Alan fehlten die Worte. Was wollte dieser irre Kauz von ihm? Ohne Umschweife hatte er zugegeben ihn niedergeschlagen zu haben und nun spielte er sich hier als der grosse Wohltäter auf?
"Jetzt hör mal zu...", setzte Alan an, als sein Gegenüber das Bild erwähnte und Alans Blick darauf lenkte. Hill? Was hab ich mit diesem Drecksbullen am Hut? Der kriecht doch Tag und Nacht durch jeden lausigen Kanalschacht, um... Alan musterte dem Fremden. Musterte ihn genauer. Verdammte Scheisse!

Wie Flutwellen schlugen die Gedanken über Alans angeduselten Verstand herein. Es fiel ihm schwer die Erkenntnis, diese grauenvolle Erkenntnis, zuzulassen. Es musste ein Irrtum sein, konnte nur ein Irrtum sein. Alan hörte das Kneipengeflüster über Scarface, wie sie die widerliche Bestie nannten, den Schlitzer, der unaussprechliche Dinge mit seinen Opfern anstellte und auch vor der Schändung ihrer Leichen nicht zurückschreckte. Er sah die ausgeweideten Leiber der Opfer bildlich vor sich, all die Schandmale der perversen Neigungen dieses Verrückten.
Alan musste sicher sein. Er musste näher an seinen Kidnapper heran.
"Ich glaube, ich werde einen Schluck nehmen, aber dann erwarte ich Klartext zu hören. Verstanden?" Alan bewegte sich auf den Schreibtisch zu und griff mit zitternden Fingern die Flasche Brandy. Bei jeder Bewegung beäugte er seinen "Gastgeber" genau und rief sich die Fahndungsbilder in Erinnerung. Alan öffnete die Flasche und atmete den verführerischen Duft. Das war Scarface, es konnte keine Zweifel geben! Er war in den Händen eines wahnsinnigen Psychopathen, des meist gesuchten Mannes im ganzen Empire. "Riecht gut, der Fusel.", erklärte Alan, mit mühsam gefasster Stimme und trank einen tiefen Schluck aus der Flasche. Deutlich spürte er wie sich die Atmosphäre zwischen ihnen verdichtete, Schweiss bildete sich an seinem Hemdkragen und seine Finger begannen zu kribbeln.
Jetzt oder nie.

Mit einer plötzlichen Bewegung holte Alan aus, die Glasflasche weit über seine Schulter erhoben, und liess sie mit aller Wucht in Richtung Schädel der Kreatur niedersausen.
"Du kranke Missgeburt!"
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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Umbra am Di Sep 04 2012, 13:19

Charles beobachtete Mr. Stirling ganz genau. Alan strahlte noch immer eine gewisse Art von Unsicherheit, wenn nicht sogar Nervosität, aus. Das konnte man auf verschiedene Weise deuten, doch da sein Gegenüber nun näher herantrat, spürte Charles, wie sich sein Herzschlag deutlich beschleunigte.
Auch wenn er eigentlich auf eine Art Angriff gefasst gewesen war, kam die Flasche so plötzlich auf ihn zu, dass er nicht mehr die Chance hatte, seine Hände rechtzeitig abwehrend hochzureißen oder sogar auszuweichen. Der Schmerz explodierte, als die Flasche auf seinem Kopf zerbrach und es um ihn herum Scherben und Scotch regnete.
Die Wucht des Schlages schleuderte Charles seitlich von seinem Stuhl herunter und ließ ihn unsanft auf dem Teppich landen, wo er einen kurzen Moment gegen die sich androhende Bewusstlosigkeit ankämpfte. Alles drehte sich, und doch schaffte es Charles, sich mithilfe seiner gesunden Hand zu drehen, aufzustützen und sich mehr liegend als sitzend an den Holzschrank hinter sich zu lehnen. Seine Schädel brummte pochend, er konnte nicht genau sagen, ob es Blut oder der Schnaps war, der ihm die Wangen herunterfloss. Erst als ihm die Flüssigkeit über die Oberlippe in den Mund perlte, bestand für ihn keinen Zweifel mehr, dass sie nicht nur aus Whisky bestand.
Charles Blick zuckte nach Orientierung suchend durch den Raum und blieb an Mr. Stirling hängen, der aus seiner Position erschreckend groß aussah.
„Wunderbar“, brachte er vor Schmerz keuchend hervor, „Sie bringen es fertig, einen Krüppel niederzustrecken. Sind wir jetzt quitt?“

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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Druzil am Di Sep 04 2012, 13:20

"Quitt, du Bestie?", rief Alan, aufgewühlt vor Anspannung einem durch und durch Wahnsinnigen gegenüberzustehen. Fast hatte er eine übermenschliche Reaktion von dem Monstrum erwartet und er befürchtete eine solche noch immer. Unschlüssig, mit nagender Ängstlichkeit und überfordert von diesem Zusammentreffen, verharrte Alan vor dem Schreibtisch, anstatt nachzusetzen.
"Ich weiß wer du bist.", stiess Alan hervor. "Scarface."
Es war von überwältigender Widerlichkeit diese Tatsache auszusprechen, die Möglichkeit doch einem Irrglauben aufgesessen zu sein, zu zerreissen.
"Du bist der Mörder, den die gesamte londoner Polizei sucht. Der sadistische Schlächter. Du hast der Hure Deborah Linsby das Ungeborene aus dem Leib geschnitten und dich noch an ihrer Leiche vergangen! Du hast den Bullen Rubert Hazzle bei lebendigem Leibe gehäutet! Du Bestie! Was hattest du krankes Hirn mit mir vor? Sags mir. Und was soll der Scheiss mit dieser Bullenbude? Ist das Teil deiner abartigen Fantasie? Juckt es dir dabei..." Alan schrie sich in Rage, doch schaffte es nicht den letzten Satz zu vollenden. Seine Wut musste im gesamten Haus zu hören gewesen sein. Doch noch immer zitterten seine Finger vor Anspannung. Irgendwo hat er Messer versteckt. Ein Seziermesser... Alan wurde schlecht.
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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Elli am Di Sep 04 2012, 13:21

Plötzlich war eine laute Stimme zu hören. Melinda konnte nicht genau hören, was der Mann da rief, aber ihr fuhr eine Gänsehaut über den Rücken. Im Normalfall ging sie solchen Situation aus dem Weg und wäre am liebsten zurück in das Zimmer gelaufen und hätte sich unter der Bettdecke versteckt, doch da die ganze Begebenheit so seltsam war, fasste sie sich ein Herz und trat entschlossen auf die erste Treppenstufe. Komm schon Melinda, sei dieses eine Mal kein Frosch!"
Am Fuße der Treppe war es zu dunkel um irgendetwas auszumachen. Sie drehte sich noch einmal kurz um. "Was ist los Mr. Hyde? Kommen Sie mit?"
Langsam schlich sie sich vorwärts, im staubigen Flur angekommen stieß sie mit ihrem Fuß gegen ein schweres Möbelstück welches sie nicht richtig gesehen hatte. Mit Mühe unterdrückte sie einen Fluch und den Schrei der mitin gegangen wäre. Obwohl sie Schuhe trug war der Schmerz in ihrem kleinen Zeh so intensiv, dass ihr kurz Sterne vor den Augen tanzten. Sie tastete sich mit ausgestreckten Armen durch das Halbdunkel den Stimmen hinter einer Türe in der Nähe entgegen.
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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Umbra am Di Sep 04 2012, 13:22

TKarn:
Hyde schreckte aus seinen Gedanken auf, als er angesprochen wurde: "Natürlich, meine Werteste. Schauen wir einmal nach, was da los ist."

Auch er tastete sich zu der Tür vor und sagte dann: "Gehen Sie einen Schritt zur Seite, wenn ich die Tür öffne."

Dann fuhr seine Hand zum Türgriff und riss die Tür auf: "So, was ist hier los?"
Ein energischer, fast wütender Ausdruck hatte sein Gesicht erfasst.

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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Elli am Di Sep 04 2012, 13:23

Meldina tat wie ihr gehießen wurde und ging einen Schritt zur Seite. Dabei fiel klappernd hinter ihr etwas zu Boden, ein einzelnes Stuhlbein rollte über den Boden. Schnell griff sie danach, wenn sie schon ihren Fächer nicht hatte, wollte sie wenigstens irgendetwas haben um sich im Falle eines Falles wenigstens etwas Waffenähnliches in der Hand hatte. Hyde riss die Tür auf und rief in den Raum hinein. Sie spähte an Hyde vorbei und erkannte einen Mann der auf dem Boden saß.
Eine Platzwunde zeigte sich auf seinem Kopf und Blut lief ihm über das Gesicht.
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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Umbra am Di Sep 04 2012, 13:25

Mr. Stirling ließ seiner Wut und seiner Angst freien Lauf, aber das war angesichts dessen Lage mehr als verständlich. Charles hatte nicht erwartet, dass alles glatt über die Bühne gehen würde.
Er schnaubte, als sein Gegenüber offenbar damit fertig war, herumzubrüllen. „Das sind schwere Anschuldigungen, Mr. Stirling“, sprach er ruhig, aber mit einem Hauch von Verärgerung. „Sie erwarten doch nicht ernsthaft ein Geständnis von mir?“
Kaum hatte er ausgesprochen, flog die Tür auf. Charles zwang sich zu einem schiefen, aber schmerzgeprägten Lächeln, um Mr. Hyde zu begrüßen. Dann erblickte er auch Miss Bolt. Es würde sich zeigen, ob es ein guter oder schlechter Moment war, dass die beiden auftauchten.
„Ah, Sie sind wach“, sagte er und ging bewusst nicht direkt auf Mr. Hydes Frage ein. „Kommen Sie herein, es wird gerade interessant.“
Charles spürte, wie sein Kragen allmählich begann, sich mit Blut vollzusaugen. Er hob seinem rechten Arm, um mit seinem Hemdärmel die Blutung etwas zu stillen. Er zuckte leicht zusammen, als der Stoff die Wunde berührte, doch trotz des Brennens war es einigermaßen ertragbar. Allerdings hielt dieser behelfsmäßige, ziemlich dünne Verband nur wenige Sekunden vor, bis der Stoff von der roten Flüssigkeit durchtränkt war und diese ihm von Innen warm den Ärmel hinunterlief.

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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Druzil am Di Sep 04 2012, 13:26

Alan wollte gerade zu einer Erwiderung ansetzen, doch sein Gegenüber entpuppte sich als aalglatt wirkender Gentleman, an dem jeder Vorwurf abzuprallen schien. Ein eiskalter Irrer, ging es Alan durch den Kopf und er blieb stumm. Doch beinahe noch verstörender war der Umstand, dass Scarface scheinbar nicht das geringste Interesse hatte sich zu wehren, auf den Angriff zu reagieren. Da flog die Tür auf und zwei Fremde traten ein. Sie wirkten aufgeregt und verwirrt. Wie Alan selbst.
"Sie krankes Monstrum haben noch mehr entführt?", brach es aus Alan hervor und er taumelte zurück, stiess gegen das Sofa und sackte auf ihm nieder. Kurz regte sich in Alan ein Fluchtreflex, als die Tür so einladend offen stand, doch er vermochte sich nicht zu erheben. Er brauchte etwas zu trinken. Oder Morphium, den sanften Nebel, der die Sinne so angenehm beschwerte und taub werden liess...
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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Umbra am Di Sep 04 2012, 13:26

Charles versuchte, sich auf das Geschehen zu konzentrieren. Die Anspannung im Raum war noch immer förmlich greifbar, deswegen musste er darauf achten, was er tat und von sich gab.
„Bitte nennen Sie mich nicht so“, sagte er zu Mr. Stirling, der, offensichtlich mit der Situation überfordert, zurückgewichen und auf die Couch gesunken war. „Ich kann verstehen, dass Sie wütend auf mich sind, aber ich beleidige Sie ja auch nicht.“
Charles nahm den Ärmel von seiner Wunde, da das sowieso nichts brachte, und wischte sich mit einem Teil, der noch nicht besudelt war, das Blut und den Whisky aus dem Gesicht. Auch wenn er merkte, dass klebrige Spuren, vor allem in seinem Bart, zurückblieben, war es so auf jeden Fall angenehmer. Dann stützte er sich am Schrank hinter sich ab, um aufzustehen.
Sein Blick wanderte von Alan zu John und Melinda, die noch in der Tür standen.
„Charles Norly“, stellte er sich den beiden vor. „Ich muss mich wohl bei Ihnen entschuldigen. Auch bei Ihnen, Mr. Stirling. Die Art und Weise, wie ich Sie hierher gebracht habe, war mehr als nur unhöflich, doch das schien mir der einfachste Weg zu sein. Ich kann Ihnen versichern, dass Sie nichts von mir zu befürchten haben.“

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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Umbra am Di Sep 04 2012, 13:27

Tow:
Lived öffnete die Augen. Wo war er? Im kam das Zimmer nicht bekannt vor, wohl aber das Haus. Seine offizielle Arbeit hatte ihn schon einmal hierhergeführt, er wusste nur noch nicht mehr warum. Außerdem war er noch etwas benebelt, wovon auch immer. Wackelig stand er aus dem Bett auf und stellte wenig überrascht fest, dass er keinerlei Waffen mehr besaß. Gespannt schlich er auf leisen Sohlen zur Tür, öffnete diese und horchte sich um. Er hörte Stimmen zweier Männer und schlich auf sie zu...

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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

Beitrag von Elli am Di Sep 04 2012, 13:28

Melinda war verwirrt, als der Mann der auf dem Boden lag Hyde und sie ansprach. Schließlich war er doch der verletzte. Sie ließ klappernd ihre provisiorische Waffe fallen, drückte sich an Hyde vorbei und eilte zu dem Mann der sich gerade versuchte am Schrank hochzuziehen. Stützend kam sie zur Hilfe und griff nach einem Tuch, dass in ihrem Ärmel verborgen war und drückte auf die hässliche Platzwunde an seinem Kopf. "Kommen Sie, setzen Sie sich erstmal."
Dann warf sie dem anderen Mann im Raum einen wütenden Blick zu. Woher kenne ich dich?, fuhr es ihr durch den Kopf.
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Re: Götterblut - Kapitel 1: Ein (un)moralisches Angebot

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