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Episode 1: Eine Reise ins Ungewisse

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Re: Episode 1: Eine Reise ins Ungewisse

Beitrag von Kirre am Mo Jan 07 2019, 16:29

Vor Turul, Bauerngehöft

Hevven'ai kratze sich die Wange, weil er damit konfrontiert war, dass Leute glaubten, er könnte sie brauchen. Das war auch so, war es wirklich, aber anders, als die ganze Welt glaubte und auf eine wesentlich verletzlichere Art. Die kam nur dann zum Vorschein, wenn die Einsamkeit griff und die Lüge sich darin wohlzufühlen nicht mehr so beherzt gelebt werden konnte. Niemand auf der Welt war geboren, um allein zu sein. Keiner wusste das besser als Hevven'ai.

Viel interessanter war, dass der Klanling spürte, wie der alte Bauer an seinem Stolz sägte. Glaubte dieser tatsächlich ihn so ködern zu müssen? Seine Wangenmuskulatur spielte. Er hatte überhaupt nichts gegen die klare Ansage, wohin was käme. Und auch, dass er die schweren Dinge trug, schien ihm durchaus vernünftig. An diesen Dörflern war ja kaum was dran. Als aber der Bauer weitersprach, veränderte sich etwas an dem Hünen ins Frostige.

Er stand vor dem Bauern, bepackt mit einer großen Transportkiste und stellte diese vor sich ab. Ein Bein landete obenauf, und auf dem angewinkelten Knie setzte er den Unterarm ab, um sich darüber nach vorn zu neigen. Es war eine Geste, die unterschwellig drohte. Er schrägte das filzig thronende Geflecht seines Schädel und hinterließ die Ahnung von Blickkontakt durch die bienenaugenartige Schweißerbrille, hinter der sich ein Augenpaar vermuten ließ. Im dunklen Bart saß ein harter Mund.

"Soll dein Essen mich zähmen?", fragte der Wilde barsch und er trieb die Faust unter der Nase entlang.
Dann spuckte er zur Seite aus und knurrte: "Ich helfe dir, weil ich es will. Behalte dein Essen, ich brauche es nicht.".

Das stimmte. Hevven'ai hatte zwar durchaus nichts gegen ein Zubrot, aber er war einer, der keine Sorge hatten in der Natur etwas aufzuscheuchen, was ihm den Magen füllte. Womit er ein Problem hatte, war, dass der Bauer glaubte er würde ihn fressen. Oder seine Frau. Und er konnte es sich erlauben, sich freiheitlich zu geben. Er schnaufte noch einmal in Richtung des Alten und griff dann erneut nach den schweren Sachen. So sieht es im Übrigen aus, wenn ein Wilder beleidigt ist. Dann stapft er mürrisch und verscheucht alles mit einem bassigen Knurren, was ihm im Weg steht. Gebissen hat er aber trotzdem nicht, als er später dann fertig wird.
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Re: Episode 1: Eine Reise ins Ungewisse

Beitrag von Kitty am Mo Jan 14 2019, 11:23

Eris streifte einen Handschuh ab und streckte die Hand nach dem Stein aus. Auf ihrem Arm waren deutlich die Tätowierungen zu erkenne, die sie unverkennbar fornix 10 zuordneten. Die Handfläche kribbelte, als sie die Aura des Steines berührten. Die Magerin stieß einen Seufzer aus. Es würde ein interessantes Spiel werden, die Tiefe seiner Magie zu ergründen, wenn die beiden Frauen handelseinig wurden.

„Ich habe Erfahrung in erforschen solcher Steine und es ist immer gut zu wissen gegen was der Wind weht. Ich biete euch 500 und die Möglichkeit Handel in fornix 10 zu treiben. Natürlich nur mit der obersten Gesellschaft, denen können sie solche Stücke auch für 2000 anbieten und würden sogar Erfolg damit haben.“ Eris lächelte schelmisch und hoffte den Geschäftssinn dieser Favilla damit zu reizen. „Um die Reisekosten dorthin müssen sie sich keine Gedanken machen, die wären gedeckt. Sollten Sie den Handel eingehen.“ Für dieses Versprechen müsste Eris zwar einen Gefallen einfordern, den sie gern für eine pikantere Gelegenheit aufgehoben hätte, aber der Stein war es dennoch wert dem selbsternannten Handelsprinzen von fornix 10 eine Nachricht zukommen zu lassen.

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Re: Episode 1: Eine Reise ins Ungewisse

Beitrag von Awa am Mi Jan 16 2019, 18:36

Talon blickt lange auf den alten Mann. Bei den Worten, dass man ihm Evelyn auch einfach wegnehmen könnte, indem man ihn einfach umbringt, zucken seine Augenbrauen nach unten. Man wolle was? So eine Drohung hört er zum ersten Mal und nie hat man ihn mit einer Chance seines Todes so nah konfrontiert. Auch wenn es eine leere Drohung bleibt, hat er Probleme diese Worte in seinem Kopf an die richtige Stelle zu schieben. Was sagt man auf so etwas? Auf ein Hallo folgt ein Hallo. Aber was auf eine Morddrohung? Entsetzen vielleicht, oder Spott? Nein, kein Spott. Sowas kann er nicht. Er tippelt mit den Füßen leicht hin und her, als scheint sein Körper eine Übersprungshandlung zu begehen, während sein Kopf noch beschäftigt scheint.

Dann ohne jegliche Vorwarnung, setzt er sich doch auf die Kissen. Es wirkt fast so, als wäre plötzlich ein Knopf gedrückt worden. Seine Gedanken sind auch erstmal weggefegt, denn der Gedanke an den Maschinenraum schiebt die Rationalität beiseite. Ihm fällt auf, dass er es gar nicht mag, wenn Puzzleteile im Kopf fehlen. Eine innere Unruhe packt ihn und er ist sich bewusst, dass nur Antworten beruhigen würden. Sein Blick fällt auf Evelyn, der Kopf kippt dann leicht nach links, als wolle er die Antwort seiner Spinne verstehen.

Evelyn, er… Talon stoppt das Reden, als fühle er sich ertappt. Nein, hier sollte er lieber nicht mit ihr Reden….Scham? Peinlich? Ungewöhnlich? Ja, das würde wohl folgen. Er blickt dann wieder zum Alten. Nur anschauen…Sie möchte nicht angefasst werden. In seinem Kopf fühlt sich sein Gesprächston furchtbar erwachsen an. In der Realität schwingt davon nicht viel mit. Es wirkt fast wie ein Kind, das mit seinen 2 Münzen an der Börse spekulieren will.
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Re: Episode 1: Eine Reise ins Ungewisse

Beitrag von Thorgrimm am Mi Jan 16 2019, 21:58

Netade / Wonton

Noch während sich Wonton zu entscheiden versuchte, änderten sich die Bilder in der Kugel und bildeten neue Personen, Orte und Szenerien. Doch die Veränderung ging jetzt viel zu schnell vonstatten, als das sie sich auf eines der Bilder hätte konzentrieren können. Es blieben also nur diejenigen, die sie vor wenigen Sekunden gesehen hatte. Eines davon, würde ihr die Magierin genauer zeigen. Die Entscheidung war nicht weltbewegend - trotzdem lief Wonton der Schweiß von der Stirn. Leise Worte entfuhren ihr schließlich. So leise, dass sie kaum zu hören waren aber die Magierin hatte sie vernommen. "So soll es sein." erwiderte sie neutral, nur um darin überzugehen, eine andere magische Formel zu intonieren.
Wieder verschwammen die Bilder und der magische Nebel, der sich zu einer Kugel verzogen hatte, bildete sich neu. Im Fokus war nun der Mann, der in eine schwarzgraue Robe mit Eis- und Feuersymbolen gehüllt war und aus dessen Rücken schwarze Flügel wuchsen. Er war schon etwas in die Jahre gekommen und mindestens 40 Jahre alt. Seine schwarzen Haare standen etwas ab, was vermutlich daran lag, dass er sich diese zwischendurch zerzauste. Der Mann saß ruhig und konzentriert an einem Tisch, auf dem dutzende verschiedene Glaskolben, Töpfe, Bottiche und wissenschaftliche Geräte standen. Das Bild veränderte sich und zeigte den Mann, wie er mit schlagenden Flügeln durch die Luft flog und kleine Glasflaschen auf andere Personen unter sich warf, die daraufhin zersplitterten und ein wahres Inferno aus Flammen verteilten. Eine weitere Szene zeigt den Mann in jüngeren Jahren. Anfang Zwanzig. Er war in eine dreckige Robe gehüllt und sprach mit einem etwa drei Meter großen, monströs humanoiden Wesen, welches in einer Zelle eingesperrt war. "Wenn du mir hilfst, dann befreie ich dich." sagte er dem Wesen. In diesen Jahren schienen dem Mann die Flügel zu fehlen.
Weitere Bilder tauchten in Wontons Geist ein. Doch wie schon zuvor, waren sie zu schnell, als das sie Details sehen konnte. Lediglich ein Bild konnte sie noch sehen: Sie stand vor dem Mann und schüttelte ihm die Hand, während dieser lächelte und nickte. Der Nebel verlor seine Form und magischen Eigenschaften, sodass er sich letztendlich wie ganz normaler Rauch im Zimmer verlor. Bar'tin war während der gesamten Zeit völlig ruhig gewesen und sagte auch jetzt nichts. Er stand noch immer an der Wand gelehnt und schien recht unbeeindruckt. "Ich hoffe ihr seid mit dem, was ihr gesehen habt, zufrieden." sagte die Magierin abschließend. "Jetzt möchte ich euch bitten zu gehen. Ich muss mich erholen." Jetzt, da die Magierin besser zu sehen war, konnte Wonton erkennen, dass auch sie stark schwitzte und etwas entkräftet aussah.




Kirre / Hevven'ai

Der Bauer hielt in seiner Arbeit inne und blickte den wilden Gezeichneten vor sich etwas irritiert und verloren an. Eingeschüchtert war er vielleicht ein bisschen aber er wich vor Hevven'ai nicht zurück. Zwei der Kinder, die in der Nähe waren und die Worte mitbekamen, blieben ebenfalls stehen und spannten sich an. Nach kurzer Zeit war dieser bedrohliche Moment aber vorüber, denn der Gezeichnete fuhr mit seiner Arbeit fort. Nicht ohne deutlich zu machen, dass er schlechte Laune hatte. Der Bauer schüttelte nur den Kopf und unterhielt sich mit seiner Frau. Hevven'ai konnte, während er Kisten und Bündel transportierte, ihre leisen Worte teilweise vernehmen. "... ich weiß es nicht. Wollte nur nett sein." und "... hat doch bestimmt lange nichts mehr gegessen. Ist ein großer Mann, dem hätte dein Essen gut getan." oder auch "Naja dann eben nicht. Bleibt mehr für uns." Schließlich wurde aber schweigend - wenn auch ab und zu durch das missmutige Knurren des Helfers unterbrochen - weitergearbeitet. Dank der vielen Helfer war die Ware auch schnell in die Scheune geladen, wo die Kinder des Bauers fortfuhren und etwas Ordnung schafften.
Der Bauer näherte sich Hevven'ai vorsichtig aber nicht ängstlich. Er hielt etwas mehr Abstand als noch vorher. "Ich wollte dich nicht beleidigen." begann er. "Ich will dich auch nicht zähmen. Ich wollte mich mit dem Essen nur dankbar für deine Hilfe zeigen." Der Mann zögerte etwas. Es schien, als wolle er noch etwas sagen aber schließlich entschied er sich wohl dagegen. "Wenn du noch Interesse hast, können wir handeln, bevor du weiterziehst. Wie versprochen verrechne ich deine Arbeit. Komm mit zur Scheune oder auch nicht." Er zuckte mit den Schultern - wusste wohl nicht, wie er mit dem wilden Mann reden sollte, ohne ihn weiter zu provozieren. Dann ging er davon und überließ Hevven'ai die Entscheidung, was er tun wollte. Er konnte einfach gehen oder dem Bauer in die Scheune folgen, um zu handeln.




Kitty / Jane "Eris" McGreth

Automatisch wurde der Blick der Favilla auf Eris Hand und Arm gerichtet, als diese ihren Handschuh auszog. Er blieb dort einige Momente hängen, während sie den Worten ihrer Kundin lauschte. Sie ließ die Magierin ausreden und reagierte eine Weile lang nicht auf ihren Vorschlag. Erst als Eris eine ganze Weile dastand und warten musste, verschränkte Kusera die Arme und sah der viel größeren Frau vor sich in die Augen. "Sie sind sehr mutig, mir ihre Herkunft zu offenbaren und mir einen solchen Vorschlag zu machen." Sie lächelte leicht. "Oder sie haben nicht nachgedacht und waren zu gierig. Ist es das erste Mal, dass sie aus dem Fornix herausgekommen sind?" Statt auf eine Antwort zu warten, fuhr die Favilla direkt fort. "Ich könnte die Wachen benachrichtigen, wissen sie?" Nach einer kurzen Pause schüttelte sie allerdings den Kopf. Ihr gefiel es anscheinend, Eris ein bisschen zu malträtieren.
"Aber das werde ich nicht tun. Sie haben Glück, dass ich ein großes Interesse an neuen Kunden habe. Vor allem wenn es solch vielversprechende sind. Sieht so aus, als hätte ich das richtige Gefühl gehabt, als ich sie auf der Bank habe sitzen sehen und mich dazu entschied, sie anzusprechen." Sie nahm den magischen Kristall und legte ihn auf die Handfläche Eris. Sie sah zu ihr hoch und war todernst. "500 Goldmünzen, wie abgesprochen. Ich muss ihnen sicherlich nicht sagen, dass sie mich nicht veralbern sollten. Ich habe gute Kontakte und weiß, wie sie aussehen. Offizielle Wege brauche ich nicht gehen, wenn ich herausfinde, dass ihre Informationen falsch waren." Plötzlich lächelte sie wieder, nachdem dieser Punkt geklärt schien. "Nun gut, dann kommen sie bitte mit mir und überreichen mir die nötigen Informationen." Sie ging in Richtung einer Tür, im hinteren Teil des Ladens.




Awa / Talon Imka

Geduldig wartete der alte Mann ab. Er saß einfach da und beobachtete. Nicht Talon, der darüber nachdachte, wie er auf die Morddrohung reagieren sollte, sondern die mechanische Spinne. Es sah fast so aus, als habe der Mann bereits mit der Untersuchung angefangen, auch wenn er aus der Entfernung nicht viel erkennen konnte. Erst als sich Talon auf die Kissen setzt, die übrigens sehr gemütlich waren, wandte der Mann seinen Blick um. Er hörte seinem Gegenüber zu und war von den ersten Worten, die offensichtlich an die Konstruktion gerichtet war, nicht überrascht. Er ging gar nicht darauf ein, sondern beruhigte den jungen Mechaniker. "Es ist nicht nötig sie anzufassen." erklärte er ruhig. "Sie muss nur etwas näher hierherkommen, damit ich sie untersuchen kann."
Als das getan war, nahm der alte Mann eine seltsam aussehende Brille aus einer Tasche seiner Robe und setzte diese auf. Sie besaß mehrere Gläserpaare und zusätzliche, einzelne Gläser an den Seiten. Mithilfe mehrerer kleiner Hebel und Rädchen, konnte er die Gläser voreinander schieben. Eine ganze Weile war er so beschäftigt, Evelyn von allen Seiten zu untersuchen. Mal mit nur einem Paar Brillengläser über seinen Augen - ein anderes Mal mit drei einzelnen Gläsern nur über einem Auge. Es war nicht schwer zu erraten, dass die verschiedenen Brillengläser die Sicht verbesserten und vergrößern konnten. Einige Minuten dauerte das Prozedere. "In Ordnung. Danke, dass ich die Spi... Evelyn untersuchen durfte. Ich möchte mich an meine Abmachung halten. Folgen sie mir."
Mit einem lauten Seufzen stand der Mann auf und wanderte langsam an Talon vorbei. Noch immer war er verschwommen und das besserte sich auch nicht, als der Mann ganz nahe war. Er ging zu der Tür des Maschinenraums herüber und fischte einen Schlüssel aus seiner Tasche. Langsam öffnete er die Tür und mit jedem Zentimeter, den sie beiseite geschoben wurde, füllte sich der Gang mit hellerem Leuchten. Der Alte trat mit den Worten "Seien sie nur vorsichtig und berühren sie nichts. Dies ist außerordentlich hoch entwickelte Technik." beiseite. Spätestens jetzt sollte klar sein, dass dieser Mann einer der Qua'kal-Lords war. Einer der mächtigsten und einflussreichsten Personen auf dieser Welt.
Talon konnte währenddessen auf einen leuchtenden Mechanismus blicken. Was das Leuchten ausstrahlte war nicht klar, da es zu grell war, um genaueres erkennen zu können aber um das Leuchten herum, lag eine komplexe Maschine. In mehreren Schichten war sie aufgebaut und drehte sich wie von selbst um das Leuchten. Einige Teile drehten sich linksherum, während andere sich nach rechts drehten. Einige schnell und die anderen langsam. Was sie alle gemeinsam hatten war, dass sie rund oder zumindest gekrümmt waren, um sich wie ein Kokon um das Leuchten zu schmiegen. Talon erkannte verschiedene Teile und Geräte, auch magische Gegenstände: Leuchtende Kristalle, sich drehende Zahnräder und Glasröhren, die irgendeinen Dampf bewegten. Alles war umschlungen von Metallplatten. Je länger Talon das Ding untersuchte, desto weniger Sinn schien es zu ergeben. An drei Stellen war das Schiff durch etwas, dass er nur als Auswüchse bezeichnen konnte, mit der Konstruktion verbunden.

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Re: Episode 1: Eine Reise ins Ungewisse

Beitrag von Kirre Gestern um 10:26

Hevven'ai/Bauer - vor der Stadt


Wenn du dich benimmst. Pah.

Der Wilde hatte sich benommen. Es ärgerte ihn, dass ihn der Generalverdacht zusetzte. Er hätte am liebsten aus Prinzip einen Eimer umgetreten, damit er nicht im Verdacht stand zu gehorsam zu sein. Er seufzte schließlich, als er feststellte, dass er sich wie ein junger Welpe aufführte. Ganz besonders, als er begriff, dass das wohl eine Art 'geflügeltes Wort' sein musste, etwas, was so gemeint und nicht so gemeint war. Ein entnervtes Stöhnen rollte aus seiner Brust, denn die Wortfetzen, die dem ausgezeichneten Gehör des Jägers nicht entgangen waren, untermauerten die Spekulation. Hevven'ai war plötzlich damit konfrontiert, solche Dinge bewerten zu müssen. Dinge, die in der Einsamkeit der Wälder keine Rolle spielten. Dieses Leben war kompliziert.

Als der Bauer ein zweites Mal auf ihn zutrat, wich der Hüne seinem Blick aus und antwortete mit einem einsilbigen Grunzen, das eine Zeit im Äther schwang.
"Wir handeln.", brummte er sonor und lief hin zu seinem Seesack, den er vom Karren zog, selbigen über die fellbewehrte Schulter warf und den Weg in die Scheune einschlug. Angenehmes Zwielicht kitzelte die genetisch veränderten Iriden des Jägers, der trotz der Schweißerbrille hervorragend sah. Dann ließ er sich unter knarzendem Leder in einen Schneidersitz nieder, mitten dort, im strohbelegten Dreck. Er kratzte sich die Kopfhaut zwischen den filzigen Dreads, öffnete den Sack und zog die Nase hoch. Ein Stück Gerbleder rollte er auf dem Boden aus, darauf befanden sich: mehrere Bündel dünner Sehnen und verschiedener Haare, Horn unterschiedlicher Couleur und Knochen.

Der Wilde tippte auf die fädigen Sehnen.
"Das da gibt dir einen guten Nähfaden oder Schnur.". Dann lief er mit dem schmutzigen Nagel weiter zum Haarbündel.
"Das da ist gut für Verzierungen deiner Waffen, deines Hauses, zum Knüpfen von Zügeln, zum Füllen von Bällen.".
Blieben noch das gelbstichige Horn und die Knochen.
"Daraus kannst du Löffel, Becher, Hörner machen."
Er deutete auf ein bernsteinfarbenes Schlüsselbein: "Schleif es zu einem Messer, oder mach Nadeln oder Würfel daraus.".
Der Jäger ließ eine erwartungsgeladene Stille eintreten und kratzte sich das in Leder gefasste Knie.
"Ich brauche Salz oder Fett.", er machte eine Pause und zögerte, ehe er ein paar melierte Hornstücke auf dem Leder umverteilte und nach unten brummte: "Und etwas von deinem Essen."
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